~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Volle Umgebung zur Überprüfung Kapitän-Leutnant.“ Befahl Martin umgehend nachdem die Athene zurück in den Normalraum gefallen war. „Passives Radar sauber, keine Kontakte in Unmittelbarer Umgebung auf Radar oder Optischen Sensoren.“ Antwortete Peter sofort routiniert. „Identifizieren Sie unser Ziel.“ Befahl Martin dann, zwar hatte er nicht ernsthaft damit gerechnet von einer Flotte Kampfbereiter Arachniden Schiffe empfangen zu werden, aber trotzdem war es beruhigend zu wissen das keine Feindkontakte in unmittelbarer Nähe waren, auch wenn das nicht viel zu sagen hatte, es war durchaus möglich sich vor den Sensoren zu verstecken und auch der ÜLG Antrieb der Arachniden versetzte sie in der Lage jederzeit zuzuschlagen wenn sie das wollten. „Bestätigt starte Langstreckenabtastung des Marsorbits.“ Quittierte Peter sofort, immerhin war der Orbit eines Planten recht groß selbst wenn man wusste das sich das Objekt der Begierde irgendwo dort aufhielt bedeutete das noch lange nicht es auch sofort finden zu können. „Ziel identifiziert Sir, Entfernung: Achttausend Kilometer, dreißig Grad Positiv und vierundvierzig Grad backbord über Bug.“ Meldete Peter dann nach kurzer Zeit. „Leutnant Halley, Annäherung an Zielobjekt einleiten. Kapitän Leutnant Graham: Behalten Sie die Umgebung im Blick, Bereitschaftsalarm.“, „Bestätigt Bereitschafstalarm für alle Stationen genaue Umgebungsüberwachung.“ Quittierte Peter sofort, dicht gefolgt von Aponi: „Berechnung für Annäherungskurs an Zielobjekt eingeleitet.“ Martin schaltete seinen Kommunikator daraufhin erneut auf den Gruppeninternen Kanal, so dass die anderen Schiffe ihn hören konnten und Befahl: „Bereitschaftsalarm für alle Schiffe, gehen Sie jederzeit von einem Angriff aus. ZB-01 lassen Sie sich zurückfallen und folgen Sie mit eintausend Kilometer Sicherheitsabstand. KS-05 Sie eskortieren ZB-01, ihre höchste Priorität ist der Schutz des Bergungsschiffes. KS-11 Sie begleiten uns.“, „UNSF KS-11 bestätigt, nehmen Begleitposition an Ihrer Flanke ein.“ Bestätigte Kapitän Domascic sofort. „UNSF KS-05 bestätigt ebenfalls, nehmen Eskortposition zu UNSF ZB-01 ein.“ Meldete dann auch Kapitän Sartori nur mit minimaler Zeitverzögerung. „UNSF ZB-01 bestätigt auch, wir lassen uns zurückfallen, Abstand zum Führungsschiff Eintausend Kilometer.“ Meinte dann Kapitän Miller zum Abschluss. Martin stellte seinen Kommunikator daraufhin wieder auf Schiffsintern und fragte: „Status Leutnant Halley?“, „Berechnungen abgeschlossen, erwarte Freigabe für Navsequenz.“ Antwortete Aponi sofort. Martin warf der besagten Navsequenz daraufhin einen kurzen Blick zu ehe er sie bestätigte.
„Navsequenz freigegeben, Übergabe Steuerrung an Autopilot.“ Meldete Aponi daraufhin worauf der Bordcomputer sofort sein Mitteilungsbedürfnis stillte: „Automatischer Orbitalflug initiiert. Bitte bleiben Sie an Ihren Stationen bis eine stabile Trägheitslage garantiert werden kann.“ Gleichzeitig spürte Martin wie die Haupttriebwerke des Schiffes zündeten. Dank des Leitstrahles den die Athene dabei noch immer sendete viel es den restlichen Schiffen dabei nicht schwer in Formation zu bleiben und Zeitgelich zu beschleunigen. Alles was die Navigationsoffiziere der betroffenen Schiffe getan hatten war die Formationseinstellungen zu überarbeiten um Martins Anweisungen umzusetzen, ohne Computerunterstützung war es nämlich selbst für einen gut ausgebildeten Navigationsoffizier praktisch unmöglich absolut simultan mit einem anderen Schiff zu agieren. Während sie sich daraufhin dem Objekt der Begierde näherten spürte Martin wie die Aufregung in ihm hochkochte bisher war einfach alles zu glatt verlaufen, er ging daher davon aus das der große Knall noch folgen würde. „Distanz zum Ziel noch Sechstausend Kilometer verbliebend.“ Meldete Aponi dann. Martin nutzte daraufhin einen seiner Bildschirme um eine Abbildung des Zielschiffes einzusehen. Es handelte sich wie er bereits wusste um ein Mittelklasse Schiff der Arachniden, vergleichbar mit den UNSF Fregatten, was bedeute dass das Schiff der Athene und auch der begleitenden zweiten Korvette Waffentechnisch überlegen war, jedenfalls wen es noch Kampftauglich war. Damit hörte das Wissen über diesen Schiffstyp jedoch auch schon auf, wie nahezu alles was mit den Arachniden zu tun hatte bestand nahezu das gesamte zur Verfügung stehende Wissen über diese Schiffsklasse aus Feldreporten aus den Begegnungen und einer Menge Vermutungen. „Irgendwelche Reaktionen des Zieles auf unsere Annäherung?“ fragte Martin dann, obwohl er nicht davon ausging, sollte sich irgendetwas ereignen würde Peter das sofort bemerken und melden. „Negativ Sir, das Ziel liegt tot im All, wie es sein sollte.“ Antwortete Peter wobei man auch bei ihm deutlich die Anspannung in der Stimme hören konnte. „Hoffen wir dass das so bleibt.“ Stellte Martin dann für sich selbst fest während er die Anzeige welche die Distanz zum Ziel anzeigte im Auge behielt, der Abstand schmolz beständig während die Athene sich mit entschlossener aber dennoch vorsichtiger Geschwindigkeit näherte, das Schiff war zwar schnell genug um sein Ziel in einer annehmbaren Zeitspanne zu erreichen, aber nicht so schnell das eine Reaktion auf Änderungen der Umgebung praktisch unmöglich wurde.
Während Sie daraufhin auf das Wrack des Arachniden Schiffes zuhielten bemerkte Martin die anderen Kontakte auf dem Radarschirm, es gab noch unzählige weitere Überreste der letzten Schlachten um den Mars, zwar waren die Trümmer weit verteilt, stellenweise lagen über hundert Kilometer zwischen zwei Stücken, aber dennoch war überdeutlich was sich hier abgespielt hatte. „Mögt ihr im Tode den Frieden finden der euch im Leben verwehrt blieb.“ Dachte sich Martin dann schluckend während sein Blick von den Überresten des einst stolzen UNSF Kreuzers Amerika wie magisch angezogen wurde, das Schiff war in mehrere Teile zerbrochen. Zwischen den größeren Bruchstücken schwebten dabei ganze Wolken aus kleineren Trümmer stücken. „Wenn Arlana nicht gewesen wäre, während das hier nicht nur Trümmer.“ Rief sich Martin dann ins Gedächtnis immerhin hatte die Ymar nicht nur die Kampfhandlungen beendet und die verblieben Schiffe der Menschheit damit gerettet sondern auch die bereits gefallen Kräfte wiederbelebt. Warum sie dabei ausgerechnet Martins Schiff wieder repariert hatte, immerhin war die Athene in den Kampfhandlungen eigentlich Kampfunfähig geschossen worden und hätte eigentlich aufgegeben werden müssen, und andere Schiffe nicht, wusste er dabei jedoch nicht. „Ich weiß so vieles nicht.“ Stellte Martin dann fest während er den Blick von dem gefallen Schiff abwandte um sein Ziel wieder zu fixieren, je schneller sie Ihren Auftrag bewältigten, desto schneller konnten sie diesen Ort wieder verlassen. Zwar wusste Martin das keine Menschlichen Toten zwischen den Trümmern lagen, oder vielmehr schwebten, doch trotzdem schlug der Anblick der Zerstörten Schiffe ganz schön aufs Gemüt, immerhin erinnerte diese Szenerie deutlich an die Vergänglichkeit von allem, sogar gewaltige Stahlkolosse lebten nicht ewig.
„Erreichen Ziel, aktiviere Bremsraketen.“ Meldete Aponi dann während die Athene verlangsamte und nur in etwa einem Kilometer Distanz zu dem deutlich größeren Arachniden Schiff relativ gesehen zum Stillstand kam. Martin warf der beinahe Organisch geformten Hülle des anderen Schiffes daraufhin einen abschätzenden Blick zu, er musste zugeben dass das Schiff noch immer Respekteinflößend wirkte, obwohl es nur tot im All hing. „Kapitän-Leutnant Graham, tasten Sie das Ziel mit Ladar ab.“ Befahl Martin dann, er wollte so viele Informationen sammeln wie nur möglich bevor sie irgendetwas unternahmen. „Bestätigt, Ladar Abtastung eingeleitet.“ Bestätigte Peter sofort. Martin schaltete seinen Kommunikator in der Zwischenzeit zurück auf Flottenweit und befahl: „UNSF ZB-01 Sie können aufrücken. Verkürzen Sie ihre Separation auf zehn Kilometer.“, „UNSF ZB-01 hat verstanden nähern uns auf zehn Kilometer.“ Bestätigte Kapitän Miller sofort, obwohl sie so ihre Schwierigkeiten mit dem Militärischen Protokoll hatte und daher oftmals einen etwas unkoordinierten Eindruck machte, zeigte die Tatsache das Sie und ihr Schiff jegliche Anweisung bisher fehlerlos ausgeführt hatten das sie sehr wohl wusste was sie da tat. „Aus was für einem Material sind diese Schiffe nur gebaut?“ hörte Martin dann Peter Mehr ssich selbst als irgendjemand anderes fragend. „Warum Kapitän-Leutnant, ergeben die Ladarwerte keinen Sinn?“ fragte Martin daher. „Ja Sir, genau das. Ich kann keine Nähte zwischen einzelnen Rumpfsegmenten erkennen noch irgendetwas anderes dass darauf schließen lassen würde dass die Hülle des Schiffes aus mehreren separaten Teilen gefertigt wurde. Es sieht vielmehr so aus als wäre der gesamte Schiffsrumpf an einem Stück gegossen worden oder so.“ antwortete Peter. „Sind Sie sicher? Vielleicht ist die Verarbeitungsqualität nur sehr gut.“ Erwiderte Martin nachdenklich, immerhin war es aus Technischer Sicht extrem unpraktisch etwas so großes an einem Stück zu fertigen, egal aus welchem Material. „Negativ Sir. Ich kann nur Mutmaßungen anstellen.“ Antwortete Peter sofort. „Können Sie auf dem Ladar Bild eine Öffnung im Rumpf ausmachen die geeignet wäre Truppen an Bord zu bringen Kapitän-Leutnant?“ fragte Martin dann, er hielt es für eine gute Idee das Arachniden Schiff so gründlich wie möglich zu überprüfen bevor sie es auch nur in die Nähe der Erde brachten. Das letzte was er wollte war dass das Schiff mit einer Art Biologsicher Massenvernichtungswaffe oder ähnlichem ausgerüstet war die auf die Erde abgefeuert wurde. „Positiv Sir, ich kann mehrere Öffnungen im Rumpf erkennen die groß genug sind um Truppen passieren zu lassen.“ Bestätigte Peter umgehend. „Ermöglichen diese Öffnungen den Zugang ins Innere des Schiffes Kapitän-Leutnant?“ fragte Martin dann. „Das kann ich nicht beurteilen Sir. Sie führend definitiv in Hohlräume, welche Funktion diese Hohlräume allerdings haben, oder ob es sich um Kampfschäden handelt kann ich ohne näheres Wissen über den Spezifischen Schiffstyp und die Technologie der Arachniden im Allgemeinen aber nicht beurteilen.“ Antwortete Peter sofort. Martin nickte daraufhin kurz ehe im einfiel das Peter diese Geste eventuell nicht wahrgenommen hatte da er auf seine Anzeigen konzentriert war weshalb Martin meinte: „Verstanden Kapitän-Leutnant.“
Anschließend wog Martin seine Optionen ab, er war sich dessen Bewusst das er jeden Mann und jede Frau die er auf das Arachniden Schiffs schickte einem unkalkulierbaren Risiko aussetzte. Sie hatten keine Ahnung ob Arachniden Schiffe über Verteidigungsanalgen gegen Entermanöver verfügten und wenn ja wie diese genau funktionierten, daher konnten sie auch keine Präventiven Maßnahmen unternehmen. Ebenfalls war nicht abschließend geklärt ob die Besatzung des Zielschiffes wirklich tot war. Trotz der improvisierten Autopsie die Marco vorgenommen hatte war schlichtweg so gut wie nichts über die Physiologie der Arachniden bekannt, es war daher durchaus denkbar das sie in der Lage waren selbst lange Zeit in einer Art Winterschlaf zu überbrücken in dem sie den Bedarf an Nährstoffen und anderen Lebenswichtigen Dingen so gut wie annullierten. Zusätzlich gab es da noch das Problem das keines der Schiffe Entertruppen mit sich führte, was schlichtweg daran lag das es keine derartigen Truppen gab. Entermanöver waren bisher nur Gegenstand Theoretischer Überlegungen gewesen, aufgrund der Tatsache dass es Suizid war zu Versuchen ein Schiff gewaltsam zu betreten das auch nur noch minimal Manövrierfähig war. Schließlich währen die Entertruppen den auftreten Beschleunigungskräften schutzlos ausgeliefert. Das führte dazu das Martin für ein eventuelles Entermanöver Besatzungsmitglieder von den Schiffen abziehen musste die im Falle eines Gefechts auf ihren Stationen fehlten, worunter die Effizienz des betroffen Schiffes stark leiden würde. Auf der anderen Seite waren sie alle jedoch Soldaten, wer wenn nicht sie sollte sich der Gefahr stellen? Immerhin musste irgendjemand das Risiko eingehen das Arachniden Schiff zuerst zu betreten und so hart es klang ein Soldat wurde dafür ausgebildet und Vorbereitet eventuell sein Leben im Dienst für seine Nation zu geben, Zivilsten nicht. „Ich darf nicht zulassen dass irgendetwas Gefährliches auch nur in die Nähe der Erde kommt.“ Stellte Martin dann entschlossen für sich selbst fest.
~~~Ende Kapitel 62~~~
mfg.: Tg