~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Während Martin daraufhin nachdenklich schweig sah Claudia sich einmal kurz um ehe sie fragte: „Ist hier noch Platz, ich würde mich gerne etwas ausruhen?“ Dabei deutete sie auf die Mulde die Martin ihm Gras hinterlassen hatte als er darin gelegen war. Zur Antwort zuckte Martin lediglich die Schultern. Worauf Claudia sich einfach mitten im Gras niederlies und dabei einen leisen Seufzer vernehmen lies. Martin folgte ihrem Beispiel daraufhin und lies sich auch wieder, etwas unelegant, zurück sinken wobei er seinen Stock nutzte um nicht einfach rücklings umzukippen. „Du bewegst dich wie ein alter Mann.“ Stellte Claudia daher neckend fest. „Ich bin ein alter Mann, junge Frau!“ entgegnete Martin daraufhin Todernst. Claudia prustete daraufhin einmal amüsiert auf ehe sie erwiderte: „Jaja, und was bist du dann in zwanzig Jahren?“, „Woher soll ich das denn jetzt schon wissen? Bis dahin ist es noch lange Zeit.“ Antwortete Martin ehe die beiden in lautes Gelächter ausbrachen und sich dabei mit dem Rücken ins Gras legten. Nachdem Martin sich dann wieder im Griff hatte fragte er während er sich den Bauch hob: „Was machst du eigentlich hier?“, „Das Forschungsprojekt wurde wegen dem vermaledeiten Krieg abgebrochen. Ich wusste nicht wo ich sonst hin sollte außer zurück nach Hause, also habe ich das getan.“ Antwortete Claudia leichthin. Auch wenn Martin ihr deutlich anhörte das sie das bei weitem nicht so locker sah. „ Dann bist du gerade Arbeitslos?“ fragte Martin weiter. „Jain. Technisch gesehen bin ich immer noch beim Institut angestellt, aber mein Vertrag ruht bis sie ein neues Einsatzgebiet für mich finden. Leider gilt das aktuelle Interesse des Institutes und eigentlich aller anderen auch im Moment nicht den Meeren sondern dem Weltraum.“ Antwortete Claudia. „Kannst du ihnen das übel nehmen?“ fragte Martin daraufhin. „Nicht wirklich. Ich meine Aliens sind einfach viel Interessanter als irgendwelche Bakterien die auf dem Grund der Meere ihr Dasein fristen, das kann Ich schon Verstehen. Aber es fühlt sich trotzdem wie ne ziemlich üble Degradierung an nach seiner Forschungstätigkeit wieder Kellnern zu müssen.“ Antwortete Claudia. „Du kellnerst?“ fragte Martin daraufhin amüsiert schnaubend. „Ja, irgendwie muss ich ja mein Geld verdienen nachdem sich bislang kein Mann bereiterklärt hat meine Rechnungen zu zahlen.“ Bestätigte Claudia. „War in deiner Forschungsgruppe den kein alter einsamer Professor mit einer Menge Geld?“ fragte Martin daraufhin scherzhaft. „Hey! So billig bin ich nicht!“ meinte Claudia daraufhin in gespielter Entrüstung während sie Martin spielerrisch in die Seite boxte.
„Autsch!“ meinte dieser daraufhin grinsend. „Außerdem waren alle erstrebenswerten Kollegen schon vergeben.“ Meinte Claudia dann. „Naja, aber jetzt triffst du doch bestimmt ne menge Kerle, da wird sich schon noch einer finden.“ Stellte Martin dann fest während er Claudia auf die Schulter klopfte. „Meinst du?“ fragte diese eher weniger überzeugt. „Klar. Männer sind Berechenbar, erhasche ihre Aufmerksamkeit indem du halbnackt rumrennt und gib ihnen dann was zu Essen, schon folgen sie dir überall hin.“ Meinte Martin dann. „Du bist unmöglich!“ stellte Claudia daraufhin fest was nicht so wirklich überzeugend klang da sie im selben Moment tränen lachte. „Na wie ich sehe habt ihr zwei ne Menge Spaß, darf ich auch mit lachen?“ fragte dann plötzlich Paul der in diesem Moment um die Ecke bog. „Kommt drauf an.“ Meinte Martin daraufhin. „Auf was?“ fragte Paul umgehend. „Na ob du das überhaupt noch kannst und nicht Holzernst geworden bist.“ Antwortete Martin worauf Paul schnaubte und meinte: „Alle Mann in Deckung, die Witze fliegen heuet tief.“, „Aber dafür mit Antrieb.“ Fügte Claudia an während Paul sich neben den beiden niederlies. „Keine Arbeit Heute?“ fragte Martin dann Paul. „Nö, wir haben grade nicht viel zu tun. Also hab ich meinem Chef die Kettensäge an den Hals gehalten und drum gebeten frei zu bekommen.“ Antwortete Paul. „Wie zivilisiert von dir, anstelle es einfach zu fordern.“ Stellte Martin umgehend scherzhaft fest. Paul hob daraufhin den linken Zeigefinger in die Luft und meinte: „Meine Mutti hat mir beigebracht immer höflich zu bleiben und wenn Mutti das sagt dann tue ich das auch.“ Während Martin daraufhin laut Prusten musste stellte Claudia mit gespielt genervter Stimme fest: „Männer!“, „Jawohl das sind wir, und dafür leiben uns die Weiber!“ stellte Paul voller Inbrunst fest. „Oh jeh, jetzt trägst du aber ganz schön auf.“ Attestierte Martin daraufhin während Claudia nur die Augen verdrehte ehe sie meinte: „Das glaubst zumindest du.“
„Was hast du mit deinem Urlaub jetzt eigentlich vor, du willst doch bestimmt nicht mehrere Monate hier im Gras liegen, oder?“ fragte Paul dann Martin nachdem sich die drei wieder etwas beruhigt hatten. „Warum denn nicht? Hier ist es bequem!“ stellte Martin daraufhin fest. Pauls schüttelte daraufhin den Kopf und meinte Grinsend: „Du bist immer noch der gleiche Vogel wie früher.“, „Jep und auch noch stolz drauf.“ bestätigte Martin sofort. „Ne, jetzt mal im Ernst. Es ist lange her das wir uns das letzte mal was gemeinsam unternommen haben, hättest du Bock drauf wenn wir zusammen was Unternehmen? Du darfst natürlich auch mit Claudi.“ Fragte Paul dann. „Warum nicht. An was hattest du den gedacht?“ erwiderte Martin darauf. „Naja, wegen deiner exzellenten Körperlichen Verfassung scheidet alles was mit viel Bewegung zu tun hat ja schon im Vorfeld aus.“ Meinte Paul daraufhin nachdenklich. „Ich will dich mal nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit sehen.“ Stellte Martin zu seiner Ehrrettung fest. „Ich hab zufällig die Möglichkeit uns verbilligten Zugang zum Ozeanium oben an der Küste zu beschaffen. Vorausgesetzt ihr zwei Jungs habt an sowas Interesse.“ Stellte Claudia dann fest. „Ist das dieses Riesenaquarium?“ fragte Martin daraufhin. „Ja, auch wenn es deutlich mehr ist als das.“ Antwortetet Claudia. „Ist recht Frau Professor.“ Stellte Paul umgehend fest wofür er sich einen tadelenden Blick einfing. „Hört sich gar nicht so übel an, wäre ein toller Ausgleich zum Weltraum.“ Meinte Martin dann. „Ich bin auch dabei, Zoos waren schon immer mein Ding besonders die wo man die Tiere auch streicheln kann.“ Meinte Paul dann worauf alle drei wieder lachen mussten. „Oh Mann hab ich das vermisst.“ Stellte Martin dann fest. „Was, die dummen Sprüche?“ fragte Paul sofort. „Nö, davon hatte ich auch auf der Akademie und an Bord genug. Ich meine diese Unbeschwertheit, frei sein einfach mal nur Stundenlang rum zu blödeln und den lieben Gott einen guten Mann sein zu lassen wenn man es will.“ Antwortete Martin. „Hmm, das kann ich Verstehen. Disziplinierte Gesellschaften sind auf Dauer ermüdend.“ Stimmte Claudia zu mit ihren Akademischen Forschungskollegen wohl ähnliche Erfahrungen gemacht wie Martin bei der UNSF gemacht hatte. „Ich fürchte da kann ich mit Reden. Bei der Forstverwaltung sind wir alles andere als Diszipliniert. Erst gestern hat Udo ausversehen einen morschen Baum auf einen Zeltplatz fallen lassen und die Camper ziemlich erschreckt.“ Unkte Paul amüsiert. „Vielleicht solltet ihr besser aufpassen was ihr tut anstelle den ganzen Tag nach einer Schnapsflasche zu suchen.“ Meinte Claudia dann tadelnd. Paul riss daraufhin die Augen auf und meinte schockiert: „Aber dann währe das ja Arbeit! Das kann ich nicht zulassen!“ Martin musste daraufhin erneut lachen, zwar stimmte es das er auch mit seinen Kameraden in der Flotte Scherze hatte machen können aber das hier war einfach eine andere Liga und ja er hatte es definitiv vermisst.
Plötzlich hörte Martin dann seien Mutter rufen die wohl von ihrer eigenen Gesprächsrunde zurück war: „Martin! Wo steckst du, du hast Besuch.“, „Erwartest du heute noch jemanden?“ fragte Claudia daraufhin. „Nein eigentlich nicht. Ich hab auch keine Idee wer das sein könnte.“ Antwortete Martin ehe er lauter sprach: „Ich komme.“ Anschließend wandte er sich an Paul: „Helf mir mal hoch.“, „Aber klar doch, alter Mann.“ Meinte dieser und zerrte Martin mit roher Kraft auf die Beine. Martin griff sich daraufhin seinen Stock und meinte zu Paul und Claudia gewandt: „Wartete doch einfach kurz hier. Ist bestimmt nichts Größeres.“Paul zuckte daraufhin nur mit den Schultern und lies sich ins Gras zurückplumpsen während Claudia sich demonstrativ auf den Rücken legte. Martin setzte sich dagegen in Bewegung und steuerte den Zugang zum Grundstück an. Zwar war das gante Grundstück von einem Zaun umgeben, aber das Tor stand eigentlich immer offen, Martin wusste nicht einmal ob der Schlüssel für eben jenes Tor überhaupt noch auffindbar war. Es war daher ungewöhnlich das jemand außerhalb, vor dem Zaun wartete. Alle die ihn oder seien Eltern persönlich kannten wussten das sie das Grundstück problemlos betreten konnten. Sobald er daraufhin um die Hausecke bog kam ihm auch schon seine Mutter entgegen und meinte: „Da steht eine junge Dame vor dem Tor die behauptete dich zu kennen, hast du uns was verheimlicht?“, „Nein heb ich nicht. Wie heißt sie denn?“ erwiderte Martin. „Hat sie nicht gesagt, nur das sie dich von der Arbeit her kennen würde.“ Antwortete seine Mutter umgehend. Martin zog daraufhin fragend eine Augenbraue in die Höhe ehe er meinte: „Ich schau mal.“
Nur unwesentlich später erreichte Martin dann das Gartentor und erblickte eine Frau in einem langen Hellorangenen Kleid sowie einem dazu passenden Breitkrempigen Hut mit weißem Hutband den sie Schräg auf dem Kopf trug. „Entschuldigen Sie?“ meinte Martin dann. Umgehend fixierte die Frau ihn und Martin viel vor Schreck fast die Kinnlade herunter: Diese Goldenen Augen hatte er bisher nur ein einziges Mal gesehen. „Ah’gahrsa so Kapitän.“ Meinte die Ymar dann mit ihrer Glockenhellen und melodischen Stimme die sich noch Verführerischer anhörte wenn sie sich ihrer eigenen Sprache bediente. „Ga’quera? Was machen Sie hier?“ fragte Martin dann überrumpelt und vergaß dabei sogar seine Frage in diverse Höflichkeitsfloskeln zu packen, dafür war er gerade viel zu überrumpelt. „Ist das nicht offensichtlich Kapitän Martin Möllers? Ich Besuche Sie.“ Antwortete die Ga’quera. „Ja schon, aber warum?“ fragte Martin weiter, noch immer komplett überrumpelt. Nie in tausend Jahren hätte er damit gerechnet dass ausgerechnet sie in Besuchen kommen würde. „Warum denn nicht?“ frage die Ga’quera zurück. Martin überlegte daraufhin kurz ehe er antwortete: „Weil es unüblich ist. Sie sind die Diplomatische Abgesandte einer anderen Zivilisation und wir kennen uns eigentlich gar nicht.“ Die Ga’qura kicherte daraufhin erheitert ehe sie meinte: „Soweit ich informiert bin darf ich mich frei auf Ihrem Planeten bewegen. Ihre Regierung hat mir keinerlei Beschränkungen auferlegt und ich halte es für angebracht mein Verständnis über die Menschliche Kultur zu Verbessern. Schon lange genug war ich die Passiven Beobachterin. Allerdings werde ich Sie nicht weiter behelligen wenn Sie das wünschen Kapitän Martin Möllers.“ Martin war daraufhin in einer Zwickmühle, auf der einen Seite hegte er kein Gesteigertes Interesse daran sein Privatleben mit seiner Arbeit zu verschmelzen, aber auf der anderen Seite hatte er die einzigartige Gelegenheit die Ymar auf einer Persönlichen ebene kennen zu lernen und mehr über sie und ihr Volk zu erfahren, abseits der streng Organsierten und Protokollierten Offiziellen Veranstaltungen. „Sie können Bleiben wenn Sie das wünschen Ga’quera, aber ich muss Sie warnen: Das wird vermutlich ziemlich langweilig für Sie werden.“ Antwortete Martin dann. Die Ga’quera lächelte daraufhin ehe sie meinte: „Überlassen Sie die Einschätzung ob etwas für mich langwellig ist oder nicht einfach mir Kapitän Martin Möllers. Außerdem möchte in anregen unsere Kommunikation zu vereinfachen. Es ist unnötig umständlich sie beständig mit dem Titel des jeweils anderen anzusprechen.“, „Von mir aus, wenn Sie das so wollen. Wie soll ich Sie nennen?“ erwiderte Martin obwohl er nicht so recht wusste ob das eine gute Idee war, bisher hatte er sich ganz wohl damit gefühlt sich selbst hinter eine Wand aus Höflichkeitsfloskeln zu verstecken.
„Das teilte ich Ihnen doch bereist mit. Sie können mich bei meinem Namen, Arlana, nennen wie es unter den Ymari üblich ist.“ Antwortete die Ga’quera. Martin nickte daraufhin und meinte: „Ich werde mich bemühen.“ Die Ga’quera grinste daraufhin breit als sie meinte: „Davon bin ich überzeugt.“, „Wenn Sie mir bitte folgen wollen, ich habe bereits zwei Freunde zu gast.“ Meinte Martin dann. „Es besteht keine Notwendigkeit für eine derartige Formulierung. Ich folge Ihnen gerne.“ Antwortete die Ga’quera, ihrer Stimmlage nach zu urteilen quietsch vergnügt. Martins setzte sich daraufhin wieder in Bewegung um seinen neuen Gast um das Haus zu führen. Sobald er dann mit der Ga’quera im Schlepptau um die Hausecke bog, erhoben sich sowohl Claudia als auch Paul umgehend und setzten eine neugierig-fragende Miene auf. „Claudia, Paul darf ich Vorstellen: Ga’quera Arlana von Aechia Selarim. Abgesandte des alten Volkes der Ymari. Ga‘… äh ich meine Arlana: Das sind meine Freunde Claudia Schmidt und Paul Schulze.“ Meinte Martin dann worauf der Blick seiner Freunden regelrecht erstarrte.
~~~Ende Kapitel 49~~~
mfg.: Tg
Frohen Dritten Advendt euch allen!