~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Ein einfacher Schott war denen wohl nicht gut genug.“ Stellte Carvalho daraufhin fest. „Es hat den Anschein Sir.“ Stimmte Martin zu während die Athene durch die, nahezu perfekt ausgemessene, Öffnung glitt. Sofort darauf passiertem mehre dinge gleichzeitig, zum einen spürte Martin das einsetzen einer Schwerkraft die ihn in seinen Sitz drückte zum anderen löste der Bordcomputer gleichzeitig Alarm aus: „Warnung Unkontrollierter Wiedereintritt!“, „Was zum?!“ fragte Martin daher. „Der Computer geht aufgrund der Schwerkraft und Atmosphäre außerhalb des Schiffes von einem Absturz auf der Erde aus Sir!“ antwortete Aponi. „Übersteuern Sie den Navigationscomputer, sofort!“ befahl Martin umgehend, sie mussten um jeden Preis verhindern das der Computer automatisch die Treibwerke zündete um seinen angenommen Kurs zu stabilisieren und einen, nicht vorhandenen, Absturz aufzufangen. „Navigationscomputer übersteuert, alle Kontrollen auf Manuell Sir.“ Meldete Aponi nur unwesentlich später nachdem sie kurz in hektische Aktivität ausgebrochen war. „Daran hätten wir denken sollen…“ dachte sich Martin über sich selbst verärgert. Carvalho indessen schien die Situation nicht aus der Ruhe gebracht oder gestört zu haben. Er meinte lediglich: „Offenkundig müssen wir einige Automatische Protokolle für die Zukunft überarbeiten.“, „Es hat den Anschein Sir.“ Stimmte Martin zu, noch immer über sich selbst verärgert, so einen Patzer hatte er sich eigentlich nicht erlauben wollen. Carvalho schien Martins selbst Unzufriedenheit aufgefallen zu sein da er meinte: „Machen Sie sich keinen Kopf Möllers. Ich habe auch nicht daran gedacht, Niemand ist perfekt.“, „Ich weiß Sir, aber es ist trotzdem Ärgerlich.“ Erwiderter Martin. „Wenn Sie sich über jeden kleinen Fehler Ärgern werden sie nicht lange Leben. Akzeptieren Sie das Sie einen Fehler begangen haben und Lernen Sie daraus. Aber dann machen Sie einfach weiter. Es bringt nichts sich mit Selbstvorwürfen zu geißeln. Glauben Sie mir das weiß ich aus erster Hand.“ Antwortete Carvalho wohlwollend. „Ich werde versuchen daran zu denken Sir.“ Meinte Martin daraufhin nachdenklich. Worauf Carvalho erheiter gluckste, es aber dabei bewenden lies.
Schließlich stoppte die Athene ihre Bewegung und verharrte Regungslos inmitten eines großen, leeren Raumes. Die Wände waren in Hellem Silbergrau und Weiß gehalten und erweckten mit den eingearbeiteten runden Bögen den visuellen Eindruck eines Gewölbe Baus. Eines sehr fortschrittlichen Gewölbebaus, immerhin war der ganze Raum Taghell erleuchtet, auch wenn sich auf den ersten Blick keine Lampen erkennen Liesen. Ebenso waren keine Fugen oder andere Indizien dafür dass die Wand eigentlich aus mehreren Bauteilen bestand zu erkennen. „Sir, erbitte Anweisungen.“ Fragte Aponi dann, immerhin schwebte die Athene noch immer mitten in der Luft, jedenfalls soweit sich das von der Brücke aus erkennen ließ, die Radargeräte waren noch immer völlig nutzlos. „Situation Überwachen Leutnant, halten Sie sich bereit das Schiff notfalls zu stabilisieren.“ Befahl Martin umgehend, auch wenn er bezweifelte dass das nötig war. Was auch immer die Athene fest hielt und in den Raum gezogen hatte würde wohl eher nicht plötzlich ausfallen. „Bestätigt Sir.“ Antwortete Aponi daraufhin. Martin wandte sich unterdessen an Carvalho und fragte: „Sir, wie sollen wir weiter vorgehen?“, „Kontaktieren Sie das Ymari Schiff und erbitten Sie weitere Instruktionen Kapitän.“ Antwortete Carvalho. „ Jawohl Sir.“ Bestätigte Martin nickend ehe er das Kommunikationssystem aktivierte: „UNSF KS-21 Kapitän Möllers für Ymari Schiff, erbitten weitere Anweisungen.“, „Oh, wie peinlich, Ich Vergaß. Bitte vielmals um Entschuldigung. Sie können Ihr Schiff verlassen Kapitän.“ Antwortet Ga’queras Stimme umgehend und hörte sich dabei tatsächlich peinlich berührt an. „Bestätigt.“ Erwiderte Martin daraufhin noch ehe er das Kommunikationssystem wieder stumm schaltete. „Nun denn Möllers, dann wollen wir mal. Wir sollten unsere Gastgeberin besser nicht noch länger warten lassen.“ Stellte Carvalho daraufhin fest ehe er sich aufrichtete, oder es zumindest ernst gemeint versuchte. Allerdings schwankte er lediglich einmal kurz ehe er mit rudernden Armen zurück in seinen Stuhl fiel. „Merda Bosta!“fluchte Carvalho daraufhin verstimmt. Auch Martin stellte schnell fest dass er ziemlich aus der Übung war was auch nur das simple stehen anging. Trotz den Trainingseinheiten und der simulierten Schwerkraft während der Ruhephasen hatte sich sein Körper an das Leben in der Schwerelosigkeit angepasst. Auch er viel daher reichlich unelegant in seinen Stuhl zurück. „Na das kann ja Heiter werden.“ Dachte sich Martin dann verstimmt. Zumindest würde Ga’quera etwas zum Lachen haben.
Nach ihrem ersten, missglückten Versuch aufzustehen sahen sich Martin und Carvalho kurz an ehe beide mit den Schultern zuckten und einen weiten Versuch in Angriff nahmen. Peter und Aponi hüllten sich währenddessen in erhabenes Schweigen und waren vermutlich ganz glücklich darüber sitzen bleiben können. Als Martin und sein Vorgesetzter es dann glücklich geschafft hatten sich aufzurichten meinte Carvalho: „Das war eine größere Herausforderung als erwartet.“, „Sie sagen es Sir.“ Stimmte Martin zu. Daraufhin setzten sich die beiden Männer in schweigender Übereinkunft zur Luftschleuse in Bewegung und bewältigten die Strecke tatsächlich ohne weitere Zwischenfälle, wenn auch etwas langsamer als erwartet. Jetzt nachdem er einmal stand viel es Martin auch relativ leicht stehen zu bleiben, es war nur eine Gewöhnungssache. An der Schleuse angekommen verlangte Carvalho: „Öffnen Sie die Schleuse Kapitän.“, „Jawohl Admiral.“ bestätigte Martin ehe er sich mit seiner ID autorisierte und die Schleusenprotokolle übersteuerte, immerhin gab es keinen Grund einen Druckausgleich durchzuführen. „Automatischer Druckausgleich deaktiviert, atmosphärischer Operationsmodus aktiv.“ Verkündete der Bordcomputer umgehend darauf ehe die Schotten sich öffneten und den Blick nach draußen frei gaben. Martin warf Carvalho daraufhin einen auffordernden Blick zu und fragte: „Sir?“ Carvalho nickte daraufhin und ging voraus, er war immerhin der Ranghöhere Offizier von ihnen beiden. Weit kam er jedoch nicht, schon nach wenigen Schritten stoppte Carvalho wieder, direkt an der äußeren Schleusentür. „Sir, alles in Ordnung?“ fragte Martin sofort. „Nein, ich glaube hier wurde was vergessen.“ Antwortete Carvalho und machte einen Schritt zur Seite damit Martin sehen konnte. Dieser erkannte auch sofort das Problem, er sah nichts. Keine Treppe, Leiter oder einen anders geartete Form von Ausstiegshilfe war erkennbar. „Ich hoffe es wird nicht von uns erwartet da runter zu springen.“ Stellte Martin dann fest, bis zum Boden waren es gut und gerne dreißig Meter oder mehr. „Das halte ich für eher unwahrscheinlich.“ Erwiderte Carvalho. Ehe er prüfend mit der Spitze seines Einteilers nach draußen tappte und sich dabei an einem Haltegriff festhielt.
Sofort darauf schien sich die Luft zu verflüssigen und eine Kristallartige Scheckige Platte zu bilden auf der die Fußspitze des Admirals Mittig ruhte. Carvalho zog sein Bein daraufhin zurück, worauf die Platte wieder verschwand. Anschließend schaute Carvalho Martin mit einer Hochgezogene Augenbraue an. Dieser antwortete nur mit einem ahnungslosen Schulterzucken ehe ihm vor Schreck fast das Herz stehen blieb als ein Vorgesetzter einen beherzten Schritt aus der Schleuse heraus machte. „Admiral, nicht!“ rief Martin noch und machte einen Hechtsprung vorwärts in der Hoffnung seinen Vorgesetzten festhalten zu können. Dieser war jedoch schneller und warf Martin einen Belustigten Blick zu während er mit beiden Beinen ihre auf einer der Kristallplatten stand, ungefähr einen halben Meter vom Schiffsrumpf der Athene entfernt. „Beeindruckend, finden Sie nicht auch?“ fragte Carvalho dann. „Ja Sir, aber tun Sie sowas bitte nicht nochmal.“ Antwortete Martin einen vorsichtigen Schritt Nach vorne machend. Auch unter seinen Füßen bildete ich sofort eine Platte die problemlos mit der auf welche Carvalho stand verschmolz und damit eine größere Sechseck Form bildete. „Da kann ich nichts versprechen Kapitän.“ Stellte Carvalho gut gelaunt fest ehe er sich einmal umsah, vermutlich um herauszufinden wo sie nun Hinlaufen sollten. Lange musste jedoch nicht suchen, mit wehendem, weißen Gewand näherte sich den beiden eine Gestalt. Schnell erkannte Martin auch Ga’quera, zwar hatte sie ihr Gewand gegen ein aus mehreren dünnen Übereinader liegenden Stofflagen, von denen jede einen minimal anderen Farbton als die darunter liegende hatte, bestehendes getauscht das an der Hüfte von einem breiten Goldenen Gürtel zusammengehalten wurde, doch trotzdem erkannte er sie sofort wieder. Ebenso stieg sofort dieses seltsam erregte Gefühl in Martin auf und er fühlte eine unnormale Hitze in seinem Körper. „Beherrsch dich Mann!“ fuhr er sich daher selbst in Gedanken an.
Ga’quera hatte unterdessen gestoppt, zu Martins Erleichterung in einem Gesellschaftsfähigen Abstand und formte mit den Händen ein Dreieck vor der Brust ehe sie sich leicht nach vorne beugte und mit ihrer Glockenhellen Stimme meinte: „Sa donah’a Ymari eltuin Ykan.“ Martin schaute daraufhin zu Carvalho der jedoch auch nicht so wirkte als wüsste er was vor sich ging. „Wir grüßen euch Botschafterin Ga’quera Arlana.“ Meinte Carvalho dann, wohl in der Absicht die Situation zu retten. Ga’quera grinste daraufhin erheitert, auch wenn Martin nicht wusste was sie so lustig fand. Auch Carvalhos schien aufgrund des amüsierten Gesichtsausdruck seines Gegenübers etwas aus dem Konzept gebracht und knetete deutlich sichtbar seine Finger. Obwohl sie nichts getan hatte das als Drohung interpretiert hätte werden können schüchterne Ga’quera wohl selbst den Admiral ein. Was zu großen Teilen wohl auf die Tatsache zurückzuführen war das niemand wusste was sie eigentlich war und zu was sie fähig war. „Es gibt keinen Grund warum Sie sich unwohl fühlen Müssten Admiral Antonio Carvalho von der Raumflotte der Vereinten Nationen. Wie ich schon oft betonte, hege ich keinerlei Feindseligkeiten gegenüber Ihnen, Ihren Untergebenen oder der Menschheit im Allgemeinen. Eher im Gegenteil.“ Meinte Ga’quera dann, ganz offenbar wusste sie die Körpersprache der Männer durchaus zu deuten. „Entschuldigen Sie, aber für uns ist das alles ein bisschen überwältigend. Seien Sie versichert das unser Unwohlsein nicht durch Ihre Person verursacht wird, sondern durch die allgemein Situation.“ Antwortete Carvalho umgehend Diplomatisch. „Das ist Verständlich. Es tut mir Leid das Sie alle in diese Situation geraten sind. Ich wollte das alles nicht, aber leider blieb mir kaum eine Wahl.“ Erwiderte Ga’quera mitfühlend. Carvalho sah daraufhin zu Martin der nur ein weiteres mal mit den Achsen zuckte, auch er hatte keine blassen Schimmer was Ga’quera mit dieser Aussage gemeint hatte. Erneut schien Ga’quera die Körpersprache der Männer problemlos deuten zu können und meinte: „Sie sind Soldaten, als solche ist Ihnen mit Sicherheit bewusst das es oftmals äußere Umstände gibt die einen in eine Gewisse Handlung drängen obwohl man das eigentlich nie wollte.“, „Oh, ja das Verstehen wir nur zu genüge.“ Bestätigte Carvalho verdrossen. „Sie können Versichert sein das ich Sie und damit meine ich Ihre ganze Spezies, nicht alleine in dieser Situation zurücklassen werde. Ich bin zwar damit gescheitert Ihrer Art die unabhängige und unbeeinflusste Entwicklung zu ermöglichen die sie eigentlich verdient hätte, aber das wird mich nicht daran Hindern den Schaden so weit wie möglich zu begrenzen.“ Stellte Ga’quera daraufhin, noch immer mitfühlend aber auch bestimmt fest.
Martinsschluckte daraufhin einmal, obwohl ihr Ton sich kaum geändert hatte schwang in Ga’queras Stimme eine unheimliche Entschlossenheit mit. Auch Carvalho machte daraufhin einen unbewussten Schritt rückwärts, weg von der Ymar, immerhin wussten sie noch immer so gut wie nichts über sie oder ihre Art oder deren Fähigkeiten, es war daher klüger ihnen mit Vorsicht zu begegnen.. „Ich bitte um Entschuldigung, es war nicht meine Absicht zu erschrecken. Aber auch ich führe so eine Unterhaltung zum ersten mal.“ Meinte Ga‘quera daraufhin. „Ma’am, bevor wir hier fortfahren, erlauben Sie mir eine wichtige Frage?“ fragte Carvalho dann Vorsichtig nachdem er sich kurz gesammelt hatte. „Wir würden diese Unterhaltung nicht führen Admiral Antonio Carvalho wenn ich mich nicht mit Ihnen unterhalten wollte. Also fragen Sie.“ Antwortete Ga’quera. Carvalho holte daraufhin einmal tief Luft ehe er fragte: „Wie Sie selbst erwähnten sind wir, bin ich Soldat. Als solcher muss ich wissen mit wem, oder was, ich es zu tun habe. Ich muss daher Wissen spreche ich wenn ich mit Ihnen spreche mit einem Kommandierenden Offizier dieses Schiffes, einer Militärischen Befehlshaberin, einer Diplomatin oder einer Politikerin?“ Überraschenderweise lächelt Ga’quera auf diese Frage hin lediglich ehe sie antwortete: „Das habe ich Ihnen doch längst mitgeteilt Admiral Antonio Carvalho.“ Carvalho wirke daraufhin so ahnungslos wie Martin und blickte Hilfesuchend zu eben jenem. Obwohl er selbst keine Ahnung hatte wovon Ga’qura sprach räusperte sich Martin daraufhin und meinte: „Ich fürchte das wir das dann nicht Verstanden haben.“, „Das Sie es nicht verstanden haben ist überdeutlich Kapitän Martin Möllers. Aber das ist nicht Verwunderlich, Sie haben es unmöglich Verstehen können. Ich stellte mich als Ga’quera Arlana vor. Was ich nicht erwähnte ist das ich Ga’quera von Aechia Selarim bin.“ Antwortete Ga’quera umgehend. Martin sah daraufhin Carvalho an und erkannte an dessen Gesichtsausdruck sofort dass auch er Verstanden hatte. Ga’quera war kein Name, es war ein Titel.
~~~Ende Kapitel 40~~~
mfg.: Tg