~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Sobald er dann hinter seinem Vorgesetzten in dessen Arbeitsraum Getreten war schaute Carvalho Martin ein weiteres Mal Kritsch an und meinte: „Sie müssen mir wirklich mal verraten wie sie das Anstellen.“, „Was anstelle Sir?“ fragte Martin umgehend, er hatte keine Ahnung wovon der Admiral sprach. „Na das Ihnen die Frauen alle aufs Wort gehorchen natürlich. Ich habe jedes male ein endlose Diskussion vor mir wenn ich Mariana irgendetwas vorschreiben will.“ Antwortete Carvalho verdrossen. „Ich fürchte da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen Sir. Meines Erachtens tue ich nichts besonderes.“ Erwiderte Martin mit einen Anflug eines Grinsens im Gesicht. „Also gut, setzen Sie sich, ich fürchte wir haben einander einiges zu erzählen Haupt Kapitän.“ Meinte Carvalho dann und deutete auf einen der bereit stehenden Stühle vor seinem Schreibtisch. Martin nickte daraufhin zu Bestätigung und setzte sich in Richtung des Stuhles in Bewegung, dabei glaubte er ein leises gemurmeltes „Glückspilz“ zu hören ehe Carvalho an ihm vorbei seinen eigenen Stuhl hinter dem Schreibstich ansteuerte und sich umgehend und ohne großes Brimbaborium niederlies. Sobald die beiden Männer sich dann gegenüber saßen meinte Carvalho, welcher die Hände vor sich gefaltet hatte: „Also, fangen wir mit dem an was mich im Moment am meisten Interessiert Haupt Kapitän: Was zum Teufel haben Sie sich dabei gedacht die Ga’quera zu heiraten?!“, „Das war nicht mein Plan Sir, aber eines hat das andere ergeben und ich sah mich außerstande daran etwas zu ändern, Arlana, ähh ich meine die Ga’quera kann sehr überzeugend sein wenn sie will.“ Antwortete Martin Wahrheitsgemäß. „Also war das alles die Idee der Ga’quera?“ fragte Carvalho dann ungläubig. „Mehr oder weniger Sir, ich habe ihr meine Gefühle gestanden und ehrlich gesagt erwartet das sich daraus nicht allzu viel entwickelt, aber sie sah das anders.“ Antwortete Martin geduldig. Carvalho lehnte sich daraufhin in seinem Stuhl zurück und meinte: „Nehmen Sie mir das nicht übel, aber: Sie verdammter Glückspilz!“, „Danke Sir.“ Bedankte sich Martin umgehend, natürlich hatte er den Glückwunsch verstanden, auch wenn er etwas versteckt gewesen war. Carvalho grinste Martin daraufhin ins Gesicht und meinte: „Ich hoffe das Sie beide glücklich werden, wirklich. Sowas passiert einem nur einmal im Leben, also würdigen Sie es entsprechend.“, „Ich weiß Sir, ich kann mein eigenes Glück noch immer nicht ganz fassen.“ Stimmte Martin zu. „Das glaube ich zu gerne, so geht es jedem, zumindest am Anfang.“ Stellte Carvalho mit einem Anflug seines typischen Grinsens fest ehe er fragte: „Wo ist sie eigentlich, ihre frisch angetraute Frau?“, „Auf Ihrem Schiff Sir, ich wollte es ihr nicht zumuten im Foyer warten zu müssen bis wir hier fertig sind.“ Antwortete Martin worauf Carvalho ihm einen Abschätzenden Blick zuwarf, sich jedoch offensichtlich eines weiteren Kommentars enthielt, vermutlich weil ihm eingefallen war das sie nicht hier waren um sich gegenseitig zu Unterhalten.
„Nun ich gehe davon aus das Ihre nun bestehende Persönlicherer Bindung mit der Ga’quera zweifelsohne zu ihren Diplomatischen Erfolgen beigetragen hat, aber klären Sie mich bitte darüber auf was Genau sie eigentlich erreicht haben.“ Verlangte Carvalho dann, nun wieder in einem ersten Tonfall wie es dem Thema angemessen war. „Jawohl Sir, es ist mir gelungen nicht nur eine weitere Bestätigung der Unabhängigkeitsgarantie, welche das Vereinte Reich von Aphyn uns gewährt zu erhalten sondern zusätzlich weitere Unterstützung zugesichert zu bekommen. Achila Vikan und Cyphra Echari sind hier um uns bei der Entwicklung neuer Technologien zu helfen die unter anderem auch dazu verwendet werden könnten das Klimaproblem endlich in den Griff zu bekommen.“, „Über was für Technologieren sprechen wir hier genau Haupt Kapitän?“ fragte Carvalho dann, wobei er ehrlich Interessiert war, immerhin hatte er ja ebenfalls am eigenen Leib erlebt wozu Ymari Technologie fähig war. „Das ist nicht näher spezifiziert worden Sir. Alles was ich weiß ist das die Ymari keine Technologie direkt mit uns teilen werden, vielmehr werden sie uns helfen zu unseren eigenen Schlüssen zu kommen, ähnlich wie man einen Kind nicht direkt die Lösung für ein Problem zeigt sondern es selbst darüber nachdenken lässt.“ Antwortete Martin. „Schade, ich hatte gehofft wir hätten eine Chance eine dieser Strahlenwaffen in die Finger zu bekommen, das würde unserer Chancen bei einer weiteren Konfrontation mit den Arachniden oder diesen anderen Aliens beträchtlich verbessern. Aber das daraus nichts wird war ja wohl absehbar.“ Erwiderte Carvalho dann ehe er fragte: „Und wie stellen Sie unsere Gäste die Rettung unsers Klimas vor? Ich hoffe ihr Plan kommt ohne allzu drastische Maßnahmen aus…“ Martin sah Carvalho daraufhin einmal kurz an ehe er antwortete: „Das kann ich ebenfalls nicht definitiv beantworten Sir, es gab noch keine Zeit einen exakten Plan auszuarbeiten. Alles was ich habe ist die Zusage über Hilfe.“, „Ich verstehe, das ist nicht sonderlich viel, ich hoffe das ist Ihnen Klar Haupt Kapitän. Worte sind vergänglich.“ Stellte Carvalho dann fest. „In diesem Fall wohl eher nicht Admiral, Achila Vikan und Cyphra Echari sind keine Menschen, sie sind Ymari. Und die Ymari nehmen versprechen außerordentlich ernst.“ erwiderte Martin. „Mich müssen Sie nicht Überzügen Haupt Kapitän, ich weiß wie viel wir den Ymari bereits jetzt zu verdanken haben, ohne sie würden wir beide jetzt wohl nicht miteinander sprechen, allerdings wird der Parlamentarische Sicherheitsrat mit Sicherheit genau wissen wollen was die Abgesandten im Hinblick auf Klimamanipulation und Technischem Fortschritt unternehmen. Obwohl wir in der Lage waren sämtliche Personen die den Ymari und unserer Allianz mit ihnen offen Feindseelig gegenüber stehen aus ihren Ämtern zu entfernen, gibt es immer noch sehr viele Leute die der ganzen Situation nicht so ganz trauen und dass kann ich ihnen beim besten Willen nicht verdenken, es ist alles ein Bisschen zu Perfekt.“ Erklärte Carvalho dann.
„Damit haben Sie nicht ganz unrecht, aber ich bin sicher dass die Ymari einen guten Grund für Ihre Großzügigkeit haben.“ Erwiderte Martin dann während er mit sich Rang ob er seinen Vorgesetzten über das Verhältnis zwischen den Ymari und den Menschen aufklären sollte. Zwar verlangte seine Loyalität der UNSF und damit der Regierung gegenüber das er dieses Wissen umgehend mit Carvalho teilte, allerdings hatte er Arlana, seiner Ehefrau versprochen es nicht weiter zu sagen. „Verfluchte Gewissenskonflikte.“ Dachte sich Martin dann Frustriert, es gefiel ihm nicht, aber vorläufig entschied er sich dafür das Geheimnis der Ymari noch etwas zu wahren. Immerhin stimmte es eine solche Nachricht würde wohl für unvergleichbares Chaos überall auf der Erde sorgen und das konnten sie gerade überhaupt nicht brauchen. „Damit haben Sie mit Sicherheit recht, aber ich wüsste trotzdem gerne warum sie uns ohne jedwede Kompensation helfen.“ Antwortet Carvalho nachdenklich während er seine Finger betrachtete. Im nächsten Moment flog dann die Tür in das Zimmer regelrecht auf und Carvalhos Assistentin betrat den Raum, in ihren Händen hielt sie dabei ein Tablett auf dem sowohl eine dampfende Tasse Tee, ein großes Glass voll dunklem Saft neben einer Schale voller lecker aussehender Kekse drapiert waren. Carvalho schaute daraufhin umgehend Missbilligend zu der Frau auf und meinte: „Mariana, wie oft hab ich dir schon gesagt das du nicht einfach so reinplatzen kannst wenn ich Gäste Habe?!“, „Beruhige dich doch Antonio, es war keine Absicht. Das weißt du doch.“ Antwortete Mariana während sie ihr Tablett zwischen Martin und dem Admiral auf dessen Schreibstich abstellte. „Du musst das endlich lernen, irgendwann kostet uns das beide noch Kopf und Kragen.“ Stellte Carvalho dann fest, dabei hörte er sich zwar noch immer erbost an, begnügte sich jedoch mit einem Gemäßigten Tonfall. „Du übertreibst, es wird dich wohl keiner wegen so einer Trivialität aus dem Amt entheben.“ Erwiderte Mariana. Carvalho sah Martin daraufhin kurz an während er meinte: „Verstehen Sie jetzt was ich meine?“, „Nicht Vollständig Sir.“ Antwortete Martin während er sich bemühte einen Ausdruckslosen Gesichtsausdruck beizubehalten. „Also gut, dann lasse ich euch beide eben wieder Alleine.“ Stellte Mariana dann fest ehe sie erhobenem Hauptes aus dem Raum spazierte und die Tür dabei hinter sich schloss. Sobald die Tür ins Schloss gefallen war, schaute Martin seinen Vorgesetzten fragend an, er bezweifelte das es sich bei Marina um eine Gewöhnlich Assistentin handelte, dazu passte ihr Verhalten nicht wirklich.
„Was?“ fragte Carvalho dann als er Martins Blick bemerkte. „Das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrer Assistentin ist… Ungewöhnlich Sir.“ Meinte Martin dann Diplomatisch. „Das können Sie laut sagen.“ Stimmte Carvalho zu ehe er erklärte: „Marina ist meine Frau, ihr war Langweilig zu Hause, außerdem war ich ihr immer zu lange weg. Daher habe ich meine Beziehungen spielen lassen um ihr diesen Posten zu verschaffen und endlich Ruhe vor Ihrer Endlosen Nörgelei zu haben.“ Martin zog ob dieser Antwort eine Augenbraue hoch und antwortete: „Ich verstehe Sir, aber ist das nicht Bevorzugung von Familienangehörigen?“, „Wenn man es ganz genau betrachtet: Ja ist es. Aber Mariana bringt durchaus einige nützliche Fähigkeiten mit, ich habe daher nicht komplett geschummelt, Außerdem ist unser Verhältnis zu einander der Admiralität und auch dem Verteidigungsministerium bekannt, zumindest in irgendwelchen Akten, ich habe nie Versucht das zu vertuschen.“ Antwortete Carvalho worauf Martin nickte, er machte seinem Vorgesetzten keinen Vorwurf aus seiner Handlung. „Ich Verstehe Sir, wirklich.“ Meinte Martin daher, er wollte nicht dass Carvalho in ihm ein Mögliches Risiko sah, dafür war der Admiral als Verbündeter und Freund viel zu Wertvoll. „Ich weiß Möllers, ansonsten hätte ich Ihnen das nie anvertraut.“ Erwiderte Carvalho dann beinahe beiläufig, während in Martin einmal mehr der Stolz hochstieg, es fühlte sich gut an zu Wissen das die Leute die er Respektierte ihm vertrauten. „Danke Sir.“ Meinte Martin daher aufrichtig. „Nichts zu danken, ich habe lediglich eine Tatsache festgestellt.“ Erwiderte Carvalho umgehend beiläufig. Ehe er meinte: „Wie ich bereits erwähnt hatte haben sich die Ereignisse seit ihrer Abreise nach Synphyl hier fast überschlagen. Zwar ist es uns dank der Vorarbeit von Ga’quera Arlana schnell und ohne größere Rückschläge gelungen sämtliches von Rebellen besetztes Regierungseigentum zurück unter unsere Kontrolle zu bringen, aber die Aufarbeitung der Geschmissen hält nach wie vor an. Es wird Sie vermutlich Interessieren zu hören dass die Hauptverhandlung für Frau Wilmuth in zwei Tagen geplant ist. Die Verhandlung ist hierbei öffentlich, sie können dem Fall dieser durchgehallten Irren also Persönlich beiwohnen, ich für meinen Teil werde auf jeden Fall dort sein.“, „Wie lautet die Anklage der sich Frau Wilmuth stellen muss?“ fragte Martin dann Interessiert.
„Hochverrat, Rebellion, Versuchter Mord in Hunderten, Anstiftung zum Mord in hunderten Fällen Fällen sowie Genozid.“ Antwortete Carvalho und zählte die Punkte an seinen Fingern ab. Martin schluckte daraufhin, jeder einzelne Anklagepunkt war mehr als ausreichend um Tanja Wilmuth für den Rest Ihres Lebens in Isolationshaft zu stecken, in Kombination war er sich nicht sicher was für ein Strafmaß von den Richtern für angemessen erachtet werden würde. „Gibt es eine Höchststrafe?“ fragte Martin dann. „Nein, dieser Fall ist wie Sie sich mit Sicherheit denken können einzigartig in der Geschichte der Vereinten Nationen. Ich gehe jedoch davon aus das es auf eine Exekution hinausläuft. Am Leben ist diese Frau zu Gefährlich, sie hat noch immer Anhänger.“ Antwortete Carvalho. „Besteht in diesem Fall nicht das Risiko sie zu einer Märtyrerin zu machen Sir?“ fragte Martin dann. „Doch, aber das müssen die Richter abwägen. Glücklicher weise ist das nicht unser Problem. Neben der Gerichtlichen Aufarbeitung des Putsches läuft auch eine Großangelegte Volksabstimmung die über das Schicksal unserer Nation bestimmen wird, dass Parlament hat die Entscheidung über die Abgabe einiger seiner Rechte an eine neue Übergeordnete Institutionen die Bevölkerung weitergegeben. Jeder Mann und Jede Frau die zu diesem Zeitpunkt ein Registrierter Staatsbürger der Vereinten Nationen ist hat ein Stimmrecht, das trifft auch auf die Abgeordneten sowie sämtliche Regierungsangestellte, also auch uns zu.“ Meinte Carvalho dann. „Haben Sie schon abgestimmt Sir?“ fragte Martin umgehend. „Ja, es ist eine Notwendigkeit dass wir endlich aufwachen und zusammenhallten anstelle uns gegenseitig das Leben schwer zu machen.“ Antwortete Carvalho. „Ich hoffe das sehen noch mehr Leute so. Wir haben eine einmalige Chance erhalten und sollten sie nicht verspielen.“ Meinte Martin dann nickend. „Weise Worte Haupt Kapitän, ich hoffe nur das wir der Verantwortung gerecht werden und nicht ausversehen alles in den Sand setzen, ich möchte nur ungerne als totaler Versager in die Geschichte eingehen.“ Stellte Carvalho dann grinsend fest. Martin prustete zur Antwort daraufhin kurz, der Humor seines Vorgesetzten konnte zwar Stellenweise etwas schwarz sein, aber dafür hatte der Admiral wirklich immer einen dummen Spruch parat. „Gut, das soll fürs erste genügen. Ich möchte Sie nicht weiter aufhalten. Immerhin haben Sie ja einen Befehl des Präsidenten erhalten Haupt Kapitän.“ Stellte Carvalho dann fest. „Sie halten mich nicht auf Sir.“ Erwiderte Martin umgehend.
Carvalho sah Martin daraufhin kurz abschätzend an ehe er meinte: „Höflich wie immer, nicht war Haupt Kapitän? Aber Sie haben einen Auftrag des Präsidenten zu erfüllen und ich will nicht dafür verantwortlich sein das sie in diesem Fall versagen. Zudem haben Sie eine Frisch angetraute Frau die auf Sie wartet und deren Unmut will ich mir ganz bestimmt nicht einhandeln.“ Martin musste nach dieser Aussage breit grinsen und Gluckste leise ehe er meinte: „Soweit ich weiß neigt Arlana nicht zu spontanen Wutausbrüchen, vielleicht genießt sie sogar die Möglichkeit mich nicht ständig um sich zu haben.“, „Seien Sie sich da nicht so sicher Haupt Kapitän, ich an ihrer Stelle würde sie nicht zu lange aus den Augen lassen.“ Stellte Carvalho umgehend fest. „Ich werde Ihren Rat beherzigen Sir.“ Meinte Martin sofort zu Antwort.
~~~Ende Kapitel 85~~~
mfg.: Tg