~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Es wäre unklug einen Feind mit unbekannter Stärke offen anzugreifen Sir.“ Stellte Solaria umgehend daraufhin fest. „Das hatte ich auch gar nicht vor, wir benutzen den Tarnmantel.“ Erwiderte Nathalie, tatsächlich hatte sie nie daran gedacht dass sie die Naquiimschiffe einfach Angreifen könnten. „Bestätigt, ich empfehle die Nutzung der Schnittstelle Sir. Die Situation könnte schnell eskalieren.“ Meinte Solaria dann. Nathalie zog daraufhin eine Grimasse, obwohl sie den Vorgang mittlerweile schon mehrmals hinter sich gebracht hatte, fühlte sie sich bei dem Gedanken die Neuronale Schnittselle zu nutzen noch immer unwohl. „Dann aktiviere die Schnittselle.“ Meinte Nathalie dann trotzdem, sie hatte mittlerweile gelernt das man über seinen Persönlichen Vorlieben stehen musste wenn man über das Schicksal so vieler Leute bestimmte. Nur Sekundenbruchteile später fand sich Nathalie dann auch schon in der Virtuellen Realität wieder und konnte beiläufig die Kommunikation zwischen Agatha und der Wiederstandsboje verfolgen, viel Interessanter für sie waren jedoch die Sensorwerte der sich rasant nähernden Naquiim. „Sie erwarten keinen Kampf.“ Stellte Solaria dann fest. „Wie kommst du darauf?“ fragte Nathalie umgehend. „Sie kommen zu nah. Wenn man ein Gefecht erwartet verlässt man den Translichtkorridor in einigem Abstand um Zeit zum Analysieren der Lage und für eventuelle Gegenmaßnahmen zu haben.“ Erklärte Solaria umgehend.
Schließlich vielen die Schiffe der Naquiim, nur wenige Kilometer von Solaria entfernt, aus ihren Translichtkorridoren und verharrten lauernd im All. „Die sind aber groß.“ Stellte Nathalie umgehend fest. „Positiv. Das sind drei Schwere Kreuzer. Ihre Bauart ähnelt Schiffen welche die Naquiim im Krieg eingesetzt haben.“ Erwiderte Solaria. „Kannst du sie besiegen?“ fragte Nathalie umgehend, zwar hatte sie eigentlich vor einen bewaffneten Konflikt zu vermeiden, aber für den Fall der Fälle war es gut zu wissen wie die eigenen Chancen standen. „Sie sind in der Überzahl und haben den Bewaffnungs und Massetechnischen Vorteil auf ihrer Seite. Allerdings sind ihre Offensiven und defensiven System den meinen nicht ebenbürtig. Es wäre möglich Sir.“ Antwortete Solaria. „Gut. Aber hoffen wir trotzdem das wir die Waffen nicht brauchen.“ Stellte Nathalie umgehend fest, ihr behagte der Gedanke zu Kämpfen noch immer nicht besonders. „Sie sind größer als die Schiffe welche wir über Kvosti bekämpft haben oder?“ fragte Nathalie dann. „Positiv. Die Naquiimstreitkraft welche uns im Kvosti System zu stellen versuchte bestand Hauptsächlich aus Korvetten und leichten Fregatten.“ Bestätigte Solaria. „Na super, Hoffen wir einfach das sie uns lange genug übersehen bis Agatha soweit ist.“ Meinte Nathalie dann Hoffnungsvoll.
Nathalie musterte die Naquiimschiffe daraufhin näher, es waren durchaus imposante Schiffe deren Einsatzzweck aufgrund der schweren Deckartillerie auf ihren Rümpfen offensichtlich war. Im Moment zielten die Rohre jedoch ins All und machten keine Anstalten Solaria ins Visier zu nehmen, ein klares Zeichen dafür das die Naquiim das Schiff noch nicht entdeckt hatten. Dann schossen mehrere kleine Objekte aus einem der Schiffe und begannen umgehend damit sich rapide beschleunigend in alle Richtungen davon zu bewegen. „Suchsonden, sie versuchen den Standort von etwas ausfindig zu machen.“ Stellte Solaria umgehend fest während die drei Kreuzer der Naquiim ihr Tempo drosselten und in eine art Bereitschaftsstellung wechselten. „Bislang läuft es doch gut, oder?“ fragte Nathalie dann. „Positiv, offenkundig waren die Naquiim nicht fähig ihre Sensortechnologie nennenswert zu verbessern.“ Stimmte Solaria zu. „Wie nah dürfen sie uns den kommen bevor sie bemerken das wir da sind?“ fragte Nathalie dann weiter, immerhin hatte das nie jemand näher spezifiziert. „Ausgehend von den Leistungen Ihrer Sensorsysteme zur Zeit des Krieges, müssten sie uns theoretisch rammen um uns zu bemerken. Ich empfehle jedoch trotzdem einen Sicherheitsabstand zu halten.“ Antwortete Solaria. „Also könnten wir theoretisch an ihrer ganzen Flotte vorbei direkt in die Hauptstadt der Synode fliegen?“ fragte Nathalie dann ungläubig. „Theoretisch ja Sir. Vorausgesetzt wir nähern uns mit Unterlichtgeschwindigkeit.“ Bestätigte Solaria sofort.
Nathalie musste daraufhin einmal mehr in Gedanken schlucken, diese Situation machte überdeutlich das Solarias gefährlichste Waffe nicht ihre Plasmawaffe oder irgend ein anderes Waffensystem war, sondern der Tarnmantel. Die Fähigkeit sich direkt vor der Nase einer ganzen Flotte verstecken zu können, ohne dass diese die Chance hatte einen aufzustöbern war wohl Gefährlicher als dutzende Plasmakanonen auf einmal, insbesondere in den Händen einer Guerillataktiken nutzenden Widerstandszelle. Allerdings schienen die Naquiim trotz des Tarnmantels zu bemerken das etwas nicht stimmte. Ohne Vorwarnung sandten ihre Schiffe Impulse aus die sich Kugelförmig ins All ausdehnten ehe sie sich auflösten. „Partikelimpulse. Nicht schlecht.“ Meinte Solaria daraufhin. „Sie funktionieren wie die Partikelstrahlen, oder?“ fragte Nathalie daraufhin. „Korrekt. Allerdings haben sie nur eine geringe Reichweite. Solange wir weit genug entfernt sind, haben sie keine Chance uns zu entdecken.“ Antwortete Solaria. „Aber warum setzen sie diese Impulse überhaupt ein?“ fragte Nathalie dann. „Vermutlich ist ihnen klar das etwas nicht stimmt, da sie die Boje an den Zielkoordinaten nicht finden können.“ antwortete Solaria.
Die Kriegsschiffe der Naquiim hatten sich unterdessen wieder in Bewegung gesetzt und begannen ihre Umgebung Systematisch abzusuchen. Dabei vollführten sie unvorhersehbare Kurs und Geschwindigkeitsänderrungen, hielten ihre Formation jedoch stabil. Obwohl die Naquiim bislang noch keine Anstalten machten sich Solarias Richtung zu bewegen, meinte Nathalie: „Sorg bitte dafür das Agatha mich hören kann.“ Solaria bestätigte diese Anweisung nicht verbal, stattdessen bemerkte Nathalie eine leuchtende Infofläche in ihrem Sichtfeld. „Agatha, wie lange brauchst du noch?“ fragte sie dann, in der Annahme das die Angesprochene sie auch hören kann. „Bin fasst so weit, nur noch ein bisschen mehr Zeit!“ erwiderte Agatha umgehend. „Lass dir Zeit, im Moment sind wir nicht unter Druck.“ Stellte Nathalie dann fest, immerhin schienen die Naquiim keinen blassen Schimmer zu haben wo genau sie nach der Boje suchen sollten und irrten noch immer Ziellos umher. „Wenn sie lange genug nichts finden, glaubst du sie ziehen dann ab?“ fragte Nathalie dann Solaria. „Das kommt darauf an wie sehr sie ihrem Informanten trauen.“ Antwortete diese umgehend. „Ich habs! Lade die Zieldaten in den Navigationscomputer herunter.“ Meldete Agatha dann begeistert. „Ich empfehle die Boje zu zerstören, damit sie dem Feind nicht nutzen kann.“ Stellte Solaria umgehend fest. „Aber wenn wir feuern, sehen sie uns doch. Oder?“ fragte Nathalie daraufhin. „Das ist zutreffend.“ Antwortete Solaria sofort. „Können wir die Boje mit nehmen?“ fragte Nathalie dann, sie hatte eine Idee: Wenn sie die Boje einfach mitnahmen konnten die Naquiim sie auch nicht finden was vielleicht dazu führte das der Informant auf dessen Informationen sie sich bei den letzten Aktionen verlassen hatten unter Druck geriet.
„Theoretisch ja, allerdings wird dieser Datenspeicher über Schutzmechanismen verfügen die so etwas verhindern sollen.“ Antwortete Solaria. „Agatha verfügt die Boje über Schutzvorkehrungen für den Fall das sie jemand mitnehmen will?“ fragte Nathalie daraufhin. „Ja. Eine Selbstzerstörungssequenz. Aber ich denke ich kann sie abschalten, immerhin habe ich mich als Widerstandsmitglied autorisiert.“ Antwortete Agatha umgehend. „Dann tu das, wir nehmen die Boje mit. Mit etwas Glück glauben die Naquiim dann einer Fehlinformation aufgesessen zu sein.“ Meinte Nathalie umgehend. „Das ist ein kluger Schachzug.“ Stellte Dennis umgehend anerkennend fest während man ihm ansah das er sich ärgerte das ihm das nicht selbst zuerst eingefallen war. „Schachzug?“ fragte Nathalie daraufhin verwirrt, sie hatte keine Ahnung was dieses Wort bedeuten sollte. „Eine Redewendung die sich aus einem Taktischen Brettspiel von der Erde ableitet.“ Antwortete Solaria dann an Dennis stelle. „Ich habe die Selbstzerstörungssequenz überbrückt. Wir können die Boje jetzt an Bord nehmen ohne das sie uns dabei um die Ohren fliegt.“ Meldete Agatha dann und klang dabei mehr als nur ein bisschen Stolz auf ihre Leistung. „Gut, Solaria, nimm die Boje auf.“ Meinte Nathalie daraufhin und konnte die in ihr aufwallende Erregung darüber das sie das erste mal Anweisungen aus Eigeninitiative gab nicht ganz aus ihrer Gedanken verbannen.
„Ich öffne die Hauptladeluke.“ Meldete Splaria sofort daraufhin während sie sich Millimetergenau an die Boje heran manövrierte. Ihre Präzision war bemerkenswert, insbesondre wenn man bedachte das sie ein über hundert Meter langes und tausende Tonnen Schweres Raumschiff war. Während Solarai dann beschäftigt war, warf Nathalie einen kurzen Blick auf die Naquiim, obwohl sie wusste das sie nicht all zu nah sein konnten, sonst hätte Solaria das längst mitgeteilt. Tatsächlich hielten sich die Naquiim im Moment über hundert Kilometer entfernt auf und schienen mittlerweile leicht frustriert zu sein, immerhin bewegten sie sich nun deutlich schneller als am Anfang, ebenfalls hielten sie ihre Formation nicht mehr so genau. „Ich habe die Boje Sir.“ Meldete Solaria dann. „Gut, bring uns hier weg.“ Erwiderte Nathalie. „Ich empfehle das wir uns zunächst mit Unterlichtgeschwindigkeit entfernen bis wir den Bereich der von den Sensoren der Naquiim erfasst wird verlassen haben. Die Öffnung eines Translichtkorridors erzeugt leicht zu ortende Energieemissionen.“ Meinte Solaria dann. „Einverstanden.“ Antwortete Nathalie ehe sich Solaria in Bewegung setzte und rapide beschleunigte. Selbst ohne ihre Überlichtaggregate war sie schnell, sehr viel Schneller als die großen, aber trägen Kriegsschiffe der Naquiim die sich nun immer weiter entfernten. Nathalie lehnte sich daraufhin in Gendanken zurück und entspannte sich, sie hatten es geschafft.
~~~Ende Kapoitel 18~~~
mfg.: Tg