~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Mit einem leisen seufzen auf den Lippen begann Nathalie dann die Paste mithilfe der Schaufel grob aus den Rinnen zu Kratzen und in den Eimer zu verfrachten. Der immer penetrantere Gestank störte sie dabei weniger, sie war es gewohnt. Aus dem Augenwinkel sah sie dabei mehr als einmal einen Grewock der einen vorsichtigen Blick in den Raum warf ehe er die Nase rümpfte und eilig davon stapfte. „Manchmal ist ein Hochentwickelter Geruchssinn eben auch Nachteilig...“ dachte sich Nathalie daher grinsend und begann die Melodie eines gute Laune Liedes das sie eine alte Frau in ihrer früheren Zuflucht gelehrt hatte zu summen. Bedauerlicher weise dauerte die grobe Reinigung der Rinnen nicht sehr lange , die Reste der Paste aus den rinnen zu Kratzen und zu schrubben dagegen würde deutlich mehr Zeit und auch schweiß benötigen. „Da soll noch einer sagen man müsste nur in den Minen richtig ran.“ dachte sich Nathalie daher missmutig während sie mit hochrotem Kopf versuchte die Steinernen Rinnen sauber zu bekommen.
Nach mehreren äußerst anstrengenden Stunden des Schrubbens und Kratzens trottete Nathalie in die Küche des Arbeitslagers, wobei Küche in diesem Fall eine ziemlich überzogene Bezeichnung für die Höhle mit zwei großen Feuerstellen war. Während über einem der, mit Gas befeuerten, Feuerstellen ein großer Pott hing in dem die Essenspaste für die Zwangsarbeiter zubereitet und warmgehalten wurde, war über der zweiten Flamme ein großes Gitter befestigt auf dem dutzende Portionen Fleisch für die Grewock gleichzeitig zubereitetet werden konnten. Da die Küche auch für die Zubereitung der Grewockverpflegung zuständig war, durften hier nur diejenigen Arbeiten die das Vertrauen der Aufseher genossen, was so viel bedeutete wie das sie nie Ärger gemacht hatten. Dies wiederrum führte dazu das die Küchenfrauen wie die anderen Arbeiter sie nannten, in dem Ruf standen sich für etwas besseres zu halten. „Hey Nathalie, was bringst du den schönes mit?“ fragte umgehend eine Frau mittleren Alters die gerade auf einer ziemlich wackelig anmutenden Leiter neben dem großen Kochtopf balancierte und dabei mit einem übergroßen Rührlöffel darin herumfuhrwerkte. Nathalie lehnte ihre Putzutensilien zunächst einmal gegen die Wand ehe sie den Eimer hob und meinte: „Ich bring euch was von eurer Kreation wieder.“, „Ohh, was für eine Überraschung.“ Unkte die Frau auf der Leiter daraufhin, immerhin lief praktisch jeder Tag im Lager gleich ab, sie hatte daher gewusst was Nathalie in die Küche geführt hatte. „Ursula! Pass auf das du vor lauter batschen nicht in den Pott fällst!“ meinte dann eine energische Stimme quer durch den Raum ehe eine kleine alte Frau in Sicht kam.
Ursula brummte daraufhin etwas unverständliches ehe sie sich wieder ihrem Löffel in der Paste zuwandte. „Du weißt wo du das hinstellen sollst.“ Meinte die alte Frau dann an Nathalie gewandt. Sie hieß Sarah und war eine der Leiblingssklaven der Aufseher da sie seit Jahren nichts anderes tat als vor ihnen zu Buckeln und auch nicht davor zurückschreckte ihre eigene Spezies zu verraten um sich selbst in ein besseres Licht zu Rücken. Sie war daher reichlich unbeliebt, was sie selbst offenkundig weniger störte. Das einzige was sie störte war wenn etwas nicht so lief wie es sollte. Nathalie schwieg daher ehe sie ihre Eimer in eine Art von Flaschenzug entleerte der es ermöglichte Zutaten, oder eben auch alte Paste direkt zurück in den großen Kochtopf zu befördern. Aus dem Augenwinkel beobachtete Nathalie daraufhin Sarah während sie die Paste mit bloßen Händen aus den Eimern Kratzte. Sarah stand in der Mitte „ihrer“ Küche und sah sich wie eine Königin um, während sie ihre Untergeben nur mit Blicken herum scheuchte. Auf sie traf das Vorurteil der Arroganz in vollem Maße zu. Kaum hatte Nathalie ihre Paste vollständig in den Flaschenzug gekippt und daraufhin nach oben zu Ursula befördert, meinte Sarah: „Es wird Zeit für das Mittagessen, beeilt euch ein bisschen!“ Niemand erwiderte daraufhin etwas, es war sowieso nutzlos sich mit Sarah zu streiten da man im Zweifelsfall später Besuch von einem Grewockaufseher bekam wenn man sich mit ihr anlegte.
Wortlos reihte sich Nathalie daraufhin in die Kurze Schlage aus Jungen Frauen und Mädchen ein welche die Verteilung der Mittagsmahlzeit übernahmen. Da es zu lange dauern würde die Arbeiter aus den Minen in den Essensraum zu bringen um sie ihr Mittagsmahl einnehmen zu lassen wurde die Paste zur Mittagszeit in kleinere Kessel gefüllt welche auf Fahrbaren Wagen standen. Diese Wagen wurden dann in die Minen gefahren wo die Paste in kleinen Schalen verteilt wurde. Kaum war der Kessel auf Nathalies wagen gefüllt setzte sie sich in Bewegung und schob den Wagen vor sich her, sie kannte den Weg und wusste daher das es klüger war hinter dem Wagen zu stehen, für den Fall das die eigenen Kraft nicht ausreichte um den Beladenen Wagen auf den stellenweiße stark abschüssigen Wegen zu Bremsen. Als sie dann den Eingang zu den Minen erreichte sah sich Nathalie Hoffnungsvoll um ob sie einen der Minenarbeiter finden konnte, schon mehr als einmal hatte sie ihren Weiblichen Charme dazu verwendet die Männer dazu zu bringen den Wagen selbst in die Minen hinunter zu fahren. Bedauerlicherweise konnte sie außer einem Aufseher der sie kurz abfällig musterte jedoch niemanden entdecken.
Der Abstieg in die Minen verlief daraufhin Glücklicher weiße ohne Unfall so das Nathalie mit einem Gefüllten Kessel und hochrotem Kopf in einem der Stollen ankam in dem die Arbeiter schon sehnsüchtig auf ihre Mahlzeit warteten. „Wird aber auch Zeit das du kommst!“ meinte Hector zur Begrüßung ehe er selbstsicher auf Nathalie zukam. „Sei froh das ich überhaupt hier runter komme.“ Erwiderte Nathalie ehe sie ihm eine Schale voll Paste unter die Nase hielt so das Hector keinen Grund hatte länger stehen zu bleiben, immerhin drängten sich hinter ihm bereits die anderen Minenarbeiter. Die meisten von ihnen murmelten ein leises „Danke“ als sie ihre Mahlzeit in Empfang nahmen , einige Wenige rümpften auch die Nase und schauten angeekelt auf die Paste, beschwerten ich jedoch nicht, es wusste ja jeder das die Auswahl der Speisen von der Lagerverwaltung, welche Fest in Naquiim Hand war, getroffen wurde. Sobald Nathalie alle Arbeiter in diesem Abschnitt versorgt hatte schob sie den Wagen in den nächsten Stollen, die Arbeiter schufteten Zeitgelich in mehreren Tunneln. Auch dort nahmen die Arbeiter ihre Ration Paste mehr oder weniger wortlos entgegen, die meisten der Sklaven sprachen nicht sehr viel, aus Angst vor den Aufsehern.
Nach weiteren Stunden in denen Nathalie sowohl die gebrauchten Schalen der Arbeiter wieder eingesammelt als auch abschließend abgewaschen sowie den großen Grillrost für das gebratene Fleisch der Grewock sauber geschrubbt hatte, näherte sich auch dieser Tag seinem Ende. Ermattet ließ sich Nathalie daher auf einem freien Stück Fels in der Schlafhöhle fallen während sie auf einem Stück Trockenfleisch herum kaute. Die meisten anderen saßen ebenfalls auf dem Boden und starrten größtenteils Löcher in die Luft, nur wenige hatten sich zu kleinen Gruppen zusammengefunden und unterhielten sich leise. „Ist das wirklich alles? Ist das alles was ich in meinem Leben erreichen werde?“ fragte sich Nathalie daraufhin selbst während sie den Blick durch den Raum schweifen lies. Die Antwort auf diese Fragen kannte sie bedauerlicherweise, vorausgesetzt es änderte sich nicht irgendetwas ganz dramatisch, würde sie wohl den Rest ihrer Tage mit Putzen und vielleicht später einmal Kochen verbringen. „Willst du dich zu uns setzen?“ fragte dann Plötzlich Ursula die zu Nathalie herübergelaufen war. „Warum nicht.“ Erwiderte Nathalie ehe sie Ursula folgte, sie hatte keine Lust so zu enden wie so manch andere Sklave, vereinsamt und in sich selbst gefangen.
„Und wie war’s bei euch so?“ fragte ein Mann mittleren Alters, Nathalie erkannt ihn als Steve, gerade als sie sich gemeinsam mit Ursula zu der Gruppe setzte. „So wie jeden Tag du Scherzkeks, dieser Ort ist nicht gerade für Abwechslung berühmt.“ Erwiderte ein anderer Mann brummend, sein Name war Dimitrius, er wurde von allen aber nur Dimi genannt. „Naja wer weiß.“ Meinte Steve daraufhin Schulterzucken ehe er sich mit einem breiten Grinsen den beiden Frauen zu wandte: „Und bei euch?“. „Lass mich mal überlegen... Das selbe wie jeden Tag.“ Antwortete Ursula umgehend. „Wie ernüchternd.“ Kommentierte Dimi umgehend. Es gab nicht viel über das sich die Sklaven unterhalten konnten außer ihrer Täglichen Arbeit, so vorhersehbar das auch sein mochte. Während die anderen drei daraufhin begannen jede kleine Einzelheit ihres Tagesablaufes zu erläutern die sich irgendwie von der Routine abhob, bemerkte Nathalie aus dem Augenwinkel Sarah die neben dem Höhleneingang stand und mit einem der Aufseher redete, sie war wohl die einzige Sklavin die das Freiwillig tat und auch die einzige der das von Seiten der Aufseher gestattet wurde. „Was die wohl wieder ausheckt.“ Murmelte Nathalie daraufhin während Steve gerade lang und breit erzählte wie er Heldenhaft verhindert hatte das einer seiner Leidensgenossen beim Mittagessen sich seine Kleidung mit Essenspaste zu verdrecken. „Wen meinst du?“ fragte Dimi umgehend, er hatte ein gutes Gehör. „Sarah.“ antwortete Nathalie lediglich.“ Hoffentlich fällt sie eines Tages in die Feuerstelle, ich würde da auch etwas nachhelfen.“ Brummte Ursula umgehend.
„Du denkst doch nicht ernsthaft daran einen Menschen zu töten?“ fragte Steve daraufhin in gespieltem entsetzen. „Doch, in diesem speziellen Fall schon.“ Erwiderte Ursula, was für sich genommen schon ein starkes Stück war, auch wenn sich die meisten der Sklaven nicht wirklich gut kannten, hielten sie in aller Regel doch zusammen. Sie hatten immerhin einen größeren gemeinsamen Feind gegen den sie eventuelle Aggressionen richten konnten. „Pass auf dass das nicht die falschen Leute mitbekommen, Sarah ist nicht die einzige die nicht davor zurückschreckt die eigene Leute ans Messer zu liefern.“ stellte Dimi dann fest. „Ich weiß.“ Seufzte Ursula daraufhin mit leerem Blick, es war einfach eine frustrierende Situation in der sie alle sich befanden. Schließlich entfernte Sarah sich mit siegessicherer Miene von dem Aufseher und zog sich in ihre Ecke der Höhle zurück. „Das bedeutet nichts gutes.“ Stellte Nathalie umgehend fest. Ehe der Gong ertönte um sie alle daran zu erinnern Schlafen zu gehen.
~~~Ende Kapitel 1~~~
BIn dann mal auf eure ersten Rückmeldungen ob euch dieses neue Universum auf den ersten Blcik zusagt gespannt. Ich versuche in dieser Geschichte auch die dinge etwas "lansagmer" anzugehen. Daher es kann ein bsichen dauern bis die erste Action auftaucht;)
mfg.: Tg