~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Kraswyn wurde unterdessen etwas unruhig und rutschte auf seinem Stuhl herum, Geduld war ganz offensichtlich keine Stärke der ziemlich impulsiven Grewock. Schließlich schienen jedoch auch die Sambesi genug vom Warten zu haben und eröffneten mit ihrer Langstrecken Artillerie das Feuer. „Dann wollen wir mal.“ Dachte sich Nathalie resigniert ehe sie befahl: „Feuer erwidern, Position halten.“, „Aye Sir.“ Bestätigten mehrere Offiziere daraufhin ehe die Flotte zum leben erwachte und nun ihrerseits die Sambesi unter Feuer nahm. Es war Nathalie jedoch klar das dieses Distanz Geplänkel nicht lange anhalten würde, auf diese Gefechtsentfernung waren Terranische Großkampfschiffe, selbst ohne Nanoaktivbeschichtungen, praktisch unverwundbar für die Waffen des Ordens, sie würden daher schnell näher kommen, schon alleine aus dem Grund ihre Überlegene Anzahl zu nutzen. „Sir, erbitte Zielanweißungen für Primärbewaffnung.“ Meinte Europa dann höflich. „Wie viele Geschosse hast du noch?“ fragte Nathalie dann immerhin war Europas Hauptwaffe schlussendlich nur eine immens aufgebohrte Kanone und feuerte solide Projektile die in einem riesigen Munitionsbunker an Brod gelagert wurden. „Achtundvierzig Standard KE Geschosse und sechs Experimentelle FRKE Geschosse.“ Antwortete Europa sofort.
„Im Moment halten wir das Feuer mit der Hauptwaffe wir müssen uns diese Munition einteilen.“ Meinte Nathalie dann, immerhin war es den Automatischen Munitionsfabriken von Außenposten Troja nicht möglich Munition dieser Größenordnung zu produzieren, ihr Vorrat war daher endlich. „Bestätigt.“ Meinte Europa leidglich. Kraswyn schien währenddessen die Geduld zu verlieren und sich bei dem reinen Artillerie Kampf zu langweilen weshalb er fragte: „Wann greifen wir an?“, „Ich schätze Euren Mut Fürst, aber wir sind in der Unterzahl, wir müssen alle Vorteile nutzen.“ Antwortete Nathalie während einige weitere Rote Warnmarkierungen erschienen, diese näherten sich jedoch von hinter der Flotte, von Tyliius. „Synode Einheiten erfasst, nähern sich schnell auf Rückwärtigem Angriffsvektor. Bedrohungsanalyse: Gering.“ Meldete Europa sofort der KI blieb nichts verborgen was sich auf dem Schlachtfeld ereignete. „Fürst Kraswyn, könnt Ihr die Synode Schiffe abfangen?“ fragte Nathalie dann. Auch wenn die wenigen Schiffe der Synode kaum genug Feuerkraft hatten um ihnen Gefährlich zu werden wollte Nathalie lieber keine Feinde im Rücken haben. „Wir werden sie zermalmen!“ antwortete Karswyn ehe mehrere Schiffe aus der Formation ausscherten um sich den unerwünschten Gästen anzunehmen. Die Sambesi beschleunigten unterdessen stark und verkürzten die Gefechtsdistanz zusehends.
„Da kommen Sie.“ Stellte Dennis daher fest. „Ja, dann kommt jetzt der Hässliche Teil.“ Meinte Nathalie umgehend, der brutale Nahkampf zwischen zwei Großkampfschiffen war ein verstörender Anblick, insbesondere wenn man sich im klaren über die Kräfte war die in diesem Moment wirkten. „Konzentriert den Plasmabeschuss zunächst auf einzelne Feindziele.“ Befahl Nathalie dann, sie hatte vor den Feind mit den schweren Plasmakanonen ihrer Flotte Stück für Stück auseinander zu pflücken während die restlichen Waffensysteme den Feind hauptsächlich unter Druck setzen sollten damit die Sambesi keine Möglichkeit hatten in Ruhe eine Taktik zu entwerfen. „Die Vitoria und Cariacacica melden: Feindziele in Reichweite für Schweren Torpedofächer.“ Meldete Agatha dann. „Sie sollen loslegen.“ Antwortete Nathalie während sie sich zurücklehnte. Schwere Terranische Schiff zu Schiff Torpedos waren selbst für Terranische Verhältnisse beeindruckende Vernichtungsgswerkzeuge und zählten zu den schlagkräftigen Waffen des bekannten raumes.
Sofort darauf feuerten die beiden Torpedozerstörer all ihre Torpedorohe Simultan ab was eine imposante Wand aus sich überleichtschnell bewegenden Torpedos erzeugte die nur Sekundenbruchteile später in die Sambesi Flotte einschlugen, zwar waren die einzelnen Torpedos nicht gezielt verfeuert worden doch die anpassungsfähige, semiintelligente, Zielerfassungssteuerung der Waffen sorgte trotzdem dafür das jeder der Torpedos zumindest irgend ein Feindschiff traf. Die Wirkung war daraufhin, wie zu erwarten gewesen war, spektakulär. Mehre Kriegsschiffe des Ordens wurden umgehend in ihre Bestandteile zerrissen während andere, von Explosionen erschüttert, auseinanderbrachen. „Das hat gesessen die Frontlinie des Ordens ist zusammengebrochen.“ Stellte Dennis daher fest. „Sehr schön. Alle Einheiten: Attacke!“ befahl Nathalie daraufhin. Sofort preschten die Schiffe Kraswyns daraufhin voran, die Grewock dürstete es nach Kampf. Auch Samara und Pensa rückten umgehend vor. Schwere Kreuzer der Moskau Klasse fühlten sich ebenfalls im Nahkampf am wohlsten. Europa konzentrierte ihr Schweres Feuer unterdessen auf die schweren Kampfmaschinen ihres Feindes und sorgte damit dafür das der Ordens eine schweren Schlachtschiffe auf Sicherheitsabstand hielt, was insbesondere Kraswyns Kräften die Chance gab sich von ihrer besten Seite zu Zeigen. „Meldung von der Vitoria: Alle Torpedorohre neu bestückt, sie erkundigt sich nach einem Ziel.“ Meldete Agatha dann. „Die Vitoria soll gemeinsam mit der Cariacacica versuchen in den Flanke der Ordens Formation zu kommen. Die Solaria wird ihnen Geleitschutz geben!“ erwiderte Nathalie. „Schiffe unterwegs.“ Meldete Agatha dann nur kurz darauf, in einer Gefechtssituation wie dieser war der Job des Primären Kommunikationsoffiziers auf dem Flaggschiff einer Flotte ein wahrlich stressiger Job.
Durch den eröffnenden Torpedoschlag war das Zentrum der Sambesi Formation daraufhin bei weitem nicht so stark wie es eigentlich üblich gewesen wäre, insbesondere da die Insektenwesen sich nach wie vor bemühten ihre Wertvollen Schiffe möglichst weit weg von Europa zu halten. Es war daher nicht weiter verwunderlich das die alleine von den Grewock gehaltenen Flanken der Menschen-Grewock Allianz Formation unter heftigem Druck standen und Stück für Stück zurück gedrängt wurden. „Unsere Flanken drohen einzubrechen, wir müssen etwas unternehmen.“ Stellte Dennis daher fest. „Ich weiß.“ Antwortete Nathalie und Befahl: „Lyon, starte alle Geschwader unterstütze die linke Flanke mit allen Kampfdrohnen die zur Zeit verfügbar sind!“, „Bestätigt Sir, alle Drohnen starten. Ich muss sie jedoch darauf hin weißen das die Verluste hoch sein werden.“ Antwortete Lyon. „Das ist mir bewusst.“ Erwiderte Nathalie ehe sie meinte: „Europa, sende deine Drohnen zu Unterstützung aus.“, „Aye Sir.“ Bestätigte Europa sofort. Umgehend darauf starteten wahre schwärme von vollautomatischen Kampfdrohnen aus den Hangars und formierten sich schnell zu einem Formationslosen Schwarm der sich wie ein einziges großes Wesen zielstrebig zu seinem Einsatzort bewegte. Gleichzeitig hatten es Vitoria und Cariacacica geschafft selbst die andere Flanke der Formation zu erreichen, die überlegene Beschleunigung der relativ kleinen Kriegsschiffe war geradezu ideal dafür geeignet die eigene Position auch inmitten einer hitzigen Schlacht zu verändern um flexibel auf dem Schlachtverlauf reagieren zu können.
„Die Vitoria und die Cariacacica sind in Angriffsposition an der rechten Flanke.“ Meldete Agatha dann. „Gut, voller Torpedofächer, Jetzt!“ befahl Nathalie sofort. Die beiden Torpedozerstörer warteten daraufhin nicht lange und Liesen erneut eine Welle der Verwüstung in die feindliche Formation fahren. Nicht wenige Schiffe des Ordens waren diesem Angriff daraufhin nicht gewachsen und vergingen in grellen Bällen aus Feuer während Kraswyns Truppen sofort vorrückten um dem Feind keine Chance zu geben sich von dem Angriff zu erholen. Gleichzeitig erreichte der Schwarm aus Kampfdrohnen sein Zielgebiet und stürzte sich ohne Rücksicht auf Verluste auf den Feind. Zwar war es ziemlich unwahrscheinlich ein mehr oder weniger intaktes Großkampfschiff des Ordens mit dem Drohnenangriff in die Knie zu zwingen, dafür war die Panzerrung dieser Giganten einfach zu stark, aber der Angriff zwang die Sambesi trotzdem dazu einige ihrer Ressourcen auf die Abwehr der Drohnen zu verwenden was wiederrum Druck von den Grewock nahm die sofort zur Gegenoffensive übergingen und die Sambesi unter ein Sperrfeuer nahmen. Zeitgleich brach die Formation der Sambesi im Zentrum unter dem massiven Angriff der schweren Terranischen Kampfeinheiten unter Führung der Europa zusammen, dem unnachgiebigen Feuer mehrere Terranischer Großkampfschiffe war einfach kein Ordensschiff gewachsen.
„Die Schlacht läuft gut für uns. Die Sambesi werden sich nicht mehr lange halten können.“ Stellte Dennis daher fest während einige Schiffe von Kraswyns Truppen aus dem Scharmützel mit den Synodeschiffen zurückkehrten und den Bruch im Zentrum der Feindlichen Formation dazu nutzten in den Rücken der Sambesi zu kommen. Gleichzeitig begann die rechte Flanke der Sambesiformation langsam aber sicher einzubrechen, der schwere Torpedofächer hatte seinen Tribut gefordert, ebenfalls unterstützten die beiden Torpedozerstörer sowie Solaria die Schiffe der Grewock an dieser Flanke noch immer, was in Kombination einfach zu viel für die Schiffe des Ordens war. Gleichzeitig war die andere Flanke mit der massiven Hilfe der Kampfdrohnen in der Lage gewesen sich selbst zu stabilisieren, Nathalie musste Dennis daher zustimmen, es sah schlecht für die Sambesi aus. Ihre Zahlenmäßige Überlegenheit war längst aufgebraucht und ihre Formationen wurden zusehends löchriger. „Wir werden vom Führungsschiff des Ordens gerufen.“ Stellte Agatha dann fest. Nathalie zog daraufhin überrascht eine Augenbraue hoch und sah Dennis auffordernd an, welcher lediglich mit den Schultern zuckte und meinte: „Ich denke wir sollten sie anhören.“, „Stell Sie durch.“ Meinte Nathalie dann in Richtung Agatha gewandt.
Nur Sekundenbruchteile später erschien das Abbild eines Sambesi, sein Panzer war bereits teilweiße Golden verfärbt, was ein Beweis für sein Alter war. Nathalie ließ sich davon jedoch nicht im Mindesten beeindrucken und meinte barsch: „Was willst du?“ Der Sambesi mahlte daraufhin mit den Mundwerkzeugen, antwortete jedoch unterwürfig: „Ich erkenne meine Unterlegenheit an. Ich ergebe mich, bitte verschont dafür meine Brut.“ Nathalie zog daraufhin eine Augenbraue hoch ein Sambesi der sich ergab, das war wohl eine ziemliche Premiere. „Was meint er mit Brut?“ fragte Nathalie dann jedoch Dennis, immerhin konnte sie sich auf diese Wortwahl keinen Reim machen. „Die Sambesi bezeichnen ihnen Untergeordnete als Brut, hat wohl was mit ihrer Insektenkultur zu tun.“ Antwortete Dennis Schulterzuckend. Nathalie signalisierte Agatha daraufhin das sie antworten wollte und meinte: „Einverstanden. Sie ergeben sich und wir lassen Sie und ihre Untergebenen am Leben, allerdings unter der Bedingung das Sie Ihre Schiffe verlassen und sprengen.“ Der Sambesi rasselte daraufhin erneut mit den Mundwerkzeugen ehe er antwortete: „Was wird mit uns geschehen nachdem wir unsere Schiffe verlassen haben?“, „Gute Frage.“ Dachte sich Nathalie daraufhin, immerhin hatten sie noch nie Gefangene in diesem Maßstab gemacht.
Hilfesuchend sah Nathalie daher zu Dennis welcher sich umgehend räusperte: „Sie werden gemäß den TTF Konventionen für den Umgang mit Kriegsgefangen behandelt und zu zumutbaren Zwangsarbeiten eingesetzt werden. Wenn Sie kooperieren haben Sie nichts zu befürchten.“, „Ich verstehe.“ Meinte der Sambesi ehe sämtliche verbliebenen Schiffe des Ordens ihr Feuer einstellten und die Triebwerke deaktivierten, ein sichtbares Zeichen für ihre Kapitulation. „Das hätten wir, wie sieht es auf Tyliius aus?“ meinte Nathalie dann. „Die Synode konnte tatsächlich wieder Boden gut machen, aber auf daher Kämpfen sie auf verlorenem Posten.“ antwortete Dennis. „Gut, fragt Kraswyn ob er Hilfe am Boden braucht.“ Erwiderte Nathalie während sie sich in ihrem Stuhl zurücklehnte, im großen und ganzen lief doch alles nach Plan.
~~~Ende Kapitel 62~~~
mfg und happy Ostern: Tg