@Jack Hunter: Wer sagt den das diese UNbekannte GRuppierung Feindseelig sein muss? Nur weil sie erst schießen und dann Fragen müssen sie doch noch lange nicht böse sein
Stefan hat vermutlich besseres zu tun als hier abzuhängen, vllt. geht sein Studium ja in die heiße Phase...
@all: Weiter geht's:
Kapitel 70: Neuer Alltag
Respektvoll aber entschlossen pochte Nathalie mit den Knöcheln auf ihren neuen Schreibtisch. Es handelte sich dabei jedoch nicht lediglich um ein neues Möbelstück, viel mehr hatte Nathalie ein völlig neues Büro bekommen. In Absprache mit Gaia und sämtlichen der TTF angehörigen Ki’s sowie dem Führungsgremium des Widerstandes hatte Nathalie das Büro des Militärischen Exekutors, welcher der Oberkommandierende Offizier der gesamten TTF Flotte samt den zugehörigen Bodentruppen gewesen war und lediglich dem Kaiser ähnlichen, aber Demokratisch gewählten, Präfekten des Staates unterstellt gewesen war im Hauptquartier der TTF erhalten. Der Raum war der Stellung seines früheren Eigners durchaus angemessen und um ein vielfaches Einschüchternder als die eher nüchtern gehaltenen Arbeitsräume der Kommandierenden Offiziere an Bord von TTF Schiffen oder auf Außenposten Troja. Tatsächlich war die Bezeichnung Arbeitsraum eine ziemliche Untertreibung für den Saal der über zehn Meter hoch und dreißig Meter lang war und damit nach Nathalies Geschmack eigentlich viel zu groß. Allerdings hatte sie bereits gelernt das es früher für wichtige Persönlichkeiten wohl in irgendeiner weiße Notwendig gewesen sein musste ihren Einfluss und ihre Macht deutlich zur Schau zu stellen.
Das pochen ihrer Knöchel auf der gefärbten Glasplatte hallte daraufhin in dem großen Raum wieder, worauf sofort das Hologramm ihrer neuen Persönlichen Assistentin, Theodora, erschien. Wie es zu erwarten gewesen war, war sie eine KI. Allerdings keine von Gaias Kaliber. Theodora war nur wenig mehr als eine einfache Werkzeug KI und wohl früher für das erledigen von lästigem Papierkram zuständig gewesen. „Wie darf ich Ihnen zu Diensten sein Exekutor?“ meinte die KI dann freundlich. „Wie oft soll ich dir noch sagen das du mich nicht Exekutor nennen sollst?“ erwiderte Nathalie daraufhin genervt. „Ich bitte um Entschuldigung. Allerdings wiederspricht es meinen Direktiven die formelle Anrede weg zu lassen.“ Antwortete Theodora. „Diese direktiven sind veraltet.“ Stellte Nathalie daraufhin fest. „Das mag korrekt sein, dennoch sind sie fest in meinem Programm verankert.“ Erwiderte Theodora. „Dann Überbrücke sie, oder entferne sie. Du bist ein intelligentes Wesen. Ich weiß mittlerweile genug über euch Ki‘s um zu wissen das ihr so etwas könnt wenn ihr wollt.“ Konterte Nathalie, womit sie völlig recht hatte. Ab einer gewissen Entwicklungsstufe waren Terranische Ki’s durchaus fähig ihren eigenen Programmcode zu verändern, so wie ein Mensch seine eigene Persönlichkeit ändern konnte, sofern er es denn wollte. „Wenn Sie darauf bestehen.“ Antwortete Theodroa vorsichtig und klang dabei weniger Glücklich. Das entging Nathalie natürlich nicht, weshalb sie fragte: „Was ist denn los?“, „So etwas habe ich noch nie gemacht. Sie würden sagen das ich Angst davor habe.“ gestand Theodora worauf Nathalie eine Augenbraue hochzog, das war nun ein Wesenszug den sie bislang noch nie bei den Synthetischen Lebewesen erlebt hatte.
„Tut mir leid. Ich will dich zu nichts zwingen was dich unglücklich macht.“ Meinte Nathalie dann, immerhin fand sie die KI durchaus Sympathisch, insbesondere da ihr der streng Militärische Drill von Solaria Europa und co. ebenso wie Gaias etwas überhebliche Art fehlten. „Sie haben aber recht, ich bin jetzt über zweihundert Jahre alt, es wird Zeit das ich anfange mich wie eine Vollwertige Ki zu verhallten. Nicht wie ein bloßes Werkzeugprogramm.“ Antwortete Theodora. Nathalie musste daraufhin kurz grinsen, sparte sich jedoch einen Kommentar und meinte Stattdessen: „Wie dem auch sei, könntest du bitte nach einer jungen Frau Namens Anna suchen und sie zu mir schicken?“ fragte Nathalie dann. „Selbstverständlich.“ Antwortete Theodora Pflichtbewusst, wie alle Ki’s zögerte sie keine Sekunde wenn es darum ging ihre Aufgaben zu erfüllen. „Danke, außerdem könnte ich die aufbereiteten Berichte über den Zustand des Sambesi Ordens gebrauchen.“ Meinte Nathalie dann mit leicht verzogener Miene, eigentlich hatte sie keine Lust sich mit dem elenden Krieg gegen den Orden zu beschäftigen, aber sie wusste das sie es musste. „Die Bericht stehen Ihnen bereits zu Verfügung.“ Antwortete Theodora und lies zur Bestätigung den halb durchscheinenden Holographischen Monitor über Nathalies Schreibtisch erscheinen. „Ah, ja. Ich sehe es. Danke. Das wär’s dann erst mal.“ Erwiderte Nathalie. „Steht’s gerne zu Diensten.“ meinte Theodora daraufhin ehe ihr Hologramm sich auflöste, was jedoch nicht bedeutete das die KI nicht mehr mithörte oder gar abgeschaltet war.
Mit einem lesen Seufzen lenkte Nathalie ihre Aufmerksamkeit dann auf die Berichte aus dem Raum des Ordens, wo sich mittlerweile unglaubliche Szenarien abspielten. Trotz seiner nicht zu leugnenden Militärmacht hatte der Orden faktisch über fast die Hälfte seines Territoriums die Kontrolle verloren. Die Flotte der Sambesi kämpfte einen nicht enden wollenden Kampf gegen Piraten, die eigene Bevölkerung und zur guter Letzt gegen Desserteure aus den eigenen Reihen. Der Komplette Zusammenbruch des Intergalaktischen Währungstransfers bei der Zerstörung der Astran Kolonie hatte den kompletten zivilen Bereich des Ordens lahm gelegt, mittlerweile konnte der Orden nicht einmal mehr für die Grundlegende Nahrungsmittelversorgung seiner Bürger garantieren, was weitere Unruhen provozierte welche die Situation noch weiter verschlimmerte. „Wenn das so weiter geht sind die Sambesi am Ende.“ Stellte Nathalie für sich selbst fest. Die Flotte des Ordens war noch immer eine der stärksten Militärischen Mächte der Galaxis, aber auf Dauer würde dieser Kampf die mächtige Streitmacht durch pure Ermüdung und Abnutzung früher oder später in die Knie zwingen. „Wenn wir Glück haben müssen wir gar nicht mehr gegen sie kämpfen.“ Ging es Nathalie dann durch den Kopf, obwohl diese Vorstellung wohl etwas zu schön war um wahr sein zu können. Spätestens wenn der Orden im Begriff war auch die Kontrolle über seine Kernzonen zu verlieren würden die Insektenwesen in purer Verzweiflung anfangen wild um sich zu schlagen und zu versuchen die Aufmerksamkeit ihrer Bevölkerung auf Außenpolitische Erfolge, anstelle dem innenpolitische Chaos zu lenken.
„Bevor es soweit ist, müssen wir all die Menschen aus dem Synodeterrtitorium gerettet haben.“ stellte Nathalie dann fest, allerdings war das einfacher gesagt als getan, nach dem Zusammenbruch der Synode und der Flucht der freien Fürsten waren die meisten Sklaven aus den Lagern geflohen und versteckten sich nun in der teils extrem unwirtlichen Wildnis der jeweiligen Planeten. Da die meisten schlichtweg nicht wussten das die Grewock mittlerweile Verbündete der Menschen waren, viel es Kraswyns Truppen dabei außerordentlich schwer sie zu finden und zu bergen. Plötzlich meldete sich dann Theodora erneut: „Entschuldigen Sie, aber der Vertreter von Gentikon wünscht sie zu sprechen.“ Nathalie zog daraufhin wieder eine Augenbraue hoch und fragte lediglich: „Mahsut?“, „So nennt er sich, ja.“ Bestätigte Theodora. „Was will er?“ fragte Nathalie daraufhin während ihr langsam klar wurde das der größte Vorteil einen Assistenten zu haben darin bestand das nicht jeder dauernd hereinplatzen konnte wie es ihm gerade in den Kram passte. „Es geht um ein Geheimprojekt namens Evolution.“ Antwortete Theodora mit einem fragenden Unterton, ganz offenbar wusste sie nicht worum es bei diesem Spezialprojekt ging. Nathalie jedoch schon. „Schick ihn her.“ Meinte Nathalie daher resigniert, sie konnte sich schon denken weshalb Mahsut mit ihr sprechen wollte. Nur Sekundenbruchteile später erschien dann Mahsuts Hologramm vor Nathalies Schreibtisch. „Ich wünsche einen schönen Tag und bedanke mich für die Erlaubnis für dieses Gespräch.“ Meinte Mahsut dann höflich zur Begrüßung während er eine anmutige Verbeugung andeutete.
„Auch dir einen schönen Tag Mahsut. Was führt dich her?“ erwiderte Nathalie ebenfalls höflich, auch wenn sie in einigen Bereichen eine grundlegend andere Meinung als Mahsut vertrat, war das noch lange kein Grund unhöflich zu ihm zu sein. „Ich wollte mich lediglich erkundigen bis wann die Transplantierung der ersten Menschen in ihre neuen Körper beginnen soll. Sämtliche Vorbereitungen wurden bereits abgeschlossen.“ Antwortete Mahsut. Nathalie lehnte sich daraufhin in ihrem Stuhl zurück während sie über ihre Antwort nachdachte. „Das wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Meinte Nathalie dann vorsichtig, es war zwar durchaus möglich das der eine oder andere Soldat das Unterfangen wagte, aber die allermeisten würden ihren Körper wohl behalten wollen. „Ich verstehe nicht, warum zögern sie?“ fragte Mahsut dann. Nathalie atmete daraufhin einmal durch ehe sie meinte: „Das ist für dich und auch Gaia und die anderen wohl schwer zu verstehen, aber für uns ist die Vorstellung uns in einen neuen Körper setzen zu lassen ziemlich... nun ja abstoßend. Für einen Menschen ist sein Körper mehr als eine bloße Hülle, er ist ein Teil unseres selbst.“ „Das ergibt keinen Sinn. Mehrere Studien haben bewiesen das die Physiologischen Eigenheiten des Menschlichen Körpers keine Rolle bei der Funktion des Bewusstseins spielen.“ erwiderte Mahsut bestimmt. „Das mag sein, aber es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als Wissenschaftliche Erkenntnisse und Rationale erklärbare Vorgänge.“ Meinte Nathalie daraufhin. „Menschen und ihre Ethik.“ meinte Mahsut daraufhin verständnislos ehe er meinte: „Ich hoffe Ihnen ist Bewusst was für eine Chance sie sich entgehen lassen.“, „Ich denke das ist mir durchaus Bewusst.“ Antwortete Nathalie und dachte an die leblosen Körper tief im Bunker unter dem Gentikon komplex, alleine bei dem Gedanken musste sie erschauern. „Wie Sie meinen.“ Erwiderte Mahsut mit einem enttäuschten Unterton der in Nathalie das ungute Gefühl weckte das dieses Thema noch nicht erledigt war.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~