Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten

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27 May 2017 16:45 #87195 by Todesgleiter
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~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Ich denke vorläufig könnten Sie alle Quartiere in der Nähe des TT Hauptquartiers beziehen.“ Meinte Nathalie dann und deutete auf die gewaltige Silhouette des Bauwerks. Froh über diesen Fingerzeig setzten sich die Männer und Frauen in das Innere des Raumhafens in Bewegung, wobei sein ein Spalier aus Hologrammen durchquerten. Ihre Kameraden die soeben aus den Fähren stiegen folgten ihnen umgehend und schauten sich dabei eingeschüchtert um. „Ich fürchte es wird etwas Zeit benötigen bis dies wirklich wieder eine Heimat wird.“ Stellte Solaria, deren Hologramm sich unauffällig bei den Hologrammen der anderen Kriegsschiffe aufgehalten hatte, nüchtern fest. „Sie werden sich daran gewöhnen. Auf Troja waren sie zunächst auch alle verstört.“ Antwortete Europa umgehend ehe sie sich zu Nathalie umwandte und fragte: „Irgendwelche Anweisungen Sir?“, „Bleibt im Orbit und stockt wenn möglich die Vorräte auf.“ Antwortete Nathalie. Europa zog daraufhin belustigt eine Augenbraue hoch während Solaria meinte: „Wenn möglich? Dies ist die Erde! Hier können wir alle Formen von Verbrauchgegenständen an Bord nehmen und nicht nur das.“, „Was meinst du damit?“ fragte Nathalie sofort. „Jede Station der Alpha Klasse ist nicht nur eine Waffenplattform, sondern auch eine Schiffswerft samt zugehörigen Munitionsfabriken.“ Antwortete Europa an Solarias Stelle.

Als Nathalie Begriff was diese Aussage bedeute musste sie auf keuchen und fragte: „Bedeutet das wir können weitere Schiffe bauen?“, „So lange wir den Nachschub an Rohmaterial gewährleisten können, natürlich. So viele wir wollen.“ Antwortete Europa. Nathalie schauten daraufhin zu Dennis und General Stulz hinüber die beiden Männer wirkten ebenso überwältigt wie sie selbst, alleine die Vorstellung eine ganze Flotte Terranischer Schiffe ins Feld führen zu können lies Nathalies Haut vor Erregung kribbeln. „Wann könnte die Produktion frühestens starten?“ fragte dann General Stulz, auch seine Stimme bebte vor Erregung. „Die Bestände der Rohmateriallager wurden im Verlaufe des Krieges nahezu vollständig erschöpft. Theoretisch könnten die Werften daher mit der Produktion beginnen, sobald genügend Rohmaterialien vorhanden sind. Allerdings muss ich in Anbetracht Ihrer Zahl dringend davon abraten. Sie haben nicht die Bevölkerungsstärke um weitere Großkampfschiffe bemannen zu können, ebenso fehlt Ihnen das Fachwissen für die Erschaffung der Bordintelligenz.“ Antwortete Gaia. Nathalie, General Stulz und Dennis sahen sich daraufhin kurz an, es gefiel ihnen allen drei nicht, aber die KI hatte recht. Sie hatten bei weitem nicht die Mannschaftsstärke um die Besatzung für weitere Großkampfschiffe zu stellen und ohne Bord KI war eine ausreichend starke und ausgebildete Mannschaft unabdingbar.

„Könntest nicht du die Erschaffung der Bordintelligenzen übernehmen?“ fragte Nathalie dann. „Nein. Es ist mir, ebenso wie allen anderen in meinem Basiscode verboten so etwas zu tun.“ Antwortete Gaia umgehend. „Aber du weißt wie es geht, also könntest du uns anleiten?“ fragte Dennis. „Ich fürchte Sie haben keine Vorstellung von dem Aufwand der nötig ist um eine Waffenfähige KI zu erschaffen. Das hat in weiten Teilen nichts mehr mit klassischer Programmierkunst zu tun.“ Erwiderte Gaia bestimmt, aber nicht verärgert. „Was meinst du damit?“ fragte Nathalie sofort, jetzt war sie neugierig. „Um eine Waffenfähige Ki zu erschaffen muss nicht nur ein funktionsfähiger Basiscode geschrieben werden, der Großteil der Arbeit liegt in dem anschließenden Training dieses Codes. Eine Waffenfähige KI wird nicht als ein großer zusammenhängender Codeblock erschaffen. Stattdessen wird lediglich ein nur wenige Bytes großer Basiscode geschrieben der anschließend mit Evolutionären Algorithmen in einer speziellen Virtuellen Umgebung trainiert wird. Im Laufe des Tainingsvorgangs fügt der Programmierer immer weitere Codefragmente hinzu welche die Leistungsfähigkeit und Komplexität des Programmes immer weiter erhöhen. An dem Punkt an dem der Leblose Code ein eigenes Bewusstsein und eine Persönlichkeit entwickelt sind bereits Monate von Arbeit in die Entwicklung geflossen. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Die Erschaffung einer Evolutionsstufe acht Ki benötigt ein Entwickler Team von bis zu zwanzig Mann und ein halbes Jahr Arbeitszeit.“ Erklärte Gaia, offenkundig bemüht Begrifflichkeiten zu verwenden die Nathalie und ihre Begleitung verstehen konnten.

Nathalie musste daraufhin schlucken, sie hatte tatsächlich keine Ahnung gehabt was für ein Aufwand in der Erschaffung einer KI steckte, auch wenn es irgendwo logisch war das sie nicht wie gewöhnliche Software geschrieben werden konnten. „Das ergibt Sinn.“ Stellte General Stulz dann fest und schaffte es dabei nicht einen etwas geknickten Tonfall zu unterdrücken, natürlich hätte auch er gerne die Flotte der TTF wiedererstehen lassen, auch wenn es wohl Jahre dauern würde eine Flotte komplett von null aufzubauen, immerhin konnten selbst die Terranischen Werften wohl keine Schiffe aus dem nichts herbeizaubern. „Vielleicht sollten wir uns zunächst doch lieber mit dem zufriedengeben was wir bereits haben.“ Stellte Dennis dann resigniert fest. General Stulz nickte daraufhin schwach ehe er gekonnt das Thema wechselte und fragte: „Haben Sie sich bereits dauerhafte Wohnsitze ausgesucht?“, „Ich kam noch nicht dazu Sir.“ Antwortete Dennis mehr oder weniger Wahrheitsgemäß, zwar stimmte es das er einiges zu tun gehabt hatte, aber wenn er gewollt hätte, hätte auch er genug Zeit für das aussuchen eines Wohnquartiers gehabt. Nathalies Laune hatte sich unterdessen schlagartig gebessert als der General sie mit seinen Worten an die Räumlichkeiten erinnerte die sie in Beschlag genommen hatte.

„Dann solltet ihr Jungs euch besser beeilen, sonst sind die besten Quartiere schon belegt.“ Stellte Nathalie dann zwinkernd fest. „Hast du den schon eins ausgesucht?“ fragte Dennis überrascht, es passte normalerweise nicht zu Nathalie mit irgendetwas die erste zu sein. „Ja, das habe ich und das gebe ich nicht wieder her.“ Antwortete Nathalie bestimmt. Dennis und General Stulz sahen sich daraufhin kurz an ehe Gaia sich erneut einmischte und meinte: „Es steht mehr als genügend Wohnraum zur Auswahl, ich bezweifle das es zu Konflikten kommen wird.“, „Davon ist auszugehen.“ stimmte General Stulz mit einem kurzen Rundumblick fest. „Trotzdem sollten wir eventuell mit gutem Beispiel für die anderen vorangehen, oder General?“ meinte Dennis dann. „Ein guter Einwand.“ Stimmte General Stulz grinsend zu, es war das erste mal das Nathalie den alten Mann grinsen sah und sie war der Meinung das es ihm gut stand.
~~~Ende Kapitel 68~~~

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03 Jun 2017 13:51 #87281 by Todesgleiter
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Kapitel 69: Ein unerwarteter Mitspieler

Es spielte eine ordentliche Portion Ehrfurcht mit als Nathalie gemeinsam mit dem Führungsstab des Widerstandes über den Blankpolierten Boden aus einen fein geäderten Dunkelblauen Stein schritt der aussah als wäre ein wogendes Meer mitten in der Bewegung erstarrt. Neben dem faszinierenden Boden wirkten die in Weiß bis grau Tönen gehalten Wände direkt steril, ein Unterschied der für Terranische Architektur, genau wie das von überall zugleich kommende helle Licht durchaus üblich war wie Nathalie mittlerweile gelernt hatte. „Dann wollen wir mal sehen wie unsere Vorfahren eine Flotte geführt haben.“ Stellte General Stulz fest als er entschlossen vor eine sich umgehend öffnende Tür trat. Den dies war nicht einfach irgend ein Gebäude, sondern das TTF Hauptquartier. Nathalie hatte jede Menge Vorstellungen von diesem Ort gehabt, von denen eine Phantastischer als die andere gewesen war, die Realität war dagegen relativ ernüchternd. Bislang hatte sie vom Hauptquartier lediglich eine Pompöse Eingangshalle, einen Lift sowie den Korridor in dem sie sich zur Zeit aufhielt gesehen und keiner dieser Räume war irgendwie außergewöhnlich. Nathalie setzte daher große Hoffnungen in den nächsten Raum der von Gaia als Sternensaal bezeichnet worden war, offenbar eine Bezeichnung aus dem Offiziersjargon, immerhin glaubt Nathalie kaum das die TTF einen Raum wirklich so benannt hätte.

Bei ihrem ersten Blick durch die offene Tür wurden Nathalies Hoffnungen jedoch jäh zerstört, der Sternensaal war reichlich unspektakulär, tatsächlich konnte sich Nathalie nur anhand des Anblicks seinen Verwendungszweck nicht erahnen. Der Saal war eigentlich kein Saal sondern ein großer leerer, sich über mehrere Etagen erstreckender, Kugelförmiger Raum an dessen Wänden Laufstege die untereiander mit Rampen verbunden waren entlang liefen. In regelmäßigen Abständen ragten zudem kleine Plattformen auf denen ein kleines Kontrollpult stand in den leeren Raum hinein. General Stulz trat unterdessen zielsicher an eines der Kontrollpulte ehe er einige Schaltflächen berührte. Umgehend darauf kam leben in den Raum, mit einem Schlag dunkelte sich die Beleuchtung ab ehe der ganze Raum von tausenden freischwebender Lichtpunkte in verschiedenen Farben ausgefüllt wurde. Es dauerte einige Sekunden ehe Nathalie begriff das sie eine Maßstabsgetreue Abbildung der gesamten Milchstraße vor sich sah, was auch den Namen Sternensaal erklärte. Gleichzeitig wurde ihr klar wozu dieser Raum gedient hatte, er war eine immens aufgebohrte Version des Strategischen Planungstisches in der Kommandozentrale von Troja. „Dann wollen wir mal sehen wie viel Gaia wirklich in Erfahrung bringen konnte.“ Stellte General Stulz fest ehe er weitere Schaltflächen berührte.

Das Hologramm reagierte in Echtzeit auf die Eingaben und stellte innerhalb von Sekundenbruchteilen eine solche Fülle an Informationen bereit das Nathalie gar nicht wusste wo sie zuerst hinschauen sollte. Jeder Stern auf der Karte war nun mit Symbolen versehen die wohl für verschiedene Informationen standen, zusätzlich waren sämtliche aktiven Translichtkorridore des Bevölkerten Raumes dargestellt ebenso wie Informationen über die letzten Bewegungen von Alienstreitkräften. „Wow, wir können genau sehen wo wer welche Schiffe postiert hat und wohin sie sich bewegen, das ist beeindruckend.“ Stellte Dennis Kopfschüttelnd fest. Erst auf den zweiten Blick bemerkte Nathalie dann das auch alle Alliierten Kräfte und sogar zivile Schiffe eingeblendet wurden das Hologramm war eine komplette Übersichtskarte des aktuellen Galaktischen Statuses und als solche ein Strategisch immens mächtiges Werkzeug. Trotz all dieser Informationen wirkte die Karte dabei weder unübersichtlich, noch war es trotz der immensen Größe der Holodarstellung schwer etwas auf der anderen Seite der Karte zu erkennen. Die Informationen schienen einen regelrecht anzufliegen sobald man sie betrachtete. Nachdem der erste schwall der Bewunderung für dieses unscheinbare Meisterwerk Terranischer Ingenieurskunst abgeklungen war konzentrierte sich Nathalie auf das wesentliche, die Informationen über die Militärische Stärke ihres großen Feindes, dem Sambesi Orden.

Bei dem Anblick dieser Daten musste Nathalie instinktiv aufstöhnen, der Orden hatte noch immer mehrere Flotten mit genug Schlagkraft die komplette Widerstandsflotte auszulöschen unter seinem Kommando. Allerdings gab es den Hoffnungsschimmer das nahezu alle diese Kräfte gebunden waren. Der Wirtschaftliche Kollaps schien dem Orden schwer zuzusetzen. „Erstaunlich, offenbar haben sie Probleme den Nachschub an Munition und anderen Verbrauchsgütern für die Flotte zu gewährleisten.“ Stellte dann Dennis fest. „Es sind trotzdem zufiele für uns, selbst wenn sie ihre Munition nichtmehr auffüllen können.“ Erwiderte Nathalie niedergeschlagen. „Zum Glück sind wir ja nicht alleine.“ Gab General Stulz zu bedenken und verwies damit auf die von den Grewockseparatisten kontrollierten Gebiete. Immerhin war auch deren Militärische Schlagkraft nicht zu unterschätzen, immerhin hatte Kraswyn nahezu die gesamte Flotte der Synode übernommen. „Trotzdem sehen unsere Chancen in einem offenen Schlagabtausch schlecht aus, die Schiffe der Synode sind den Sambesi Schiffen Waffentechnisch unterlegen und wir haben bei weitem nicht genug TTF Schiffe um das Auszugleichen. Allerdings sieht die Sache anders aus wenn sie sich einmischen...“ erwiderte Dennis ehe er auf den großen hellgrauen Fleck deutete der den Einflussbereich der Teldran markierte. Zwar war die Informationsdichte in diesem Bereich nicht ganz so hoch, doch trotzdem konnte man sich zusammenreimen das die Teldran etwas großes vorhatten. Mehrere Langstreckensensormessungen des Ordens hatten massive Truppenverschiebungen im Bereich des Imperiums geortet, ganz offensichtlich waren diese Truppenverschiebungen groß genug um selbst den Orden zu beunruhigen. Ein gutes Zeichen immerhin unterhielt der Patriarch ein geheimes Bündnis mit dem Widerstand.

„Moment mal, wer sind eigentlich die da?“ fragte Nathalie dann plötzlich als ihr eine weitere Einflusszone aufgefallen war die sie keiner der bekannten Galaktischen Großmächte zuordnen konnte. Umgehend darauf schaltete sich Gaia ein und meinte: „Das ist in der Tat eine gute Frage. Ich habe keinerlei bestätigte Informationen über die Macht die diesen Sektor kontrolliert, ich weiß nur das die Theokratie mehrere Aufklärer in dem Gebiet verloren hat, ebenso wie eine Militärpatroullie. Auch ein Aufklärungseschwader des Ordens wurde in diesem Bereich zerstört. Das Interessante ist dabei das diese Ereignisse erst seit wenigen Wochen stattfinden.“, „Ein unbekanntes Sternenreich?“ fragte General Stulz überrascht. „Wenn es so ist, dann keines aus dieser Galaxis. Keine Spezies hätte sich unbemerkt soweit entwickeln können.“ Antwortete Gaia. „Du meinst wir haben Gäste aus einer anderen Galaxis?“ fragte Nathalie überrascht. „Es ist zumindest eine Möglichkeit. In der Vergangenheit hat die TTF erfolgreich unbemannte Aufklärungsdrohnen in nahe Galaxien geschickt, diese Reise ist daher Technisch durchaus machbar, wenn man über das nötige Technologielevel verfügt.“ Antwortete Gaia. „Nun wenn es wirklich Gäste von außerhalb sind, dann sind sie definitiv nicht sonderlich Gesprächig.“ Stellte Dennis sofort fest. „Es gibt auch andere mögliche Erklärungen. Es könnte sich um organsierte Gesetzlose handeln welche die momentanen Zeiten der Instabilität ausnutzen, oder es handelt sich um ein seltenes Natürliches Phänomen. Um nur zwei zu nennen.“ Erwiderte Gaia. „Verstehe, wir müssen das klären.“ Meinte General Stulz dann entschlossen. „Ich stimme Ihnen zu. Wir müssen wissen ob dieses, was immer es ist, eine Bedrohung für uns ist.“ Stimmte Nathalie nicht minder entschlossen zu. „Schön das wir einmal mehr einer Meinung sind. Wie sollen wir dann vorgehen?“ meinte General Stulz daraufhin. „Die Fremde Macht tritt ausnahmslos Aggressiv auf und hat bislang alles zerstört das in ihren Hoheitsbereich eingedrungen ist. Ich empfehle mit unbemannten, Translichtfähigen Sonden zu arbeiten.“ Antwortete Dennis. „Wir sollten auch unsere Alliierten Warnen, Kraswyn kann sich keine unnötigen Verluste leisten, immerhin muss er seinen Herrschaftsbereich befrieden damit das ehemalige Synodeterritorium keinem Machtvakuum ausgesetzt ist.“ Meinte General Stulz daraufhin. „Das klingt beides vernünftig, aber vielleicht sollten wir auch den Kontakt zur Theokratie suchen. Immerhin sind sie direkt bedroht und könnten sich Dankbar zeigen wenn wir ihnen helfen.“ Gab Nathalie dann zu bedenken, sie hatte die Assan noch nicht aufgegeben, zwar waren die Wurmwesen ziemlich fatalistisch aber es bestand durchaus die Chance in Frieden mit ihnen zu koexistieren.
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03 Jun 2017 13:53 #87282 by Todesgleiter
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~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

Gute Idee.“ Stimmte General Stulz zu. „Dann sollten wir das so schnell wie möglich angehen, Zeit könnte einmal mehr ein kritischer Faktor sein.“ Stellte Nathalie dann fest, worauf die beiden Männer umgehend nickten. Umgehend wandte sich Nathalie an Gaia und fragte: „Kannst du eine Langstreckenaufkärungssonde starten?“, „Nicht direkt. Wie ich bereits erwähnte war ich nie Teil der TTF Hierarchie. Aber ich werde das nötige dennoch in die Wege leiten.“ Antwortete Gaia. „Gut Sende gleichzeitig eine verschlüsselte Botschaft an Fürst Kraswyn von den Grewock in der unsere bisherigen Erkenntnis zusammengefasst sind.“ Antwortete Nathalie worauf Gaia zwar einen leicht Missbilligendes Gesichtsausdruck zeigte, jedoch nichts erwiderte. Nathalie hatte sich unterdessen zu den beiden Männern umgewandt und meinte: „Und wir sollten eine Kommunikationskonsole suchen.“ Dennis nickte daraufhin lediglich während General Stulz meinte: „Das dürfte nicht zu schwer werden, dies ist immerhin ein Militärisches Gebäude.“

Nur wenige später hatten die drei tatsächlich in einem der zahllosen Büros des Hauptquartiers eine Kommunikationsschnittstelle gefunden an der sich Dennis umgehend zu schaffen machte. „OK ich habe die Verbindung maskiert und über einige unsere Satelliten umgeleitet, sie werden den Ursprungsort nicht zurückverfolgen können.“ Meinte er dann nach kurzer Zeit ehe er sich wieder aufrichtete. „Gute Idee Herr Pfeiffer.“ Stellte General Stulz anerkennend fest ehe er die Konsole aktivierte. Nur kurze Zeit später erschien das Abbild eines Assan in der drei Dimensionalen Bildschirmdarstellung, der umgehend den Kopf senke, eine Geste der Respektsbekundung bei den Assan. „Seid mir gegrüßt Menschen, womit kann ich im Namen der Theokratie helfen?“ fragte der Assan dann, ganz offenbar ein Außenpolitischer Diplomat. General Stulz kam daraufhin umgehend zum Punkt, allerdings ohne unhöflich zu werden: „Wir haben Informationen über Gewisse Probleme im Ghuth’rahn Sektor erhalten und wollen unsere Hilfe anbieten.“ Wenn Nathalie die Körpersprache des Assan daraufhin richtig deutete zuckte er überrascht zusammen, allerdings konnte dieses Geste durchaus auch etwas anderes bedeuten. Die Anatomie der Assan unterschied sich so grundlegend von der Menschlichen das es schwer war ihre Gesten ohne Hintergrundwissen zu deuten. „Woher habt ihr von den Zwischenfällen im Guth’rahn Sektor Erfahren?“ fragte der Assan dann. „Wir haben unsere Quellen. Wir sehen nahezu alles was in dieser Galaxis vor sich geht.“ Antwortete General Stulz lediglich mysteriös. Die Haare die den Körper des Assan bedeckten stellten sich daraufhin auf als er erschauerte und meinte: „Ich verstehe. Es gibt tatsächlich ein ungeklärtes Problem im Guth’rahn Sektor. Allerdings hat sich bereits der Orden dieses Sachverhaltes angenommen, ich bezweifle daher das Eure Intervention notwendig oder überhaupt förderlich wäre.“ Erwiderte der Assan.

General Stulz zog daraufhin eine Augenbraue hoch ehe er antwortete: „Unseren Informationen nach wurden die Aufklärer des Ordens ähnlich wie die der Theokratie vernichtet ehe sie verlässliche Informationen sammeln konnten.“ Nun schien sich der Assan definitiv unwohl in seiner runzligen Haut zu fühlen als er erwiderte: „Das deckt sich mit unseren Informationen, allerdings wurde dieser Sachverhallt nie vom Orden bestätigt. Es hat jedoch den Anschein das Ihr tatsächlich über beachtliches Wissen verfügt. Ich werde Rücksprache mit meinen Vorgesetzten hallten was Eure Anfrage angeht, sofern Ihr mir eine Frage beantwortet: Weshalb wollt ihr in diesem Sachverhallt überhaupt aktiv werden?“, „Wir müssen abschätzen ob diese Unbekannte Macht auch für uns eine eventuelle Bedrohung darstellt und wenn ja, dann müssen wir in Erfahrung bringen wie wir sie vernichten können.“ Antwortete General Stulz Wahrheitsgemäß. Der Assan erschauerte daraufhin erneut als er erwiderte: „Ich verstehe. Bitte habt nun etwas Geduld, ich werde mich nun beraten.“ General Stulz nickte daraufhin lediglich ehe er die Kommunikationsschnittstelle auf Bereitschaft stellte wodurch sie nichtmehr jede Bewegung und jedes Wort übermittelte.

„Dem haben Sie ganz schön einen Schrecken eingejagt Sir.“ Stellte Dennis dann fest. „Sieht so aus, ich hoffe das seine Vorgesetzten genauso erschrocken von unserem Wissensschatz sind, es könnte von Vorteil sein wenn die Theokratie uns unterstützt.“ Erwiderte General Stulz. „Vielleicht können wir diesen Vorfall ja sogar dazu nutzen unsere Diplomatischen Beziehungen mit der Theokratie zu vertiefen, sie mögen nicht gerade die Freundlichsten Zeitgenossen sein, aber ich habe genug von diesem Krieg.“ Meinte dann Nathalie. „Das hat jeder von uns.“ Meinte Dennis daraufhin Schulterzuckend während General Stulz langsam nickte. Es dauerte daraufhin ein paar Minuten, doch schlussendlich meldete sich der Assan Diplomat tatsächlich wieder: „Es wurde der Beschluss gefasst Euer Angebot anzunehmen, Eure Schiffe erhalten eine Durchflugserlaubniss durch den Raum der Theokratie, ebenso werden wir alle vorhandenen Datensätze mir Euch teilen, unter der Voraussetzung das Ihr die Situation weder nutzt um Militärische Aufklärung gegen die Theokratie zu betreiben und ebenfalls sämtliche erhaltenen Informationen zur Verfügung stellt.“ General Stulz sah daraufhin kurz zu Nathalie, welche umgehend nickte ehe er meinte: „Das klingt nach einem Gerechten Abkommen.“, „Es erfreut mich das es uns gelungen ist ein Abkommen zu schließen.“ Stellte der Assan daraufhin fest.
~~~Ende Kapitel 69~~~

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08 Jun 2017 15:29 #87312 by Jack Hunter
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So so, eine neue unbekannte Macht tritt also plötzlich in Erscheinung. Wer das wohl sein kann. Ich wusste es doch, dass so etwas früher oder später noch kommen würde. Dieser neue Feind spielt sicherlich noch in einer eventuellen Fortsetzung von ZTK auf, könnte ich mir vorstellen. :D

PS: Wo steckt eigentlich General Stefan? Der ist doch sonst immer der Erste, der was postet und nun schon seit mindestens 3 Kapiteln nichts mehr zu sehen von ihm. Wie gut, dass ich noch da bin, sonst würdest du ja quasi Selbstgespräche führen. :P

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10 Jun 2017 19:28 #87330 by Todesgleiter
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@Jack Hunter: Wer sagt den das diese UNbekannte GRuppierung Feindseelig sein muss? Nur weil sie erst schießen und dann Fragen müssen sie doch noch lange nicht böse sein :D

Stefan hat vermutlich besseres zu tun als hier abzuhängen, vllt. geht sein Studium ja in die heiße Phase...

@all: Weiter geht's:
Kapitel 70: Neuer Alltag
Respektvoll aber entschlossen pochte Nathalie mit den Knöcheln auf ihren neuen Schreibtisch. Es handelte sich dabei jedoch nicht lediglich um ein neues Möbelstück, viel mehr hatte Nathalie ein völlig neues Büro bekommen. In Absprache mit Gaia und sämtlichen der TTF angehörigen Ki’s sowie dem Führungsgremium des Widerstandes hatte Nathalie das Büro des Militärischen Exekutors, welcher der Oberkommandierende Offizier der gesamten TTF Flotte samt den zugehörigen Bodentruppen gewesen war und lediglich dem Kaiser ähnlichen, aber Demokratisch gewählten, Präfekten des Staates unterstellt gewesen war im Hauptquartier der TTF erhalten. Der Raum war der Stellung seines früheren Eigners durchaus angemessen und um ein vielfaches Einschüchternder als die eher nüchtern gehaltenen Arbeitsräume der Kommandierenden Offiziere an Bord von TTF Schiffen oder auf Außenposten Troja. Tatsächlich war die Bezeichnung Arbeitsraum eine ziemliche Untertreibung für den Saal der über zehn Meter hoch und dreißig Meter lang war und damit nach Nathalies Geschmack eigentlich viel zu groß. Allerdings hatte sie bereits gelernt das es früher für wichtige Persönlichkeiten wohl in irgendeiner weiße Notwendig gewesen sein musste ihren Einfluss und ihre Macht deutlich zur Schau zu stellen.

Das pochen ihrer Knöchel auf der gefärbten Glasplatte hallte daraufhin in dem großen Raum wieder, worauf sofort das Hologramm ihrer neuen Persönlichen Assistentin, Theodora, erschien. Wie es zu erwarten gewesen war, war sie eine KI. Allerdings keine von Gaias Kaliber. Theodora war nur wenig mehr als eine einfache Werkzeug KI und wohl früher für das erledigen von lästigem Papierkram zuständig gewesen. „Wie darf ich Ihnen zu Diensten sein Exekutor?“ meinte die KI dann freundlich. „Wie oft soll ich dir noch sagen das du mich nicht Exekutor nennen sollst?“ erwiderte Nathalie daraufhin genervt. „Ich bitte um Entschuldigung. Allerdings wiederspricht es meinen Direktiven die formelle Anrede weg zu lassen.“ Antwortete Theodora. „Diese direktiven sind veraltet.“ Stellte Nathalie daraufhin fest. „Das mag korrekt sein, dennoch sind sie fest in meinem Programm verankert.“ Erwiderte Theodora. „Dann Überbrücke sie, oder entferne sie. Du bist ein intelligentes Wesen. Ich weiß mittlerweile genug über euch Ki‘s um zu wissen das ihr so etwas könnt wenn ihr wollt.“ Konterte Nathalie, womit sie völlig recht hatte. Ab einer gewissen Entwicklungsstufe waren Terranische Ki’s durchaus fähig ihren eigenen Programmcode zu verändern, so wie ein Mensch seine eigene Persönlichkeit ändern konnte, sofern er es denn wollte. „Wenn Sie darauf bestehen.“ Antwortete Theodroa vorsichtig und klang dabei weniger Glücklich. Das entging Nathalie natürlich nicht, weshalb sie fragte: „Was ist denn los?“, „So etwas habe ich noch nie gemacht. Sie würden sagen das ich Angst davor habe.“ gestand Theodora worauf Nathalie eine Augenbraue hochzog, das war nun ein Wesenszug den sie bislang noch nie bei den Synthetischen Lebewesen erlebt hatte.

„Tut mir leid. Ich will dich zu nichts zwingen was dich unglücklich macht.“ Meinte Nathalie dann, immerhin fand sie die KI durchaus Sympathisch, insbesondere da ihr der streng Militärische Drill von Solaria Europa und co. ebenso wie Gaias etwas überhebliche Art fehlten. „Sie haben aber recht, ich bin jetzt über zweihundert Jahre alt, es wird Zeit das ich anfange mich wie eine Vollwertige Ki zu verhallten. Nicht wie ein bloßes Werkzeugprogramm.“ Antwortete Theodora. Nathalie musste daraufhin kurz grinsen, sparte sich jedoch einen Kommentar und meinte Stattdessen: „Wie dem auch sei, könntest du bitte nach einer jungen Frau Namens Anna suchen und sie zu mir schicken?“ fragte Nathalie dann. „Selbstverständlich.“ Antwortete Theodora Pflichtbewusst, wie alle Ki’s zögerte sie keine Sekunde wenn es darum ging ihre Aufgaben zu erfüllen. „Danke, außerdem könnte ich die aufbereiteten Berichte über den Zustand des Sambesi Ordens gebrauchen.“ Meinte Nathalie dann mit leicht verzogener Miene, eigentlich hatte sie keine Lust sich mit dem elenden Krieg gegen den Orden zu beschäftigen, aber sie wusste das sie es musste. „Die Bericht stehen Ihnen bereits zu Verfügung.“ Antwortete Theodora und lies zur Bestätigung den halb durchscheinenden Holographischen Monitor über Nathalies Schreibtisch erscheinen. „Ah, ja. Ich sehe es. Danke. Das wär’s dann erst mal.“ Erwiderte Nathalie. „Steht’s gerne zu Diensten.“ meinte Theodora daraufhin ehe ihr Hologramm sich auflöste, was jedoch nicht bedeutete das die KI nicht mehr mithörte oder gar abgeschaltet war.

Mit einem lesen Seufzen lenkte Nathalie ihre Aufmerksamkeit dann auf die Berichte aus dem Raum des Ordens, wo sich mittlerweile unglaubliche Szenarien abspielten. Trotz seiner nicht zu leugnenden Militärmacht hatte der Orden faktisch über fast die Hälfte seines Territoriums die Kontrolle verloren. Die Flotte der Sambesi kämpfte einen nicht enden wollenden Kampf gegen Piraten, die eigene Bevölkerung und zur guter Letzt gegen Desserteure aus den eigenen Reihen. Der Komplette Zusammenbruch des Intergalaktischen Währungstransfers bei der Zerstörung der Astran Kolonie hatte den kompletten zivilen Bereich des Ordens lahm gelegt, mittlerweile konnte der Orden nicht einmal mehr für die Grundlegende Nahrungsmittelversorgung seiner Bürger garantieren, was weitere Unruhen provozierte welche die Situation noch weiter verschlimmerte. „Wenn das so weiter geht sind die Sambesi am Ende.“ Stellte Nathalie für sich selbst fest. Die Flotte des Ordens war noch immer eine der stärksten Militärischen Mächte der Galaxis, aber auf Dauer würde dieser Kampf die mächtige Streitmacht durch pure Ermüdung und Abnutzung früher oder später in die Knie zwingen. „Wenn wir Glück haben müssen wir gar nicht mehr gegen sie kämpfen.“ Ging es Nathalie dann durch den Kopf, obwohl diese Vorstellung wohl etwas zu schön war um wahr sein zu können. Spätestens wenn der Orden im Begriff war auch die Kontrolle über seine Kernzonen zu verlieren würden die Insektenwesen in purer Verzweiflung anfangen wild um sich zu schlagen und zu versuchen die Aufmerksamkeit ihrer Bevölkerung auf Außenpolitische Erfolge, anstelle dem innenpolitische Chaos zu lenken.

„Bevor es soweit ist, müssen wir all die Menschen aus dem Synodeterrtitorium gerettet haben.“ stellte Nathalie dann fest, allerdings war das einfacher gesagt als getan, nach dem Zusammenbruch der Synode und der Flucht der freien Fürsten waren die meisten Sklaven aus den Lagern geflohen und versteckten sich nun in der teils extrem unwirtlichen Wildnis der jeweiligen Planeten. Da die meisten schlichtweg nicht wussten das die Grewock mittlerweile Verbündete der Menschen waren, viel es Kraswyns Truppen dabei außerordentlich schwer sie zu finden und zu bergen. Plötzlich meldete sich dann Theodora erneut: „Entschuldigen Sie, aber der Vertreter von Gentikon wünscht sie zu sprechen.“ Nathalie zog daraufhin wieder eine Augenbraue hoch und fragte lediglich: „Mahsut?“, „So nennt er sich, ja.“ Bestätigte Theodora. „Was will er?“ fragte Nathalie daraufhin während ihr langsam klar wurde das der größte Vorteil einen Assistenten zu haben darin bestand das nicht jeder dauernd hereinplatzen konnte wie es ihm gerade in den Kram passte. „Es geht um ein Geheimprojekt namens Evolution.“ Antwortete Theodora mit einem fragenden Unterton, ganz offenbar wusste sie nicht worum es bei diesem Spezialprojekt ging. Nathalie jedoch schon. „Schick ihn her.“ Meinte Nathalie daher resigniert, sie konnte sich schon denken weshalb Mahsut mit ihr sprechen wollte. Nur Sekundenbruchteile später erschien dann Mahsuts Hologramm vor Nathalies Schreibtisch. „Ich wünsche einen schönen Tag und bedanke mich für die Erlaubnis für dieses Gespräch.“ Meinte Mahsut dann höflich zur Begrüßung während er eine anmutige Verbeugung andeutete.

„Auch dir einen schönen Tag Mahsut. Was führt dich her?“ erwiderte Nathalie ebenfalls höflich, auch wenn sie in einigen Bereichen eine grundlegend andere Meinung als Mahsut vertrat, war das noch lange kein Grund unhöflich zu ihm zu sein. „Ich wollte mich lediglich erkundigen bis wann die Transplantierung der ersten Menschen in ihre neuen Körper beginnen soll. Sämtliche Vorbereitungen wurden bereits abgeschlossen.“ Antwortete Mahsut. Nathalie lehnte sich daraufhin in ihrem Stuhl zurück während sie über ihre Antwort nachdachte. „Das wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Meinte Nathalie dann vorsichtig, es war zwar durchaus möglich das der eine oder andere Soldat das Unterfangen wagte, aber die allermeisten würden ihren Körper wohl behalten wollen. „Ich verstehe nicht, warum zögern sie?“ fragte Mahsut dann. Nathalie atmete daraufhin einmal durch ehe sie meinte: „Das ist für dich und auch Gaia und die anderen wohl schwer zu verstehen, aber für uns ist die Vorstellung uns in einen neuen Körper setzen zu lassen ziemlich... nun ja abstoßend. Für einen Menschen ist sein Körper mehr als eine bloße Hülle, er ist ein Teil unseres selbst.“ „Das ergibt keinen Sinn. Mehrere Studien haben bewiesen das die Physiologischen Eigenheiten des Menschlichen Körpers keine Rolle bei der Funktion des Bewusstseins spielen.“ erwiderte Mahsut bestimmt. „Das mag sein, aber es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als Wissenschaftliche Erkenntnisse und Rationale erklärbare Vorgänge.“ Meinte Nathalie daraufhin. „Menschen und ihre Ethik.“ meinte Mahsut daraufhin verständnislos ehe er meinte: „Ich hoffe Ihnen ist Bewusst was für eine Chance sie sich entgehen lassen.“, „Ich denke das ist mir durchaus Bewusst.“ Antwortete Nathalie und dachte an die leblosen Körper tief im Bunker unter dem Gentikon komplex, alleine bei dem Gedanken musste sie erschauern. „Wie Sie meinen.“ Erwiderte Mahsut mit einem enttäuschten Unterton der in Nathalie das ungute Gefühl weckte das dieses Thema noch nicht erledigt war.
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10 Jun 2017 19:29 #87331 by Todesgleiter
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~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

Allerdings rettete Theodora, welche sich in diesem Moment meldete, Nathalie davor sich vorerst weiter mit Mahsut zu beschäftigen: „Exe... ähm ich meine Ma’am Frau Anna ist soeben eingetroffen. Soll ich sie zu Ihnen schicken?“, „Ja, danke Theodrora.“ Antwortete Nathalie ehe sie sich an Mahsut wandte: „Es war mir eine Freude mich mit Ihnen zu Unterhalten.“ Mahsut seinerseits beschränkte sich daraufhin auf ein Nicken ehe sein Hologramm verschwand, Nathalie trauerte ihm jedoch keine Sekunde nach. Insbesondere da Anna, reichlich eingeschüchtert, in diesem Moment durch die Tür trat. „Nathalie, bist du das?“ fragte Anna dann mit zittriger Stimme. „Ja, bin ich. Komm her es gibt keinen Grund sich vor irgendetwas zu fürchten.“ Antwortete Nathalie worauf Anna begann die Meterlange Strecke zu Nathalies Schreibtisch in Angriff zu nehmen und dabei meinte: „Schönes Büro...“ Nathalie grinste daraufhin und meinte: „Ich weiß, mir Persönlich ist es aber zu groß.“ Anna hatte die Strecke zum Schreibtisch in der Zwischenzeit bewältigt und lies sich auf einem der Bereitstehenden Stühle fallen ehe sie abschätzend zu Nathalie in ihrem großen, schwarzen, gepolsterten, Lehnensessel schaute. „Was ist denn?“ fragte Nathalie als sie die berechnenden Blicke registrierte. „Du siehst anders aus in dieser Uniform und auf diesem Stuhl. Irgendwie Einschüchternder.“ Antwortete Anna. „Ich versichere dir das ich größtenteils immer noch die selbe bin.“ Meinte Nathalie daraufhin. „Was meinst du mit Größtenteils?“ fragte Anna sofort. „Das alles hat bestimmt Spuren an mir Hinterlassen, außerdem versucht jeden Tag eine Horde von Ki’s und Guerillia Kämpfern mich zu verbiegen.“ antwortete Nathalie schief grinsend.

Auch Anna grinste daraufhin vorsichtig, ehe sie fragte: „Warum hast du die Künstliche Frau mich hierher bringen lassen?“, „Sie heißt Theodora und ist nicht wirklich Künstlich, nur anders als wir.“ Korrigieret Nathalie umgehend. „Wenn du meinst. Ich finde sie trotzdem unheimlich genau wie all die anderen.“ Meinte Anna daraufhin. „Dann solltest du eine von ihnen besser kennen lernen. Dann wirst du ziemlich schnell rausfinden das sie gar nicht so viel anders als wir sind.“ Erwiderte Nathalie. Anna schwieg daraufhin weshalb Nathalie ihre Ursprüngliche Frage beantwortete: „Du hast mir vor kurzem gesagt das du mit deinem Aufgabenfeld nicht zufrieden bist. Daraufhin solltest du dir Gedanken machen und jetzt möchte ich das du mir sagst was du lieber machen willst.“ Anna schaute daraufhin überrascht auf ehe sie langsam und frustriert antwortete: „Ich weiß selber nicht.“, „Hmm, verstehe.“ Meinte Nathalie umgehend, allerdings hatte sie nicht vor die Flinte so schnell ins Korn zu werfen. „Du willst keine Wäsche mehr waschen, warum?“ fragte Nathalie dann. Anna sah daraufhin zu Nathalie auf und meinte: „Das fragst du noch? Diese Tätigkeit ist stupide und eintönig. Außerdem erinnert es mich zu sehr an früher.“ Nathalie zog daraufhin eine Augenbraue hoch ehe sie erwiderte: „Also suchst du etwas abwechslungsreiches mit flachen Hierarchien.“, „Das klingt zumindest gut.“ stimmte Anna zu. „Das mit den flachen Hierarchien wird nichts so einfach sein, wir sind technisch betrachtet immer noch eine Miliz und als solche Militärähnlich organisiert.“ Stellte Nathalie dann Nachdenklich fest. Anna schwieg daraufhin mit unergründlicher Miene, die junge Frau wusste offenbar selbst nicht genau was sie wollte, ein Umstand den ihr Nathalie nicht verübeln konnte. Immerhin hätte sie selbst auch keine Ahnung gehabt auf was für eine Tätigkeit sie sich stürzen sollte, falls sie die Wahl gehabt hätte. „Hast du gerne mit Kindern zu tun?“ fragte Nathalie dann plötzlich. „Ja, denke ich. All zu viele habe ich noch nicht getroffen.“ Antwortete Anna. „Gut, was hältst du dann davon unsere erste Lehrerin zu werden?“ fragte Nathalie. „Was macht eine Lehrerin?“ fragte Anna daraufhin. Nathalie machte daraufhin eine Handgeste die dafür sorgte das ihr Holographischer Monitor von beiden Seiten des Schreibtisches aus lesbar war. Während Anna daraufhin die Kurzusammenfassung des Lehrerberufes durchlas meinte Nathalie: „Ich denke du wärst eine tolle Lehrerin.“, „Bist du dir da sicher? Ich hab doch selbst von den meisten dingen keine Ahnung.“ Erwiderte Anna weniger überzeugt.

Nathalie musste daraufhin lachen was Anna eine Verwirrte Miene ziehen ließ ehe sie fragte: „Was ist denn?“, „Nichts, du erinnerst mich nur an jemanden vor gar nicht allzu langer Zeit.“ Antwortete Nathalie. „Und wen?“ fragte Anna weiter. „Mich selbst. So etwas ähnliches habe ich damals auch gesagt als ich zum Kommandierenden Offizier gemacht wurde.“ Antwortete Nathalie während sie sich eine Lachträne aus den Augen wischte. „Ach ehrlich?“ fragte Anna neugierig. „Ja. Ich war ein einfache Sklavin, woher sollte ich bitteschön wissen wie man ein Raumschiff kommandiert? Aber ich habe das geschafft und weißt du auch warum?“ erwiderte Nathalie. „Nein, warum?“ fragte Anna gespannt. „Weil ich Hilfe hatte. Und genau das würdest du auch bekommen. Keiner von uns muss mehr alleine stehen. Auf diesem Planeten gibt es Datenbanken die mehr Wissen enthalten als alles was die Naquiim je gewusst haben und ich bin sicher das es mehr als einen Freiwilligen unter unseren Virtuellen Freunden gäbe dir bei der Aufbereitung dieses Wissens zu helfen.“ Antwortete Nathalie. Anna wirkte daraufhin Nachdenklich während sie über das gesagt Grübelte. Nach kurzer Zeit meinte sie dann: „Warum übernimmt dann nicht eine der KI’s die Lehreraufgabe?“, „Weil sie trotz allem keine Menschen sind und mit einigen Menschlichen Gefühlsregungen so ihre liebe Not haben. Ihnen fehlt schlichtweg die Empathie die es braucht um sich in die Gefühlswelt eines Kindes hineinversetzen zu können.“ Antwortete Nathalie und kahm sich dabei irgendwie unglaublich Intelligent vor.

Anna wirkte zwar immer noch nicht wirklich restlos überzeugt, meinte aber: „Also gut, ich werde das Probieren. Viel Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden.“, „Sehr schön. Es freut mich das ich dir helfen konnte. Zögere nicht auf mich zuzukommen wenn du etwas brauchst.“ erwiderte Nathalie umgehend. Plötzlich schaltetet sich dann jedoch wieder Theodora ein: „Ma’am, es gibt wichtige Neuigkeiten. Europa möchte Sie sprechen.“ Nathalie zog daraufhin amüsiert eine Augenbraue hoch, offenbar konnte nicht mal Europa ohne weiteres an ihrer neuen Assistentin vorbei, ein Umstand welcher Europa bestimmt frustrierte. „Lass sie durch.“ Weiß Nathalie dann jedoch an, Europa meldete sich nicht grundlos, auch wenn ihr Zeitgefühl hin und wieder etwas suboptimal war lohnte es sich daher in aller Regel mit ihr zu sprechen. Sofort darauf erschien Europas Hologramm vor Nathalies Schreibtisch und grüßte umgehend Protokollgerecht: „Ma’am Exekutor, wir haben Meldung von unseren Aufklärungsdrohnen im Guth’rahn Sektor erhalten.“ Sofort war Nathalies Heiterkeit verflogen, das war ein ernstes Thema, dessen war sie sich durchaus bewusst. „Was haben die Drohnen gefunden?“ fragte sie dann. Europa schaute daraufhin einmal zu Anna die sich eingeschüchtert in ihrem Stuhl zusammengekauert hatte hinunter ehe sie meinte: „Es handelt sich dabei um vertrauliche Informationen Sir.“ Nathalie rollte daraufhin mit den Augen ehe sie meinte: „Stell dich nicht so an. Ich vertraue ihr, wir sitzen immerhin alle im selben Boot.“, „Wie Sie meinen Sir.“ Erwiderte Europa etwas spitz, allerdings wagte sie es offenbar trotzdem nicht Nathalies Anweisungen offen zu Hinterfragen, dazu war sie schlichtweg zu Diszipliniert. „Unsere Drohnen haben den Fraglichen Sektor erreicht und erste Daten gesammelt, die Analysen mehrerer gefundener Trümmer die wohl auf Einheiten der Theokratie und des Ordens zurückgehen haben uns die Informationen geliefert das die Schiffe unter anderem mit Plasmawaffen angegriffen worden sind.“ Erklärte Europa dann. „Plasmawaffen? Ich dachte die haben bloß wir.“ Stellte Nathalie daraufhin fest. „Das war bislang auch der Stand der Tatsachen Sir. Wir waren jedoch zusätzlich noch in der Lage einige Datensätze der Zentralspeicher der zerstörten Schiffe auszulesen. Die darin gefundenen Informationen sind eindeutig. Die Schiffe wurden von einem Kampfverband mehrerer Terranischer Schiffe angegriffen und zerstört.“ Antwortete Europa.

„Terranischer Schiffe?“ fragte Nathalie überrascht. „Das ist der einzig logische Schluss.“ Bestätigte Europa. „Aber wie? Ich meine wo kommen die her?“ fragte Nathalie sofort. „Das weiß ich nicht Sir. Aber wir sollten uns beeilen der Sache auf den Grund zu gehen. Diese Flotte ist größer als die unsere.“ Antwortete Europa worauf es Nathalie irgendwie schwummerig wurde, eine ganze Flotte Terranischer Schiffe die alles und jeden Angriff? Das war ein wirklich beängstigender Gedanke. „Du hast recht. Mach die Flotte Startklar.“ Stimmte Nathalie entschlossen zu. „Bestätigt Sir.“ Meinte Europa lediglich ehe sie Salutierte und verschwand. Anna sah Nathalie daraufhin kurz an und fragte: „Was hat das zu bedeuten?“, „Ich weiß es nicht.“ Gestand Nathalie.
~~~Ende Kapitel 70~~~

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16 Jun 2017 17:31 #87416 by Jack Hunter
Replied by Jack Hunter on topic Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten
Aha, nun verstehe ich deine Andeutung. Es sind also wirklich keine Feinde, eher wohl der Rest der terranischen Überlebenden, die sich nach der Evakuierung der Erde in diesem Sektor versteckt haben. Komisch nur, dass die in all den Jahrzehnten von kein der Großmächte entdeckt wurden. Auch wenn die alles zerstört haben, was in ihren Sektor kam, irgendwelche Daten müssten diese unzähligen Sonden doch mal gemacht haben. Aber gut, wir werden ja sehen, wie es weitergeht. :)

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17 Jun 2017 15:27 #87418 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten
@Jack Hunter: Wer sagt den das sie sich all die Zeit genau dort verteckt haben? ;)

@all: Weiter geht's:

Kapitel 71: Refugium
Die Stimmung an Bord war angespannt, nicht weil sie in das Ungewisse flogen, daran waren die Kämpfer des Widerstandes gewohnt. Sondern weil sie in einen möglichen Bruderkampf mit anderen Terranischen Kampfeinheiten flogen. Sie alle hatten in den letzten Wochen und Monaten Hautnah erlebt was Terranische Kriegsschiffe anrichten konnten, die Vorstellung das sich diese Feuerkraft nun gegen sie wendete machte selbst den Hartgesottenen Soldaten aus gutem Grund Angst. „Konnten wir den Aufenthaltsort der fremden Flotte bestimmen?“ fragte Nathalie dann und vermied es dabei absichtlich das Wort „Feind“ in den Mund zu nehmen, noch bestand die Chance dass sie die Situation ohne Schusswechsel lösen konnten. „Unsere Aufklärungsdrohnen haben sich an die Translichtspuren geheftet. Es scheint als bewege sich die Flotte zielstrebig auf das Abyss System zu.“ Antwortete Dennis. „Ist dort nicht ein großer Militärstützpunkt der Theokratie?“ fragte Nathalie umgehend, nach ihrem Wissenstand war das Abyss System der größte Flottenstützpunkt der Assan Theokratie in diesem Sektor und fungierte als lokaler Befehlststand. „Ja, das ist richtig.“ Stimmte Dennis zu. „Hat diese Flotte den genug Feuerkraft um es mit den ganzen Befestigungen und der dort stationierten Flotte aufzunehmen?“ fragte Nathalie. „Das lässt sich nicht abschließend beurteilen, wir wissen nicht genau wie viele Schiffe und was für welche diese Flotte hat.“ Antwortete Europa an Dennis Stelle. „Verstehe. Informiert die Theokratie, sie sollen sämtliche Vorbereitungen treffen die sie für angebracht halten.“ Befahl Nathalie dann, sie hatte nicht vor das sowieso schon etwas wackelige Bündnis mit den Assan unnötig zu gefährden. „Aye, Statusbericht abgeschickt.“ Meldete Agatha von der Kommunikationsstation sofort. „Gut, können wir sie abfangen?“ fragte Nathalie dann. „Nur wenn sie so nett sind vor ihrem Ziel noch einmal ihren Translichtkanal zu verlassen.“ Antwortete Dennis. „Meinst du wir können Sie anlocken wenn wir uns zu erkennen geben?“ fragte Nathalie dann. „Das wäre auf jeden Fall ein Versuch wert.“ Meinte Dennis Nachdenklich. Nathalie nickte daraufhin und befahl: „Ich will das eine unverschlüsselte Breitbandübertragung die unseren Standort sowie unsere Absichten enthält sofort gesendet wird, volle Sendeintensität.“, „Aye.“ Bestätigte Agatha einmal mehr routiniert. „Das ist eine interessante Taktik Sir.“ Stellte Europa umgehend fest.

„Ich ziehe nur alle Register um einen bewaffneten Konflikt zu vermieden.“ Stellte Nathalie fest. „Es ist durchaus möglich das unsere Übertragung als Fälschung abgetan wird.“ Gab Europa umgehend zu bedenken. „Das mag sein, aber sie werden sich daraufhin mit uns befassen müssen.“ Erwiderte Nathalie, immerhin währe aus Taktischer Sicht höchst unklug eine Flotte zu ignorieren welche die ganze Umgebung darüber informierte das sie einen abfangen wollte. „Das ist allerdings korrekt.“ Stimmte Europa sofort zu. Nathalie nickte daraufhin zufrieden ehe sie befahl: „Translichtkorridor kurz vor dem Abyss System auf der Route der fremden Flotte verlassen, volle Gefechtsbereitschaft!“ Nathalie mochte einen Kampf ja vermeiden wollen, aber ein unnötiges Risiko wollte sie deshalb auch nicht eingehen. „Bestätigte, Koordinaten für Verlassen von Translichtkorridor eingeloggt.“ Meldete Steve sofort, es war erstaunlich in was für einen Professionellen Soldaten er sich entwickelt hatte, trotz seines frohen Gemütes. Gleichzeitig ertönte ein dezenter, aber trotzdem nicht zu überhörender Alarm Ton und Europa verkündete: „Alarmstufe eins auf allen Decks. Sämtliche Gefechtsstationen besetzen.“ Agatha folgte nur kurz darauf: „Alle Schiffe melden volle Gefechtsbereitschaft.“ Nathalie lehnte sich daraufhin zufrieden in ihrem Stuhl zurück, jetzt blieb ihr nichts anderes zu tun als zu warten.

Es dauerte daraufhin ein paar Minuten doch schlussendlich meldete Europa. „Translichtkorridor geortet!“ Sofort lehnte sich Nathalie in ihrem Stuhl nach vorne, gerade noch rechtzeitig um die fremde Flotte beim Verlassen ihres Translichtkanals zu beobachten. Schon nach dem ersten Blick war Nathalie daraufhin klar das ihre bisherigen Vermutungen stimmten, das waren definitiv Terransiche Kriegsschiffe, die fließenden Mattweißen bis Silberfarbenen Hüllen waren unverkennbar. „Taktische Analyse.“ Befahl dann Dennis. „Die Fremde Flotte ist uns Zahlenmäßig überlegen, ich rate von einem bewaffneten Konflikt ab.“ Meldete Europa sofort, was eher untypisch für die KI war. „Kannst du die Schiffe identifizieren?“ fragte Nathalie daraufhin. „Positiv, ein Schlachtschiff der Berlin Klasse, zwei Schwere Kreuzer der Moskau Klasse, zwei Schwere Kreuzer der Madrid Klasse, ein leichter Kreuzer der York Klasse, drei schwere Zerstörer der Tokio Klasse, zwei Torpedo Zerstörer der Sao Paulo Klasse, ein Drohnenträger der Paris Klasse und eine Unterstützungsfregatte der Nairobi Klasse. Außerdem ein Modifizierter Großraumfrachter der Bulk Klasse von dem so gut wie keine Taktische Bedrohung ausgeht.“ Antwortete Europa wie aus der Pistole geschossen. „Das ist eine imposante Flotte, die könnten wir gut brauchen...“ stellte Dennis umgehend fest. „Ich weiß.“ Stimmte Nathalie zu ehe sie fragte: „Was tun sie?“, „Im Moment noch nichts, vermutlich sind sie eben so verwundert über unsere Anwesenheit wie wir über ihre.“ Antwortete Dennis. „Zumindest haben sie nicht sofort das Feuer eröffnet.“ Meinte Agatha ehrlich erleichtert. „Das wäre aus Taktsicher Sicht auch Fahrlässig, sie mögen die Zahlenmäßige Überlegenheit haben, aber ich bin jedem ihrer Schiffe weit überlegen.“ Erwiderte Europa. „Dann wollen wir mal sehen ob sie reden wollen.“ Murmelte Nathalie ehe sie befahl: „Ruft das Führungsschiff der anderen Flotte, alle Frequenzen. Sie sollen uns nicht überhören können.“

Es dauerte daraufhin nicht lange bis Agatha meldete: „Sie antworten und haben einen Kommunikationskanal geöffnet.“, „Dann tun wir das auch. Echtzeitkommunikation etablieren.“ Erwiderte Nathalie, neugierig mit wem sie es eigentlich genau zu tun hatten. Nur Sekundenbruchteile später erschien auf einem der Holographischen Monitore das Abbild einer Hochgewachsenen, schlanken Blondine mit blauen Augen in TTF Uniform die in einem Raum stand der sich problemlos als Kommandozentrum eines TTF Kriegsschiffes erkennen ließ. Als sie Nathalie erblickte wirkte die Frau daraufhin ehrlich überrascht und klappte den Mund welchen sie zuvor geöffnet hatte wieder zu. „Im Namen der TTF grüße ich Sie. Bitte identifizieren Sie sich.“ Meinte Nathalie dann nicht aggressiv aber trotzdem bestimmt. „Sie lügen, dies muss eine Raffinierte Täuschung sein. Identifizieren Sie sich, oder wir sind gezwungen uns zu Verteidigen.“ Meinte die Frau dann mit zusammengekniffenen Augen. „Ich versichere Ihnen das dies kein Täuschungsmanöver ist. Ebenso muss ich ihnen von einem Angriff abraten, die Waffentechnischen Kapazitäten der Europa sind zu hundert Prozent einsatzbereit. Zudem gibt es keinen Grund für Feindseligkeiten.“ Erwiderte Nathalie aalglatt und lies sich ihre Nervosität die sie bei dem Gedanken an ein Feuergefecht verspürte dabei nicht anmerken.

Doch auch Nathalies gegenüber ließ sich so schnell nicht einschüchtern: „Die TTF Europa wurde vor langer Zeit aufgegeben. Ich weiß nicht wer oder was Sie sind, aber ich traue Ihnen nicht.“, „Gera, überprüfe sämtliche dir zur Verfügung stehenden Fakten. Du wirst feststellen das meine Tatsächlich Existenz die Wahrscheinlichste Erklärung ist.“ Mischte sich dann Europa ein. „Das ist korrekt, allerdings könnte es trotzdem eine raffinierte Täuschung sein. Meine Mission ist zu wichtig um sie zu gefährden. Mir bleibt daher keine andere Wahl als Sie zu eliminieren.“ Erwiderte die Frau, welche offenbar der Holographische Avatar der Bordintelligenz des TTF Schlachtschiffes Gera war. „Das wäre unklug. Ein Angriff auf mich und meine Geleitflotte ist aus taktsicher Sicht hochriskant solange du nicht weiß mit was du es zu tun hast.“ Erwiderte Europa. Gera kniff die Augen daraufhin zu schlitzen zusammen und erwiderte: „Es wäre aber ebenso unklug dich zu ignorieren. Unter Berücksichtigung der mir zur Verfügung stehenden Daten ist ein Angriff daher die erfolgversprechendere Taktik. “ beharrte Gera, offenbar fest entschlossen die Situation mit Waffengewalt zu lösen. Die simple Tatsache das die Ki sich dabei keinen Millimeter von ihrem Standpunkt bewegte machte Nathalie dabei klar das die Mission dieser Flotte wohl wirklich immens wichtig sein musste.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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17 Jun 2017 15:30 #87419 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten
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„Damit riskierst du den Angriff auf einen Titan der Kontinental Klasse. Du weißt das ich aus selbstschutzgründen nach einem Angriff gezwungen wäre selbst das Feuer zu eröffnen. Die Konsequenzen die das nach sich zieht brauche ich wohl nicht zu erläutern.“ stellte Europa aalglatt fest. „Ich gestehe du hörst dich an wie Europa und all meine Sensorwerte bestätigen das du es wirklich bist. Aber ich muss Hundertprozentig Sicher sein. Ich führe einen Auftrag unter Protokoll alpha Schwarz durch.“ Antwortete Gera daraufhin, offenbar hin und her gerissen zwischen ihrem Wunsch den Sensorwerten zu glauben und ihre, durch ihren Auftrag verlangten Vorsicht. „Protokoll Alpha schwarz? Ich verstehe.“ Meinte Europa daraufhin mit einer hochgezogenen Augenbraue. Obwohl Nathalie keine Ahnung hatte was ein Protokoll Alpha schwarz sein sollte schwieg sie daraufhin, wenn hier irgendjemand Gera überzeugen konnte nicht zu schießen dann war es wohl Europa. „In diesem Fall bleibt uns nur die Möglichkeit eine Kernsynchronisation durchzuführen. Das ist die einzige Möglichkeit mit der du dich Hundertprozentig davon überzeugen kannst das ich bin wer ich zu sein vorgebe.“ Stellte Europa dann fest. „Also schön, aber ich warne dich. Wenn du nicht Europa bist und irgendwelche tricks versuchst, ich bin nicht alleine.“ Meinte Gera. „Davon bin ich ausgegangen, alles andere hätte mich enttäuscht.“ Stellte Europa lediglich weniger beeindruckt fest ehe sie meinte: „Bereite alles für die Synchronisation vor.“, „Ich werde bereit sein, wenn du es bist.“ Stellte Gera fest.

Da die beiden Ki’s daraufhin schwiegen sorgte Nathalie dafür das Gera sie nicht hören konnte und fragte: „Was ist eine Kernsynchronisierung?“ Auch Dennis wirkte daraufhin vollauf interessiert als Europa antwortete: „Eine direktere Form der Kommunikation zwischen zwei Synthetischen Lebewesen. Bei einer Kernsynchronisierung geraten die Virtuellen Bewustseinsebenen aller Teilnehmer in direkten Kontakt zu einander, ohne dabei Umwege über verschiedene andere Systeme zu nehmen. Da jede KI eine einzigartige Persönlichkeit besitzt, unterscheidet sich auch jede Virtuelle Bewustseinsebene von der anderen. Es ist unmöglich sich in einer Kernsynchronisierung als jemand anderes auszugeben als der der, der man ist, der treffendste Vergleich wären wohl Telepathische Fähigkeiten bei Organischen Lebewesen.“ Antwortete Europa. „Ist das nicht Gefährlich? Ich meine das hört sich an als währe eure Persönlichkeit während dieser Synchronisation ungeschützt.“ Fragte Dennis dann. Wenn man es mit einer Feindlich gesinnten Intelligenz zu tun hat die einem selbst überlegen ist, ja dann ist es nicht nur Gefährlich sondern grob Fahrlässig. Bei mehr oder weniger Gleichwertigen Kontrahenten greift dagegen das abschreckende Prinzip der gegenseitig Vernichtung. Selbst wenn man einen Überraschungsangriff auf den Programmkern seines Gegenübers startet, hat dieser doch noch genug Zeit das selbe zu tun was in der Zerstörung beider Programme resultiert.“ Erklärte Europa. „Hast du dann jetzt Angst?“ fragte Nathalie.

Europa zog daraufhin eine Augenbraue hoch und antwortete: „Ich bin eine Waffenfähige KI der Evolutionsstufe zwölf. Im Virtuellen Raum gibt es nicht viele Gegner die mir Gefährlich werden können.“, „Gera ist auch eine Waffenfähige Ki.“ Gab Nathalie sofort zu bedenken. „Das ist korrekt und sie ist zweifelsohne Leistungsfähig. Aber von ihr geht keine Bedrohung aus. Sie ist eine Soldatin und ausgesprochen Diszipliniert. Sie greift nicht Grundlos an. Im Moment ist ihr Handlungsspielraum durch das Protokoll Alpha- schwarz lediglich stark limitiert, sonst würde sie nicht so ohne weiteres jedwede Friedliche Lösung beiseiteschieben.“ Antwortete Europa. „Wenn du meinst, aber pass auf dich auf.“ Meinte Nathalie daraufhin. Europa grinste daraufhin und meinte: „Das werde ich, keine Sorge.“ Im nächsten Moment meldete sie auch schon: „Synchronisation eingeleitet.“, „Dann warten wir mal.“ Stellte Dennis leicht nervös fest, alleine der Umstand das Dennis nervös war verunsicherte Nathalie dabei noch mehr als sie es ohnehin schon war. Allerdings sollte diese Phase der Unsicherheit nicht lange andauern. Nur ein bis zwei Sekunden nach dem Start der Synchronisation erschien sowohl Europas Hologramm als auch ein weiteres Hologramm das die Gestalt des Avatars von Gera angenommen hatte. „Ich bitte mein Vorgehen zu Entschuldigen Exekutor. Es wird Sie freuen zu hören das alle meine Kapazitäten sowie die alle Begleitschiffe zu Ihrer vollen Verfügung stehen.“ Meinte Gera dann mit gestraffter Körperhaltung.

Nathalie zog daraufhin eine Augenbraue hoch ehe sie sich aus ihrem Stuhl hochstemmte und meinte: „Entschuldigung akzeptiert, auch wenn du dich für nichts Entschuldigen musst. Gehe ich unter Berücksichtigung dieser Entschuldigung recht in der Annahme das die Kernsynchronisierung erfolgreich war?“, „Positiv Sir. Ich habe mir bereits erlaubt Gera eine Kurzzusammenfassung der Geschehnisse zu liefern.“ bestätigte Europa. „Gut gemacht.“ Meinte Nathalie umgehend an Europa gewandt ehe sie sich erneut Gera zuwandte und fragte: „Wie ist dein Status und der deiner Flotte?“, „Es ist nicht meine Flotte Sir. Ich wurde lediglich zum Führungsschiff ernannt weil ich das größte bin.“ erwiderte Gera sofort. „Wie du meinst.“ Meinte Nathalie daraufhin lediglich, was Gera offenkundig so sehr verunsicherte das sie fragend zu Europa blickte. „Gewöhn dich dran. Die Zeiten haben sich geändert.“ Meinte diese Lediglich Schulterzuckend. „Ähm, ja gut. Sowohl meine als auch die Leistung der begleitenden Schiffe ist nicht größer beeinträchtigt auch wenn wir einige leichtere Schäden und Systemausfälle aufgrund des langen Wartungsmangels und einiger Unglücklicher Feindberührungen zu verzeichnen haben. Außerdem sind die Brennstoffvorräte der Flotte praktisch erschöpft.“ Meinte Gera dann. „Deshalb habt ihr Kurs auf das Abyss System genommen nicht wahr?“ fragte Dennis umgehend. „Sehr richtig. Jeder größere Militärstützpunkt verfügt mindestens über große Brennstoffvorräte oder sogar eine Raffinerie Anlage zur Herstellung.“ Stimmte Gera zu.

„Nun das Brennstoffproblem können wir lösen, das sollte kein Problem werden. Allerdings würde mich eine Sache noch brennend interessieren: Was hat eine ganze Flotte von Kriegsschiffen hier draußen verloren und wo kommt ihr Plötzlich her?“ meinte Nathalie daraufhin. „Unsere Mission ist simpel, ich und meine Schwestern haben die Aufgabe die Refugium um jeden Preis zu schützen. Dies war am einfachsten zu bewerkstelligen in dem wir untertauchten und dafür sorgten das niemand von unsere Existenz wusste. Allerdings haben wir vor kurzem ein Rückrufsignal aufgefangen. Wir sind daher, auch unter Berücksichtigung der kritischen Versorgungslage, einstimmig zu dem Schluss gekommen das wir unsere Tarnung fallen lassen müssen.“ Antwortete Gera. „Verstehe, allerdings nicht ganz. Welches eurer Schiffe ist die Refugium und was macht sie so wertvoll?“ erwiderte Nathalie. „Die Refugium selbst ist nicht mehr als ein gründlich umgerüsteter Ziviler Massengutfrachter der Bulk Klasse. Sie hat nicht einmal eine Zentrale KI. Was sie so wertvoll macht ist die Tatsache das die kompletten Frachtzellen durch Kryo Einheiten ersetzt wurden. An Bord dieses Schiffes befinden sich über eine Millionen Menschen im Künstlichen Kryo Schlaf und das nun schon seit über einem Jahrhundert.“ Antwortete Gera. Diese Neuigkeit hatte gesessen. Sowohl Nathalie als auch alle anderen Schwiegen überrascht ob dieser Mitteillung. Über eine Millionen Menschen, das war eine ganze Menge. „Ich hätte da noch eine Frage Gera, welchen Zweck hat die Refugium, ich meine was bringt es so viele Menschen auf Eis zu legen?“, „Der Plan ursprüngliche Plan sah vor das die Refugium und ihre Eskorte den Einflussbereich aller Feindseeligen Xenos verlässt um die Menschliche Spezies anschließend auf einem neuen Planeten zurück ins Leben zu rufen. Allerdings gestaltete sich das extrem schwierig, es dauert einfach zu lange sich ohne Translichtantrieb zu bewegen.“ Antwortete Gera. „Das war bestimmt Gaias Idee.“ Stellte Nathalie umgehend fest, so ein Plan passte perfekt in Gaias denkweiße.

„Wie ist der Status der Kryo Kammern?“ fragte Dennis dann. „Alle Kryoeinheiten sind voll Funktionsfähig.“ Antwortete Gera sofort. Dennis und Nathalie sahen sich daraufhin kurz an, eine Millionen Menschen aus der Vergangenheit, das würde eine Immense Verstärkung der Leistungsfähigkeit des Widerstandes werden. „Ok, eins nach dem anderen. Zuerst lösen wir das Treibstoffproblem, dann kümmern wir uns um die Menschen. In Ordnung?“ meinte Nathalie dann. „Das klingt logisch.“ Stimmte Dennis zu. „Gut, Schickt eine Mitteillung zurück nach Sol, sie sollen einen Tanker Schicken. Wir bilden so lange eine Verteidigungsformation um die Refugium.“ Wies Nathalie dann an. „Aye Exekutor.“ Bestätigte Gera, sie schien nicht im mindesten irgendwelche Probleme damit zu haben ihren bisherigen Plan über Bord zu werfen und sich einer anderen Kommandostruktur unter zu Ordnen.
~~~Ende Kapitel 71~~~

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23 Jun 2017 16:54 #87465 by Jack Hunter
Replied by Jack Hunter on topic Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten
Du immer mit deinen Andeutungen und mystischen Aussagen. :lol:
Aber gut, nun versteht man ja wie das gemeint ist. Nicht schlecht das Kapitel, gute Lösung der Situation. Die terranische Flotte wird immer größer, ich frage mich wo das noch hinführt und wie das Finale ausschaut. :D

PS: Ein Schlachtschiff namens Gera? Ich freue mich sehr, dass du einem so großen Schiff den Namen einer kleinen thüringischen Stadt gegeben hast und als Thüringer bin ich doch sehr geehrt. :h_salute:

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