@General Stefan: Also wenn man die bloße Schiffsgröße betrachtet ist die Europa bei weitem kein "Supersternenenzerstörer". MIt über 2,5 km länge ist sie zwar groß, aber kein Vergleich zu Supersternenzerstörern. Immerhin ist schon die Imperial Typ 1 bzw. Typ 2 Klasse 1600m lang.
Von der Verwendung und der Wirkung auf den Fedin her könnte der Term aber trotzdem passen xD
Man braucht zum bauen von Schiffen aber mehr als das Fachwissen und die Rohstoffe, da währe zum einen eine ausreichende INffrastruktur und vor allem Zeit. Um mal den etwas hinkenden Vergleich zu Kriegsschiffen des 20.-21. Jahrhunderts zu ziehen: Die haben stellenweiße Jahre gebraucht um gebuat zu werden. So viel Ziet hat der Widerstadn schlichtweg nicht.
@all: Weiter geht's:
Kapitel 49: Europa Teil 1
Ungeduldig trommelte Nathalie mit den Fingern auf Ihrer Armlehne herum, obwohl Solaria sich bereits mit maximaler Geschwindigkeit bewegte kam ihr die Reise viel zu lange vor, ein empfinden das sie mit Dennis General Stulz ausnahmsweise teilte. Immerhin war den beiden Männern ebenfalls die Nervosität und Ungeduld anzusehen. Das lag wohl hauptsächlich am Ziel ihrer Reise, ein Sonnensystem mit dem unscheinbaren Namen TR-45 nach Terranischer Benennung und Incirk nach Teldra Nomenklatur. Das System an sich war nichts besonderes, es gab dort keine Bewohnbaren Planeten und auch keine Himmelskörper die für Terraformingprojekte interessant gewesen wären. Selbst für Bergbauzwecke war es nicht sonderlich interessant. Was das System besonders machte, war seine Geschichte. Immerhin war es im großen Krieg Schauplatz einer groß angelegten Schlacht zwischen der Synode und den mit ihr verbündeten Kräften der Assan, Salis und Teldran mit der Terranischen Tiefraumflotte gewesen. Soweit Nathalie wusste war das sogar eine der größten Schlachten des ganzen Krieges gewesen. „Achtung, erreichen Rand des TR-45 Sternensystems, empfehle umgehendes Verlassen des Translichtkorridors.“ Meldete Solaria dann. „Warum?“ fragte Nathalie umgehend. „Aufgrund der Vergangenheit des Systems ist anzunehmen das viele Trümmer durch das System treiben die eine Gefahr für jedes Objekt darstellen das sich mit hoher Geschwindigkeit bewegt, insbesondere Raumschiffe die einen Translichtkanal verlassen.“ Antwortete Solaria ohne Verzögerung.
Diese Erklärung klang logisch weshalb Nathalie Befahl: „Translichtkanal verlassen.“, „Aye Sir.“ Bestätigte Steve ehe er meinte: „Festhalten!“ Im nächsten Moment viel Solaria aus ihrem Translichtkanal und tauchte am Rand des TR-45 Systems im Normalraum auf. „Vollständige Umgebungsabtastung!“ meinte Dennis daraufhin aufgeregt. Nur nach wenigen Sekunden meldete Solaria: „Keine ungewöhnlichen Signaturen entdeckt, großes Trümmerfeld direkt voraus.“, „Dann nichts wie hin.“ Erwiderte Nathalie. „Aye Sir.“ Bestätigte Steve erneut und gab Schub, mittlerweile war er wirklich ein ganz Passabler Steuermann geworden. „Achten Sie bei der Annäherung auf Trümmer und andere Hindernisse, solche Trümmerfelder sind Gefährlich, nicht nur wegen der Schiffstrümmer.“ Meinte dann General Stulz. „Was meinen Sie?“ fragte Nathalie daraufhin, immerhin hatte sie keine Ahnung was an ein paar kaputten Schiffen noch Gefährlich sein sollte, sie würden immerhin wohl kaum anfangen zu feuern. „Diese Schiffe befanden sich allesamt im Gefechtszustand als sie Zerstört wurden. Es wäre nicht das erste mal das irgendwelche Gefechtsköpfe oder Waffen selbst nach so langer Zeit noch scharf sind. Unzählige Plünderer haben bereits ihr Leben verloren als sie die Überreste des großen Krieges durchsucht haben.“ Antwortete General Stulz gelassen, aber mit einem ernsten Unterton.
Es dauerte daraufhin seine Zeit das zu einem Trümmergürtel um die Sonne des Systems expandierte Trümmerfeld in Unterlichtgeschwindigkeit zu erreichen doch als sie die Ausläufer erreichten wurde Nathalie schnell klar das es mehr als unklug gewesen wäre mitten in das Feld zu springen, Trümmer waren praktisch überall und in nahezu allen Größenordnungen, von beinahe Staubkleinen Partikeln bis hin zu fast Kompletten Schiffsrümpfen war alles vertreten. Bei dem Anblick von so viel Zerstörung lief Nathalie auch unwillkürlich ein schauer über den Rücken, sie musste an die unzähligen Lebewesen denken die hier ihr grausames Ende gefunden hatten. „Alles in Ordnung?“ fragte Dennis dann Nathalie während Steve und Solaria das Tempo noch weiter drosselten und mit höchster Vorsicht in das Feld aus zerfetzten Schiffskörpern eindrangen. „Geht schon danke, aber dieser Friedhof hier schlägt mir aufs Gemüt.“ Antwortete Nathalie. „Wir haben ja nicht vor die Ruhe der Toten zu stören.“ Meinte General Stulz daraufhin, auch er wirkte angespannt während sie zwischen den Überresten einst stolzer Kriegsschiffe hindurch glitten. Die meisten Trümmer stammten dabei definitiv von Alienschiffen von denen die meisten so bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt waren das es schwer war die ehemaligen Schiffe zu erkennen, ein weiterer einschüchternder Beweis dessen zu was Terranische Waffentechnik fähig war. Allerdings trieben auch mehrere, ziemlich übel zugerichtete, Rümpfe in dem Feld welche die Charakteristische fließende Form und Farbgebung Terranischer Schiffe aufwiesen.
„So viele... Tot.“ Meinte Solaria daraufhin stockend. Erst jetzt fiel Nathalie ein das dieses Trümmerfeld für Solaria in etwa den Effekt haben musste wie wenn sie als Mensch über ein Schlachtfeld voller Leichen lief. „Alles in Ordnung bei dir Solaria?“ fragte sie daher. „Ja Sir. Danke der Nachfrage. Ich hätte nur nie gedacht meine Schwestern so wieder zu sehen.“ Antwortete Solaria. „Tut mir leid, das muss grausam für dich sein.“ Erwiderte Nathalie mitfühlend während sie sich wünschte das sie eines der Schiffe des Widerstandes genommen hätten um Solaria oder auch Samara diesen Anblick zu ersparen. „Es ist schon in Ordnung Sir. Ich bin ein Kriegsschiff, der Tot und die Zerstörung gehören zu mir, sie sind ein Teil meiner selbst und wenigstens haben sie alle ein würdiges Ende gefunden, umgeben von ihren Zerschmetterten Feinden.“ Meinte Solaria daraufhin bestimmt. Die Selbstbeherrschung der KI war daraufhin wieder einmal schwer beeindruckend, sie ließ nichts, aber auch gar nichts an sich heran wenn es die Mission gefährdete. „Wen du meinst.“ Erwiderte Nathalie daraufhin, wobei sie sich immer noch nicht besser fühlte.
Nach eine Zeit der Reise durch das Trümmerfeld, die Nathalie wie eine Ewigkeit in der Schaurigen Umgebung vorgekommen war, stießen sie auf besonders übel zugerichtete Wracks die wirkten als wären sie von einem Riesen einfach zerfetzt worden. Dann gaben die Überreste eines Assankreuzers den Blick auf ein, auf den ersten Blick intakt wirkendes, Raumschiff frei. Sein schlanker, annähernd Dolchförmiger, Rumpf wirkte gleichzeitig Majestätisch und einschüchternd, wie es für Terranische Designs üblich war. „In Lebensgröße sieht sie deutlich respekteinflößender aus.“ Stellte Dennis dann schluckend fest während Solaria sich dem deutlich größeren Schiff mit gebührendem Respekt näherte. Nathalie lies ihren Blick unterdessen auch über den von Einschlägen Vernarbten Rumpf der Europa gleiten und konnte aufgrund der Ausmaße nur Schlucken. Alleine einer der beiden mächtigen Vierlingsgefechtstürme die im letzten Drittel des Rumpfes aus der Ober, bzw. Unterseite des Schiffes ragten waren größer als Solarias gesamter Rumpf, das Kaliber der Geschütze war wohl groß genug um ganze Raumfähren verfeuern zu können und trotzdem handelte es sich dabei nicht um das Primärwaffensystem wie Nathalie mittlerweile wusste.
„Sie sieht noch relativ gut aus, der Hauptrumpf ist nicht gebrochen. Genau wie der Patriarch gesagt hat.“ Stellte Dennis dann fest während sein Blick irgendwie gierig wurde. „Keine Energiewerte, die Europa liegt tot im All.“ Meldete dann Hector. „Das war zu erwarten, anderenfalls hätte sie wohl längst das Interesse sämtlicher Schatzsucher und Regierungen dieser Galaxis geweckt.“ Antwortete Dennis Schulterzuckend. „Sucht eine Luftschleuse an der wir fest machen können.“ Meinte Nathalie dann während sie ehrfürchtig zu dem gewaltigen Rumpf aufschaute der nun vor Solaria aufragte. „Aye Sir, das sollte nicht allzu Schwierig sein.“ Antwortete Steve sofort während er Solaria, in gebührendem Sicherheitsabstand, an der äußeren Hülle der Europa entlang manövrierte. Es dauerte daraufhin auch nicht lange eine Luftschleuse zu finden, da Solaria über die Spezifikationen der Europa verfügte hatte sie immerhin genau gewusst wo sie suchen mussten. Allerdings standen sie nun vor dem Problem das die Luftschleuse nicht auf Solarias Andocksignale reagierte, vermutlich weil das System schlichtweg inaktiv war. „Versuchen wir den Enterport damit können wir auch ohne Hilfe von der anderen Seite eine Luftdichte Verbindung herstellen.“ Meinte General Stulz sofort ungeduldig. „Wird der Einsatz einer Entervorrichtung nicht eventuell als Feindseeliger Akt aufgenommen?“ fragte Nathalie daraufhin, sie hatte überhaupt keine Lust darauf ein Schiff mit genügend Feuerkraft eine ganze Flotte zu pulverisieren gegen sich aufzubringen. „Wir müssen die Enterwerkzeuge des Ports ja nicht nutzen, außerdem ist die Europa offenkundig inaktiv, ich bezweifle das sie es merken würde.“ Antwortete General Stulz beschwichtigend.
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