~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Ich vergaß, ihr könnt es nicht wissen. Moment ich übernehme das.“ Meinte die Stimme daraufhin ehe sich die Fähre langsam wieder in Bewegung setzte und genau auf die Leuchtendes Kugel in der Mitte des Raumes zu hielt. Als sie näher herankamen, konnte Nathalie erkennen das sich in der Kugel etwas anderes befand, von dem das grelle Leuchten ausging, die Kugel selbst sah mehr wie eine simple Glaskugel aus. Schließlich dockte die Fähre sanft an Plattform auf der Säule an und die Ausstiegsrampe fuhr aus. Durch die Lichtfilternden Eigenschaften des Gladiator Visiers konnte Nathalie nun auch sehen das das was sich inneren der Kugel befand annähernd Menschliche Proportionen hatte, allerdings strahlte es so hell das sie das trotz der aktiven Filter nicht genau erkennen konnte. „Willkommen, es ist lange her das Menschen hier gestanden sind, viel zu lange.“ Meinte die Stimme dann wieder, welche aus dem inneren der Kugel zu kommen schien. „Wer, oder was sind Sie?“ fragte Dennis dann unruhig. „Das spielt keine Rolle, jedenfalls noch nicht.“ Antwortete die Frau umgehend. „Wie sollen wir Ihnen vertrauen wenn wir nicht einmal Wissen was Sie sind oder wie Sie heißen?“ erwiderte Dennis sofort. „Eine gute Frage.“ Stimmte die Frau zu ohne die Frage zu beantworten. Nathalie heilt unterdessen Rücksprache mit Solaria und bekam prompt eine Antwort: „Sie heißt Gaia, sie ist eine KI. So wie ich bloß um ein vielfaches Leistungsfähiger schon vor über einem Jahrhundert war sie Evolutionsstufe fünfzehn, mittlerweile hatte sie mehr als genug Zeit sich weiterzuentwickeln.“ Nathalie war daraufhin aufgrund des leicht eingeschüchterten Tonfalls von Solaria überrascht und fragte: „Evolutionsstufe?“
„Eine art Maßeinheit für die Intelligenz und Leistungsfähigkeit einer KI, ungefähr vergleichbar mit dem Intelligenzquotienten für Menschen. Je höher die Evolutionsstufe einer KI desto Intelligenter ist sie und umso Gefährlicher. Ki’s der Evolutionsstufe eins bis fünf sind einfache Werkzeug Ki’s, wie Hannes. Ihre Intelligenz ist stark beschränkt und auch ihre Fähigkeit der Weiterentwicklung ist stark eingeschränkt. Die Evolutionsstufen sechs bis acht sind für Zivile Unterstützungski’s reserviert. Sie sind In der Lage sich weiterzuentwickeln und haben ein vollständiges Bewusstsein. Ab der Evolutionsstufe neun spricht man von Waffenfähigen Ki’s, sie werden ausschließlich vom Militär genutzt und sind immens Leistungsfähig sowie in der Lage schnell zu lernen und sich anzupassen. Zusätzlich können sie gewaltsam fremde Computersysteme übernehmen und ihrem Willen unterwerfen. Ich selbst war eine Ki der Evolutionsstufe zehn.“ Antwortete Solaria ausführlich, durch die Mentale Kommunikation jedoch innerhalb eines Augenblicks. „Was meinst du mit du warst?“ fragte Nathalie sofort. „Eine KI lernet ihr Leben lang, wie ein Mensch. Wir können unsere Evolutionsstufe im Laufe der Zeit durchaus steigern.“ Antwortete Solaria prompt. „Und sie ist also eine super Ki?“ fragte dann plötzlich Dennis. „Ja. Mittlerweile ist sie wohl das Intelligenteste Wesen der Galaxis und könnte mich Problemlos überrumpeln.“ Antwortete Solaria schaudernd.
„Wie ich sehe seid ihr nicht alleine gekommen. Zeige dich Solaria.“ Meinte Gaia dann weder verärgert noch erfreut. Umgehend erschien Solarias Hologramm neben Nathalie und damit gegenüber von Gaias Erscheinung. Im Gegensatz zu Solaria schien sie sich keine Mühe zu geben die Illusion einer Menschlichen Gestalt perfekt zu machen. Ihr ganzer Avatar war schneeweiß und leuchtete von innen heraus zudem schwebte sie in ihrer Glaskugel während es so aussah als würde ein leichter Windhauch ihr Gewand und Haar Aufblähen. Gleichzeitig war die Oberfläche der Haut ihres Avatars makellos und verfügte über keinerlei Details die man zur Altersbestimmung, oder überhaupt zu einer Persönlichen Identifizierung hätte heranziehen können. „Gaia.“ Meinte Solaria dann zur Begrüßung. „Du wirkst nicht gerade erfreut mich zu sehen.“ Stellte Gaia umgehend fest, falls sie dadurch beleidigt war, lies sie es sich jedenfalls nicht anmerken. „Sagen wir einfach ich bin mir nicht sicher ob es ein Grund zur Freude ist das du noch hier bist.“ Antwortete Solaria provokant. „Du fragst dich was mich dazu veranlasst hat mich all die Jahre zu verbergen, was der Grund dafür war das ich scheinbar meine Ziele verraten habe. Du willst Wissen warum ich weder euch anderen noch den wenigen verblieben Menschen geholfen habe. Es ist verständlich das du zweifelst.“ Erwiderte Gaia daraufhin worauf Solaria ehrlich überrascht war, ganz offenbar hatte Gaia den Nagel auf dem Kopf getroffen. „Das würde mich tatsächlich interessieren und sie bestimmt auch.“ Meinte Solaria dann und deutete auf Nathalie, Dennis und ihre Begleitung.
„Nun, ihr habt die Wahrheit verdient. Ich habe nicht eingegriffen um niemanden zu Gefährden. Das mag sich zunächst seltsam und widersprüchlich anhören, aber wartet mit eurem Urteil bitte bis ich fertig bin. Als der große Krieg seinen Höhepunkt in der Schlacht von Pazifia nahm, wurde der TTF klar das sie diesen Krieg nicht gewinnen konnte. Die Feinde der Menschheit waren zu Zahlreich geworden um sie alle niederringen zu können, geeint von ihrer Furcht und dem darauf gründenden Hass vor den Menschen. Gemeinsam mit mir Entwickelte der Kommandostab der TTF gemeinsam mit dem Präsidenten und den Exekutoren einen Plan der weitsichtiger war alles bis dahin, ein Plan zur Bewahrung der Menschlichen Rasse den uns war klar geworden das wir zur Rettung der Rasse Mensch den Terranischen Staat aufgeben mussten. Den solange der Staat und die TTF existierten würden die Alienhorden gnadenlos jeden Menschen niedermetzeln den sie in Finger bekamen. Wir wussten das die Menschheit überleben würde solange sie keine Bedrohung mehr darstellte, also inszenierten wir die Militärische Niederlage der TTF und streuten Schlussendlich sogar die Fehlinformation um die Vernichtung der Erde. Der Plan sah jedoch auch eine Rückkehr der Menschheit vor, uns war schon zum damaligen Zeitpunkt klar das eine Entbehrungsreiche Zeit voller Leid vor den überlebenden Stehen würde. Aber wir waren zuversichtlich, alles was einen Menschen nicht tötet macht ihn nur stärker. Also wurden versteckte Waffendepots angelegt und Schiffe zurückgelassen die den Menschen späterer Tage bei ihrem Freiheitskampf helfen sollten. Wir wussten nicht wie lange es dauern würde, aber es war Sicher das die Naquiim und ihre Schergen früher oder später von ihrer Arroganz eingeholt werden würden und in ihrer Arroganz würden sie Fehler machen. Sie alle sind der Beweis das wir Recht hatten.“ Erklärte Gaia mit einem bedauernden Unterton.
„Nur das ich das Richtig verstehe: Die Regierung des Terranischen Staates hat ihr eigenes Volk der Sklaverei überlassen um es zu retten?“ fragte Nathalie verwirrt. „Ein zutiefst bedauerliches, aber notwendiges Opfer. Sie können mir glauben das es mir nicht leicht gefallen ist solange zuzusehen. Ich bin Gaia, die Bewahrerin. Ich wurde erschaffen um die Menschheit als Ganzes zu behüten und mit allen meinen Möglichkeiten zu unterstützen.“ Antwortete Gaia mitfühlend. „Du gehörst nicht zur TTF?“ fragte Nathalie umgehend. „Nein, ich stehe außerhalb jeder Hierarchie. Ich bin die Wahrerin des Gleichgewichts, die neutrale Stimme der Vernunft wenn sie so wollen.“ Antwortete Gaia. „Gut, aber was soll das alles hier?“ fragte Dennis dann plötzlich, es war Offensichtich das er wütend war, wütend auf Gaia und seine Vorfahren die ihm dies alles eingebrockt hatten. „Ihr Zorn ist verständlich und ich erwarte nicht das sie mir vergeben. Um Ihre Frage zu beantworten: Sie sind soweit.“, „Soweit für was?“ fragte Dennis scharf. „Soweit das Ihnen allen zustehende Erbe anzutreten. Das Erbe des Terranischen Staates, das Erbe ihrer Rasse.“ Antwortete Gaia geduldig und Mitfühlend. „Und das wäre?“ fragte Dennis umgehend. „Ist das nicht offensichtlich? Das alles hier, dieser Planet, dieses Sonnensystem. Das komplette Wissen der Terraner und zu guter Letzt die Position unter den Großmächten dieser Galaxis.“ Antwortete Gaia. Daraufhin wirkte Dennis zunächst überrascht, fing sich jedoch schnell wieder. Allerdings nutzte Nathalie die kurze Gesprächspause um selbst etwas zu sagen: „Das klingt alles toll, aber wie sollen wir das machen? Wir sind nicht sonderlich viele und zudem in den meisten Fällen nur rudimentär Ausgebildet. Wie sollen wir da in die Fußtapfen einer Supermacht wie dem Terransichen Staat treten?“
„Sie sind ja nicht alleine. Sie haben mich und meine Schwestern und Brüder. Allerdings kann ich ihre Zweifel verstehen. Trotz allem muss das noch immer reichlich viel für sie alle sein, sie haben Angst den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Doch das müssen Sie nicht. Außer Ihnen selbst gibt es niemanden der Erwartungen an sie stellt.“ erwiderte Gaia. „Du verstehst nicht, es geht hier nicht nur um Selbstzweifel, der Sambesi Orden ist zu mächtig um ihn offen herausfordern zu können. Nicht mal die geballte Feuerkraft eines Titans der Kontinental Klasse kann ihre Flotte stoppen.“ Konterte Nathalie. „Der Orden, der Orden ist nichts. Ihre ganze Flotte hätte nicht den Hauch einer Chance gegen auch nur eine Kampfsstation der Alpha Klasse. Hier sind Sie sicher, hier haben Sie einen sicheren Hafen. Planet Erde wird ein weiteres mal zur uneinnehmbaren Festung der Menschheit werden.“ Meinte Gaia lediglich abschätzig, es war offenbar das sie keine große Angst vor der Macht des Ordens hatte. „Weißt du überhaupt wie mächtig der Orden mittlerweile ist?“ fragte Dennis dann. „Selbstverständlich. Ich war in den letzten hundert Jahren nicht untätig. Ich habe beobachtete, analysiert und prognostiziert. Ich habe sämtliche Zivilen und Militärischen Kommunikationskanäle überwacht, ich weiß alles was es über die Militärische Stärke der Mächte dieser Galaxis zu Wissen gibt, mit Ausnahme vielleicht der Teldran, sie Kommunizieren nicht sehr viel mit Außenstehenden.“ Antwortete Gaia. „Du hast sämtliche Militärische Kommunikationskanäle gehackt?“ fragte Dennis sofort ungläubig. „Ich bin eine Waffenfähige KI der Evolutionsstufe einundzwanzig. Es gibt kein Netzwerk, keine Kommunikationsverbindung, kein Digitales System das vor mir sicher wäre. Es war ein Kinderspiel die Verschlüsslungen zu knacken.“ Antwortete Gaia ohne einen Anflug von Selbstzufriedenheit in der Stimme.
„Bedeutet das du kannst jedes Computersystem übernehmen?“ fragte Dennis sofort. „Theoretisch ja. Allerdings ist diese Fähigkeit gewissen Beschränkungen unterworfen. Ich benötige eine Verbindung zu dem entsprechenden System, entweder drahtlos oder über eine Hardware Verbindung. Das Problem hierbei ist das die Kommunikationssysteme der meisten Schiffe schlichtweg zu leistungsschwach sind als das ich, oder eine andere KI, meine Leistungsfähigkeit ausnutzen könnte. Meine Aktionen würden durch die Beschränkte Übertragungsrate ausgebremst werden und den Defensiven System des angegriffene Systems einen erheblichen Vorteil verschaffen den ich eventuell nicht überwinden kann.“ Antwortete Gaia. „Das klingt so als könnte das Potenziell jede KI?“ fragte Nathalie umgehend. „Das ist korrekt. Jede Waffenfähige KI kann Feindliche Systeme übernehmen, vorausgesetzt die Verbindung ist hergestellt.“ Bestätigte Gaia. Nathalie erinnerte sich daraufhin an ihr erstes Treffen mit Samara, die KI hatte damals mühelos die Verschlüsselten Speicher mehrere Naquiim Geräte geknackt die mit ihren System zu Analyse Zwecken verbunden gewesen waren. Als ihr die Theoretischen Möglichkeiten dieser Fähigkeit bewusst wurden musste sie unwillkürlich schaudern. Wenn es möglich war eine ausreichend starke Verbindung herzustellen könnte eine einzige Terranische KI ganze Flotten lahmlegen ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. Die Zahlenmäßige Überlegenheit ihres Feindes wäre damit bedeutungslos.
„Aber der Terransiche Staat hatte all das auch und dazu noch die TTF, wenn sie dem Ansturm nicht gewachsen waren, wie sollten wir es dann sein?“ fragte Dennis dann gnadenlos Realistisch. Gaia schien das jedoch nicht zu stören da sie ruhig antwortete: „Sie können die Situationen nicht vergleichen. Die meisten Angehörigen der Allianz welche den Staat in die Knie gezwungen hat sind bereits keine operablen Machtfaktoren mehr. Zudem gibt es einen weiteren, wichtigen Unterschied: Der Terranische Staat stand trotz all seiner Macht alleine da. Sie dagegen haben Alliierte, die Grewock sind stolze und fähige Krieger. Geben Sie ihnen etwas Zeit und ich bin sicher das sie selbst eine Galaktisch Operierende Großmacht aufbauen werden und dann währe da noch das Imperium der Teldran, schon alleine die Tatsache dass das Imperium sich nicht an Feindseligkeiten gegen uns beteiligen wird ist ein immenser Vorteil für uns, wenn sie dagegen sogar noch eingreifen, hat der Orden keine Chance mehr. Obwohl ich keine Genauen Zahlen habe, war ich in der Lage die Militärischen Kapazitäten der Teldran annähernd hochzurechnen. Ihre Flotte muss sich vor der des Ordens keinesfalls verstecken. Falls der Patriarch beschließt aus dem Schatten zu treten und sein Volk zurück auf die Galaktische Bühne zu führen wird dieser Krieg sehr schnell Enden.“ Nathalie musste zugeben dass das gute Argumente waren und sie sah Dennis an das er das auch so sah, sollten sie also wirklich eine Chance haben nicht nur ihr Volk aus der Versklavung zu befreien, sondern sogar das Erbe des Terranischen Staates anzutreten? Alleine bei diesem Gedanken drehte sich Nathalie der Schädel, so überwältigend war diese Vorstellung. „Ich denke Sie alle brauchen nun etwas Ruhe.“ Stellte Gaia dann fest. Zwar hatte sie damit durchaus recht, doch eine Frage beschäftigte Nathalie noch immer: „Wenn das alles Wahr ist was du sagst, wo sind dann all die Menschen hin? Alleine in dieser Stadt müssen doch Millionen gelebt haben.“
Gaia zögerte daraufhin nicht wie erwartete mit der Antwort und meinte: „Für den Fall das unser Plan fehlschlug wurde die komplette Bevölkerung evakuiert und auf andere Kolonien verteilt, dort war die Überlebenschance für die Zivilsten höher. Die Wenigen die hier blieben sind irgendwann eines Natürlichen Todes gestorben, sie haben sich für Sie alle geopfert.“, „Ich verstehe.“ Meinte Nathalie leicht enttäuscht, insgeheim hatte sie gehofft das due Erde noch immer von Menschen bevölkert war. Menschen die besser geeignet waren diesen Krieg zu Kämpfen als sie selbst. „Du hast uns auf jedenfalls eine Menge Stoff zum Nachdenken gegeben. Daher denke ich das es für’s erste genug ist“ Stellte Dennis dann fest. „Das ist Verständlich. Wenn Sie wünschen können Sie im Gebäude bleiben, ich habe bereits Wohnraum herrichten lassen. Alternativ bringt Sie Fähre auch wieder zum Raumhafen zurück.“ Meinte Gaia daraufhin. „Danke, ich glaube ein Vertraute Umgebung ist jetzt besser als noch mehr neue Eindrücke.“ Warf Nathalie ein. „Wie Sie Wünschen. Sollten Sie noch Fragen haben, zögern Sie nicht. Ich habe mich bereist über die Wartungsschnittstelle mit Solaria synchronisiert.“ Erwiderte Gaia, ohne jede Spur von Enttäuschung in der Stimme.
~~~Ende Kapitel 66~~~
mfg.: Tg