~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Kaum hatte sich daraufhin ein sichtbarer Spalt zwischen den Türflügeln gebildet ertönte das ängstliche quieken eines Naquiim begleitet von dem schweren Schnaufen eines Grewock, allerdings sahen die versammelten Mitglieder des aufständischen Ältestenrates davon ab sich wie Tiere unter dem Ausladenden Tisch in der Mitte des Raumes zu verstecken und standen, mehr oder weniger aufrecht, an der hinteren Wand des Raumes den Blick auf die sich öffnende Tür und die Waffen die dahinter warteten gerichtet. „Ihr wagt es das Heiligtum zu schänden?!“ meinte dann einer der ältesten in dem schwachen Versuch so etwas wie Autorität auszustrahlen, ein Unterfangen das ihm aufgrund seiner Defensiven Körperhaltung und der viel zu hohen Stimme gründlich misslang. „Nicht mehr als Ihr selbst in dem ihr den Truppen des Ordens erlaubt habt diesen Ort als Basis für eine Militärische Operation zu nutzen und nebenbei gegen andere Priester vorzugehen.“ Erwiderte Dennis gelassen während er Seite an Seite mit Nathalie in den Raum schlenderte. „Sehr richtig. Das Ihr euch noch in die Augen sehen könnt ohne vor Scham in Ohnmacht zu fallen sagt alles über euch aus.“ Meinte eine scharfe Stimme daraufhin. Sofort wirbelte Nathalie daraufhin herum und erkannte den plumpen Körper eines ausgewachsenen Assan, eskortiert durch mehre Priester, aufgerichtet knapp hinter den Widerstandskämpfern stehen.
Die Augen der ältesten wurden daraufhin stellenweiße glasig, während die Gesichter zweier blankes Abscheu widerspiegelten. Jedoch enthielten sie sich alle eines Kommentars wodurch ein wütend klingendes schwer zuzuordnendes Geräusch das unter dem Tisch hervordrang deutlich zu hören war. „Was ist da unten?“ fragte Dennis umgehend scharf, seine Tonfall und auch seine Körpersprache machten dabei mehr als deutlich das er keine Lust auf Spielchen hatte. Die ältesten sahen sich daraufhin kurz missmutig an ehe einer von ihnen meinte: „Ein Störkörper den wir versucht haben zu isolieren.“, „Aha.“ Meinte Dennis daraufhin lediglich ehe er einem der Kämpfer zunickte der sich sofort in Bewegung setzte um zu inspizieren was sich unter dem Tisch befand. Dabei hielten seine Kameraden die Waffen die ganze Zeit auf die ältesten gerichtet, nur für den Unwahrscheinlichen Fall das sie versuchten sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen. Schließlich ging der Soldat in die Knie und spähte unter den Tisch worauf er sofort Meldung machte: „Hier liegt jemand, gefesselt.“, „Hohl ihn da raus.“ Erwiderte Nathalie lediglich. Der Soldat hängte sich seine Waffe daraufhin über den Rücken um beide Hände freizuhaben ehe er noch einmal in die Hocke ging und kurz unter dem Tisch herumhantierte, dann zog er einen, in ein engmaschiges Netz gewickelten, Körper unter dem Tisch hervor und begann mit seinem Kampfmesser vorsichtig die Verschnürungen zu lösen.
Während der Soldat daraufhin den gefangenen entschnürte fuhr der Assan mit seiner Schimpftriade fort: „Ich verbanne euch, euch alle. Betrachtet euch fortan als Ausgestoßene!“ Dann wandte sich der Gesichtslose Kopf, der von vorne praktisch ausschließlich aus einem großen Maul bestand an Nathalie und Dennis und meinte, mit deutlich gemäßigterem Tonfall: „Die wahren Anhänger der Lehre von Etor stehen in eurer Schuld. Wieder einmal waren es die Kinder von Terra, dem Planeten der Krieger, die uns errettet haben. Erneut habt ihr den Wächtern des Lichtes geholfen obwohl diese euch nicht gerade Grund dazu gegeben haben. Kraft meiner Autorität als große Mutter von Etor, der weltlichen Vertreterin der alles beherrschenden Gottheit, versichere ich euch dafür die bedingungslose Hilfe und den Beistand der Etor Weißen, sowohl Spirituelle als auch Materiell wenn es notwendig wird. Nie wieder soll etwas oder jemand dass Heilige Bündnis unserer Völker gefährden.“, „Wow.“ Meinte Steve daraufhin verdutzt, die Ansprache der großen Mutter war respekteinflößend gewesen, etwas an ihrer Stimme und Ausstrahlung machte deutlich das sie nicht nur Heiße Luft von sich gab.
Unterdessen war der Soldat damit fertig den Gefangenen aus seinem Netz zu befreien und meinte: „Vorsichtig Ma’am.“ Als er der Frau beim aufstehen half. „Ich danke dem Göttlichen dass mein Hilferuf euch erreicht hat und euch das ihr Nachsichtig mit uns wart.“ Meinte Sandra kurz darauf an Nathalie und Dennis gewandt während sie sich schwer auf den Tisch stützte. „Nachsichtig?“ fragte Nathalie daraufhin eine Augenbraue hebend. „Ihr habt uns nicht vernichtet weil wir mit euren Feinden kooperiert haben.“ Antwortete Sandra. Nathalie und Dennis sahen sich daraufhin kurz an ehe Nathalie meinte: „Ich glaube wir müssen hier mal ein paar Dinge klarstellen. Wir sind keine Rachsüchtigen Monster welche die ganze Galaxis in Flammen sehen wollen.“, „Aber diese Welt der Synode, ihr habt nichts als Feuer zurückgelassen.“ Erwiderte Sandra. „Sie wollten es so. Sie haben mit diesem Krieg angefangen, dann sollen sie ihn eben bekommen. Aber ihr, die Etor habt nichts getan was eine solche Aktion rechtfertigen würde.“ Antwortete Dennis. Daraufhin waren es Sandra und die große Mutter welche sich kurze Blicke zuwarfen ehe Sandra meinte: „Nun... trotzdem danke.“, „Keine Ursache, aber es ist immer noch eine Flotte des Ordens im Orbit um die wir uns kümmern müssen.“ Antwortete Nathalie. „Ich werde sie im Namen der rechtmäßigen Führung der Etor Weißen auffordern dieses System umgehend zu verlassen.“ Meinte die große Mutter daraufhin, worauf einer der festgenagelten Ältesten verächtlich schnaubte. „Bei allem nötigen Respekt, ich bezweifle dass das funktionieren wird.“ Stellte Dennis umgehend fest.
„Er hat recht große Mutter, der Orden wird nicht einfach abrücken, jetzt wo sie soweit gekommen sind.“ Stimmte Sandra zu. „Wir brauchen etwas das eurer Forderung Nachdruck verleiht.“ Stellte Dennis daraufhin fest. „Wir haben keine Kriegsschiffe.“ Antwortete Sandra sofort. „Ich weiß, aber ich habe schon eine Idee mit der wir ihnen einen ordentlichen Schreck einjagen können.“ Erwiderte Dennis. „Was habt ihr vor?“ fragte die große Mutter daraufhin. „Dem Orden demonstrieren dass dieser Planet noch immer unter Terranischem Schutz steht.“ Antwortete Dennis. „Wir haben aber nur zwei Schiffe.“ Erwiderte Nathalie daraufhin via Gedankenkommunikation. „Ich weiß, aber die wissen das nicht.“ Antwortete Dennis. „Du willst ihnen weiß machen das wir mehr Schiffe haben?“ fragte Nathalie daraufhin. „Ganz genau, tarnen und täuschen. List ist im Krieg mindestens so wichtig wie pure Feuerkraft.“ Bestätigte Dennis sofort. Darauf nutzte Dennis seinen Neurokommunikator um mit Solaria in Kontakt zu treten und fragte: „Wie viele Phantome kannst du maximal erzeugen?“, „Wenn ich einen Großteil der Schiffsenergie und Rechenkapazität den Geistergeneratoren zur Verfügung stelle, müsste ich in der Lage sein acht Phantome zu erzeugen, allerdings auf kosten meiner eigene Kampffähigkeit.“ Antwortete Solaria umgehend. „Wenn alles nach Plan läuft fällt auch kein einziger Schuss.“ Erwiderte Dennis. „Und du glaubst dass das funktioniert?“ fragte dann Nathalie. „Ja, und zur Not haben wir noch Samara und den Rest der Flotte auf der Rückhand.“ Antwortete Dennis. „Solaria?“ fragte Nathalie daraufhin. „Der Plan hat durchaus realistische Erfolgschancen Sir.“ Antwortete Solaria umgehend. „Also gut, bereite alles vor.“ Erwiderte Nathalie daraufhin.
„Alles in Ordnung?“ fragte dann Sandra. „Ja, warum?“ fragte Nathalie. „Ihr habt so abwesend ausgesehen.“ Antwortete Sandra. Nathalie grinste daraufhin kurz und meinte, „Wir haben uns nur beraten, alles in Ordnung.“ Obwohl die Priesterin daraufhin weniger überzeugt wirkte erwiderte sie nichts, was der großen Mutter die Gelegenheit gab zu sprechen: „Dann hoffe ich das es euch gelungen ist einen erfolgversprechende Vorgehensweiße zu erörtern?“, „Ja. Das könnte man so ausdrücken. Fordert ihr die Truppen des Ordens auf zu gehen, sollten sie sich weigern, haben wir eine kleine Überraschung für sie vorbereitet.“ Antwortete Dennis. Die Etor sahen sich daraufhin mit viel sagenden Blicken an, enthielten sich jedoch eines Kommentars. Stattdessen bewegte sich die Große Mutter zu einem am Tisch stehenden Podest vor dem in den Tisch eine Konsole eingebettet war. Nachdem sie sich auf dem Podest niedergelassen hatte begann sie sofort die Konsole, die wie alle Assan Kontrollflächen durch bloße Körpervibrationen bedient werden konnten, zu aktvieren. Schnell erschien daraufhin ein freischwebender Holographischer Bildschirm über dem Tisch auf dem nun ein reichlich ungeduldig wirkender Sambesi zu sehen war, seine Ocker bis Goldene Färbung wies ihn dabei als relativ alt und damit erfahren aus.
Als der Sambesi dann die große Mutter erkannte wirkte er kurz überrascht, fing sich jedoch schnell wieder und fragte von oben herab: „Wo ist der Zuständige Ordensaufseher?“, „Das spielt keine Rolle, kraft meiner Autorität als große Mutter der Etor weißen fordere ich euch und eure Schergen auf unseren Raum umgehend zu verlassen. Ihr habt bereits genug schaden angerichtete Sambesi!“ erwiderte die große Mutter nicht minder autoritär. Wie es zu erwarten gewesen war, zeigte sich der Sambesi jedoch weniger beeindruckt und rasselte einmal kurz mit seinen Mundwerkzeugen ehe er antwortete: „Die Autorität des Sambesi Ordens überschreibt die eure bei weitem, zudem seid ihr offiziell eine Gefangene, ergebt euch und ich sehe davon ab meine Truppen an zu weißen euch zu liquidieren.“, „Was erdreistet Ihr euch Sambesi! Eure Truppen sind längst tot und das werdet ihr ebenso bald sein wenn Ihr euch weigert uns in Ruhe zu lassen.“ Konterte de große Mutter. Nun wirkte der Sambesi tatsächlich leicht verunsichert, vermutlich war ihm aufgefallen dass keiner seiner Trupps am Boden sich zurückmeldete. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab zu beharren: „Eure Minenfelder können Euch vor mir nicht Schützen, Ihr habt nichts gegen mich in der Hand. Also ergebt euch!“, „Ihr irrt fatal.“ Antwortete die große Mutter lediglich düster. Worauf Nathalie Solaria das Zeichen zum Start gab.
Im, nächsten Moment war zu erkennen wie auf der Kommandobrücke des Sambesischiffes hektische Aktivität ausbrach und der Kommandant welcher sich bislang mit der großen Mutter Unterhalten hatte fuhr verärgert herum worauf mehrere kurze Konversationen in der fremdartigen, rasselnden Sprache der Sambesi zu hören waren. Überraschender weiße verfügte die Kommunikationsschnittstelle der Etor über eine Simultanübersetzungsfunktion und lies alle anwesenden daher an den aufschlussreichen Gesprächen der Sambesi teilhaben: „Was ist los?“, „Neun Kontakte sind in unmittelbarer Nähe aufgetaucht, Terranische Signatur.“, „Wo kommen die her?!“, „Weiß ich nicht Sir, aber die Sensorwerte lassen auf Tarntechnologie schließen.“, „Können Sie bestimmen ob es dort noch mehr von denen gibt?“, „Negativ Sir, wir hatten keine Ahnung das die da sind, bis gerade eben.“, „Was tun sie?“, „Bislang nichts, aber das dürfte wohl nur ein temporärer zustand sein.“ Daraufhin wandte sich der Sambesi wieder dem Bildschirm zu den er zwischenzeitlich vor lauter Aufregung völlig vergessen hatte und meinte mit hektisch arbeitenden Mundwerkzeugen: „Ich weiß nicht wo ihr diese Schiffe her habt, aber das ist noch nicht vorbei, der Orden schätzt es nicht wen man sich ihm widersetzt.“, „Ihr habt die Wahl Sambesi, entweder ihr geht und kommt mit dem Leben davon oder ihr bleibt und spürt den Zorn der Terraner.“ Erwiderte die große Mutter aalglatt und völlig unbeeindruckt von der Drohung des Sambesi. „Also gut wir gehen.“ Meinte der Sambesi daraufhin etwas zu schnell, offenkundig hatte er nie wirklich vorgehabt sich mit Terranischen Schiffen anzulegen. „Bevor ihr geht, solltet Ihr noch kurz warten, dann werden wir einige gefangene Transferieren.“ Meinte die große Mutter daraufhin, was der Sambesi nur mit einem ruckartigen Nicken Quittierte ehe die Verbindung abgebrochen wurde.
~~~Ende Kapitel 44~~~
mfg und schöne Vorweihnachtszeit: Tg