~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Bereithalten für hohe G-Kräfte!“ warnte Aponi dann ehe sie rief: „Zündung haupttriebwerke volle Leistung, fünf Sekunden!“ Die Haupttriebwerke schleuderten die Athene daraufhin mit immenser Wucht aus ihrer Flugbahn, die Torpedos im Anflug waren nicht in der Lage auf der verbliebenen Distanz ihre Flugbahn zu Korrigieren und verfehlten die Athene um mehrere hundert Meter ehe sie sich selbst zerstörten. „Gutes Ausweichmanöver Leutnant.“ Stellte Martin fest. Aponi hatte bis zur letzten Sekunde gewartet und damit verhindert das die Torpedos eine Chance gehabt hatten die Abrupte Flugbahnänderung zu kompensieren. Anders als häufig angenommen war es nämlich etwas völlig anderes eine Raumflugtaugliche Lenkwaffe zu bauen als eine innerhalb einer Atmosphäre operierende Lenkwaffe. Die Lenkwaffen der vergangen Jahrhunderte hatten hauptsächlich Luftbremsen, ähnlich den Steuerklappen an Flugzeugen, genutzt um ihre Flugbahn innerhalb einer Atmosphäre zu kontrollieren, was die Flugkörper ausgesprochen Manövrierfähig gemacht hatte. Im Weltrauim funktionierte dieses System aufgrund des Fehlens der Luft jedoch nicht. Raumflugtaugliche Lenkwaffen mussten ihre Flugbahn daher anderweitig Kontrollieren und nebenbei, ebenso wie Raumschiffe, mit der Massenträgheit kämpfen da es keinen Luftwiderstand gab die Flugbahn stabileren konnte. Raumtorpedos waren daher bei weitem nicht so agil wie die meisten Lenkwaffen aus Science Fiction Filmen, selbst ein relativ großes Schiff konnte sie unter den richtigen Bedingungen ausmanövrieren, insbesondere da sie nur einen Anflug hatten, hatte ein Torpedo sein Ziel verfehlt, hatte er keine weitere Chance mehr. Die Waffen waren zu träge um eine volle Hundertachtzig Grad Wende zu bewerkstelligen. „Feindliche NBW’s haben unsere Torpedosalve neutralisiert Sir, Feuere weitere Salve.“ Meldete Peter dann. Natürlich hatte das Verteidigungsnetzwerk von FF-05 kurzen Prozess mit den Torpedos der Athene gemacht.
„Wie lange noch bis wir in Ballistischer Feuerreichweite sind?“ fragte Martin dann. „Noch etwa zehn Sekunden Bei momentaner Annäherungsgeschwindigkeit Sir.“ Antwortete Peter ehe ihr Kontrahent ebenfalls ein weitere Torpedosalve startete, dieses Mal schwärmten die Lenkwaffen jedoch über eine breite Fläche aus anstelle mehr oder weniger nebeneinander zu fliegen. „Eingehende Torpedos ein weiter Formation, die wollen unsere Verteidigung auseiander reißen. Greife Manuell in Zielerfassung von NBW Systemen ein.“ Meinte Peter dann. Nur kurz darauf feuerte FF-05 zwei weitere Torpedos ab die direkt auf die Athene zuhielten, die vorrausgegangen Slave war nur dafür dagewesen die Aufmerksamkeit der Abwehrgeschütze auf sich zu ziehen so dass die Zeitlich versetzt gefeuerten Torpedo freie Bahn hatten. „Nicht mit mir.“ Murmelte Pete daraufhin ehe die NBW’s der Athene die Torpedos aus dem All pusteten. Daraufhin ertönte ein kurzer Alarmton und Peter meldete: „Erreichen Ballistische Feuerreichweite!“, „Feuer Frei Kapitän-Leutnant, zielen Sie wenn möglich auf Ihre Waffen!“ erwiderte Martin sofort. „Bestätige eröffne Feuer mit zweihundertfünfzig Millimeter Geschützen!“ bestätigte Peter umgehend ehe mehrere kurze Vibrationswellen durch das Schiff gingen, die beiden Zweihundertfünzig Millimeter Zwillingsgeschütztürme des Schiffes hatten das Feuer eröffnet, natürlich ebenfalls mit ungefährlicher Übungsmunition. Derartige Ballistische Geschütze stellten auf allen UNSF Schiffen neben den Torpedos die Primäre Bordbewaffnung dar und waren auf Kurz bis Mittelstrecken tödlich effektiv, vor allem da NBW Systeme ihre Schwierigkeiten damit hatten die Ballistischen Geschosse abzufangen. Allerdings befanden sich die Athene nun auch in Feuerreichweite der Bordgeschütze von FF-05. Die Fregatte eröffnete daraufhin ebenfalls umgehend das Feuer. Im Gegensatz zu Torpedos waren die Ballistischen Geschosse dabei deutlich schneller unterwegs was es deutlich schwerer machte ihnen auszuweichen auch wenn sie nicht Zielsuchend waren.
„Ausweichmanöver Leutnant!“ befahl Martin daher, zwar würde die Panzerrung den einen oder anderen Treffer wohl überleben aber allzu viele Treffer konnten sie sich nicht leisten. „Bestätigt Sir, Einstellung Gyroskopischer Lagekontrolle auf Rotation Zündung obere Lagekontrolltriebwerke zwanzig Prozent!“ erwiderte Aponi ehe die Athene begann in einer art Fassrolle auf die größere Fregatte zuzuhalten dadurch wurde sie zwar ein schwereres Ziel doch gleichzeitig litt die Präzision der eignen Waffen natürlich auch. Das spielte jedoch im Moment keine Rolle in einem reinen Schusswechsel würde die besser bewaffnete Fregatte die Athene mühelos aus dem All pusten. „Kapitän-Leutnant, was ist die Mindestreichweite für die Torpedos?“ fragte Martin dann. „Fünfhundert Meter Sir.“ Antwortete Peter sofort konzentriert während er versuchte die Fregatte im Visier zu behalten die ihrerseits Ausweichmanöver eingeleitet hatte. „Leutnant bringen Sie uns auf Fünfhundert Meter ran, achten Sie darauf das unser Bug auf den Feind gerichtet ist, Kapitän-Leutnant, halten Sie eine Torpedosalve bereit!“ befahl Martin daraufhin, er wusste das er nur diese eine Chance hatte. „Torpedos bereit Sir!“ meldete Peter während die Fregatte bedrohlich schnell näher kam. Durch die drastisch verkürzte Distanz fanden nun jedoch auch ein paar der Ballistischen Geschosse ihr Ziel. Während die Warnsirenen auf schrillten meldete Peter: „Direkte Treffer, Noch kein Hüllenbruch!“ Martin viel daraufhin auf das FF-05 nicht all seine Geschütze verwendete um auf die Korvette zu feuern, hatte jedoch keine Zeit mehr zu überlegen was der Kapitän des anderen Schiffes wohl vorhatte. „Minimale Feuerdistanz erreicht, alle Torpedos los!“ meldete Peter dann während Aponi Zeitgleich alle Lagekontrolltriebwerke zündete um die Athene von ihrem Kollisionskurs abzubringen. Allerdings schien ihr Gegner auf ein derartiges Manöver vorbereitet gewesen zu sein. Sämtliche NBW’S schossen Sperrfeuer und zwei der Hauptgeschütze feuerten mit Schrapnelladungen in den Flugvektor der Torpedos, kein einziger erreichte die Hülle von FF-05. „Scheiße, der ist gut.“ Dachte sich Martin daraufhin sein Kontrahent wusste offenbar ebenfalls ehr genau was er da tat.
„Leutnant versuchen Sie uns hinter die zu bringen!“ befahl Martin dann, immerhin war der Tote winkel faktisch aller UNSF Schiffe unmittelbar hinter dem Schiff, nur wenige Abwehrwaffen und keine einzige Offensivwaffen deckten diese Bereiche, der Grund hierfür war nicht Schlechtes Design sondern die simple Tatsache das der Hauptantrieb in aller Regel das komplette Heck in Anspruch nahm, es gab Schlichtweg keinen Platz für Geschütze an dieser Stelle. Gelichzeitig meldete Peter: „Treffer auf Ziel, eines ihrer Geschütze klemmt!“, „Guter Schuss Kapitän-Leutnant!“ erwiderte Martin aufgeregt. Ehe die Athene auf einmal aus ihrer Flugbahn gerissen wurde und zu taumeln begann. „Bericht!“ verlangte Martin umgehend. Wir wurden durch feindliches NBW Feuer getroffen, Treibwerk vier außer Betrieb!“ meldete Peter während Aponi darum kämpfte die Kontrolle über das Schiff wiederzuerlangen. Im nächsten Moment erzitterte das Schiff erneut und Peter rief: „Direkte Treffer durch feindliche Hauptgeschützte, Hüllenbruch, obere Geschützbatterie ausgefallen!“, „Triebwerksschub neu ausbalanciert, Flugbahn Stabilisiert, Anflugvektor wieder etabliert!“ meldete Aponi dann welche es geschafft hatte das taumelnde Schiff wieder unter Kontrolle zu bringen. Die Athene mochte beschädigt sein, aber das Gefecht war noch nicht vorbei. Mit voller Schubkraft raste die Korvette unter der Fregatte hindurch und wurde dabei nur von einigen vereinzelten NBW Geschossen getroffen welche die Panzerrung nicht zu durchbrechen vermochten ehe Aponi meinte: „Aktiveire Gyroskopische Lagekontrolle, alle Mann festhalten!“ Martin krallte sich daraufhin an den Armlehnen seines Stuhles fest ehe die Athene von den Lagekontrollgyroskopen rabiat um hundertachtzig Grad gewendet wurde so dass die Tragende Struktur kurz aufächzte. „Torpedos Feuer!“ meinte Peter daraufhin, sie waren nun annähernd hinter dem Feindlichen Schiff, niemals konnten sie dieses Mal alle Torpedos mit den NBW’s abfangen.
Allerdings hatte der Gegnerische Kapitän trotzdem noch ein Ass im Ärmel, als die Torpedos sich näherten, zündeten die Haupttriebwerke der Fregatte und äscherten die Torpedos mit ihrem Flammendens Schubstrahl ein ehe sie ihr Ziel erreichten, gleichzeitig begann sich die Fregatte unter Zuhilfenahme ihrer eigenen Gyroskope und Lagekontrolltriebwerke herum zu wuchten. Die Athene war zu schnell um ihren eigenen Flugvektor anpassen zu können und endete daher wieder im Feuerbereich der Feindlichen Geschütze. Peter eröffnete daraufhin zwar ebenfalls umgehend wieder das Feuer mit der verblieben unteren Geschützbatterie, doch Martin wusste das sie im Moment in einer taktisch gefährlichen Lage waren. „Leutnant wir Baruchen Winkelgeschwindigkeit sofort!“ meinte er daher. „Bestätigt, Aktiviere Gyroskopische Lagekontrolle, Zündung Hauptantrieb.“ Antwortete Aponi ehe der Bug der Athene erneut herumgerissen wurde so dass die Schiffe nun annähernd Parallel zueinander ausgerichtet waren ehe der Hauptantrieb zündete um das Schiff in Bewegung zu setzen. Da das ursprüngliche Bewegungsmoment jedoch noch nicht ausgeglichen worden war, driftete die Athene diagonal durch das all während die Lagekontrolltriebwerke versuchten die Flugbahn zu stabilisieren. Dann ging ein erneuter Ruck durch das ganze Schiff und Peter rief: „Direkter Treffer, Panzerrung hat gehalten.“ Wie sieht’s bei denen aus?“ fragte Martin daraufhin. „Mehrere leichtere Treffer. Nichts bedrohliches.“ Antwortete Peter. „Verflucht wenn wir so weiter machen war es das...“ dachte sich Martin leicht frustriert. „Wir versuchen noch mal eine Torpedosalve, Schiff wenden!“ befahl Martin dann, mit nur einem Ballistischen Zwillingsgeschütz hatten sie schlichtweg nicht genug Feuerkraft um die Fregatte zu bezwingen, sie brauchten die Torpedos. „Bestätigt, Gyroskopishce Lagekontrolle aktiv!“ meldete Aponi sofort ehe die Athene erneut herumwirbelte und sich dadurch einen bösen Treffer genau in den Bug einhandelte, die Geschütze der Fregatte schienen sich mittlerweile eingeschossen zu haben.
„Direkter Treffer in Bugsektion. Torpedorohe zwei, vier und sechs blockiert, Torpedorohr eins reagiert nicht.“ Meldete Peter sofort. „Das war’s dachte sich Martin resigniert, das Gefecht war vorbei in einer realen Gefechtssituation würde er sich spätestens jetzt zurückziehen. Zwar konnte er Theoretisch weiter machen, immerhin hatte er noch aktive Waffensysteme, doch ein Sieg war mittlerweile praktisch ausgeschlossen. Martin beschloss daher seinem Kontrahenten den verdienten Sieg zu gönnen, immerhin hatte er nicht nur durch das überlegene Schiff gewonnen sondern durchaus auch auf Grund von Taktischen Können. „An alle Stationen Übung beendet.“ Meinte Martin daher ehe er das Kommunikationssystem aktivierte und meinte: „UNSF FF-05, wir sind im rahmen der Simulation nicht länger Kampftauglich erwarte Bestätigung für Ende der Übung.“, „UNSF KS-21 Bestätigt. Übung beendet. Sie haben sich wacker geschlagen Kapitän, ich hoffe das Sie wenn es jemals zu einem Offenen Konflikt kommt an meiner Seite sind.“ Antwortete Kapitän Harvey umgehend. „Das gilt auch für Sie Kapitän.“ Erwiderte Martin. Kurz darauf meldete der Bordcomputer: „Übungssimulation beendet. Zurücksetzen aller Systeme auf Standard.“, „Irgendwelche Schäden Kapitän-Leutnant?“ fragte Martin daraufhin. „Nichts was die Diagnosesystem erkennen könnten Sir.“ Antwortete Peter, natürlich hatte keines der beiden Schiffe in dem Übungskampf realen Schaden genommen. Die Schäden waren lediglich vom Bordcomputer aufgrund der Treffer durch die ungefährlichen Übungsmunition hochgerechnet und Simuliert worden.
~~~Ende Kapitel 4~~~
mfg.: Tg