~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Zwar nutzten einige feindlichen Schlachtschiffe umgehend aus das die für den Angriff genutzten Laserwaffen nicht mehr in der Verteidigung zur Verfügung standen und starteten gewaltige Breitseiten aus Torpedos, doch im Nahkampf waren die Imperialen Schiffe denen der Union überlegen, welche wenn ihre Schilde erst einmal überwältigt waren erschreckend verletzlich waren. Trotzdem forderte die mächtige Breitseite ihren Tribut in Form mehrere schwer angeschlagener Kampfschiffe, doch nun kam die Zahlenmäßige Überlegenheit der Imperialen Truppen voll zur Geltung. Für die gewaltige Armada war es kein Problem Schiffe von der Front ab zu ziehen und durch unbeschädigte aus hinteren Reihen zu ersetzen. Allerdings hatte die Union noch ein Ass im Ärmel, umgehend als die beschädigten Imperialen Schiffe, hauptsächlich Kreuzer, den Rückzug antraten starteten die Unionsschiffe eine weitere Welle Drohnen, anhand deren Signatur erkannte Arkintec sofort das einige davon keine typischen Kampfdrohnen waren. „Saboteure“ schoss es ihm daher durch den Kopf. Bei den Unionsdrohnen vom Typ Saboteur handelte es sich laut IFM Informationen um spezielle Kampfdrohnen welche eine gewaltige Bombe am Rumpf eines feindlichen Schiffes, vorzugsweise an einer Strukturellen Schwachstelle anbrachten und diese anschließend zur Detonation brachten. Zwar stellten sich den Drohnen umgehend einige Imperiale Abfangjäger und hunderte Punktverteidigungsgeschütze entgegen doch trotzdem gelang es den schnellen und wenigen Saboteuren die Linien an einigen Stellen zu durchbrechen.
Noch während die Imperiale Flotte daraufhin mit den Drohnen beschäftigt war, starteten die größeren Unionskampfmaschinen eine weitere Breitseite Lenkwaffen. „Die sind gut.“ Dachte sich Arkintec umgehend anerkennend er musste dem Feindlichen Admiral lassen das er ganz genau wusste was er tat und seine Ressourcen so effektiv wie möglich nutzte. Trotz derartiger Taktsicher Kniffe geriet die Unionsflotte jedoch zusehends ins Hintertreffen, in dem Brutalen Nahkampf waren sie den Imperialen Schiffen einfach nicht gewachsen. Mehrere kleinere Kampfschiffe waren von den Lasterwaffen bereits regelrecht filetiert worden und trieben als Auseinander driftende Trümmerwolken durchs All und auch die Schilde der größeren Schiffe begannen bereits durchlässig zu werden. Arkintec beschloss daraufhin die rohe Kraft der Imperialen Flotte zu demonstrieren und befahl genüsslich: „Hauptwaffe laden, zwanzig Prozent der Maximal Leistung.“ Gelichzeitig beschleunigte die Inferno, welche sich bislang, wie dies meisten Titanen, eher zurück gehalten hatte und näherte sich der heißen Frontzone. Alleine der Anblick des gewaltigen Kriegsschiffes schien daraufhin schon aus zu reichen um die Moral der Unionsstreitkräfte kräftig ins Wanken zu bringen, jeder hatte die Gerüchte über dieses Schiff gehört. „Primärkondensatoren geladen, Hauptwaffe bereit zum Feuern.“ meldete dann der Bordcomputer Pflichtbewusst. „Manuelle Zieleerfassung.“ Erwiderte Arkintec worauf ein kleiner Steuerhebel aus der Armlehne seines Thrones fuhr und ein Holgraphisches Fadenkreuz das über Holographischen Darstellung des Feuerbereiches der Hauptwaffe schwebte vor ihm Auftauchte. „Mögt ihr erleuchtet werden.“ murmelte Arkintec dann während er das Fadenkreuz genau auf dem führenden Unionsschlachtschiff platzierte und abdrückte.
Herlan überwachte unterdessen die Arbeiten auf einem der Biodecks, zwar hatte sich der Dschungel als recht widerspenstig herausgestellt, doch schlussendlich mussten sich selbst die zähesten Pflanzen den Sägegräten geschlagen geben. Alles in allem lief daher alles nach Plan, so waren bereits die ersten Felder angelegt worden auf denen bereits Samen von besonders ertragreichen Getreidesorten ausgesät worden waren. Aufgrund der idealen Bedingungen auf den Biodeck würde die erste Ernte in relativ kurzer Zeit fertig sein, bis dahin mussten die bei der Rodung gewonnen Nahrungsmittel reichen. Plötzlich lenkte jedoch ein kleiner Tumult an einem der der Zugänge Herlans Aufmerksamkeit auf sich. Umgehend näherte sich Herlan dem Ort des Geschehens und erreichte ihn auch relativ zügig. Schnell erkannte er auch was das Problem war und dachte sich lediglich: „Schit“, „Loslassen!“ ertönte dann eine Weibliche Stimme die ziemlich energisch klag. „Lasst sie los.“ Meinte Herlan umgehend. Sofort folgten die Soldaten seiner Anweisung, offenbar hatte niemand Lust sich ein Disziplinarverfahren einzuhandeln. „Herlan?“ fragte Alina dann überrascht, offenbar hatte sie nicht damit gerechnet ihn hier zu sehen. „Ja, aber was machst du hier?“ erwiderte Herlan während er bereits fieberhaft nachdachte wie er die Situation am besten lösen sollte. „Ich wollte sehen was hier los ist, warum so viele zu uns gekommen sind.“ Antwortete Alina während sie durch das von Zerstörung gezeichnete Deck blickte.
„Und damit hast du dich und mich in gewaltige Schwierigkeiten gebracht.“ stellte Herlan fest. „Warum? Was tut ihr hier, wo sind all die Bäume geblieben?“ fragte Alina. „Das würdest du nicht verstehen, deshalb haben wir ja versucht zu verhindern das ihr das überhaupt bemerkt.“ antwortete Herlan während er sich mit einer Hand durch das Haar fuhr. Im selben Moment wurde ein weiterer Baum von einer Rohdungssmaschine gewaltsam zu Fall gebracht und stürzte, anklagend knarzend, zu Boden. Während die Arthan sich davon nicht Sonderlich ablenken Liesen wurde Alina Kreidebelich im Gesicht und stammelte: „Ein... Ein... Ein Monster, es tötet den Wald!“ und deute auf die mit Greifarmen und Sägeblättern bewaffnete Maschine welche einen Höllen lärm verursachte während sie den Stamm des Baumes zerkleinerte. „Nein das ist kein Monster, du musst keine Angst haben. Es ist lediglich eine Maschine.“ Erwiderte Herlan. „Maschine?“ fragte Alina verwundert. „Auch unser Schiff ist eine Maschine. Maschinen sind von Menschenhand geschaffene Helfer die Arbeiten ausführen.“ Erklärte Herlan. „Dann tötet das Volk der Reisenden den Wald?“ fragte Alina verdutzt. „Wir benötigen den Fläche dringend.“ Antwortete Herlan. „Wie könnt ihr so etwas nur tun?! Der Wald gibt uns alles, ich werde alles erzählen!“ erwiderte Alina und stolperte rückwärts in die Richtung des Durchganges aus dem sie gekommen war, offenbar hatten die Arthan einen der Durchgänge beim Abriegeln übersehen. „Tut mir Leid, das kann ich nicht zu lassen, wir wollen deinem Volk nicht schaden. Deshalb darf es hiervon nichts erfahren.“ Meinte Herlan und gab den Soldaten ein Zeichen.
Sofort traten zwei der Uniformierten hinter Alina und versperrten ihren Fluchtweg damit. „Was soll das?“ fragte sie verstört. „Ich kann dich nicht zurück gehen lassen. Dein Wissen währe für dein Volk gefährlich.“ antwortete Herlan. „Was willst du dann jetzt tun?“ fragte Alina. „Vorläufig werde ich dich hier behalten, bis ich weiß was ich tun soll.“ Antwortete Herlan und befahl an die Soldaten gewandt: „Bringt sie zum Lagerplatz, sorgt dafür das sie zu essen und zu trinken bekommt. Ich muss mich mit meinem Vater beraten.“ Sofort darauf liefen die Soldaten los und schleiften Alina dabei regelrecht mit, welche Herlan lediglich mit einen Fassungslosen Blick bedachte. „So ein Mist.“ dachte sich Herlan daraufhin, er hatte keine Ahnung was er nun tun sollte. „Was sollen wir mit dem Durchgang machen, offenbar reagieren die Türen nicht auf den Schließbefehl aus der Zentrale.“ Meinte dann einer der Soldaten. „Verbarrikadiert sie irgendwie, zur Not schweißt sie zu. Es darf auf keinen Fall nochmal einer da durch kommen.“ Antwortete Herlan. Während sich zwei der Männer rumgehend an die Arbeit machten, zückte Herlan seinen Kommunikator und lies sich zu seinem Vater durchstellen, sie hatten einiges zu bereden.
Nathan sah sich unterdessen betont unauffällig auf einem der Hangarzwischendecks von Freihafen alpha um, hier hatten diverse Händler ihre Stände aufgestellt und boten ihre Waren den eilig vorbei hastenden Kaufleuten, grimmig dreinschauenden Söldnern, leicht angeheiterten freien Spediteuren und einigen leicht zwielichtig anmutenden Gestalten an. Das Angebot reichte dabei von Kleidungsstücken über Nahrungsmittel, bis hin zu Technischen Gütern und Schiffsverbrauchsmaterial. Wohl wissend das nicht wenige dieser Waren auf bestenfalls dubiose Weise ihren Weg hierher gefunden hatten hielt Nathan etwas Abstand. Allerdings hatte er nicht die nötige Barschaft um die Vertrauenswürdigeren Händler welche auf dem von der Stationsaufsicht streng kontrollierten Marktdeck residierten Bezahlen zu können, ihm blieb daher wohl nichts anderes übrig als hier nach Ersatzteilen zu suchen. „Das meiste von dem Kram ist Schrott, würde mich nicht wundern wenn die das aus nem Trümmerfeld hätten.“ Stellte dann Josh fest der die Auslage eines nahen Händlers unter die Lupe genommen hatte. „Ohne Ersatzteile fliegt die Schattenschwinge aber nirgends mehr hin, wir sollten also besser was brauchbares finden.“ Erwiderte Nathan. „Diese Händler sind gewieft, wen sie merken das wir die Teile dringend brauchen werden sie Horrende Preise verlangen, besonders wenn die Teile in gutem Zustand sind.“ Meinte Josh umgehend.
„Überlast das mir.“ Meinte Viktoria sofort augenzwinkernd und rückte ihr Oberteil zurecht. „Dann müssen wir nur noch was brauchbares finden.“ Stellte Nathan fest. Plötzlich registrierten die drei das auf einmal einiges an Hektik auf dem Deck aufkeimte. Schell hatten sie den Auslöser auch gefunden und Josh zischte: „Imperiale!“ Mit schallendem Schritt marschierte ein Truppe Imperialer Soldaten durch das Deck, wobei ihnen sogar die Dubiosesten und aufdringlichsten Händler aus dem Weg gingen. Auch Nathan musste den Imperialen lassen das Ihr auftritt ohne Fehler war, alleine ihre Anwesenheit schüchterte jeden Anwesenden ein, obwohl sie augenscheinlich unbewaffnet waren. „Wollen die etwa auch einkaufen?“ fragte Viktoria verwundert während der führende Offizier der Imperialen Soldaten zielstrebig einen Ausladenden Handelsstand ansteuerte der diverse, leicht heruntergekommene Triebwerksteile feilbot. „Glaub ich kaum. Der Kreuzer machte nen guten Eindruck und selbst wenn er beschädigt währe, die haben bestimmte Ersatzteile an Bord.“ Antwortete Josh genauso ratlos. „Gehen wir besser, wir dürfen nicht vergessen das wir im Krieg mit denen sind...“ meinte Nathan dann worauf sich die drei daran machten sich unauffällig zu verdrücken.
Kaum hatten sie das Zwischendeck verlassen erblickten sie noch mehr Imperiale Soldaten, sie waren überall. In kleinen Gruppen liefen sie kreuz und quer über das Hangardeck und schienen nach etwas, oder jemandem, zu suchen. „Das gefällt mir nicht.“ Stellte Josh fest. „Bloß nicht auffallen. Ganz normal weiter gehen.“ meinte Nathan lediglich, er wusste das ihre Chancen nicht in die Fänge der Soldaten zu geraten am größten waren wenn sie sich nichts anmerken Liesen. Ohne großes Aufsehen zu erregen liefen die drei daher zu dem Landeplatz der von der Schattenschwinge besetzt war und stellten erleichtert fest das der Zugang nicht von einigen Sturmsoldaten belagert wurde. Schnell begaben sie sich daher in das Innere des Schiffes und atmeten erst mal durch, zwar gab es keinen Grund an zu nehmen dass das Imperium nach ihnen suchte, doch ausschließen konnte man es nicht. „Was ist denn da draußen los, da wimmelt es ja nur noch von Imperialen Uniformen.“ Meinte dann Ben der gerade von der Brücke kam. „Keine Ahnung, aber es gefällt mir nicht.“ Antwortete Nathan. „Sollen wir die Daten nicht dem Imperium übergeben, geben wird en Chip doch einfach den Typen da draußen.“ Meinte dann Viktoria. „Das halte ich für keine gute Idee, wer weiß wie die reagieren wenn sie erfahren wer wir sind.“ Erwiderte Nathan. „Naja, früher oder später müssen wir wieder raus. Wir Brauchen immer noch Ersatzteile.“ Stellte Josh dann fest. „Alles zu seiner Zeit, vielleicht beruhigen die sich auch wieder.“ Erwiderte Nathan nachdenklich.
Der Majestätische Rumpf des Schiffes glänzte im Licht des Sternes des Systems sowie den ihn umgebenden Detonationen und Laserstrahlen. Dann schoss ein gewaltiger Strahl aus Licht vom Bug der Inferno in Richtung der Unionsflotte, die Schiffe hatten nicht genügend Zeit um aus zu weichen. Ein Unionskreuzer wurde von der vernichtenden Waffe lediglich gestreift, doch seine Schilde versagten nahezu umgehend und auch die Rumpfhülle hatte dem gebündelten Licht nichts entgegen zu setzen. Ein Trägerschiff knapp dahinter hatte noch weniger Glück, der Strahl traf es direkt in der Nähe des Massezentrums. Zunächst bäumten sich die mächtigen Schilde gegen den Angriff auf, doch auch sie ergaben sich ihrem Schicksal und der Strahl durchschlug das Schiff regelrecht wobei er es in zwei Hälften teilte. Dann erreichte der Strahls sein eigentliches Ziel, das führende Schlachtschiff der Union, auch seine Schilde waren dem Angriff nicht gewachsen und kollabierten ehe das ganze Schiff in einem Feuerball verging. Arkintec grinste daraufhin nur dämonisch, dieser Angriff hatte die Moral des Feindes komplett gebrochen, sämtlich Schiffe die noch dazu in der Lage waren aktivierten ihre Treibwerke und suchten ihr Heil in der Flucht. Umgehend schickte Arkintec daraufhin Sturmtrupps los um die Stationen zu sichern und einige der Schwer beschädigten Feind Schiffe zu Entern ehe er sich daran machte eine kurze Erfolgsmeldung an Kaiserin Arianna zu verfassen.
~~~Ende Kapitel 31~~~
mfg.: Tg