~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Unterdessen kam Alina garnichtmehr aus dem Staunen heraus, nach dem Observationsdeck hatte Herlan ihr die Umweltkontrollen für die Biodecks und schlussendlich das Kommandodeck des Formschiffes gezeigt. „Und du sagst all diese Schiffe da draußen sind voller Menschen?“ fragte Alina während sie aus dem Panoramafenster des Kommandodecks blickte. „Ja und es gibt noch sehr viel mehr. Hunderte von Bewohnten Planeten und zehntausende von Raumschiffen sind da draußen.“ Antwortete Herlan. „Dann ist alles was man uns erzählt hat eine Lüge.“ Stellte Alina simpel fest. „Ja, aber diese Lügen hatten ihren Grund.“ Meinte Herlan. „Wie meinst du das?“ fragte Alina. „Das ist schwer zu erklären.“ Antwortete Herlan ausweichend. „Warum?“ fragte Alina weiter. „Weil es Wissen über die Vergangenheit der Menschlichen Zivilisation bedarf das du nicht hast.“ Antwortete Herlan erneut. „Ich will es alles wissen. Lehre es mich.“ Meinte Alina daraufhin und setzte sich im Schneidersitz vor Herlan auf den Fußboden. Herlan kam jedoch um eine Ausrede herum da sich in diesem Moments ein Komlink meldete: „Herlan, komm besser hier runter und bring Alina mit, es gibt Probleme.“, „Was ist los Ainan?“ fragte Heran umgehend nach. „Sie suchen nach ihr.“ Antwortete Ainan umgehend. „Ich verstehe.“ Erwiderte Herlan ehe er sich zu Alina umdrehte und meinte: „Komm, es wird Zeit für dich nach Hause zu gehen.“
„Was wenn ich aber gar nicht zurück will? Deine Welt ist voller interessanter neuer dinge die ich alle kennen lernen will. Ich kann jetzt nicht einfach in den Wald zurück kehren und so tun als wäre nichts gewesen.“ meinte Alina während sie von Herlan zurück zum Biodeck bugsiert wurde. „Das kann ich verstehen, aber deine Leute machen sich Sorgen.“ Antwortete Herlan. „Warum zeigst du ihnen nicht einfach was du mir gezeigt hast?“ fragte Alina daraufhin. „Weil es falsch wäre. Es war streng genommen schon falsch es dir zu zeigen. Es steht uns nicht zu euren Glauben zu Untergraben. Glaub mir das war alles nicht so geplant.“ Antwortete Herlan. „Aber unser glauben ist falsch. Irgendwann werden sie das so oder so bemerken.“ Erwiderte Alina. „Ja, aber dann sind sie bereit dafür. Glaubst du wirklich das eure ältesten diese Wahrheit so einfach verkraften würden? Dir fällt es leicht neues zu akzeptieren, du bist jung. Je älter Menschen werden desto schwere tun sie sich mit neuem, das sehe ich immer wieder an meinem Vater.“ Antwortete Herlan während die beiden auf eines der Biodecks einbogen. „Du hast recht.“ stimmte Alina zu. „Na also.“ Meinte Herlan zufrieden. „Aber ich will trotzdem nicht auf ewig zurück in den Wald.“ Stellte Alina dann fest. „Tut mir leid ich weiß leider nicht wie wir das anstellen sollen.“ Meinte Herlan daraufhin. „Ich sage meinen Leuten das ich bei euch leben will, dem Volk der Reisenden. Ich sage ihnen das ich lernen will.“ Erwiderte Alina. „Und das werden sie akzeptieren?“ fragte Herlan unsicher. „Ja. Sie werden meinen Wunsch respektieren.“ Antwortete Alina. „Gut probieren wir es.“ Stimmte Herlan zu.
Nur wenig später erreichten die beiden den Zugang zu dem Biodeck in dem die Einheimischen lebten. „Wird auch Zeit das ihr auftaucht, ich glaube viel länger hätte ich sie nicht in Schach halten können.“ stellte Ainan fest der wieder die Sturmsoldatenrüstung trug., „Der Wächter, er ist auch einer von euch?“ fragte Alina umgehend mit großen Augen. „Das erklären wir dir später.“ Meinte Herlan umgehend und ging auf die Tür zu. „Ainan bring sie rein.“ Meinte er dann an Ainan gewandt, dieser nickte lediglich knapp und schloss das Visier seines Helmes wieder. „ich werde zurück kommen, du musst mir noch so viel zeigen.“ meinte Alina dann an Herlan gewandt ehe sie Ainan durch die Tür folgte. Als die Tür sich dann hinter Ainan geschlossen hatte, atmete Herlan einmal tief durch und straffte den Rücken ehe er sich daran machte den Fortschritt bei den Anpflanzungen von Nahrungsmitteln auf diesem Deck zu inspizieren. Während er dann zwischen den Ordentlichen Rabatten aus Pflanzen hindurch lief, überkam ihn ein Gefühl der Friedlichkeit und der ruhe das er schon lange nicht mehr gefühlt hatte. „Dieser verdammte Krieg.“ Dachte er sich daher Kopfschüttelnd.
Währenddessen setzte Ariannas Jacht im Haupthangar der Inferno zur Landung an. Obwohl das Schiff selbst alles andere als klein war, immerhin waren an Bord zehn Luxuriöse Kabinen für die Begleitung des Kaisers, eine regelrecht monumentale Kabine für den Kaiser selbst, ein Schwimmbad, ein Holokino, eine Sauna, ein Massage und Welnessbereich, ein imposanter Speisesaal samt zugehöriger Küchel, ein Thronsaal für offizielle Angelegenheiten, ein Strategischer Planungsraum sowie geräumige Quartiere und Messen für die Besatzung untergebracht, wirkte die Jacht im Vergleich zur Inferno regelrecht winzig. Alleine der Hangar in dem das Schiff nun landete war groß genug um mühelos drei oder vier Kreuzer beherbergen zu können. „Was für ein Monster.“ stellte Siandra daher eingeschüchtert fest, zwar hatte sie schon von dem imposanten Imperialen Flaggschiff gehört doch es live zu sehen war etwas ganz anderes. „Nein es ist nur eine Maschine, eine Maschine die tut was Menschen ihr sagen, insofern sind wir die Monster.“ Meinte Arianna während sie sich vor der Ausstiegsrampe in Positur stellte. Dann öffnete sich das Schott theatralisch langsam und ein helles Licht flutete hinter Arianna durch die Öffnung hinaus, obwohl es sich dabei um einen recht billigen Trick handelte war der Effekt doch recht bemerkenswert.
Außerhalb der Jacht war der ganze Hangar gefüllt mit, in ordentlichen Reihen aufgestellten, Soldaten der Imperialen Garde, es mussten Tausende, wenn nicht gar Zehntausende sein. Direkt von der Ausstiegsluke der Jacht bis zum Ausgang des Hangars verlief ein Schnurgerader, mit einem Roten Teppich ausgelegter, Gang durch die Reihen aus Soldaten der von einem weiteren Ehrenspalier aus Flammengardisten gesäumt war. Alles in allem war es ein recht imposanter Anblick und eine klare Machtdemonstration, auch wenn niemand da war dem man die Macht des Imperiums hätte demonstrieren müssen. Direkt vor der Ausstiegsluke wartete Generalmilitäradjutant Arkinteck in verneigter Haltung darauf das Arianna ihr Schiff verlies, auch er trug eine der prachtvollen Paradeuniformen der Flammengarde. „Was ein Empfang.“ stellte Siandra, welche zur Rechten Ariannas stand daraufhin trocken fest. „Daran wirst du dich wohl gewöhnen müssen.“ Meinte Beldanna die zur linken Ariannas stand. Dann setzte sich Arianna in Bewegung und schritt die Rampe gemessenes Schrittes hinab, was auch daran lag das sie keine allzu schnellen Schritte machen konnte weil sie sonst über ihre eigene Robe gestolpert wäre.
„Kaiserin, Matriarchin, Hüterin, es ist eine Ehre euch an Bord begrüßen zu dürfen.“ meinte Arkintec dann nachdem die drei Frauen die Rampe bewältigt hatten. „Erhebt euch General Militäradjutant und führt uns auf das Kommandodeck.“ Meinte Arianna dann mit einer absichtlich völlig überzogenen Stimme, wie sie dieses ganze, aus ihrer Sicht völlig überflüssige, brimbaborium hasste. „Wie ihr wünscht.“ erwiderte Arkintec ehe er sich in einer einzigen Fliesenden Bewegung erhob, für sein alter, immerhin ging er auch schon stramm auf die siebzig zu, war er wirklich gut in Form. Während Arianna, Siandra und Beldanna dann Arkintec hinterher liefen, verneigten sich die Soldaten direkt vor und neben ihnen was aussah als würde eine regelrechte Welle durch die Ordentliche Linie rollen. „Daran werde ich mich nie gewöhnen.“ Stellte Siandra daraufhin fest während sie einen kurzen Blick über die Schulter warf und dabei zu sah wie sich die Soldaten wieder aufrichteten. „Du bist jetzt Mitglied der Kaiserlichen Familie, als Matriarchin hast du selbst nicht zu unterschätzende Befugnisse, gewöhn dich besser dran.“ Meinte Beldanna umgehend. „Wenn mir das jemand auch nur vor ein paar Wochen gesagt hätte...“ erwiderte Siandra daraufhin kopfschüttelnd.
Unterdessen hatten die vier den Lift, oder vielmehr die Transportkapsel erreicht und entkamen so den starren Blicken der Soldaten. „Kommandodeck, Befehlsebene.“ Befahl Arkintec dann Barsch worauf sich die Kapsel in Bewegung setzte. Während die Transportkapsel daraufhin selbstständig durch das Labyrinthische System aus Transportschächten im inneren der Inferno Navigierte, fragte Arianna: „General Militäradjutant, wie seid Ihr vorangekommen?“, „Die Offensive verläuft nach Plan Kaiserin. Wir habend en Großteil der feindlichen Garnisonen in die Flucht geschlagen. Sie sammeln ihre Streitkräfte zur Zeit zu einer Zweiten Verteidigungslinie um ihre Kernwelten.“, „Wie verhallt sich die Zivilbevölkerung?“ fragte Arianna weiter. „Sie sind nicht begeistert, aber ihnen fehlt der Mut sich offen gegen uns zu stellen. Die Unionisten sind vom Luxus verweichlicht den ihnen ihre Technologie bietet Kaiserin.“ antwortete Arkintec. „Gut, dann werden wie ohne großangelegte Bombardements von Städten auskommen?“ fragte Arianna weiter. „Vermutlich, jedenfalls in den äußeren Gebieten.“ bestätigte Arkintec. Im selben Moment erreichte die Kapsel ihren Bestimmungsort und der Bordcomputer meinte: „Kommandodeck, Befehlsebene. Eingeschränkter zutritt. Autorisation überprüft, willkommen an Bord Kaisern Arianna.“, „Selbst der Computer kennt dich.“ stellte Siandra daraufhin fassungslos Fest während sie aus der Kapsel trat.
Fassungslos schaute Nathan von außen auf die Schattenschwinge, die Imperialen Ingenieure welche Agent Tarlon ihnen zur Unterstützung bei der Schiffsreparatur geschickt hatte, hatten ganze Arbeit geleistet, von den Einschlägen auf der äußeren Panzerrung war nichts, aber auch Garnichts mehr zu sehen. Im Gegenteil, die Hülle glänzte als wäre das Schiff gerade erst aus dem Konstruktionshangar befördert worden. „Die Typen sind echt abnormal.“ Meinte dann Josh der gerade neben Nathan trat kopfschüttelnd. „Was meinst du?“ fragte Nathan umgehend. „Die haben den Maschineraum im Rekordtempo wieder hin gekriegt. Der Verzerrungsantrieb läuft jetzt sogar noch effektiver als Zuvor.“ Antwortete Josh. „Ja die arbeiten verdammt effektiv.“ Stimmte Nathan zu. „Wenn die auch so kämpfen wie sie reparieren und Optimieren sehe ich für unsere Jungs im Feld schwarz.“ Meinte Josh dann. „Deshalb sind wir ja da, mit etwas Glück können wir ein allzu großes Blutvergießen verhindern.“ Meinte Nathan. „Hoffen wir es, sonst kann ich mir meinen Urlaub auf Utopia abschmücken.“ Stellte Josh fest worauf Nathan grinsen musste. Utopia war das Ferienziel Schlechthin im Unionsraum. Es handelte sich um einen Planeten der mithilfe von Aggressivem Terraforming, Wetterkontrolle und jeder Menge Technologie zum perfekten Urlaubsplaneten gemacht worden war. Für jedes erdenkliche Freizeitvergnügen gab es dort den richtigen Ort.
~~~Ende Kapitel 33~~~
mfg.: Tg