~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Ihr braucht euch nicht zu fürchten.“ Meinte Arianna daher so freundlich wie möglich. „W...W...Was wollt Ihr Kaiserin?“ fragte Siandra dann stotternd, es war offensichtlich dass dies alles etwas viel für sie war. „Steht auf.“ Meinte Arianna daraufhin. Siandra gehorchte umgehend auch wenn ihre Beine scheinbar kurz davor standen den Dienst zu verweigern. Da Arianna Mitleid mit der Armen Frau, die angeblich ihre Mutter sein sollte, hatte erhob sie sich aus ihrem Thron und lief die breiten Stufen zu ihr hinab. Leider schien das Siandra nicht im mindesten zu beruhigen eher im Gegenteil. „Seht mich an.“ Befahl Arianna dann. Langsam hob Siandra daraufhin den Blick bis sie Arianna genau ins Gesicht schaute. Auch Arianna schaute daraufhin in Siandras Gesicht und hoffte irgendetwas seltsam vertrautes zu finden, allerdings scheiterte sie Kläglich bei diesem Versuch und fragte daher Hoffnungsvoll: „Erkennt Ihr mich?“, „Natürlich, Ihr seid Kaiserin Arianna I. Rechtmäßige Erbin des Flammenden Thrones...“ setzte Siandra an wurde jedoch von Arianna unterbrochen: „Das weiß jeder. Erkennt Ihr den Menschen unter der Maske?“, „Ich verstehe nicht Kaiserin.“ erwiderte Siandra und schien einem Nervenzusammenbruch dabei nahe zu sein. „Ich verstehe. Ihr könnt euch entfernen.“ Meinte Arianna leicht frustriert. Siandra machte daraufhin einen kurzen Knicks ehe sie den Saal schleunigst verlies und eine Ratlose Arianna zurücklies.
„Ich sagte doch sie wird dich nicht erkennen.“ Meinte dann Beldanna die Bislang hinter der linken Hälfte des Thrones gestanden hatte und die sich bietenden Szenerie beobachtet hatte. „Diese Gedankenkonditionierung ist eine schreckliche Erfindung wenn sie erreicht das eine Mutter Ihr Kind nichtmehr erkennt.“ stellte Arianna dann fest während sie langsam wieder die Stufen zu ihrem Thron empor Stieg und sich dann etwas unelegant auf eben jenen plumpsen lies. „Manchmal erfordert die Situation eben den Einsatz schrecklicher Dinge.“ Erwiderte Beldanna umgehend. Arianna warf ihr daraufhin einen kurzen Blick zu und meinte: „Ich wünschte ich könnte das so Rational wie du sehen.“, „Das ist lediglich Übungssache, man muss lernen die eigenen Gefühle aus seinen Gedanken aus zu sperren.“ Antwortete Beldanna. „Werde ich eines Tages auch so abgestumpft sein?“ fragte sich Ariana dann während ihr ein kalter Schauer den Rücken herunter lief, langsam aber sicher musste sie sich eingestehen das auch die Vorurteile der Arthan gegenüber der Imperialen Führung, welche besagten das diese Herz und Gefühlslos war nicht ganz aus der Luft gegriffen waren.
Arkov war unterdessen auf dem Weg zum Medizindeck seines Schiffes, immerhin hatten seine Suchtrupps einen überlebenden Gefunden der jedoch übel zugerichtet worden war. „Wie geht es ihm?“ fragte er daher einen der Herum wuselnden Ärzte. „Schlecht aber stabil, seine Physiologie ist recht robust, das war sein Glück, oder Pech wie man es sehen will.“ Antwortete der Arzt mit einem Nachdenklichen Seitenblick auf das Krankenbett. „Kann ich mit ihm reden?“ fragte Arkov daraufhin. „Solange du es nicht übertreibst, eine normale Unterhaltung sollte keine Schwierigkeiten machen.“, „Gut.“ Erwiderte Arkov ehe er zu dem Bett herantrat und den darauf liegenden Mann musterte, er war ein echter Hühne, seine breiten Schultern und Kräftigen Arme verrieten sofort das er viel Wert auf Körperliche Ertüchtigung setzte. „Kannst du mich verstehen?“ fragte Arkov dann. Der Mann nickte daraufhin. „Gut ich bin Arkov Szewd General dritter Klasse der Republikanischen Verteidigung, wir haben dich auf einer Verlassen Raumstation gefunden die ein paar böse Treffer abbekommen hat, ebenso gibt es in der Umgebung eine Menge Trümmer. Mich würde interessieren was hier passiert ist.“ Der Mann schien daraufhin kurz Nachzudenken ehe er antwortete: „Ihr habt mein Leben gerettet, ich Schule euch was, ich bin Askor Arsrawck, ich war Sonderbeauftragter des Kartells. Unter meiner Führung haben wir ein Artefakt aus dem Gewahrsam der Union gestohlen.“ Antwortete Askor und erschauerte bei dem Gedanken an das Artefakt.
„Und dann? Was hat all die Schiffe zerstört und die Station lahm gelegt, die Union?“ fragte Arkov ungläubig. „Nein dieser Station war gut versteckt, deshalb haben wir das Artefakt hier hin gebracht, aber es... Es war aktiv.“ Antwortete Askor. „Aktiv?“ fragte Arkov und zog eine Augenbraue hoch. Askor nickte knapp und erklärte umgehend: „Wir dachten es wäre eine Art von Energiekollektor der jedwede Energie sammeln und speichern kann, unnötig zu erwähnen das kein Mensch so etwas jemals Konstruiert hat, doch es war etwas völlig anderes. Es war ein komplettes Raumschiff.“, „Dann hat die Union ein Alienschiff gefunden das du gestohlen hast worauf eben jenes Schiff eure Schiffe zerstört hat?“ fragte Arkov umgehend nach. „Könnte man so sagen.“ antwortete Askor. Arkov fuhr sich daraufhin nachdenklich mit der Hand durch den Bart, bislang war er, wie eigentlich alle Menschen, davon ausgegangen das sie, zumindest in dieser Galaxis, alleine waren. Gnatz offensichtlich war dem jedoch nicht so. „Und was ist mit dem Schiff geschehen nachdem es eure Flotte vernichtet hat?“ fragte Arkov dann nachdem er sich mit dem Gedanken vertraut gemacht hatte das es da draußen noch jemanden gab. „Ich weiße s nicht, ich war unter einem umgestürzten Träger eingeklemmt. Aber ich vermute das es Weggesprungen ist, wohin keine Ahnung.“ gestand Askor.
„Gut, danke. Ruh dich aus.“ Meinte Arkov dann und verlies nachdenklich das Medizindeck, dieses Mysteriöse Alienschiff von dem Askor erzählt hatte machte alles nur noch Komplizierter, immerhin waren die Aliens offensichtlich nicht friedlich und verfügten noch dazu über eine sehr viel fortschrittlichere Technologie, keine guten Voraussetzungen sollte es zu einem Kampf kommen, das war Arkov klar. „Aber warum sollten sie hierher zurück kommen, dafür hätten sie garkeinen Grund.“ Dachte sich Arkov dann und hoffte inständig das er recht hatte. „Was beschäftigt dich?“ fragte dann auf einmal Erlanne unvermittelt, Arkov war so in Gedanken gewesen das er gar nicht bemerkt hatte wie er die Kabine des Kommandanten erreicht hatte. „Die Antworten unseres Gastes von der Station werfen leider mehr Fragen auf als sie beantworten.“ antwortete Arkov resigniert und lies sich auf die nächstgelegene Sitzgelegenheit plumpsen. „Weißt du jetzt wer für das hier verantwortlich ist?“ fragte Erlanne weiter. „Ja und nein.“ Antwortete Arkov sofort geheimnisvoll. „Veräppel mich nicht.“ Erwiderte Erlanne. „Tu ich nicht.“ blockte Arkov ab ehe er begann seinen bisherigen Wissensstand über die hiesigen Geschehnisse zu erzählen.
Unterdessen stellte Nathan fest das sein ruhiges Leben als Sicherheitsoffizier garnicht so schlecht gewesen war, jedenfalls wenn er es mit dem Stress den er jetzt durchmachte verglich. Seit er aus der verwüsteten Forschungsstation abgezogen worden war, hatte er seine Zeit faktisch ausschließlich in Konferenzen, Lagebesprechungen und vor Untersuchungsausschüssen verbracht in denen es immer um das selbe Thema ging: Wie und warum war geschehen was geschehen war? Zusätzlich belagerte eine ganze Armee Journalisten jeden von Nathans schritten und versuchte Informationshäppchen aus ihm heraus zu pressen, bisher jedoch lediglich mit dem Ergebnis das Nathan die Beherrschung verloren und einem der besonders aufdringlichen Reporter die Nase sowie den Kiefer gebrochen hatte. Zwar war er sich sicher dass das noch Konsequenzen haben würde, aber immerhin hielten die restlichen Reporter nun einen gewissen Sicherheitsabstand zu ihm ein. „Endlich geschafft.“ seufzte er dann als die Tür zu seiner Momentanen Unterkunft sich hinter ihm schloss und ihn damit vor den Neugierigen Blicken der Reporter sowie ihren Kameras und Mikrofonen abschirmte. „Debs, lass doch bitte etwas Musik laufen.“ meinte er dann und latschte in Richtung Badezimmer.
Da jedoch nichts weiter passiere rollte er mit den Augen und meinte: „Debbie, Musik bitte.“, „Bitte Wunsch spezifizieren.“ Antwortete die Immer freundliche Stimme des Computers daraufhin. „Nimm meine Private Liste, fang einfach oben an.“ erwiderte Nathan und wünschte sich insgeheim „seine“ Debbie zurück. Zwar waren die Künstliche Intelligenzen sämtlicher Unionsschiffe und Einrichtungen mit den selben Parametern ausgestattet und ähnelten einander auch sonst wie ein Ei dem anderen, doch trotzdem entwickelte jedes Modul im Laufe der Zeit eine eigene individuelle, wenn auch stark beschränkte, Persönlichkeit. Kaum hatte sich Nathan dann entkleidet und sich unter die Dusche gestellt meldet sich die Tür dezent aber gut hörbar zu Wort. „Typisch.“ dachte sich Nathan genervt und meinte: „Debbie, Wasser aus.“ Sofort erstarb der Wasserstrahl und Nathan schlang sich Provisorisch ein Handtuch um die Hüften ehe er zur Tür schlurfte und den Knopf betätigte der die Tür veranlasste sich zu öffnen. „Was wollen...“ setzte Nathan dann bereits zum sprechen an ehe er bemerkte wer vor der Tür stand. „Vicki?“ fragte er daher überrascht. Viktoria warf ihrerseits einen teils interessierten, teils belustigen Blick auf Nathan der eine Spur aus Wassertropfen auf dem Fußboden hinterlassen hatte ehe sie antwortete: „Lorence will uns sehen und zwar möglichst vorgestern, hast du die Nachricht nicht bekommen?“, „Ich kam noch nicht dazu mein Postfach zu durchwühlen und da ich Debbie verboten habe mich wegen jeder Nachricht zu informieren...“ erwiderte Nathan.
„Kann ich gut verstehen.“ meinte Viktoria grinsend. „Komm doch kurz rein, ich zieh mir schnell was über.“ Meinte Nathan dann und verschwand in Richtung Schlafzimmer. Viktoria folgte der Aufforderung und sah sich interessiert in dem Raum um. „Weißt du was Lorence von uns will?“ fragte Nathan dann aus dem Schlafzimmer. „Nein, ich wusste nicht mal das er hier ist, ich dachte er würde einen Kampfverband an der Grenze zum Arthan Territorium Kommandieren.“ Antwortete Viktoria Wahrheitsgetreu während sie durch das nur oberflächlich aufgeräumte Wohnzimmer lief und die Umgebung musterte. „Seltsam. Das dachte ich auch.“ Meinte Nathan dann während er aus dem Schlafzimmer trat und sich noch die Haare trocken rubbelte. Während Nathan daraufhin den Kopf in den Schuhschrank steckte um nach einem Halbwegs ordentlich aussehenden Paar Stiefel zu suchen, begutachtet Viktoria einen Stapel Zeitschriften der auf dem Wohnzimmertisch lag. „Du liest den Sternenmagnet?“ fragte sich dann amüsiert. Nathan zuckte daraufhin mit den Schultern und erwiderte: „Warum den nicht, bin auch nur nen Kerl weißt du und da ich bisher keine Möglichkeit hatte ne Freundin zu finden...“, „Typisch Kerl. Immer nur ausreden.“ Meinte Viktoria daraufhin breit grinsend während sie die, einschlägig bekannte Zeitschrift, im Schnelldurchlauf durchblätterte. Ihr war dabei absolut rätselhaft was Männer nur dazu trieb Bilder von Halbnackten Frauen in seltsam verrenkten Posen an zu starren anstatt sich um eine reale Beziehung zu kümmern. „So bin soweit.“ meinte Nathan dann mit einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel. „Dann wollen wir mal.“ antwortete Viktoria und legte den „Sternenmagneten“ zurück auf den Stapel.
~~~Ende Kapitel 20~~~
mfg.: Tg