~~~forstetzung des vorherigen Post~~~
Arianna erreichte unterdessen den primären Kasernentrakt, während die Zugänge und Empfangshallen ähnlich protzig wie der Rest des Palastes wirkten, dominierte im inneren jedoch recht schnell eine eher zweckdienliche Architektur. Davon ließ sich Arianna jedoch nicht stören, die Korridore im Hauptakt waren ihre sowieso viel zu hoch, da sie sich darin immer so klein fühlte. Unterwegs durch die Gänge begegnete Arianna mehreren Gardisten die teilweise all ihre Disziplin aufbringen mussten um ihre Überraschung zu verbergen, es war bislang nicht oft vorgekommen das der Kaiser diesen Bereich seines Palastes betreten hatte. Schließlich erreichte sie eine von vielen Simplen Türen die lediglich mit einer Nummer bezeichnet waren und alle fünfzig Meter von dem Korridor abgingen. Laut den Statusmeldungen des Palastcomputers befand sich Arkintec irgendwo dahinter. Ohne lange zu überlegen öffnete Arianna die Tür, sie war immerhin die Kaiserin und hatte demnach überall zutritt. Kaum hatte sich die Tür geöffnet stellte sie jedoch fest das es hin und wieder trotzdem klüger war sich an zu melden. Die Tür führte in einen der Umkleideräume der Garde und war gerade voll belegt.
Als der erste, Halbnackte, Gardist Arianna bemerkte rief er laut: „Ehre der Kaiserin!“ und stellte sich mit seinen Kollegen in einem Ordentlichen Spalier auf. Arianna war daraufhin lediglich ausnahmsweise froh die Nanopaste zu tragen da sie knallrot anlief, allerdings wusste sie auch dass sie jetzt keinen Rückzieher mehr machen konnte und schritt bedächtig in den Raum hinein. Dabei versuchte sie die Durchtrainierten Körper nicht allzu genau zu mustern, konnte sich einige Neugierige Blicke jedoch nicht verkneifen. Auch einige der Zofen, inklusive Ludiana, aus Ariannas persönlichem Gefolge warfen durchaus neugierige und stellenweise begehrliche Blicke auf die Männer, welche die Frauen ihrerseits mit gewohnter Starrsinnigkeit ignorierten. „Soldat, wo finde ich General Militäradjutant Arkintec?“ fragte Arianna dann nachdem sie etwa die Hälfte der Reihe abgelaufen war. „General Militäradjutant Arkintec befindet sich auf Trainingsplatz vier Kaiserin.“ Antwortete der Soldat ohne eine Miene zu verziehen oder sein gegenüber an zu schauen. „Und wo befindet ich dieser Platz?“ fragte Arianna leicht genervt nach. „Der Zugang befindet sich hinter dieser Tür Kaiserin.“ antwortete der Soldat erneut und deutete auf eine weitere Tür die aus dem Raum heraus führte. „Danke, Ihr könnt euch Rühren.“ meinte Arianna daraufhin und lief auf die Tür zu, dabei hoffte sie inständig das sich dahinter nicht der Duschentrakt befand.
Nathan beschäftigte sich unterdessen mit der Besichtigung seiner neuen Wirkungsstätte auf Zeit. Zwar hatte die Union ihn zum vorläufigen Botschafter ernannt, doch er wusste das es nur eine Frage der Zeit war bis ein „richtiger“ Diplomat diesen Platz ausfüllen sollte. Vorausgesetzt natürlich die Diplomatische Beziehung blieb bestehen. „Ganz schön eindrucksvoll.“ Meinte dann Viktoria die Nathan entgegen kam und sich dabei fast den Hals verrenkte, bei dem Versuch die Kunstvollen Deckenfresken zu bestaunen. „Ja, sag mal sind deine Räumlichkeiten auch so gigantisch?“ erwiderte Nathan. „Größer als das erste Schiff mit dem ich geflogen bin.“ Antwortete Viktoria grinsend. „Ich habe gehört es soll hier auch mehrere Gartenanlagen geben, Lust eine zu suchen?“ meinte Nathan darauf. „Klar.“ Antwortete Viktoria und drehte sich herum. „Glaubst du das dass alles gut geht?“ fragte Viktoria dann plötzlich während die beiden, leicht planlos, durch die Korridore schlenderten. „Was meinst du? Die Diplomtische Beziehung zum Imperium? Ich habe mit Lorence gesprochen, er schaut was er tun kann um Kaiserin Ariannas Gesuch zu entsprechen, wenn er das hin bekommt können wir vermutlich einen weiteren Offenen Konflikt in näherer Zukunft vermeiden.“ Antwortete Nathan.
„Hoffen wir es, ich würde zu gerne mal hier shoppen gehen.“ Meinte Viktoria darauf was Nathan ein Grinsen entlockte. „Glaube nicht das die Imperiale Mode deinem Stil entspricht.“ Stellte Nathan dann fest. Immerhin trugen Frauen im Imperium eigentlich Ausschließlich lange Gewänder in gedeckten Farben unter denen man so gut wie keine Haut mehr sehen konnte, wohingegen der Kleidungsstil in der Union definitiv etwas Provokanter war. „Hey mit so einem Abendkleid wäre ich auf jedem empfang der Hingucker!“ erwiderte Viktoria. „Kannst ja mal anfragen ob es hier auch so eine Art Palst Shop gibt. Diese Anlage ist ja wirklich eine Stadt für sich.“ meinte Nathan daraufhin. „Gute Idee!“ stimmte Viktoria begeistert zu. Im nächsten Moment begegneten die beiden Ben, der ebenfalls leicht Planlos wirkend durch den Korridor marschierte. „Da bist du ja, wollte dich grade suchen.“ meinte Ben zur Begrüßung an Nathan Gewand. „Warum?“ fragte Nathan umgehend. „Ich wollte mal anfragen ob du deine neue Position nicht dafür nutzen könntest uns anderen auch eine Kommunikationsmöglichkeit mit zu Hause zu beschaffen.“ Antwortete Ben. „Das dürfte sich einrichten lassen, es könnte nur passieren das der IFM mithört, da ihr keinen Diplomatenstatus habt.“ Erwiderte Nathan. „Wenn die Interessiert was ich mit meiner Familie bespreche....“ meinte Ben daraufhin schulterzuckend. „Ich schau mal was sich machen lässt.“ Erwiderte Nathan umgehend.
„Was ist passiert?“ fragte Herlan überrascht während die Notbeleuchtung sich zögerlich aktivierte und die davon schwebenden Besatzungsmitglieder in ihr rötliches Licht tauchte. „Eine EM Impuls. Ich hätte es wissen müssen.“ Meinte Arkov daraufhin. „Sämtliche Hauptsysteme ausgefallen, Notfallaggregate haben übernommen.“ Meldete dann der Waffenoffizier als die Künstliche Schwerkraft wieder einsetzte und sämtliche anwesenden leicht unsanft auf den Fussboden beförderte. „Was ist mit dem Transporter?“ fragte Arkov dann während er sich wieder aufrappelte und sich den Rücken hob. „Unbeschädigt, das war alles eine Finte!“ antwortete der Sensoroffizier alarmiert. „Status der restlichen Schiffe?“ fragte Arkov umgesehen. „Nahezu all unsere Schiffe sind Gefechtsunfähig General dieser Impuls hat sie völlig unvorbereitet erwischt.“ Antwortete der Kommunikationsoffizier. „Ich dachte Militärschiffe sind gegen EM Impulse Immun?“ fragte Herlan überrascht. „Sollten sie auch, aber es ist aufwändig sämtlich Systeme abzuschirmen und daher wurde auf passive Systeme verzichtet, man muss die Abschirmung erst aktivieren.“ Antwortete Arkov. „Super.“ Meinte Herlan. „Ich fand es auch schon immer kritisch.“ Stimmte Arkov zu. „General, da tut sich was.“ stellte dann der Sensoroffizier fest.
„Was?“ fragte Arkov umgehend. „Sie starten Jäger.“ Antwortete der Sensoroffizier. „Diese verdammten Hunde.“ Murmelte Arkov daraufhin ehe er fragte: „Sind unsere Jäger noch Kampfbereit?“, „Ja, die meisten waren abgeschaltet, sie sollten den Impuls unbeschadet überstanden haben.“ Antwortete der Waffenoffizier. „Gut, alle Besatzungen zu ihren Maschinen!“ befahl Arkov umgehend. „General, ich Orte Truppentransporter, sie wollen unsere Schiffe entern.“ Meldete dann der Sensoroffizier. „Alle Jäger starten sobald bereit, die Piloten sollen ein Defensivperimeter aufbauen, das Technische Personal kümmert sich darum das wir so schnell wie möglich wieder schießen können und der Rest schnappt sich ne Waffe und bereitet sich auf die Abwehr von Entertruppen vor!“ befahl Arkov daraufhin, worauf ein hektisches Durcheinander einsetzte.
Arianna hatte die Tür unterdessen erreicht und öffnete sie mit angehaltenem Atem, bereit sofort zu Seite zu schauen wenn es nötig ein sollte. Allerdings hatte sie Glück hinter der Tür gab es nur einen kurzen Korridor der in einen größeren Raum führte. Entschlossen lief Arianna daher in den Raum dessen Boden von dem feinen Sand bedeckt war der ursprünglich auf der ganzen Oberfläche des Planeten vorherrschend gewesen war. Direkt an der, völlig unverzierten, Wand des Raumes verlief ein schmaler, lediglich durch ein einfaches Geländer abgetrennter Weg der den ganzen Raum einmal umrundete und wohl dazu diente dem Spektakel in der Mitte aus sicherer Distanz zusehen zu können. Dort herrschte zur Zeit ein regelrechter Wirbel aus Körpern und Hölzernen Übungswaffen. Mit beinahe übermenschlicher Geschwindigkeit wirbelten die Soldaten umeinander herum und versuchten Treffer zu landen, in aller Regel ohne Erfolg da ihr gegenüber genauso gut wie sie selbst war. Trotz des hitzigen Gefechtes behielten die Soldaten jedoch offenbar ihre Umgebung im Auge da nur wenige Sekunden nachdem Arianna in den Raum getreten war, sich das Knäul auflöste und sich die Soldaten, gleich ihren Kameraden in der Umkleide, in einer ordentlichen Reihe aufstellten. Auch sie waren lediglich spärlich bekleidet, im Gegensatz zu den anderen jedoch mit Sand verdreckt.
Nun da sich das allgemeine durcheinander gelegt hatte erkannte Arianna auch Arkintec, er trug wie die anderen Soldaten lediglich eine eng anliegenden Hose, offenbar handelte es sich um eine Form von Trainingsuniform. „Generalmilitäradjutant, Ihr habt Euch nicht gemeldet, weshalb ich gezwungen war Euch hier zu suchen.“ Meinte Arianna dann. Arkintec verneigte sich daraufhin so tief das es sein wunder war das er nicht vornüber kippte und meinte: „Ich bitte Euch vielmals um Vergebung Kaiserin, ich vergas wohl meinen mobilen Kommunikator auf zu laden. Dies wird nie wieder vorkommen. Ich bin bereit jedwede Konsequenz oder Strafe zu erdulden die Ihr für angebracht haltet.“ Arianna wusste das Arkintec dies nicht einfach so sagte allerdings hatte sie sowieso nie ernsthaft vorgehabt ihn wegen so einer Kleinigkeit zu bestrafen, insbesondere da sie so in den Genuss von etwas Abwechslung gekommen war. „Das wird nicht nötig sein, erhebt Euch.“ Arkintec gehorchte der Aufforderung umgehend und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. „Geheimrat Deskar hat mich über Vorkommnisse Informiert die unserer sofortigen Aufmerksamkeit bedürfen. Es handelt sich um eine Flotte aus Arthan Flüchtlingen die in eine Falle diverse Untergrundorganisationen getappt sind. Ich wünsche das Ihr umgehend eine Rettungsaktion einleitet.“ Erklärte Arianna dann. „Kaiserin, wir sollen Arthan retten?“ fragte Arkintec daraufhin leicht verwirrt. „Exakt.“ Bestätigte Arianna lediglich. „Wie Ihr wünscht, ich werde mich sofort darum kümmern Kaiserin.“ Meinte Arkintec sofort.
~~~Ende Kapitel 38~~~
mfg.: Tg