~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Das war einmal, unsere neuen Geschosse vermögen ihre Panzer zu brechen, das solltest du eigentlich wissen als... welchen Rang hast du nochmal?“erwähnte der alte Mann. „Ich bin General dritter Klasse der Republikanischen Verteidigung und ja ich kenne die neue Serie von Geschossen natürlich. Doch auch sie können nichts daran ändern dass wir einen offenen Militärischen Konflikt nicht überleben würden. Wir können von Glück sagen das die Kaiser bisher alle dermaßen selbstzufrieden waren und die Sache bei ein paar symbolischen Strafaktionen beließen, doch jetzt ist General Militäradjutant Arkintec an der Macht und er sucht nur nach einem Grund uns an zu greifen.“ Konterte Arkov. „Alter Spaßverderber.“ Meinte der alte Mann dann und winkte ab ehe er sich wieder seinem Getränke Krug widmete: „Ich bevorzuge Realist.“ Erwiderte Arkov und schüttelte leicht den Kopf, er hatte gesehen zu was die Imperiale Flotte fähig war, alleine die Anzahl der Kriegsschiffe unter dem Kommando des Kaisers überstieg die der ihren um ein vielfaches. Allerdings kannten viele jüngerer Arthan die Kampfkraft Imperialer Verbände nur noch aus den Geschichtsbüchern, zwar war auch er um einige Jahre zu jung um die Arthan Rebellion mit erlebt zu haben, doch er war dabei gewesen als die Imperiale Sternenflotte einen von der Republik Arthan beanspruchten Planeten in der neutralen Zone, welche die beiden Reiche seit der Rebellion trennte, wieder neutral gemacht hatte. Jede Nacht sah er die Bilder der Zerstörung wieder und fühlte dabei unbändige Wut auf das Imperium und seine selbstherrlichen Herrscher. Seufzend erhob sich Arkov dann wieder und verscheuchte die Düsteren Erinnerungen aus seinem Kopf, er hatte noch einiges zu erledigen.
Acht Jahre Später:
Es herrschte das blanke Chaos. Überall rannten schreiende Menschen durch die Gegend und die Warnsirenen röhrten unaufhörlich. Arkov warf einen Blick aus dem Fenster seines Hauses und schüttelte nur den Kopf, wegrennen würde überhaupt nichts nützen. „Arkov, ist dass das Ende?“ fragte dann seine Frau Erlanne, „Gut möglich.“ Antwortete Arkov. „Sollten wir dann nicht in einen Bunker fliehen?“ fragte Erlanne weiter. Arkov schüttelte lediglich bedauernd den Kopf und erwiderte: „Das würde uns auch nichts nützen, sie werden jedwedes Bauwerk zerstören und selbst Meterdicker Fels vermag einen Imperialen Angriffslaser nicht auf zu halten, alles was uns bleibt ist zu hoffen.“ Im selben Moment schwenkte der Grund für die ganze Aufregung in die Umlaufbahn des Planeten ein, es handelte sich um drei schwere Imperiale Kreuzer. Die Schiffe der Republik griffen die Feinde zwar umgehend an, doch der einzelne Zerstörer mit vier Korvetten Geleitschutz hatte nicht den Hauch einer Chance. Während die erste Slave der Republikanischen Schiffe einfach nutzlos auf die Schilde des führenden Kreuzers prallte, konnte ein aufmerksamer Beobachter erkennen wie die Schützenden Panzerplatten, welche die Laserwaffen der Kreuzer bisher verborgen hatten zurückfuhren und die Sphären aus einem durchsichtigen Material freilegten unter denen die Hochleistungsspiegel lagen welche den Laserstrahl in die gewünschte Richtung lenkten. Dann erwiderten die Imperialen Schiffe das Feuer, die überlegene Manövrierbarkeit der Republikanischen Schiffe vermocht sie nicht vor den Präzisen Strahlen aus alles verbrennendem Licht zu schützen. Mit tödlicher Effizienz fraßen sich die Strahlen daher durch die Schilde und schnitten die Getroffenen Schiffe regelrecht auseinander.
General Arkintec stand unterdessen vor einer Holografischen Darstellung der Schlacht und grinste zufrieden in sich hinein, die Arthan hatten keine Chance gegen den Angriff. Während die Kreuzer dann die zerstörten Feinde links liegen Liesen und auf den Planeten zu hielten meinte Priesteraufseher Molan, ein mächtiger Mann der nur dem Kaiser selbst unterstand und sämtliche Religiösen Angelegenheiten kontrollierte: „Wir sollten sie nicht vernichten sondern Missionieren. Damit würden wir mehrere Ziele zur selben Zeit erreichen.“ General Arkintec schüttelte daraufhin den Kopf und erwiderte: „Ihr scheint nicht den Hauch einer Ahnung zu haben was für ein Aufwand die Invasion eines ganzen Planeten ist. Dafür benötigt man hunderte, je nach Bevölkerungsdichte und Industrialisierung auch tausende von Transportern und Millionen von Soldaten. So eine Großoffensive kann nur der Kaiser selbst befehlen. Aber ich versichere euch das sie für ihren feigen Übergriff bezahlen werden.“, „Das ist auch notwendig, wir haben Informationen darüber das die Union Streitkräfte an der Grenze zusammenzieht. Wir müssen allen da draußen beweisen dass das Imperium nach wie vor stark ist, auch ohne amtierenden Kaiser.“ Meinte Geheimrat Deskar, welcher den mächtigen Imperialen Geheimdienstapparat sowie die nicht Militärischen Ordnungskräfte unter sich hatte und dem zu folge in der Regel als erster über eventuelle Probleme Bescheid wusste. „Verehrter Geheimrat, wir haben einen Amtierenden Kaiser, oder vielmehr eine Kaiserin habt ihr das etwa schon vergessen?“ stichelte dann Produktionswächter Rels, der als Oberaufseher über jedwede Wirtschaftliche Aktivität im Imperialen Raum ebenfalls über nicht zu unterschätzende Macht verfügte. Geheimrat Deskar verkniff sich daraufhin eine Antwort. Seine Meinung zu diesem Thema war hinlänglich bekannt, doch trotzdem wagte er es nicht in den Hallen des Kaiserlichen Palastes gegen eben jenen zu hetzen, da es ihn schnell den Kopf kosten konnte.
Gerade als die vier Männer dann den Holografischen Abbildungen der Kreuzer dabei zu sahen wie sie in Angriffsposition gingen, ertönte hinter ihnen hektisches Fußgetrappel, gefolgt von einem knallenden Geräusch das den anwesenden nur allzu vertraut war, handelte es sich doch um eine geballte Faust die gegen einen der traditionellen Harnische der Palastwache geschlagen wurde. General Arkintec war daraufhin der erste der sich herumgedreht hatte und konnte daher auch als erster erkennen was sich hier abspielte. So hatten die Wachen, welche neben der Zugangstüre standen die Köpfe gesenkt und die Faust gegen den Harnisch geschlagen, der Grund hierfür fand sich in etwa auf halbem Weg zwischen der Tür und dem Holoprojektor. Es handelte sich um ein kleines Mädchen in einem schlichten Bodenlangen Kleid das den Hochgewachsenen und durchaus kräftig gebauten General mit großen Augen anstarrte. Dieser erwiderte den Blick nur kurz ehe auch er den Blick senkte während er sich die geballte Faust auf die Brust hieb und grüßte: „Kaiserin.“ Gleichzeitig reagierten auch die drei anderen Ratsmitglieder und beeilten sich es dem General Gelichzutun. In diesem Moment kam eine ältere Frau durch die Tür gestolpert, es war offensichtlich das sie ziemlich außer Puste war. „Entschuldigt die Störung werter Rat, aber sie ist mir entwischt, ich muss dringend jemand jüngeren für dieses Fangenspiel finden.“ Meinte die Frau dann. „Kein Grund zur Besorgnis, es ist ja nichts weiter geschehen. Ich bin sicher das Ihr eure Aufgaben gewissenhaft verfolgt habt Hüterin Beldanna.“ Antwortete General Arkintec. „Ich danke für eure Toleranz General Militäradjutant.“ Meinte Beldanna daraufhin sichtlich erleichtert.
Während diesen kurzen Gespräches der Erwachsenen hatte sich die gerade mal achtjährige Kaiserin dem Holotisch soweit genähert das sie dabei zu sehen konnte wie die Kreuzer ihre Ziele anvisierten welche ebenfalls schematisch abgebildet waren. „Was passiert da?“ fragte sie dann. Geheimrat Deskar zog daraufhin für den Bruchteil einer Sekunde eine leicht zu deutende Fratze, seiner Meinung nach sollte dieses junge Gör abgesetzt und ein Richtiger Kaiser den Thron besteigen. „Die Arthan Republik hat es gewagt einen unserer Handelskonvois zu Plündern Kaiserin, Ihr seht die Vergeltungsaktion.“ Antwortete General Arkintec umgehend, auch wenn sie noch ein Kind war, sie war rein Rechtlich bereits Kaiserin, auch wenn sie noch nicht offiziell gekrönt worden war und den Kaiser zu belügen kahm dem sachverhallt des Hochverrats nahe. Aufgrund der Tatsache das die Junge Kaiserin noch nichts von Politik verstand, beurteilter sie die Lage mit ihrem Kindlichen Sachverstand dem jedwede Gewaltanwendung zuwider war. Als man dann beobachten konnte wie die ersten, hochpräzisen, Laserschläge gezielt die Raketenabwehr der Stadt am Boden ausschalteten um den Weg für die Zerstörerischen Massenvernichtungswaffen, welche in den Raketenschächten der Kreuzer auf ihren Einsatz warteten, frei zu machen rief sie daher: „Aufhören! Sonst werden furchtbar viele Menschen sterben!“
Während Geheimrat Deskar daraufhin sichtlich Mühe hatte eine scharfe Bemerkung zurück zu halten bemühte sich Priesteraufseher Molan bedeutend diplomatischer: „Aber Kaiserin, sie haben uns Angegriffen. Das darf nicht ohne Folgen bleiben, oder wollt ihr übergriffe bedingungslos tolerieren?“, „Dort werden Leute sterben die nichts mit dem Übergriff zu tun haben, ich verlange das der Angriff abgebrochen wird, sofort!“ um ihre Forderung zu untermauern stampfte die junge Kaiserin daraufhin energisch mit dem Fuß auf. Obwohl diese Geste den vier mächtigsten Männern des Imperiums nicht besonders imponierte wirkten sie allesamt etwas zerknirscht. Zwar war Kaiserin Arianna noch sehr jung, ein Kind, doch laut dem Imperialen Gesetz die absolute Alleinherrscherin , ungeachtet ihres alters. Das bedeutete das jede Verweigerung einer direkten Aufforderung ihrerseits Befehlsverweigerung war und diese wurde im Imperium in der Regel mit der sofortigen Exekution bestraft. General Arkintec konnte die Flammengardisten auch bereits dabei beobachten wie sie ihre Waffen fester umklammerten, nicht das er jemals der Direkten Anweisung eines Kaisers die Folgschaft verweigern würde, dazu war er viel zu loyal, doch er versuchte einen Ausweg zu finden ohne den Angriff abzubrechen. Es gelang ihm jedoch nicht weshalb er meinte: „Wie ihr wünscht Kaiserin.“ Ehe er sich herumdrehte und einen Schalter auf dem Holotisch betätigte: „Mission Abbrechen, auf Befehl von Kaiserin Arianna.“ Meinte er dann umgehend ehe er den Schalter wieder los lies. Sofort sah man wie die Kreuzer ihren Laserbeschuss Aufgaben und die Geschütze wieder in Wartestellung zurückfuhren, mit typisch Imperialer Disziplin zweifelten die Kommandeure der Schiffe nicht einen Moment an dem Befehl.
Nur Kurz zuvor hatte sich Arkov schützend über seine Frau und seinen Sohn, Herlan, gebeugt und die Augen geschlossen, während draußen vor den Fenstern die ersten Laserstrahlen aufblitzten und alles zerstörten das sich ihnen in den Wegs stellte. „Das war es jetzt.“ Dachte sich Arkov, sprach den Gedanken jedoch nicht aus. Schließlich erschütterte eine gewaltige Detonation das ganze Gebäude und Arkov stolperte Rückwärts. „Papa was war das?“ fragte sein Sohn daraufhin ängstlich. „Nichts, das war gar nichts alles in Ordnung.“ Antwortete Arkov beruhigend, obwohl er ganz genau wusste das nichts in Ordnung war, die Detonation rührte wahrscheinlich von der Explosion eines Defensiv Raketen Bunkers her der einige Straßen Weiter gestanden hatte. Plötzlich erstarb das Blitzen und zischen der Laserwaffen dann urplötzlich und sowohl Erlanne als auch Herlan starrten hoffnungsvoll aus dem Fenster. Lediglich Arkov wusste genau dass das schlimmste noch bevorstand, die Laserschläge waren nur ein Vorgeschmack gewesen. Als auch nach weiteren fünf Minuten nichts weiter geschehen war wagte Erlanne zu fragen: „Ist es vorbei?“, „Ich weiß nicht.“ Gestand Arkov, es entsprach eigentlich nicht dem Imperialen Stil so lange mit dem alles vernichtenden Schlag zu warten. Dann meldete sich mit einem knacken einer der Ferntransistoren, ein Gerät mit dessen Hilfe Informationen schnell auch über Sonnensysteme hinweg Versand und empfangen werden konnten, zu Wort. „Das ist unmöglich.“ Flüsterte Arkov dann. Während die Stimme des Vorsitzenden des Stammesrates verkündete: „Es scheint als ob Imperiale Streitkräfte ihren feigen und verabscheuenswürdigen Angriff auf eine unserer Welten abgebrochen haben, sie befinden sich unseren Informationen zufolge derzeit auf dem Rückzug aus dem System.“
~~~Ende~~~
mfg.: Tg