~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
„Diese ignoranten alten Narren.“ Murmelte Arkov dann, immerhin war er von seinen Vorgesetzten nicht darüber informiert worden das die Republik offenbar den Ausnahmezustand verhängt hatte und sämtliche Jungen Männer Zwangsrekrutierte um sie in ihr sicheres verderben gegen einen Feind zu schicken der im Kampf keine Gnade kannte. „Was ist denn?“ fragte Herlan dann. „Nichts, ich weiß nur manchmal nicht was ich von den Entscheidungen des Rates halten soll.“ Antwortete Arkov, während er den Rat innerlich verteufelte. So langsam wusste er nichtmehr ob das Imperium wirklich das größte Übel in diesem Universum war. Sicher das Imperium war streng autoritär aufgebaut, Widerworte gegen den Kaiser wurden nicht geduldet und der beinahe fanatische Glaube war für einen Außenstehenden ziemlich abschreckend, aber immerhin gab es im Imperium eine sichere Gesetzeslage, die jedem Bürger gewisse Rechte zu sicherte. Selbst die Kaiser wagten es nur selten an diesen Grundsätzlichen Regeln ihres Staates zu rütteln. Zusätzlich konnte jeder Imperiale Bürger darauf vertrauen das die ganze Macht des Imperiums aufgeboten wurde um ihn vor Äußeren Gefahren wie Piraten, oder eben Arthan, zu schützen.
Währenddessen saß Nathan nur mäßig Motiviert auf dem Pilotenstuhl einer kleinen Transportfähre, obwohl das eigentlich nicht nötig war, es war sowieso Debbie welche die Fähre flog. Plötzlich begannen dann einige Lampen hektisch zu blinken und Nathan ließ seinen Blick auf die Anzeigen wandern. „Debbie funktionieren die Sensoren des Schiffes?“ fragte er dann. „Alle Schiffssysteme Arbeiten innehrlab der geforderten Parameter.“ Antwortete Debbie, was Nathan nicht wirklich überraschte, wenn etwas anderes der Fall wäre, hätte Debbie ihn schon längst alarmiert. „Wie erklärst du dir dann den extremen Temperatursturz in dem Krater voraus?“ fragte Nathan dann während er die Sensorwerte mit kraus gezogener Stirn musterte. Die Temperatur der Oberfläche des Planetoiden war an dieser ganz spezifischen Stelle sehr viel Tiefer als an anderen Stellen des Planetoiden und viel tiefer als sie eigentlich hätte sein dürfen, sie lag nur knapp über dem absoluten Nullpunkt. „Ich verfüge nicht über genügend Sensordaten für eine Analyse.“ Antwortete Debbie dann prompt, womit das Thema für sie erledigt schien.
Für Nathan war das Thema jedoch nicht erledigt und er erwiderte: „Leg ein Navigationsgitter über die Oberfläche des Planeten und markiere sowohl den kalten Fleck als auch die Absturzstelle des Trümmerstückes.“ Debbie sparte sich daraufhin zwar eine verbale Bestätigung, jedoch wurden sofort darauf Halbtransparente weiße Linien auf der Oberfläche des Planetoiden angezeigt, welche die Oberfläche in exakte Quadrate unterteilten. Gleichzeitig wurden sowohl ein gelber als auch ein blauer Punkt angezeigt welche sich exakt auf der selben Position befanden. „Welch Überraschung.“ murmelte Nathan daraufhin, nun wusste er zwar das die Trümmer des Zerstörers exakt auf dem kalten Fleck eingeschlagen waren, weshalb es dort so kalt war entzog sich seiner Kenntnis jedoch nach wie vor. Er entschloss sich daher Verstärkung zu Mobilisieren und betätigte die intercomschaltung: „Ben, Vickie, Josh, Janush kommt mal bitte ins Cockpit.“
Kurz darauf traten die Wissenschaftler durch die Luftdicht schließende Luke welche den Frachtraum vom Cockpit der Fähre trennte und Ben fragte: „Was ist den los?“, „Schaus dir selber an.“ antwortete Nathan und deutete auf die Sensorwerte. „Das kann nicht sein.“ Stellte Janush dann schnell fest. „Sehe ich auch so, aber Debs ist sich sicher das sie und ihre Sensoren ordnungsgemäß funktionieren.“ Erwiderte Nathan. „Debs?“ fragte Viktoria dann eine Augenbraue hochziehend. „Warum sollte ein Computer keinen Spitznamen bekommen können?“ fragte Nathan zurück. „Könnte eine noch funktionierende Kühleinrichtung des Zerstörers eventuell für die Temperaturen verantwortlich sein?“ fragte dann Josh etwas ratlos. „Nein, die Arthan oder das Kartell verfügen nicht über Technologie um etwas dermaßen weit hinunter zu kühlen, selbst uns ist das nur im Labormaßstab möglich.“ Antwortete Janush sofort. „Zusätzlich macht es aus Technischer Sicht keinen Sinn etwas auf den absoluten Nullpunkt herunter zu kühlen.“ Fügte Ben an. „Und außerdem empfangen die Sensoren keine Messbaren Energieeimissionen. Was immer da los ist, es hat seinen Ursprung definitiv nicht in einer Schiffswerft.“ Meinte dann Nathan. „Es gibt einige Natürlich vorkommende Mineralische Verbindungen welche Energie in Form von Licht und Temperatur absorbieren und wieder abgeben können, aber bis zum absoluten Nullpunkt reicht das nicht.“ Meinte dann Viktoria nachdenklich.
Noch während über den Ursprung des kalten Flecks auf der Planetoiden Oberfläche gerätselt wurde, betrachtete Arianna auf einem Taktischen Lageschirm die Imperiale Armada, welche auf ihren Befehl angeführt von General Militäradjutant Arkintec ausflog. „Sorgt dafür das die Arthan nicht wissen was auf sie zukommt.“ Meinte Arianna dann zu Deskar. Welche lediglich nickte, der Imperiale Fernmeldedienst hatte die niedrigeren Institutionen der schein Republik fast komplett unterwandert und in beinahe jedem Regierungsnetzwerk gab es Spähsoftware, es stellte daher keine größerer Herausforderung dar die Kommunikation zeitweilig zu blockieren und Langstreckensensoren örtlich begrenzt ausfallen zu lassen. Gerade als Deskar sich dann auf die Brust hieb und bereits im Begriff war sich weg zu drehen meinte Arianna: „Ach und Geheimrat, sorgt dafür das wir möglichst viele Agenten im direkten Umfeld des Rates haben.“ Deskar senkte daraufhin demütig den Kopf und antwortete: „Meine Kaiserin im direkten Umfeld des Rates ist es sehr viel schwieriger unentdeckt zu bleiben, zudem dienen dort ausschließlich ältere Veteranen es ist daher sehr schwierig einen neuen Agenten einzuschleusen.“, „Wie Ihr das bewerkstelligt überlasse ich euch. Wenn Ihr es geschafft habt die Agenten ein zu schleußen sorgt dafür das sie unentdeckt bleiben, um jeden Preiß.“ Erwiderte Arianna. Deskar nickte daraufhin und meinte: „Wie Ihr wünscht. Habt Ihr noch weitere Anweisungen an mich?“, „Nein nicht direkt. Aber ich möchte euch etwas sagen Geheimrat: Ich möchte euch hiermit nur darüber informieren das ich euren Erfahrungsschatz und den der anderen Räte durchaus schätze. Ihr seid eingeladen eure Vorschläge offen zu unterbreiten.“ Antwortete Arianna und sah daraufhin dabei zu wie Deskar kurz zusammenzuckte als ihm die Konsequenz der Worte bewusste wurde: Die Kaiserin wusste von seiner Persönlichen Antipathie und Abneigung gegen ihre Person in diesem Amt. „Ich verstehe Kaiserin.“ meinte er dann zügig und wandte sich erneut zum gehen, dieses Mal lies Arianna ihn auch gehen, sie wusste das sie ihn ordentlich schockiert hatte.
„Das war klug.“ Stellte Beldanna dann fest. „Was den? Fragte Arianna umgehend. „Geheimrat Deskar nicht offen anzugreifen und damit in eine Ecke zu drängen. Er ist ein mächtiger Mann und ein fähiger Geheimrat, es könnte schwierig werden auf die Schnelle passablen Ersatz zu finden. Du legst eine für dein Alter ungewöhnliche Weisheit an den Tag.“ Antwortete Beldanna ehe sie sich ihrer Worte klar wurde und schockiert die Hand vor den Mund hielt ehe sie leise meinte: „Vergebt mir Kaiserin das stand mir nicht zu.“ Arianna lachte daraufhin lediglich und erwiderte: „Du hast doch völlig Recht. Ich hätte Deskar eigentlich offen gesagt was ich weiß und eine Rechtfertigung verlangt. Aber die Flammen selbst rieten mir die Sache anders an zu gehen.“ Beldanna schwieg daraufhin es war ihr jedoch an zu sehen das sie nur zu gerne etwas sagen wollte, es sich aber nicht traute. „Was beschäftigt dich?“ fragte Arianna daher. „Verzeih bitte einer alten Frau ihre Neugierde, aber dann stimmt es, die Flammen sprechen wirklich zu den Kaisern?“ erwiderte Beldanna. „Es ist nicht direkt eine Sprache, vielmehr Symbole und Gefühle.“ Antwortete Arianna nachdenklich, um ehrlich zu sein wusste sie selbst nicht genau wie man die Kommunikation einordnen konnte.
Nathan steuerte unterdessen die Fähre näher an den kalten Fleck des Planetoiden heran während der Rest die Sensorwerte im Auge behielt. Plötzlich meldete sich dann Debbie: „Warnung, kritischer Energieabfall!“, „Was?!“ fragte Nathan überrascht, immerhin hatten die Generatoren bisher nie Probleme gemacht. „Sie hat Recht wir verlieren die Primärenergie.“ bestätigte Janush. „Debbie, Selbstanalyse, welcher Defekt liegt vor?“ meinet Nathan dann. „Alle System Arbeiten innerhalb normaler Parameter.“ Antwortete Debbie daraufhin. „Kann ich nur bestätigen, die Generatoren arbeiten auf hundert Prozent Leistung, es ist wie wenn jemand alle Energie aus dem Schiff saugen würde.“ Meinte Janush sofort. „Das ergibt Sinn. Temperatur ist nichts anderes als der Energiegehalt von Atomen. Wenn irgendwas an diesem Ort Energie absorbiert würde das sowohl die niedrige Temperatur als auch unseren Energieabfall erklären.“ Stellte dann Ben fest. „Ok ich versuch uns hier weg zu bringen, vielleicht kommen wir ja aus der Reichweite dieses Dings wieder raus bevor Hier die Lichter ausgehen.“ Meinte Nathan dann und stellte die Steuertriebwerke auf volle Leistung während er den Hauptantrieb abschaltete, er wusste das die Zeit für eine komplette Wende nicht reichte, er hatte daher vor das Schiff von der Gravitation des Planetoiden beschleunigen zu lassen. Dabei kam es dem Felsbrocken jedoch unweigerlich näher. „Das wird eng, wir haben gerade den Hauptcomputer verloren, ab jetzt ist alles auf Manuell.“ Meinte dann Josh während die Beleuchtung und auch die meisten Monitore zu flimmern begannen. „Nur noch eine Kurskorrektur, dann können wir alles bis auf die Lebenserhaltung runter fahren.“ antwortet Nathan hochkonzentriert, seine Letzte Trainingseinheit im Manuellen Fliegen von Schiffen lag doch schon etwas länger zurück.
„Liefern die Sensoren wenigstens brauchbare Werte?“ fragte dann Ben während die Fähre immer näher an die von Einschlägen zerklüftete Oberfläche des Planetoiden heranflog. „Offenbar befindet sich unter der Oberfläche aus verdichtetem Silikat Staub und Fels eine Art Kristallstruktur aus einer unbekannten Verbindung.“ Antwortete Viktoria mit gerunzelter Stirn. „Können wir die Elemente Isolieren aus denen die Kristallstruktur zusammengesetzt ist?“ fragte Ben weiter. „Nein, nicht von hier aus.“ Antwortete Viktoria umgehend. „Wie groß ist der Kristall?“ fragte dann Janush. „Kann ich nicht sagen, aber er dürfte fast das komplette Volumen des Planetoiden ausfüllen.“ Antwortete Viktoria. „Das wäre aber ein verdammt großer Kristall.“ Stellte Josh fest. „Zu groß um natürlichen Ursprungs zu sein.“ Fügte Ben an. „Ihr glaubt das irgendwer, oder irgendwas diesen Planetoiden Künstlich erschaffen hat?“ fragte dann Nathan fassungslos. „Vielleicht nicht den Planetoiden, ich glaube viel mehr das sich der Planetoid sich aus dem Staub um eine künstliche Struktur herum aufgebaut hat.“ Antwortete Ben. „Dann haben wir wohl doch ein Alien Artefakt gefunden. Weder wir noch das Imperium und schon garnicht die Arthan währen fähig so etwas zu erschaffen.“ meinte Janush dann. „Wohl war.“ Stimmte Ben nachdenklich zu ehe sich wieder bedrücktes Schweigen über die fünf legte.
„Letzte Treibwerkszündung, jetzt.“ meinte Nathan dann woraufhin ein Ruck durch das Schiff ging, die Trägheitsdämpfer hatten Nichtmehr genug Leistung um den Impuls zu absorbieren. Dann flackerte die Beleuchtung ein letztes mal auf ehe sie komplett ausfiel, ebenso die meisten Anzeigen und Kontrollpulte. „Das war’s wir haben keine Energie mehr.“ Stellte Janush fest. „Dann sollten wir möglichst in die Raumanzüge schlüpfen, bevor es hier drin richtig kalt wird.“ Antwortete Josh. „Gute Idee.“ Stimmte Ben zu während er sich bereits auf dem Weg in den Frachtbereich der Fähre befand. Noch während sich daraufhin alle in der herrschenden Finsternis in ihre Raumanzüge quetschten fragte Viktoria: „Wie kann das was auch immer es ist uns eigentlich die Energie abziehen?“, „Ich vermute das es die EM Felder an die Jedes Schiff umgeben anzapft. Wenn das hier in Militärisches Schiff wäre, hätten wir vermutlich keine Probleme da deren Systeme isoliert sind um die Entstehung eines starken EM Feldes zu unterbinden, hauptsächlich zum Schutz vor EM Waffen wie sie die Arthan früher gerne benutzt haben.“ Antwortete Janush. „Wie lange glaubst du brauchen wir bis wir den Einflussbereich dieses Dings verlassen haben?“ fragte Ben dann Nathan. „Wenn man zu Grunde legt in welcher Distanz wir die ersten Auswirkungen zu spüren bekommen haben, werden wir schon ein paar Stunden ohne Strom auskommen müssen.“ Antwortete Nathan. „Na das kann ja gemütlich werden.“ Stellte Josh säuerlich fest.
~~~Ende Kapitel 6~~~
mfg.: Tg