~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Weit von der Station entfernt hatte Trianna unterdessen wieder zu dem Entertrupp an Bord des Khaakschiffes aufgeschlossen. Dank der Feuerkräftigen Unterstützung der Kampfroboter, hatten die Soldaten bislang keine Problem gehabt einige Provisorische Barrikaden der Khaak zu überwinden. Alles in allem war der Widerstand der Khaak bei weitem nicht so groß wie es zunächst den Anschein gehabt hatte. „Frau Lieva, Admiral Ishiyama hat mich bereits Informiert das sie wieder zu uns stoßen. Fühlt sich gut an Sie wieder in meiner Nähe zu wissen.“ Meinte Kapitän Smith dann zur Begrüßung. „Ich freue mich das meine Anwesenheit einen positiven Effekt auf die Moral hat.“ stellte Trianna daraufhin fest. „Sie haben gut gekämpft und mir das Leben gerettet, so jemanden hat man immer gerne in der Nähe.“ Meinte Kapitän Smith. „Großer Raum voraus, die Sonde ortet Hunderte von Alkoven.“ Meinte dann einer der Soldaten welcher die anzeigen einer der Spähdronen überwachte. „Vorsichtig Leute, die Roboter zu erst.“ meinte Kapitän Smith dann. Es erleichterte niemanden das die Drohne keine Khaak lokalisiert hatte, die Insekten waren Spezialisten darin sich vor den meisten Sensoren zu verbergen, weshalb alle mit äußerster Vorsicht vorrückten, ein derart großer Raum bot Schließlich auch Platz für entsprechend viele Feinde.
Kaum um die Ecke gebogen viel den meisten Soldaten jedoch erst mal die Kinnlade herunter, der vor ihnen liegende Raum war nicht nur imposant groß sondern auch komplett von einem Violetten leuchten erhellt das scheinbar selbst durch massive Objekte drang. Ebenfalls waren sowohl Boden Decke als auch Wände des Raumes mit großen Ovalen Objekten besetzt die im Licht leicht schimmerten. „Was ist das?“ fragte einer der Soldaten neugierig und streckte die Hand aus um eines der Objekte zu berühren. Im selben Moment registrieret Trianna jedoch mehrere Lebewesen die sich ihnen näherten und rief: „Achtung!“ Sofort wirbelten die Soldaten herum und hoben ihre Waffen. Nur Sekundenbruchteile später sprangen dutzende Khaak über die Ovalen Objekte hinweg und eröffneten unter schrillem Gekreische das Feuer. Den sofort darauf aufflammenden dreißig Millimeter Kanonen der Mark V Drohnen hatten die Khaak jedoch auch dieses mal nicht viel entgegen zu setzen, was sie jedoch nicht daran hinderte weiter unvermindert anzugreifen. Im selben Mummet stürzten sich einige weitere Khaak welche im Gegensatz zu den Anderen über Flügel verfügten im Sturzflug auf den Entertrupp und richteten ein heilloses Chaos an. Hauptziel des Luftangriffes waren die imposanten Kampfroboter, welche von den Khaak direkt gerammt und damit umgeworfen wurden. Während die Soldaten welche die Maschinen kontrollierten sich daraufhin einen brutalen Nahkampf am Boden mit den Khaak lieferten, nutzten die anderen umgehend aus dass das Unterdrückungsfeuer aufgehört hatte und stützten voran.
Allerdings waren die Khaak dem Mechanischen Kämpfern im Nahkampf offenbar genauso wenig gewachsen wie im Fernkampf, mit einem ekligen Knirschen riss eine der Drohnen den auf ihr sitzenden Khaak regelrecht in zwei Hälften während eine zweite Drohne ihren Widersacher mit einem der Integrierten Messer regelrechte halbierte. Die Khaak wussten jedoch offenbar das sie nur gewinnen konnten wenn sie die Drohnen erledigten weshalb umgehend weitere Khaak in den Kampf sprangen. Dieses Mal waren die Drohnenführer jedoch auf den Angriff vorbereitet und begrüßten die Khaak mit stählernen Fäusten und Klingen. Davon leisen sich die Khaak jedoch nicht sonderlich einschüchtern und stürmten weiter voran. „Sie schützen diese Dinger!“ brüllte einer der Soldaten dann und deutete auf eines der Ovalen Objekte. Tatsächlich blockierten die Khaak mit ihren Leibern jedwede Feuerlinie und opferten sich scheinbar lieber selbst als zu riskieren das die Objekte beschädigt wurden. Allerdings reichten die Anstrengungen der Khaak nicht aus da eines der Flugfähigen Insektenwesen in diesem Moment getroffen zu Boden stürzte und genau auf einem der Objekte landete. Das Objekt gab zuerst unter dem Gewicht des Khaak nach, platze dann aber schlussendlich auf, woraufhin eine klebrige Masse daraus hervor quoll. „Das sind Eier!“ rief Kapitän Smith dann überrascht aus als ihr klar wurde das sie wohl in die Kinderstube der Khaak vorgedrungen waren.
Kaum hatte der tote Körper des Khaak das Ei unter sich erdrückt ertönte das Schrille Kampfgekreische der Khaak um ein hundertfaches mehr und eine ganze Hundertschaft der Insektenwesen begann mit großen Sprüngen über die Eier hinweg auf den Trupp zu zusetzen. „Wie viele sind das denn noch!“ rief einer der Soldaten daraufhin frustriert aus während eine weitere Angriffswelle Flugfähiger Khaak auf den Entertrupp herunter stieß. Aufgrund der Tatsache das die Allianzsoldaten nun von praktisch allen Seiten gleichzeitig in die Mangel genommen wurden gewannen die Khaak wieder die Oberhand über den Kampf und drängten ihren Feind immer enger zusammen. „Du musst etwas unternehmen.“ Dachte sich Trianna dann während sie den Soldaten beim Sterben zu sah. De Khaak waren jedoch schlichtweg zu viele um mit einem physischen Angriff irgendetwas bewegen zu können, weshalb Trianna die Augen schloss und im Geiste nach den Khaak tastete. Es dauerte auch nicht lange bis sie sie entdeckt hatte, das Schwarmbewusstsein war in hellem Aufruhr und dürstete nach Blut. Ohne lange darüber nach zu denken nahm Trianna daraufhin all ihren Willen zusammen und attackierte das Schwarmbewusstsein der Khaak mit all ihrer Kraft. Praktisch umgehend zeigte der Mentale Angriff Auswirkungen in der Materiellen Welt, die Khaak verloren, wohl vor Überraschung oder Schreck, die Kontrolle über ihre Bewegungen und legten größtenteils ziemlich unelegante Bruchlandungen hin.
„Was machen die denn da?“ fragte einer der Soldaten daraufhin überrascht ehe Trianna eine mächtige Schockwelle durch das Schwarmbewusstsein schickte, umgehend krümmten sich die Khaak vor Schmerzen und wanden sich am Boden. Allerdings war der Kampf noch nicht vorbei, ohne Vorwarnung starteten die Khaak einen Mentalen Gegenangriff und drängten Trianna in die Defensive. Einige Sekundenbruchteile rangen sie daraufhin mit einander ehe ein weiteres Bewusstsein sich dem Kampf anschloss, es war alt, sehr alt und auf eine seltsame Art mit dem Schwarmbewusstsein der Khaak verknüpft. Trianna sog scharf Luft durch die Zähne an als das fremde Bewusstsein sie frontal Angriff. Die Khaak hatten die Auswirkungen des Mentalen Angriffes unterdessen weitestgehend verdaut und starteten ihren verbissenen Kampf gegen die Allianzsoldaten wieder. Die hatten die Kurze Kampfpause jedoch dazu genutzt sich neu zu organisieren und einen Verteidigungsring um Trianna zu bilden. Zwar wussten sie nicht was Trianna genau tat, doch es war ziemlich offensichtlich das sie es gewesen war welche die Khaak kurze Zeit außer Gefecht gesetzt und damit wohl das Leben des ganzen Trupps zumindest vorrübergehen gerettet hatte.
Während der Kampf nun auch in der Materiellen Welt wieder zu toben begann, war Trianna gezwungen sich hinter ihren Geistigen Schutzwall zurück zu ziehen der nun einem unablässigen Dauerangriff seitens der Khaak und dem Fremden Bewusstseins ausgesetzt war. Zu ihrer Erleichterung hatte Trianna jedoch fest gestellt das die Khaak offenbar bei weitem nicht die Mentale Disziplin und Willensstärke wie die Tauron aufwiesen, sonst hätten sie das Geistige Kräftemessen wohl längst gewonnen. Allerdings war es trotzdem nur eine Frage der Zeit bis die Khaak ihre Verteidigung weich geklopft hatten wenn sie sich nicht zur Wehr setzte. Angetrieben von dem Wunsch nach Anerkennung startete Trianna daher den Gegenangriff und sandte eine Schockwelle nach der anderen aus, jede mächtiger und schmerzhafter als die vorangegangene. Die Khaak gingen daraufhin erneut zu Boden, doch dieses Mal gab Trianna ihnen keine Zeit sich zu erholen und schlug ihre Mentalen Harpunen in das Schwarmbewusstsein der Khaak. Im selben Moment startete das Fremde Bewusstsein ebenfalls einen mächtigen Angriff, doch dieses Mal war Trianna vorbereitet und lies den Angriff einfach abgleiten ehe sie einen schnellen Gegenschlag anbrachte. Zu ihrer Überraschung durchdrang sie damit die Verteidigung des Fremden Bewusstseins.
Umgehend begann eine wahre Flut aus Emotionen, Erinnerungen und Gedanken auf sie hereinzubrechen. Noch während Trianna sich daraufhin hinter ihren Schutzwall duckte um die Sturzflut abperlen zu lassen ertönte eine Stimme, sie war schrill und hoch, aber gut zu verstehen: „Damit habt ihr endgültig gesiegt. Ich sagte allen dass es nur ein Frage der Zeit ist.“, „Was bist du?“ fragte Trianna daraufhin. „Du weißt es nicht?“ fragte die Stimme daraufhin überrascht. „Ich bin die Mutter, die Ordnerin, die die den Schwarm zusammenhält ohne ihn zu Kontrolleren. Ich habe viele Namen, deines Gleichen nannte mich Matriarchin.“ Antwortete die Stimme. „Ziehe die anderen zurück oder sie werden alle sterben.“ Meinte Trianna dann. „Nein. Sie sind ungestüm, sie sind jung. Ich kann sie nicht abhalten zu tun was sie tun. Außerdem weiß ich weshalb du hier bist Tauron. Du bringst zu Ende was vor so vielen Sonnen begann.“ Antwortete die Stimme erneut. „Du irrst. Ich bin nicht hier um euch zu vernichten. Ich wuchs nicht bei den anderen meiner Art auf. Ich bin anders.“ Erwiderte Trianna. „Du hast recht. Ich spüre den brennenden Hass nicht in dir. Aber du bist eine Tauron, meine Nemesis. Ich werde nicht zulassen dass du triumphierst!“
Kaum hatte die Stimme geendet erhob sich eine gewaltige Kreatur in dem Raum vor dem Entertrupp. Sie war mehr als dreimal so groß wie der durchschnittliche Khaak und verfügte anstelle des Stachels über eine Art langen Schlauch am Hinterleib. „Tu das nicht.“ Meinte Trianna dann, sie wusste was die Matriarchin vorhatte. „Du kannst mich nicht aufhalten.“ erwiderte die Matriarchin und hatte damit auch recht. Trianna war zu unerfahren um die Kontrolle über ihren Geist zu übernehmen weshalb die Matriarchin mit ihren gewaltigen Beinen zum Angriff überging. Umgehend begannen die Allianzsoldaten daraufhin auf sie zu feuern, doch die Matriarchin nutzte ihre beiden Schildähnlichen Vorderbeine um sich vor dem Beschuss zu schützen während sie ihr Mittleres Beinpaar wie Sensen benutzte. „Deckung!“ brüllte daraufhin einer der Soldaten als er sich zu Boden warf und der Klaue damit nur knapp entging. Die bedeutend größeren Kampfdrohnen konnten sich nicht so ohne weiteres in Deckung bringen und wurden von dem Schlag einfach weg geschleudert. Die Matriarchin nutzte das Chaos in der Allianzformation umgehend aus und näherte sich in beängstigender Geschwindigkeit. Kaum schlugen ihre wieder die ersten Plasmageschosse entgegen nutzte sie ihre Vorderbeine ein weiteres Mal als Deckung und stach mit einem weiteren Bein nach den Soldaten.
„Genug!“ meinte Trianna dann und attackierte den Geist der Matriarchin mit einer weiteren Schmerzwelle. Tatsächlich zuckte das gewaltige Wesen daraufhin zusammen. Dies wiederrum gab den Soldaten die nötige Zeit sich neu zu positionieren und an den schützenden Knochenschilden der Vorderbeine vorbei zu feuern. Umgehend lies die Matriarchin einen besonders schrillen Schrei ertönen ehe sie ins ich zusammenbrach und als ein wirrer Haufen Beine liegen blieb. Die Restlichen Khaak hatten sich unterdessen noch immer nicht von Triannas Mentaler Attacke erholt und machten auch nichtmehr den Eindruck kämpfen zu wollen. Sie wussten das sie verloren hatten. Ohne die Matriarchin war es nur eine Frage von Generationen bis ihre Spezies endgültig ausstarb, egal ob sie diesen Kampf gewonnen oder nicht. „Ich hatte dich gewarnt.“ Meinte Trianna zu der im Sterben liegenden Matriarchin. Ihr Bewusstsein begann sich bereits auf zu lösen. „Ich werde nie eine Sklavin sein.“ Meinte die Matriarchin dann ehe der letzte Lebensfunke in ihr erlosch, die Wunden waren selbst für ein so großes Wesen zu tief. Kaum war die Matriarchin gestorben begannen die verbliebenen Khaak sich selbst zu töten. Offenbar wollten sie lieber sterben als ihrem vermeintlichen Erzfeind in die Hände zu fallen. „Das wäre geschafft.“ Meinte Kapitän Smith dann erleichtert, offenbar froh das der alptraumhafte Kampf gegen die Khaak vorbei war. „Arme Kreaturen. Jahrtausende haben sie überlebt und in Kryostase abgewartet nur um jetzt doch zu enden.“ dachte sich Trianna dann beim Anblick der tausenden leblosen Leiber.
~~~Ende Kapitel 12~~~
mfg.: Tg