~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~
Aiko war seinem Blick natürlich gefolgt und meinte: „Wie ich sehe ist dir umgehend die Waffentechnische Überholung ins Auge gefallen.“, „Ist ja auch ziemlich auffällig.“ Relativierte Admiral Ishiyama. „Wie du weißt waren die Munitionsaufzüge auf FER Schiffen immer ein Problem, sie stellten Potenzielle Schwachpunkte in der Verteidigung eines Schiffes dar die wir nie ganz in die Griff bekommen haben. Wir haben daher beschlossen sämtliche Maassenbeschleuniger durch Schmalbandstrahlenwaffen zu ersetzen. Sie kommen ohne Munition im Klassischen Sinne aus und benötigen stattdessen nur eine Hochleistungsenergieversorgung. Dadurch konnten wir die Anzahl an Munitionsaufzügen und auch Bunkern an Brod drastisch reduzieren und die verbliebene welche zum Einsatz von Lenkwaffen von Nöten sind besser schützen.“ Erklärte Aiko. „Und diese Strahlenwaffen funktionieren auch?“ fragte Admiral Ishiyama, nicht das er etwas gegen eine Grundsätzliche Modernisierung der Waffentechnik gehabt hätte, die Massenbeschleuniger waren im Vergleich zu den Waffen der Tauron schlicht primitiv, aber sie hatten zumindest zuverlässig funktioniert. „Aber natürlich, wir haben hunderte Testläufe gemacht. Sie arbeiten so zuverlässig wie unsere Plasmawaffen.“ Versicherte Aiko umgehend. „Gut, wie sieht es mit den Leistungen aus?“ erwiderte Admiral Ishiyama umgehend. „Die Effektive Gefechtsdistanz ist etwas geringer als bei Massenbeschleunigern, dafür ist die Präzisen und Geschossgeschwindigkeit jedoch unübertroffen. Ich denke das diese Umrüstung die Schlagkraft sämtlicher davon betroffenen Allianzschiffe deutlich steigert.“ Antwortete Aiko. „Das glaube ich auch.“ Meinte Admiral Ishiyama umgehend. Der Reichweiten Vorteil der Massenbeschleuniger gegenüber anderen Waffensystem war immer dadurch relativiert worden das die Geschosse kaum Schäden an Schildsystemen angerichtet hatten. Aus eigener Erfahrung wusste Admiral Ishiyama jedoch das die Strahlenwaffen der Khaak, was das betraf, in einer anderen Liga spielten.
„Schön, wenn wir einer Meinung sind.“ meinte Aiko umgehend, sie hatte insgeheim befürchtet das Akio nicht ganz damit einverstanden sein könnte das sie sein Schiff einfach umgerüstet hatte. Admiral Ishiyama brummte daraufhin etwas unverständliches ehe er fragte: „Wurden noch weiter umbaumaßnahmen durchgeführt?“ , „Wir haben zusätzliche Lenkwaffenwefer installiert, aber ansonsten nichts großartiges, es bleibt das gleiche Schiff.“ Antwortete Aiko. „Wie lange wird es noch dauern bis sie wieder Einsatzbereit ist?“ fragte Admiral Ishiyama dann. „Die neuen Waffen wurden bereits an das Primäre Energiegitter angeschlossen, ebenfalls wurde der neue Trägheitskern schon installiert. Wir müssen nur noch das Molekularkohäsionsfeld installieren, dann sind wir so gut wie fertig. Ich schätze noch ein bis zwei Tage.“ Antwortete Aiko, offenbar mit ihrer Leistung und der ihres Teams zufrieden. „Das sind gute Neuigkeiten. Du machst deinen Job gut.“ Stellte Admiral Ishiyama umgehend fest. „Aber natürlich, immerhin muss ich mich ja mit dir vergleichen lassen.“ erwiderte Aiko neckisch. „Ich Arbeite in einem völlig anderen Tätigkeitsfeld.“ Gab Admiral Ishiyama umgehend zu bedenken, er wusste vielleicht wie man eine Besatzung führte und die Fähigkeiten eines Schiffes nutzte, von dem Bau und der Instandhaltung der Künstlichen Giganten hatte er aber keinen blassen Schimmer.
Unterdessen trieb der von Trianna gekaperte Kreuzer schienbar ziellos durch den Tiefraum. Trianna hatte das Schiff mit voller Absicht hier mitten wo ins Nirgendwo gebracht, hier waren die Chancen einem anderen Schiff zu begegnen gleich null, nicht einmal die Tauron Machen sich die Mühe die scheinbar endlose Leere dauerhaft zu überwachen die sich zwischen den Sonnensystemen einer Galaxis erstreckte. Von der noch viel größeren Leere zwischen zwei Galaxien ganz zu schwiegen, immerhin gab es dort Nichts das irgendwie von Interesse sein könnte. Dadurch hatte Trianna die Möglichkeit ungestört nachzudenken was sie jetzt tun sollte. Der Allianz hatte sie den Rücken zu gekehrt und sie hatte nicht vor das zu ändern. Nicht weil sie die Allianz hasste, aber ein Harmonisches Zusammenleben war schlicht nicht möglich. „Bleiben nur die anderen meiner Art, sie sind die einzigen die mich wohl akzeptieren würden...“ stellte Trianna fest. Kein anderes Volk das je Kontakt zu den Tauron hatte würde wohl eine kleiner Gruppe dieser Spezies bei sich willkommen heißen. Bei den zahlreiche Stämmen der Tauron sah die Sache dagegen anders aus. Sie war eine Königin ohne Stamm und somit kein Feind, sondern eine überaus wertvoller Verstärkung des jeweiligen Stammes, immerhin waren Königinnen selten und die Macht eines Stammes hing Primär von der Anzahl der Königinnen ab über die er verfügte.
Trianna musste daraufhin grinsen und Mädchenhaft kichern, die Tauron waren so simpel gestrickt wenn man ihre Denkweise erst einmal verstanden hatte. Ohne ein Wort zu sagen oder einen Finger zu rühren nahm Trianna dann zugriff auf das Langstreckenkommunikationssystem und tastete mit ihrem Geist nach der fremden Präsenz einer anderen, ganz bestimmten Königin.
Es war nicht sonderlich schwer sie zu finden, immerhin Kontrollierte sie einen der größten Stämme und beherrschte mittlerweile faktisch die Komplette Milchstraße. Ihrerseits bemerkte die Königin Trianna ebenfalls sehr schnell, ihre Aufmerksamkeit war beeindruckend. „Was verschafft mit die Freude einer Konversation mit dir?“ fragte die Königin dann, für Tauronverhältnisse direkt höflich. „Du hast mir ein Angebot gemacht, besteht es noch?“ erwiderte Trianna umgehend. Für einen kurzen Moments schien die Königin ehrlich überrascht, doch dann errang ihre Disziplin wieder die Kontrolle und sie meinte: „Natürlich, warum?“, „Weil ich meine Meinung geändert habe. Ich bin bereit den Angebot an zu nehmen, vorausgesetzt deine Zugeständnisse haben ebenfalls noch Gültigkeit.“ Antwortete Trianna. Dieses mal schien die Königin vorbereitet gewesen zu sein, sie hatte sich zu gut im Griff um daraufhin die Fassung zu verlieren weshalb sie mit einem leicht höhnischen Unterton fragte: „Du meinst das ich die Allianz verschone?“, „Exakt.“ Bestätigte Trianna. „Nun die Allianz stellt keine Bedrohung für meine Pläne dar, auch wenn sie mir mittlerweile ein ziemliches Ärgernis ist.“ Meinte die Königin und spielte damit mit Sicherheit auf den Kampf an der Armageddon Plattform an. „Aber ich werde darüber hin weg sehen. Die Allianz wird verschont bleiben.“ fuhr die Königin dann fort. „Dann werde ich mich dir anschließen, meine Königin.“ Meinte Trianna.
Die Königin wirkte daraufhin definitiv selbstzufrieden als sie antwortete: „Ich übermittle dir die Koordinaten des Basisschiffes, finde dich dort so schnell wie möglich ein.“, „Wie du wünschst.“ Erwiderte Trianna und bemühte sich dabei unterwürfig zu wirken. Die Königin ihrerseits sparte sich daraufhin einen Kommentar und zog sich ein Stück weit zurück, verlies Triannas Geist aber nicht völlig, ein Umstand an den sich Trianna ab jetzt wohl gewöhnen musste. „Dann wollen wir mal.“ Dachte sich Trianna dann, obwohl sie nach wie vor der Meinung war die Richtige Entscheidung getroffen zu haben überkamen sie nun da es ernst wurde leichte Zweifel. „Du bist eine Tauron, so etwas kannst du dir nicht leisten.“ Dachte sich Trianna dann und wischte sämtliche zweifel sowie das flaue Gefühl in ihrem Magen mit ihrer Willenskraft weg ehe sie sich auf den Weg zum Kommandodeck machte um das Schiff in Bewegung zu setzen und der Aufforderung ihrer neuen Königin Folge zu leisten.
Admiral Ishiyama saß unterdessen mit den meisten seiner Admiralitätskollegen in einer Strategischen Lagebesprechung in der das weitere Vorgehen geplant werden sollte, immerhin war die Unmittelbare Bedrohung durch die Armageddon Plattform erst mal gebannt was es der Allianz erlaubte langfristigere Ziele an zu streben. Ganz oben auf der Agenda stand natürlich nach wie vor das Auffinden Bewohnbarer Welten. Während das Militärpersonal sich mittlerweile mit leisen Murren mit ihrem Leben im All abgefunden hatte, hatten die meisten Zivilsten die Nase voll von den Überfüllten Gruppenquartieren und der Dauerhaften Künstlichen Beleuchtung. Sie wollten endlich wieder richtigen Boden unter den Füßen fühlen und Luft atmen die nicht durch Lebenserhaltungssysteme Gefiltert und Aufbereitet worden war. Wünsche die so ziemlich jeder anwesende nachvollziehen konnte. Zwar gab sich Trancenia alle Mühe den Allianzangehörigen einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen aber selbst sie vermochte nicht die Tatsachen zu ändern. „Unsere bisherigen Methoden der Langstreckenaufklärung sind zu inneffizient. Wenn wir so weiter manchen kann es noch Jahrzehnte dauern bis wir Fortschritte machen.“ Stellte Admiral Hesk fest. „Hast du einen Vorschlag?“ fragte Admiral As’kar lediglich. „Natürlich. Unbemannte intelligenter Kleinstaufklärungsdrohnen die das Historikanische Portalnetzwerk nutzen können.“ Antwortete Admiral Hesk. Sämtliche anwesenden horchten daraufhin auf, der Einsatz von Aufklärungsdrohnen an sich war nichts bahnbrechendes und auch nichts wirklich neues, wurden diese nützlichen Helfer doch schon von allen Allainzsepzies lange vor dem ersten Kontakt mit den Tauron genutzt.
Diese Drohnen allerdings mit einer eigenen Intelligenz aus zu statten und in die Lage zu versetzen sich nach eigenem Ermessen bewegen zu können dagegen schon. Zwar bewiesen Indiflaria, Phönix und Trancenia das eine Künstliche Intelligenz nichts Schlimmes war, allerdings musste man in Betracht ziehen da sie von Wesen konstruiert und Programmiert worden waren deren Wissenstand deutlich höher entwickelt gewesen war als der der Allianz. Es war daher zweifelhaft ob eine KI aus Allianzproduktion dieselben Qualitativen Merkmale erreichte. „Halten Sie das wirklich für eine gute Idee Admiral?“ fragte Admiral Aquil dann. „Es ist mit gewissen Risiken verbunden, allerdings halte ich diese für Tragbar, insbesondere im Hinblick darauf das wir Sicherheitssysteme einbauen könnten die verhindern das die Drohnen ihren Ursprünglichen Einsatzzweck verändern. Zudem wird ja keine vollständige Intelligenz mit eignen Bewusstsein benötigt. Die Bezeichnung Intelligenz war wohl schlecht gewählt, ich dachte mehr an eine Adaptive Programmierung.“ Antwortete Admiral Hesk. „Es ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.“ Meinte Admiral Ishiyama dann, er teilte die Meinung seines Ahandra Kollegen wonach sie einfach viel zu langsam waren. „Versuchen wir es.“ Stimmte auch Admiral As’kar zu, immerhin wollte er nicht als Feigling da stehen der sich nicht traute etwas neues aus zu probieren. „Ich teile Ihre Zuversicht zwar nicht, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt.“ Meinte schließlich auch Admiral Aquil, sie hatte mittlerweile begriffen das Bloßes zögern und sich zurückhalten auf Dauer auch nicht zum erhofften Ergebnis führte.
~~~Ende Kapitel 31~~~
mfg.: Tg