~~fortsetzung des vorherigen Post~~
Nur wenig später auf der Planetenoberfläche:
Karon, der Dorfschmied, befand sich gerade in Verhandlungen mit Akal, dem Dorfvorsteher über einige Schwerter für die Miliz als es geschah: Auf einmal ertönte ein dumpfes röhren, so laut das sogar der Boden erbebte. „Was war das?“ fragte Akal, während einige Männer der Miliz bereits ihre Waffen gezückt hatten und aufmerksam in die Gegend starrten. „Ich habe keine Ahnung.“ gestand Karon gerade als das Röhren wieder ertönte, dieses Mal noch Intensiver. Verstört blickten die Dorfbewohner daher um sich, so etwas hatten sie noch nie erlebt. Plötzlich schob sich ein gewaltiger Schatten über das Dorf, irgendetwas verdunkelte die Sonne. Als die Dorfbewohner daher nach oben sahen, konnten sie einen gewaltigen Goldenen Berg erblicken auf dessen Glänzenden Flanken sich das Sonnenlicht hundertfach brach. „Bei allen Mächten der Hölle…“ meinte Karon als seine Frau aus dem Haus gestürzt kam und rief: „Was ist hier los?“ Wortlos deutetet Karon nach oben, auf das riesige Fliegende Objekt. Urplötzlich ertönte ein Stimme, sie war so laut das man sie überall verstehen konnte und durchdrang Mark und Bein: „Ich bin Tal’mesh, Primus des Allmächtigen Skorpiongottes Tarlock. Ihr seid auserwählt worden die ersten zu sein die seinen Siegeszug in dieser Galaxis vorantreiben werden.“ Dann erleuchteten dutzende Blitze das ganze Dorf und ein Summen ertönte von überall, Als die Dorfbewohner die Augen wieder öffneten waren sie von über zwei Meter großen Gestalten mit leuchtend Roten Augen und Skorpionkopf umgegeben. Umgehend meinte einer der Gestalten: „Lasst eure Waffen fallen!“ zur Untermauerung seiner Aufforderung schleuderte es daraufhin einen Ball aus Feuer auf einen in der Nähe stehenden Heuwaagen der sofort Feuer fing. „Sie haben nicht gelogen…“ meinte Akal kreidebleich. Der Schock saß allgemein so tief das nicht einmal die Kinder wagten zu schreien, diese Kreaturen waren anders als die Wraith, sie wirkten irgendwie wie nicht von dieser Welt. Deshalb zögerten die Angehörigen der Miliz auch nicht lange und warfen ihre Waffen auf den Boden, niemand wollte den Zorn eines Gottes auf sein Haupt konzentrieren.
„Gut.“ meinte Tal’mesh nachdem sämtliche Waffen am Boden lagen und öffnete seinen Helm. „Du?“ keuchte einer der Männer bestürzt. Tal’mesh sah ihn mit einem herablassenden Blick an und erwiderte: „Ja ich.“, „Wir hatten ja keine Ahnung.“ Meinte der Mann entschuldigend. „Das sagen sie im Nachhinein immer.“ Erwiderte Tal’mesh eiskalt ehe er sich abwandte und zu der restlichen Bevölkerung des Dorfes, die größtenteils durch die Dreckigen Fenster der Wohnhäuser die Lage peilte, sprach: „Seid ihr Bereit dem großen Skorpion die Treue zu schwören und seinen Feldzug mit allen euch zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen?“, „Wenn uns das die Dämonen vom Hals hallt sicher.“ Antwortete ein Mann in Prunkvoller Robe, Tal’mesh vermutete daher das er eine Art Bürgermeister war. „Mit den Dämonen meint ihr die Wraith?“ fragte Tal’mesh, nur um sicher zu gehen. „Ja, aber es bringt großes Unheil ihren Namen zu gebrauchen.“ Antwortete der Mann dem die Knie offenbar Weich geworden waren. „Wir fürchten die Wraith nicht.“ Erwiderte Tal’mesh kühl. Im nächsten Moment leuchtete wieder ein Heller Blitz auf und Tanara materialisierte sich neben Tal’mesh. Im Gegensatz zu ihrem Ehemann in seiner Dunklen Rüstung, trug sie eine Freundlich aussehende Weiße Robe und lächelte Freundlich in die Runde. „Ich bin Tanara, Priesterin des Tarlock. Ich werde dafür sorgen dass euer Dorf unserem Gott wohl gefallen wird.“ Stellte sie sich dann vor und wirkte mit ihrem Freundliche Tonfall ein weiteres Mal wie ein krasser Gegensatz zu Tal’mesh der finster und Bedrohlich neben ihr stand.
Wenig später hatten sich Tal’mesh, Zar’ren, Nal’tek, Tanara und der aufgrund der völlig gewaltlos verlaufenen Übernahme etwas eingeschnappte Sal’lak, im Provisorischen Befehlsstand der im Tagungsaal des Dorfrates eingerichtet worden war versammelt und Liesen sich von Akal, dem Dorfvorsteher die Situation erläutern. „Du sagst das es hier noch mehr Dörfer gibt?“ fragte Tal’mesh gerade. „Ja, es gibt hier vier weitere Dörfer.“ Bestätigte Akal. „Glaubst du das sie sich unserer Sache anschließen würden?“ fragte Tal’mesh weiter. „Ja, sie haben wie wir schon viel unter den Dämonen gelitten. Jede Familie hat dutzende Todesfälle durch diese Kreaturen zu bedauern.“ Antwortete Akal. „Das sind gute Neuigkeiten, kannst du den anderen Dörfern eine Nachricht zu kommen lassen?“ meinte Tal’mesh darauf. „Natürlich ich werde umgehend einen Boten aussenden.“ Erwiderte Akal. „Sehr gut.“ Meinte Tal’emsh darauf zufrieden und winkte eine Jaffa heran. „Lasse ihm unsere Botschaft zu kommen.“ Befahl Tal’mesh dem Jaffa dann, der lediglich kurz nickte und sich dann umgehend auf den Weg machte. Tal’mesh fuhr indessen fort und fragte: „Wie viele deiner Leute haben Erfahrung im Bergbau und dem Bau von Gebäuden aus Stein?“, „Nicht sehr viele. Wir leben hauptsächlich von dem was auf der Erde wächst, nicht von dem was es darunter zu finden gibt und unsere Häuser bauen wir aus Holz.“ Antwortete Akal. Nal’tek sah daraufhin zu Zar’ren und meinte leise: „Das bedeutet eine Menge Arbeit.“ Zar’ren nickte daraufhin lediglich kurz. „Gut das war es fürs erste. Du kannst gehen.“ Meinte Tal’mesh dann zu Akal der auch umgehend verschwand. „Du könntest ihn ruhig etwas freundlicher behandeln.“ bemerkte Tanara dann nachdem die Tür sich wieder hinter dem Menschen geschlossen hatte. „Nein, kann ich nicht. Ich muss furchteinflößend sein.“ Erwiderte Tal’mesh. „Wozu?“ fragte Tanara lediglich. „Um die Bevölkerung ein zu schüchtern. Sie dürfen nicht vergessen was ihnen Passiert wenn sie sich widersetzen, außerdem wirkt ihr Priester dann noch viel Freundlicher.“ Entgegnete Tal’mesh. „Männer.“ Stöhnte Tanara als Antwort.
Irgendwo im Weltraum, Pegasusgalaxie:
„Außer Trümmern konnten Sie also nichts entdecken?“ fragte der Wraithlord. „Ja mein Lord.“ bestätigte der Offizier der sich dabei sichtlich unwohl in seiner Haut fühlte. „Waren Sie wenigstens in der Lage fest zu stellen mit was wir es zu tun haben?“ fragte der Lord weiter obwohl er sich die Antwort bereits denken konnte. „Nein mein Lord. Die Schiffe wurden komplett zerstört und sämtliche größere Trümmer in das Schwarze Loch gesogen.“ Antwortete der Offizier. „Wir müssen diesen Feind unbedingt finden…“ meinte der Lord dann mehr zu sich selbst als zu seinem Untergebenen. „Unsere Spione konnten nichts berichten. Ebenso waren wir nicht fähig mehr über diese Allianz heraus zu finden.“ Erwiderte der Offizier Trotzdem. Der Lord fauchte daraufhin aufgebracht und ballte die Hände zu Fäusten, warum konnte zur Abwechslung nicht einfach mal alles nach Plan laufen? „Verdoppeln Sie Ihre Bemühungen, wenn wir nicht bald Erfolge verbuchen können, könnte es kritisch werden. Unsere Union ist schon jetzt brüchig genug.“ Meinte der Lord dann und gebot seinem Offizier mit einem Handzeichen zu verschwinden, er musste nachdenken. Sobald sich die Tür hinter dem anderen Wraith geschlossen hatte, begann der Lord unruhig auf und ab zu laufen. Die Atlanter konnten für seine Probleme nicht verantwortlich sein, sie hatten sich in ihre Galaxis zurück gezogen und hatten soweit er wusste ihre eigenen Probleme. Die Pegasusallianz war zwar zugegebener Maßen ein Ärgernis aber keine ersthafte Bedrohung, jedenfalls konnte sie nicht für die Zerstörung von mehreren Schiffen verantwortlich sein. Dummerweise vielen dem Lord in diesem Moment keine anderen Feinde ein die auch nur annähernd über die nötige Macht verfügen würden etwas Derartiges zu bewerkstelligen. Es gab daher nur zwei Möglichkeiten, wovon eine unangenehmer als die andere war. Entweder hatten sie es mit einem unbekannten Gegner zu tun der irgendwie aus dem Nirgendwo aufgetaucht war oder einige seiner Alliierten waren nicht ganz so Loyal wie sie vorgaben zu sein. In beiden Fällen hatte er ein Problem, die Hochköniginn war momentan alles andere als erbaut von der Situation und spielte bereits wieder mit dem Gedanken in alte Muster zurück zu fallen.
~~Ende Kapitel 12~~
mfg.: Tg
P.S.: Schöne Vorweihnachtszeit

Lasst euch nicht unterkriegen!