Stargate - Andere Perspektiven

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14 Feb 2010 13:56 #18835 by Toth
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@Basti!: Es ist immer schön, einen neuen Leser begrüßen zu dürfen ;)

Kapitel 18 – Rückkehr

Kommt es nur mir so vor, oder sind Rückflüge immer generell schneller als Hinflüge? Langsam baute mein Körper das Adrenalin ab. Ich nahm meinen Kommunikator und öffnete eine Verbindung zu Ptah.

„Ihr seid spät, mein Freund! Ich wollte gerade in den Sarkophag steigen…“
„Herr, ihr hattet recht! Anubis hat Telchak getötet! Wir hatten auf dem Rückflug einige Probleme… wir wurden angegriffen. Mir und meinen Leuten geht’s gut, nur das Tel’tak hat was abgekriegt. Verdammt, Herr, Anubis ist vollkommen wahnsinnig! Er ergötzt sich an Menschenopfern und wollte mich wegen meinen Forschungsergebnissen wohl auch töten.“

Ptah überlegte und seine Miene wurde düster.

„Ich… ich kann da nichts machen, tut mir leid, das ist außerhalb meines Einflussgebietes.“
„Aber Seth konntet ihr doch verbannen, was ist hier das Problem?“
„Anubis untersteht mir nicht mehr, er hat sich von mir losgesagt. Meine Gesetze haben keine Gültigkeit für ihn. Er ist zwar damit vogelfrei, dafür aber in einer rechtlichen Grauzone!“
„Aber dann können wir ihn problemlos aus dem Weg räumen, damit er niemanden mehr schadet!“
„Ich kenne seine Truppenstärke, das ist leichter gesagt als getan… Er ist einer der mächtigsten Systemlords und bevor ich meine Truppen gegen ihn zusammenziehen könnte, würden Jahre vergehen. Toth, eure Moralvorstellungen in allen Ehren, doch nur für so ein paar Sklaven einen verlustreichen Krieg zu riskieren könnt nicht einmal ihr gutheißen.“
„Ich habe verstanden, Herr, ich konnte seine Stärke ja nicht ahnen… ihr habt vor, den Sarkophag zu benutzen? Herr, ich rate euch davon ab! Ich habe Telchaks Aufzeichnungen gesehen und sowohl er als auch ich sind der Überzeugung, dass eine Strahlung innerhalb des Gerätes eine große Gefahr für das logische Denkvermögen darstellt!“
„Gefahr? Das ist absurd, mir geht es blendend, wenn ich den Sarkophag benutze… vielleicht habt nur ihr derart schlechte Erfahrung gemacht?“
„Nein, Herr!“, ich zeigte die Datenkristalle vor, „Diese Aufzeichnungen belegen klar, dass Telchaks Erfindung eine Nebenwirkung hat: Eine Reststrahlung, die die Verknüpfungen im Gehirn sowohl von Wirt, als auch Symbiont irreparabel beschädigt! Beherzigt meine Worte, der Sarkophag wird uns noch alle ins Verderben führen!“
„Das ist vollkommen lächerlich! Wir benutzen ihn schon seit 160 Jahren!“
„Die Wirkung tritt nicht von heute auf morgen ein, die Symptome treten erst auf, wenn es schon zu spät ist! Nehmt Anubis als Beispiel!“
„Ein Ausnahmefall bedeutet Garnichts! Macht euch nicht lächerlich und belästigt mich nicht mehr mit euren Hirngespinsten!“

Er wurde zunehmend wütender, doch bevor ich etwas antworten konnte, verschwand das Bild schon. Verdammter Sturkopf! So blind kann er doch nicht sein? Oder hat gar der Sarkophag schon langsam seine Wirkung entfaltet? Wenn Ptah den Verstand verliert… was wird dann aus dem Imperium? Gedankenversunken legte ich mich nieder und schlief sofort ein. Ich hoffte, das wilde Treiben in Memphis würde mich schon irgendwie befreien und meine düsteren Zukunftsaussichten hinweg wischen.

Die Jaffa atmeten auf. Endlich zu Hause! Wir betrachteten noch den zerschlissenen Rumpf unseres Transporters, dann machten wir uns auf den Weg zum Statthalterpalast, doch unsere hoffnungsvolle Stimmung sank bereits wieder auf einen Tiefpunkt, als wir den Kern der Stadt betraten: Die wenigen Leute auf der Straße waren bedrückt und die Blicke, die man uns zuwarf, waren nicht die ehrfürchtigen, wie sonst. Nein… es war Angst. Angst, Abscheu und ein Tick Hass. Wir waren irritiert. Als wir am Marktplatz vorbeikamen, sah es aus wie ein Schlachtfeld: Umgestürzte Marktstände, zersplittertes Holz, Einschusslöcher und einige wenige aufräumende Ta’uri dominierten das Bild:

„Herr? Was bei Kheb ist hier passiert?“, fragte ein Jaffa.

Eigentlich wusste ich es nicht, doch ich hatte eine Ahnung und antwortete instinktiv:

„Ra…“
„Wie?“
„Ich kenne seine Schritte nicht, doch… es sieht nach einem Massaker aus…"

Den Jaffa lief ein kalter Schauer über den Rücken und sie schwiegen mit einem Anflug von Furcht und Besorgnis um ihre Angehörigen.

„Schnell zum Palast!“, sagte ich tonlos und wir gingen weiter.

Kaum traten wir durch die Türschwelle, da rannte uns mein Wesir verzweifelt und mit Tränen in den Augen entgegen:

„Herr, Herr, endlich seit ihr zurückgekehrt! Es war so schrecklich… überall Kämpfe, überall Blut… eure Ankunft ist ein Segen für uns!“
„Was hat Ra getan?“
„Zuerst nichts, es war ein Aufstand. Rasch hatten die Rebellen die Kontrolle über die Stadt errungen, als ihr weg wart. Laut einigen Reisenden passierte das im ganzen Land! Gleichzeitig! Sie waren verdammt gut organisiert!“
„Und dann hat Ra mit aller Härte zurückgeschlagen!“
„Ja, Herr, es war ein fürchterliches Gemetzel! Er ging nicht nur gegen die Rebellen, sondern auch gegen alle Zivilisten vor, die auch nur im Geringsten mit dem Aufstand in Verbindung gebracht wurden.“
„Die Schule?“
„Alle wurden abgeschlachtet! Ra begründete es damit, dass erst eure Schrift ihnen zu der guten Organisierung verholfen hat.“
„Elender… da ist man mal ein paar Tage nicht da und es bricht gleich das Chaos aus! Keine Sorge, ich bin ja nun da und helfe beim Aufbau. Aber erst will ich mich vom langen Flug erholen. Ihr gestattet.“

Ich verzog mich daraufhin in meine Gemächer. Hier musste die Hölle los gewesen sein. Halt mal, wollte ich nicht noch etwas mit der Dienerin besprechen? Hey… sie war nicht an ihrer sonstigen Stelle! Auch sonst entdeckte ich sie nirgendwo im Gemach. Nachdenklich ging ich in den Gang und fragte die Wache davor:

„Jaffa! Wurde diese Tür die ganze Zeit überwacht?“
„Selbstverständlich, Herr.“
„Wann hat meine persönliche Dienerin es das letzte Mal verlassen?“
„Meines Wissens nach hat sie es nie verlassen! Das Wachpersonal hat schon Wetten abgeschlossen, wann sie mal rauskommt.“
„Aber sie ist nicht mehr drin…“
„Oh, dann hab ich wohl meinen Einsatz verloren… oh, Herr, sie ist jedenfalls nicht durch diese Tür gegangen.“

Seltsam… es gab keinen anderen Ausgang… Grübelnd ging ich wieder hinein. Was war nur in letzter Zeit für ein Chaos ausgebrochen: Ein gescheiterter Aufstand, ein durchgeknallter Goa’uld, eine spurlos verschwundene Dienerin… das alles überschattete meine Freude auf einen Besuch von Seschat in ein paar Monaten. Die Aufräumarbeiten in dieser Zeit waren hart und wurden strengstens von Ras Wach-Hooligans beäugt. Entnervt versuchte ich neue Schüler für meine Schreiber-Lehranstalt anzuwerben, die zu meiner Überraschung aber zahlreich erschienen waren. Ich zählte schon die Tage bis Seschats Ankunft, doch es sollte mal wieder anders kommen…

to be continued...

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14 Feb 2010 18:04 #18838 by Freyr
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ihc habe den post gerade erst entdeckt und angefangen bei stargate projekt andere perspektiven zu lesen da rapidshare mich nciht mag^^

und muss sagen

Man das ist echt große klasse!!!!

wenn stargate von mgm an ne andere firma verkauft wird oder aus irgendnem grund mgm wieder geld macht solltest du ihnen das als drehbuch verkaufen

echt macht super viel spaß das zu lesen das beste buch was ich je gelesen habe^^!

weiter so!!!

macht mir zur zeit fast mehr spaß als das spiel da ich die tolaner projektile nciht fidne nd eh auf TPC warte^^

also das werde ich demnächst nurncoh lesen sowas von spannend!!!

also ich wäre irgendwie gärne so ein symbiont^^ langes leben mit raumschiffen rumfleigen ,als gott verehr werden XD^^

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28 Feb 2010 12:47 #20057 by Toth
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@Freyr: Vielen Dank für's Lob und weiterhin viel Spaß! Ich gebe zu, dass auch ich in letzter Zeit sehr wenig in diesem Forum aktiv war, was ich bedaure, aber auch ich warte noch freudig auf Pegasus Chronicles :D

Nur so als Hinweis für alle Neueinsteiger, Rapidshare hat ohne mein zutun die Links zu den meisten Kapitel der ersten Hälfte von SGAP2 unbrauchbar gemacht, also bitte das Gesamtpaket im Eingangspost verwenden ;)

Und weiter geht's

Kapitel 19 – Chaos auf Ta’uri

Schlagartig war ich wach. Was war denn nun wieder los. Ich hörte Schüsse vor meiner Tür. Ich schnellte reflexartig von meinem Kissen hoch und schaute mich um: Alles wie immer (auch, wenn ich noch nicht dazu kam, mir einen neuen persönlichen Diener anzuschaffen)! Doch da war noch was… ich hörte Gestalten vor der Tür tuscheln. Dann, mit lautem Knacken, wurde sie eingetreten und fiel der Länge nach um.

„Was…?“, stöhnte ich noch ganz schlaftrunken.

Zwei mit Stabwaffen ausgerüstete Ta’uri stürmten „Ischenen!“-schreiend hinein. Ich war wieder wach und warf mich vom Bett, kurz bevor die ersten Geschosse meinen schönen Samtbezug zerfetzten. Nervös tastete ich auf dem Nachttisch neben mir nach meinem Handgerät und kaum glitt es mir durch die Hand, versuchte ich es panisch anzulegen.

In der Eile klappte das natürlich nicht, ich ließ es fallen und sprang den nächsten heran sausenden Schüssen weg. Nun stand mir der eine Ta’uri gegenüber. Schweiß tropfte ihm von der Stirn, als er wild mit seiner Stabwaffe herumfuchtelte. Jetzt oder nie, ich ging auf ihn los, hielt seine Waffe mit beiden Händen fest umklammert. Er biss die Zähne zusammen und hielt dagegen, während sein Freund dahinter stand und sich zurückhielt, um ihn nicht versehentlich zu treffen.

Doch der Ta‘uri war der übermenschlichen Kraft eines Goa’uld nicht gewachsen: Ich entriss ihm die edle Waffe schnell und gab ihm einen Stoß, wodurch er einen Freiflug quer durchs Zimmer gewann. Ich riss meine neue Waffe herum und erzielte einen Volltreffer in die Brust des zweiten, überraschten Ta’uri. Ich wirbelte herum. Der vorherige Besitzer meiner Stabwaffe richtete sich gerade wieder auf, ich stürzte mich auf ihn und würgte ihn stocksauer mit meinem Stabgriff.

„Was wollt ihr hier, einen Gott zu belästigen?“
„Pah, ihr seid ein falscher Gott! Ihr werdet geläutert werden!“
„Geläutert? Von was? Ich bin unsterblich, vergiss das nicht! Ihr seid töricht gewesen, mich herauszufordern! Warum eigentlich, habe ich nicht mein Herzblut gegeben, diese Stadt wieder aufzubauen? Ich habe euch eine eigene Schrift geschenkt? Ich habe euch Gerechtigkeit gegeben? Was habe ich euch getan, dass ich das Vertrauen meiner Untertanen verloren habe?“
„Nicht eure Taten waren schändlich, eure Lügen waren es! Ihr könnt uns foltern, ihr könnt uns töten, aber unseren Willen, alle falschen Götter zu töten, könnt ihr nicht brechen…“
„… aber euer Genick brechen, dass können wir!“

Mit diesen Worten zerquetschte ich mit aller Kraft seinen Hals, sodass er gleich schlaff wurde. Wie konnten die es wagen… sogleich legte ich mein Handgerät an, schnallte mein Zat’nik’i’tel an den Gürtel und hielt die Stabwaffe fest in der Hand. Ich ging durch den torlosen Türrahmen und entdeckte meine zwei Wachen tot vor der Tür. Na toll… sofort lehnte ich meinen Stab gegen die Wand und schleifte die beiden Körper in meinen Sarkophag.

„Was ist passiert?“, fragten beide irritiert.
„Ich wurde angegriffen! Wofür habe ich euch eigentlich? Hab euch wiederbelebt, damit ihr mir noch nützt!"
„Nunja… äh, danke.“
„Ach, kommt mit!“

Wieder meinen Stab im Anschlag schlichen wir uns heraus. Ich spürte die edle Waffe in meiner Hand. Offenbar war ein zweiter Aufstand losgebrochen. Wie konnten die sich so schnell neu formieren? Egal, daran konnte ich in diesem Moment nicht denken. Wir mussten weiter. Im Audienzsaal angekommen drückte ich den Schalter für Feueralarm und wie aufs Stichwort stürmten alle Bediensteten und Jaffa herein.

„Wesir? Wesir! Da seid ihr ja! In der Stadt ist ein neuer Aufstand losgebrochen! Ihr müsst mit den Dienern erst mal hier bleiben. Wenn die kommen, sagt einfach, ihr wurdet gezwungen, hier zu arbeiten. Wir werden bestimmt wiederkommen und euch retten.“, ich wandte mich an meine Jaffa, „Los, wir müssen die Lage in der Stadt erkunden!“

Erst jetzt fiel mir auf, wie wenig kampfbereite Soldaten unter meinem Kommando waren: Genau zehn. Ja toll… Wir betraten den großen Hof und uns offenbarte sich ein Bild der Zerstörung: Überall hörten wir Schüsse und marschierende Truppen. In der Ferne sahen wir hohe Rauchschwaden und immer wieder gab es laute Explosionen als würden die Ta’uri unsere Munitionslager sprengen. Ich befahl, Stellung an den durchlöcherten Mauern zu beziehen. Sofort befanden wir uns im Belagerungszustand und in umliegenden Häusern verschanzte Ta’uri nagelten uns sogleich fest.

„Verdammt, es sind zu viele, wir können auf lange Sicht nicht gewinnen!“, meinte ein Jaffa.
„Keine Sorge, mir wird schon was einfallen!“, versicherte ich ihm und gab einem Feind einen Streifschuss, als er sich ein Stück aus seinem deckungsgebenden Fenster lehnte

Dann hörten wir wieder eine Explosion, doch diesmal schien sie nicht von der Stadt her, sondern vom Himmel zu kommen. Wir schauten verunsichert nach oben. Nichts! Gerade wollten wir uns achselzuckend anschauen, da kam mit einem kreischenden Geräusch ein Tel’tak aus dem Himmel geschossen und krachte unsanft auf den Hof des Statthalterpalastes. Ich rannte mit der Waffe im Anschlag hin, um nach Verletzten zu sehen. Die Seitentür öffnete sich quietschend und einige benommene Jaffa taumelten hinaus.

„Ich sag euch, so hatte ich mir das nicht vorgestellt!“, Seschat sprang nun heraus.
„Seschat, ein Glück, dass ihr mir bei steht… obwohl… aus der Mitfahrangelegenheit wird wohl nix…“
„Nein, ich kam gerade aus dem Chaapa’ei, als es los ging. Ich sah noch Ra, der feige den Schwanz einzog und mit seinem Hofstaat durchs Tor flüchtete. Ich dachte sofort an euch und dass ihr wohl eher sterben würdet, als zu fliehen. Da hatte ich mir eigentlich gedacht, euch zu retten… Aber wir wurden quasi aus dem Nichts von irgendwas angegriffen. Ein gelbes Riesenglühwürmchen durchschlug unsere Panzerung wie Butter und hatte uns zur… nun ja… Landung gezwungen.“
„Na toll, dann bleibt uns wohl doch nichts anderes übrig, als zu Fuß zum Chaapa’ei zu latschen.“
„Und uns dabei an geschätzten 10000 gut bewaffneten Ta’uri vorbei zu kämpfen.“
„Joa…“

Und so geschah es: Inmitten des vollkommenen Chaos kämpften wir uns durch die Stadt. Von Deckung zu Deckung eilend schalteten wir unzählige Feinde aus. Ab und zu trafen wir die letzten Reste der Jaffa-Verteidiger, die wir mit allem, was wir hatten, unterstützten. Langsam wuchs unser Trupp und wir schafften es schließlich:

Ich, Seschat und 28 Jaffa erreichten das Ende der Stadt. Nun liefen wir verzweifelt zu Fuß Richtung Sakkara und hofften, auf offenem Feld keinen Gegnern zu begegnen. Wenn selbst Ra panisch geflohen war, dann war das wohl der heftigste Aufstand aller Zeiten. Nach Stunden von Fußmarsch erreichten wir endlich die große Steinplattform, auf dem das Tor platziert wurde. Schnaufend warteten wir, bis Seschat die Adresse eines ihrer Planeten eingegeben hatte. Langsam kehrten meine Gedanken wieder in meinen überanstrengten Körper zurück.

„Seschat? Als Ra mit seinem Hofstaat gegangen war. Hatte er seine Königin dabei?“
„Was für eine Königin? Nein!“
„Ich meine Nut, seine Gemahlin!“
„Nein, er hatte sie nicht dabei. Wieso fragt ihr?“
„Das sieht ihm ähnlich… er will sie zurücklassen, in der Hoffnung, dass die Ta’uri sie töten. Wir müssen sie befreien!“

to be continued...

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28 Feb 2010 17:08 #20077 by Freyr
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ich nehm immer das stargate projekt forum bei deiner geschichte hab extra ein lesezaichen dazu im firefox^^

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14 Mar 2010 13:12 #20860 by Toth
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Für diejenigen, die's dann aber trotzdem auf den Rechner haben wollen ;)
Kapitel 20 – Flucht

„Aber wir können nicht unser Leben für sie riskieren.“
„Was spricht dagegen? Ras Palast ist dort drüben einige hundert Meter entfernt! Was kann da groß passieren. Jaffa! Geht durchs Chaapa’ei, ich werde nachkommen.“
„Wenn ihr unbedingt draufgehen wollt, dann werde ich mitkommen, Toth.“, sagte Seschat zerknirscht.

In aller Eile hatte sie ganz vergessen, dass die Jaffa zuhörten, die diese Blasphemie jedoch ziemlich amüsierte.

„Ich komme auch mit, Herr, ich werde euch nicht von der Seite weichen!“, sprach einer der Jaffa und trat vor.
„Gut, wir müssen uns beeilen, los geht’s!“

Wir eilten schnell zum Palast herüber. Nach einigen quälenden Minuten erreichten wir ihn.

„Seltsam, noch kein Feindkontakt. Ich hätte gedacht, dass die Ta’uri sich schon längst da drin verschanzt haben.“
„Na umso besser!“, rief der Jaffa und stürmte durch den Eingang.“
„Nein, nicht, das ist ganz bestimmt…“, ich hörte eigenartige Schussgeräusche von einer mir unbekannten Waffe, „…eine Falle.“

Der Jaffa hatte sich getroffen hinter einige Säulen fallen lassen, war aber nur am Arm gestreift worden.

„Verdammt, was für ein Ding war das?“, rief er von da hinten.

Ich trat nun auch ein und aktivierte meinen persönlichen Schild. Sogleich ertönten wieder diese Schüsse und ich sah winzig kleine Metallprojektile, die am Schild zerschellen.

„Woher habt ihr diese Waffe? Sie ist zu fortschrittlich für euer kleingeistiges Volk!“, rief ich dem Schützen zu.

Es war aber ein etwa 35 Jahre alter Ta’uri mit braunen Haaren und ausgeprägtem Kinn. Außerdem trug er eine eigenartige Konstruktion aus Metall und Glas auf der Nase (Brille). Er fluchte in einer fremden Sprache und stotterte dann in einem erschreckend komischen Goa’ulddialekt:

„Wir sind sozusagen nicht von hier…“

Ich schaute ihn verwundert an, wie er die Munition seiner Projektilwaffe verschoss. Als er nachladen wollte, deaktivierte ich den Schild und schleuderte ihn weg. Komischer Typ. Ich trat näher und hob seine Waffe auf. Merkwürdiges Design… sie schien aus einem kantigen Polymere zu bestehen, fühlte sich aber doch angenehm in der Hand an. Ich ließ sie durch die Finger gleiten. Wenn wir nur mehr Zeit hätten, dann würde ich den Kerl verhören, aber wir mussten weiter.

„Herr, Vorsicht!“ Ich aktivierte sofort den Schild, doch der Jaffa war etwas zu voreilig: Er warf sich todesmutig vor mich und wurde von dem Stabwaffengeschoss getroffen. Na toll… das hat’s gebracht… Ich verpasste dem Angreifer einen Treffer mit meinem Zat’nik’i’tel, dass ich inzwischen gezogen hatte, da sich mit einem Kampfstab in den Händen schlecht das Handgerät benutzen lässt. Ich wunderte mich einmal mehr, als ich mir den Gegner ansah, der, merkwürdig zäh auf den Knien bei Bewusstsein blieb.

Es war ein Jaffa! Nicht irgendein Jaffa, er trug das goldene Mal eines Systemlords namens Apophis, von dem ich mal bei den Unterrichtsstunden von Ptah hörte. Wie konnte ausgerechnet ein Primus uns Goa’uld verraten?

„Hey, Verräter! Wieso schlägt ein Krieger deines Ranges den Pfad der Ungläubigen ein?“
„Ich… ich… werde keinem Wort eines falschen Gottes zuhören!“
„Ach hör auf dem Schwachsinn, der letzte Idiot, der so was erzählt hat, hatte es verdient, durch meine Hand zu sterben. Aber wie kann ein stattlicher Jaffa sich auf die Seite von diesen Bauerntölpeln schlagen?“
„Ich habe in die Zukunft geschaut… ich blickte in mein eigenes Spiegelbild, dass mir von einer freien Jaffa-Nation und dem Ende aller falschen Götter berichtet hat!“
„Halt, stopp, jetzt mal im Ernst: Bin ich hier nur von Verrückten umgeben? Erst dieser Typ mit der Projektilwaffe und nun ihr, ein abtrünniger Primus eines Chaos-Gottes! Hey, wo kommt ihr denn alle her?“
„Aus der Zukunft!“, er fing an finster zu lachen.

Prima, toll, find ich echt zum Schießen! Weshalb ich dem Irren mit einem zweiten Schuss der Zat’nik’i’tel ein Ende setzte. Ich schaute noch einmal Seschat an, die ebenso genervt war, wie ich.

„Oh nein, der Jaffa!“, ich ging zu dem Krieger, der sich so leichtsinnig vor mich geworfen hatte.

Er war schwer verwundet, lebte aber noch, sodass ich begann, ihn mit dem Handgerät zu heilen.

„Lass ihn liegen, hier könnten noch mehr auf uns lauern und wir müssen schnell weiter!“
„Nein! Er kam freiwillig mit. Erstens will ich möglichst niemanden zurücklassen, zweitens soll er durch seinen, wenn auch unangebrachten, Mut nicht mit dem Tod belohnt werden.“

Seschat war ungeduldig, ließ mich aber machen.

„Herr,… sie hat recht… ich bin es nicht wert.“, stammelte der Jaffa.
„Ach komm‘, wir schweben nicht in unmittelbarer Gefahr, außerdem bin ich fast fertig… Außerdem… was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht? Ich bin ein Gott! Unangreifbar!“

Ich setzte das Gerät ab und blickte auf die völlig verheilte Wunde.

„Nun jammer nicht weiter herum und steh auf!“

Wir gingen zügig voran und überlegten, wo Ra Nut ‚lagern‘ könnte. Im Keller? Naja, war ein Versuch wert. Wir gingen eine Treppe herunter und fanden eine düstere Katakombe vor. Überall waren große Wasserbehälter, in denen die jüngsten Symbionten schwammen, die noch auf einen Jaffa warteten. Die armen Dinger waren so gut wie tot…

Schließlich fanden wir am anderen Ende des Raumes einen kleinen Glaskasten, in dem sich Nut befand. Wir hievten sie auf einen kleinen Karren und beförderten sie so schnell aus dem Gebäude heraus, auch wenn ihr die Treppen nicht sonderlich gut bekommen waren.

„Hey Jaffa, wie heißt du eigentlich?“
„Dschehuti-Nefer.“
„Danke!“

Er verstand und grinste.

„Nein, das ist mein Name!“
„Natürlich!“

Nette Idee, seinen Sohn ‚Toth ist vollkommen‘ zu nennen und er dann unter diesem arbeitet. Wir eilten die Treppen der Plattform hoch und fielen fast um vor Schreck.

„Ähem, ich war mir eigentlich sicher, dass das Chaapa’ei genau hier stand…“, sagte Seschat fassungslos.
„Wie… wie ist sowas möglich?“, staunte Dschehuti-Nefer.

Man hatte, während wir weg waren, offenbar mit roher Gewalt das Tor einfach aus dem Stein gerissen. Außerdem wurde das Wahlgerät zerstört. Wie hatten diese… Egal, es war noch nicht vorbei: Wir hörten in einiger Entfernung den Kampfschrei einer großen Rebellengruppe. Nicht schon wieder… langsam hatte ich das andauernde Gerenne satt.

„Dort! Ra hat eines seiner Schiffe zurückgelassen!“, Seschat zeigte auf den riesigen Kreuzer, der unberührt vom ganzen Trubel auf einer Pyramide thronte.

Und wieder rannten wir. Wo ich vorhin noch Nut voranschob, so war es nun Dschehuti-Nefer. Ich blickte zur Spitze des Schiffs hinauf und las seinen Namen: Cherunecht! Wir rannten ins Innere der Pyramide, während sich der wütende Mob von hinten näherte. Nicht noch ein Kampf. Hastig tippte ich den Befehl zum Transport in die Konsole beim Ringtransporter ein. Wir hörten, wie sie den Eingang stürmten. Die schnellen Schritte auf dem harten Kalkstein tönten durch das Gewölbe.

„Schnell, schnell, macht euch bereit!“, brüllte ich und wir stellten uns in den Ring.

Langsam erhoben sich die Bestandteile des Transporters aus den Tiefen der Pyramide. Dann ein Ruck und im nächsten Moment standen wir im verlassenen Schiff. Seschat und Dschehuti-Nefer schoben Nut in Deckung und machten sich bereit, jeden zu erschießen, der jetzt durch den Ringtransporter kam. Auch ich wollte mich bereit machen, doch dann fiel mir zufällig Ptahs unnützer Todesringtransporter ein. Ich riss die Tastatur des Terminals ab und machte mich an den Steuerkristallen zu schaffen.

„Toth! Was macht ihr da?“, rief Seschat mir zu.
„Ich bereite unseren stürmischen Freunden eine kleine Überraschung!“

Ich erinnerte mich nicht mehr genau an die Kombination, die Ptah verwendete, daher improvisierte ich ein wenig. Schlimmer als lebend können die ja nicht ankommen… Et voila: Fertig! Gerade rechtzeitig, als der Ringtransporter wieder ansprang.

„Ich bin sicher, das Folgende wollt ihr nicht sehen…“, sagte ich düster zu meinen Begleitern und sie verschwanden leicht verwirrt in Richtung Brücke.

Ich warf noch einen Blick nach hinten auf den gerade angekommenen Fleischklumpen, um sicher zu gehen und ging dann hinterher. Auf der Brücke angekommen, meinte ich zu Dschehuti-Nefer, der gerade an der Kommandokonsole Platz genommen hatte:

„Könnten wir beim Aufstieg einen kleinen Umweg über Memphis nehmen?“
„Natürlich, Herr! Haltet euch fest, wir starten!“

Natürlich. Ich hielt mich an einigen dafür vorgesehenen Griffen fest und sogleich durchzog ein Grollen das Schiff. Dann fing es an, fürchterlich zu beben. Kaum hatten sich meine Beine an den schwankenden Boden gewöhnt, hörten wir ein Quietschen und Klicken, dass das Zusammenziehen der einzelnen Elemente des Schiffes signalisierte. Wir hoben tatsächlich ab! Ich blickte auf den Bildschirm und sah, wie wir immer schneller werdend die Wüste überquerten.

„Dschehuti-Nefer! Aktiviere die Waffen!“
„Herr?“
„Tue es im Namen deines Herrn!“

Selbst Seschat schaute mich verwundert an.

„Was wollt ihr tun?“
„Ich habe diese vermaledeite Stadt aus der Asche erbaut, ich kann sie auch niederreißen! Diese Ta’uri haben mir, ihrem größten Wohltäter ins Gesicht gespuckt… das sollen sie teuer bezahlen!“
„Wir nähern uns der Stadt, Herr.“
„Äscher sie ein! Pass aber auf, den Statthalterpalast nicht zu treffen!
„Verstanden, Herr.“

Sogleich sahen wir auf dem Bildschirm, wie das Inferno losbrach und Gebäude um Gebäude unter den Energiebolzen zerfetzt wurde. Als das grausige Werk getan war und nur eine Hand voll öffentlicher Gebäude, in denen sich vermutlich noch loyale Männer befanden, standen, gewann das Schiff weiter an Höhe und durchbrach die Ozonschicht. Erst sahen wir erste Sterne im blauen Himmel, dann waren wir so hoch, dass wir freie Sicht auf den unendlichen Weltraum hatten.

„Kurs setzen nach Hermupolis!“, befahl Seschat.

Der Jaffa stutzte ein wenig, schaute erst einmal in eine Sternenkarte und öffnete dann endlich ein Hyperraumfenster in eine unbekannte Zukunft. So verließen wir, diese wunderschöne blaue Perle, ein Planet, der eine Heimat für mich war. Wir hofften, zurückzukehren, doch tief in unseren Herzen ahnten wir, dass die Herrschaft der Goa’uld über diesen Planeten endgültig gebrochen war. Auch wenn ich meine Stadt zerstörte:

Ein kleiner Teil meiner Seele hoffte, dass meine Schützlinge sich noch einmal prächtig entwickeln. Doch mein Einfluss war beendet. Ich war auf dem Weg zu neuen Sternen. Neuen Abenteuern. Und höchst wahrscheinlich auch alten Feinden…

to be continued...

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28 Mar 2010 10:33 #21597 by Toth
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Und es geht weiter:

Kapitel 21 – Eine neue Chance
[/u]

Ausgeruht und mich streckend betrat ich die Brücke der Cherunecht. Seschat und Dschehuti-Nefer waren bereits angekommen und erwarteten mich.

„Hey, der Austritt aus dem Hyperraum hat mich aufgeweckt. Wo sind wir?“
„Wir treten gleich in den Orbit Hermupolis‘ ein, einer meiner unbedeutenderen Planeten.“, meinte Seschat.
„Erzähl mir mehr!“
„Es war mal eine gigantische Industrie aktiv, doch die Naquadah-Reserven sind fast völlig erschöpft und daher leben nur noch ein paar tausend Menschen dort. Aus der guten alten Zeit sind aber noch drei alte Schiffswerften vorhanden.“
„Klingt gut… zumindest wenn diese in Betrieb wären…“

Plötzlich wurde das Schiff von einer Erschütterung durchgeschüttelt.

„Eintritt in die Atmosphäre, nehme Kurs auf eine Landeplattform in der größten Stadt.“, kommentierte Dschehuti-Nefer lapidar.

Ich blickte auf den Bildschirm und sah, dass der ganze kleine Planet extrem vernarbt aussah, als ob einst überall riesige Tagebau-Landschaften den Planeten überzogen hatten. Außerdem waren aus dem Orbit riesige Ruinenstädte erkennbar. Metropolen, die schon seit Jahrhunderten nicht mehr bewohnt wurden. Nachdem die Cherunecht wieder die gewohnte Prozedere des Bebens und Quietschens abgeschlossen hatte, waren wir gelandet und machten uns auf den Weg zum mittlerweile gereinigten Ringtransporter (die Überreste der Ta’uri hatten wir mittlerweile in den Weltraum transportiert und ich hatte die Kristalle wieder um gestöpselt).

Seschat führte uns unter den Augen der begeisterten und doch etwas verwunderten Passanten zum prunkvollen, wenn auch etwas verfallenen Palast der Stadt. Schließlich führte sie mich (Dschehuti-Nefer wollte, da wir nun in Sicherheit waren, einen Bummel durch die Stadt machen) zu einer Art, riesigem Speisesaal.

„So, was wollt ihr nun tun, Toth?“
„Keine Ahnung, vielleicht kehre ich zu Ptah zurück und helfe ihm bei seinen Plänen zur Rückeroberung von Ta’uri.“
„Ich bezweifle, dass er dafür eure Hilfe braucht, ihr könnt ja später zu ihm zurückkehren, dennoch solltet ihr euch erst mal um euren Planeten kümmern!“
„Äh, mein Planet?“
„Ich schenke euch hiermit Hermupolis! Ich besitze ja mehrere Welten und unter mir würde dieser stagnieren. Ihr braucht eine neue Heimat… und ich denke, ihr werdet diesen Planeten zum Zentrum eines neuen Imperiums im Imperium ausweiten können. Ich werde allerdings schon bald in mein Territorium zurückkehren und schauen, was die anderen im Rat der Systemlords in Sachen Ta’uri unternehmen wollen. Ich werde auf jeden Fall mit euch in Kontakt bleiben, doch… vielleicht sehen wir uns schon bald auf der Hassara-Station, wer weiß!“
„Wow, danke… danke für euer Vertrauen. Ich werde euch nicht enttäuschen!“

Wir verabschiedeten uns und eine Delegation begleitete sie zum Chaapa’ei. Hilfe, nun war ich von null auf hundert Systemlord geworden. Ich bezog sogleich mein Quartier und überlegte, was man als Systemlord so macht, schließlich hatte ich noch keine Ahnung davon. Wie sich am Ende herausstellte, unterschied sich der Alltag nicht sonderlich groß von dem in Memphis (so viel mehr Einwohner hat dieser Felsbrocken ja auch nicht), sodass ich einige Tage mit der Rechtssprechung verplemperte, bis einer meiner Wesire erklärte, dass ich diesen zeitfressenden Job auch auf andere abdrücken konnte.

Gesagt getan, ich eilte sogleich in mein Gemach und ließ meine Gedanken schweifen, was ich als nächstes tun sollte: Ich brauchte ein Heer! Symbionten hatte ich schon, da Nut so freundlich war, in meinem Palast zu leben (was hat man auch als verdammt fettes Muttertier in einem Aquarium für eine Wahl…), aber ich musste die Tätowierungen von Seschats ehemaligen Truppen umschreiben überhaupt erst mal ein eigenes Wappen ausdenken, einen Primus bestimmen und eine Leibgarde inklusive passendem Helmdesign zusammenstellen.

„Diener!“, rief ich meinem namenlosen persönlichen Diener auf Hermupolis zu.
„Ja, Herr.“
„Geh zum obersten Wesir, sag ihm, dass er Plakate für eine Art Wettbewerb auf dem ganzen Planeten verteilen sollen. Die Teilnehmer sollen einen Helm für meine neue Garde entwerfen! Der Sieger soll sein halbes Körpergewicht in Gold ausgezahlt bekommen… es sollte aber ein Gewichtslimit bei der Teilnahme geben…“
„Verstanden, Herr!“, er wollte gerade los gehen, da rief ich ihm noch zu:
„Ach, wenn du unterwegs einen Jaffa mit dem Zeichen von Ptah siehst, der auf den Namen Dschehuti-Nefer hört, dann schick ihn bitte zu mir!“
„Ja, Herr!“
„Das war alles, du kannst gehen.“

Er verneigte sich und verschwand durch die Tür. Ich schaute mich noch einmal um: Inzwischen hatte ich diese Residenz von Seschat ein wenig um- dekoriert und es sah schon ganz heimelig aus. Zufrieden grübelte ich über mein eigenes Wappen, um nach einigen Minuten an meiner Faulheit zu scheitern und stattdessen an eine ähnliche Situation nach dem Bau meiner Schule in Memphis zu denken. Damals hatten mich einige Schüler darauf angesprochen, dass man meinen eigenen Namen nicht in Medu-Netscher schreiben konnte.

Da mir eine Aneinanderreihung der Buchstaben zu langweilig schien, beauftragte ich sie, einen einzigartigen Buchstaben auszudenken: Das Ergebnis war ein Ibis. Ich malte dieses Symbol auf und überlegte, den Ibis ganz als Symbol zu nehmen. In diesem Moment klopfte es an der Tür.

„Ja?“
„Herr, ihr wolltet mich sprechen?“, Dschehuti-Nefer kam herein.
„Ah, ich habe euch schon erwartet. Setzt euch, setzt euch… So, was habt ihr nun vor, nachdem Ta’uri gefallen ist?“
„Keine Ahnung, vielleicht kehre ich wieder zu Ptah zurück, schließlich trage ich immer noch sein Mal.“
„Damit Ptah das nicht einmal zur Kenntnis nimmt und ihr irgendwann in einem sinnlosen Gefecht verheizt werdet? Ihr seid verdammt loyal, auch wenn das Opfern für einen sowieso unsterblichen Gott ziemlich unsinnig ist. Jedenfalls schätze ich das, außerdem sah ich bei unserer Flucht dass ihr mit dem Fliegen eines Kreuzers vertraut seid und Erfahrung im taktischen Häuserkampf besitzt. Ich würde gerne euch in meinem kleinen Reich sehen! Wir müssen nur das Mal um tätowieren und fertig.“
„Aber Herr, ich kann nicht einfach Ptah verraten, ich hatte den Befehl, euch und den Statthalter zu schützen! Das hatte ich erfüllt und nun muss ich zu meinem Herren zurückkehren.“
„Aber ihr versteht nicht! Ich will euch zu meinem Primus machen! Ihr sollt meine Truppen führen! Und ich denke nicht, dass Ptah so sehr an euch hängt, dass er sich deswegen aufregt.“
„Ihr… ihr wollt was?“
„Ja, seid mein Primus! Ich weiß nicht, wen ich eher an meiner Seite haben möchte.“
„Dann… Na schön! Ich mach’s! Primus… ich hätte nie gedacht, jemals eine solche Position zu bekommen… ich danke euch, Herr! Ich werde euch nicht enttäuschen!“
„Das weiß ich doch! Schaut, ich möchte meinen Namen zu meinem Wappen machen, wie gefällt’s euch?“
„Gut, gut, hervorragend!“

In diesem Moment ertönte ein ‚Wusch‘ vom Hof her und ich eilte zum Fenster, von wo aus man einen guten Blick auf das Chaapa’ei hat.

„Seschat!“, rief ich, als ich ihre löwenköpfigen Wachen durchs Tor stapfen sah.

to be continued...

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

Lieblingszitate: "Wenn ich sehen will, wie 25 bunte Powerrangers auf eine vertraute Gestalt einprügeln, dann gehe ich auf einen mexikanischen Kindergeburtstag" (Michael Obermaier zu WOW: Wrath of the Lich King)

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11 Apr 2010 12:13 #22417 by Toth
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Und weiter geht's:
Kapitel 22 – Schlechte Nachrichten

Seschat schien etwas beunruhigt, als wir uns in meine Gemächer begaben.

„Wieso seid ihr schon so früh von Hassara zurück?“, fragte ich sie besorgt. „Toth, dort draußen herrscht völliges Chaos! Wir haben die ganze Woche mit Debattieren verbracht und konnten uns nicht einig werden. Alle benehmen sich zutiefst seltsam und scheinen keinerlei Interesse an einer Lösung für das Problem zu haben. Manche wollen sofort mit allem, was wir haben angreifen, einige wollen länger planen und eine gesammelte Streitmacht zusammen ziehen und einige wollen die Reaktion der Asgard abwarten, obwohl wir alle wissen, dass die sich niemals melden werden.“
„Aber was sagt Ptah, er ist schließlich unser Herrscher! Er muss schließlich die letztendliche Entscheidung treffen und der Rat macht nur Vorschläge.“
„Wir haben ihn versucht zu kontaktieren, doch er reagierte nicht auf Yus Rufe. Ebenso seltsam ist, dass Ra nicht erschienen ist, obwohl er schließlich der mächtigste eidgebundene Systemlord ist.“
„Was habt ihr gemacht?“
„Der Rat hat sich schließlich aufgelöst und jeder machte sich auf den Weg in seine Territorien, um sich für den galaktischen Notstand vorzubereiten.“
„Notstand? Du denkst, es steht uns ein Bürgerkrieg bevor!“
„Ptah hatte der Veröffentlichung eurer Forschungsergebnisse zum Sarkophag einen Riegel vorgeschoben und nun hat dieser offenbar seine volle Wirkung unter den Mächtigen entfaltet: Sie benehmen sich so… merkwürdig… Viele haben völlig den Kontakt zur Realität verloren, benehmen sich zutiefst irrational und beginnen sich gegenseitig zu misstrauen. Toth, sie werden alle paranoid!“

Entgeistert blickte ich in meinem Zimmer herum. Verdammt… der schlimmste Fall, den ich mir vorstellen konnte, war eingetreten. Die Degeneration der Systemlordgehirne hatte begonnen und nun konnte man das nicht mehr aufhalten.

„Ich muss mit Ptah in Kontakt treten!“, sagte ich kurzentschlossen.
„Nein! Selbst Yu hatte ihn nicht finden können und er war schließlich der Vorsitzende des Rates.“
„Yu… wer ist das überhaupt?“
„Er besaß eine kleine Kolonie auf einem riesigen Kontinent auf Ta’uri und ist der zweitmächtigste Eidgebundene. Mehr weiß ich nicht über ihn, nur dass er auf unserer Seite war.“
„Was ist eigentlich ‚unsere Seite‘? Wenn’s nach mir geht, dann würden wir sofort losschlagen und Ta’uri wieder unterwerfen!“
„Dem würde ich auch zustimmen! Doch für so etwas müssten wir erst mal Ra und seine gewaltige stehende Streitmacht auf unsere Seite bringen, doch der ist ja ebenso verschwunden!“
„Verdammt, reichen nicht die Soldaten aller anderen Systemlords aus?“
„Nein, nein… wir haben nicht so viele Männer die Einsatzbereit sind! Die Aufstellung eines Heeres geeigneter Größe dauert eine Weile, da auf dem Planeten was-weiß-ich-wie-viele Aufständische hocken, die wir im Zaum halten müssen.“
„Verdammt… ach wenn ich schon berechtigt wäre, vor dem Rat zu sprechen… denen würde ich was flöten! Also muss ich auf ein Zeichen von Ptah warten. Mist! Wieso hatte ich meinen Langstreckenkommunikator auf Ta’uri zurückgelassen! Ich Idiot…“
„Das konntet ihr ja nicht ahnen… aber in Anbetracht der Situation würde ich vorschlagen, dass wir uns auf das Schlimmste vorbereiten. Werf deine Kreuzerfabriken wieder an, sie werden gebraucht.“
„Eine ist in Betrieb, doch mir fehlt es an Naquadah: Die Ausbeute meiner Minen reicht nur für eine Werft in Dauerbetrieb.“
„Vielleicht kann ich euch Überschüsse zukommen lassen.“
„Nein! Ihr habt mir schon genug geholfen! Ich will euch nicht zur Last fallen und ihr braucht selbst alles Naquadah, was ihr in die Finger kriegt. Mir fällt bestimmt schon was ein!“
„Gut… damit muss ich aber schon bald wieder gehen. Tut mir leid, dass ich nicht länger bleiben konnte, doch dringende Entscheidungen warten auf mich zu Hause.“
„Na dann… Viel Glück, möget ihr sicher durch diese schweren Zeiten kommen!“
„Passt auf euch auf, mein Freund!“

Wir verneigten uns und dann verließ die Goa’uld mit dem Leopardenkleid meinen Palast. Die Situation stand kurz vorm eskalieren, noch war Hermupolis zu unbedeutend um in Gefahr zu sein, doch ich musste mich vorbereiten.

Schon am nächsten Morgen machte ich mich in Begleitung eines halben Dutzend Jaffa auf den Weg zum Forschungszentrum von Hermupolis, was vom Palast aus nur wenige hundert Meter entfernt war. Ich trat ein, umging gekonnt die Rezeption und marschierte zielstrebig und ehrfurchterregend in den Entwicklungsbereich (ja, ich gebe zu, dass ich das geprobt hatte).

„So, meine Herren, welche bedeutenden Forschungsergebnisse haben sie seit meiner Machtübernahme erzielt?“

Sie waren schockiert. Das 20 Mann starke Wissenschaftlerteam schaute verlegen in der Gegend herum.

„Zwingt mich nicht, irgendjemanden zum Ausfragen vortreten zu lassen? Wer ist hier der Boss?“
„Äh, ich Sir.“

Ein älterer Mann mit weißem Vollbart trat schüchtern vor.

„Wie ist euer Name?“
„Achti-Hetep. Leiter der Forschungsstation.“
„Was habt ihr erreicht?“
„Wir konnten die Fluggeschwindigkeit der Cherunecht im Hyperraum um 10% steigern.“
„Wow, dafür kriegt ihr ´nen Keks!“
„Herr?“
„Nein, nicht wirklich… zeigt mir einfach die Pläne, die ihr habt!“
„Also,… Pläne… was versteht ihr denn darunter?“
„Ähem, Waffen, Schiffe, Schildtechnik, und so weiter.“
„Oh… naja, wir waren die ganze Zeit eher mit der Regenerierung des Ökosystems des Planeten beschäftigt, für solche Projekte waren Wissenschaftler auf anderen Welten Seschats zuständig.“
„Ach du meine… OK, einverstanden! Habt ihr wenigstens was, was uns hier zumindest einen kleinen taktischen Vorteil verschafft?“
„Naja, vielleicht…“
„Zeigt her!“

Er eilte sogleich zu einem großen Schrank in dem Unmengen Speicherkristalle lagerten. Der Forscher zog einen heraus und steckte ihn in einen der Computer: Auf dem Bildschirm erschien sofort die Skizze einer bizarren Raumstation. Ich überflog die Notizen dazu, die etwas von Sensorreichweite erwähnten und überlegte:

„Eine Langstreckensensorstation… Mmh, das könnte uns in der Tat einen taktischen Vorteil verschaffen. Inwieweit sind diese Entwürfe ausgereift?“
„Sie sind tatsächlich fast fertig, die Technologie ist bekannt, wird nur in einem größeren Maßstab eingesetzt. Wir müssen nur noch einige Schönheitskorrekturen machen und fertig.“
„Sehr schön, machen sie’s so! Ich möchte, dass das Ding so schnell wie irgend möglich konstruiert werden kann.“
„Jawohl, Herr!“


Bedingt zufrieden machte ich mich auf den Nachhauseweg. Auch wenn ich nicht ganz das Erhoffte gefunden hatte, war eine riesige Scanner-Anlage doch einigermaßen hilfreich, wenn ich meine Streitkräfte auf einen Angreifer bündeln will.

Bisher war Hermupolis auf mehrere Gleitergeschwader angewiesen, die in mehreren Schichten im Sonnensystem patrouillieren müssen. Da größere Kreuzerverbände für gewöhnlich elend langsam brauchen, um vom Austrittspunkt aus dem Hyperraum auf Feuerreichweite zum Planeten zu gurken, war dieses System bisher ausreichend, auch wenn man auf einige Jagdgeschwader verzichten muss.

Doch nun werden Schiffe immer schneller und das Aufstellen meiner Einheiten könnte im Falle des Falles knapp werden.

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

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  • Maltino
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11 Apr 2010 13:23 #22423 by Maltino
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juho

Autor von Die Schatten der Galaxie

Wer mir helfen will mein Buch zu Ende zu schreiben hier: www.stargate-eaw.de/index.php?option=com...9&Itemid=21&lang=de& und wer mir noch mehr helfen will kann auch mit mir über icq reden=633-380-797

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11 Apr 2010 19:10 #22471 by Snortel
Replied by Snortel on topic Stargate - Andere Perspektiven
Könntest du noch mal ne zusammenfassung machen?

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12 Apr 2010 12:43 #22513 by Locutus
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Guck einfach auf SGP, da gibt's schon lange alle Kapitel^^

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