Stargate - Andere Perspektiven

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11 Oct 2009 14:34 #10475 by Toth
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@Baal: Mmh, ich bin schon am überlegen, wann ich ein Gesamtpaket mache, aber wahrscheinlich erst, wenn ich eine schöne gerade Zahl wie Kapitel 20 erreicht habe^^

@Didi008: Jedem das seine^^ aber die Wartezeit muss sein, ich muss ja auch noch zum Schreiben kommen^^

@Todesgleiter: Alle zwei Wochen muss leider sein, das Forum eignet sich ja leider nicht zum so hochstellen von Geschichten und wenn ich jetzt wöchentlich Einzelkapitel verpacken würde, würde keine mehr in dem Wust aus Rapidshare-Links durchblicken...

@xXZedXx: Jetzt^^
Kapitel 8 – Ein echt mieser Tag

Nut war in höchstem Maße erfreut, als ich ihr von meinem Sieg über Chons berichtete. Sie reiste schon bald ab, um das Ra unter die Nase zu reiben. Und einige Wochen später erreichte mich ein Bote, der mir berichtete, dass Nut bereits 5 gesunden Symbionten das Leben geschenkt hat. Während ich mir gerade Ras Gesichtsausdruck vorstellte, musste ich mal wieder Ptah Bericht erstatten. Als er, wie immer, nach Ra fragte, antwortete ich, dass er mit „Familienangelegenheiten“ beschäftigt sei. Er war seltsam erfreut darüber…

Egal, jedenfalls waren die folgenden Monate recht ereignislos, sodass ich mich umso mehr um die Medu-Netscher kümmerte, der Göttersprache, wie ich meine Schrift nun nannte. Mittlerweile hatte ich beschlossen, einige Lehr-Papyri zu schreiben und diese unters Volk zu werfen. Wie? Das wird sich noch herausstellen! Dann ereignete sich ein ziemlich entscheidender Tag in meinem Leben: Es fing unscheinbar an. Zunächst musste ich wieder Richter spielen, ich hatte ziemlich miese Laune, wusste auch nicht, woher sie kam, aber ich verteilte ziemlich harte Strafen.

In letzter Zeit war meine Laune erschreckend oft so, doch diesmal lag das an den heftigen Kopfschmerzen, die ich hatte. Ich wusste nicht, woher sie kamen und war dementsprechend nicht in der Lage, sie zu heilen. Anschließend arbeitete ich wieder an der Übersetzung des Goa’uldalphabets. Die meisten Buchstaben bestehen bei uns aus mehreren Lauten, daher sind es so unsagbar viele. Was könnte man für den Buchstaben „men“ benutzen? Ich konnte mich überhaupt nicht konzentrieren, ständig schweiften meine Gedanken zu den heutigen Fällen, Ra, Ptah und noch so privatem Zeugs… und da waren noch diese Kopfschmerzen!

Die Stunden verrannen und ich saß nur an diesem einen dummen Buchstaben. In einer meiner Abschweifungen dachte ich an die Senetpartie mit Chons, da entschied ich mich in einem Augenblick der Besinnung für eine Seitenansicht des Senetspiels. Mein Gekrakel ähnelte zwar eher an einen Kamm, aber das war mir ziemlich egal. Ich wollte diesmal früher in den Sarkophag, morgen wird dann alles wieder gut sein! Ich richtete mich auf und schleppte mich zum Sarkophag.

So schlimm war es noch nie! Mein Kopf explodierte förmlich, mein Blickfeld verschwamm. Ich beugte mich gerade über den Sarkophag, um den Knopf zum Öffnen zu drücken, da wurde es schwarz. Ich hörte noch meine Dienerin panisch auf mich zu rennen. Dann war ich vollends weggetreten. Als ich wieder aufwachte, lag ich in meinem Bett. Mir tat zwar alles weh, aber wenigstens waren meine Kopfschmerzen weg. Die Dienerin stand völlig entsetzt neben mir:

„Geht es euch gut, Herr?“
„Ja, ja, nichts passiert. Ähem, nun es geht mir blendend!“, ich richtete mich schwerfällig auf.

Mein Wirt war so steif wie am ersten Tag meines Goa’uldlebens. Wie wollte ich eigentlich der Dienerin erklären, dass ein Gott einfach so ohnmächtig wird. Ich musste erst mal wissen, wie das passiert ist: Meine erste Vermutung war eine starke Strahlungsquelle, der ich mich vor kurzem ausgesetzt habe. Nur wo?

„Wie lange war ich weg?“
„Die ganze Nacht lang, ich dachte schon, das Ende der Welt steht bevor!“
„Mmh, dann könnte Ptah schon wach sein…“

Ich nahm wieder das Schmuckkästchen und kontaktierte Ptah.

„Wie so früh? Trotzdem seid gegrüßt.“, reagierte er verwundert.
„Herr, entschuldigt die Störung, aber ich möchte einige wissenschaftliche Thesen von mir überprüfen und wollte fragen, ob ihr mir vielleicht ein Strahlungsmessgerät zukommen lassen könnt? Also, wenn es keine Umstände macht…“
„Würde es nicht tun, aber wenn mich nicht alles täuscht, dann müsste der Handschmuck, den ich euch zukommen ließ, diese Fähigkeit auch besitzen. Probiert es aus! Bis heute Abend.“, das Bild verschwand und ich schaute meine Hand an.

Ich dachte angestrengt „Strahlung“ und tatsächlich tauchte plötzlich auf einem der Stützleitungen ein winziges rotes Display auf. Eine Messskala!

„Mmh, dieses Ding ist wie eine Wundertüte…“, murmelte ich vor mich hin und begann, das Zimmer abzusuchen.

Ich fand nichts… Verdammt, irgendwas ist hier in der Lage, einen Goa’uld aus den Latschen zu hauen und ich weiß nicht was! Was ist das eigentlich für ein bescheuertes Messgerät? Man muss mit der bloßen Hand zur Strahlungsquelle grapschen, um erst zu sehen, dass sie geröstet wird! Typisch Ptah, Hauptsache das Gerät kann irgendwas, aber an die Konsequenzen für einen unbedarften Goa’uld denkt er nicht…

Egal, ich kann einiges wegstecken (obwohl ich mir nun auch nicht mehr so sicher war) und überlegte, was diese Nacht anders war, als sonst, da meine Kopfschmerzen sich schließlich erledigt hatten. Es fiel mir wie Schuppen vor die Augen: Ich war nicht im Sarkophag! Ich langte meine Hand hinein. Nix! Nada! Jetzt langt‘s! Zerknirscht überlegte ich meinen nächsten Schritt. Ich müsste den Sarkophag im Betrieb untersuchen, doch er funktioniert nicht ohne ein Opfer, äh, ich meine natürlich, äh, Versuchsperson. Stattdessen riss ich die Abdeckplatte des winzigen Schaltkastens an der Seite ab und fummelte vorsichtig an den Steuerkristallen herum.

Ich wollte das Mistding kurzschließen, denn ich werde da jedenfalls nicht nochmal hineinsteigen, ohne Gewissheit zu haben, auch wenn ich einen Moment lang überlegte, die Dienerin als Versuchskaninchen zu verwenden. Aber so fies bin ich nicht und riskierte lieber, die Kiste zu schrotten. Mit einem lauten Peng sprang sie nun an und leuchtete aus allen Rohren, kaum wollte ich mein Handgerät hineinhalten, da war sie wieder aus. Na toll…

Trotzdem schlug der Balken aus. Ertappt! Ich beschloss, weiter nachzuforschen und künftig in meinem Bett zu schlafen. Der Sarkophag ist ein Gerät, dass von ausnahmslos jedem Goa’uld verwendet wird und die Tragweite eines Defektes in allen diesen Geräten wäre ungeheuerlich. Die Jahre vergingen, ich arbeitete hart an der Ta’urischrift und dem Sarkophag, obwohl letzteres sich als ziemlich schwierig erwies, da ich erst herausfinden musste, wie das Ding überhaupt funktioniert… und das ohne es in seine Bestandteile zu zerlegen mit der Gefahr, dass ich es nicht wieder zusammen kriege. So wurde aus einem verdammt schlechten Tag wieder Alltag.

Ich bemerkte auch politische Veränderungen: Diese leidigen öffentlichen Erschießungen nahmen erschreckend zu, im selben Maße steigerte sich die Unruhe unter den Ta’uri, die äußerst verärgert auf die zunehmende Gewalt von Ras Leuten reagierte. In dieser Zeit bekam ich unerwarteten Besuch: Ich war gerade am Sarkophag und versuchte, ihn so zu modifizieren, dass er im Leerlauf heilt. Da kam der Wesir und stotterte wieder etwas von „Notfall“ und „sofort in den Audienzsaal kommen“ zusammen. Neugierig geworden machte ich mich auf den Weg. Es ging mir in letzter Zeit immer besser, auch wenn ich anfangs nach meinen Verzicht auf den Sarkophag etwas matt war, so war es nun vorbei. Als ich eintrat, stand mit erhobenem Haupt eine große, gewohnt protzig gekleidete Goa’uld.

„Seid gegrüßt, wie kann ich helfen?“, grüßte ich mit tiefer Stimme.
„Toth? Ich hoffe doch, dass ihr mir helfen könnt! Ist ja eure Stadt… Äh, mein Name ist Isis, ihr hattet vor einigen Jahren schon meiner Mutter geholfen. Erinnert ihr euch?“
„Natürlich, was kann ich für euch tun?“

to be continued...

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11 Oct 2009 15:56 #10480 by Todesgleiter
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Wie du meinst, mein Gebieter!

EDIT: Dass blöde Rapidshare will mich nich Downloaden lassen =(

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25 Oct 2009 12:49 #11298 by Toth
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@Todesgleiter: Geht's jetzt wieder? bei mir klappt's jedenfalls (aber auch nur, seit ich nen Collector Account habe, dämlicher Proxyserver, deswegen kann ich auch Selmaks Dark Jump leider nicht lesen...).
Kapitel 9 – Zwei Brüder

„Ich habe keinen Schimmer, wo er sein könnte, ihr seid meine letzte Hoffnung!“
„Danke, aber berichtet erst mal von Anfang an, was euer Problem ist.“
„Mein Gemahl, Osiris, auch ein Sohn von Nut, kam letztens nicht von einem seiner Treffen nicht zurück. Er ist nicht die Art Goa’uld, die er sein sollte: Er ist rebellisch, leidenschaftlich und lässt sich schnell auf derbe Späße ein. Ich weiß schon seit langem, dass seine „Treffen“ nichts anderes sind als Sauftouren mit seinen Freunden. Doch bislang kam er jedes Mal pünktlich zurück. Ich weiß nur, dass er sich vor drei Tagen auf den Weg in Richtung Osten gemacht und sich wahrscheinlich als Ta’uri ausgegeben hat.“
„Merkwürdiges Verhalten, da habt ihr Recht… also, ich meine das mit den Sauftouren… wo waren wir? Oh… Wesir, hol mir einen Stadtplan!“

Ich und Isis suchten so nach der nächsten Taverne in der Nähe ihrer Villa. Es war schon seltsam, dass Osiris in Richtung der bürgerlichen Viertel von Memphis sein Haus verließ, trotzdem einigten wir uns darauf, der größten Taverne, wo man als verkleideter Goa’uld am ehesten untertauchen kann, einen Besuch abzustatten. Ich wollte zwar so wenig wie möglich auffallen, doch Isis bestand darauf, zumindest zwei Jaffa mitzunehmen.

Zum Glück war die Taverne nicht allzu weit entfernt und wir traten ohne die Jaffa ein. Die Kneipe war sehr geräumig und es saßen sehr viele Jaffa darin, die offenbar gerade Feierabend hatten. Wir traten an den Barkeeper hinter der Theke heran.

„Seid gegrüßt, wir hätten ein paar Fragen an euch.“, fragte ich ihn.
„Was wollt ihr denn wissen?“
„Ist euch vor drei Tagen etwas besonderes passiert, irgendeine Merkwürdigkeit? Ist einer eurer Kunden verschwunden?“
„Wieso wollt ihr das wissen?“

Er reagierte ziemlich erschrocken und trat einige Schritte zurück.

„Erzählt, mir könnt ihr nichts vormachen!“, ich unterstrich diese Aussage noch mit einem besonders dramatischen Augenleuchten und schaltete meine tiefe Stimme ein.

Er verstand sofort und begann zu stottern.

„Oh, Herr, nun ja, da war so ein Zwischenfall. Ein paar offensichtlich stark angetrunkene Leute haben doch tatsächlich einen Sarkophag in meine Schenke geschleppt. Also nicht diese zum beerdigen, sondern die, die des Öfteren in der Nähe von Göttern wie euch gesehen werden. Tja, sie haben einen von ihnen, der sich schon halb bewusstlos gesoffen hatte in den Sarkophag hineingesteckt und diesen dann wieder hinaus geschleift. Also, das war schon wirklich äußerst merkwürdig.“
„Oh ja, wisst ihr, wo sie diesen Sarkophag gebracht haben.“
„Ich habe ihnen nachgeschaut, sie sind in Richtung der Lagerhäuser verschwunden, genauer kann ich‘s nicht sagen.“
„Gut, ich danke euch.“

Isis und ich verließen zufrieden die Taverne, da sprach sie mich seitlich an:

„Wieso eigentlich diese ganze Geheimnistuerei, ich bin es leid.“
„Irgendjemand hat hier ganz offensichtlich einen Goa’uld entführt und mit jemandem, der frech genug für so etwas war, ist nicht zu spaßen! Wer weiß, wie viele Augenpaare vorhin auf uns gerichtet waren…“

Diese Detektivarbeit war nun wirklich mal was anderes. Ein entführter Goa’uld und mysteriöse Kidnapper brauchte ich gerade, um aus diesem Trott der letzten Jahre herauszukommen. Außerdem bin ich ein unverbesserlicher Goa’uldfreund… Doch wo sollten wir weitersuchen? Das Lagerviertel war riesig, wie sollten wir das Richtige finden? Doch schon gleich deutete Isis auf einige Jaffa, die ein Lagerhaus bewachten.

„Ich weiß nicht, aber ich glaube, deren Mal kommt mir seltsam vertraut vor. Schauen wir uns das genauer an!“

Gesagt, getan, wir näherten uns den beiden Gestalten.

„Hey, Jaffa, wem dient ihr und was wird da drin gelagert?“, rief ich ihnen zu.
„Wer will das wissen?“
„Ich, reicht das nicht?“, antwortete ich ihm augenleuchtend.
„Oh, ähem, unser Herr hat uns befohlen, nichts zu sagen.“

Sie wurden sehr nervös und hielten immer verkrampfter ihre Stabwaffen in den Händen. Ungeduldig guckten sie in der Gegend rum, während sie weiterhin schwiegen. Da stimmte was nicht… Plötzlich richteten sie ihre Waffen in unsere Richtung. Ich riss reflexartig die Hand hoch und schleuderte die beiden mit dem Handgerät gegen die Wand, sodass sie bewusstlos zusammenkrachten.

„Du hättest sie wenigstens ansprechbar lassen können…“, kommentierte Isis lapidar.
„Ist doch egal, der Weg ist frei und wenn diese beiden Holzköpfe nicht verdächtig genug waren, weiß ich auch nicht mehr.“

Unsere zwei Jaffa hatten in der Zwischenzeit ihre Waffen entsichert und blickten aufmerksam in der Gegend herum. Ich griff ebenfalls etwas nervös nach meiner am Gürtel hängenden Zat’nik’i’tel, die ich geistesgegenwärtig vor diesem kleinen Abenteuer mitgenommen hatte. Mit einem Poltern flogen die großen Lagertüren auf und wir traten ein. Vor uns standen ein Dutzend Jaffa-Wachen. Aber was waren das nur für welche?

Die beiden Jaffa brachen bei ihrem Anblick sofort in Gelächter aus und auch ich konnte mir ein schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen: Deren Helme wurden ganz offensichtlich von einem Dreijährigen entworfen! Sie sahen aus, wie irgendwelche arg verunstaltete Hundeköpfe! Einzig Isis nahm von uns keine Notiz und starrte sie ernst an, wie sie etwas frustriert im Angesicht ihrer belustigten Feinde die Arme hingen ließen. Dann trat einer vor und sein Helm stülpte sich zusammen:

„Ah, wir haben euch schon erwartet, Isis! Stellt doch bitte eure Anhängsel vor.“, sagte der Jaffa mit einem goldenen Mal zu Isis.
„Meket-re, du elender Speichellecker von Seth wagst es, deiner Göttin aufzulauern?“
„Unser Herr hat uns gesegnet und die Kraft gegeben, es mit euch aufzunehmen. Jaffa! Kree!“

Die Soldaten entsicherten ihre Waffen und machten sich zum feuern bereit.

„In Deckung, ich halte sie auf!“, rief ich unseren Jaffa zu und aktivierte meinen persönlichen Schild mit maximalem Durchmesser, sodass die Schüsse der potthässlichen Diener Seths an ihm scheiterten.

„Tja, offensichtlich hat euer Herr Mist gebaut, oder nennt ihr das etwa Kraft?“, rief ich ihnen grinsend zu.
„Hör auf zu spielen und schalte sie aus!“, beschwerte sich Isis.
„Jaja, ich mach ja schon…“, ich deaktivierte den Schild wieder und schmetterte ihnen ein paar Schockwellen entgegen.

Unsere zwei Jaffa begannen nun auch das Feuer zu eröffnen. Als Meket-re bemerkte, dass seine Leute wie die Fliegen fielen, ergriff er die Flucht und verschwand hinter einigen Regalen. Ich rannte hinterher und verpasste ihm einen Treffer mit der Zat’nik’i’tel, sodass er mit einem Ächzen auf den Boden krachte. Als dann auch die letzte Sethwache gefallen war, sahen wir uns in der Lagerhalle um, denn mit dem Verhören von Seths Primus konnten wir erst anfangen, wenn seine Zunge nicht mehr paralysiert war. Im hintersten Bereich fanden wir tatsächlich den gesuchten Sarkophag.

„Endlich, Osiris!“, rief Isis, rannte hin und öffnete ihn, um dann entsetzt den Atem anzuhalten.
„Was ist denn?“, fragte ich, als ich mich ihr näherte.

Sie antwortete nicht. Ich blickte in den Kasten und sah ihren grausigen Fund: Nur ein abgerissener Arm lag darin.

„Osiris?“
„Ja… er trägt seine Ringe…“

Verdammt, was hat Seth nur getan… ich blickte weiter hinein und entdeckte einen blutverschmierten Zettel, den ich mir sofort näher ansah.

„Für den Fall, dass meine geliebte Schwester dieses Versteck findet, so sollt ihr euch auf den Weg zum Ursprung des Lebens, um das nächste Puzzle-Teil zu finden. Ich wünsche viel Spaß beim Suchen, Seth.“
„Elender Mistkerl, mein Bruder hat ihm nichts getan…“
„Seth, Seth, ist das nicht auch euer Bruder?“
„Ja, nur er war schon immer das schwarze Schaf und ist so von Hass und Neid erfüllt. Nun ist er wohl völlig durchgedreht!“
„Ursprung des Lebens, wo könnte das sein?“
„Ich glaube, so nennen die Einheimischen den Fluss Hapi (Für alle, die nicht altägyptisch sprechen, das ist er Nil!), der vor Memphis fließt.“
„Also ist der Pier unser nächstes Ziel?“
„Ja, ich danke euch, Toth, ohne euch hätte ich das nicht geschafft, doch ab jetzt ist das ausschließlich mein Problem. Ihr könnt nun wieder eurer eigenen Wege ziehen.“
„Das ist jetzt nicht euer ernst? Wir sind zusammen so weit gekommen, jetzt stehen wir das gemeinsam durch! Hier ist ein wahnsinniger Goa’uld in meiner Stadt und ich will ihn genauso sehr stoppen, wie ihr! Trotzdem würde ich euch vorschlagen, mehr Jaffa zu holen, ab jetzt wird es immer gefährlicher.“
„Wie ihr wünscht, so lasst ihn uns gemeinsam jagen!“

to be continued...

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25 Oct 2009 13:03 #11301 by Todesgleiter
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Jo geht wieder.
Jetz kann ich endlich weiterlesen.

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08 Nov 2009 11:45 #12926 by Toth
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Dann ist ja gut^^

Jetzt geht es jedenfalls weiter:

Kapitel 10 – Schnitzeljagt

„Herr, der Gefangene kommt wieder zu sich.“

Mittlerweile waren wir zusammen mit 30 Jaffa auf dem Weg zum Pier, der etwas abseits von Memphis lag.

„Ah, willkommen in der Wirklichkeit, Meket-re! Sag uns, wo hat euer Herr das nächste Stück Osiris versteckt?“
„Ich weiß nicht wovon ihr redet.“

Isis wurde ungeduldig:

„Hey, lass mich mal!“, ich trat ein paar Schritte zurück.

Isis nahm ihr Handgerät, stellte es auf die niedrigste Stufe und begann, das Gehirn des Primus Seths zu toasten.

„Aargh, ich weiß es wirklich nicht, wir sollten nur den Arm bewachen, ich weiß nicht, wohin Seth danach gegangen ist!“
„Isis, es reicht, er weiß es wirklich nicht!“, redete ich auf sie ein. Als sie dann unzufrieden das Gerät abschaltete, ächzte Meket-re noch und ich wandte mich an meine Jaffa:

„Los, bringt ihn zurück zur Botschaft. Ich will, dass ständig zwei Krieger seine Zelle bewachen…“, ich überlegte nochmal und flüsterte einem der Soldaten noch, „… wir haben doch Zellen, oder?“, zu.

Als er dies abnickte, war dann alles gut und wir machten uns weiter auf dem Weg zum Pier. Es war schon ein erstaunlicher Anblick, den Memphis von da unten aus bot: Es war nämlich von einem riesigen Erdwall umgeben, der die Stadt vor den Fluten des Hapi schützen sollte. Das kleine Hafenviertel war trotzdem einige Meter vom Fluss entfernt und die Boote der Ta’uri lagen im Trockenen.

„Offenbar ist Ebbe… das macht die Sache nicht unbedingt einfacher, da er den Sarkophag womöglich vergraben hat. Jaffa! Kree! Schwärmt aus, hört euch um, was vor drei Tagen hier seltsames passiert ist. Aber wenn ihr auf Seth oder seine Leute stoßt, versucht nicht, sie alleine zu stellen, sondern benachrichtigt mittels Kommunikator die anderen!“

Ich versuchte mich dann in Seth hineinzuversetzen. Wenn ich ein rachesüchtiger Gott der Finsternis wäre, wo würde ich die Leichenteile meines Bruders verscharren? Igitt, was für eine widerliche Vorstellung. Zumindest konnten unsere Jaffa in Erfahrung bringen, dass vor drei Tagen der Wasserspiegel wesentlich höher war und wir daher weit vom Ufer weg graben konnten. Wir verursachten zwar ziemlich viel Panik, doch seltsamer Weise entdeckten wir keine Schergen Seths.

„Mmh, wir könnten hier noch ewig rumsitzen…“, sagte ich zu Isis.
„Tja, doch ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir Osiris noch lebendig finden.“
„Ja, doch in welchem Zustand. Was könnte eigentlich Seth dazu getrieben haben, derartig grausam gegen seinen eigenen Bruder vorzugehen.“
„Ich weiß es nicht… hey, die Soldaten scheinen was gefunden zu haben!“

Wir gingen sofort hin, wo sich einige Jaffa um ein Loch versammelt hatten. Ein Stück goldenes Relief schaute aus dem schlammigen Boden heraus. Ein Sarkophag! Langsam legten wir ihn frei, öffneten ihn und diesmal war Osiris‘ Bein darin. Na lecker… OK, nächster Hinweis:

„So, liebes Schwesterchen, nachdem ihr euch (unwahrscheinlicher weise) die Finger schmutzig gemacht habt, bereitet euch auf eine lange Reise vor, denn um euren Gatten zumindest Stück für Stück zu sehen, müsst ihr nun eine Handelsreise abschließen! Gezeichnet, Seth!“, las ich den elenden Brief vor. Handelsreise?

Was soll das nun? Nachdenklich machten wir uns auf den Weg zurück nach Memphis.

„Es muss irgendwas mit einem großen Handelspartner von Memphis zu tun haben. Doch welche Stadt meint der Mistkerl?“, sagte Isis, gerade als ich antworten wollte, schossen Lichtblitze aus dem Blattwerk einiger Büsche.
„Deckung, ein Hinterhalt!“, hörte ich noch, doch es war zu spät, einige unserer Jaffa fielen getroffen in den heißen Sand.

Ich zog Isis an mich und aktivierte schnell den Schild. In diesem Moment prallten einige gezielte Schüsse an ihm ab. Verdammte Mistkerle!

„Ihr könnt mich wieder loslassen!“, beschwerte sich Isis.

Ich ließ sie dann auch los, deaktivierte den Schild und stürzte mich mit gezücktem Zat’nik’i’tel in die Richtung, aus der die Schüsse kamen. Nachdem ich mich durch das Blattwerk gekämpft hatte, entdeckte ich drei Jaffa mit Seths Mal, die mich ziemlich erschrocken ansahen, bevor ich sie mit der Zat’nik’i’tel ausschaltete. Als ich zur Gruppe zurückkehrte, hatte sich die Lage bereits beruhigt. Die Angreifer hatten wohl nicht mit so vielen Gegnern gerechnet und waren rasch überwältigt worden. Ich sah Isis, wie sie gerade mit ihrem Heilgerät einen angeschossenen Krieger zusammenflickte und ich näherte mich ihr.

„Ich glaube, das war nun seine offizielle Kriegserklärung!“
„Sieht so aus, helft mir bitte beim Heilen.“

So begann dann auch die elende Suche nach Osiris‘ Überresten. Laut meinem Wesir war der wichtigste Handelspartner von Memphis eine Stadt namens Byblos und wir machten uns mit einem Bataillon Jaffa von Isis auf den Weg. Die Stadt war fest in der Hand von Seths Streitkräften und es entwickelte sich eine regelrechte kleine Belagerung. Nachdem wir die Stadt eingenommen hatten, führte uns der nächste Hinweis nach Theben, wo wir eine kleine Tempelanlage von Seths Truppen säubern mussten.

Nun hatten wir alle Gliedmaßen zusammen und der nächste Zettel, der uns in die östliche (umgekehrte Weltanschauung, wir mussten nach heutigen Himmelsrichtungen gesehen nach Westen) Wüste führte, machte uns ziemlich zu schaffen. Es waren zwar konkrete Koordinaten angegeben, doch wir vermuteten den heftigsten Hinterhalt, den Seth aufbieten wird. Nichtsdestotrotz saßen wir in einem der 5 Tel’taks auf dem Weg zu diesem Punkt, wo Seth angeblich einen versteckten, unterirdischen Tempel besaß.

„Ich schlage vor, wir landen einige hundert Meter von den Koordinaten entfernt, damit wir Seth nicht gleich in die Hände spielen!“, meinte ich zu Isis.
„Ja, das würde ich auch sagen, dort unten scheint es einige Felseninseln zu geben, wir landen dort!“

Die Transporter setzten kurz darauf sanft auf und wir errichteten ein provisorisches Camp. Insgesamt hatten sich etwa 80 Jaffa in die Tel’taks gequetscht und alle waren froh, sich ein wenig die Beine vertreten zu können.

„Das Wetter scheint gut zu sein, kein Sandsturm in Sicht. Wir können gleich aufbrechen.“, sagte Isis zu mir, wie mich gerade auf dem Sand streckte.
„Sandstürme sind unvorhersehbar, die kann man nicht am Horizont erkennen. Trotzdem bin ich auch dafür! Lasst uns Seth endgültig das Handwerk legen!“

So machte sich der wirklich unauffällige Trupp auf den Weg zu Seths geheimen Versteck. Ich überlegte, wie wohl die örtlichen Karawanen reagieren, wenn die diese riesige Ansammlung von Fußspuren entdecken würden. Und was sie zu den paar zurückgebliebenen Jaffa sagen würden, die hier einsam mit 5 Tel’taks mitten in der Wüste campen. Unser Weg führte uns mehrere extrem hohe Dünen hinauf und herunter. Waren den Soldaten vorhin noch die Beine eingeschlafen, so fingen sie spätestens jetzt vor Erschöpfung zu Schmerzen an. Auch mir wurde bald langweilig und meine Gedanken drehten sich nur noch um mein abgetretenes Schuhwerk. Diese dämlichen Sandalen hielten wirklich nichts aus. Tz, made in Ta’uri ist auch nicht mehr das, was es mal war!

Als wir gerade dabei waren, eine weitere Düne zu erklimmen, machte ein Jaffa, der bereits die Spitze erreicht hatte, einige hastige Handbewegungen und alle Krieger hielten Inne, ihre Waffen fest im Anschlag. Ich und Isis schleppten uns zu dem Soldaten hoch und er zeigte auf einige seltsame Gestalten, die da mitten in der Wüste rumhockten. Ich blickte auf mein Multifunktionshandgerät. Durch Zufall hatte ich beim Tagträumen entdeckt, dass das Ding auch über eine GPS-artige Funktion zur Bestimmung der Position in Längen- und Breitengraden verfügt.

Offenbar sendet es leicht reflektierbare Wellen mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit aus, die von der Atmosphäre und dem Boden gebrochen werden. So kann es den Umfang des Planeten sowie die genaue Position des Trägers verblüffend exakt bestimmen. Allerdings dauert das Eichen des Gerätes mehr als zehn Stunden…

„Wir sind nahe dran, das ist es!“, sagte ich zu Isis, die das nicht überraschte.

to be continued...

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10 Nov 2009 14:54 #13193 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Ah endlich neuer Lesestoff^^

Edit:Mich will es diesmal auch nicht downloaden lassen -.-

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11 Nov 2009 18:10 #13366 by Didi008
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Bei mia steht das ich Episode 17-18 nur als Premium downloaden kann,wieso das denn die anderen gingen auch immer las Free.

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11 Nov 2009 18:13 #13367 by Todesgleiter
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Warten und Später nochma probieren hat bei mir da ware wunder gewirkt ^^
Rapidshare stellt sich au bei mir hin und wieder ein wenig zickig^^

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11 Nov 2009 18:16 #13368 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Mh wenne meins bei mir geht es seit Gestern nicht ich warte es dan mal ab.

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13 Nov 2009 10:47 #13400 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Ah jetzt gehts endlich xD

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