Stargate - Andere Perspektiven

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11 Dec 2009 12:01 #15111 by Todesgleiter
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Schätz dich Glücklich^^

Bei mir hats mittlerweile auch Gefunzt und dass sage und Schreibe 4 Tage nachdem es upeloadet wurde >.<

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

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20 Dec 2009 11:10 #15630 by Toth
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@HuGuSSi: Eigentlich kann man dieses Problem schon verstehen, bei mir zickt es auch andauernd herum, wenn ich keinen Collector-Account hätte. Laut Rapidshare liegt das am Proxyserver von Drahtlosinternetverbindungen. Da alle damit ins Internet gehenden Rechner für Rapidshare dieselbe IP haben, muss man einen Punkt suchen, wo nicht gerade zufällig jemand mit demselben Proxy was herunterlädt. Zumindest habe ich das so verstanden.

Ich hoffe damit ist alles klar, das Problem lässt sich nicht umgehen. Da bringt's auch nicht, einen Wettbewerb zu starten, wer denn am längsten braucht, um durchzukommen^^

Aber auf jeden Fall geht's jetzt mit der Geschichte weiter:

Kapitel 14 – Ein letztes Mal

„Sagt mir euren Namen und wer waren die?“, sagte ich zu dem Unbekannten, der sich langsam aufrichtete.

Er hielt sich sein rechtes Auge mit der Hand zu und anhand des Schwalls Blut, das von seiner Hand rann, war das wohl auch besser so.

„Mein, mein… Name ist Horus… Sohn der Isis und des Osiris… Das waren Seths Schergen… dieser verdammte Mistkerl hat gegen Ptahs Wort verstoßen. Ich wollte das euch gerade mitteilen, da fielen sie über mich her… Seth war dabei… er hat… er hat mir das Auge rausgerissen… Ich konnte es ihm wieder abringen, aber es ist wohl hin…“
„Horus? Wieso haben deine Eltern mir nie von dir erzählt… Mmh, zeig mir mal dein Auge, vielleicht krieg ich ich’s wieder hin!“

Halt mal, wollte ich das wirklich sehen? Igitt, zu spät. Er öffnete seine Linke und zeigte es. Es war wirklich hin, dennoch nahm ich’s und versuchte, es mit meinem Handgerät zumindest grob zu flicken.

„Hey, komm mit, wenn wir es schnell wieder einsetzen, dann könnte es der Sarkophag wieder reparieren.“

Seschat und ich halfen ihm zum Statthalterpalast. Ich flüsterte ihr noch unterwegs zu:

„Jetzt wisst ihr, was ich mit dem ‚auf einander losgehen‘ meinte…“

Ich setzte ihm vorsichtig das Auge wieder ein, er schrie schmerzerfüllt auf. Ich heilte es wieder.

„Es muss wieder kurzzeitig angefügt werden, damit der Sarkophag es als körpereigen anerkennt!“, sagte ich beschwichtigend zu Horus.

Seschat und ich hoben ihn dann in den Sarkophag und hofften das Beste. Doch als Horus einige Zeit später mit vollständig verheiltem Auge hinauskam, waren wir überglücklich. Er erzählte uns, dass Isis und Osiris zeitgleich mit Seths Auftauchen spurlos verschwunden sind. Seth… meine Jaffa kamen nun auch wieder und berichteten, dass Seth mit einem Tel’tak in Richtung Norden geflüchtet ist.

„Er will über die Grenze zum Asgard-Schutzgebiet.“, überlegte Horus, „Wenn wir sofort handeln, dann können wir ihn noch erwischen! Toth, ihr habt geholfen, ihn das erste Mal zu stellen, kommt ihr mit zum Landeplatz von Memphis?“
„Auf jeden Fall!“

Wir eilten sofort dorthin und klauten uns sogleich einen geparkten Gleiter. Zum Glück sind die für zwei Personen ausgelegt, sodass Horus den Pilotensitz vorne nahm und ich den Copiloten mimte. Langsam hob das Gerät ab und die Tragflächen klappten nach außen. Horus haute den Nachbrenner mit voller Kraft rein und mit einem Ruck schossen wir über Memphis hinweg.

„Passt auf, wir brauchen noch Treibstoff für den Rückflug!“, protestierte ich.
„Wird schon reichen! Wir können ihn nicht entkommen lassen, nur weil wir zu vorsichtig sind…“

Horus war außer sich vor Zorn. Ich glaube, wenn ich ihm noch einmal reingeredet hätte, hätte er mich kurzerhand aus dem Flieger geschmissen. Ganz gleich, welche Flughöhe wir haben… Dafür, dass wir gerade erst sein Auge wieder rangetackert haben, war er ziemlich frech. Nach einer halben Stunde Schweigen, wobei ich die tolle Aussicht über ein riesiges Binnenmeer genossen hatte, kam endlich Seths Tel’tak in Sichtweite. Horus machte die Waffen schussbereit. Vorsichtig meinte ich:

„Ähem, Horus, meinst du nicht auch, dass wir ihn erst kontieren sollten, bevor du ihn wegpustest?“

Er war in rage, das merkte man, doch er erwiderte schnaufend:

„Na schön, hast ja recht… aber du redest mit ihm.“

Ich schaute auf das Display vor mir, das alle Schiffe in Kommunikationsreichweite anzeigte. Naja, da es nur eins war, war die Auswahl entsprechend groß… ich drückte den Knopf und auf dem Bildschirm erschien Seth:

„Was wollt ihr?“
„Warum musst du eigentlich immer Ärger machen, hä? Wo hast du Isis und Osiris hingebracht?“
„Toth, ja ich kenne nun euren Namen… ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich euch, nachdem ihr mir die Verbannung angetan habt, das verrate?“
„Aber bei den Asgard Asyl beantragen, dass könnt ihr…“

Er schwieg.

„Horus, dein Part!“

Ich sah von hinten, dass seine Mundwinkel ein Lächeln formten, da ballerte er auf das arme Tel’tak ein, dessen Schilde verzweifelt aufblitzten.

„Letzte Chance, Isis‘ Sohn hat ihren Hang zu Schmerzen geerbt… Raus mit der Sprache oder deine Schergen müssen dich vom Boden kratzen!“

Sein Bild verschwand. Er hatte seine Entscheidung getroffen… Da blickte ich nochmal auf das Display.

„Verdammt, Horus, wir sind schon kurz vor der Grenze, macht schnell, wir müssen abdrehen!“
„Was denkt ihr, was ich hier tue?“

In diesem Moment durchbrach er die Schilde und die Triebwerke des Transporters zerbarsten in einer niedlichen kleinen Explosion. Das Schiff begann zu trudeln und verlor an Höhe.

„Es ist über der Grenze, dreh ab!“

Er änderte den Kurs nicht.

„Verdammt, dann mach ich’s!“

Ich übertrug die Steuerung per Knopfdruck auf meine Konsole, ergriff das Steuer und drehte ab. Wir sahen gerade noch, wie das Tel’tak in ein Waldgebiet krachte.

„Hey, was tut ihr da, wir müssen nachsehen, ob das Schwein überlebt hat… um ihn dann zu töten!“, protestierte Horus lautstark.
„Seid ihr Irre geworden? Wenn ein Kampfgleiter der Goa’uld die Grenze zum Asgardterritorium überschreitet, was meint ihr, was dann los ist? Das würde einen Eklat ergeben! Ptah ist an der Friedenserhaltung mit den kleinen Kerlchen interessiert und ihr setzt dem Frieden mutwillig einer Gefahr aus, indem ihr ein Schutzgebiet von denen verletzt! Wir fliegen nach Hause. Basta!“

Wir ergänzten uns prima: Er war sauer, ich war sauer. Aber ich hatte die Kontrolle über den Gleiter und setzte Kurs nach Memphis mit maximaler Geschwindigkeit. Die Stimmung an Bord war an einem Tiefpunkt, doch Horus beruhigte sich langsam. Wahrscheinlich weil er seine Wut derweil am armen Gleiter ausgelassen hatte und auf das Armaturenbrett einschlug. Als wir schließlich landeten, war ich heilfroh, da rauszukommen. Ihm ging es offenbar genauso, denn wir verabschiedeten uns nicht einmal und zogen wieder unserer Wege. Seschat erwartete mich schon.

„Na, wie war’s?“
„Naja, mit 80% Wahrscheinlichkeit hat’s Seth nicht überlebt, trotzdem ist Horus vollkommen durchgedreht…“
„Er ist halt etwas emotionaler als andere…“
„Ja, nur sollte er mit seinen Emotionen nicht den Friedensvertrag zwischen Asgard und Goa’uld bedrohen.“
„Oh!“

Ja, das konnte sie laut sagen… Ich hörte von Horus jedenfalls nichts mehr. Seschat blieb tatsächlich mehrere Jahre, doch dann musste sie wieder zurück nach Memphis (also dem Planeten). Sie kaufte sich aber hier ein Landhaus und versprach, mich immer zu besuchen, wenn sie mal wieder her kam, um neue Sklaven einzupacken. Was sie auch tat. Wir standen uns wirklich nahe, und das bedeutet für Goa’uld was.


Die Jahre vergingen, langsam erkannte ich auch die Funktionsweise des Sarkophags, sodass ich schließlich beschloss, Nachforschungen anzustellen und dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Ich erfuhr, dass der Sarkophag vor etwa 100 Jahren von einem Goa’uld namens Telchak entwickelt worden war. Der geheimnisvolle Typ lebte auf einem entfernten Kontinent auf Ta’uri, sodass ich mich auf eine weite Reise gefasst machte, um ihn zu treffen.

„Deine Forschungen müssen wirklich wichtig sein, wenn du eine derartige Reise auf dich nimmst.“, meinte Ptah dazu.
„Keine Sorge, ich vertraue dem Wesir, er wird die Angelegenheiten schon richten. Und diese Expedition könnte bedeutend für die Zukunft unseres Volkes sein!“
„Na schön, du hast meinen Segen.“

to be continued...

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03 Jan 2010 15:23 #16715 by Toth
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Und nun die nächsten Kapitel:
Kapitel 15 – Andere Länder, andere Sitten

Ich überprüfte noch einmal meine Ausrüstung: Handgerät, Stabwaffen, Zat’nik’i’tels, verschiedenste Messinstrumente, zwei Jaffa. Tja, ich hatte genug Waffen für einen kleinen Krieg bei. Ich hasste es, ewig im Tel’tak herum zu hocken. Es erinnerte mich immer an die Reise mit Ra. Immer dieselben Sprüche an den Wänden, immer dieselben Jaffa vorne im Cockpit und seit Stunden überflogen wir nichts als Wasser. Ich hatte leider nicht daran gedacht, meinen Senettisch mitzunehmen.

Generell hatte ich kaum noch Zeit gehabt, mit meiner Dienerin zu spielen. Tz, nicht mal der Abschied war besonders lang. Sie war mir all die Jahre ans Herz gewachsen. Doch je mehr ich über sie nachdachte, desto mehr wurde ich stutzig. Nahezu 60 Jahre waren vergangen und sie war immer noch ziemlich jung geblieben. Ta’uri alterten normalerweise arg schnell, auch wenn die Technologie der Goa’uld ihr Leben verdoppelte. Da stimmte wirklich was nicht und bei meiner Rückkehr werde ich wohl etwas nachharken müssen. Vielleicht war sie am Ende all die Zeit ein Jaffa! Da müsste mir Ptah einiges erklären…

Doch nun saß ich in diesem verdammten Tel’tak und musste mich irgendwie beschäftigen. Gelangweilt ging ich nach vorne ins Cockpit.

„Wie geht’s euch, Jaffa?“
„Oh, äh, gut, Herr.“

Schönes Gespräch… Ich suchte mir einen freien Sitz und starrte dann die Decke an.

„Wie lange noch, bis wir das Festland erreichen?“
„Noch etwa eine Stunde, Herr.“
„Mmh, kann ich mal ans Steuer?“
„Natürlich, Herr.“
„Danke und lass diesen „Herr“-Quatsch! Wir sitzen hier noch eine Sunde und ich kann’s nicht mehr hören!“
„Ja, Herr!“

Das ließ ich jetzt erst mal unkommentiert und setzte mich ans Steuer. Die zwei orangenen Kristalle, die hier das Steuer bildeten, fühlten sich kalt an, obwohl sie geheimnisvoll glühten.

„Mal sehen, was das Baby so drauf hat…“, redete ich vor mich hin und versuchte, mit dem trägen Schiff so etwas wie einen abgebrochenen Looping zu fliegen.

„Na das war ja nichts… probieren wir es damit!“

Ich setzte zum Sturzflug an. Die beiden Jaffa haben zwar hinter mir nichts gesagt, doch sie schienen schon ihr letztes Gebet vorbereitet zu haben. Ich hoffte, es war an mich gerichtet… ich zog wieder hoch, doch das Teltak streifte noch ganze 100 Meter Wasseroberfläche. Die Schilde waren unten und wir wurden ziemlich durchgeschüttelt.

„Seht’s von der guten Seite: Uns ist nichts passiert und auch der Transporter hat keinen Kratzer!“

Die beiden schauten sich nur an als wollten sie sagen:

„Ja toll, wir sind ja nur „fast“ draufgegangen…“

Ich überließ ihnen wieder das Steuer und latschte wieder ziellos durch den Transporter. Was würde mich da nur erwarten, am Hof von Telchak? Nachdem die letzte Stunde vergangen war, überflogen wir nun einen riesigen, schier endlosen Urwald. Auf seine wilde, ursprüngliche Art war er wunderschön. Das Schiff landete schließlich in einer kleinen Stadt aus eckigen Steingebäuden. Wir stiegen aus und sahen bronzefarbene Ta’uri in bunten Wollkleidern, die ihrem Tagesablauf nachgingen und sich durch uns nicht sonderlich stören ließen.

Kaum hatte ich mich umgesehen, sah ich schon, wie ein, von irgendwie ganz witzig aussehenden Ta’urisoldaten, die in verschiedensten Tierfellen gekleidet waren, begleiteter Goa’uld auf mich zu schritt. Er war von großer Gestalt, hatte jedoch einige Gesichtszüge, die ihn durchaus sympathisch aussehen ließen. Mit ausgebreiteten Armen rannte er auf mich zu, sodass seine Begleiter Mühe hatten, hinterher zu kommen und rief:

„Ah, Freund, es ist lange her, dass hier ein Besucher von so weit her kam. Willkommen, willkommen in meinem Land!“

Er grinste für einen Goa’uld unnatürlich viel.

„Seid gegrüßt, wir hatten eine lange Reise und ich bitte euch um eure Gastfreundschaft.“
„Ach, was sollen diese Floskeln, hier nehmen wir es damit nicht so genau. Ihr seid hier immer willkommen! Wo kommt ihr her, auf dass wir Einen auf eure Heimat trinken können!“
„Ich bin Toth, Statthalter von Memphis, ich komme vom fernen Land des Flusses Hapi. Da wo das Chaapa’ei steht. Doch nennt mir doch euren Namen!“
„Hapi, verdammt… das ist echt weit weg… Doch ich vergaß. Mein Name ist Anubis. Auch ich habe lange Zeit dort gelebt! Kommt, lasst uns froh sein, ich lade euch herzlich ein, mit mir zu speisen!“

Die ganze Gruppe ging nun gemeinsam zu seinem Palast. Ich schaute mich ein wenig um und sah in einiger Entfernung eine große Pyramide. Doch sie war anders gebaut, als die, die mir bekannt waren: Auf der Spitze der Stufenpyramide (ganz primitive Machart) befand sich ein großer Altarraum, zu dem eine breite Treppe führte. Zudem war sie nicht glänzend weiß, sondern knallgrün bemalt worden. Die Ränder der Stufen waren hingegen leuchtend rot.

„Anubis? Was sind denn das für Dinger? Ich bezweifle, dass man darauf landen kann…“

Doch dieser grinste nur und antwortete:

„Hey, das habe ich den Einheimischen auch gesagt, doch denkst du, die hören auf mich?“

Etwas seltsam war das schon, dennoch führte er uns zu seinem steinernen Zuhause und ließ uns die hiesige Küche servieren. Das fleischige Zeug, was er Tapir nannte, schmeckte in der Tat vorzüglich, doch einiger der exotischeren Gerichte wie Schlange und extrem fette Insekten waren doch zu viel des Guten. Leider mussten ich und meine Jaffa der Höflichkeit halber etwas von allem probieren. Bäh… Anubis quatschte ohne Unterlass und ehe wir uns versahen, war der Tag schon rum. Unser Gastgeber war so nett, mir und meinen Leuten einige Zimmer anzubieten, sodass wir uns schon bald zu Bett begaben. Am nächsten Morgen wollte ich an Anubis herantreten und nach Telchak fragen.

„Ähem, Anubis, ich danke noch einmal vielmals für deine Gastfreundschaft und wollte dich noch etwas fragen: Also, ich bin ja nicht nur spaßeshalber hier, ich forsche schon seit langem an dem Sarkophag und wollte hier an den Ursprüngen arbeiten. Es hieß, dies sei das Territorium des Goa’uld Telchak, daher frage ich dich, wo er nun lebt, denn ich möchte ihm einige Fragen dazu stellen.“

Anubis wurde schlagartig ernst.

„Telchak… diesen Namen habe ich lange nicht mehr gehört… ja, es stimmt, er lebte einst hier. Doch schon lange nicht mehr. Er hatte wohl die bunten Klamotten hier satt, oder so. Jedenfalls verließ er diesen Ort und vertraute die Herrschaft mir an.“
„Dir? Mmh, weißt du wenigstens, wo sein Labor ist?“
„Du arbeitest am Sarkophag? Sehr interessant, ich hatte mich auch mal dafür interessiert und habe deshalb auch erfolglos nach Telchaks Labor gesucht.“
„Wenn du einen so guten Draht zu ihm hast, warum fragst du ihn nicht einfach?“
„Hab ich ja, hab ich ja… sagen wir mal, er ist und war verhindert…“
„Komisch… hast du wenigstens eine Ahnung, wo es ist?“
„Schon, warte hier!“

Er verschwand durch die Tür, während ich überlegte, was es mit Telchaks seltsamen Benehmens auf sich hat. Vielleicht eine Nebenwirkung seiner jahrelangen Forschung mit Strahlung? Nein, vielleicht würde ich ja am Ende genauso werden… Kaum hatte mich dieser Gedanke erschaudert, da kam Anubis mit einer Karte wieder. Sie war auf grobem Leinen gezeichnet, sodass die ohnehin unleserliche Schrift darauf gänzlich nicht zu entziffern war. Ich beugte mich mit dem Goa’uld hinüber, um etwas erkennen zu können.

„Also, wenn du mich fragst, sieht das eher nach einer Schatzkarte aus?“, sagte ich zu ihm.
„Das habe ich auch gedacht und eine Expedition zu dem verwischten Kreuz geschickt, aber man hat nichts gefunden…“
„Vielleicht habe ich mehr Glück! Kann ich die Karte haben? Ich bring sie dir auch in einem Stück wieder!“
„Gerne, das wäre ein großer Schritt für die Wissenschaft, wenn du das schaffen würdest!“

Voller Tatendrang ging ich sogleich los, um meinen Jaffa von dem Vorhaben zu erzählen.

to be continued...

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17 Jan 2010 12:18 #17450 by Toth
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Und ein weiteres Mal geht es weiter...

Ich wünsche viel Spaß:

Kapitel 16 – Gestrüpp und Schatzsuche

„Ihr wisst aber schon, dass wir quer durch den Urwald marschieren müssen?“
„Klar! Trotzdem müssen wir da hin. Ich habe genauso wenig Lust, auf das Tel’tak zu verzichten, wenn wir über so unwegsame Strecke müssen, doch es geht leider nicht anders.“
„Wir tun, was ihr befehlt, Herr!“
„Das hoffe ich doch!“

Wir packten den wichtigsten Krempel zusammen und machten uns gemeinsam zu Fuß auf den Weg. Nachdem wir den düsteren Dschungel betreten hatten, wurde uns ziemlich mulmig zu Mute. Obwohl wir am helligten Tage unterwegs waren, kam kaum Licht durch die dichten Baumkronen und es war zudem furchtbar schwül. Quälend langsam kämpften wir uns durch das Dickicht. Welcher Vollidiot baut ausgerechnet hier ein Forschungslabor?

Ich hatte mir schon ein Bild gemacht, an welchen Koordinaten wir das Ziel finden würden und blickte andauernd nervös auf mein Handgerät und die GPS-Anzeige. Einer der Jaffa, der gerade angestrengt mit einem Farn kämpfte, meinte nach einiger Zeit:

„Herr, woher wissen wir eigentlich, dass wir uns nicht schon längst verlaufen haben?“
„Stelle einen Gott nie mehr in Frage! Ich werd‘ schon sagen, wenn wir die falsche Richtung einschlagen…“

Ich war sauer: Meine Klamotten waren hin, meine Beine taten weh und ich hatte bisher schon geschätzte 3000 verschiedene Farnarten im Gesicht. Und jetzt mucken auch noch meine Jaffa… Ich versuchte mich zu beruhigen, was mir im Angesicht des nie endenden Weges schwer fiel. Stunden später waren wir auch nicht viel weiter gekommen und meine Jaffa machten langsam schlapp. Ich ließ mich sogar dazu herab, ihnen ein wenig Gepäck abzunehmen. Was nützt es mir, am Ende anzukommen und meine Jaffa sind weg!

Dann machten wir an einem kleinen Fluss Rast und füllten unsere Feldflaschen auf. Das kühle Quellwasser tat gut, als es unsere Kehlen herunter rann. Die Jaffa setzten sich auf einige große Steine und schlossen wetten ab, wann wir denn ankommen würden, während ich noch einmal die Karte untersuchte, um herauszufinden, warum Anubis‘ Leute dort nichts gefunden haben könnten. Verlaufen haben die sich ganz sicher nicht, hier war die Stadt, die Küste und alles verzeichnet. Und die werden sicherlich ein GPS-artiges Gerät dabei gehabt haben.

Was mich so irritierte war dieses Verwischte. Außerdem waren am Rand der Rückseite seltsame Dreiecke, die nicht zerlaufen waren. Ich nahm die Ecken und hielt die Dreiecke zweier gegenüberliegender Ecken zusammen. Dann die anderen. Toll, jetzt habe ich ein Segel, was bringt mir das… Hinten war ein perfektes, gleichseitiges Viereck. Sonst war nichts zu erkennen. Frustriert faltete ich es wieder auseinander, entdeckte dann aber in zwei der Dreiecke noch zwei halbe Punkte. Nun faltete ich es so, dass diese Punkte oben waren. Auch nicht besser.

Naja, ich hab nicht viel zu verlieren, also nahm ich einen spitzen Stock und durchstach den Punkt. Ich hielt mein Handgerät unter mein Werk, um ein wenig Licht zu machen (Der rote Kristall ist für jeden Quatsch zu gebrauchen) und blickte durch das Loch. Auf den ersten Blick schien sich nichts geändert zu haben, doch die vermeintlich verwischten Stellen hatten sich nun zu klaren Konturen komprimiert. Schön, nun weiter im Text. Einige der dünneren Linien waren gänzlich verschwunden und die restlichen ergaben einen simplen Text aus einem uralten Goa’ulddialekt.

„Der Weg führt dich vom Schicksalsstein zum weisen Baum, folge ihm bis zum Ziel“

Toll, schön ausgedrückt. Und wo soll dieser Stein nun sein… Egal, wir folgten weiter dem Kreuz. Irgendwas wird er sich ja damit gedacht haben. Es wurde schon abends (durch die Baumwipfel tönte ein roter Schein), da erreichten wir endlich völlig erschöpft den Zielpunkt. Wie Anubis uns berichtet hatte, fanden wir nichts. Absolut Garnichts! Ach verdammt. Frustriert schaute ich mich um. Irgendwas mussten wir doch übersehen haben. Schicksalsstein… könnte es so einfach sein? Ich hielt nach dem nächsten größeren Kiesel Ausschau.

Ich fand einen größeren Felsen. Naja, ein Versuch ist es wert: Ich mobilisierte alle Kraft, die ich noch hatte und drehte den Findling um. Oh nein… tatsächlich stand auf der Rückseite lapidar „Schicksal“ geschrieben. Ja, Telchak, sehr witzig. Wo ist nun der weise Baum? Sag nicht hier steht ein Baum, wo „weise“ drauf steht… Aber wahrscheinlich war es so.

„Jaffa! Ähem, geht rund herum alle Bäume durch und findet einen, wo das Wort „weise“ draufsteht!“
„Äh, Herr, „weise“?“
„Ja… ich find’s auch etwas seltsam, aber war Telchaks Idee…“

Sie zuckten mit den Achseln und fingen mit der Suche an. Ich schaute auch ein paar Bäume an. Also bitte, ich hoffte, dass der nicht allzu weit entfernt war.

„Herr, Herr, Treffer!“, rief ein Jaffa.
„Sehr gut, gut gemacht!“

Ich schaute mir das uralte Gewächs an. Er stand hier wohl schon seit tausenden von Jahren. Und jemand hatte die Langeweile einige Goa’uldschriftzeichen tief einzuritzen.

„Da lang!“
„Herr? Wir müssen ein Lager aufschlagen! Wir wissen nicht, wie die Nächte hier sind.“
„Wer rastet, der rostet! Es kann wirklich nicht mehr weit sein, das verspreche ich euch!“
„Herr?“
„Wir können rasten, wenn wir dort sind.“

Mit den Worten ging ich schnellen Schrittes in das Dickicht hinein. Wehmütig zogen die Krieger hinterher. Es musste hier sein. Irgendwo! Oder Telchak war ein sadistisches Schwein… Ich ging immer schneller. Die müden Knochen meines Wirts protestierten. Egal, immer weiter, immer weiter…

„Aargh!“

Ich fiel vor lauter Übereifer in eine Grube. Verdammt, wenn mich meine Jaffa nun sehen.

„Herr? Geht es euch gut?“

Na toll… Ich rappelte mich auf und sah, worüber ich gestolpert war: Eine verdammte Wurzel!

„Nein, nein, alles bestens…“

Ich streckte mich. Das hatte mir noch gefehlt, mir tat ja sowieso schon alles weh. Ich ging grummelnd ein paar Schritte weiter. Klong, Klong. Hey… ich war zufällig über eine Metallplatte gestolpert.

„Oh was haben wir denn da?“

Es war eine Art Griff daran befestigt, ich zog angestrengt daran. Wamm.

„Haha! Ich hab’s gefunden! Endlich ausruhen, was!“

Erleichtert schleppten sich die Jaffa heran und nahmen halbherzig ihre Stabwaffen in die Hand. Wir kletterten herab und fanden das verschollene Labor. Fackeln entzündeten sich und überall und wir entdeckten eine riesige Bibliothek. Die Jaffa allerdings hatten für sowas keine Augen und stellten ihre Zelte auf. Ich tat es ihnen gleich, Morgen war auch noch ein Tag! Die Krieger schliefen sofort ein (waren im Kel’norem-Zustand), sodass ich meinen Kommunikator hinaus kramen konnte. Ich hatte Ptah vergessen zu kontaktieren.

„Toth? Warum habt ihr gestern nicht gesprochen? Wie lief es bei eurer Expedition?“
„Herr, ich habe gerade Telchaks verstecktes Labor gefunden! Insofern ist die Expedition erfolgreich. Was das Kontaktieren angeht… entschuldigt, Herr, ich hatte gestern den ganzen Abend die Gastfreundschaft eines gewissen Anubis genossen, da…“
„Anubis! Verdammt, gib auf dich acht! Ich kenne ihn, äußerlich mag er ganz freundlich wirken, aber ich sag dir, der Kerl ist vollkommen Irre!“
„So kann man sich in Goa‘uld irren…“
„Sagt, habt ihr schon Telchak getroffen?“
„Nein, wisst ihr zufällig, wo er sein könnte, Anubis hat gesagt…“
„Glaubt Anubis kein Wort! Wenn er da ist, dann ist das kein gutes Zeichen!“
„Na schön, ich werde auf mich Acht geben, gehabt euch wohl.“
„Wir sehen uns!“

to be continued...

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19 Jan 2010 16:55 #17631 by Hanswurst
Replied by Hanswurst on topic Stargate - Andere Perspektiven
hi
ich hab ma ne frage: sind die Geschichten die man sich hier (rapidshare.com) downloden kann die selben wie auf stargate-project? mich läst er nämlich auch nich downloden

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19 Jan 2010 17:30 #17633 by Snortel
Replied by Snortel on topic Stargate - Andere Perspektiven
Ne nent sich Andere Perspektiven 2 glaub ich

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19 Jan 2010 21:42 #17648 by Locutus

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20 Jan 2010 15:43 #17663 by Snortel
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Dann entschuldige ich mich für mein nichtwissen

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31 Jan 2010 12:56 #18044 by Toth
Replied by Toth on topic Stargate - Andere Perspektiven
Jaja, das sind schon alles dieselben... Im Eingangspost hier habe ich auch dahin verlinkt, für diejenigen, die so ihre liebe Not mit Rapidshare haben. Da fällt mir ein, dass ich den auch mal langsam aktualisieren müsste, bei all den Links, die sich hier schon angehäuft haben... Werde ich mal gleich machen^^

Kapitel 17 – Böse Überraschungen

Den nächsten Tag durchsuchte ich Telchaks Aufzeichnungen. Die Konstruktionspläne waren für mich sehr aufschlussreich, doch die Beschreibungen der Funktionsweise klangen so, als hätte der Erfinder selbst erst seine Erfindung untersuchen müssen. Das war schon ziemlich irritierend. Dann fand ich einige Audiodateien Telchaks. Ich spielte sie sogleich mit seinem antiken Computer ab (Antik für Goa’uldverhältnisse, Vista ist ein Dreck dagegen). Telchaks Gesicht erschien: bronzefarben wie die restliche hiesige Bevölkerung mit gewaltigen Sorgenfalten, er begann:

„So, ich habe schon lange einen seltsamen Würfel studiert. Er weist Merkmale antikischer Konstruktionen auf und scheint schon seit 7000 Jahren auf diesem Planeten versteckt zu sein. Er verfügt ganz offenbar über die Gabe des Heilens, auch wenn die direkte Einwirkung ein irreparables Trauma auslöst und ich so leider schon ein halbes Dutzend Testpersonen dem Wahnsinn preisgeben musste. Doch das ließ sich nicht verhindern…", er schluckte deprimiert, „…aber nichtsdestotrotz ist es mir gelungen, seine negative Wirkung weitestgehend einzudämmen. Eine kleine Reststrahlung ist allerdings nicht zu vermeiden gewesen. Etwaige Langzeitschäden können nicht ausgeschlossen werden, weshalb ich noch eine Langzeitstudie durchführen muss. Ich bin mir sicher, ‚meine‘ Erfindung wird der Renner im ganzen Imperium!“

Er lachte fürchterlich und das Tape endete. Ha, er hat es geahnt. Doch was ist aus seiner Studie geworden… Ich legte den letzten Speicherkristall ein. Wieder Telchak, diesmal mit einem ziemlich verängstigten Gesichtsausdruck:

„Verdammt! Ich Narr hatte wohl zu viel mit meiner Erfindung geprahlt. Dieser Anubis ist mir dicht auf den Fersen. Er darf dieses Labor unter keinen Umständen finden. Ich habe das ursprüngliche Antikergerät an einem sicheren Ort versteckt! Ich hoffe, wenn diese Aufnahmen von jemandem gefunden werden, der… nicht Anubis heißt… dann soll er allen von den Verbrechen Anubis‘ erzählen! Er hat meine Leute abgeschlachtet… ich konnte noch hierher fliehen… er wird dieses Labor nicht finden! Doch sie durchsuchen bereits den Dschungel. Ich muss mich ihnen stellen, andernfalls sind alle meine Forschungen verloren. Ach ja, die Forschungen… die Studie ist noch nicht abgeschlossen, doch meine Ergebnisse sehen nicht gut aus… es scheint, dass selbst wir zähen Goa’uld nicht davor gefeit sind. Es verändert uns. Irgendwie! Anubis… Er… hat versucht, seinen Sarkophag zu modifizieren. Ewiges Leben. Ein Traum, den er nie erreichen wird. Er hat einen Großteil der Dämmmechanismen abgestellt. Nun… er ist nun genauso wahnsinnig wie meine Testpersonen. Er ist…“, er schaute erschrocken auf ein piepsendes Gerät an der Wand, „Sie kommen, ich muss mich ihnen stellen. Auf dass mein Opfer nicht umsonst ist!“

Das Bild verschwamm. Oh verdammte… Das sieht nicht gut aus. Ich sah mir noch die weiteren Kristalle an. Sie enthielten nur langweilige Zwischenstände. Ich steckte alle für mich wichtigen Dokumente ein, nahm mit den Jaffa ein Mahl zu mir und dann machte ich mich mit ihnen auf den langen Rückweg. Ich musste hier weg. Dringend!

„Herr, warum eilt ihr so, wir schaffen es doch nicht vor Anbruch der Dunkelheit zur Stadt!“
„Aber wir müssen es versuchen!“

So schnell wir auch durchs Unterholz eilten, so schnell verrannte auch die Zeit. Als wir schließlich schnaufend die Stadt erreichten, war bereits die Nacht hereingebrochen. Wir schlichen leise durch die Gassen.

„Herr, was habt ihr, dass wir uns verstecken müssen?“
„Wir sind in großer Gefahr! Anubis ist nicht das, was er zu sein scheint.“

Die Antwort schien ihnen nicht auszureichen, doch ich wies an, ruhig zu sein. Leider kamen wir von der falschen Seite zur Stadt und mussten an der Pyramide vorbei. Ich wunderte mich schon die ganze Zeit, dass die Straßen wie leergefegt waren und kein einziger Nachtschwärmer unterwegs war. Die Pyramide war hell erleuchtet, alle Blicke zog sie auf sich, denn sonst war nur Dunkelheit. Wir versuchten das Schauspiel zu ignorieren, doch Anubis kam uns zuvor. Er eilte mit einer Eskorte schakalsköpfiger Wachen heran und begrüßte uns:

„Ah, Freund, so schnell zurück? Na mir soll’s recht sein. Nachher könnt ihr mir ja von euren Abenteuern berichten, aber nun… ihr seid gerade rechtzeitig gekommen, um einen erheiternden kleinen Brauch der Einheimischen zu beobachten.“, dies sagte er mit einem geradezu beängstigend freundschaftlichen Lächeln.

Zumindest kam es mir nun nach dem Betrachten des Videos so vor. Mir lief ein Schauer über dem Rücken, dennoch sah ich es mir an, überlegend, wie ich mich nachher möglichst reibungslos aus dem Staub machen kann. Doch das Spektakel war mysteriös: Einige Tempeldiener schleiften einen offenbar stark narkotisierten (und dementsprechend benebelten) Mann voller bunter Bemalungen die Treppen hinauf. Er wurde bereits von einer hysterisch wirkenden Priesterin erwartet, die voll in Ekstase und wild herum zappelnd merkwürdige Gesänge in einer mir unbekannten Sprache anstimmte.

„Anubis? Was zu Kheb tun die da?“
„Willkommen in Teotihuacan! Diese Kultur hier nennt sich Moche! Es ist einer ihrer Riten. Sie tun das so sechs, sieben Mal im Jahr zu festlichen Anlässen. Ich kann da nichts tun… und ihr solltet auch nichts unternehmen, das nehmen die persönlich!“

Mittlerweile hatte die Priesterin mit dem Gekreische aufgehört und bekam von einem Diener eine Schale und einen eigenartig gezackten Dolch überreicht. Oh nein… nicht… Sie stach auf die Brust des armen Mannes ein und riss seinen Leib auf. Ein markerschütternder Schrei schallte durch die ganze Stadt.

„Verdammter Mistkerl, du kannst das doch nicht zu lassen?“
„Wieso soll man die Natur der Ta’uri beschneiden?“
„Das ist nicht ihre Natur, das ist barbarisch!“
„Nenn es wie du willst, es ist so, wie ich sagte!“

Nun trieb es die Priesterin auf die Spitze und riss ihrem Opfer auch noch unter schockierenden Blutfontänen das Herz heraus, sodass dieses es noch betrachten konnte, bevor sein Leib schlaff wurde und sich seine Augen schlossen. Einer meiner Jaffa erbrach sich im nächsten Busch, während der Andere zornerfüllt seine Waffe entsicherte und das blutige Schauspiel mit Blut beenden wollte. Doch ich hielt ihn fest und flüsterte ihm ins Ohr:

„Ich kann dich schon nachvollziehen, doch nicht hier, wir würden es nicht lebend heraus schaffen… das ist es nicht wert!“

Während die Priesterin die Zeremonie beendete und den Leichnam die Treppe hinunter stieß, deutete ich meinen Männern an, zu verschwinden. Anubis bemerkte dies jedoch…

„Wohin denn so eilig, mein Freund?“
„Meine Pläne haben sich kurzfristig geändert, ich muss so bald wie möglich aufbrechen.“
„Wieso denn das? Wir haben noch alle Zeit der Welt… was habt ihr im Labor gefunden… raus mit der Sprache!“
„Wir haben kein Labor gefunden, wir haben doch kein Labor gefunden, oder Jungs?“

Meine Jaffa schüttelten zustimmend den Kopf.

„Seht ihr!“
„Lügner! Ich seh‘ es in euren Augen! Was habt ihr gefunden?“
„Ähem, ich sage euch, was wir gefunden haben: Einen Grund zur Flucht!“

Eine Grimasse schneidend drehten ich und meine Soldaten uns um und rannten um unser Leben. Ich hörte noch Anubis hinter mir „Auf was wartet ihr noch, hinterher!“ schreien, da waren wir schon außer Reichweite. Ein paar Häuserblocks später kam uns plötzlich eine riesige Menschenmasse entgegen.

„Verdammt, wo kommen die auf einmal her?“, rief ich außer Atem.

Meine Krieger hielten die Stabwaffen bereit und feuerten verzweifelt mitten rein.

„So wird das nie was!“, brüllte ich und stürmte hinein.

Zum Glück waren sie nur mit primitiven Nahkampfwaffen ausgestattet, sodass ich sie mühelos mit dem Handgerät quasi aus dem Weg räumen konnte. Zügig rannten wir weiter.

„Unterschätzt mich nicht noch einmal!“, schrie ich ihnen vor Adrenalin lachend entgegen.

Wir hatten es fast bis zum Hangar geschafft. Wir eilten zu unserem Tel’tak und öffneten die Seitentür.

„Herr! Sie kommen!“

In der Ferne sahen wir erschreckend viele Schatten wie einen wütenden Mob auf uns zu rennen. Wieso müssen diese Tore immer so langsam auf gehen, als ob da kein Mechanismus dahintersteckt, sondern zwei Typen daran ziehen würden. Tja… Kaum war das Tor offen, kamen schon die ersten Schüsse angerauscht. Mist, diesmal sind es feindliche Jaffa! Ich nahm mein Zat’nik’i’tel, meine Soldaten ihre Stäbe und wir feuerten verzweifelt in die anstürmende Menge.

„Los, starte endlich den verdammten Transporter!“, rief ich einem der Jaffa zu.

Wir mussten hier dringend weg… Die Türen schlossen sich, wir hörten aber noch die Einschläge von Stabwaffengeschossen auf der Panzerung. Nach einigen quälend dramatischen Sekunden spürten wir das sanfte Abheben des Transporters und wir entkamen. Erschöpft und völlig außer Atem gingen wir langsam ins Cockpit.

„Verdammt knapp, was?“, hauchte ich noch.

Die Jaffa nickten, schnaufend vor Erschöpfung. Was für einem Alptraum waren wir da entkommen…

to be continued...

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

Lieblingszitate: "Wenn ich sehen will, wie 25 bunte Powerrangers auf eine vertraute Gestalt einprügeln, dann gehe ich auf einen mexikanischen Kindergeburtstag" (Michael Obermaier zu WOW: Wrath of the Lich King)

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10 Feb 2010 14:40 #18555 by Basti!
Replied by Basti! on topic Stargate - Andere Perspektiven
Genial ich steh voll auf sowas...Hoffe man wird mehr von dir lesen können!

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