@HuGuSSi: Eigentlich kann man dieses Problem schon verstehen, bei mir zickt es auch andauernd herum, wenn ich keinen Collector-Account hätte. Laut Rapidshare liegt das am Proxyserver von Drahtlosinternetverbindungen. Da alle damit ins Internet gehenden Rechner für Rapidshare dieselbe IP haben, muss man einen Punkt suchen, wo nicht gerade zufällig jemand mit demselben Proxy was herunterlädt. Zumindest habe ich das so verstanden.
Ich hoffe damit ist alles klar, das Problem lässt sich nicht umgehen. Da bringt's auch nicht, einen Wettbewerb zu starten, wer denn am längsten braucht, um durchzukommen^^
Aber auf jeden Fall geht's jetzt mit der Geschichte weiter:
Kapitel 14 – Ein letztes Mal
„Sagt mir euren Namen und wer waren die?“, sagte ich zu dem Unbekannten, der sich langsam aufrichtete.
Er hielt sich sein rechtes Auge mit der Hand zu und anhand des Schwalls Blut, das von seiner Hand rann, war das wohl auch besser so.
„Mein, mein… Name ist Horus… Sohn der Isis und des Osiris… Das waren Seths Schergen… dieser verdammte Mistkerl hat gegen Ptahs Wort verstoßen. Ich wollte das euch gerade mitteilen, da fielen sie über mich her… Seth war dabei… er hat… er hat mir das Auge rausgerissen… Ich konnte es ihm wieder abringen, aber es ist wohl hin…“
„Horus? Wieso haben deine Eltern mir nie von dir erzählt… Mmh, zeig mir mal dein Auge, vielleicht krieg ich ich’s wieder hin!“
Halt mal, wollte ich das wirklich sehen? Igitt, zu spät. Er öffnete seine Linke und zeigte es. Es war wirklich hin, dennoch nahm ich’s und versuchte, es mit meinem Handgerät zumindest grob zu flicken.
„Hey, komm mit, wenn wir es schnell wieder einsetzen, dann könnte es der Sarkophag wieder reparieren.“
Seschat und ich halfen ihm zum Statthalterpalast. Ich flüsterte ihr noch unterwegs zu:
„Jetzt wisst ihr, was ich mit dem ‚auf einander losgehen‘ meinte…“
Ich setzte ihm vorsichtig das Auge wieder ein, er schrie schmerzerfüllt auf. Ich heilte es wieder.
„Es muss wieder kurzzeitig angefügt werden, damit der Sarkophag es als körpereigen anerkennt!“, sagte ich beschwichtigend zu Horus.
Seschat und ich hoben ihn dann in den Sarkophag und hofften das Beste. Doch als Horus einige Zeit später mit vollständig verheiltem Auge hinauskam, waren wir überglücklich. Er erzählte uns, dass Isis und Osiris zeitgleich mit Seths Auftauchen spurlos verschwunden sind. Seth… meine Jaffa kamen nun auch wieder und berichteten, dass Seth mit einem Tel’tak in Richtung Norden geflüchtet ist.
„Er will über die Grenze zum Asgard-Schutzgebiet.“, überlegte Horus, „Wenn wir sofort handeln, dann können wir ihn noch erwischen! Toth, ihr habt geholfen, ihn das erste Mal zu stellen, kommt ihr mit zum Landeplatz von Memphis?“
„Auf jeden Fall!“
Wir eilten sofort dorthin und klauten uns sogleich einen geparkten Gleiter. Zum Glück sind die für zwei Personen ausgelegt, sodass Horus den Pilotensitz vorne nahm und ich den Copiloten mimte. Langsam hob das Gerät ab und die Tragflächen klappten nach außen. Horus haute den Nachbrenner mit voller Kraft rein und mit einem Ruck schossen wir über Memphis hinweg.
„Passt auf, wir brauchen noch Treibstoff für den Rückflug!“, protestierte ich.
„Wird schon reichen! Wir können ihn nicht entkommen lassen, nur weil wir zu vorsichtig sind…“
Horus war außer sich vor Zorn. Ich glaube, wenn ich ihm noch einmal reingeredet hätte, hätte er mich kurzerhand aus dem Flieger geschmissen. Ganz gleich, welche Flughöhe wir haben… Dafür, dass wir gerade erst sein Auge wieder rangetackert haben, war er ziemlich frech. Nach einer halben Stunde Schweigen, wobei ich die tolle Aussicht über ein riesiges Binnenmeer genossen hatte, kam endlich Seths Tel’tak in Sichtweite. Horus machte die Waffen schussbereit. Vorsichtig meinte ich:
„Ähem, Horus, meinst du nicht auch, dass wir ihn erst kontieren sollten, bevor du ihn wegpustest?“
Er war in rage, das merkte man, doch er erwiderte schnaufend:
„Na schön, hast ja recht… aber du redest mit ihm.“
Ich schaute auf das Display vor mir, das alle Schiffe in Kommunikationsreichweite anzeigte. Naja, da es nur eins war, war die Auswahl entsprechend groß… ich drückte den Knopf und auf dem Bildschirm erschien Seth:
„Was wollt ihr?“
„Warum musst du eigentlich immer Ärger machen, hä? Wo hast du Isis und Osiris hingebracht?“
„Toth, ja ich kenne nun euren Namen… ihr glaubt doch nicht wirklich, dass ich euch, nachdem ihr mir die Verbannung angetan habt, das verrate?“
„Aber bei den Asgard Asyl beantragen, dass könnt ihr…“
Er schwieg.
„Horus, dein Part!“
Ich sah von hinten, dass seine Mundwinkel ein Lächeln formten, da ballerte er auf das arme Tel’tak ein, dessen Schilde verzweifelt aufblitzten.
„Letzte Chance, Isis‘ Sohn hat ihren Hang zu Schmerzen geerbt… Raus mit der Sprache oder deine Schergen müssen dich vom Boden kratzen!“
Sein Bild verschwand. Er hatte seine Entscheidung getroffen… Da blickte ich nochmal auf das Display.
„Verdammt, Horus, wir sind schon kurz vor der Grenze, macht schnell, wir müssen abdrehen!“
„Was denkt ihr, was ich hier tue?“
In diesem Moment durchbrach er die Schilde und die Triebwerke des Transporters zerbarsten in einer niedlichen kleinen Explosion. Das Schiff begann zu trudeln und verlor an Höhe.
„Es ist über der Grenze, dreh ab!“
Er änderte den Kurs nicht.
„Verdammt, dann mach ich’s!“
Ich übertrug die Steuerung per Knopfdruck auf meine Konsole, ergriff das Steuer und drehte ab. Wir sahen gerade noch, wie das Tel’tak in ein Waldgebiet krachte.
„Hey, was tut ihr da, wir müssen nachsehen, ob das Schwein überlebt hat… um ihn dann zu töten!“, protestierte Horus lautstark.
„Seid ihr Irre geworden? Wenn ein Kampfgleiter der Goa’uld die Grenze zum Asgardterritorium überschreitet, was meint ihr, was dann los ist? Das würde einen Eklat ergeben! Ptah ist an der Friedenserhaltung mit den kleinen Kerlchen interessiert und ihr setzt dem Frieden mutwillig einer Gefahr aus, indem ihr ein Schutzgebiet von denen verletzt! Wir fliegen nach Hause. Basta!“
Wir ergänzten uns prima: Er war sauer, ich war sauer. Aber ich hatte die Kontrolle über den Gleiter und setzte Kurs nach Memphis mit maximaler Geschwindigkeit. Die Stimmung an Bord war an einem Tiefpunkt, doch Horus beruhigte sich langsam. Wahrscheinlich weil er seine Wut derweil am armen Gleiter ausgelassen hatte und auf das Armaturenbrett einschlug. Als wir schließlich landeten, war ich heilfroh, da rauszukommen. Ihm ging es offenbar genauso, denn wir verabschiedeten uns nicht einmal und zogen wieder unserer Wege. Seschat erwartete mich schon.
„Na, wie war’s?“
„Naja, mit 80% Wahrscheinlichkeit hat’s Seth nicht überlebt, trotzdem ist Horus vollkommen durchgedreht…“
„Er ist halt etwas emotionaler als andere…“
„Ja, nur sollte er mit seinen Emotionen nicht den Friedensvertrag zwischen Asgard und Goa’uld bedrohen.“
„Oh!“
Ja, das konnte sie laut sagen… Ich hörte von Horus jedenfalls nichts mehr. Seschat blieb tatsächlich mehrere Jahre, doch dann musste sie wieder zurück nach Memphis (also dem Planeten). Sie kaufte sich aber hier ein Landhaus und versprach, mich immer zu besuchen, wenn sie mal wieder her kam, um neue Sklaven einzupacken. Was sie auch tat. Wir standen uns wirklich nahe, und das bedeutet für Goa’uld was.
Die Jahre vergingen, langsam erkannte ich auch die Funktionsweise des Sarkophags, sodass ich schließlich beschloss, Nachforschungen anzustellen und dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Ich erfuhr, dass der Sarkophag vor etwa 100 Jahren von einem Goa’uld namens Telchak entwickelt worden war. Der geheimnisvolle Typ lebte auf einem entfernten Kontinent auf Ta’uri, sodass ich mich auf eine weite Reise gefasst machte, um ihn zu treffen.
„Deine Forschungen müssen wirklich wichtig sein, wenn du eine derartige Reise auf dich nimmst.“, meinte Ptah dazu.
„Keine Sorge, ich vertraue dem Wesir, er wird die Angelegenheiten schon richten. Und diese Expedition könnte bedeutend für die Zukunft unseres Volkes sein!“
„Na schön, du hast meinen Segen.“
to be continued...