Stargate - Andere Perspektiven

  • Toth
  • Toth's Avatar Topic Author
  • Offline
  • Senior Boarder
  • Senior Boarder
  • Systemlord
More
22 Nov 2009 12:06 #13968 by Toth
Replied by Toth on topic Stargate - Andere Perspektiven
Pff... Rapidshare hat wirklich ein Ding weg... Naja Hauptsache, es funktioniert^^

Und jetzt, hoffentlich ohne Probleme, geht's weiter:
Kapitel 11 – Tempel der Finsternis

„Der Eingang befindet sich in einem Kessel… das schreit förmlich nach Falle!“, überlegte Isis.
„Ich würde sagen, wir sichern erst mal die Gegend und postieren im Abstand von 10 Meter reihum Jaffa!“, antwortete ich und die Soldaten rückten daraufhin voller Tatendrang aus.

Nachdem alle in Position waren, blies Isis in ihr Horn und der Großteil unserer Männer stürmte in die Mitte des Kessels. Die feindlichen Jaffa wehrten sich verzweifelt, wurden aber binnen Sekunden über den Haufen geschossen. Plötzlich hörten wir ein Grollen. Die Männer waren verunsichert, denn das Geräusch schien von überall her zu kommen. Dann schossen überall am Rand der Dünen riesige stationäre Stabkanonen aus dem Boden.

„Los! Feuer erwidern!“, rief ich unseren Männern am Rand zu, die die Geschütze sofort stürmten und deren Mannschaft ausschalteten.
„Ein großer Sieg, oder nicht?“, meinte ich zu Isis. „Naja, freu dich nicht zu früh, Seth hat bestimmt noch ein paar Asse im Ärmel…“.

Sie sollte recht behalten… Als wir die Truppen zum Eingang zusammenführten, um unsere nächsten Schritte zu bedenken, ertönte ein weiteres Donnern.

„Gleiter!“, schrie ein Jaffa.
„Schnell! Geordnet zum Eingang zurückziehen!“

Ich aktivierte den Schild mit aller Energie, die das kleine Handgerät aufzubieten hatte, um möglichst alle Männer schützen zu können. Während die Jaffa langsam in das Innere des Tempels, dessen Eingang eine schlichte Bodenspalte war, hinunterkletterten, brach die Hölle los: Drei Gleiter schossen über den kleinen Kessel herüber und ballerten dabei aus allen Rohren. Der Schild erbebte unter den Treffern und einige Jaffa, die nicht rechtzeitig unter ihn flüchten konnten, wurden durch die Gegend geschleudert.

„Gebt uns Rückendeckung und holt diese Mistdinger runter!“, schrie der Primus von Osiris.

Als die Jäger dann zum zweiten Anflug heranflogen, wurden sie bereits von einem Schwall Stabwaffengeschosse erwartet, der sie zwar irritierte, aber sonst keine Wirkung zeigte.

„Schneller, schneller! Ich kann sie nicht ewig aufhalten!“, brüllte ich ihnen zu.

Die Hälfte war bereits durch, aber der Saft meines Handschmucks war fast gänzlich aufgebraucht. Ich blickte um mich: 4 Jaffa lagen tot am Boden und die Gleiter waren nicht mehr allzu weit entfernt. Ich nahm mein Zat’nik’i’tel in die Linke. Dann erschienen sie am Himmel. Ich feuerte wie von der Tarantel gestochen auf eines dieser Dinger. Es begann, blaue Funken zu sprühen und es ertönte ein zufriedenstellendes Knistern. Ha! Ohne Bordsyteme kann man wohl schlecht fliegen! Es begann zu trudeln und stürzte einige Meter entfernt ab. Und da waren’s nur noch zwei!

„Hey, es sind alle drin, komm her!“, hörte ich Isis hinter mir.

Ich deaktivierte den Schild und rannte zum Eingang des Tempels. Doch die Jäger waren wieder hinter mir. Verdammt, ich biete eine grandiose Zielscheibe… Mit lauten Krachen schlugen überall Geschosse ein. Glühender Sand flog mir ins Gesicht. Nur noch ein paar Meter.

„Aargh!“, eine Druckwelle direkt hinter mir schleuderte mich um.

Mein Rücken schmerzte. Ich meinte, ein leises Fluchen meines Wirts aus dem Unterbewusstsein zu hören. Ja, Entschuldigung, dass ich euren tollen Körper kaputt gemacht habe, aber wenn ihr etwas längere Beine hättet, dann… mit wem rede ich eigentlich? Ich richtete mich auf. So schlimm war ich eigentlich auch nicht getroffen worden. Nur ein paar Schrammen und leichte Rheumaerscheinungen, die hoffentlich gleich wieder nachließen. Ich schleppte mich hastig zum Eingang, bevor die beiden Gleiter wieder zurückkehrten.

„Wie viele haben es geschafft?“, fragte ich Isis.
„Ich habe 64 gezählt, 12 sind ja beim Camp geblieben.“
„Das Camp? Hoffentlich wird es nicht von den Gleitern angegriffen!“
„Ach was, unsere Leute haben Flugabwehrgeschütze aufgestellt. Wie geht es euch?“
„Ist nichts Ernstes, aber mein Handgerät hat sich fast vollständig entladen.“
„Mist! Wie dem auch sei, wir müssen weiter!“

Ich wendete mich wieder an die Jaffa.

„Los, ausschwärmen und den Raum sichern!“

Wir befanden uns in einem langen, von Säulen umgebenden Gang. An jeder Säule war eine lichtspendende Fackel angebracht, dennoch war es finster.

„Irgendwo hier haben sie sich verschanzt!“, meinte Isis.
„Nur wo, ich sehe hier keine Türen!“, antwortete ich.
„Äh ja, das könnte ein Problem werden…“

Trotz gründlichster Untersuchung waren wir nach einer halben Stunde immer noch keinen Schritt weiter.

„Wir können hier nicht ewig herumsitzen, Herr. Gebt uns einen Hinweis, wie wir weitermachen können!“, sprach einer der Jaffa zu mir.

„Das ist eine geheiligte Stätte des Gottes Seth, wo könnte er sich verstecken?“, antwortete ich ihm.
„Keine Ahnung…“

Nun, wir waren beide ratlos, nur ich konnte ihm das nicht sagen… Leicht verzweifelt blickte ich in der Gegend herum. Die Halle war riesig. Dann fiel mir etwas auf: In den Ecken waren 4 kleine ölgefüllte Schüsseln.

„Mmh, da, wieso sind die nicht automatisch entflammt worden, wie die anderen?“

Einer der Jaffa nahm eine Fackel und entzündete das Öl. Sogleich wurde es viel heller.

„Na los, entzündet auch die weiteren!“

Sofort wurde die gesamte Halle in ein angenehmes Licht getaucht. Plötzlich erbebte der Boden. Wir befürchteten schon das Schlimmste, doch mit einem großen Poltern öffnete sich nur ein Spalt in der Wand. Endlich! Isis, ich und der Primus gingen vorerst allein hinein und hielten uns im Schatten. Wenn sich nun 64 Jaffa da durchpressen, ist das natürlich sehr unauffällig! Wir pressten uns hinter einige Säulen und betrachteten das merkwürdige Schauspiel, das sich uns bot:

In einer großen, dunklen Halle saß ein merkwürdig gekleideter Goa’uld, umringt von seinen hässlichen Hundekopf-Wachen. Vor ihm war eine große Anzahl an Gefolgsleuten versammelt, die gerade ein eigenartiges Ritual aufführten. Alle waren in schwarze Kutten gekleidet und führten wie in Trance bizarre Tänze auf. Ich zeigte auf eine Granate, die am Gürtel von Osiris‘ Primus hing. Er verstand sofort und warf sie mir zu. Ich zielte genau und pfefferte das Teil mit voller Wucht gegen den Helm eines von Seths Wachen. Leider hatte sie keine Beule erzeugt, doch die Schockwelle erzielte doch die gewünschte Wirkung.

Die Wachen und Seth fielen zu Boden, der Großteil des Hofstaates erlitt das gleiche Schicksal, der Rest rannte panisch in der Gegend herum. Just in dem Moment öffneten sich hinter uns mehrere Türen und weitere Jaffa stürmten mit Gebrüll in den Saal. Eine Falle! Verdammt! Schon wieder…

„Jaffa! Kre! Flankiert sie!“, brüllte der Primus und unsere Leute stürmten durch den einen Eingang ebenfalls den Raum.

Doch die Feinde hatten uns bereits umstellt. Ich bündelte nochmal alle Energie des Handgerätes und pustete etwa 20 Feinde via Domino-Effekt um. Isis tat es mir nach. Jetzt war es aus. Der Raum hatte sich mittlerweile mit dem Rauch des Mündungsfeuers gefüllt und man konnte dem beißenden Geruch blitzartig abkühlendem Plasmas nicht mehr entgehen. Inzwischen nahm ich das Zat’nik’i’tel und nietete damit Jaffa um. Wir hatten uns hinter einigen Säulen verschanzt, doch diese wurden angesichts des Dauerfeuers der Feinde erschreckend brüchig.

Es herrschte vollkommendes Chaos: Man konnte wegen dem Rauch nur circa 3 Meter weit sehen, überall brüllten Jaffa, Lichtblitze zuckten durch die Gegend und panische Sklaven von Seth rannten einem durch die Schusslinie (und wurden auch nicht selten getroffen). Nach zwanzig dramatischen Minuten legte sich der Rauch. Der Boden war übersät mit toten oder bewusstlosen Jaffa und wir kamen langsam wieder schnaufend aus unseren Deckungen hervor. Endlich durchatmen, auch wenn nun der deprimierende Geruch nach verbranntem Fleisch dominierte.

„Haha, sehr gut gemacht, Schwesterchen, ich habe euch unterschätzt!“, Seth und seine Eliten hatten sich wieder von der Granate erholt, „wie dem auch sei, ihr habt alle meine Prüfungen bestanden! Großartig, es war tolle Unterhaltung, das muss ich euch sagen…“
„Das ganze war für euch nur ein Spiel? Elender…“, Isis ging mit hasserfüllten Blick auf Seth zu.

Doch seine Jaffa entsicherten die Waffen und richteten sie auf Isis.

„Waffen runter, ihr Idioten, ihr habt doch schon verloren!“, raunte sie.

Unsere Jaffa umstellten sogleich den Thron samt Verteidigern.

to be continued...

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

Lieblingszitate: "Wenn ich sehen will, wie 25 bunte Powerrangers auf eine vertraute Gestalt einprügeln, dann gehe ich auf einen mexikanischen Kindergeburtstag" (Michael Obermaier zu WOW: Wrath of the Lich King)

Please Log in to join the conversation.

  • Todesgleiter
  • Todesgleiter's Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Kurzstrecken Jäger
More
22 Nov 2009 15:52 #14028 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Stargate - Andere Perspektiven
Sch**** wars Zickt schon wieder...
Ich will halt kein Premium sein, aber Rapidshare will unbedingt dass ich einer werde...

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

Please Log in to join the conversation.

  • Toth
  • Toth's Avatar Topic Author
  • Offline
  • Senior Boarder
  • Senior Boarder
  • Systemlord
More
06 Dec 2009 12:03 #14832 by Toth
Replied by Toth on topic Stargate - Andere Perspektiven
Tja, die haben halt ihre eigenen Methoden zum Kundenfang...

Auf jedenfall geht's erst einmal weiter, die ersten 20 Kapitel als Kompaktpaket für Neueinsteiger folgen schon bald ;)
Kapitel 12 – Wiedergeburt mit Umwegen

„Es ist aus, Bruder, gib auf!“
„Es ist niemals aus, solange ich lebe, das müsste dir doch klar sein, Schwesterchen. Diener, beschützt euren Gott!“

Das, was danach passierte, bleibt mir bis heute unerklärlich: Seths Hofstaat, selbst die, die sich gerade erst von der Granate erholt hatten, rannten auf Seth zu und bildeten einem menschlichen Schutzschild. Erschrocken davon, dass ihn einer von denen angerempelt hatte, eröffnete einer unserer Jaffa das Feuer, Seths Männer schossen zurück, unsere Leute hielten dagegen, es kam wie es kommen musste: Letztendlich saß Seth in einem Meer aus Leichen seiner idiotischen Leute. Nun hob auch er wütend sein Handgerät, um dann gleich von meinem Zat’nik’i’tel getroffen zusammenzusacken.

Isis und ich gingen sofort zu ihm und fanden unter seinem Thron einen Sarkophag. Wir öffneten ihn und entdeckten das, was wir geahnt hatten: Der arm- und beinlose Torso von Osiris!

„OK, der Wirt ist hin, aber vielleicht gibt es noch eine Chance für den Symbionten!“, sagte ich zu Isis.

Sie drehte den Körper um, um die Öffnung im Genick zu begutachten. Doch sie war aufgerissen worden! Jemand hatte Osiris gewaltsam entnommen!

„Verdammt, wo hat Seth ihn hingebracht!“

Die Jaffa hatten inzwischen angefangen, Stabwaffen und die überlebenden Feinde aufzusammeln, darunter auch den bewusstlosen Seth.

„Wie viele sind es, Primus?“
„Bisher vierzehn, mehr haben’s nicht überlebt. Von uns sind etwa 38 übrig, davon hat allerdings kaum einer das Gefecht unbeschadet überstanden.“
„Verdammt, es war viel zu verlustreich… ich hoffe mit der Gefangennahme Seths ist dieses sinnlose Töten endlich vorbei.“

Schade, dass ich nicht beim Heilen helfen konnte, da mein Handgerät vollkommen erschöpft war. Die Gleiter waren verschwunden und wir machten uns langsam auf den Weg zum Camp. Als wir es erreichten, begrüßten uns die 12 Zurückgebliebenen erleichtert, denn, wie wir dann erfuhren, befürchteten sie schon das Schlimmste, als sie von zwei Gleitern angegriffen wurden. Von den Jägern waren nur noch verkohlte Wrackteile übrig, die überall in der Gegend verstreut waren. Wir gingen in die Tel’taks, während einige Jaffa noch die Ausrüstung hinein räumten, denn ein Sandsturm braute sich langsam zusammen und wir konnten daher noch nicht abheben. Dann kam Seth wieder zu sich.

„Guten Morgen, Sonnenschein!“, begrüßte ich ihn.
„Ihr hättet mich töten sollen!“
„Um dann dieses aufschlussreiche Gespräch zu verpassen? Vergiss es! Mmh… du verdammter Mistkerl hast Osiris‘ Symbionten entnommen… Wo ist er! Sprich schon!“
„Du glaubst wirklich, dass ich euch das sage? Du bist vielleicht ein gutgläubiger Goa’uld! Wer bist du eigentlich?“
„Lenk nicht ab! Hier ist eine stocksaure Goa’uld, deren Ehemann du auf dem Gewissen hast und wenn ich sie auf dich los lasse, bleiben nur noch winzig kleine Fetzen von dir übrig! Also… überleg’s dir!“
„Pah!“
„Isis? Übernimm mal kurz!“
„Mit Vergnügen.“

Sie nahm, ohne ein weiteres Wort zu sagen, ihr Handgerät und stellte es auf die höchste nichttödliche Stufe. Seth schluckte, als er das sah und auch ich verspürte einen Anflug von Mitleid… autsch… Selbst die Jaffa mussten angesichts seiner Schreie wegschauen.

„Ah, OK, ihr habt gewonnen, ah, ich sag euch ja, ah, wo er ist…“
„Hey, Isis, wenn du sein Gehirn zu Brei verarbeitest, nützt er uns nichts mehr. Lass ihn reden!“
„Na schön, aber ich weiß nicht, wie lange ich mich noch zurückhalten kann…“
„Na los, ich schlage dir vor, schnell zu sprechen!“
„Er… er war… die ganze Zeit in Memphis…“, er war so durcheinander, dass er nicht einmal in der Lage war, tief zu sprechen, „ich habe ihn… ihn dort… in meiner Residenz aufbewahrt… er ist in… einer Kanope… auf meinem privaten Altar… aber ohne mich… kommt ihr da niemals ran.“
„Aber ich bin mir sicher, dass du uns trotzdem hilfst. Du bist ja so ein netter, hilfsbereiter Goa’uld.“, angesichts der immer ungeduldiger werdenden Isis fügte ich noch hinzu:

„Und an deiner Stelle würde ich hoffen, dass der Rückflug nicht allzu lange dauert!“

Ich würde nicht sagen, dass Goa’uld einen angeborenen Trieb zur Folter besitzen, aber ich gebe zu, dass ein Goa’uld wie Isis leichter zu solchen Mitteln greift, wenn man ihn persönlich angreift, als andere Lebewesen. Also, es ist wichtig zu wissen, dass zu meiner Zeit Folter zwischen Goa’uld strengstens verboten war und wir nicht im Traum daran gedacht haben, dass wir uns so etwas in 5000 Jahren tagtäglich gegenseitig antun würden. Aber ich würde sagen, Isis war ein Sonderfall und ihre Reaktion anhand der grausam verstümmelten Leiche von Osiris zumindest teilweise legitim und nachvollziehbar war.

So… damit habe ich das geräuschintensive Warten auf das Ende des Sturms sowie den ebenso langen wie (für einen gewissen Passagier) extrem schmerzhaften Rückflug verquatscht und wir überspringen den Teil bis zur Ankunft bei Seths Haus. Es befand sich zwar im gehobenen Viertel Memphis‘, war aber nicht sonderlich aufregend gestaltet und das Einzige, was es von einem normalen Ta’uri-Appartement unterschied, waren die gewohnt hässlichen Wachen vor der Tür, die uns, den stöhnenden Seth vorzeigend, hineingelassen haben.

Wir gingen zielstrebig zu seinem Altar und entdeckten, dass er über einen Fingerabdruckscanner verfügte. Wir zwangen Seth, den Scanner zu bedienen und tatsächlich schob sich der Altar in die Decke und machte einen kleinen Hohlraum frei, in dem wir die gesuchte Kanope fanden. Wir atmeten schon durch: Endlich hat das Ganze ein Ende und wir können nach Hause gehen. Doch Seth machte diesem Gedanken mal wieder ein Ende, riss sich in einem Anflug zurückkehrender Kraft von den Wachen los und warf die Kanope auf den Boden. Mit einem Ohrenbetäubenden Klirren ging sie zu Bruch, während die Jaffa Seth mit ihren Stabwaffen zusammenschlugen.

„Wieso habt ihr ihn nicht besser festgehalten?“, warf ich ihnen vor.

Sie reagierten nur mit ratlosem Gestikulieren und Achselzucken, ich winkte ab und wand mich zu dem Scherbenhaufen. Isis beugte sich über einen verzweifelt schreienden und blutverschmierten Symbionten. Osiris war schwer verletzt! Nach kurzem Aufbäumen verstarb die kleine Kreatur.

„Nein… Osiris…“, hauchte Isis entsetzt.
„Es gibt noch eine Chance… wir müssen ihn schnellstmöglich in einen Sarkophag bringen!“, meinte ich zu ihr.

Sie nahm den kleinen Körper fassungslos in die Hände.

„Wir nehmen Seths Sarkophag…“, sagte sie kreidebleich.

Instinktiv fanden wir Seths Schlafgemach. Ich kann es nicht näher beschreiben, da Osiris‘ lebloser Körper das Einzige war, was ich sah. Vorsichtig legte sie den Symbionten in den Sarkophag. Als sich der Deckel schloss, atmeten wir auf. Irgendwas mussten wir uns noch überlegen, denn wir konnten ihn ja nicht ewig da drin lassen. Wir schauten uns um und entdeckten in einer Ecke den verängstigten persönlichen Diener Seths.

„Denkst du dasselbe, was ich denke?“, fragte Isis düster.
„Mmh, ich glaube schon...“

Wir zerrten das arme Geschöpf zum Sarkophag. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort, doch nun brauchte er sich nach dem Fall seines Herrn nicht um einen neuen Job zu sorgen. Kurz nachdem wir den Kasten öffneten, setzten wir Osiris notdürftig in den Nacken seines neuen Wirts ein. Seine Augen leuchteten.

„Endlich zurück! Meine Rache an Seth wird grausam sein!“
„Rache? Das ganze wird durch ein Gerichtsverfahren von Ptah geklärt. Das ist rechtens und verursacht kein weiteres Blutvergießen! Seth wird so oder so seine gerechte Strafe erhalten…“
„Pah, wer seid ihr eigentlich?“
„Jemand, der eine große Hilfe bei deiner Rettung war!“, warf Isis ein.
„Gestatten, Toth, Statthalter von Memphis.“
„Aha, ein niederer Lakaie Ptahs…“

Innerlich wollte ich protestieren, doch irgendwie war da ja was Wahres dran… Mir wurde dieses Gespräch überdrüssig und beschloss, in den Statthalterpalast (wenn man’s überhaupt Palast nennen kann) zurückzukehren, um Ptah zu kontaktieren. Er wollte tatsächlich dafür höchstpersönlich kommen. Doch für mich war die Sache beendet, denn bei diesen Goa’uldgerichtsverhandlungen werden nur die allerwichtigsten Zeugen geladen. Ich warf mich erschöpft auf mein Bett. Erst jetzt realisierte ich langsam, dass ich die letzten 3 Tage fast ununterbrochen gekämpft hatte! Es war ein befriedigendes Gefühl, siegreich zu sein. So muss sich also der Kriegsgott Month fühlen, wenn er mal wieder (unfairer weise) einen aufständischen Ta’uristamm in Grund und Boden geschossen hat.

„Ein harter Tag, Herr?“
„Ich bin ein Gott, Tage sind für mich nie hart. Aber manchmal ist es doch recht erschöpfend, drei Tage am Stück zu kämpfen.“, meinte ich grinsend.

to be continued...

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

Lieblingszitate: "Wenn ich sehen will, wie 25 bunte Powerrangers auf eine vertraute Gestalt einprügeln, dann gehe ich auf einen mexikanischen Kindergeburtstag" (Michael Obermaier zu WOW: Wrath of the Lich King)

Please Log in to join the conversation.

More
06 Dec 2009 12:12 #14833 by Snortel
Replied by Snortel on topic Stargate - Andere Perspektiven
Gut das das kommpletpaket bald kommt. ich bin nämlich zu faul alle folgen einzelnd runtezuladen

Please Log in to join the conversation.

  • Toth
  • Toth's Avatar Topic Author
  • Offline
  • Senior Boarder
  • Senior Boarder
  • Systemlord
More
06 Dec 2009 12:45 #14835 by Toth
Replied by Toth on topic Stargate - Andere Perspektiven
Tja auch der Link ist verfallen, dennoch gibt es eine Kurzzusammenfassung von SGAP2, welches ich schon bald hier hineinstellen werde:

Inhaltsbeschreibung: 5000 Jahre sind nach der Schlacht um Hermupolis vergangen. Viel ist passiert, Imperien wurden erschaffen und sind wieder gefallen, doch nun hat sich einiges getan. Eine neues Machtmonopol hat sich gebildet: Die Erde! Sie hat einiges überstanden, verfügt nun über Technologie, die alles bisher dagewesende in den Schatten stellt. Doch auch jetzt noch hat sie Feinde, auch an Orten, wo niemand sie vermuten würde. Und aus genau diesem Grund wird eine gute Seele aus vergangenen Zeiten wieder aufgeweckt: Der Goa'uld Toth! Dieser muss sich nun nach all der Zeit in einer ihm völlig fremden Welt zurecht finden, in der die Machtverhältnisse Kopf stehen. Begleitet ihn auf seinem Weg, eine Mission, von der der Frieden der ganzen Galaxis abhängt, zu bestehen. Jedenfalls wünsche ich viel Spaß dabei!


Und nun zu SGAP1:

Kapitel 13 – Bekanntschaften

Ptah hatte gesprochen: Seth sollte für immer enteignet und verbannt werden. Sobald einem Goa’uld zu Ohren kommt, dass er sich irgendwo als Gott aufführt oder in der Nähe eines Goa’uldterritoriums gesehen wird, so wird man ihn endgültig aus dem Verkehr ziehen. Ich war zufrieden und kehrte schon bald zu meinem Alltag zurück. Einige Tage später besuchten mich Isis und Osiris, um mir noch einmal offiziell zu danken. Also… zumindest Isis… bei Osiris war ich mir nicht so sicher und er stand die ganze Zeit grummelnd im Hintergrund.

„Da unser Abschied in Seths Haus nicht allzu freundlich war, möchte ich mich noch einmal für alles bedanken.“
„Mich um die Sorgen der hiesigen Goa’uld zu kümmern ist doch mein Job. Ich bedanke mich bei euch, die letzten Ereignisse waren für mich äußerst erheiternd. Außerdem haben wir Seth gestoppt. Das war mir sehr wichtig.“

Osiris warf ein:

„So, kleiner Goa’uld, ihr habt nun eure Lorbeeren erhalten, seid zufrieden damit. Isis, machen wir uns auf den Rückweg.“, er drehte sich um und verschwand durch das Tor.

Isis zuckte mit den Schultern und wollte es ihm gleich tun, doch ich wollte ihr noch dringend etwas sagen, was mir die ganze Zeit über auf der Zunge lag:

„Isis, wartet!“, ich näherte mich ihr, um flüstern zu können, „Ich untersuche schon seit langem den Sarkophag und alle meine bisherigen Ergebnisse zeigen, dass er die Quelle einer auf lange Sicht sehr gefährlichen Strahlung ist. Ihr könnt meinen Rat ignorieren, doch ich lege euch ans Herz, euch von dem Gerät fern zu halten, es beeinflusst auf eine mir unbekannte Art und Weise die Persönlichkeit!“

Sie schien irritiert zu sein. Verwundert sagte sie:

„Wisst ihr, was ihr da sagt? Dieser Kasten verlängert unsere Lebenszeit extrem. Man kann nicht einfach auf ihn verzichten.“
„Doch zu welchem Preis… ich jedenfalls benutze ihn nicht mehr.“, ich kramte in einer Tasche an der Innenseite meines Gewandes ein Gerät hervor, „Das ist ein Strahlungsmessgerät! Wenn ihr während des Schlafens im Sarkophag auf die Skala schaut und sie ausschlägt, so kennt ihr meine Worte, ansonsten Schande über mich.“

Sie nahm es verunsichert. Ich hatte einen großen Teil meiner Freizeit damit verbracht, dieses Ding zu basteln.

„OK, ich mach’s, in der Hoffnung, ihr habt recht. Ich möchte mich nicht lächerlich machen. Auf Wiedersehen, Toth, auf dass wir uns irgendwann wiedersehen.“

Nun verschwand auch sie durch die Tür. Ich schaute ihr noch eine Weile nach, ahnend, dass ich sie nie wieder sehen würde. Der Alltag kehrte langsam wieder ein: Tagsüber war ich Richter, gegen Abend war ich abwechselnd Schreiber und Forscher. Meine Ta’urischrift wuchs und gedieh, ich überlegte schon bald, die ersten Teile zu veröffentlichen. Ich nahm mir schon bald den Stadtplan und suchte einen Ort aus, um die erste Schule in Memphis zu errichten. Die Neugier war ziemlich groß, allerdings nicht von den Ta’uri, sondern von Goa’uld, die das Projekt kritisch beäugten.

Eines Tages hat sogar eine Untersuchungsdelegation Ras das Gebäude durchsucht und ein Chaos hinterlassen. In seinem Verfolgungswahn hielt er die Schule für ein Ausbildungscamp für Terroristen. Dem war wirklich nicht mehr zu helfen… Doch unter den neu ausgebildeten Schreibern gab es positive Resonanz, die mir wirklich gut tat. Nachdem wieder einige Jahre vergangen waren, geschah eine weitere Zufallsbegegnung, die sich als sehr bedeutend für mich erweisen wird: Seschat.

Sie war eine exotische Schönheit, die gerade aus Memphis hergereist kam, um ausgerechnet im Auftrag Ptahs die Medu-Netscher zu studieren. Ptah kündigte es natürlich an und ich gab Anweisung, den Statthalterpalast herauszuputzen, damit er sich von seiner besten Seite zeigen soll. Es herrschte heilloses Chaos, überall putzten Diener, wurden Äste aus der Lehmfassade gerupft, prachtvolle Teppiche ausgerollt und erlesenster Goldkram an die Wände gepappt. Ich zog meine besten Gewänder an und probte mit meinen Wachen einige möglichst protzig aussehende Performances.

Ich saß auf meinem frisch lackierten Thron, als sie, begleitet von zwei Jaffa mit einer Lotusblume als Mal, in den Audienzsaal eintrat. Sie war sichtlich zufrieden. Sie trug über ihrem Gewand ein exotisches Leopardenfell, auch wenn ich es mir als ziemlich unpraktisch vorstelle, bei dieser Hitze in Memphis.

„Ah, ihr müsst Toth sein, ich habe schon viel von euch gehört.“
„Seschat, ich weiß zwar euren Namen, doch erzählt mir über euch.“
„Ich bin die königliche Archivarin an Ptahs Hof und habe den Auftrag, eure Schrift, die ihr den Ta’uri beibringt, zu studieren.“
„Wohlan, dann kommt mit.“

Wir gingen in mein herausgeputztes Gemach, wo immer noch sauber gestapelt der Großteil meiner fertigen und halbfertigen Schriften gelagert war. Sehr interessiert öffnete sie Rolle um Rolle und überflog diese.

„Kann ich euch irgendwas bringen lassen, Trinken, Nahrung?“
„Ach nein, danke. Ich habe mich in einem Hotel in der Nähe einquartiert und gedenke, da auch zu speisen.“
„Mmh, Hofarchivarin… scheint ein einflussreicher Beruf zu sein, oder?“
„Naja, eher weniger. Die Nähe zu Ptah bringt die meisten Vorteile… zum Beispiel, dass ich den Rang eines Systemlords bekleide.“, sie grinste ein wenig selbstverliebt.
„Systemlord? Mmh, wie viele Planeten?“
„Fünf, also etwa im Mittelfeld.“
„Naja, immerhin…“
„Und wie ist es so, Statthalter von so einem Provinzkaff zu sein?“
„Ach, es ist spannender als man denkt, hier auf Ta’uri passiert so einiges… vor allem, wenn mal wieder ein paar Goa’uld aufeinander los gehen…“
„Oh, ihr spielt also den Retter in Nöten, was?“
„So in etwa.“
„Diese Dinge sind richtig gut, ich würde zwar nicht sagen, dass eure Bildchen künstlerisch wertvoll sind, dennoch ist es eine sehr detaillierte Übersetzung. Daher werde ich wohl einige Monate bleiben müssen. Ich will ja auch eure Bildungsanstalt inspizieren.“
„Naja, wir haben alle Zeit der Welt!“

Tja, das ist wohl der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Hehe. Sie beobachtete nicht nur alles, sondern half mir auch bei meiner Arbeit. Endlich hatte ich einen Gleichgesinnten getroffen! Ich konnte ihr sogar offen meine Untersuchungsergebnisse am Sarkophag präsentieren, ohne dass sie, wie Isis, nur ungläubig guckte. Für sie war es erschreckend genug, dass auch sie ihn nicht mehr benutzte. Ja, ich hatte jemanden errettet! Eine gute Woche später gingen wir gerade durch den Statthalterpalast und sprachen. So beredeten wir inzwischen immer Angelegenheiten mit der Schrift:

Nebeneinander liefen wir immer durch dieselben Gänge kreisförmig herum und diskutierten. Mittlerweile hatten meine Jaffa schon ihre Uhren nach uns gestellt und konnten bis auf die Sekunde genau vorhersagen, wann wir um die Ecke kamen. Jedenfalls redeten wir und redeten, bis wir plötzlich von einigen Geräuschen gestört wurden. Geräusche, die mir nur allzu bekannt waren: Stabwaffen. Wir hielten inne, schauten uns an, und eilten, gefolgt von einem ebenfalls hellhörig gewordenen Trupp Jaffa, hinaus. Draußen war völliges Chaos ausgebrochen: Schreiende Ta’uri rannten herum, auf der Straße lagen tote Jaffa und die Angreifer flüchteten panisch, als sie uns sahen.

„Was steht ihr da noch rum, verfolgt sie!“, befahl ich meinen Jaffa, die sofort hinterher eilten, auch wenn ich wusste, dass die die Gegner nicht mehr einholen konnten. Ich eilte zu einem blutverschmierten Goa’uld, der auf der Straße lag.

to be continued...

Autor von Stargate - Andere Perspektiven und Ancient Wars

Lieblingszitate: "Wenn ich sehen will, wie 25 bunte Powerrangers auf eine vertraute Gestalt einprügeln, dann gehe ich auf einen mexikanischen Kindergeburtstag" (Michael Obermaier zu WOW: Wrath of the Lich King)

Please Log in to join the conversation.

  • Todesgleiter
  • Todesgleiter's Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Kurzstrecken Jäger
More
07 Dec 2009 19:01 #14906 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Stargate - Andere Perspektiven
Buhuuuuu!
Ich kanns jetzt seit zwei Tagen nich Downloaden.
Ich glaub Rapidshare lässt mich etz garnix mehr saugen wenn ich kein Premium werd...
Find ich Gemein.

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

Please Log in to join the conversation.

More
07 Dec 2009 20:55 #14933 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Ich auch nicht ich hasse diese abzocker Seiten,was macht man net alles für n gute Geschichte -.-

Please Log in to join the conversation.

  • Todesgleiter
  • Todesgleiter's Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • Kurzstrecken Jäger
More
08 Dec 2009 14:49 #14958 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Stargate - Andere Perspektiven
Sag blos du bist jetzt Premium O.O
Mich bekommen die nic klein ich zahl nich...
Auch wenn ichs immer noch nich saugen kann...
Sch*** Rapidshare =)

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

Please Log in to join the conversation.

More
10 Dec 2009 15:20 #15042 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Es geht endlich >.< Und nein bin ken Premium ich meinte das dah jeden tag 100 mal draufzuklicken^^

Please Log in to join the conversation.

  • HuGuSSi
  • HuGuSSi's Avatar
  • Offline
  • Platinum Boarder
  • Platinum Boarder
  • [SGMG] Alter Hase
More
10 Dec 2009 15:21 #15043 by HuGuSSi
Replied by HuGuSSi on topic Stargate - Andere Perspektiven
Ich weiß nicht was ihr für Probleme habt. Ich kann jederzeit laden. Zwar nicht schnell aber immerhin.

Aber jetzt bitte zurück zum Thema!

Please Log in to join the conversation.

Time to create page: 0.154 seconds