Stargate - Andere Perspektiven

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16 Aug 2009 16:41 #7523 by Todesgleiter
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Juhuuu! Endlich gehts weiter :)

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30 Aug 2009 19:41 #8311 by Toth
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Hätt ich fast vergessen^^
Kapitel 5 – Eine Mission

Dieser nervige Wesir erklärte mir dann kurz und knapp meinen Job: Rumsitzen und mir die Sorgen und Probleme der jammervollen Bevölkerung anhören! Die folgenden Tage waren dementsprechend langweilig. Was haben diese Leute nur für Probleme! Taschendiebstahl, Schuldenhinterziehung, dämliche Unfälle, und, und, und… Gelangweilt arbeitete ich diese Bagatelldelikte nach den Gesetzen von Ptah ab. Warum müssen die wegen so etwas einen Gott belästigen?

Doch eines Tages (ja, diese Worte mussten sein…) kam es anders: Es war nachmittags und ein schmieriger Händler (nichts gegen Händler, doch wartet ab) kam in den Audienzraum, gefolgt von zwei, mit Speeren bewaffneten Ta’urisoldaten, die einen, in Lumpen gekleideten Mann hineinzerrten.

„Lord Toth, diese Kreatur dort hat mich zum wiederholten Male bestohlen. Mein bisheriger Verlust durch ihn ist ungeheuerlich. Ich wünsche, dass er für diesen Frevel die Höchststrafe erhält, da er wirtschaftsschädigend wirkt!“, erklärte der Händler.

Ich betrachtete den Angeklagten: Diese armselige, zerlumpte Gestalt sollte eine öffentliche Demütigung (sprich: zig Peitschenhiebe) erhalten, die sonst nur dummdreiste Kriminelle erhalten, die einen großen Coup vergeigt haben? Plötzlich riss er sich von den Wachen los und warf sich vor mir auf den Boden.

„Herr“, stammelte er, „ich geb es zu…“
„Seht, er gibt es sogar zu, damit ersparen wir uns anscheinend das Verfahren!“, unterbrach ihn der Händler.
„Schweig, ich will hören, was der Angeklagte zu seiner Verteidigung zu sagen hat.“, warf ich ein und schlug damit zwei Fliegen mit einer Klappe:

Der Störenfried war ruhig und ich hielt die Soldaten davon ab, auf dieses arme Geschöpf vor mir einzustechen.

„Herr, ich habe diesem Mann nicht mehr gestohlen, als ich und meine Familie gerade so zum überleben brauchen. Eher schadet er selbst der Wirtschaft durch seine horrenden Summen, die er für seine Nahrung verlangt.“
„Geschwätz von einer niederen Kreatur! Es wird niemanden stören, wenn er gevierteilt wird!“
„Ach komm, die allerhöchste Strafe, die ich ihm aufbrummen könnte, wäre das „Entfernen“ der Hände.“

Der Angeklagte war schockiert:

„Herr, nein! Meinen einzigen Lebensunterhalt verdiene ich als einfacher Handwerker. Wenn ihr mir meine Hände nehmt, könnt ihr mich gleich töten!“
„Na so weit muss es ja nicht kommen… trotzdem scheint dir dein Lebensunterhalt ja nicht viel zu bringen, wenn du trotzdem stehlen musst.“, wiedersprach ich ihm.
„Die Sache ist die“, sprach er wieder gefasst, „es gibt dort draußen eine gebildete Oberschicht, die uns arme Leute ausbeutet. Meine ganzen Einnahmen gehen für neues Material drauf, weil die meisten Großhändler, die von Göttern ausgebildet worden sind, die Preise willkürlich festsetzen und der da ist nicht der einzige. Irgendwie denken alle, uns übers Ohr hauen zu können, nur weil sie fließend Goa’uldschrift lesen können!“

Aha, wirklich interessant, was sich auf den Straßen abspielt.

„Ich musste stehlen, ich wäre sonst verhungert!“
„Ja, ja, ich versteh schon, nur will ich gerne den „Tatort“ mal persönlich inspizieren, um deine hübsche Geschichte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen!“

Tja, obwohl der Kläger ziemlich zerknirscht wirkte, gingen wir los (begleitet von 6 Wachen, die wohl überfürsorglich waren). Jaja, was tut man nicht alles für sein Volk, doch auf was hatte ich mich da bloß eingelassen: Der Tatort war am anderen Ende der Stadt! Was gäbe ich jetzt für einen Ringtransporter… Schließlich kamen wir in den dreckigen Slums an. Hätte ich nicht jeden Anflug davon sofort geheilt, hätte ich Unmengen Blasen an den Füßen gehabt. Seltsamerweise schoss inmitten von baufälligen Lehmhütten eine Reihe von befestigten und reich gefüllten Marktständen empor.

Hier ließ sich dieser Klassenunterschied, sowie die absurd hohen Preise, die der Ta’uri erwähnt hat, am besten beobachten. Doch wir gingen weiter, immer tiefer in die Slums hinein, vorbei an kleinen Kindern, die den eigenartigen Zug anstarrten, sowie armen Bettlern, die mich als Goa’uld erkannten und mal wieder auf die Knie fielen. Und dann sah ich es: Die kleine Baracke an der Ecke einer Kreuzung von Trampelpfaden. In einer Ecke waren kümmerliche Holzbretter gestapelt. Das war schon genug mitleiderregend genug, um auf einen Freispruch zu tendieren, doch ich musste das Haus von meinen Jaffa durchsuchen lassen.

Wusste zwar nicht, was sie eigentlich suchen sollten, aber wenn sie jetzt nicht gerade einen Haufen Diebesgut herausschleppen werden, dann ist der Fall wohl klar. Schließlich musste ich dem Händler allen Wind aus den Segeln nehmen. Und sagt nicht, ich sei parteiisch! Denn auch innen konnte man keine Hinweise auf die Unwahrheit der Rede des Angeklagten feststellen.

„Na schön, nun mein Urteil: Und zweifelt nicht daran, ihr wisst, dass ich euer Gott bin! Also, der Angeklagte hat eine relativ schlüssige Argumentation vorgelegt, die seine Tat rechtfertigen“, der Händler wollte schon protestieren, „doch nichtsdestotrotz war es falsch! Die Entscheidung ist schwierig, doch sie muss getroffen werden: Der Angeklagte bekommt zunächst einen Tag Zwangsarbeit als Strafe. Dem Kläger wird natürlich sein Verlust zurückerstattet, sodass erst mal alle glücklich sind. Und hey, ist es schon so spät… der Angeklagte sollte schleunigst mit der Arbeit anfangen, die Hälfte der Strafe haben wir ja schon vergeudet!“

Ja, und damit auch meine gute Laune nicht durch einen polternden Händler vermiest wird, schlich ich mich sogleich in eine Seitengasse weg (naja, die Wachen haben’s natürlich gleich bemerkt und sind mir gefolgt). Zurück in der Botschaft wurde ich allerdings nachdenklich: Wie konnte man einen Mann, der eigentlich über einen ertragreichen Beruf verfügt, in diese Situation bringen? Zwar hatte sein Gelaber über Klassenunterschiede wenig Auswirkung auf mein Urteil gehabt (es war eher seine weiße Weste), dennoch bedeutet Wissen hier offenbar Macht, nur so kann das einfache Volk bildungstechnisch stagnieren und wird von einigen wenigen beherrscht, die sich einen kleinen Teil des Goa’uldwissens angeeignet haben.

Ich kann mir vorstellen, dass Ra kein Interesse daran hat, die Bildung seiner Sklaven zu verbessern. Aber andererseits, wenn ich den Menschen helfen will, kann ich ihnen nicht einfach den utopischen Brocken Wissen vorsetzen, den die Goa’uld in tausenden von Jahren angesammelt haben. Zunächst musste ich ihnen eine Möglichkeit bieten, sich auszudrücken. Da am weiteren Tag nicht viel passierte, legte ich mich mit diesen Gedanken in den Sarkophag. Die Goa’uldschrift konnte ich allerdings auch nicht in den Umlauf bringen: Mit all ihren Dialekten mit je hunderttausenden von Zeichen ist sie einfach zu komplex! Allerdings war sie bereits von den meisten Ta’uri in der Gegend um das Chaapa’ei als Sprache akzeptiert worden. Ich musste nur versuchen, sie mit einer einfachen und verständlichen Schrift zu verbinden. Etwas, was den Ta’uri bekannt ist. Vielleicht kann ich ja die Symbole durch Bilder des Alltags ersetzen. Mir war klar, dass das eine Heidenarbeit ist, aber auf lange Sicht würde meine Arbeit weniger werden (zumindest hoffte ich das), außerdem brauchte ich dringend ein Hobby…

Ich beschloss, am nächsten Tag damit anzufangen, nachdem ich die örtlichen Sorgen abgearbeitet habe.

to be continued...

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30 Aug 2009 21:30 #8324 by Todesgleiter
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Hatte mich schon gefrgt wans weiter geht, wollt aber nich Drängeln =)

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14 Sep 2009 20:20 #9273 by Toth
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Ähem, ja, diesmal hatte ich's wirklich verpennt...
Kapitel 6 – Nut

Am nächsten Tag habe ich nur noch den Feierabend zugefiebert. Nicht, weil ich zu faul bin, sondern weil ich endlich mit meiner Ta’urischrift beginnen wollte. Spät nachmittags war dann wieder so ein Moment, wo nix los was. Offensichtlich hatten die Verbrecher Feierabend. Ich wies also den Wesir an, mir Bescheid zu geben, wenn doch jemand kommen würde und ging in mein Quartier. Ich brauchte dringend eine Pause! Von wegen erhöhtes Durchhaltevermögen durch den Goa’uld:

Das bringt einem sehr viel, wenn man ab 8.00 Uhr bereits zwei Diebstähle, einen Ehebruch und einen Mord abgearbeitet hat! Als ich so in meinem Bett lag, fiel mir ein kleiner Nachttisch, zumindest habe ich ihn für das gehalten, auf. Er stand in einer Ecke, fast schon unsichtbar und ich war mir sicher, dass er neu hier war. Als ich ihn näher betrachtete, sah ich darauf 30 Vierecke, die in je 3 Zehnerreihen aufgedruckt worden waren.

„Was ist das?“, fragte ich meine Dienerin, die, wie immer, schweigend herumstand.
„Ein Geschenk eines dankbaren Handwerkers. Es ist ein Senetspiel. Ein einfaches Brettspiel der Ta’uri.“
„Interessant, ich hatte mich noch nicht mit den hiesigen Freizeitgestaltungen beschäftigt.“, es zahlt sich also doch aus, den lieben Gott zu spielen, „Also, erklär mir mal kurz die Spielregeln!“, sagte ich und schob zwei Stühle heran.
„Ja, Herr!“, sie öffnete eine Schublade unter dem Spielfeld und holte eine Hand voll Spielsteine heraus, „Ähem, jeder Spieler hat 7 Spielsteine, die sich abwechselnd auf den ersten 14 Feldern befinden. Man würfelt mit 4 Stäbchen und es gibt 6 Aktionsfelder: Die letzten fünf sind Haus des Glücks, Haus des Wassers, Haus der Ma’at, Haus des Falken und Haus des Re’atum. Ein Spielstein auf diesen Feldern kann nicht geschlagen werden, und auf dem Haus des Wassers wird er zum sechsten Aktionsfeld, Feld 14 zurückgesetzt. Ich denke, dass waren alle Regeln…“

Ich nahm einfach alle Spielsteine und legte die roten und weißen abwechselnd aus.

„Wie wär’s mit einer Partie? Ich möchte mich etwas amüsieren und keine Sorge, ich werde meine göttlichen Kräfte nicht nutzen, um zu gewinnen. Sonst wär ja der Spaß weg!“

Sie schien etwas verdutzt zu sein, dennoch antwortete sie:

„Äh, ja, Herr! Wie ihr wünscht…“

Ich nahm die Stäbchen und warf sie auf eine freie Fläche. Drei weiße Flächen waren oben, also drei Felder weiter. Praktischerweise schlug ich damit einen von ihren Steinen. Doch gleich bei ihrem Zug konnte sie ihn mit einer zwei wieder ins Spiel bringen und dabei gleichzeitig einen von meinen schlagen. Ach was rede ich da, ich muss ja jetzt nicht jeden Zug erklären! Jedenfalls war es mal was anderes und irgendwie habe ich jedes Spiel gewonnen, weil ich schnell erkannte, dass es eine vernichtende Taktik ist, sämtliche Aktionsfelder zu blockieren und so zu verhindern, dass der Gegner seine Steine ins Ziel bringen kann.

Dann, gegen Abend, war es so weit: Endlich konnte ich beginnen! Ich nahm eine Papyrusrolle und eine Schreibfeder. Ja, jetzt war es so weit!!! Womit wollte ich eigentlich beginnen? Ich fing einfach an, die simpelsten Laute aufzuschreiben, die man mit der Goa’uldschrift ausdrücken kann. So wollte ich mich langsam an die Sprache herantasten. Doch gerade als ich den ersten Buchstaben niederschrieb, stürmte der Wesir mein Gemach…

„Herr, Herr, ein Notfall!“
„Was denn?“
„Ähem, nun ja, eigentlich weiß ich es selbst nicht so genau, aber kommt mit! Ein anderer Gott möchte mit euch reden!“

Selbstverständlich bin ich bei diesen Worten sofort in den Audienzsaal geeilt. Was könnte nur ein anderer Goa’uld von mir wollen? Es haute mich schon fast aus den Sandalen, als ich diesen „Goa’uld“ sah: Sie sah überhaupt nicht aus wie einer, so wie sie in unspektakuläre Leinen gehüllt war, zerzaustes Haar und keinerlei Schmuck trug. Normalerweise wird eigentlich viel protziger Goldschmuck angelegt, die besten Klamotten angezogen und man macht sich anderweitig schick, wenn zwei Goa’uld aufeinandertreffen. Logischerweise wird so aus einem simplen Gespräch ein Wettstreit der Angeber. Doch dies schien ein Sonderfall zu sein.

„Wer seid ihr, dass ihr mich sprechen wollt?“, ich kramte meine extrem tiefe Stimme für festliche Anlässe hervor und versuchte, mich nicht zuvor zu räuspern. Sie schaute mich gefasst an und antwortete:

„Mein Name ist Nut, Goa’uldkönigin! Und ich will nicht zu euch, sondern zu eurem Herrn, Ptah!“
„Es tut mir Leid, aber dazu müsste ich erst mal wissen, warum? Ptah mag es nicht, ohne triftigen Grund gestört zu werden.“

Sie schaute etwas zerknirscht, außerdem hatte ich das Gefühl, einen Hauch von Angst in ihren Augen zu sehen.

„Ich habe keine Zeit! Ra könnte jeden Augenblick hier sein…“
„… dann schlage ich vor, schnell zu sprechen!“
„Na schön, ich bin nicht nur Goa’uldkönigin, sondern auch die Gemahlin von Ra… und ich habe ihn betrogen. Es war ein großer Fehler, mich auf den Goa’uld Geb einzulassen, deshalb würden nun alle Symbionten, die in mir reifen, seine DNA erhalten. Ra ist außer sich vor Wut! Darum will ich Ptah bitten, den Streit zu schlichten. Und darum hatte ich auch vorübergehend diesen Wirt genommen.“
„Mmh, ihr müsstet doch eigentlich wissen, dass die Gesetzeslage eindeutig ist, was Ehebruch angeht. Und dass da selbst bei Goa’uld keine Ausnahme gemacht wird. Ich bin mir nicht sicher, was euch eine Unterredung bringen würde…“

Sie wollte gerade etwas erwidern, als plötzlich die massiven Eingangstüren mit einem großen Knall aufgerissen wurden. Ra trat mit großen Schritten ein, gefolgt von einem Trupp Jaffa, die sich mit ihren Stabwaffen im Anschlag im Raum verteilten.

„Netter Versuch, aber du kommst mit mir!“, sprach er zu Nut, ohne mich auch nur zu beachten.
„Ähem, Nut befindet sich hier auf Ptahs Boden, ihr habt hier nichts zu befehlen! Wenn sie eine Unterredung mit Ptah wünscht, dann könnt ihr sie nicht davon abhalten.“

Ich hatte ihn offenbar verärgert. Finster erwiderte er:

„Schweig, kleiner Diener des Ptah! Die Sache geht nur Nut und mich etwas an!“
„Das sehe ich anders, Tatsache ist, dass sie hier Zuflucht gesucht hat und damit habe ich als Statthalter von Memphis sehr wohl etwas zu sagen!“

Oh, ich hatte es wohl zu weit getrieben, ich wusste nicht, was Ra noch davon abhielt, seine Jaffa auf uns zu hetzen.

„Ich bin der Vertreter Ptahs und ihr möchtet euch doch bestimmt nicht mit ihm anlegen?“

Jetzt gab es wohl kein Weg zurück…

„Wachen!“, rief ich und mehrere dutzend Jaffa mit dem Mal von Ptah stürmten hinein, „Geleitet unseren Gast doch bitte zur Tür!“, rief ich ihnen zu.

Verdammt, das wird sowas von in einer Schießerei enden… Doch Ra zögerte:

„Schon gut, ich möchte kein Blutvergießen riskieren… und du, Nut, wenn du es auch nur wagen solltest, an nur einem Tag des Jahres, einen Symbionten mit den Genen Gebs zu gebären, wird es mir ein Vergnügen sein, dein schändliches Leben zu beenden!“
„Ein Fluch? Ist das nicht etwas zu theatralisch?“, kommentierte ich diese letzte Aussage.

Wütend wirbelte er herum und verschwand zusammen mit seinen Gefolgsleuten. Ich atmete nochmal tief durch. Ich war haarscharf an einem bewaffneten Konflikt vorbeigeschrammt.

„Wieso habt ihr das getan?“, Nut war ziemlich verwirrt.
„Mmh, ihr habt mich doch um Hilfe gebeten, oder?“
„Ja, aber…“
„Wesir, zeig unserem Gast doch ihre Gemächer!“, ich wandte mich ihr wieder zu, „Ich glaube nicht, dass ihr heute noch nach Hause gehen könnt! Keine Sorge, ich werde mir noch etwas einfallen lassen…“, immer noch etwas verwirrt antwortete sie:

„Ja, das hoffe ich auch…“

to be continued...

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20 Sep 2009 18:52 #9503 by Todesgleiter
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Sowas darf einem Systemlord doch nich Passieren :D

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27 Sep 2009 10:37 #9791 by Toth
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Schweig still, unwürdiger Pilot :D
Kapitel 7 – Spiel des Lebens

Als ich mich am nächsten Morgen aus dem Sarkophag kratzte, hatte ich dementsprechend gute Laune. Ich hatte kurzzeitig den Entschluss gefasst, jeden zu erschießen, der nun zwischen mir und meiner Papyrusrolle mit der neuen Ta’urischrift steht. Doch leider ging Nut vor! Eine verfluchte Goa’uldkönigin hat schließlich eine höhere Priorität als die Ta’uri. Worauf hatte ich mich da eigentlich nur eingelassen? War ich plötzlich zum Eheberater mutiert? Wieso hatte ich mich eigentlich doch eingemischt? OK, bei der Gesetzeslage brauchte Nut wirklich Hilfe. Außerdem kann ich Ra irgendwie nicht leiden… Verdammt, was ist das für ein Grund?

Mir musste dringend etwas einfallen, um diesen komischen Fluch gegen Ra selbst zu verwenden. Da mir auf die Schnelle nichts einfiel, nahm ich mir an diesem Tag frei (die Welt wird ja nicht ausgerechnet heute von einem Schwall von Verbrechen untergehen) und begann, meine Ta’urischrift zu zeichnen. Nachdem ich einige nette Vögel, Schlangen, Schilfgräser und anderes Zeugs für die Einlautzeichen gekritzelt hatte, wollte ich ein paar Alltagsbegriffe umschreiben.

„An nur einem Tag des Jahres“, murmelte ich vor mich hin, wie Ra es in seinem Fluch formuliert hatte.

Wie passend, wenn ich mit dem Renept anfange, dem Jahr! Ich malte dafür eine hübsche, verkrüppelte Palmrippe und ging danach die einzelnen Jahreszeiten durch. Anschließend die Monde. Nach dem Kalender von Memphis folgen dann die 350 Tage, für die es allerdings keine eigenen Namen gibt. Halt! Das ist es:

„An keinem Tag des Jahres!“

Welchen Jahres? Er meinte wahrscheinlich die Zeitrechnung von Memphis, die gilt nämlich auch für Ta’uri. Aber das könnte man auch ändern… Mit diesem Einfall ließ ich mein Schreibzeug an Ort und Stelle fallen und eilte zum privaten Gemach des Wesirs.

„Mach auf, ich habe dich etwas Wichtiges zu fragen!“, brüllte vor seiner verschlossenen Tür und klopfte.

Die Tür öffnete sich:

„Ja, Herr, was kann ich für euch tun.“, fragte er leicht verängstigt.
„Wer ist hier für den Kalender zuständig?“
„Ah, das müsste Lord Chons sein, er lebt in der Nähe des Marktplatzes, links von der Kalendertafel!“
„Gut, danke.“

Ich verließ den Statthalterpalast und machte mich auf den Weg zum Markt, ich nahm allerdings keine Jaffa mit, da ich nicht davon ausging, dass ich nicht lange weg sein würde. Im hinteren Bereich des belebten Marktplatzes entdeckte ich die große Kalksteintafel. Sie war etwa 5 Meter hoch 10 Meter breit (auf heutige Maße um gerechnet) und auf ihr befanden sich zahlreiche, austauschbare Steinkacheln, an denen man Jahr, Monat, Woche und Tag ablesen konnte. Zumindest wenn man die Goa’uldschrift lesen konnte. Ich las eine Jahreszahl von etwa 6000 ab. Ach ja, so lange ist schon die Machtübernahme Ras her, seit dem rechnet man hier die Zeit.

Links von der Tafel entdeckte ich ein unscheinbares Haus, dessen Tür vollgestopft mit irgendwelchen Goa’uldflüchen war. Als ich an die Tür klopfte, konnte ich erst nur ein Grummeln hören, dann öffnete sie ein kleinerer, korpulenter Goa’uld:

„Entschuldigung, wenn ich davon ausgegangen bin, dass ihr Ta’uri das an der Tür lesen könnt, aber ich möchte trotzdem immer noch nicht gestört werden!“

Gerade, als er sie wieder schließen wollte, stoppte ich die Tür und zog meine Augenleucht-Angebernummer ab.

„Oh, ich verstehe, wer seid ihr?“, fragte er gereizt, „Ich bin Toth, der Statthalter von Memphis. Und ich wollte dich um einen kleinen Gefallen bitten… darf ich reinkommen?“
„Mmh… ja…“

Ich folgte ihm in sein Haus und mir fiel in einer Ecke ein Senetspiel auf.

„Du spielst also dieses Ta’urispielchen?“
„Joa, ich hab nicht allzu viel zu tun, da ist so eine Partie ganz nett. So, was wollt ihr jetzt?“
„Chons, ihr seid der Verantwortliche für den Kalender von Ta’uri und ich bitte euch, ihn etwas zu erweitern, sagen wir, 5 Tage?“, er stutzte, „Das ist Lachhaft!“
„Ich weiß, wie wäre es mit einer Wette? Eine Partie Senet für die 5 Tage!“
„Mmh, das ist aber einfach zu viel Arbeit…“
„Nicht wirklich, auf der Tafel ist noch genug Platz!“
„Ja, schon, aber… du brauchst auch einen Einsatz! Und ich glaube, mir schwebt da schon was vor: Mir ist dieser Job zuwider; ich will hier weg, doch ich will eine abgesicherte Zukunft! Wenn ich gewinne, dann lässt du deinen Einfluss bei Ptah spielen und verschaffst mir die Kontrolle über einen eigenen Planeten!“

Verdammt, dieser Narr müsste doch wissen, dass ich niemals so viel Einfluss habe. Einen Planeten! Der hat vielleicht Nerven! Aber ich hatte wohl keine andere Wahl… andererseits hat er auch nicht konkret gesagt, dass der Planet bewohnbar sein soll…

„Na schön, es würde kompliziert werden, aber im Falle einer Niederlage werde ich sehen, was ich tun kann… Ich bin einverstanden!“
„Sehr schön!“, er reichte mir die Hand und so begann das Spiel.

Zu Beginn sah es nicht sonderlich gut für mich aus, seine Spielsteine schlugen meine von den Startplätzen aus, doch dann brach einer von meinen durch und blockierte das Haus des Glücks. Zwar erreichten zuvor einige seiner Steine das Ziel, doch meine Taktik wirkte: Chons wurde immer ärgerlicher. In aller Seelenruhe zog ich einen Spielstein nach dem anderen ins Ziel und Chons begann, wild zu fluchen.

„Elender Betrüger, wie hast du meine Stäbchen manipuliert?“
„Ich weiß nicht, was du willst! Ich habe fair und ehrlich gewonnen! Ich hoffe, du bleibst beim Einlösen deines Wetteinsatzes genauso fair und ehrlich…“, als Antwort bekam ich nur ein Grummeln.

Ich glaube, den erst mal nicht wiederzusehen, bis Gras über die Sache gewachsen ist.

„Und?“, fragte ich nochmal nach, „Hältst du dein Versprechen?“
„Ja! Ja! Mach dir da keine Sorgen!“

– Stille –

Ich denke, er wollte, dass ich gehe, konnte es aber in diesem Moment nicht höflich ausdrücken.

„Mmh, ich denke, dass ich wieder los muss…“, er schnaubte, riss sich aber dann zusammen, verabschiedete sich zähneknirschend und ich machte mich triumphierend auf den Heimweg.

Ich überlegte gerade, wie ich Nut die frohe Botschaft am besten überbringen könnte, da wäre mir fast nicht aufgefallen, dass das geschäftige Treiben auf dem Marktplatz einer geradezu depressiven Stille gewichen ist. Keine brüllenden Marktschreier, kein Tratsch in einem billigen Abklatsch von Goa’uld und wenn man in die bedrückten Gesichter der Männer und Frauen blickt, die mit gesenktem Kopf die Stände entlangeilten, dann bekam man unweigerlich ein ungutes Gefühl im Bauch. Ich schaute mich um und suchte nach dem Ursprung dieser grandiosen Laune:

Etwas abseits der Marktstände hatten auf einem Podium für öffentliche Veranstaltungen einige grimmig aussehende Jaffa eine Art Schafott aufgebaut und zerrten einen halb bewusstlos geschlagenen Ta’uri hinauf. Ein Jaffa mit einem goldenen Auge auf der Stirn (offenbar der Primus von Ra) ratterte gelangweilt die Anklagepunkte vor einem imaginären Publikum herunter. Ich musste nämlich feststellen, dass ich der einzige auf dem Platz war. Ich bekam nicht viel von der Anklage mit, aber es ging irgendwie um irgendwelche beleidigende Schmierereien gegen Ra. Ich stellte mir vor, wie der sich die Mühe machte, einen Comic an eine Wand zu kleistern, ohne eine eigene Schrift!

In diesem Moment ließ ein Jaffa, der hinter dem Angeklagten stand, seinen Kampfstab großspurig kreisen, entsicherte ihn und richtete ihn auf den reglosen Ta’uri. Ich musste wegsehen… Ffft (so ähnlich war das Geräusch, ihr wisst schon, was ich meine…). Als ich wieder hinsah, rollte ein Kopf durch die Gegend. Die Wucht des Geschosses hatte ihn glatt abgerissen! Ich glaube, der Würgereiz, der in mir hochkam, kam diesmal sowohl von mir und meinem Wirt gleichermaßen. Angewidert und innerlich zerrüttet machte ich mich auf den Heimweg…

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27 Sep 2009 11:26 #9796 by baal
Replied by baal on topic Stargate - Andere Perspektiven
Du könntest mal eine Zusammenfassung der bisherigen Kapitel von AP2 hochladen.
Gefällt mir ansonsten sehr gut!!! :)

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The good things don’t always soften the bad things, but vice versa the bad things don’t always spoil the good things and make them unimportant."

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27 Sep 2009 11:48 #9802 by Didi008
Replied by Didi008 on topic Stargate - Andere Perspektiven
Mh schon 12 Kapitel jetzt könnte ich doch mal anfangen mir das durchzulesen^^
Ps:Wenn ich was spannend finde und ich es schnell fertig habe und dan noch warten muss.Omg dieser Schmerz, deswegen lieber ers später anfangen xD

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27 Sep 2009 17:34 #9823 by Todesgleiter
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Toth wrote: Schweig still, unwürdiger Pilot :D


*Mich verneig*
Ja mein Gebieter!

Ist eig iwas an mir Vorbei, oder warum kommen die neuen Folgen bloss alle 2 Woche?

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09 Oct 2009 11:46 #10397 by xXZedXx
Replied by xXZedXx on topic Stargate - Andere Perspektiven
wann kommt die nächste Folge?
ich muss einfach wissen wie's weitergeht xD

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