So ich hoffe mal das hier lesen nicht die falschen Leute und dann tauchen Herren in schwarzen Anzügen vor meiner Tür auf und wollen das ich sie begleite...
S01XE12 Roswell
Alex betrat mit schnellen Schritten die Brücke der Bismarck, wo schon Oberstleutnant Bartels auf ihn wartete. Zur Begrüßung nickten sich die beiden Männer zu und gingen an den Kartentisch im hinterem Bereich der Brücke. Dort standen auch schon Oberstleutnant Bayer und O´Connel, so wie Hauptmann MacKenzie, der Navigator. Als diese Alex sahen salutierten sie zackig, was der Oberst halbherzig erwiderte.
„Wir haben eine neue Mission. Da das Stargate-Center einen baldigen Angriff auf die Erde vermutet, werden wir aus geschickt, um nach Technologie zu suchen, die uns helfen kann den Planeten zu Verteidigen.“ erklärte der Oberst den heutigen Auftrag.
„Sir, ist es dann nicht eher ratsam, wenn wir zu Erde fliegen und uns im Orbit positionieren? Denn, wenn der Angriff kommt, können wir schneller handeln, als wenn wir erst aus einem anderem System kommen müssen.“ sprach Bayer.
Die anderen Offiziere in der Runde, stimmten ihr einstimmig zu, denn das war logisch gesehen die richtige Entscheidung.
„Das habe ich auch gesagt, aber wir sind zur Zeit das einzige Schiff, was nicht benötigt wird. Das hört sich jetzt zwar bescheuert an, aber es ist so. Wir sind schneller als die Prometheus, die noch zum Teil repariert wird. Und wir sind schneller als Goa´uld Schiffe. Da wir das zur Zeit einzige verfügbare Schiff sind, sollen wir nach P3G-175 fliegen. Diesen Planeten hat Colonel O´Neill in die Datenbank des SGC eingegeben, als er das Wissen der Antiker im Kopf hatte. Zudem hat er die Adresse des Planeten extra markiert, nur weiß keiner warum.“ sprach Alex wieder.
„Wenn es eine Tor-Adresse gibt, warum müssen wir dann mit einem Schiff dorthin fliegen, mit dem Tor wäre es sehr viel schneller und wir könnten zu Erde fliegen.“ unterbrach MacKenzie Alex.
„Das SGC hat vor gut einem Jahr versucht den Planeten an zu Wählen, konnte aber keine Verbindung etablieren. Sie nehmen an, dass das Tor verschüttet oder beschädigt ist. Wenn jetzt alles geklärt ist, warten wir noch bis EGT-1 und 2 an Bord sind, dann fliegen wir los.“
Da die Offiziere einsahen, das eine Diskussion nichts bringen würde gingen sie auf ihre Plätze und bereiteten alles für den Start vor.
Die Bismarck kam nach etwa zehn Stunden Flug bei dem Planeten an. Das System in dem er sich befand, bestand aus einem Neutronenstern und drei Planeten. Ihr Ziel P3G-175 war der äußerste der drei. Und somit am weitesten von der Sonne entfernt. Kurz nach Eintreffen im System, starteten von der Bismarck vier Pelikans zur Erkundung des Systems. Ein fünfter Pelikan flog auf den Planeten zu, er bildete die Vorhut, ihm folgte die Bismarck mit etwa 4000 Kilometern Abstand. Nach einer weiteren halben Stunde Flug zum Planeten, waren die vier Erkundungsschiffe wieder an Bord des Schiffes gelandet. Sie hatten interessante Daten über das System gesammelt, unter anderem, das eine nicht genau zu Ortende Energiequelle sich auf P3G-175 befand. Aus diesem Grund ließ Alex das Schiff Stoppen.
„Alle Maschinen stopp, ruft den Pelikan zurück, ich will erst wissen, was diese Energiequelle ist. Voller Sensorenscan des Planeten.“ befahl er.
„Ich will die Ergebnisse sofort haben, wenn sie da sind.“
Die gesamter Brückenmannschaft war ein wenig nervös, denn diese Energiequelle konnte so gut wie alles sein. Der Taktikoffizier hatte die gesamte Zeit, die Hand über dem Knopf zum Aktivieren der Schilde. Der Steuermann tippte mit seinem Finger immer und immer wieder neben die Schubregler.
„Die Daten kommen.“ meldete der Sensoroffizier.
„Anscheinend geht von der Quelle eine Art Kraftfeld aus, welches einen Teil der Planetenoberfläche und den darüber befindlichen All schützt. Laut den Daten ist es aber möglich das Feld zu durchdringen ohne Schäden am Rumpf zu riskieren.“
„Haben sie irgendwelche Bauwerke auf dem Planeten gefunden?“ wollte Alex wissen.
„Ja, Sir. Innerhalb des Feldes befindet sich ein Gebäudekomplex. Er scheint aber nicht besonders groß zu sein.“
„Danke. Steuermann bringen sie uns bis auf tausend Kilometer an das Feld heran.“
„Aye,Sir.“
Erneut setzte sich das Schiff in Bewegung und näherte sich dem Planeten. Als sie sich dem Feld bis auf weniger als fünftausend Kilometer genähert hatten, registrierten die Sensoren einen immensen Energie anstieg in dem Feld. Das Feld vergrößerte sich. Das geschah allerdings so schnell, das kein Mensch mehr reagieren konnte.
Im All um die Bismarck geschah etwas wunder schönes und doch auch sehr gefährliches. Das Feld das einen Teil des Orbit und des Planeten schützte hatte sich um das Schiff gelegt, so das es die Bismarck komplett umhüllte. Nach und nach schrumpfte das Feld zusammen, bis es schließlich wie eine zweite Haut um die Hülle lag. Gleichzeitig verzerrte sich der Raum um das Feld und eine Art Hyperraumfenster öffnete sich. Das alles geschah innerhalb von wenigen Millisekunden.
Das nächste was man sah, war wie sich das Feld wieder auf seine Ursprüngliche Position begab, und das Schwarz des Weltraums, die Bismarck war verschwunden.
Ihr Kopf brummte so stark, wie er es schon lange nicht mehr tat. Das letzte mal war sie das ganze Wochenende von Party zu Party gezogen und wenig geschlafen hatte. Nach und nach fühlte sie ihre Extremitäten wieder. Nun wünschte sie sich, sie würde sie nicht spüren, denn auch diese schmerzten. Langsam öffnete sie die Augen, schloss sie aber sofort wieder, das es viel zu hell war. Sie blieb noch einen weiteren Moment am Boden liegen und versuchte es erneut. Dieses mal behielt sie die Augen offen, doch was sie sah verursachte ihr noch mehr Kopfschmerzen. Die roten Alarmlichter blinkten überall im Maschinenraum. Sie lieferten sich einen Wettkampf mit den Organgenwarnleuten des Hyperantriebes.
Erst jetzt bemerkte sie, das es mehrere kleine Brände in der nähre gab. Sie zog sich an einem Rohr hoch und griff nach dem Feuerlöcher, der in der nähe an der Wand hing und fing an die Brände ein zu dämmen. Weitere Crewmitglieder rappelten sich vom Boden auf und liefen sofort durcheinander. Einige dämmten die Flammen ein, während andere die Verletzten behandelten.
Da die Flammen so gut wie unter Kontrolle waren, ging sie zum Interkom und rief die Brücke.
„Brücke hier Maschinenraum, was ist passiert?“ wollte sie wissen.
„Laura, bist du das?“ antworte Alex ihr.
„Ja, ich bin im Maschinenraum. Uns wäre hier beinahe alles um die Ohren geflogen, was habt ihr da oben angestellt?“
„Wie sieht es bei euch da unten aus?“ überging er einfach ihre Aussage.
„Die Notabschaltung hat den Hyperantrieb deaktiviert, von daher kann ich noch nicht sagen ob er beschädigt ist. Mehrere Leicht- und Schwerverletzte. Keine Verluste.“
„Ok. Kümmert ihr euch um den Hyperantrieb und die anderen Schäden.“
Mit einem Klickendem Geräusch wurde die Verbindung unterbrochen.
Auf der Brücke sah es auch nicht besser aus als im Maschinenraum, auch hier hatte es Verletzte gegeben. Mehrere Crewman hatten Platzwunden, gebrochene Knochen oder Quetschungen. Mehr als die Hälfte der Bildschirme war zerstört und Funken sprühten aus allen möglichen Leitungen.
„Also, was ist geschehen und wo befinden wir uns?“ forderte Alex Informationen ein.
Bartels ging an seine Konsole und überprüfte einige Daten.
„Sensoren arbeiten bei 15%.. Lebenserhaltung bei 100%. Sublichtantrieb arbeitet mit 40%. Schilde, Waffen und Hyperantrieb funktionsuntüchtig. Kleinere Schäden an der Außenhülle. Dutzende Verletzte, keine Verluste.“ meldete er.
„Schilde und Waffen haben Vorrang , die Ingenieure sollen so schnell arbeiten wie es geht.“
Endlich hatte einer der Soldaten Gnade mit ihnen und schalltet die Warnleuchten aus.
„Ah, Sir. Ich habe hier was entdeckt, was ihnen nicht unbedingt gefallen wird.“ meldete ein Feldwebel der an einem Bildschirme saß die noch Funktionierte.
„Was denn?“
„Ich habe die Kameras an der Außenhülle dazu benutzt um die Schäden dort zu überprüften und dabei habe ich auch unsere Position fest gestellt.“
„Legen sie es auf...“ den Hauptschirm wollte er eigentlich sagen, doch dieser war zerstört und so ging er mit Bartels im Schlepptau zum Feldwebel. Was dieser ihm zeigte lies ihn lächeln. Sie waren im Orbit der Erde.
„Dann können wir wenigstens Ersatzteile besorgen und die Verletzten in ein Krankenhaus bringen.“ an Bartels gewannt sagte der Oberst: „Sie haben das Kommando, ich fliege mit einem Pelikan hinunter und hole ein paar Ärzte. Sie können ja in der Zwischenzeit das Verteidigungsministerium rufen und ihnen unsere Situation zu erklären. Ach, es wäre auch besser, wenn sie das SGC oder das Pentagon rufen, nicht das sie uns angreifen.“
„Ja, Sir.“
Alex freute sich auf festen Boden unter seinen Füßen. Er verließ die Brücke und ging zum nächsten Fahrstuhl. Nach einer kurzen Wartezeit kam dieser auch schon. Zu seiner Überraschung, war sein Team bis auf Thomas drinnen.
„Wo wollt ihr den hin?“
„Eigentlich wollten wir nach ihnen sehen Herr Oberst.“ antwortete Cindy.
„Nett von euch, aber ich habe jetzt einen Termin in Berlin.“
Sein Team sah in nach diesem Kommentar an, als ob er nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte.
„Wir befinden uns im Orbit der Erde.“
Keine Fünf Minuten startete eine einzelne C-200 aus dem Backboardhanger und steuerte die Erde an.
„Kommt nur mir das komisch vor oder täusche ich mich nur?“ fragte Manuel in die Runde.
„Was soll den sein?“ wollte Rebecca wissen.
„Nun wir befinden uns in der Umlaufbahn der Erde, sollte nicht schon irgendwer unsere Ankunft registriert und uns an gefunkt haben?“
„Nicht unbedingt. Wir könne ja auch Glück haben.“ meinte Laura.
„Das glauben sie doch selber nicht Frau Major. Ich habe aber auch noch nichts gesehen, das darauf schließen lässt, das sich Irgendwas im Orbit befindet was von der Erde kommt, sprich Satelliten oder Schrott.“ erklärte Manuel.
„Jetzt wo du es sagst, ich habe auch keine Satelliten gesehen. Herr Oberst registrieren sie auf den Sensoren etwas der gleichen?“
„Es wird schon nichts sein, aber wenn ihr dann Ruhe gebt kann ich ja mal nen Scann durchführen.“
Da drang der Pelikan auch schon in die Atmosphäre der Erde ein. Keine fünf Minuten später waren sie schon über dem Amerikanischen Kontinent in gut vier Kilometern Höhe überflog der Oberst den Planeten. Er versuchte sich so gut es ging in den Wolken zu verstecken, denn nun hatte auch ihn ein schlechtes Gefühl überkommen, denn der Scann hatte keine klarten Ergebnisse hervorgebracht, als plötzlich etwas das rechte Treibwerk traf und die Maschine durchschüttelte.
„Verflucht was war das?“ reif Laura.
„Keine Ahnung, es hat uns aber beschädigt. Das Steuerbordtriebwerk ist hinüber.“
Der Pelikan flog aus der Wolke hinaus und sie sahen was sie vermutlich getroffen hatte. Um sie herum flogen Jagdflieger.
„das kann doch nicht sein, das ist eine F-80. Die sind doch schon seit mehr als vierzig Jahren nicht mehr im Dienst und die da sehen aus, als ob sie nagelneu sein.“ meinte Manuel.
„Sicher?“
„Ja, ich bin mir sicher, mein Onkel besitzt eine. Mir schwant böses.“
Das Funkgerät knackte und sie hörten eine Männliche Stimme.
„Hier spricht Lieutenant Colonel Hilary Becker, ich vordere sie auf mir zum US-Luftwaffen Stützpunkt Roswell zu Folgen. Wenn sie dem nicht Folge leisten bin ich gezwungen sie ab zu schissen.“
Alle waren wie erstarrt.
„Hat er eben Roswell gesagt? Doch nicht DAS Roswell?“ fragte Laura, wobei sie ihren Freund an sah.
„Laut Navigation befinden wir uns in der nähe von Roswell New Mexico.“ antwortete Alex.
„Ändern sie ihren Kurs oder ich schieße!“ vernahmen sie erneut die Stimme von Becker.
„Ich bringe uns wieder zur Bismarck.“ meinte Alex, doch anscheinend hatte er zu lange gewartet, denn vier der F-80 hatten sich ihnen in den Nacken gehängt und eröffneten nur mit ihren je Sechs 12,7-mm-Mg´s das Feuer auf den Pelikan.
Er flog haarsträubende Manöver, konnte es aber trotzdem nicht verhindern, das sie immer wieder von Geschossen getroffen wurden. Da sie nur noch ein Triebwerk zur Verfügung hatten, konnten sie den Jagdmaschinen nicht entkommen. Immer wenn er versuchte das Schiff nach oben zu ziehen, feuerte ein Jäger vor die Schiffsnase.
„Die sind gut. Festhalten“
Alex steuerte nun direkt auf den Boden zu, während die Jäger an ihm vorbei schossen. Doch sie machten kehrt uns setzten sich wieder hinter den Transporter.
Dann geschah das was keiner erleben wollte. Durch einen Glückstreffer von einem der Piloten, verloren sie auch noch das zweite Triebwerk. Und stürzten ab.
Eine Stunde später mitten im Nirgendwo in der nähe von Roswell, New Mexico
Dutzende von Militär Lkw´s fuhren auf einer verlassenen Straße zu dem Ort, von dem ein Farmer gemeldet hatte, das dort ein Objekt gelandet sei.
Die ersten Fahrzeuge hielten gut einhundert Meter von der Absturzstelle entfernt an. Die Soldaten sprangen von der Ladefläche und liefen zum Ort des Geschehens. Langsam aber stetig näherten sie sich dem Transporter, der mit der Nase nach unten im Boden steckte. Je näher sie kamen desto besser konnte sie erkennen, das dort fünf anscheinend bewaffnete Personen sich an die Maschine lehnten.
„Waffen weg und Hände dahin wo wir sie sehen könne!“ befahl einer der Soldaten.
Er verlieh seinen Worten Nachdruck, indem er seine Waffe fester umgriff und fuchtelte mit ihr herum. Wie aufgefordert griffen sie nach ihren Beinhohlstern und den darin befindlichen Pistolen. Die sie umgebenen Soldaten waren sichtlich nervös, anscheinend konnten sie nichts mit ihnen und der C-200 anfangen, was ja verständlich war, denn sie kamen aus der Zukunft. Einer der Soldaten der in der nähe des Oberst stand und ihn im Auge behielt, sah etwas, wo mit er nichts anfangen konnte. Aus dem Pistolenholster des Oberst war sein Schulterpatch gefallen, den er dort hin getan hatte.
„Das sind Aliens, die uns Angreifen wollen!“ schrie er,womit er aber den falschen Schluss zog, denn der Pacht zeigte die Erde mit Schwert und Schild.
Die anderen Soldaten hörten das natürlich, doch Alex wollte das so nicht hinnehmen, und hob seine Hand, in der noch immer die Pistole lag.
„Wir wollen...“ fing er an, dann wurde alles Schwarz um ihn, zum zweiten mal an diesem Tag.
Einer der Soldaten hatte im den Kolben seines Gewehrs gegen den Kopf geschlagen.
„Hey, das war aber nicht nötig.“ fluchte Laura und fiel neben ihm auf den Boden.
Sie schlug den Oberst leicht ins Gesicht, um zu schauen ob er ansprechbar war, doch sie bekam keine Reaktion.
Unterdessen hatten die Soldaten auch den Rest des Teams außer Gefecht gesetzt,und nun folgte auch Laura.
Im Orbit Bismarck
„Oberstleutnant, wir haben die Schilde wieder aktiviert, sie arbeiten bei 45%. Waffen haben wir frühestens in einer Stunde wieder online, der Rest dauert mindestens einen Tag.“
„Danke, Haben wir schon Meldung vom Oberst, das wir die Verletzten abtransportieren können?“
„Nein, wir haben den Kontakt vor ungefähr einer viertel Stunde verloren...“
„Was?! Und warum erfahre ich das erst jetzt?“brüllte Bartels aufgebracht.
„Ich dachte sie wüssten es schon.“ kam es kleinlaut vom Anderen.
„Jetzt ja. Wo haben sie den Kontakt verloren? Und hat sich das Verteidigungsministerium schon gemeldet?“
„Der letzte Kontakt, war über Nordamerika. Wir können das Ministerium nicht rufen. Alle Frequenzen die wir benutzen sind anscheinend außer Kraft gesetzt.“
„Ok, schicken sie je einen Pelikan nach Berlin und einen der nach dem des Oberst sucht.“
„Ja Sir.“
Bartels lies sich in den Stuhl des Kommandanten fallen, und atmete das erste Mal seit ihrer Ankunft durch. Was er aber nicht wusste, war das ihnen die schwerste Prüfung noch bevor stand, der Weg nach Hause.
Echo 117 im Anflug auf die Letzte Bekannte Position von Echo 419
„Hast du schon was auf den Sensoren oder dem Radar?“ fragte die Pilotin ihren Co-Pilot.
„Ich empfange eine Energiesignatur, die mit 419 übereinstimmen könnte.“ antwortete dieser.
„Was heißt hier „könnte“? Sind sie es oder nicht?“
„Ich weiß es nicht, die Daten sind nicht schlüssig, das Einfachste ist, du fliegst über die Stelle. Dreh um 24 Grad nach Backboard, dann zwanzig Kilometer Gerade aus.“
Die Pilotin schob den Geschwindigkeitsregler bis zum Anschlag nach vorne. Mit einem Satz nach vorne Beschleunigte der Pelikan auf Mach 2,5.
Zwei Minuten später überflogen sie die Stelle an der sie die Energiesignatur empfangen hatten. Da sie in gut vier Kilometern Höhe flogen konnten sie nicht erkennen, ob es die C-200 war, oder etwas anderes. Also entschloss sie noch eine mal über die Signatur zu fliegen, aber dieses mal unter dem Radar. Schon von weitem konnten sie erkennen, das dort etwas Taghell erleuchtet wurde. Je näher sie kamen umso mehr wussten sie was dort angestrahlt wurde, das Wrack des Pelikans. Als nächstes sahen sie wie etwas am Boden aufblitzte, Sekunden später traf etwas die Hülle.
„Scheiße, die beschießen uns!“kam es von der Pilotin, die intuitiv den Steuerknüppel nach oben riss und sich dann auf den Weg zur Bismarck machte.
Eine Stunde später Roswall Army Air Fild
Manuel kam langsam wieder zu sich. Er wollte sich mit der Hand durch die Haare fahren, was ihm aber nicht gelang, da ihm die Hände hinter seinem Rücken an dem Stuhl auf dem er saß fest gekettet waren. Mit leicht verschwommenem Blick, durchsuchte er den Raum, auf der Suche nach dem Rest des Teams. Doch die ein einzige Person, die er sah saß auf einem Stuhl ihm gegenüber. Der Mann saß so weit im Schatten, das er ihn beim ersten absuchen des Raumes übersehen hatte.
„Ah, wie ich sehe sind sie wach. Dann könne wir ja anfangen.“ sagte der Mann und nahm ein Klemmbrett von irgendwo her.
„Was wollen sie auf unserem Planeten? Sind sie die Vorhut für eine Invasion? Reden sie schon!“ schrie der Mann ihn.
Als er nicht antwortete, wurde ihm ins Gesicht geschlagen. Manuels Lippe platze auf und Blut quoll aus der Wunde. Ihm schossen drei Wörter immer wieder durch den Kopf: Name, Rang, Dienstnummer.
„Manuel Pole, Stabsunteroffizier, PK: 140683P30218.“ sagte Manuel langsam.
Der Mann war sichtlich überrascht über die Antwort, denn er hatte eigentlich nicht damit gerechnet, das Manuel ihn verstehen würde, das zeigte auch sein Gesicht deutlich.
„Sie verstehen unsere Sprache?Das ist gut, dann können sie mir ja Antworten auf meine Fragen geben. Was wollen sie auf unserem Planeten?“
„Manuel Pole, Stabsunteroffizier, PK: 140683P30218.“ wiederholte Manuel das was er gesagt hatte.
Dieses Mal bekam er einen Schlag in die Magengegend, was ihn nach vorne schnellen lies.
„LOS REDEDEN SIE SCHON!“ schrie der Mann Wütend.
„Manuel Pole, Stabsunteroffizier, PK: 140683P30218.“
Was Manuel nicht wusste, war dass auch die anderen verhört wurden. Auch dort waren es nicht die sanftesten Methoden. Doch keiner sagte außer seinem Namen, seinem Rang und der Pk auch nur ein Wort.
Bismarck Konferenzraum
Die gesamtme noch auf dem Schiff anwesende Führungsmahnschaft war im Besprechungsraum aufgelaufen.
„Also was wissen wir bis jetzt?“ wollte Bartels wissen.
„Unsere Sensoren haben die Erde mehrmals gescannt und immer wieder haben sie die selben Ergebnisse gezeigt. Wir müssen uns in einer anderen Zeit befinden, vermutlich in der Vergangenheit, wenn es die Zukunft wäre wären bestimmt schon Schiffe auf uns zugeflogen oder man hätte uns angefunkt.“ erklärte Major Sobel.
„Klingt plausibel. Wissen wir den schon wie weit wir in der Vergangenheit sind Major?“
„Wir schätzen ungefähr in der Mitte des Jahres 1947.“
„Wie kommen sie auf dieses Jahr, es könnte doch auch 1950 sein?“
„Wir haben zwei Nuklearexplosionen geortet, über japanischem Festland. Nach dem Zerfall der Atome sind diese Explosionen zwei Jahre her.“
„Hiroshima?“ fragte Bartels
„Hiroshima.“ bekam er als Antwort.
„Da nun geklärt ist wo und wann wir uns befinden,fehlt nur noch eins. Wo ist der Oberst und sein Team. Empfangen wir ein Signal der Messer?“
„Ja. Roswell Army Air Fild. New Mexico, USA.“kam es von Oberstleutnant O´Connel.
Bartels sah ihn nur Verwundert an, als seine Lippen sich zu einem wissendem lächeln zogen.
„Ich wette um 50 Euro, Heute ist der 14. Juni. 1947.“ sagte er und grinste noch immer Wissend.
„Woher wollen sie das Wissen?“ fragte die andren fast Zeitgleich.
„Mensch, haben sie noch nie was von der Verschwörungstheorie gehört, das in Roswell eine UFO abgestürzt ist?“
Alle anwesenden sahen ihn nur Fragend an.
„Ihr wollt mich verarschen. Das ist doch eine der Bekanntesten Alien-Verschwörungen.“
jetzt ging auch den anderen ein Licht auf und sie mussten lächeln, denn jetzt wussten sie was der Oberst meinte.
„O´Connel, machen sie drei Pelikans breit, sie holen unsere Leute zurück Start in drei Stunden.
Zwei Stunden Später Roswell Army Air Field
Man hatte Das Team um Oberst Dudmars in eine Zelle gebracht. Jeder von ihnen hatte Platzwunden und andere Verletzungen.
„Jetzt bereue ich es doch keinen Sani ins Team geholt zu haben.“ Stöhnte Alex.
„Hätten sie mal besser auf uns gehört.“ meinte Cindy gespielt besser wissend, was ihr einen leichten Klaps auf den Oberarm des Oberst einbrachte.
„Aua.“ sagte sie gespielt beleidigt.
„Selbst Schuld.“ war die Antwort des Oberst.
Dieser zog sich an dem Bett was hinter ihm Stand hoch und setzte sich auf dieses.
„Wisst ihr was ich aber an den Amis so richtig liebe?“ fragte er in die Runde.
„Was denn?“ wollte Rebecca wissen.
„Sie durchsuchen einen nie richtig, auch wenn sie das denken.“ antwortete der Oberst und zog seinen linken Kampfstiefel aus.
„Wann waren sie das letzte mal duschen?“ fragte Manuel und wedelte sich mit der Hand frische Luft zu.
Doch bevor er antworten konnte machte Major Spinofa das für ihn.
„Heute morgen.“
Alle bis auf den Oberst sahen sie wissen an.
„Ups.“ sagte sie und wurde leicht Rot im Gesicht.
Auf diesen Kommentar entstand eine peinliche Stille. Auch wenn sie so etwas wie Freunde waren, war der Oberst noch immer ihr kommandierender Offizier.
„Wo ist es denn nur.“ durchbrach der Oberst die Stille und versuchte irgendetwas aus seinem Stiefel zu schütteln.
Mit einem dumpfen Geräusch fiel etwas auf den Betonboden vor ihm.
„Das habe ich eingesteckt, bevor wir den Pelikan verlassen haben.“ sagte er und hielt zwei Dietriche hoch.
„Warum haben sie eigentlich immer etwas dabei um uns zu befreien? Das ist doch mehr als Merkwürdig. Man könnte meinen sie hätten so was immer dabei.“ Sprach Cindy das aus, was alle dachten.
„Ich werde halt nicht gerne gefangengehalten. Somalia und Bosnien hat mir gereicht.“ Mit diesen Worten machte er sich daran die Zellentür zu öffnen. Was auch nach wenigen Minuten geschafft war. Leise öffnete er die Tür ein Stück und sah durch den entstandenen Spalt auf den Flur. Dort erkannte er zwei Wachen die direkt vor ihrer Tür Standen.
Er wand sich wieder an sein Team.
„Der Plan ist wie folgt. Wir setzen die Wachen außer Gefecht, bringen sie in die Zelle, nehmen ihre Sachen und verschwinden dann von hier. Zwei von uns mimen dann Wachen, die die anderen zu einem „Verhör“ bringen sollen. Sobald wir aus dem Gebäude sind, suchen wir ein Fahrzeug und verschwinden erst einmal von hier. Wenn Bartels so schlau ist wie ich hoffe hat er schon ein Rettungsteam zusammen gestellt. Wir legen Zeichen, denen sie folgen können.“
Einheitliches Nicken zeigte ihm das alle den Plan verstanden hatten.
Er zählte leise von fünf runter und zog die Tür mit Schwung auf. Rebecca und Manuel stürzten sich auf die beiden jungen Soldaten und drückten ihnen die Luft ab. Die Soldaten wehrten sich nach Leibes Kräften, doch der Sauerstoffverlust machte sich bemerkbar und sie wurden ohnmächtig.
Da zu dieser Zeit noch keine Frauen bei der US Air Force dienten mussten sich der Oberst und Manuel in die ihnen zu kleinen Uniformen der beiden Soldaten quetschen. Manuel machte die Vorhut. Die drei Frauen des Teams gingen zwischen den beiden Männern auf den nächstbesten Ausgang zu. Zu mindestens dachten sie das es ein Ausgang war, doch als sie die Tür öffneten wurden sie eins besseren belehrt. Sie waren im Büro des Wachhabenden Offiziers gelandet.
„Halt stehen bleiben!“ befahl er ihnen und zog seine Pistole.
Was als nächstes passierte überraschte den Soldaten, denn er hätte so etwas nie einer Frau zugetraut. Laura hatte ihn mit einem Hechtsprung zu Boden gerissen und kämpfte nun mit ihm um die Waffe.
Ein Schuss löste sich.
Keiner Rührte sich, bis Laura aufstand und die Pistole in der Hand hielt. Am Boden lag der Soldat und hielt sich den Oberschenkel, er hatte sich selbst angeschossen.
Es kam wie es kommen musste, der Basis-Alarm ging los, anscheinend hatte jemand den Schuss gehört.
„Scheiße. Los zum Ausgang.“ fluchte Alex.
Cinde stieß die andere Tür im Raum auf. Der Ausgang.
Von weitem konnten sie schon Soldaten erkennen die auf sie zugelaufen kamen. Vereinzelt gaben sie auch Schüsse auf sie ab.
M-1 lief ohne lange zu überlegen los, gefolgt von den Soldaten. Nach gut zweihundert Metern sahne sie einen Pick-Up. Cindy riss die Fahrertür auf und setzte sich hinters Steuer, während die anderen auf die Ladefläche sprangen.
„Wo ist der verfluchte Schlüssel.“ murmelte sie, leise vor sich hin, während sie alles absuchte. Nach schier endloser Zeit fand sie den Schlüssel hinter der Sonnenblende.
„Fahren sie endlich.“ rief der Major.
„Bin ja schon dabei!“
Keine Sekunde zu früh, fuhr der Wagen los. Doch da stellte sich ihnen schon das nächste Problem in den Weg. Die Wachen am Haupttor hatten Stacheldraht und eine Barrikade quer über die Straße gelegt.
„Super.“ dachte Cindy.
„Alle festhalten!“ schrie sie über den Fahrtwind hinweg und drückte das Gaspedal bis auf den Boden durch. Kurz vor dem Tor riss sie das Lenkrad nach links und raste durch den Zaun.Sie hörte noch wie die Wachen auf sie Feuerten, doch sie waren schon außer ihre Reichweite.
Nach rund zehn Kilometern wurde der Wagen langsamer. Sie hatten keinen Spritt mehr.
„Was nun?“ fragte sie den Oberst.
„Ich habe keine Ahnung.“ antwortete dieser.
„Aber ich. Vorhin ist mir ein Schild aufgefallen, auf dem Stand, das Roswell nur noch gut 2 Meilen die Straße Entlang ist.“
„Dann machen wir uns mal auf den Weg.“
Eine Stunde und 3,3 Kilometer Später
M-1 war in Roswell angekommen, laut der Kirchturmuhr war es kurz vor 23 Uhr. Sie liefen die Hauptstraße entlang, bis sie auf ein Dinner stießen das noch offen hatte. Sie suchten sich ein Tisch in der hintersten Ecke aus. Bei der Bedienung bestellten sie sich etwas zu Essen und zu Trinken. Diese sah sie nur misstrauisch an, da sie Blut überall auf ihrer Kleidung hatten, ging dann aber um die Bestellung zu holen. Fünf Minuten später kam sie in der Begleitung eines kleinen Jungen wieder und servierte ihnen Limonade und Rührei mit Speck. Durch ein Fenster, das den Blick auf die Straße ermöglichte sahen sie wie mehrere LKW,s mit Soldaten auf der Straße vor dem Diner hielten. Zwei von ihnen betraten das Diner. Die Bedienung kam sofort auf sie zu.
„Entschuldigen sie Ma´am, aber haben sie eine Gruppe von fünf Personen gesehen, zwei Sind Männer und der Rest sind Frauen, sie sind verletzt.“
„Ja,sie kamen hier rein und setzten sich da hin.“ sagte sie und zeigte auf denn Tisch wo bis vor kurzem M-1 gesessen hatte.
„Vor einer Minute saßen sie noch dort.“ sagte sie, als sie eine Tür zuschlagen hörte.
„Hier her sie sind hinter dem Diner. Rief der eine Soldat, bevor sie los liefen und M-1 folgten.
Unterdessen war M-1 hinter dem Diner in einem großen Hof, doch es gab nur einen Ausgang,durch das Diner. Sie saßen in der Falle.
Kurz nach dem sie das bemerkt hatten kamen auch schon Soldaten in denn Hof und umzingelten sie.
„So da wären wir schon wieder.“ sagte einer der Soldaten,es war der der Manuel verhört hatte.
Alex wollte gerade antworten, als ein Ohren betäubendes Dröhnen die Luft erfüllte. Kurz darauf wurden die Soldaten Von hellen Lichtern aus dem Himmel geblendet.
„Ergeben sie sich, oder wir eröffnen das Feuer!“ befahl eine Stimme über Lautsprecher.
Die Soldaten waren so verängstigt, dass sie die Waffen streckten.
Genauso schnell wie die Lichter gekommen waren, verschwanden sie auch. Nur die Soldaten blieben zurück.
Echo 52
„Das hat aber lange gedauert.“ meinte der Oberst, währen ein Sanitäter ihn untersuchte.
„Entschuldigen sie Oberst, aber Oberstleutnant Bartels hatte andere Sachen zu tun genau so wie wir.“
„Ich weiß O´Connal. Bringen sie uns einfach zum Schiff.“
24 Stunden später 15. Juni 1947Erdorbit
Die Reparaturen an der Bismarck waren so gut es ging abgeschlossen, es gab nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen. Jetzt war das einzige was noch fehlte ein Weg in ihre eigene Zeit. Was nur keiner wusste, war dass ihr Rückticket sich schon seit einigen Stunden ihn ihrer Nähe aufhielt.
Alkex schländerte durch die Gänge. Hin und wieder musste er Stahlträger die von der Decke hingen ausweichen, als der Alarm losging. Er rannte sofort zur Brücke.
„Was haben wir?“ fragte er Bartels als er auf der Brücke ankam.
„Ein Schiff hat sich soeben vor uns enttarnt.“ erklärte Bartels und zeigte auf das Fenster.
Im All vor ihnen schwebte ein Schiff, das eine Wage Ähnlichkeit mit der in Planung befindlichen X-304 der USAF hatte.
„Wir werden gerufen.“ meldete der Funker.
„Hier spricht Lt. Colonel Dud...Wellinger. Oberst Dudmars, wir sind hier um sie wieder in ihre Zeit zu bringen, halten sie sich bereit.“
Das fremde Schiff bewegte sich näher auf die Bismarck zu. Als nächste legte sich ein ähnliches Feld wie das welches sie her gebracht hatte wieder um sie.
Im nächsten Augenblick waren beide Schiffe verschwunden.
TBC