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Seraphim wrote: Dies ist in gewissem Maße wahr. Für diese Aussage habe ich auch schon selber Belege gefunden. Ich würde jedoch anders formulieren. Gruppen von Wenigen leben auf Kosten von Gruppen von Vielen.
Diese beiden Extremgruppen sind nochmal in sich in viele kleine Gruppen versplittert. Auch gibt es dies auf verschiedensten Ebenen. Es ist ein unterschied, ob du dies auf Deuschland oder aber auf eine Plantagenanlage in Afrika beziehen willst.
Seraphim wrote: Mir stellt sich allerdings immer die Frage: Auch wenn sie auf kosten der Masse leben, fällt es so ins Gewicht? Ich habe keine Zahlen dazu, und habe auch noch nie danach recherchiert. Aber wenn nun alle plötzlich das gleiche an Einkommen hätten und das gleiche Vermögen, würde sich dann wirklich viel ändern?
Seraphim wrote: Auch hier gilt: Ich stelle in Frage, dass Egoismus prinzipiell schlecht ist. Auch unser soziales System heute basiert in großen Teilen auf Egoismus.
Nur weil wir unsere Kinder heute kapitalistisch/demokratisch/whaterverisch Erziehen, ist die noch lange nicht rechtens. Genauso wenig wie es das wäre, würde es sich um etwas anderes handeln.
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Die Fragen habe ich alle beantwortet, aber der lange Post verschwand im Jenseits. Ich werde mir die Fragen noch einmal vornehmen, aber dann in einem anderen Post.Seraphim wrote: Kenobi hat wieder bereits das mit der Religion gut erklärt, ebenso die Sache mit der Leistung. Ich mach dann mal an den rest.
Aber zunächst einmal: Schade, dass du meine Fragen aus dem vorigen Post nicht beantwortet hast.
Seraphim wrote: Die Frage kann nur ins philosophische abdriften. Wir reden hier von einer Gesellschaftsform, die den genazen Planeten umfassen soll. Eine Weltordung, die allen Menschen so viel wie möglich ermöglichen soll. Richtig und Falsch. All das fällt in Philosophie.
Danke, das sehe ich auch so.Seraphim wrote: Das ist eine weise Entscheidung. Du hast recht. Die Frage um das Wesen des Menschen ist wirklich nicht zu beantworten.
Ein glückliches Leben ist individuell (Du merkst, dass mir der Aspekt, dass jeder anders ist nicht immer gefällt, das gebe ich zu). Aber die Grundlagen kann man schaffen, in dem man Kriminalität, Hunger und andere Dinge, die niemanden glücklich machen beseitigt. Vielleicht braucht er diesen Vorteil, aber was ist dann mit denen, die im Nachteil sind? Die sind dann nicht glücklich. Was der Mensch braucht, kann ich nicht beantworten. Ich weiß nur, dass der Mensch anpassungsfähig ist und er sich ändern kann. Im Grunde sind alle diejenigen schuldig, die das Wirtschaftssystem hier unterstützen. Ich bin also auch ein Schuldiger. Wer bei Shell tankt unterstützt indirekt die totale Umweltverschmutzung in Nigeria, die durch den Konzern Shell durch den dortigen Abbau verursacht wird. Wer bei H&M, C&A und allen anderen Kleidungsgeschäften einkauft, der unterstützt die unmenschlichen Produktionsbedingungen in den asiatischen Ländern. Wer gern Mohagonimöbel kauft, ist für die Abholzung des Regenwaldes mit verantwortlich und gefährdet somit den wichtigen Lebensraum für Tiere und Ureinwohner. wer-ist-reich.de/ de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Ungleichhe....C3.B6gensverteilungSeraphim wrote: Und die Philosophie geht wieder los: Woher soll dieses Recht denn bitte kommen? Wie willst du ein Leben als "glücklich" bezeichnen? Vielleicht braucht der Mensch ja auch einen Vorteil über andere um glücklich zu werden, was dann? So und nun: Auf welcher Basis willst du diese Schuld hier vergeben? Und vor allem möchte ich einmal, dass du genauer auf die 1% eingehst. Mir ist klar, dass du von unseren superreichen redest, aber mich würde einmal interessieren, was für Zahlen es dazu gibt.
Behaupten die sind Schuld kann ich immer. Ich will Belege.
Wie willst du das System denn weiter angleichen? Da machen die Mächtigen nicht mit. Leider kann man meinen Marxismus auch nur per Revolution erreichen und Gewalt ist meiner Meinung ein primitiver Weg.Seraphim wrote: Ja, ich stimme dir zu, dass dies absoluter Bullshit ist. Aber man kann das bisherige System auch einfach weiter angleichen. Ich kann dir gerne genauer darauf eingehen wenn du willst.
Oh und prinzipiell sind die Richtlinien nicht falsch. Eine höchstbelastung an Giftstoffen beispielsweise ist auch eine Richtlinie.
Oh und ich hätte gerne Beweise für die Aussage zu den Hungernden.
Die Reinigungskraft kann aber auch kein Haus entwerfen und der Architekt verdient nicht so viel wie ein Fußballer.Seraphim wrote: Die Frage, nach dem Grund wirklich zu beantworten ist eigentlich nichts was ich eigentlich will, aber nur mal so ein Ansatz: Weil der Fußballspieler ganz einfach auch putzen könnte, die Putzfrau aber nicht so Fußballspielen wie er.
Auf das Parteienzeug und die Verfassungwidrigkeit gehe ich auch nicht ein. Das ist hier nicht Thema.
Die Aussage zum Egoismus, führe mir doch bitte einmal den Zusammenhang näher heraus.
Der Mensch ist ein Herdentier. Diese Herde (heute im großen Sinne Gesellschaft) kann aber nicht funktionieren, wenn jedes Herdentier nur an sich denkt. Ethischer Egoismus ist in meinen Augen eine Rechtfertigung für Kapitalismus. Es sei ethisch verpflichtend, seinen Nutzen zu maximieren. Es ist also verpflichtend, dem Arbeitnehmer weniger zu zahlen, da mit ich meinen Nutzen maximieren kann. So sehe ich das. Ich kann ein Zitat verwenden, welches ich vollkommen idiotisch finde, welches aber zum Thema Egoismus passt: „Wenn jeder an sich denken würde, dann wäre ja an jeden gedacht.“ Wenn das so wäre, dann hätten wir eine Gesellschaft, in der nur die Starken überleben können. Das ist nicht akzeptabel und ist, so finde ich, auch primitiv. Der Mensch entwickelt sich auch auf soziale Weise weiter und ich glaube nicht, dass die Entwicklung Richtung Egoismus geht. Natürlich helfen Egoisten auch anderen Menschen. Das hat aber auch eigennützige Gründe: Dankbarkeit, Anerkennung und eventuell eine Belohnung. Das Ich spielt natürlich eine große Rolle, aber dabei sollte das Wir nicht zu kurz kommen.Seraphim wrote: Ok, jetzt kommen wir in Fahrt. Erkläre mir warum Egoismus objektiv schlecht ist. Ich bin zu großen Anteilen anhänger der ethischen Egoismus. Das ist richtig gelebter Egoismus. Ich möchte wissen, was daran falsch ist. Und komm mir nicht mit "Egoisten gucken immer nur nach sich und helfen anderen nie", das ist nämlich absolut falsch und nicht gedacht.
Und auch wenn Egoismus schlecht ist, warum solltest du das Recht haben ihn jemanden auszutreiben. Wenn alle Menschen gleich sind, so darfst du dies nicht. Denn sonst dürfen sie dir auch deine Überzeugungen austreiben und dich zum Egoismus zwingen.
Die Theorie mit nicht kennen und nicht vermissen... ist schlicht idiotisch. Egoismus an sich ist zunächst keine Überzeugung, es ist eine Eigenschaft. Leute haben ihn als Überzeugung gewählt (so wie ich). Egoismus wird auch weiter existieren, auch wenn du das Wort komplett aus allen Büchern und dem gesamten Wortschatz verbannst. Das ändert nichts.
Meine Überzeugung beruht natürlich nicht auf blindem Glauben. Deine Fragen werde ich desweiteren noch beantworten. Das ist eine starke Beschuldigung. Immerhin habe ich bereits viele Probleme aufgezeigt und wie man sie verbessern kann. Es ist daher nicht gründlich überlegt, meine Überzeugung als blinden Glauben zu bezeichnen.Seraphim wrote: Die Frage ist nur, ob der Marxismus funktionieren kann. Das habe ich mit obrigen Fragen noch infrage gestellt. Du konntest mir meine Fragen nicht beantworten, weshalb ich davon ausgehen muss, dass du die Antworten schlicht nicht kennst. Demzufolge beruht deine Überzeugung auf blindem Glauben, den du bei Religionen verachten zu scheinst. Ja das ist provokativ, aber das was ich denke.
Der Mensch braucht Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Die Mittel, um dies zu produzieren haben aber nur wenige Menschen (Ich nenne sie jetzt Besitzer) . Diese Besitzer stellen Arbeiter an, die in ihren Betrieben Produkte herstellen, die zur Grundversorgung gebraucht werden. Dann nehmen sie die Produkte und verkaufen sie. Sie zahlen einen Teil, einen anderen behalten sie. Dieser abgegebene Teil wird jedoch wieder reingeholt, weil die Arbeiter die Produkte kaufen und so geht im Grunde genommen das an den Arbeiter bezahlte Geld wieder an den Bezahler zurück. Durch das Anstellen von immer mehr Arbeitern können sie auch immer größere Teile behalten und später wieder reinholen und so werden sie immer reicher, während die Arbeiter nicht reicher werden können. Warum das ungerecht ist? Nun, der Besitzer ist ohne den Arbeiter machtlos. Er hat weder bessere Fähigkeiten noch Eigenschaften als der Arbeiter. Trotzdem kann er seinen Reichtum immer mehren. Der Arbeiter hat gar keine Chance, das selbige zu schaffen.Seraphim wrote: Belege Thor, Belege. Du hast hier wieder zwei Aussagen getroffen und keine belegt. Geh nicht davon aus, das du nur sagen musst: "Guck dich nur um/ließ Zeitung/mach die Augen auf". So argumentieren auch viele Leute, die behaupten es gäbe Gott.
Ich habe darauf gewartet. Natürlich kann ich HARTZ IV beantragen, aber wenn ich das tue, dann bin ich für die Gesellschaft Abschaum, der vollständigen Kontrolle des Amtes unterworfen, mir werden Arbeitsmaßnahmen und Weiterbildungen aufgezwungen, ich besitze im Grunde genommen keine Freiheit, da ich aufgrund Geldmangels nur meine Grundbedürfnisse decken kann. Und ein Stück Land kaufen und sich so selbst ernähren, ist nun einmal nicht für viele Menschen möglich. Keine absolute Macht? Erkläre mir das!Seraphim wrote: Du hast recht mit dem Teil, dass der Arbeiter durch seinen Magen zum Arbeoiten gezwungen wird. Aber wieder nur bedingt. In gewissen Anwendungen des Kapitalismus ist es so. In Deutschland aber beispielsweise nicht. Und in vielen anderen Gegenden auch nicht. Faktisch gesehen können sich in den meisten Gegenden der Welt ein einzelner Mensch mit etwas Aufwand selbst ernähren. Und wenn nicht ein einzelner Mensch, dann eine recht geringe Gruppe an Menschen.
Aber das dies ihn gleich in die Sklaverei versetzt ist wieder nicht ganz richtig. Ja, der Arbeitnehmen übt dann gewisse Macht über ihn aus. Aber in vielen Staaten keine absolute. Beispiel Deutschland.
Oh und das mit dem Rechte nehmen, dass du hier wieder leicht negativ andeutest; scroll mal weiter nach oben.
Diese Antwort macht mich ehrlich gesagt wütend. Du verarschst somit die Unzähligen Menschen, die unter dem Kapitalismus leiden und verteidigst die ganzen wenigen Reichen. Warum soll ich dir die Ungerechtigkeit erklären? Es sterben täglich Tausende an Hunger, Burn-Outs wegen dem Arbeitsdruck, Kinder, die für Kapitalistische Unternehmen in Entwicklungsländern 16 Stunden am Tag für einen Hungerlohn arbeiten. Die brutale Umweltverschmutzung. Mir sind ich philosophischen Aspekte egal! Von mir auch frage mich ruhig, ob der Mensch nun dafür geschaffen ist so zu leben! Ich kann und werde das nicht beantworten, weil es nun keine Antwort darauf gibt. Tut mir Leid, dass ich jemand bin, der kritisiert und hart schreibt, aber das System in dem ich lebe ist leider Dreck!Seraphim wrote: "Das sollte einem anhand logischer Betrachtung selber auffallen." ist übrigens auch ein Synonym für "Guck dich doch nur mal um [Das hat zu viel System, das muss Gott gemacht haben.]
Seraphim wrote: Thor, du bist mit einer ziemlichen...nun, Verachtung von bestimmten Personengruppen behaftet, das kommt zumindest bei deinen Posts durch. Mach dir bitte klar, dass diese Verachtung ziemlich in deine Weltansich mit einspielt und du verdammt viele Menschen verachtest, die du selbst jedoch auch ok finden würdest.
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Dies ist leider nur bedingt richtig, Thor. Wenn du in deinem Leben nichts negatives hast, kannst du auch das positive nicht wirklich wahrnehmen. "Hunger" im eigentlichen Sinne macht nicht glücklich, ja, aber wenn du einmal gehungert hast, kannst du das Essen erst wirklich anerkennen. Ich rede dabei natürlich nicht von einem Hunger der droht dich umzubringen. Aber einmal Mangel durchlebt zu haben kann dafür Sorgen, dass du den Luxus geniest.Thor 852 wrote: Aber die Grundlagen kann man schaffen, in dem man Kriminalität, Hunger und andere Dinge, die niemanden glücklich machen beseitigt.
Auf diese Weise die Schuld zu vergeben ist zwar hart, jedoch im Grunde genau richtig. Aber nur unter einer Vorraussetzung. Du kannst all das bei einem Menschen nur kritisieren, wenn er dies auch bewusst tut, und von beispielsweise Shells Umweltverschmutzung weiß. Ich weiß, dies ist heutzutage eigentlich bei uns gegeben, aber es gibt Bereiche, in denen sind solche Probleme noch nahezu unbekannt.Thor 852 wrote: Im Grunde sind alle diejenigen schuldig, die das Wirtschaftssystem hier unterstützen. Ich bin also auch ein Schuldiger. Wer bei Shell tankt unterstützt indirekt die totale Umweltverschmutzung in Nigeria, die durch den Konzern Shell durch den dortigen Abbau verursacht wird. Wer bei H&M, C&A und allen anderen Kleidungsgeschäften einkauft, der unterstützt die unmenschlichen Produktionsbedingungen in den asiatischen Ländern. Wer gern Mohagonimöbel kauft, ist für die Abholzung des Regenwaldes mit verantwortlich und gefährdet somit den wichtigen Lebensraum für Tiere und Ureinwohner.
Diese Links werde ich mir bei Gelegenheit zu gemüte führen. Bisher konnte ich noch keine Zeit dazu finden.Thor 852 wrote: wer-ist-reich.de/ de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Ungleichhe....C3.B6gensverteilung
Der Wandel vollzieht sich langsam, aber er ist Definitiv da. Allein, dass es diverse Siegel wie Fair Trade gibt ist ein Indiz dafür. Das "die Mächtigen" da nicht mitmachen... nunja ich kann nicht wirklich sagen, ob es so sein wird oder nicht. Die Reichen sind keine Monster. Sie sind Menschen und als Menschen sind sie genauso zu Mitgefühl und logischem Denken fähig wie jeder andere. Auch den Reichen sind einige Zusammenhänge klar. So wissen einige von ihnen, dass man sich für Umweltschutz einsetzen muss. Andere setzen sich gegen die Soziale Ungerechtigkeit ein.Thor 852 wrote: Wie willst du das System denn weiter angleichen? Da machen die Mächtigen nicht mit. Leider kann man meinen Marxismus auch nur per Revolution erreichen und Gewalt ist meiner Meinung ein primitiver Weg.
Die Politiker nehmen darauf aber Einfluss. Auch hier wieder beziehe ich dies erstmal nur auf Deutschland. Wir haben eine Soziale Marktwirtschaft. Bedeutet: Politik greift ein wenn nötig. Das dies oft mehr schlecht als recht funktioniert ist klar, aber prinzipiell ist das Prinzip funktionsfähig, nur die Menschen verbocken es, es richtig anzuwenden^^Thor 852 wrote: Der Verein will Erfolge feiern, um beliebt und reich zu werden. Dafür will er die besten Fußballer. Die kriegt er nur wenn er die top bezahlt, weil diese hauptsächlich aus Geldgier den Verein wechseln. Jeder hat Forderungen und diese müssen erfüllt werden- ein Teufelskreis. Man kann den Arbeitnehmern keinen gerechten Lohn geben, weil die Arbeitgeber das Geld für sich haben wollen. Die Politiker können an dem Egoismus nicht ändern, weil es Sache der Arbeitgeber ist, wie viel Lohn sie zahlen. Die Eigenschaft Egoismus ist stark mit dem Kapitalismus verbunden.
Zunächsteinmal stimmt deine Auffassung von Ethischen Egoismus nicht ganz. Womöglich verwende ich den Begriff auch falsch. Jedenfalls, was ich mit dem ethischen Egoismus meine ist, dass es legitim ist zuerst an sich zu denken. Aber wen man bewusst durch's Leben geht, weiß man auch von den Zusammenhängen wie Hilfsbereitschaft etc.Thor 852 wrote: Der Mensch ist ein Herdentier. Diese Herde (heute im großen Sinne Gesellschaft) kann aber nicht funktionieren, wenn jedes Herdentier nur an sich denkt. Ethischer Egoismus ist in meinen Augen eine Rechtfertigung für Kapitalismus. Es sei ethisch verpflichtend, seinen Nutzen zu maximieren. Es ist also verpflichtend, dem Arbeitnehmer weniger zu zahlen, da mit ich meinen Nutzen maximieren kann. So sehe ich das. Ich kann ein Zitat verwenden, welches ich vollkommen idiotisch finde, welches aber zum Thema Egoismus passt: „Wenn jeder an sich denken würde, dann wäre ja an jeden gedacht.“ Wenn das so wäre, dann hätten wir eine Gesellschaft, in der nur die Starken überleben können. Das ist nicht akzeptabel und ist, so finde ich, auch primitiv. Der Mensch entwickelt sich auch auf soziale Weise weiter und ich glaube nicht, dass die Entwicklung Richtung Egoismus geht. Natürlich helfen Egoisten auch anderen Menschen. Das hat aber auch eigennützige Gründe: Dankbarkeit, Anerkennung und eventuell eine Belohnung. Das Ich spielt natürlich eine große Rolle, aber dabei sollte das Wir nicht zu kurz kommen.
Wie in klein dazugeschrieben, mir war klar, dass das sehr provokativ war^^. Es tut mir Leid, sollte ich damit einen Nerv getroffen haben.Thor 852 wrote: Meine Überzeugung beruht natürlich nicht auf blindem Glauben. Deine Fragen werde ich desweiteren noch beantworten. Das ist eine starke Beschuldigung. Immerhin habe ich bereits viele Probleme aufgezeigt und wie man sie verbessern kann. Es ist daher nicht gründlich überlegt, meine Überzeugung als blinden Glauben zu bezeichnen.
Dein Beispiel funktioniert aber nur in einem sehr begrenztem Raum. Praktisch gesehen, wandert das Geld der Arbeiter nicht zwangläufig wieder zu diesem Arbeitgeber, sondern zu anderen, was die position des ersten Arbeitgebers wieder schwächt. Die Arbeiter können reicher werden. Es gibt Möglichkeiten dazu. Nur in der heutigen Zeit und nach dem heutigen Zeitgeist werden diese leider kaum genutzt. Als erste Möglichkeit gäbe es einmal selbst ein Unternehmen zu gründen und Arbeitgeber zu werden. Man kann am Finanzmarkt spekulieren und klug anlegen, etc.Thor 852 wrote: Der Mensch braucht Nahrung, Kleidung und Unterkunft. Die Mittel, um dies zu produzieren haben aber nur wenige Menschen (Ich nenne sie jetzt Besitzer) . Diese Besitzer stellen Arbeiter an, die in ihren Betrieben Produkte herstellen, die zur Grundversorgung gebraucht werden. Dann nehmen sie die Produkte und verkaufen sie. Sie zahlen einen Teil, einen anderen behalten sie. Dieser abgegebene Teil wird jedoch wieder reingeholt, weil die Arbeiter die Produkte kaufen und so geht im Grunde genommen das an den Arbeiter bezahlte Geld wieder an den Bezahler zurück. Durch das Anstellen von immer mehr Arbeitern können sie auch immer größere Teile behalten und später wieder reinholen und so werden sie immer reicher, während die Arbeiter nicht reicher werden können. Warum das ungerecht ist? Nun, der Besitzer ist ohne den Arbeiter machtlos. Er hat weder bessere Fähigkeiten noch Eigenschaften als der Arbeiter. Trotzdem kann er seinen Reichtum immer mehren. Der Arbeiter hat gar keine Chance, das selbige zu schaffen.
Ich sprach nicht von Hartz IV. Ich habe das ganze etwas ungeschickt formuliert. Ein Mensch kann nicht ohne zu arbeiten überleben. Er muss entweder direkt für sich selbst abreiten (selbst Haus bauen, selber Anbauen, etc) oder aber sich in ein Unternehmen begeben. In der heutigen Zeit ist es natürlich der zweite Weg.Thor 852 wrote: Ich habe darauf gewartet. Natürlich kann ich HARTZ IV beantragen, aber wenn ich das tue, dann bin ich für die Gesellschaft Abschaum, der vollständigen Kontrolle des Amtes unterworfen, mir werden Arbeitsmaßnahmen und Weiterbildungen aufgezwungen, ich besitze im Grunde genommen keine Freiheit, da ich aufgrund Geldmangels nur meine Grundbedürfnisse decken kann. Und ein Stück Land kaufen und sich so selbst ernähren, ist nun einmal nicht für viele Menschen möglich. Keine absolute Macht? Erkläre mir das!
Ich sage die einmal etwas Thor: All diese Probleme die du dem Kapitalismus zuschreibst... Ich bezweifle, dass sie durch Kommunismus so gelöst werden wie du es gerne hättest. Es wäre schön wenn es so wäre, aber was wenn nicht? Hunger kann es auch im Kapitalismus geben, genau so viel, weniger, mehr. Wir haben leider keine Referenzen die wir wirklich hier dazuziehen können. Aber Kommunismus war in seinen bisherigen Formen immer eine Mangelwirtschaft. Auch eine Mangelwirtschaft, was die Lebensmittel angeht. Vielleicht ließe sich der Welthunger durch den Kommunismus verringern, aber wie willst du tatsächlich gewährleisten, dass es ihn verschwinden lässt. Wenn es zu einer Umweltkatastrophe in einer Gegend kommt und wir bereits auf der ganzen Welt nur eine gerade ausreichende Versorgung haben, werden die anderen Gegenden nichts abgeben, schon allein deshalb, weil die Zuständigen versuchen werden ihre Leute durchzubringen.Thor 852 wrote: Diese Antwort macht mich ehrlich gesagt wütend. Du verarschst somit die Unzähligen Menschen, die unter dem Kapitalismus leiden und verteidigst die ganzen wenigen Reichen. Warum soll ich dir die Ungerechtigkeit erklären? Es sterben täglich Tausende an Hunger, Burn-Outs wegen dem Arbeitsdruck, Kinder, die für Kapitalistische Unternehmen in Entwicklungsländern 16 Stunden am Tag für einen Hungerlohn arbeiten. Die brutale Umweltverschmutzung. Mir sind ich philosophischen Aspekte egal! Von mir auch frage mich ruhig, ob der Mensch nun dafür geschaffen ist so zu leben! Ich kann und werde das nicht beantworten, weil es nun keine Antwort darauf gibt. Tut mir Leid, dass ich jemand bin, der kritisiert und hart schreibt, aber das System in dem ich lebe ist leider Dreck!
Es kann auch sein, dass der Eindruck mich nur trügt, das gebe ich zu. Aber nunja du schreibst vor allem Einseitig. Vermutlich ist einfach das der Grund, warum es mir so vorkommt.Thor 852 wrote: Das kannst du anhand meiner Posts nicht sagen und es ist nicht so. Ich verachte niemanden, ich weise nur auf die Fehler hin. Und weil ich das nicht nett, freundlich und vorsichtig mache, sondern direkt, laut und unangenehm kann dieser Eindruck entstehen. In meinem Freundeskreis sind als Beispiel auch Christen und ich verstehe mich gut mit ihnen.
Leider wirst du das von mir nicht bekommen. Ich sage dir einmal ganz ehrlich: Ich habe nichts mit Gerechtigkeit am Hut. Ich kann dir sagen, warum manche Dinge falsch sind, im Sinne der Logik, wie zum Beispeil die Todesstrafe, aber von der Gerechtigkeit an sich habe ich Null Ahnung.Thor 852 wrote: Ich möchte, dass du ein gerechte Welt entwirfst. Das würde mich sehr interessieren.
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