S02XE04: Reise ins Ungewisse... (Post 1)
Rand der Milchstraße, Akira
„Antrieb?“
„Sublicht und Hyperantrieb, Online.“
„Navigation?“
„Navigation bereit.“
„Lebenserhaltung?“
„Lebenserhaltung läuft bei 100%“
„Sensoren?“
„Grün und einsatzbereit.“
„Dann wollen wir mal. Steuermann Kurs auf die Pegasusgalaxie setzten. Voller Hyperantrieb. Dann wollen wir mal sehen ob die Antriebe wirklich das können was man uns versprochen hat.“
„Aye, Sir. Kurs gesetzt. Hyperantrieb Online“
In einer Explosion aus reiner Energie öffnete sich das bläulich schimmernde Hyperraumfenster vor dem Bug der Akira. Die Antriebsdüsen der Akira leuchteten blau auf, sie beschleunigte und verschwand in den wirren des Hyperraumes. Mit einem leichten Ausstoß von Strahlung kollabierte das Fenster hinter dem Schiff.
„Zeit bis zum Ziel: Vierzehn Tage, neun Stunden und zweiundvierzig Minuten.“ meldete der Steuermann.
Halbe Stecke zwischen Milchstraße und Pegasus, Akira, Brücke
Oberst Bartels kam, mit einem Becher Kaffee auf die Brücke und wurde schon sofort vom Ersten Offizier in Beschlag genommen.
„Guten Morgen Sir. Doc Schmidt hat mir vorhin mitgeteilt, das wir den Hyperraum verlassen sollten. Es gibt offenbar eine kleine Unregelmäßigkeit mit dem Hyperantrieb. Von dem was ich verstanden habe meinte er das Problem könnte daran liegen, das der neue Antrieb es einfach noch nicht gewöhnt ist eine solange Zeit bei maximaler Geschwindigkeit zu laufen.“
„Wenn er es sagt ist es wohl richtig.“ antwortete Bartels und nahm ein Schluck von seinem Kaffee und wand sich dann an den Steuermann. „Rahn, suchen sie uns ein schönes Plätzchen für eine Pause. Am besten weit Abwegs der Atlantis-Versorgungsroute. Ich will nicht auf die Deaderlus oder die Apollo treffen.“
„Aye, Sir.“
Die Atlantis-Versorgungsroute war die Strecke, die jedes Schiff der Erde auf seinem Weg nach Atlantis oder der Erde nahm. Es war die Linie auf der vor wenigen Monaten noch die McKay-Carter-Intergalaktiche-Gatebrücke ihre Position hatte. Man hatte diesen Bereich des Leerraumes benutzt, da er die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Galaxien war.
Nach der Zerstörung der Midway-Station hatte das IOA beschlossen die Brücke vorüber still zulegen. Doch auf drängen von Colonel Carter und Dr. McKay hatte das SGC beschlossen eine neue Mittelstation, die Midway II zu bauen. Durch den Bau dieser neuen Station hielten sich die beiden Schlachtkreuzer des öfteren im Leerraum auf. Sie versorgten die Arbeiter mit den Segmenten der neuen Station oder flogen einfach eine Patrouille um das Gebiet.
Eine Stunde später öffnete sich ein Hyperraumfenster und entließ die Fregatte der F-1100 Klasse in die gähnende Leere zwischen den Galaxien. Bis auf das Licht was aus den wenigen Fenstern des Schiffes kam war alles um das Schiff dunkel. Selbst die Positionslichter halfen konnten nicht mehr
als die Hülle erleuchten.
„Starten sie einen Pelikan. Die Besatzung soll eine Patrouille in einem Bereich von einer halben Lichtminute (ca. 9.000.000km) fliegen. Ich erwarte zwar nichts anzutreffen, aber man weiß ja nie ob man doch auf Gefriergut oder eine verirrte 304 trifft.“ sprach Bartels zum Ersten Offizier.
Dieser nickte und gab den Befehl weiter, wie es sich gehörte.
„Liegt sonst noch etwas an?“ wollte Major Schenke wissen.
„Eigentlich nicht. Ich wollte jetzt erst ein mal zu Schmidt gehen, damit er mir erklären kann, warum wir aus dem Hyperraum verlassen sollten. Sie können mich gerne begleiten.“
„Nein danke Sir. Der Doktor kann sie ruhig alleine in Anspruch nehmen. Ich würde so oder so nichts verstehen, wenn er an fängt Sächsisch zu reden.“
„Sie haben die Brücke. Ich bin im Maschinenraum wenn etwas ist.“ mit diesen Worten und einem dicken Schmunzeln stand Bartels von seinem Stuhl auf und verließ die Brücke.
Schenk sah seinem Kommandierendem Offizier kurz hinterher, bevor er sich auf den Stuhl den Kapitäns setzte.
„Habe die Brücke.“
Doktor Schmidt stand an einer der Hauptkonsolen des Maschinenraumes und überflog die Daten, welche des Test des Hyperantriebes ergeben hatte, vor sich auf den Bildschirm.
„Seltsam wie kann das...“ er tippte etwas auf der Tastatur neben ihm ein und aber die Daten änderten sich kaum.
„...Sehr interessant.“ murmelte er vor sich hin, ohne zu merken, das er nicht alleine im Maschinenraum war.
Die anderen Techniker im Raum nahen aber kaum Notiz von dem Selbstgespräch welches der Doc seit Minuten führte. Sie waren mehr daran interessiert ihre Abreibt zu verrichten und da konnte sie halt nicht auf den Chef des Maschinenraumes Rücksicht nehmen.
„Was ist interessant?“ ertönte eine Stimme aus der Richtung des Tür, die zum Rest des Schiffes führte.
Schmidt erschrak und zuckte zusammen. Er war so in seine Arbeit vertieft gewesen da er die Welt um sie herum vergessen hatte. So hatte er nicht mitbekommen, wie Oberst Bartels den Raum betreten hatte.
„Die Daten die ich hier vorliegen habe. Sie er eben einfach keinen Sinn für mich. Wenn sie wollen können sie sich die gerne anschauen.“ fing Schmidt sofort an zu reden.
Bartels den es interessierte, warum sein Schiff hier „gestrandet“ war ging zu der Konsole und sah sich die Daten an.
„Und was genau soll ich das sehen? Für mich sieht das alles gleich aus.“ fragte der Oberst als er die ganzen Kurven, Wellen, Diagramme und Zahlen sah.
„Typisch Soldat keine Ahnung von nichts. Der Hyperantrieb produziert ohne einen erkennbaren Grund eine seltene Art von Strahlung.“ kam es barsch von Schmidt und er zeigte auf eines der Diagramme, das mit den Buchstaben AG und den Zahlen 834 gekennzeichnet war.
„Die Strahlung ist zwar nicht gefährlich für uns Menschen, aber eigentlich sollte nichts aus dem Antrieb austreten. Egal ob Harmlos oder nicht. Was aber schlimmer ist der Hyperantrieb produziert diese Strahlung.“
„Wie kann das sein? Das ist der selbe Hyperantrieb wie wir ihn auch damals auf der Bismarck hatten und da gab es kein Strahlungsleck.“
„Ich kann mir das auch nicht erklären wo her das kommt. Ich kann ihnen aber versichern, das uns das nicht gefährdet. Wir werden die Werte der Strahlung im Auge behalten und sobald sich etwas ändert wir werden wir etwas unternehmen. Ich würde trotz dem empfehlen wenn wir wieder auf der Erde sind das der Antrieb untersucht wird. Durch die Strahlung kann man uns besser im Hyperraum orten.“
„Man kann uns Orten? Wie ist das möglich?“ kam die schockierende Frage vom Oberst.
„Die Strahlung reagiert mit der des Hyperraumes. Zusammen ergeben sie ein Partikel das aufleuchtet, wie ein Leuchtturm. Aber nur wenn man die richtigen Sensoren hat kann man uns klar erkennen. Ansonsten kann man uns nur geringfügig und auf kurze Distanz orten.
„Ich wäre ihnen verbunden, wenn sie jetzt schon etwas unternehmen könnten. Wir fliegen in spätestens wenigen Tagen in von Feinden kontrolliertes Gebiet.“
„Ich werde alles Menschen mögliches versuchen die Strahlung auf ein Minimum zu reduzieren. Aber das beste wäre wenn wir die restliche Strecke nur mit halber kraft fliege würden.“
Bartels gab dem Schmidt die Hand und verließ den Maschinenraum unterwegs nahm er sein Funk zur Hand.
„XO alten Kurs wieder aufnehmen. Halbe Kraft.“
Kurz darauf verließ die Akira das schwarz des all und Tauche in die Farbenvielfallt des Hyperraums ein.
Fünf Tage später, Rand der Pegasusgalaxie
Ein Hyperraumfenster Öffnete sich und zwei Wraith-Kreuzer traten in den Normalraum ein. Der Commander des einen Kreuzer stand auf seiner Brücke und beobachtete wie die anderen Wraith arbeiteten. Der Commander hatte von seiner Königen den Befehl bekommen die Route zu finden auf der die Erd-Schiffe in ihre Galaxie kamen. Das hatte den Hintergrund, das wenn man die Wege der Schiffe kannte man sie einfacher in Hinterhalte locken konnte.
Seit dem diese Erdlinge in ihrer, der Wratih-Galaxie, waren hatte es hohe Verluste für die Wraith gegeben. In diesen vier Jahren hatte man mehr Schiffe verloren als in Hundert Jahren der Belagerung von Atlantis.
Diese Menschen hatten es geschafft mit ihren Waffen, die denen der Wraith-Clans unterlegen waren mehr Basisschiffe zu zerstören als man neue Schiffe nachzüchten konnte.
Jetzt war man darauf bedacht die Schiffe der Menschen zu zerstören oder zu übernehmen, damit man nicht nur ihre Waffentechnologie, die in den letzten sechs Dakures eine enorme Entwicklung durch laufen haben. Auch wollte man die Schiffe übernehmen, weil man so an bessere Antriebe herankam. Der Oklat-Clan, dem der Commander angehörte hatte zwar in einer großen Schlacht vor mehr als zehntausend Jahren eine Fregatte der Lantianer erobern können, doch die besten Wissenschaftler hatten bis heute kein Glück die Hyperraumgeneratoren zu duplizieren.
Von dieser Fregatte hatte man aber die Sensoreintechnologie erbeuten können. Auf Grund der Technologie der seines Volkes hatten die Wissenschaftler es aber nicht geschafft, die Sensoren vollständig in die Schiffssysteme zu integrieren, so das sie nur mit weniger als 45% ihrer Maximalen Kapazität liefen. Das war aber noch immer um ein Drittel besser als die alten Wraith-Sensoren.
Das war immer noch besser als alles was die führenden Clans hatten.
„Commander, die Sensoren fangen etwas ungewöhnliches auf.“ sprach einer der niederen Wraith ihn an.
„Zeig es mir.“ befahl der Commander fauchen.
Der niedere Wraith drückte einige der Knöpfe auf seiner Konsole. Auf dem Bildschirm vor dem Commander wurden die Daten eingeblendet.
„Wie ihr seht mein Herr empfangen unsere Sensoren eine ungewöhnliche Strahlung. Sie bewegt sich auf uns zu. So etwas haben ich noch nie gesehen. Bei der Quelle der Strahlung muss es sich um ein Schiff handeln, da die Strahlung aus dem Hyperraum kommt.“
Der Commander sagte nichts sonder sah sich die Daten weiter an.
„Menschen!“ fauchte er dann laut.
„Es sind Menschen. Das Signal kommt von außerhalb dieser Galaxie. Es können nur Menschen sein. Berechnet einen Abfangkurs. Ich will das die Kreuzer und alle Darts einsatzbereit sind wenn wir auf die Menschen stoßen.“
„Natürlich mein Herr.“ sagte der andere Wraith als er sich verbeugte.
TBC