@ Tor 2: Auch dir danke für dein Kommentar.
Der Auftrag
Rauf, runter, rauf, runter, rauf … und wieder runter.
Er legte sich mit dem Bauch auf den kalten metallenen Boden der Kabine und wartete nur noch darauf, das sich die Türen öffnen würden und er in die Arena gelassen wurde.
Wie schon oft zuvor.
Noch immer auf dem Boden liegend streckte er die Arme nach links und rechts aus, so das er dort wie ein Kreuz auf dem Boden lag und ballte die Hände zu Fäusten.
`Links zwanzig Meter ducken. Tür auf elf Uhr. Deckung verlassen, zur Treppe Sprinten. Dreißig Meter. Treppe hoch, nachladen. Zweiter Stock. Tür auf zwölf.´
Quetichend zog sich das Tor nach oben und durch den entstehenden Spalt kam das erste Licht.
Das erste Licht seit Wochen.
Ohne zu warten das sich das Tor ganz gehoben hatte, stieß er sich vom Boden ab und sprang durch den Spalt ins Freie.
Sofort wandte er sich nach links und lief in Richtung der sich dort befindlichen Mauer.
Es waren keine zwanzig Sekunden vergangen als auch schon das Feuer auf ihn eröffnet wurde.
Projektile schlugen neben und hinter ihm in den Boden ein und verfolgten ihn regelrecht auf seinem Weg.
Noch zwei Meter von der Mauer entfernt schmiss er sich auf den Boden und rutschte in Deckung.
Während er rutschte zog er seine Pistole aus dem Halfter an seinem Oberschenkel und fing an auf die Quelle der Projektile zu feuern.
Eine seiner Kugel traf einen der Schützen durch Glück an seinem Bein und lies ihn das Gleichgewicht verlieren was ihn dann zu Fall brachte.
Der zweite Schütze feuerte weiter auf ihn, konnte ihn hinter der Mauer allerdings nicht treffen und so schlugen ein Großteil der Kugeln in den Stahl und wurden zu Querschlägern.
Hinter der Mauer hatte der Läufer seine Pistole wieder in den Halfter gesteckt und hatte sein Gewehr vom Rücken genommen.
Mit dem Rücken zur Wand saß er dort und wartete nur darauf den einen Schuss ab zugeben.
Seine Augen wahren geschlossen und er hörte nichts außer dem rhythmischen Lauten des feindlichen Gewehres.
`Eins … zwei … drei!´
Das heulen des Gewehres hatte auf gehört.
Blitzschnell sprang er aus seiner Deckung und legte sein Gewehr an, zielte und krümmte den Finger am Abzug.
Die Kugel löste sich von der Patronenhülse und machte sich auf den Weg zu ihrem Ziel und verließ den lauf in einem Ausbruch von Rauch und Feuer den lauf.
Mit einem Dumpfen klirren landete die leere Hülse auf dem Boden und sprang dort auf und ab bis sie ruhig liegen blieb.
Durch sein Zielfernrohr sah er wie der zweite Schütze tot zu Boden viel.
Es blieb allerdings keine Zeit diesen kleinen Sieg zu genießen, denn erneut wurde auf ihn geschossen allerdings dieses mal aus der Richtung aus der er gekommen war.
Etwas schnelles zischte an seinem Kopf vorbei, was ihn kurz zusammen zucken ließ.
Ohne wirklich zu zielen schoss er einige Salven auf die Gegner hinter ihm und machte sich auf den weg zur Treppe.
Dort angekommen nahm er immer zwei Stufen auf einmal auf seinem Weg nach oben zum zweiten Stock.
Beim laufen lies er das leere Magazin aus seiner Waffe fallen und zog ein neues aus einer seiner Taschen, welches er sofort in seine Waffe steckte und durch lud.
Im zweiten Stock angekommen rannte er sofort auf die dortige Tür zu und öffnete sie schwungvoll.
Auf der anderen Seite eine riesige Arena, die von der Größe mehr als drei mal so groß war wie das alte Kolosseum in Rom.
Was die beiden Bauten gemeinsam hatten war nicht nur ihre Runde Form sondern auch ihr Zweck: In beiden fanden Kampfe auf Leben und Tod statt, nur die Art der Kämpfe waren unterschiedlich.
Natürlich gab es auch in diesem Modernen Kolosseum kämpfe mit Tieren nur waren diese weit aus Gefährlicher als ein ausgehungerter Löwe oder ein Tiger, weit aus gefährlicher.
Auch bei den Waffen gab es unterscheide, wurden im alten Rom noch mit Schwert und Schild gekämpft so waren es heute Pistolen und Gewehre.
Doch es wurden auch immer mal wieder Kämpfe mit Schwerter ausgeführt um die Massen zu unterhalten.
Das alles waren aber nicht die Art vom Informationen die ihn am Leben hielten und deshalb verdrängte er sie auch sofort wieder.
Er Scannte die Arena vor im mit einem Blick und machte zwei dutzend Gestalten aus die Gegeneinander kämpften.
Man erwartete von ihm das er sie Eiskalt umbringen würde und das nur damit deine Herren Spaß hatten.
Entschlossen umpackte erden Griff seiner Waffe und bereitet sich auf das kommende vor.
Lautes Stimmen, tausende von ihnen, drangen an seine Ohren als er auf die Kämpfenden zulief, für ihn nichts neues.
Auf halben Weg zur ersten Gruppe von Kämpfern legte er sein Gewehr an und zielte.
Der so vertraute Rückstoß seiner Waffe gegen seine rechte Schulter erinnerte ihn daran, das er wieder ein Leben genommen hatte.
Sofort nach dem er abgedrückt hatte bemerkten ihn alle und wandten sich ihn zu.
Jeder Gefangene in dieser Arena wusste wer er war, der lebende Tod.
Wann er in die Arena gelassen wurde war er der ein zigste Überlebende oder der ein zigste der noch aufrecht stand.
Viele der Gefangen hielten ihn auch für die Ausgeburt des Teufels, was ihn nicht weiter interessierte, denn wenn sie gingen war er noch immer da.
Erneut hatte er sein Magazin gewechselt als er von hinten gepackt wurde und zu Boden gerissen wurde.
Als er auf dem Boden lag spürte er wie zwei Starke Arme ihn unten hielten und zwei weitere sich um seinen Hals legten.
„Schin las dwr nurt. Schin las dwr nurt.“ kam es von dem Lebewesen das ihn gepackt hatte, einem Sempry.
Der Sempry drückte seine Kehle immer fester zusammen und wiederholte dabei immer wieder die selben Worte.
„Schin las dwr nurt.“
Er kämpfte nicht gegen den Griff des Sempry an, denn schon vor langer Zeit hatte er gelernt, das diese Rasse unglaublich stark war.
Statt dessen versuchte er an seine Pistole zu kommen die aus seinem Halfter gefallen war und nun wenige Schritte neben ihm lag.
Doch das Gewicht des Sempry machte das ganze nicht einfach.
Er versuchte seinen Arm so lang zu machen wie es eben nur ging, doch war durch das Gewicht seines Angreifers eingeschränkt.
Langsam merkte er wie er kaum noch Luft bekam und er in Ohnmacht zu fallen trotte, als seine Fingerspitzen den Griff der Waffe Fanden.
„Nicht heute!“ presste er zwischen den Zähnen hindurch und drückte ab.
Die Kugel traf den Sempry dort wo beim Menschen das Herz war, was allerdings bei einem Sempry die empfindlichste Stelle am ganzen Körper war.
Der Sempry lies von ihm ab und griff sich mit seinen Händen an die Eintrittsstelle, wo das bläulich schimmernde Blut aus seinem Körper drang.
„Las grop diea?“ fragte der Sempry.
„Ja mein Freund, du bist Frei. Lio kaw netar.“
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Im Publikum saßen unter den auf diesem Planeten üblichen Langen Roben die auch die Gesichter verdeckten ein Team der EDF.
Das EDF Oberkommando hatte vom Geheimdienst der Jin-Gar vor kurzem Informationen über einen Planeten der Gres bekommen auf dem angebliche eines der größten Gefangenenlager der Gres in diesem Krieg sein sollte.
Das Oberkommando hatte die Jin-Gar gefragt, warum man damit zur EDF gekommen war und nicht zum das eigene Militär.
Die Jin-Gar hatte darauf einfach gesagt: „Darum.“
Kurz darauf hatte dann das Oberkommando entschieden ein kleines Aufklärungskommando der Force Reconnaissance oder bei der Truppe auch besser bekannt als „Geister in Olive“ zu entsenden und die Informationen die man vom LasDarock bekommen hatte zu verifizieren.
Das Team um Captain Jason O´Hera war mit einem gekapertem Shuttle der Gres auf dem Planeten gelandet und hatte sich als Besucher des Klingchen aus gegeben und war so in die Arena gekommen.
Was sie hier sahen brachte sie an ihre grenzen.
Jeder aus dem Team wusste das die Gres ein sehr aggressives Volk waren, aber das sie Gefangene ein der Lobby um Leben und Tot kämpfen ließen war unmenschlich.
Nach dem sie sich Plätze in den Obersten Rängen des Klingchen gesichert hatten betrachteten sie das Schauspiel was sich ihnen bot.
Die Arena selber war in drei Bereiche unterteilt: In der Mitte kämpften Gefangene mit bloßen Fäusten gegeneinander, im Linken kämpften sie gegen wilde Tiere und im rechten und zugleich größten Teil hatten die Gefangenen Waffen mit denen sie sich bekämpften.
Das ging schon seit geraumer Zeit zu, als die Massen anfingen etwas zurufen.
Die Übersetzungssoftware in den Helmen der Marines brauchte einige Sekunden um es zu Übersetzten: „Lebender Tod. Komme Lebender Tod.“
Im rechten Teil der Arena öffnete sich eine Luke und eine Gestalt kam heraus geschossen und fing sofort an um sich zu schießen.
Die Marines beobachteten die Gestalt, wie sie gegen einen Sempry kämpfte und nach dem sie ihn besiegt hatte weiter Kämpfte.
Sie sahen wie eine Plasmakugel aus einer Waffe eines Casson die Gestalt in die Brust traf und ihn zu Boden war.
O´Hera dachte schon das war das Ende für die Gestalt, denn erkannte die Wirkung der Plasmawafen der Casson aus eigener Erfahrung, doch die Gestalt stand auf und feuerte auf den Casson.
„Sir, ich habe etwas gesehen.“ meldete Corporal Okaforn über TeamCom.
„Sprechen sie.“ antwortete O´Hera.
„Sir, die Person die von dem Casson getroffen wurde es … er ist ein Mensch!“
TBC