@Jack Hunter: Die Plötzliche Verhaltensänderung der Nox wir hoffentlich im nun folgenden Kapitel etwas klarer werden.

Und natürlich Danke für's Lob!
@frimi: Naja direkt Probleme wirds nicht geben, außer für die Nox
@all: so jetzt kommt das siebeneinhalb Seiten Kapitel:
Kapitel 44: Die Macht Tarlocks
Es war kühl in dem nur dürftig durch ein paar Fackeln beleuchteten Raum, in dem sich Tal'mesh gemeinsam mit Tarlock, Sal'lak, Nal'tek, Zar'ren und ihren beiden neuen Gefangenen befand. Auch bemerkte man nicht, dass man sich mitten unter einem geschäftigen Marktplatz befand, da die meterdicken Wände aus roh behauenem Fels jedes Geräusch schluckten und einen in jeglicher Hinsicht komplett von der Außenwalt abtrennten. Ein wirklich guter Ort für ein Verhör, das musste Tal'mesh schon zugeben. In diesen Moment erwachten die beiden Gefangenen, welche auf einem mittig im Raum platzierten Steintisch gefesselt waren. Das erste was die beiden zu Gesicht bekamen war ein hämisch grinsender Tarlock, der sie verachtend ansah. Sofort eröffnete der männliche Gefangene das Wort: "Du machst einen großen Fehler, Goa'uld! Unsere Leute werden kommen und uns hohlen. Also lass uns lieber frei." Tarlock zeigte sich weniger beeindruckt und antwortete kühl: "Wirklich? Und wie gedenken eure Leute euch hier herauszuholen?" "Glaubst du im ernst das verrate ich dir? Lass uns einfach frei.", erwiderte der Gefangene immer noch ziemlich trotzig. "Nicht wirklich, aber solange ihr hier seit, könnt ihr mir ein paar Fragen beantworten.", meinte Tarlock immer noch völlig gelassen. "Das glaubst du ja wohl selber nicht.", meinte der Gefangene, ehe er in die Offensive ging: "Außerdem kannst du uns eh nicht festhalten. Wenn wir wollen werden wir einfach unsichtbar und verschwinden direkt vor den Augen deiner Krieger. Wie du siehst wäre die einzige logische Option uns gehen zu lassen." "Wirklich?", fragte Tarlock mit gespielter Überraschung und winkte gleichzeitig Sal'lak herbei, der einen Folterstab in der Hand hielt. Als Sal'lak bei dem Tisch angelangt war meinte Tarlock trocken: "Dann solltet ihr euch besser beeilen. Sal'lak, tu dein Schlimmstes." "Mit Vergnügen Gebieter.", meinte Sal'lak und stach den Stab in den Leib des Gefangenen, welcher sich umgehend vor Schmerzen krümmte und die bislang schweigsame weibliche Gefangene zu kreischen begann, obwohl sie selbst gar nichts abbekam. Tarlock stand einfach nur da und sah sich das Spektakel mit leicht vergnügter Miene an.
Nach einer Minute meinte Tarlock dann: "Ich denke das reicht erst mal Sal‘lak" "Ja Gebieter.", antwortete Sal'lak und zog sich wieder an seinen Platz an der Wand zurück. Während der Gefangene noch keuchte stellte Tarlock trocken fest: "Nun, offenbar könnt ihr nicht einfach verschwinden, sonst wärt ihr spätestens jetzt weg." Der Gefangene antwortete nicht, aber er sah Tarlock mit einem hasserfüllten Blick an. Dieser amüsierte sich jedoch gerade prächtig und setzte die etwas einseitige Unterhaltung genüsslich fort: "Wärt ihr jetzt bereit einige Fragen zu beantworten?" "Niemals! Wir hätten dein Volk schon vor langer Zeit ausrotten sollen.", meinte der Gefangene." "Ich deute das mal als nein. Sal'lak!", meinte Tarlock gelangweilt seine Fingernägel betrachtend. Sal'lak zögerte nicht lange und trat vor, diesmal allerdings mit zwei Folterstäben. "Immer noch nicht?", fragte Tarlock rein interessehalber, während er Sal'lak mit erhobener Hand klarmachte, dass er noch kurz warten sollte. "Nein.", war die kurze Antwort. "Wie ihr wollt.", meinte Tarlock und lies die Hand sinken, woraufhin Sal'lak wieder in Aktion trat und die beiden Gefangenen sich vor Schmerzen wanden.
Nachdem Sal’lak die Folterstäbe wieder von den Gefangenen getrennt hatte, fragte Tarlock erneut: „Wärt ihr jetzt bereit mir ein paar Fragen zu beantworten?“ „Nein.“ war die erstaunlich überzeugte und fest klingende Antwort. „Das verkompliziert die ganze Situation allerdings ein wenig. Ich bin ein vielbeschäftigter Gott und habe nicht den ganzen Tag Zeit.“, erwiderte Tarlock erstaunlich gelassen. „Du verschwendest nur deine Zeit. Ich weiß zwar nicht wie du unsere Fähigkeiten unterdrückst, aber irgendwann werden wir die Wirkung überwinden.“, meinte der Gefangene siegessicher. „Vermutlich werdet ihr das, aber seit versichert, dass es noch einen Plan B gibt.“, meinte Tarlock sich nicht aus der Ruhe bringen lassend. „Das glaube ich dir nicht.“, erwiderte der Gefangene. „Mir egal, ob du es glaubst oder nicht, aber du solltest wissen, dass es zu deinem und auch zu ihrem Vorteil wäre wenn du endlich kooperieren würdest.“, stellte Tarlock fest, während er dabei auf die weibliche Gefangene deutete, welche leise keuchte. „Halte sie da raus Goa’uld, sonst kannst du eine Kooperation meinerseits vergessen.“, meinte der Gefangene feststellend. „Ich denke ich halte sie da nicht heraus, dazu ist sie ein viel zu gutes Druckmittel.“, erwiderte Tarlock ruhig. „Schämst du dich eigentlich nicht ein Kind derart für deine Zwecke zu missbrauchen?!“, schrie der Gefangene daraufhin. Tarlock setzte eine nachdenkliche Miene auf und antwortete: „Nein“ „Wie konnten wir nur solch eine Rasse tolerieren?“, fragte der Gefangene, mehr sich selbst wie Tarlock. Tarlock entgegnete: „Das kann ich dir nicht verraten, aber ich kann dir verraten, dass euer Leid noch größer werden wird, wenn ihr nicht kooperiert.“ Statt einer Antwort erntete Tarlock bissige Blicke, welche er jedoch gekonnt ignorierte und stattdessen Sal‘lak wieder in Aktion treten lies. Während die beiden Gefangenen sich wieder krümmten, betätigte Tarlock einen kleinen Knopf an seinem prunktvollen Unterarmschmuck und besah sich das dargebotene Spektakel mit kühler Distanziertheit.
Nach weiteren, für die Gefangenen sehr unangenehmen, Minuten, beschloss Tarlock die Taktik zu ändern, da er keine Lust hatte den ganzen Tag im Verlies zu verbringen und darauf zu warten, dass die Gefangenen endlich nachgaben. Mit einem Handzeichen gebot er Sal'lak aufzuhören, welcher der Anweisung zwar umgehend nachkam, aber dennoch etwas traurig darüber wirkte nicht weiter Foltern zu dürfen. Dann wandte sich Tarlock an die schweißüberströmten und keuchenden Gefangenen: "Das ist eure letzte Chance, beantwortet mir jetzt endlich meine Fragen!“ "Niemals!", antworteten die beiden, mehr oder weniger entschlossen. "Wie ihr wollt.", erwiderte Tarlock völlig Gefühlslos und betätigte einen versteckten Schalter, woraufhin sich die Tür in den Raum öffnete und zwei Priester eine kunstvoll verzierte Trage mit einem Gefäß darauf in den Raum trugen und vor Tarlock, neben dem Steintisch abstellten, ehe sie wieder verschwanden. Nachdem die Tür sich wieder geschlossen hatte sah Tarlock die beiden Gefesselten vor ihm Boshaft an und begann, scheinbar völlig in sich selbst vertieft, zu sprechen: "Es ist schon erstaunlich, wusstet ihr schon, dass ein Symbiont nachdem er sich mit dem zentralen Nervensystem verbunden hat, über das komplette Wissen seines Wirtes verfügt? Was ist das doch für ein Wunder der Evolution." Als die beiden Gefangenen erkannten was Tarlock vorhatte, wurden sie kreidebleich, doch der männliche meinte hoffnungsvoll: "Das wirst du nicht tun, du bluffst." "Wirklich? Tue ich das?", erwiderte Tarlock und lies die Augen leuchten. "Ja mit Sicherheit, du kannst das Risiko nicht eingehen, dass der Goa'uld, der von uns Besitz ergreift, sich gegen dich wendet und unsere Kräfte einsetzt.", entgegnete der Gefangene, der sich an diese Vorstellung, wie ein ertrinkender an einen Strohhalm, klammerte. "Unter normalen Umständen müsste ich dir zustimmen, aber die Umstände sind heute anders. Dieser Goa'uld hier würde sich niemals gegen mich stellen." Erwiderte Tarlock, während er in das Gefäß griff und den Symbionten aus seinem Bad zog. „Woher willst du das wissen, er ist ein Goa'uld und alle Goa'uld sind machtgierig.", erwiderte der Gefangene sich langsam sicherer fühlend. Tarlock grinste hämisch und meinte: "Du weißt nicht mal halb so viel über uns wie du glaubst. Es ist dir vielleicht neu, aber eine Goa'uld-Königin kann die Denkweise ihrer Nachkommen schon vor der Geburt festlegen und da ich über eine einigermaßen loyale Königin verfüge..." Den Rest des Satzes lies Tarlock unausgesprochen, da das wie erwartet der Gefangene für ihn erledigte. "Ist dieser Goa'uld ein willenloser Sklave, nur ein Werkzeug." "Korrekt.", meinte Tarlock zufrieden und legte den Symbionten auf die Brust des Gefangenen. Man hörte die weibliche Gefangene noch "Nein!" kreischen, doch es war schon zu spät, der Symbiont war bereits eingedrungen und hinterließ nichts als eine unscheinbare Narbe.
Wenig später glühten die Augen des Gefangenen auf und Tarlock meinte zufrieden zu Tal'mesh: "Primus, befreie den neuen Gott von seinen Fesseln." Tal'mesh gehorchte umgehend und entfernte mit gehörigem Respekt die Fesseln, ehe er sich wieder zurückzog, während der neugeborene Gott sich langsam und vorsichtig aufrichtete. "Nur langsam, das erste Mal ist das schwerste.", meinte Tarlock zu seinem neuen Vasallen. Dann glühten die Augen des neuen Gottes erneut auf und er sprach mit einer für Goa'uld typisch tiefen Stimme: "Ich erwarte deine Anweisungen, größter aller Götter." Tarlock antwortete, die Selbstzufriedenheit in Person: "Erzähle mir alles über deinen Wirt und sein Volk." Noch ehe der neue Gott zu sprechen begann konnte man die weibliche Gefangene verängstigt quietschen hören, doch alle anwesenden ignorierten sie einfach. Dann begann der neue Gott zu sprechen: "Sie nennen sich selbst Nox und sind eine Uralte Spezies. Sie bildeten einst eine Allianz mit den mächtigen Völkern dieser Galaxie, den Antikern, Asgard und Furlingern. Doch seit dem Untergang dieser Allianz, welche mit unangefochtener Macht über diese Galaxis herrschte, führen sie ein verstecktes Schattendasein auf einem abgelegenen Waldplaneten. Jedoch verfügen die scheinbaren Hüttenbewohner über eine unglaublich fortschrittliche Technologie, welche sie niemals gegen andere Völker einsetzen würden. Dazu sind sie zu friedfertig. Diese beiden hier gehören zu einer Splittergruppe, die sich erst vor kurzem von den anderen abgespalten hat, um der Galaxis endlich wieder Frieden zu bringen." „Moment, ihr sagt sie nennen sich Nox?“, fragte Tal’mesh. „Ja.“, antwortete der Goa’uld. „Das erklärt so einiges.“, murmelte Tal’mesh in sich hinein, doch Tarlock hörte es trotzdem und fragte: „Was erklärt das denn?“ „Nun Gebieter, bei vielen Streitfällen der Vergangenheit, insbesondere bei den Zwischenfällen um das hochnäsige Volk der Tollaner, vermittelten angehörige einer Rasse namens Nox zwischen Konfliktparteien. Angeblich da sie unparteiisch sind.“ „Aber in Wirklichkeit, weil sie eine unglaublich fortschrittliche Rasse sind, die versuchten das Gleichgewicht der Galaxis aufrecht zu erhalten.“, schlussfolgerte Tarlock.
„Und was gedenkst du nun zu unternehmen, oh mächtiger Herrscher?“, fragte der erst kürzlich erstandenen Goa’uld, der sich mittlerweile allerdings schon richtig gut in seinem neuen Körper zu fühlen schien. „Ich werde ihnen eine Mahnung zu kommen lassen, auf das sie sich nie wieder mit mir anlegen. Aber sprich, wie heisst du eigentlich?“, erwiderte Tarlock. „S’kell.“, war die Antwort. „Gut S’kell, gehe nun und versuche das komplette Wissen deines Wirtes in die Datenbank zu transferieren. Wenn seine Rasse wirklich so fortschrittlich ist, könnten sie über einige nützliche Technologien verfügen.“, meinte Tarlock höchst zufrieden. „Ja Gebieter.“, antwortete S’kell und zog sich aus dem Raum zurück. „Gebieter, was ist mit der anderen Gefangenen?“, fragte Tal’mesh auf die verbliebene Nox deutend. „Sperrt sie ein, ich befasse mich später mit ihr.“, meinte Tarlock. „Jawohl Gebieter.“, bestätigte Tal’mesh und löste die Fesseln der total verängstigten Nox, welche so sehr zitterte, dass Tal’mesh schon befürchtete, dass sie ihm einfach zerbrach. Doch davon ließ er sich nicht beirren und führte die Nox trotzdem zügig ab.
Wenig später waren Tarlock, Sha, S’kell, Tal’mesh, Nal’tek, Zar’ren und Sal’lak im Thronsaal versammelt, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Nachdem alle ein einigermaßen bequemes Plätzchen gefunden hatten, richteten sich alle Augen auf Tarlock, der eine nachdenkliche, aber auch entschlossene Miene zur Schau trug. Dann eröffnete Tarlock, der noch nie ein Freund von ausufernden Reden war, die Diskussion mit den Worten: „Die Nox haben einen Fehler gemacht, indem sie uns angriffen. Das sie dafür bezahlen müssen ist klar, doch wie sollen wir sie bezahlen lassen? Ich bin noch unentschlossen und damit offen für Vorschläge.“ „Wir erobern ihre Heimatwelt und machen sie alle zu Sklaven.“, schlug Sa’lak umgehend vor. „Nein lieber nicht.“, warf S’kell ein. „Wieso? Ich dachte die Nox seien so fiedfertig? Ich denke nicht, dass sie eine Bedrohung für uns wären, Lord S’kell.“, erwiderte Sal’lak. „Weil wir sie nicht kontrollieren könnten. Ihre Fähigkeiten lassen sich nicht auf Dauer unterdrücken.“, erklärte S’kell. „Dann Bomben wir sie einfach aus.“, schlug Nal’tek vor. „Auch das ist leider keine Option. Man kann nichts bombardieren, was man nicht sieht.“, erwiderte S’kell erneut. „Klingt logisch.“, stimmte Tal’mesh zu. „Unter normalen Umständen habt ihr recht.“, warf Tarlock geheimnisvoll ein. „Wie meinst du das, mein Pharao?“, fragte Sha sichtlich bemüht sich Tarlocks wohlwollen zu sichern. „Damit meine ich, dass ich mittlerweile über den Prototypen einer neuen Waffe verfüge, bei der das genaue Zielen nicht mehr so wichtig ist.“, klärte Tarlock die restlichen Anwesenden auf. „Und dieser Prototyp braucht nicht zufällig einen Probelauf Gebieter?“, fragte Tal’mesh die Augenbrauen hochziehend. „Du hast es erfasst Tal’mesh. Ich betraue dich mit der Operation. Nimm die Dschu-hem und eine Eskorte.“, bestätigte Tarlock. „Jawohl Gebieter.“, meinte Tal‘mesh und verlies gemeinsam mit den restlichen drei Jaffa den Raum, um die Mission vorzubereiten.
Nur vier Stunden später stand Tal’mesh seinem neuen, mit Triniumplättchen gepanzerten Umhang ehrfurchtgebietend um sich gewickelt in der Mitte des Pel’taks der Dschu-hem und betrachtete den Hyperraum auf dem Hauptmonitor. Gerade als er sich überlegte, was diese neue Waffe wohl wirklich konnte, meldete sich der Kommunikationsoffizier: „Primus, eingehende Nachricht. Sie ist von Tarlock.“ „Auf den Bildschirm.“, befahl Tal’mesh und verneigete sich als Tarlocks Gesicht auf dem Monitor erschien. „Was ist euer Wunsch, Gebieter?“, fragte Tal’mesh. „Ich habe keinen Wunsch, bloß schlechte Neuigkeiten. Die Nox hat sich offenbar schneller erholt als ich vermutet hatte und ist vor kurzem durch das Chaapa’ai entkommen.“, antwortete Tarlock ruhig, obwohl er offensichtlich stinksauer war. „Das bedeutet sie werden vorbereitet sein, wenn wir eintreffen.“, meinte Tal’mesh. „Korrekt, erwartet harten Widerstand.“, bestätigte Tarlock. „Wir werden dennoch siegreich sein und unsere Mission erfüllen, Gebieter.“, erwiderte Tal’mesh siegessicher. „Nicht weniger habe ich erwartet.“, meinte Tarlock und beendete die Verbindung. Nachdem die Verbindung zu Tarlock beendet war fragte Tal’mesh den Navigationsoffizier: „Wie lange noch bis zur Ankunft?“ „Wenn wir die Geschwindigkeit halten erreichen wir unser Ziel in voraussichtlich zehn Minuten, Primus.“, antwortete der Navigationsoffizier pflichtbewusst. „Sehr gut, in zehn Minuten kann man keine vollständige Verteidigung organisieren.“, dachte sich Tal’mesh zufrieden. Exakt zehn Minuten nach dem Tal’mesh nach der Ankunftszeit gefragt hatte, meinte der Navigationsoffizier: „Verlassen Hyperraum.“ Im selben Moment viel Tarlocks Flotte im Orbit um den Nox-Heimatplaneten aus dem Hyperraum. „An alle Schiffe: Schilde auf Maximum, Waffen abschußbereit machen und feuern nach eigenem Ermessen. Vollständiger Umgebungsscan.“, befahl Tal’mesh umgehend nach dem die Dschu-hem im Normalraum angekommen war.
Schnell kamen die Meldungen aller Schiffe: Keines hatte irgendetwas entdecken können, was auf eine Verteidigung schließen lassen würde. „Seltsam, aber vielleicht hatten sie einfach nicht genug Zeit?“, dachte sich Tal’mesh, ehe er befahl: „In Formation auf Bombardementreichweite an das Ziel heran, aber erst feuern wenn ich das Signal gebe!“ „Ja Primus.“, bestätigte die Brückencrew, woraufhin sich die Flotte langsam, aber unaufhaltsam, dem Planeten näherte, stets bereit einem plötzlich auftauchenden Verteidiger eine ordentliche Breitseite zu verpassen. Als sie schon fast die Position zum Bombardement erreicht hatten, meldete sich der Sensoroffizier: „Primus! Mehrere Hyperraumfenster!“ „Sofort auf Gefechtsstationen!“, brüllte Tal’mesh über den aufheulenden Alarm hinweg. Dann fragte Tal’mesh nach: „Was für Schiffe und vorallem wie viele?“ Die Antwort kam schnell: „Drei Tau’ri-Schiffe sowie weitere zehn Ha’taks der Freien Jaffa!“ Tal’mesh überlegte kurz und meinte dann entspannt: „Lasst sie nur kommen, sie sind nicht genug, um uns gefährlich zu werden.“ Dann meinte der Kommunikationsoffizier: „Primus, sie rufen uns.“ „Öffne einen Kanal.“, erwiderte Tal’mesh immer noch ruhig. Prompt erschien auf dem Monitor das Gesicht eines ziemlich überheblich wirkenden Jaffa, der sich scheinbar auf einem der Ha’taks befand, jedenfalls ließ sich das aus der Brückenausstattung schließen. Tal’mesh begegnete dem überheblichen und siegessichern Blick mit einem kühlen berechnenden, unmissverständlich klarmachenden Gesichtsausdruck. Dann begann der fremde Jaffa die Unterhaltung: „Ergebt euch oder ihr werdet vernichtet! Weder wir noch unsere Alliierten können eure Aggression gegen ein friedfertiges Volk tolerieren.“ Tal’mesh antwortete völlig ruhig: „Und unser Gebieter kann eure Einmischung in seine Pläne nicht tolerieren, also mache ich auch euch der Fairness halber das Angebot euch zu ergeben. Kommt ihr dies nach wird euch nichts geschehen, das schwöre ich beim Namen meines Gebieters.“ „Das glaubst du ja wohl selbst nicht. Das ist eure letzte Chance, ergebt euch oder sterbt!“, erwiderte der Jaffa, sichtlich aufgeregt. „Ist das dein letztes Wort?“, fragte Tal’mesh finster. „Ja!“, war die Antwort, woraufhin Tal’mesh erwiderte: „Wie du meinst.“ Dann wandte er sich an den Kommunikationsoffizier und sagte: „Verbindung unterbrechen.“ Sofort darauf brach die Verbindung ab und der Sensoroffizier meldete: „Primus, sie fahren ihre Waffen hoch.“ Der Waffenoffizier fügte noch hinzu: „Außerdem befinden sie sich direkt zwischen uns und dem Planeten.“ „Dann schießen wir uns den Weg eben frei. Sofort Durchbruchsformation einnehmen und vorrücken!“, befahl Tal’mesh.
Sofort darauf nahmen Tarlocks Schiffe eine keilförmige Durchbruchsformation ein. Die Dschu-hem bildete mit zwei Ihneb-Kreuzern die Speerspitze, während die verbliebenen vier Ha’taks den Schluss der Formation bildeten und Feuerdeckung gaben. Als die Dschu-hem auf den Planeten zu flog begann der Flottenverband der Tau’ri und Jaffa das Feuer zu eröffnen, ohne dabei ernstzunehmende Wirkungen zu erzielen. Tal’mesh stand im Pel’tak und besah sich die Situation in aller Ruhe, ja er liebte es total überlegen zu sein und das auch zu wissen. Dann befahl Tal’mesh kurz und knapp: „Feuer!“ Umgehend eröffnete die gesamte Flotte das Feuer auf die Feindschiffe, welche sich zwischen der Flotte und dem Planeten formiert hatten und offenbar versuchten sie davon abzuhalten den Planeten zu bombardieren. Jedoch liesen sich Talocks Truppen davon nicht sonderlich beeindrucken und rückten langsam, aber unaufhaltsam vor. „Primus, sie lassen die Linie durchsacken.“, meldete der Sensoroffizier. Tal’mesh grinste und dachte sich: „Anfänger, darauf fall ich doch nicht rein.“ Dann befahl er: „Jeweils zwei Ha’taks sollen eine der Flanken des Feindes angreifen. Wir und die beiden Ihneb-Kreuzer behalten Kurs und Geschwindigkeit bei.“ „Ja Primus.“, bestätigte der Koordinationsoffizier, der die Aufgabe hatte die Flotte nach den Befehlen des Kommandierenden zu bewegen. Umgehend scherten die Ha’taks aus der Formation aus und griffen die Feindschiffe an den Flanken der gegnerischen Formation an. „Primus, die Schilde eines der Feindschiffe versagen.“, meldete der Sensoroffizier erneut. „Sehr gut. Das Feuer der Hauptbatterien auf die intakten Schiffe umlenken. Die Al’keshs sollen sich um das angeschlagene kümmern.“, befahl Tal‘mesh. Kurz darauf ging das Schiff in Flammen auf. „Da waren es nur noch zwölf.“, meinte Tal’mesh fies grinsend, ehe ein weiteres Schiff sich an der linken Flanke des Feindes verabschiedete. Dann meldete der Sensoroffizier: „Primus, die Tau’ri-Schiffe scheren aus.“ „Kurs und Geschwindigkeit beibehalten, sie wollen uns lediglich dazu bringen aus der Formation zu fallen.“ Dann explodierte auch die rechte Flanke der Feinde unter dem erbarmungslosen Dauerfeuer. Sofort befahl Tal’mesh: „Die Ha’taks sollen umgehend aufschließen, wir dürfen nicht zulassen, dass die Flotte geteilt wird.“ Sofort liesen die Ha’taks von ihren Zielen ab und begaben sich zurück in Formation, während ein weiteres Feindschiff von der Dschu-hem zerfetzt wurde. Dann sah Tal’mesh eine Lücke in der feindlichen Formation und rief: „Die Ihneb-Kreuzer sollen umgehend in die Lücke dort fliegen, wir zerreiben ihre Flotte.“
Als die Jaffa bemerkten was geschehen war, war es auch schon zu spät: Die Beiden Ihneb-Kreuzer waren bereits, sich gegenseitig deckend, in die Lücke der Formation geschlüpft und trennten somit zwei Ha‘taks von der restlichen Flotte ab. „Kreist die beiden abgeschnittenen Schiffe ein und vernichtet sie.“, befahl Tal’mesh seinen eigenen Ha’taks. Doch dann brüllte der Sensoroffizier: „Achtung! Die Tau’ri kommen zurück!“ Noch ehe Tal’mesh reagieren konnte schossen die drei Tau’ri-Schiffe bereits in Formation von hinten auf die Dschu-hem zu und feuerten aus allen Rohren. „Zusatzenergie auf die Heckschilde, Kurs halten!“, befahl Tal’mesh. „Schilde halten.“, meldete der Waffenoffizier. „Gut, die Pyramiden-Geschützbatterie soll sich bereit halten die Tau’ri- Schiffe aus allen Rohren zu beschießen, wenn sie vorbei fliegen.“, ordnete Tal’mesh daraufhin an. Kurz darauf überflogen die drei Tau’ri-Schiffe die Dschu-hem. Das Führungsschiff wurde dabei von einem vernichtenden Feuerhagel eingedeckt. „Primus, ihre Schilde werden schwächer!“, meldete der Sensoroffizier aufgeregt, als die beiden eingekreisten Ha’taks explodierten. „Gut, unsere Ha’taks sollen die Tau’ri verfolgen und erst locker lassen, wenn nur noch ein Haufen Raumschrott übrig ist oder sie in den Hyperraum fliehen. Die beiden Ihneb-Kreuzer sollen wieder zurück in Formation!“, befahl Tal’mesh, der längst wusste, dass diese Schlacht schon so gut wie gewonnen war. Doch dann rief der Waffenofizier, dem die Aufregung deutlich anzusehen war: „Wir sind in Bombardementreichweite, Primus!“, daraufhin grinste Tal’mesh gemein und erwiderte umgehend: „Backbord- und Steuerbordbatterien auf das Ziel, welches die Schussbahn blockiert, konzentrieren. Sobald die Schussbahn frei ist, die experimentelle Waffe starten.“ „Ja Primus, bestätigt.“, antwortete der Waffenoffizier. Als die Hauptgeschütze der Dschu-hem von ihren momentanen Zielen abließen und sich auf ein bemitleidenswertes Ha’tak, mehr oder weniger, direkt vor dem Bug des Schiffes richteten und den Flankenschutz komplett den beiden Ihneb-Kreuzern überliesen. Bald gaben die Schilde und der Rumpf des Zieles unter dem konzentrierten Feuer nach und ein weiteres Mal brachte eine Explosion das All zum leuchten. Dann schoss ein kleines unscheinbares Objekt aus einer Frachtluke der Dschu-hem und raste auf den Planeten zu. Zwar bemerkten die Freien Jaffa das Objekt, doch sie schafften es nicht mehr es abzufangen, dafür war es einfach zu klein und zu schnell. Auch Tal’mesh verfolgte die Flugbahn höchst konzentriert, um herauszufinden wie zerstörerisch diese anmutende Waffe wirklich war.
Dann meldete der Waffenoffizier: „Waffe tritt jetzt in die Atmosphäre des Zielplaneten ein. Detonation in zehn.... neun.... acht.... sieben..... sechs..... fünf..... vier..... drei..... zwei..... eins.... jetzt!“ Doch zur allgemeinen Enttäuschung konnte man rein optisch überhaupt nichts erkennen. „Ist die Waffe überhaupt explodiert?“, fragte Tal’mesh vorsichtshalber nach. „Ja Primus, die Bordsensoren haben eine kleine Detonation in der Atmosphäre des Planeten registriert.“ „Sieht so aus als wäre diese neue Waffe noch nicht wirklich einsatzberei.“, schlussfolgerte Tal’mesh. Gerade als er Befehl erteilen wollte den Planten auf konventionelle Art und Weise zu Bombardieren, sah er etwas in der Atmosphäre, eine Art gelb-grüne Scheibe, die von einem leuchtend gelben Ring umgeben war und beide expandierten in einem unglaublichen Tempo. „Was bei Kheb?!“, fragte sich Tal’mesh gerade als der Sensoroffizier, der völlig aus dem Häuschen schien, meldete: „Primus, irgendetwas geht da vor! Die Atmosphäre verändert sich. Es scheint als hätte unsere Waffe eine Kettenreaktion ausgelöst, die die Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre irgendwie dazu bringt sich in eine total lebensfeindliche Schwefel-Wasserstoff-Kohlenmonoxid-Atmosphäre umzuwandeln.“ „Wie ist so etwas möglich?“, fragte Tal’mesh. „Ich weiß es nicht Primus, aber so wie ich das sehe nimmt die Reaktion an Geschwindigkeit zu. In wenigen Sekunden wird die gesamte Atmosphäre umgewandelt sein und damit jedes Lebewesen auf der Oberfläche sterben.“ „Nicht schlecht.“, dachte sich Tal’mesh, der den Vorgang der sich vor ihm abspielte, neugierig beobachtete. Mittlerweile war auch den Verteidigern aufgefallen, dass da irgendetwas im Busch war. Als sie es herausgefunden hatten, vergassen sie vor Schreck komplett, dass sie sich mitten in einer Schlacht befanden, was aber nicht besonders Schlimm war, da auch Tarlocks Truppen momentan ziemlich abgelenkt waren.
Als sich der erste Schock gelegt hatte, machten sich die verbliebenen Schiffe der Freien Jaffa und Tau’ri daran sich schleunigst zu verdrücken, da es nun ja nichts mehr zu verteidigen gab, für das man Heldenhaft in den Tod gehen konnte. Außerdem musste die neue Situation schließlich Ausführlich besprochen werden, immerhin hatte Tarlock gerade demonstriert, dass selbst ein ganzer Planet keine Herausforderung für ihn und seien Truppen darstellte. Die Truppen Tarlocks ihrerseits liesen die verblieben Feindschiffe ziehen, da auch sie erst mal das erlebte verdauen mussten, immerhin löscht man nicht jeden Tag mal eben nahezu ein ganzes Volk samt seinem Planeten aus. Als dann das letzte Jaffa-Ha’tak im Hyperraum verschwunden war, flog auch Tarlocks Flotte zurück nach Hause und Tal’mesh freute sich schon darauf seinem Gebieter von der Mission und vorallem von der neuen Waffe zu berichten.
So für heute war's das, freue mich schon auf die Kommentare