Quelle: Stargate-Project.de
"Wie vor kurzem bekannt wurde, hat Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) dem Entwicklungsstudio Cheyenne Mountain Entertainment (CME) die Stargate-Lizenzen für die beiden Computerspiele "Stargate Resistance" und "Stargate Worlds" (SGW) entzogen.
Damit wurde dem noch immer in der Entwicklung befindlichen SGW wohl nun endgültig der Todesstoß versetzt. Außerdem wird damit das erste offizielle Stargate-Spiel "Resistance" ab dem 15. Januar nun ebenfalls begraben.
Mit der Zurücknahme der Lizenzen durch das - mittlerweile ebenfalls bankrotte - Studio MGM wird ein nun schon ewig dauernder Streit bzw. Kampf um die beiden Computerspiele beendet, der vor allem im März und April dieses Jahres seinen Höhepunkt fand.
Wie wir damals berichteten (Link 1, Link 2), hatte CME am 12. Februar dieses Jahres offiziell Insolvenz angemeldet, die Schulden beliefen sich - wie später klar wurde - auf über 16 Millionen US-Dollar. Mit dieser Finanzlage wurde mit der Produktion von SGW schon lange nicht mehr fortgefahren, dafür sah man "Resistance" als Lückenfüller, um mit den Verkäufen des Online-Shooters wieder Geld für SGW erwirtschaften zu können.
Da CME selbst über keine Geldmittel verfügte, wurde die Entwicklung von "Resistance" an die neu gegründeten "Fresh Start Studios" ausgelagert, die kurz nach der Veröffentlichung des Spiels allerdings ebenfalls Insolvenz anmelden mussten. Aus diesem Grund wurden die Produktionsmittel wiederum an eine neu gegründete Firma namens "Dark Comet Games" verkauft (wir berichteten).
Während der Weiterleitung von "Resistance" fand CME-intern ein Führungskampf von gewaltigen Ausmaßen statt - der ehemalige CEO Gary Whiting wurde der Veruntreuung von Geldern beschuldigt und seines Amtes enthoben, nach diversen Führungswechseln ist nun Tim Jenson der vom Gericht bestätigte CEO der Firma.
In letzter Zeit wurde allerdings über etwas anderes verhandelt - angeblich hatten Mitarbeiter von Dark Comet Games und den Fresh Start Studios versucht, Produktionsmittel von CME beiseite zu schaffen; aufgehalten wurden sie schlussendlich von der eintreffenden Polizei. Dem ehemaligen CEO Gary Whiting nach seien diese Mittel nun wieder in den Besitz von CME übergegangen.
Dies ändert allerdings nichts daran, dass CME, nachdem es vier Jahre lang im Besitz der Stargate-Lizenz war, vor kurzem nun alle mit dem Spiel zusammenhängenden Mittel an MGM aushändigen musste, die am 3. November - dem Tag, an dem sie selbst Insolvenz angemeldet haben - die Lizenz zurückgenommen haben.
Laut Gary Whiting sei davon nur SGW betroffen, allerdings ist auf der offiziellen Website von Dark Comet Games eine Pressemitteilung erschienen, dass "Resistance" am 15. Januar den Betrieb einstellen muss, da dem Spiel ebenfalls die Lizenz entzogen wurde.
In einem Gespräch mit Jayson Peters von "nerdvana", der von ausgeschlachteten Computern in den CME-Büros berichtet (Link), sagte Gary Whiting, dass er sich fühle wie Tony Stark im ersten "Iron Man"-Film, seines Eigentums und vor allen Dingen seines Namens beraubt. "Ich habe diese Firma gegründet. Ich bin der Kopf dieser Firma. Ich bin der kreative Mensch dieser Firma."
Unsere Kollegen von GateWorld haben den aktuellen CEO Tim Jenson zu den Aussagen von Whiting befragt und dieser gab Auskunft, dass nur er selbst im Moment über die Lage von CME sprechen könne, und man andere Personen nicht als glaubwürdig bezeichnen könne.
Wie es aussieht hat der Albtraum um CME, "Resistance" und "Stargate Worlds" - das von Brad Wright als "schreckliche Schande" bezeichnet wurde - nun so langsam ein Ende. Während in dem Besitz der Lizenz an Stargate durch CME noch lange Zeit ein Funken Hoffnung bestand, scheint das Aus des Spiels nun endgültig besiegelt zu sein. "
Tja damit hat der Stargate-Fluch nun auch auf die neuesten Spiele übergegriffen...
Ich vermute mal, wir werden uns damit abfinden müssen, dass es nie ein richtiges, gutes Stargate-Game geben wird.
Bleiben uns nur Mods (die von der Qualität teilweise besser sind als Resistance).