Reise ins Unbekannte

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05 Okt 2019 14:20 #89912 von Jack Hunter
Ach Mist, ich habe vergessen Feedback zu den vorangegangenen Kapiteln zu geben und jetzt kommt schon wieder das nächste... Egal, mach ich es eben jetzt noch. ;)

Eine Geisterbeschwörung also und das noch vor der Nachspeise. Hätte nicht gedacht, dass die Ymari so etwas können, jedoch ist das eine gute Abwandlung zu ihren telephatischen Fähigkeiten. Zudem finde ich auch die Umsetzung gut, anders als bei typischen Beschwörungen, die man aus Filmen oder Serien kennt, da, wie du es ja beschrieben hast, es nur die geistigen Überreste sind, die die Umgebung anders wahrnehmen und nicht mehr wirklich sehen, sprechen oder spüren können. Diese - ich nenne es mal Szene - zeigt auch gut die Nachwirkungen des Bürgerkrieges, wie Wilmuths Sympatisanten auf Martin und die Ymari reagieren und diese nun aus einem anderen Blickwinkel sehen. Sehr gute Umsetzung und sehr emotional!

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12 Okt 2019 14:45 #89915 von Todesgleiter
@Jack Hunter: Schön das dir dieser kleine Zwischenwurf gefallen hat, ich bin wie die meisten hier mittlerweile wissen sollten, immer bemüht das ganze Universum "lebendig" zu gestalten und dazu gehören eben auch die GEsichtslosen "NPC'S" welche den Großteil der Bevölkerung stellen.

@all: Weiter geht's:
Kapitel 90: Hochzeitsplanungen

Martin war zufrieden, vollauf zufrieden. Wegen ihm hätte die Zeit genau jetzt stehen blieben können. Noch halb umnebelt vor Schlaftrunkenheit hob er dann den Kopf um an sich hinunter zu sehen und sah vor allem eine Hellmessingfarbene Wand auf seiner Brust liegen. „Warum kann es nicht immer so sein?“ fragte sich Martin dann selbst während er Arlana vorsichtig durch das Haar strich, ihr Haar fühlte sich dabei weich und kühl wie Seide an, viel Feiner als Menschliches Haar. Jedenfalls feiner als Martins Haar, so viel stand fest. Nach einem Ausufernden Kuchengelage am letzten Abend bei dem seine Eltern damit zu kämpfen gehabt hatten ihre Scheu vor den Ymari abzulegen und sie als Familienmitglieder zu akzeptieren war Martin gemeinsam mit Arlana früh zu Bett gegangen, die Ymar war schließlich schon vor dem Essen Müde und erschöpft gewesen. Während er seine Frau sanft streichelte bemerkte Martin auch dass bereits licht durch die Spalten des Rollladens viel der das Fenster und die Glastür, welche auf einen großzügigen Balkon führte, verdeckte. „Wie lange hab ich den Geschlafen?“ fragte sich Martin dann selbst und verrenkte sich beinahe den Hals bei dem Versuch auf die Uhr zu sehen ohne sich zu sehr zu bewegen und damit eventuell Arlana aufzuwecken, immerhin wollte er unter keinen Umständen das sich die Momentane Situation großartig änderte. „Hoppla!“ dachte sich Martin dann als er die Uhr ins Blickfeld bekam und fest stellte das es bereits später Vormittag war, das letzte Mal als er so lange geschlafen hatte war kurz nach seiner Bestandenen Abschlussprüfung zum Kapitän gewesen. „Sollte ich aufstehen?“ fragte sich Martin dann, eigentlich hatte er keine Lust dazu immerhin fühlte er sich im Moment so wohl wie schon lange nicht mehr.

Plötzlich spürte er dann eine Bewegung Arlanas und schaute an sich herunter. Daraufhin stellte er fest das Arlana wohl wach war und nun ihr Kinn auf seine Brust gelegt hatte so dass sie ihm in die Augen sehen konnte. „Guten Morgen, fühlst du dich besser?“ fragte Martin daher während er Arlana ein weiteres mal durch das Haar strich. „Viel Besser, diese Ruhepause hat gut getan.“ Antwortete Arlana und hörte sich dabei irgendwie Schlaftrunken an was in Kombination mit ihrer Melodischen Stimme irgendwie witzig klang. „Warum grinst du?“ fragte Arlana dann. „Du hört dich lustig an, ich glaube ich habe noch nie zuvor einen Schläfrigen Ymar gehört.“ Antwortete Martin. „Weil wir im Normalfall nicht schlafen Martin. Aber Heute war die Erschöpfung wohl größer als gedacht. Ich kann jedoch nicht sagen das es einen Unangenehme Erfahrung war.“ Meinte Arlana dann während sie sich unter der Bettdecke streckte. „Schön dass du es genossen hast.“ Stellte Martin dann fest. „Solange ich mir dir zusammen bin ist jede Minute erfüllt von Freude.“ erwiderte Arlana dann ehe sie mit überraschender Flinkheit aufsprang und auf allen vieren soweit vor Kroch das sie Martin mühelos einen Kuss auf die Lippen drücken konnte. Martin fasste daraufhin mit einer seiner Hände um Arlanas Nacken und presste sie noch etwas fester an sich, wenn es nach ihm ginge konnte dieser Kuss ewig anhalten. Allerdings schien Arlana andere Pläne zu haben und löste sich von Martin. „Ich denke wir sollten so langsam aufstehen, findest du nicht?“ fragte Arlana Martin dann während sie ihm ins Gesicht grinste. „Muss das den sein?“ fragte Martin daraufhin und erhob sich soweit aus dem Bett das er Arlana erneut auf den Mund küssen konnte. Arlana sträubte sich daraufhin spielerrisch, ergab sich jedoch schon nach kurzer, ziemlich halbherziger, Gegenwehr ihrem Schicksal. Es war für Martin überdeutlich wie sehr auch sie diese Zweisamkeit genoss.

Nach einem leidenschaftlichen Kuss, der in Martin das Verlangen nach mehr weckte, richtete sich Arlana dann jedoch auf so dass sie praktisch auf Martin saß und schaute zu ihm herunter ehe sie meinte: „Ich denke es wäre angemessen die anderen nicht länger warten zu lassen, es stehen wichtige Planungen bevor.“, „Erinnerter mich nicht daran!“ stellte Martin umgehend fest, er hatte bereits eine dunkle Vorahnung das die Planungen im besten Fall als ausgesprochen kräftezehrend zu bezeichnen sein würden, dafür würde seine Mutter schon sorgen. Arlana grinste daraufhin und meinte: „Ein Versuch unliebsame Tätigkeiten zu verzögern wird das Erlebnis im Zweifelsfall nur noch weiter verschlimmern.“, „Ich weiß.“ Stimmte Martin zu ehe er sich herumwarf und Arlana damit aus dem Gleichgewicht brachte. Diese ließ daraufhin ein Geräusch das am ehesten als eine Mischung aus Kreischen und Quietschen zu beschreiben war ertönen und fand sich kurz darauf auf dem Rücken liegend unter Martin wieder. „Irgendwelche letzten Worte?“ fragte dieser dann mit einem breiten Lächeln. „Einige, aber ich denke das würde den hiesigen Rahmen sprengen.“ Antwortete Arlana, ebenfalls grinsend worauf Martin prusten musste. Obwohl er es nie für möglich gehalten hatte konnten die Ymari reichlich Lustig sein wenn sie wollten.

Wenige Minuten später hatte Martin sich dann angekleidet und lief gemeinsam mit Arlana, welche die Ankleideprozedur abgekürzt hatte indem sie ihr Nachtgewand einfach in eine andere Robe transformiert hatte, die Treppen in das Erdgeschoss des Hauses hinunter. Von dort waren deutliche Lacher zu hören. „Es scheint das unserer Eltern sich ebenfalls bestens Amüsieren.“ Stellte Martin daher fest. „Es hat den Anschein.“ Stimmte Arlana zu, welche in der Zwischenzeit putzmunter wirkte und sich so elegant wie eh und jeh bewegte. Als die beiden dann die die Tür in das Wohnzimmer durchschritten stellte Martin umgehend fest das seine Eltern sowie die Arlanas um den Wohnzimmer Tisch herum saßen auf dem ein buntes Kuddel muddel aus diversen Speisen und Getränken angerichtet war. Sowohl Martins als auch Arlanas Eltern saßen dabei in lockeren Plauderposen um den Tisch und schienen sich wunderbar unterhalten zu haben, jedenfalls schlussfolgerte Martin dass aus den erheiterten Mienen der beteiligten. „Guten Morgen.“ Grüßte Martin dann worauf sowohl Echari als auch Vikan in einer einzigen Bewegung von ihren Stühlen aufsprangen und sich gleichzeitig herumdrehten eine imposante akrobatische Leistung das musste Martin ihnen definitiv lassen. „Wir hatten bereits gemutmaßt das eure Erholung von Gewissen Problemen geplagt sein könnte.“ Stellte Vikan dann fest. Echari warf ihrem Mann daraufhin einen abwertenden Blick zu und meinte stattdessen: „Ich hoffe eure Ruhephase war erholsam.“, „Das war sie in der Tat. Es ist lange her das ich so gut ausgeruht war.“ Antwortete Arlana und schritt mit erhobenem Kopf an ihrem Vater vorbei der sie mit einer Hochgezogenen Augenbraue musterte. „Du hättest ruhig etwas früher aufstehen können Junge, ich glaube ich muss demnächst Platzen wenn ich noch mehr Gebäck essen muss.“ Stellte Martins Vater dann fest. „Tut mir leid, das war nicht geplant, aber es tat gut zur Abwechslung einmal ohne Druck schlafen zu können.“, „Das glaube ich du warst in letzter Zeit ziemlich viel beschäftigt.“ Stimmte Martins Vater zu. „Aber es gibt doch noch immer wichtige Dinge zum Organisieren, wir müssen noch Einladungen schreiben und versenden, eine Halle Anmieten…“ fing Martins Mutter umgehend an. „Darf ich vielleicht zuerst Frühstücken Mama?!“ unterbrach Martin seine Mutter dann radikal, wenn er eins nicht brauchen konnte dann war es beim Frühstück gestört zu werden. „Aber natürlich, tut mir leid.“ Antwortete Martins Mutter umgehend und lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre Kaffee Tasse.

„Es hat den Anschein dass eine Hochzeit eine Prestigeträchtiges Gesellschaftliches Ereignis in der menschlichen Kultur ist. Ich hätte nicht gedacht das diesem Ereignis und nicht der eigentlichen Verbindung zweier Menschen ein derartiger Stellenwert entgegen gebracht wird.“ Stellte Vikan dann neugierig fest. „Ihr werdet noch oft feststellen das die Menschen dazu tendieren nicht den Akt als solches sondern die ihn umgebenden Ereignisse zu Feiern.“ Antwortete Martin. „Ach Martin, eine Hochzeit ist doch ein einmaliges Ereignis, ich will doch nur dass wir das Richtig machen.“ Stellte Martins Mutter dann fest. „In wie fern kann eine Hochzeit unter Menschen den Fehlschlagen?“ fragte Echari dann neugierig, obwohl die beiden Ymari nicht als Sozialforscher gekommen waren, war ihre Wissbegierigkeit verschieden Menschliche Verhaltensweisen betreffend deutlich zu erkennen. Martin grinste daraufhin in sich hinein und nahm einen Großen Bissen von seinem Brötchen, damit niemand auf die Idee kam von ihm eine Antwort zu erwarten. „Nun man kann die Erwartungen seiner Gäste enttäuschen. So eine Feier muss richtig geplant werden um das verhindern.“ Antwortete Martins Mutter sofort. „In wie fern ist die Enttäuschung der Gäste mit dem Fehlschlag der Hochzeit verbunden? Soweit ich das Verstanden habe bezeichnet Hochzeit einen Vorgang in dem sich ein verliebtes Paar aneinander bindet. In diesem Kontext sind Gäste weder notwendig noch irgendwie förderlich.“ Erwiderte Vikan kalt analytisch wie es typisch für seine Spezies war. Wohl Wissend dass seine Mutter jetzt ein Problem haben würde den Umstand zu erklären lehnte Martin sich innerlich zurück und wartete auf die Erklärung.

„Ja, aber was ist denn eine Hochzeitsfeier ohne Gäste? Ein solches Ereignis muss doch angemessen gefeiert werden und was ist eine Feier ohne Zufriedene Gäste? Außerdem was sollen denn die Nachbarn sagen wenn es keine Angemessen Feier gibt?“erwiderte Martins Mutter bestimmt. „Ich fürchte dass ich deiner Argumentation nicht folgen kann Sandra. Ich kann nicht verstehen wozu Gäste im Allgemeinen notwendig sein sollen. Meiner Ansicht nach muss leidglich das Brautpaar zufrieden gestellt werden.“ Meinte Vikan dann, während er sich Offenkunig bemühte zu Verstehen wie die Frau ihm gegenüber dachte. „Es hat mehr mit Gesellschaftlicher Erwartungshaltung als tatsächlicher Notwendigkeit zu tun und einige Menschen, meine Mutter inbegriffen, legen einen hohen Wert auf ihr Gesellschaftliches Ansehen.“ Erklärte Martin dann in dem Versuch in die Bresche zu springen. „Ahh, ich verstehe. Allerdings ist dies keine Logische Betrachtungsweise der Situation.“ Antwortete Vikan umgehend. „Vieles ist nicht Logisch, deshalb muss es noch lange nicht falsch sein.“ Erwiderte Arlana. Vikan nickte daraufhin und meinte: „Ein wahres Wort. Ich muss mich entschuldigen Sandra, es stand mir nicht zu die Menschlichen Traditionen in Frage zu stellen. Allerdings hat es den Anschein das ich im Rahmen meiner Wissenschaftlichen Neugier häufiger meine Manieren Vergesse. Ich hoffe das dieser Zwischenfall keine Folgen für unser Familiäres Verhältnis miteinander hat.“, „Was…? Äh nein, keine Sorge.“ Stellte Martins Mutter umgehend fest, obwohl sie und ihr Mann mittlerweile größtenteils aufgetaut schienen was den Umgang mit den Ymari anging, wirkte deren Präsenz offenbar noch immer verunsichernd. Martin wusste dabei dass dies noch ein ganze Weile so bleiben würde, er selbst fühlte sich immerhin in Gegenwart der Eleganten Aliens auch noch nicht wirklich wohl und befand sich in ständiger hab acht Stellung. „Das ist erleichternd zu hören.“ Meinte Vikan dann und wandte sich wieder seinem Teller zu. „Habt ihr euch schon überlegt wann eure große Feier stattfinden soll?“ fragte Martins Mutter dann, dieses Thema lies ihr offenbar keine Ruhe und Martin wusste aus Erfahrung das es Sinnlos war zu versuchen ihr Interesse Auszusitzen, sie würde erst Ruhe geben wenn sie zufriedengestellt war.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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12 Okt 2019 14:46 #89916 von Todesgleiter
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Wir haben noch überhaupt keine Planungen angestellt Mama, wie ich schon einmal erzählt habe war das ganze eine reichlich kurzfristige Aktion ohne großartige Planung im Vorfeld.“ Antwortete Martin daher genervt, obwohl er wusste warum seine Mutter so beharrlich Nachfragte, ging es ihm trotzdem auf die Nerven. „Wie gut dass ich dann schon im Voraus gearbeitet habe. Ich habe mir die Freiheit genommen, eine Liste mit Leuten zu erstellen die wir einladen sollten. Außerdem habe ich schon mit dem Priester gesprochen, er ist bereit schon nächste Woche die Zeremonie durchzuführen!“ meinte Martins Mutter dann begeistert. „Warum überrascht mich das jetzt nicht.“ Stellte Martin umgehend trocken fest während er den Zettel den seine Mutter einmal quer über den Tisch geschoben hatte kurz Musterte, weniger überraschend war das ganze Blatt voll mit Namen geschrieben, die meisten davon kannte er nicht einmal. Auch Arlana warf der Liste einen kurzen Blick zu ehe sie meinte: „Eventuell wäre es angebracht die Anzahl der Gäste auf eine überschaubarere Anzahl zu Begrenzen? Ich erachte diese Zeremonie als etwas hochgradig Persönliches kein Akt zur Öffentlichen Unterhaltung von Massen an Personen.“, „Meinen Si… äh ich meine meinst du?“ erwiderte Martins Mutter unschlüssig. „Ich bin in diesem Fall ausgesprochen Sicher was meine Meinung angeht Sandra. Zudem dürfte es sehr viel einfacher werden eine kleinere Anzahl an Gästen zu Unterhalten.“ Stellte Arlana entschlossen fest. Martin bemerkte dabei den Autoritäten Unterton in der Stimme seiner Frau und wusste das seine Mutter in diesem Fall gegen eine Wand laufen würde, wenn sich Arlana erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte konnte niemand mehr sie davon abbringen. „Ja, aber wie soll man den Entscheiden wen man Einlädt und wen nicht?“ fragte Martins Mutter dann. „Ganz einfach Mama, alle die weder mich noch Arlana kennen werden nicht eingeladen. Das dürfte die Zahl der Gäste schon mal halbieren. Zusätzlich streichen wir alle Namen von Leuten zu denen wir keine wirkliche Verbindung haben. Denn seit wann lädt man die Kassiererin aus dem Lokalen Supermarkt zu seiner Hochzeit ein?“ antwortete Martin wohl Wissend das seine „einfache“ Lösung in den Augen seiner Mitter wohl unzureichend sein würde.

„Ja aber was soll ich denn Mathilde und Annegret sagen wenn sie nicht eingeladen sind?“ protestierte Martins Mutter erwartungsgemäß umgehend. „Wer sind Mathilde und Annegret?“ fragte Martin zur Antwort und untermalte damit seinen Punkt das er die meisten der „Gäste“ die seine Mutter ausgesucht hatte gar nicht kannte. „Frag besser nicht.“ Stellte Martins Vater umgehend fest, jedoch zu spät. „Na Sie gehen mit mir zusammen in den Kirchenchor! Und sind die einzigen die meinen Kuchen wirklich zu schätzen wissen.“ Antwortete Martins Mutter sofort aufgebracht. „Ich verstehe trotzdem nicht warum wir deine Freundinnen zu meiner Hochzeit einladen sollten.“ Stellte Martin entschlossen fest, zwar hatte er keine Probleme mit den Freundinnen seiner Mutter, immerhin kannte er sie gar nicht, aber deshalb fand er es noch lange nicht Angebracht sie zu seiner Hochzeit einzuladen. „Ich muss mich Martins Meinung anschließen Sandra. Ich kenne ebenfalls viele Persönlichkeiten und meine Eltern noch sehr viel mehr. Doch alleine der Status als Bekanntschaft ist in keinster Weise Ausreichend um die Anwesenheit bei einer derart Privaten Feier zu Rechtfertigen. Freunde sind gut und wichtig, aber sie sind nicht teil der Familie, es ist wichtig dies zu Differenzieren denn ansonsten riskiert man die Bindung zu den Wichtigsten Personen seines Lebens zu verlieren.“ Meinte Arlana dann während sie sich ein weiteres Brötchen quer über den Tisch schweben lies. „Aber ich war doch auch zu ihren Geburtstagen eingeladen…“ Wiedersprach Martins Mutter umgehend. „Du kannst deinen Geburtstag nicht mi der Hochzeit deines Sohnes gelichsetzen Sandra, dein Geburtstag ist deine Sache und es ist in Ordnung deine Freundinnen dazu einzuladen, aber Martins Hochzeit ist seine Sache nicht deine und auch nicht meine. Ich denke das Mathilde und Annegret das Akzeptieren werden.“ Mischte sich dann Martins Vater ein, dem das ständige Wettbewerbsverhalten seiner Frau wohl ziemlich an die Nerven ging. „Also gut, wenn ihr meint. Aber dann muss ich definitiv eine weitere Feier organisieren.“ Lenkte Martins Mutter dann Schlussendlich ein.

Martin rollte daraufhin mit den Augen Beiles es jedoch dabei, wenn seine Mutter sich ihren Altersruhestand unbedingt mit den anderen Frauen im Dorf messen musste, sollte sie doch. Das war glücklicherweise nicht sein Problem. „Muss das den sein Sandra?“ fragte Martins Vater dann Hoffnungsvoll, offenbar war er nicht gerade begeistert von der Aussicht dass seine Frau eine weitere Feier mit ihren Freundinnen und liebsten Konkurrentinnen veranstaltete. „Ja Johan das muss sein.“ Stellte Martins Mutter dann resolut und in Tonfall der klar machte dass die Diskussion vorbei war fest. „Gut, das hätten wir geklärt.“ Meinte Martin dann erleichtert, nichts aber auch gar nichts war so anstrengend wie eine Diskussion mit seiner Mutter. „Dann brauchen wir aber immer noch eine Halle für die Feier nach der Kirchen Zeremonie.“ Meinte Martins Mutter dann. Da Martin dem nichts entgegen setzen konnte fragte er: „Und ich bin sicher du hast schon etwas ausgesucht?“, „Ausgesucht noch nicht, aber ich habe mich schon einmal umgeschaut. Gabriella hat gesagt das wir ihre Scheune haben können.“ Antwortete Martins Mutter unbedingt. „Ist eine Scheune nicht ein einfaches Lagergebäude für Agrargüter?“ fragte Vikan dann überrascht. „Ja, allerdings werden Scheunen aufgrund des großen zur Verfügung stehenden Platzes oft auch für andere Dinge benutzt.“ Antwortete Martin. „Ich bezweifle das ein solcher Ort einer derart wichtigen Feier angemessen ist.“ Meinte Vikan dann worauf Martin überrascht die Augenbrauen hochzog, er hatte nicht gedacht das Vikan oder Echari sich einmischen würden. „Ja, aber warum denn nicht. Damit hat das ganze einen wunderbaren Lokalen Grundton.“ Stellte Martins Mutter rumgehend fest, worauf Martin ziemlich sicher war das sie schon mehr getan hatte als sich nur umzusehen. „Es steht uns nicht zu die Sitten und Gebräuche der Menschen zu bewerten, aber eine derartig Wichtige Feier sollte an einem Ort durchgeführt werden welcher der Bedeutung der Zeremonie angemessen ist.“ Stellte Vikan dann fest. „Und was genau habt ihr euch diesbezüglich vorgestellt?“ fragte Martins Mutter umgehend. „Wie ich bereits sagte: Es steht uns nicht zu die Gebräuche und Traditionen der Manschen zu bewerten. Ich hielt es lediglich für angebracht darauf hinzuweisen. Demzufolge habe ich keine Alternative auserkoren.“ Antwortete Vikan. Martins Mutter sah daraufhin nachdenklich aus, offenbar hatten die Worte des Ymar gewirkt.

„Es gibt hier in der Nähe leider keine Schlösser die ihre Säle für derartige Zwecke vermieten.“ Meinte Martins Vater dann. „Nun aber Vikan hat recht das ist ein besonderes Ereignis.“ Meinte Martins Mutter dann. „Nur für den Fall das es als Angemessen erachtet werden würde könnte ich eventuelle Abhilfe schaffen.“ Meinte Arlana dann. „In wie fern?“ fragte Martin dann vorsichtig. „Nur wenige Lichtjahre von hier entfernt befindet sich eine alte Biosphärenstation, er wird schon sehr lange nicht mehr verwendet und lediglich von einer einfachen Ki verwaltet. Von dort aus hat man einen sensationellen Ausblick auf zwei Zwillingssterne, es wäre ein leichtes das Beobachtungsdeck für unsere Zwecke umzugestalten.“ Antwortete Arlana. „Eine Raumstation? Ich weiß nicht…“ stellte Martins Mutter dann fest, offenbar weniger begeistert von dem Gedanken die Erde verlassen zu müssen. „Es war lediglich ein Vorschlag.“ Meinte Arlana umgehend. „Nun ja, ansonsten könnte das wohl niemand von sich behaupten und Martin wäre der Erste Mensch der außerhalb der Erde geheiratet hat. Ich denke dass das mehr wie etwas eindrucksvoll wäre.“ Meinte Martins Vater dann, welcher ja schon lange eine Faszination für den Weltraum hegte aber aus Altergründen keine Chance hatte jemands selbst dorthin zu kommen. „Aber wie bekommen wir denn alle Gäste auf eine Raumstation irgendwo im Nirgendwo?“ fragte Martins Mutter dann, wie immer mehr um das wohl der Gäste besorgt als um alles andere. „Darüber musst du dir keine Sorgen Machen Sandra, mein Schiff im Orbit könnte die gesamte Menschliche Bevölkerung dieses Planeten innerhalb eines Augenblickes dorthin transportieren.“ Antwortete Arlana. „Sie würden alle Teleportiert werden.“ Fügte Martin dann an, nur um eventuelle Missverständnisse zu vermeiden. „Ist so eine Teleportation den sicher?“ fragte Martins Mutter dann und hörte sich dabei ehrlich gesagt verängstigt an. „Sicherer als Morgens aus dem Bett aufzustehen Sandra. Es gibt keine Dokumentierten Unfälle mit der Teleportationstechnologie und sie wird von uns Ymari ausgesprochen häufig und Regelmäßig verwendet.“ Antwortete Arlana. „Also gut, von mir aus. Wenn ihr das unbedingt wollt.“ Lenkte Martins Mutter dann ein, wenn auch nachdenklich. „Als ob es jemals deine Entscheidung gewesen wäre….“ Dachte sich Martin dann. Er mochte seine Mutter, aber manchmal konnte sie furchtbar nervig sein.

„Denkst du dass wir die Zeremonie dann schon nächste Woche abhalten können, auf das wir das Hinter uns bringen?“ fragte Martin dann Arlana. „Von meiner Seite aus spricht nichts dagegen Martin.“ antwortete diese bester Laune. „Wunderbar! Ich werde sofort die Einladungen versenden!“ stellte Martins Mutter begeistert und vor Freude leuchtendem Gesicht fest. „Na wenigstens Jemand freut sich.“ Dachte sich Martin daraufhin, er war weniger von der Aussicht begeistert eine groß angelegte Feier zu schmeißen. „Was ist denn los Martin?“ fragte Arlana dann, ihr war offenbar aufgefallen das sich Martins Begeisterung stark in Grenzen hielt. „Nichts, es ist alles in Ordnung.“ Antwortete Martin umgehend, immerhin gab es ja wirklich kein direktes dringendes Problem um das man sich hätte kümmern müssen. „Das glaube ich dir nicht. Komm schon ich will nicht das du unglücklich bist.“ Meinte Arlana dann und legte Martin einen Arm um die Schulter während sie ihm direkt ins Ohr sprach. „Es ist wirklich alles in Ordnung Arlana, ich bin nur kein Freund von diesen Ausufernden Festen.“ Meinte Martin daher, es war ihm praktisch unmöglich Arlana zu wiederstehen und das wusste sie vermutlich auch sehr genau. „Aber Martin, das ist ein wichtiges Ereignis.“ Brauste seine Mutter dann umgehend auf welche im Gegensatz zu Martin selbst eine große Freude an Festen hatte, egal ob sie sie selbst ausrichtete oder nur Gast war. „Ich weiß Mama, deshalb habe ich ja auch nichts gesagt.“ Antwortete Martin dann. „Kannst du dich nicht wenigstens ein bisschen freuen, immerhin geht es um uns?“ fragte Arlana dann. „Ich bin immer glücklich wenn du in der Nähe bist, keine Sorge ich werde das schon durchstehen.“ Antwortete Martin. „Wie Vater so Sohn.“ Stöhnte Martins Mutter dann worauf ihr Mann lachen musste und fragte: „Was hast du den erwartet Sandra?“, „Das weiß ich selber nicht. Ich hatte nur gehofft er würde ein bisschen Geselliger werden als du.“ Antwortete Martins Mutter dann. Martin beschränkte sich daraufhin auf ein grinsen, seine Mutter erzählte ihm schon seit seiner frühen Kindheit davon das er doch bitte mehr „unter die Leute“ gehen sollte. Allerdings hatte Martin es noch nie für notwendig erachtete diesem Wunsch nachzukommen. Er hatte lieber weniger dafür gute Freunde als viele Bekannte die er kaum kannte und lediglich Zeit beanspruchten und bisher hatte diese Vorgehensweise ja auch annehmbare Ergebnisse erzielt. Martins Mutter begnügte sich daraufhin mit einem genervten ächzen, sah aber wohl ein das sie dieses Gefecht verloren hatte.
~~~Ende Kapitel 90~~~

mfg.: Tg

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18 Okt 2019 15:45 - 18 Okt 2019 16:02 #89917 von Jack Hunter
Ja ja, Mütter und Hochzeitsplannungen. Ein altes Klischee, das aber dennoch sehr häufig zutrifft. Irgendwie kommt mir das seltsam vertraut vor. :D
Übrigens bin ich da voll auf Martins Seite, da ich auch kein Freund von solchen Großereignissen und ausgedehnten Feiern bin. Wie sieht es da mit dir aus? ;)

Mir ist auch aufgefallen, dass recht häufig davon die Rede ist "Was sollen bloss die Nachbarn denken?". Ist bestimmt so ein Running Gag von dir, genauso wie mit dem Kuchen, stimmt's? :)

Hm, irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass die Hochzeit das Finale sein wird.

PS: mir würde es auf jeden Fall auch missfallen, wenn mein Grundstück plötzlich zu einem Hochsicherheitskomplex ausgebaut wird, nur weil ich mal außerirdischen Besuch bekomme! Was denkt sich denn die Regierung nur dabei? :D

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Letzte Änderung: 18 Okt 2019 16:02 von Jack Hunter.

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19 Okt 2019 15:01 #89922 von Todesgleiter
@Jack Hunter: Ich bin auch kein sonderlicher FReudn von Feiern/Festen oder Menschenansmmlungen im allgemeinen, da ist es mir immer zu laut, eng und langweillig. (Um nicht zu sagen: ICH HASSE ES! :D )

Die Nachbarn und der Kuchen.... Ja das könnte man als Rennenden Witz bezeichnen, ist eine etwas überspitzte Parodie auf das Verhalten meiner Großeltern. ;)

Nun die Regieurng hat die Hosen voll^^ Sowohl der Präsident als auch all seine MInister und alle Abgeordnete haben gesehenw as passiert wenn Arlana oder den Ymari der Geduldfaden reißt, da will man eben kein Risiko eingehen. (Ich währ aber auch nicht Glücklich darüber wenn man Vorgarten zu nem Militärstützpunkt ausgebaut wird...)

@all: Weiter geht's:
Kapitel 91: Strafe des Verrates
Martin sah ein letzes mal an sich herunter und versicherte sich davon das seine Uniform korrekt saß, auch wenn er am Heutigen Tage wohl keiner der Hauptakteure war, war er sich sicher das seine Person eine Menge Mediales Interesse auf sich ziehen würde. Immerhin war er mit den Geschehnissen verflochten um die es heute gehen würde. „Ich bin mir nicht sicher ob es Angemessen ist wenn ich dieser Verhandlung beiwohne Martin. Es könnte ein falscher Eindruck entstehen.“ Stellte Arlana dann fest die eine ihrer prächtigen Strahlend weißen Roben trug. „Wir haben dir zu verdanken das der Bürgerkrieg zu Ende ist, wir haben es dir zu verdanken das Wilmuth hier und heute vor Gericht steht. Ich denke du hast alles Recht dieser Welt der Verhandlung beizuwohnen. Zudem bist du meine Frau und damit ebenso eine Bürgerin der Vereinten Nationen wie ich jetzt ein Bürger des Vereinten reiches von Aphyn bin.“ Antwortete Martin entschlossen, zwar konnte er verstehen was Arlana meinte, aber einige Leute würden so oder so Verschwörungstheorien folgen egal was Arlana oder er taten. „Bist du dir da sicher? Es könnte der Öffentliche Eindruck entstehen ich nähme Einfluss auf das Verfahren. Und würde mit meiner Anwesenheit sicherstellen das die Richter so entscheiden wie ich es für angemessen halte.“ Meinte Arlana dann. „Einige Leute werden so oder so glauben dass es sich um ein Abgekartetes Spiel handelt, die Tatsache ob du der Verhandlung beiwohnst oder nicht wird daran gar nichts ändern Arlana. Zudem ist die Verhandlung ohne Einschränkung öffentlich, auch um Verschwörungstheorien vorzubeugen.“ Antwortete Martin. „Also gut, wenn du meinst.“ Lenkte Arlana ein während die beiden auf die massiv anmutende Absperrung zuliefen welche den Weg zum großen Gerichtssaal versperrte. Zwar war die heutige Verhandlung öffentlich, aber aufgrund des erwarteten immensen öffentlichen Interesses waren diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden um Anschläge oder versuchter Selbstjustiz vorzubeugen. Zu der auffälligsten Maßnahme zählten eben jene Absperrungen. Man konnte das Gelände nur betreten nachdem man gründlich Kontrolliert und mit Namen erfasst worden war.

Aufgrund seiner Uniform und Arlanas auffälliger weißer Robe vielen Martin und Arlana dem Sicherheitspersonal natürlich umgehend auf, die gruppe aus neun Personenschützen welche die beiden umgaben sorgte ebenfalls dafür das sie ziemlich schwierig zu übersehen waren, selbst in einer großen Menschenansammlung. „Haupt Kapitän Möllers, möchten Sie auch der Verhandlung beiwohnen?“ fragte einer der Offiziere welcher einen kleinen Nebendurchgang in der Absperrung bewachte umgehend. „Ja, ich habe durchaus ein persönliches Interesse an diesem Fall.“ Antwortete Martin. Der Offizier zuckte daraufhin mit den Augenbrauen und meinte: „Das kann ich gut Verstehen Sir, wir haben eine Sektion für VIP’s eingerichtet, mit Ihrer Erlaubnis werde ich Sie und die Ga’quera dorthin anstelle den öffentlichen Rängen bringen. „Gehen Sie voraus.“ Meinte Martin umgehend, er sah keinen Grund das Angebot des Offiziers abzulehnen. „Sir, dazu muss ich zunächst Ihre ID überprüfen um sicherzustellen das Sie auch wirklich der sind der Sie vorgeben zu in.“ meinte der Offizier dann in einem beinahe entschuldigenden Tonfall. „Sicher.“ Antwortete Martin lediglich und hob dem Mann seine ID hin, auch wenn es auf Dauer etwas nerv tötend sein konnte sich dauernd ausweisen zu müssen verstand Martin doch den Grund dahinter. „Ihre ID ist in Ordnung Sir, entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.“ Meinte der Offizier dann nachdem er Martins ID überprüft und dabei weniger überraschend fest gestellt hatte das Martin die Wahrheit gesprochen hatte was seine Identität anging. Martin selbst begnügte sich daraufhin mit einem Schulterzucken und folgte dem Mann durch den Nebendurchgang der sich in diesem Moment öffnete. Weniger begeistert stellte Martin dabei auch fest dass die Personenschützer ihm und Arlana auch durch die Absperrung hindurch folgten. „Hoffentlich kann ich nachher überhaupt was sehen wenn so viele Leute um mich rum stehen.“ Dachte sich Martin dann genervt. Obwohl er die Beweggründe seiner Vorgesetzten verstand welche zu der ständigen Eskorte seiner Peron geführt hatten störte ihn die Beständige Begleitung ungemein.

Nur wenige Minuten und keine nennenswerten Zwischenfälle später erreichte Martin samt Arlana und ihrer Begleitung den VIP Bereich des Gerichtssaales. Hierbei handelte es sich um einen mit Schusssicherem Glas abgesperrten Balkon der über den eigentlichen Zuschauerplätzen in den Saal ragte und dank der Tribünenartigen Anordnung der Sitzplätze einen komfortablen Blick auf das Geschehen im Saal ermöglichte. „Welch Ironie des Schicksals.“ Dachte sich Martin dann als er den Blick über den Saal gleiten ließ, das letzte Mal als er hier gewesen war, war dies zum Zwecke seiner eigenen Exekution gewesen. Weniger überrascht stellte er auch fest das sämtliche Schäden an dem Raum, welche durch Arlanas eingreifen das seinen Tod verhindert hatte verursacht worden waren bereits repariert worden waren. Sobald Martin und Arlana dann den Balkon betraten ging ein kurzes rauen durch die Anwesenden, während Martins Militäruniform hier weniger auffällig war, es saßen bereits mehrere Uniformierte vor Ort, vielen Arlanas strahlend weiße Roben dafür umso mehr auf, insbesondere vor dem Hintergrund das die Stoffbahnen von innen heraus zu leuchten schienen. „Ga’quera Arlana, Haupt Kapitän Möllers was für eine Angenehme Überraschung.“ Stellte dann ein Mann in einem unscheinbaren grauen Anzug fest. Erst auf den zweiten Blick erkannte Martin den Mann als Präsident Makowsky und erwiderte den Gruß daher umgehend: „Präsident Makowsky Sir.“ Auch Arlana ließ es sich nicht nehmen den Präsidenten zu grüßen und meinte: „Es ist eine Freude Sie erneut zu sehen Präsident Viktor Makowsky.“, „Die Freude ist ganz meinerseits. Setzen Sie sich doch zu mir.“ Lud der Präsident Martin und Arlana dann ein. Notgedrungen meinte Martin: „Sehr Freundlich von Ihnen Sir.“ Und folgte der Einladung ohne Umschweife, zwar hatte der Präsident ihm keinen direkten Befehl gegeben aber trotzdem hielt Martin es für klüger der Aufforderung zu folgen und lies sich auf dem Sitzplatz nieder auf den Präsident deutete. Arlana folgte seinem Beispiel nur unwesentlich später und lies sich neben Martin nieder, ohne dabei von ihren Ausufernden Roben behindert zu werden. Nachdem sich der Präsident dann zu Martins anderer Seite gesetzt hatte meinte er in einem lockeren Plaudertonfall: „Ich hoffe Ihr Aufenthalt zu Hause war bisher angenehm Haupt Kapitän?“, „Es gibt nichts worüber ich mich beklagen könnte Sir.“ Antwortete Martin umgehend, zwar hatte er nichts gegen den Präsidenten aber es war ihm trotzdem unangenehm sich mit dem Mann außerhalb seiner Dienstzeit zu Unterhalten, immerhin war Präsident Makowsky ein mächtiger Mann und man musste in seiner Gegenwart immer Vorsichtig sein.

„Ich verstehe.“ Meinte der Präsident dann lediglich ehe die beiden wieder in Schweigen verfielen, offenbar wusste der Präsident ebenso wenig wie Martin über was sie sich großartig Unterhalten sollten. „Sind Sie nicht teil der Nebenklage Sir?“ fragte Martin dann in dem Versuch das Schweigen zu brechen um nicht den Eindruck zu erwecken das er sich in der Nähe des Präsidenten unwohl fühlte. „Nein, es wurde entschieden alle direkt betroffenen aus dem Prozess herauszuhalten um eine Objektive Verhandlung zu ermöglichen. Um ehrlich zu sein bin ich darüber ganz froh. Ich bin mir nicht sicher ob es mir gelingen würde mich im Angesicht von Frau Wilmuth zu beherrschen.“ Antwortete der Präsident umgehend. „Das kann ich nur zu gut Verstehen Sir.“ Stimmte Martin umgehend zu wen es nach ihm ginge hätte er Tanja Wilmuth schon bei ihrer letzten Begegnung Eigenhändig die Kehle aufgerissen und sie erbärmlich verbluten lassen. „Die meisten Leute können das nur zu gut Verstehen Haupt Kapitän. Aus diesem Grund war eine ziemliche Herausforderrung Objektive Richter zu finden. Immerhin müssen wir vermeiden das dieses Verfahren durch Persönliche Sichtweißen Manipuliert wird.“ Stellte Präsident Makowsky dann fest. „Gibt es denn überhaupt noch Leute die Objektiv auf dieses Sache blicken können?“ fragte Martin dann überrascht, er konnte ja irgendwo verstehen wie man auf den Gedanken kam das Wilmuth richtig gehandelt hatte aber wie man absolut keine Meinung zu dem Thema haben konnte sprengte seine Vorstellungskraft. „Nein, aber es gibt noch Leute die ihre Emotionen kontrollieren können so dass sie ihr Urteil nicht zu sehr beeinflussen.“ antwortete Präsident Makowsky. „Das ist eine Fehleinschätzung Präsident Viktor Makowsky, Die Persönlichen Gefühle werden das Urteil eines Menschen immer beeinflussen. Es ist weder Menschen noch Ymari möglich Emotionslos zu entscheiden.“ Mischte sich Arlana dann ein. „In diesem Fall bleibt zu Hoffen das die Emotionen die Richter nicht zu sehr beeinflussen.“ erwiderte der Präsident Schulter zuckend. Im nächsten Moment meinte dann ein weitere Mann in Uniform: „Herr Präsident Sir.“, „Admiral Carvalho, ich hatte schon befürchtete Sie hätten sich dagegen entschieden zu kommen.“ Antwortete der Präsident. „Nein Sir, dafür interessiert es mich viel zu sehr was aus dieser Hexe wird.“ Der Präsident lächelte daraufhin deutlich und meinte: „Ihre Meinung zu diesem Thema ist mir wohlbekannt.“, „So war es auch beabsichtigt Sir.“ Stellte Carvalho kurz angebunden fest, es bedurfte nicht viel Phantasie um zu erraten wie Carvalho am liebsten mit Wilmuth umgegangen wäre.

„Möchten Sie sich zu uns Setzen Admiral, Haupt Kapitän Möllers und Ga’quera Arlana sind ebenfalls hier.“ Meinte der Präsident dann höflich wie man es von einem erfahrenen Diplomaten erwarten würde. „Danke Sir, warum nicht.“ Erwiderte Carvalho ehe er an dem Präsidenten vorbei zu Martin lief: „Admiral Carvalho Sir.“ Grüßte Martin daher umgehend, zwar waren sie nicht im Dienst aber der Mensch war eben ein Gewohnheitstier. „Haupt Kapitän, Ga’quera schön Sie beide hier zu sehen.“ Antwortete Carvalho umgehend mit einer angedeuteten Verbeugung. „Admiral Antonio Carvalho, ich freue mich Sie wieder zu sehen.“ Stellte Arlana dann fest. „Die Freude ist ganz meinerseits Ga’quera, davon können Sie überzeugt sein.“ Antwortete Carvalho etwas unsicher, wie die meisten Menschen die nicht oft mit Arlana zu tun hatten. Arlana begnügte sich daraufhin mit einem amüsierten Grinsen und ersparte dem Admiral eine weitere Konversation, worüber dieser wohl ganz glücklich war und sich neben ihr nieder lies. „Kommt Ihre Frau nicht mit Sir?“ fragte Martin dann Carvalho. „Nein, ansonsten könnte wohl eine ganze Armee der UNA Wilmuth nicht davor Schützen bei lebendigem Leib gehäutet zu werden.“ Antwortete Carvalho. Martin zog daraufhin eine Augenbraue hoch, er hätte der stets gut gelaunten Frau des Admirales niemals ein solches Temperament zugetraut. „Ich verstehe.“ Meinte er dann, worauf wieder Ruhe einkehrte, jedoch nicht lange.

Nur wenige Minuten später öffneten sich die Türen hinter dem erhöhten Pult an dem die Richter sitzen würden und drei Frauen sowie zwei Männer in Boden langen Roben schritten würdevoll heraus um ihre Plätze einzunehmen. Augenblicklich legte sich die bis dahin Allgegenwärtige Geräuschkulisse, es war als würde der ganze Saal angespannt den Atem anhalten. Sobald die Richter dann ihre Plätze eingenommen hatten ging ein Raunen durch den Saal. Nur kurze Zeit später sah Martina auch warum: Tanja Wilmuth wurde, an Händen und Füßen gefesselt, zu ihrem Platz gebracht. Sobald sie saß postierten sich zwei grimmig dreinschauende Soldaten mit Elektro Knüppeln hinter ihr, bereit sofort einzugreifen falls sie versuchte zu entkommen oder die Richter anzugreifen, so unwahrscheinlich das auch war. Gleichzeitig mit der Angeklagten nahm der Staatsanwalt seinen Platz auf der anderen Seite des Saales ein und zog dabei bei weitem nicht so viel Aufmerksamkeit auf sich. Sobald dann alle saßen meinte einer der Richter: „Wir verhandeln Heute den Fall von Tanja Wilmuth, frühere Angehörige des Parlaments der Vereinten Nationen. Zur Diskussion stehen schwere Verbrechen von Frau Wilmuth gegen die gesamte Menschliche Spezies. Es wird die Staatsanwaltschaft gebeten die Anklage vorzutragen.“, „Jetzt bin ich gespannt.“ Dachte sich Martin dann. „Euer Ehren, verehrte Zuschauer. Tanja Wilmuth wird der folgenden Verbrechen beschuldigt: Volksverhetzung, Anstiftung zur Rebellion, Rebellion, Militärputsch, mehrfacher Kaltblütiger Mord, Genozid sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aufgrund der Schwere der Verbrechen die Frau Wilmuth begangen hat, fordert die Anklage die umgehende Hinrichtung.“ Meinte der Staatsanwalt, bei der Aufzählung der Verbrechen die Wilmuth begangen hatte ging ein kurzes Raunen durch den Saal und auch Martin stellten sich die Nackenhaare auf. Es war ihm unbegreiflich wie diese Frau einfach nur dasitzt und selbstgefällig grinsen konnte, nach allem was sie auf dem Gewissen hatte. „Was hat die Verteidigung zu diesen schwerwiegenden Vorwürfen zu sagen?“ fragte der Richter in der Mitte, welcher wohl den anderen vier Vorgesetzt war dann. „Wir Plädieren auf nicht Schuldig euer Ehren, meine Mandantin hat in bester Absicht für die Menschheit gehandelt und stand zu Letzt durch den Alien Angriff unter großem Mentalen Stress. Sie tat daher was sie für nötig hielt um die Vereinten Nationen und im weiteren Sinne die Menschheit vor einer Alienbedrohung zu schützen.“ Antwortete Wilmuths Anwalt. Nach dieser Aussage erhob sich ein wildes Stimmengwirr im Saal, als mehrere Zuschauer ihrer Persönlichen Meinung zu diesem Thema Ausdruck verliehen. Martin hielt sich jedoch zurück, er wusste dass es sowieso nichts bringen würde aufgebracht herum zu Schreien.
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19 Okt 2019 15:03 #89923 von Todesgleiter
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Der Richter klopfte daraufhin mit seinem Hammer auf seinen Tisch und rief: „Ruhe und Ordnung im Saal!“ Tatsächlich legte sich die Lautstärke daraufhin vorläufig wieder, doch die Anspannung war nach wie vor beinahe fühlbar. „In diesem Fall fahren wir mit der Beweisaufnahme fort. Ich bitte die Staatsanwaltschaft ihren ersten Beweis vorzulegen.“ Meinte der Richter dann. „Sehr wohl euer Ehren.“ Meinte der Staatsanwalt umgehend ehe ein großes Holographisches Bild im Saal erschien, Martin brauchte kurz um die Abbildung als den Einschlagskrater zu Identifizieren welchen die Atomwaffe hinterlassen hatte die Wilmuth auf die Iberische Halbinsel abgefeuert hatte. „Hier sehen Sie die Überbleibsel einer Nuklearexplosion, hervorgerufen durch eine Nuklearbestsückte Langstreckenrakete aus dem Arsenal der Streitkräfte der Vereinten Nationen. Die Waffe wurde auf direkten Befehl von Tanja Wilmuth in ein Bevölkerungsreiches Gebiet der Iberischen Halbinsel abgefeuert. Die direkten Todesfälle liegen bei über Zweihundert Millionen, die Anzahl der Menschen welche durch die Nachwirkungen sterben werden können bislang nur Abgeschätzt werden. Bemerkenswert ist das die Nuklearwaffe nicht auf Militärische Stellungen sondern auf zivile Ziele abgefeuert worden ist.“ Führte der Staatsanwalt dann aus und zog damit direkt eines seiner Schlagkräftigsten Argumente aus dem Ärmel, aus Martins Sicht gab es keine Möglichkeit diese Tatsache irgendwie herunter zu spielen. „Mit Verlaub, dies entspricht nicht den Tatsachen. Die Benannte Nuklearwaffe wurde aus Strategischen Gründen eingesetzt um den anhaltenden Bürgerkrieg zu beenden und die Bedrohung durch Nuklearbestückte Orbitalwaffen der UNSF zu begegnen.“ Erwiderte Wilmuths Verteidiger umgehend. „Weshalb wurde die Waffe dann auf Zivilsten und nicht auf die Raumschiffe im Orbit abgefeuert, soweit das Gericht Infomiert ist befanden sich die Betreffenden UNSF Kriegsschiffe zu diesem Zeitpunkt sehr wohl in Reichweite Bodengestützter Nuklearwaffen?“ fragte eine Richterin daraufhin neutral.

„Kriegsschiffe der UNSF verfügen über ein effektives Nahbereich Verteidigungssystem das derartige Angriffe nahezu nutzlos macht euer Ehren. Zu dem Zeitpunkt als die Nuklearwaffe eingesetzt wurde haben sich die Betreffenden Schiffe bereits erfolgreich gegen mehre Raketenangriffe verteidigt.“ Erklärte der Verteidiger sofort. „In wie fern konnte ein Nuklearschlag auf die Zivilbevölkerung dann dazu beitragen die Bedrohung durch die UNSF zu Bekämpfen?“ fragte die Richterin weiter, es war mehr als deutlich das sie sich von den Ausflüchten des Anwaltes nicht wirklich beeindrucken ließ. „Euer Ehren, bei allem notwendigen Respekt, es scheint Sie verstehen Grundsätzliche Militärstrategie nicht. Der Nuklearschlag diente dazu den Kampfeswillen der verbleibenden Loyalistischen Kräfte zu brechen, eine übliche Strategie wenn der Feind selbst nicht Angegriffen werden kann.“ Führte Wilmuths Anwalt umgehend aus worauf Martin angewidert das Gesicht verzog, alleine die Tatsache den Millionenfachen Massenmord mit Militärstrategie zu begründen stieß ihm sauer auf, kein Verantwortungsvoller Befehlshaber hätte eine solche Strategie auch nur in Betracht gezogen. „Also hat Ihre Mandantin die Menschlichkeit der UNSF Offiziere verwendet um sie zur Aufgeb zu bewegen? Was wenn die Loyalistischen Kräfte weiter gekämpft hätten, hätte Ihre Mandantin dann weitere Bevölkerungszentren vernichtet in dem Versuch den Kampfwillen ihrer Feinde zu brechen? Dieser Akt ist nach Internationalem Recht als Kriegsverbrechen Klassifiziert, es gab zu keinen Zeitpunkt während des Bürgerkriegs einen Begründeten Strategischen Grund Strategische Nuklearwaffen einzusetzen.“ Meinte der Staatsanwalt daraufhin umgehend. „Herr Staatsanawalt, Sie werden mit Sicherheit ebenso wissen das es die Kriegsschiffe der UNSF waren die zuerst mit Massenvernichtungswaffen Angegriffen haben um Regierungseigentum außer Gefecht zu setzen.“, „Das ist nicht Korrekt Herr Anwalt, die Eingesetzten Orbitalminen waren mit Konventionellen Sprengköpfen bestückt, das geht’s sowohl aus den Ladelisten und Abschussprotokollen der Liberty als auch den Forensischen Nachuntersuchungen hervor die an den Einschlagsorten durchgeführt wurden. Die Flotte hat zu keinem Zeitpunkt Nukleare Sprengkörper auf die Erde abgefeuert, obwohl sie erwiesener Maßen zugriff darauf hatte.“ Erwiderte der Staatsanwalt ruhig und ohne Gefühlsregung, die Fakten standen auf seiner Seite und das wusste er wohl auch.

„Trotzdem haben diese Waffen Ressourcen Zerstört die für die Verteidigung unserer Nation unerlässlich waren, eine Reaktion war notwendig.“, „Eine Reaktion ja, aber kein Massenvernichtungsschlag, wenn die Verteidigung keine weiteren Argumente vorzubringen hat, sollten wir mit dem nächsten Beweis fortfahren.“ Fuhr dann eine der Richterinnen bestimmt dazwischen. Da die Verteidigung daraufhin nichts zu sagen hatte, meinte der Staatsanwalt: „Sehr wohl euer Ehren.“ Im selben Moment veränderte sich die Holodarstellung und zeigte nun eine Anzahl Protokolle die größtenteils ziemlich schlampig und offenbar in aller Eile ausgefüllt worden waren. „Hier können Sie die Protokole mehrere Gerichtsverfahren einsehen, welche in dem Zeitraum stattfaden in welchem Tanja Wilmuth den Großteil der Regierungsgewalt an sich gerissen hatte. Die Prozesse Richten sich Ausschließlich gegen Politische Gegner und Militärangehörige die nicht Bereit waren Frau Wilmuth die Gefolgschaft zu schwören. Es ist hierbei auffällig das in allen Fällen dasselbe Urteil gesprochen wurde: Die umgehende Exekution der Beschuldigten. In den meisten Fällen ohne eine vorzeitige Beweisaufnahme durchzuführen oder unbefangene Richter einzusetzen. In der tat wurden alle Verfahren von einem einzigen Richter geleitet: James Murray. Daraus geht offensichtlich hervor das diese Prozesse niemals mehr als Schauprozesse waren und es von Anfang an nur darum ging alle Menschen zu beseitigen welche der vollständigen Machtübernahme von Frau Wilmuth im Weg stehen könnten.“, „Hohes Gericht, Her Staatsanwalt, es gilt zu bedenken das die Situation zu diesem Zeitpunkt angespannt war, es blieb keine Zeit für ausführliche Verfahren. Meine Mandantin hat daher verfügt das sämtliche Verfahren im Stil eines Militärischen Schnellverfahrens durchgeführt werden um die Handlungsfähigkeit der Justiz beizubehalten. Immerhin bestand das reale Risiko einer weiteren Eskalation.“ Erwiderte Wilmuths Verteidiger umgehend. Obwohl der Anwalt damit wohl lediglich seinen Job machte, kam Martin nicht umher eine ordentliche Welle der Antipathie für ihn zu empfinden aus seinem Sichtwinkel war es absolut unverantwortlich auch nur zu versuchen Wilmuth Aktionen zu rationalisieren, diese Frau war völlig durch geknallt, punkt. „Herr Verteidiger, Sie wissen so gut wie ich das diese Schow Veranstaltungen nichts mit einem Militärgericht gemeinsam hatten. Weder war Herr Murray angehöriger des Militärs, noch wurden jemals andere Maßnahmen in Erwägung gezogen als die umgehende Exekution der Angeklagten. In Fakt haben wir Dokumente gefunden die nahe legen dass das Schicksal der Gefangenen schon beschlossen war bevor die eigentliche Verhandlung begonnen hatte.“ Konterte der Staatsanwalt umgehend. Martin rechnete ihm dabei an das er es sich verkniff die Verteidigung auf die Ausweglosigkeit in der sie sich befand aufmerksam zu machen. „Damit hätten wir bereits Genozid und Massenmord abgehakt, sieht nicht gut für Frau Wilmuth aus.“ Stellte der Präsident neben Martin dann fest, auch er hörte sich nicht triumphierend an, vielmehr stellte er eine Tatsache fest, die Beweislage war erdrückend.

„Hat die Verteidigung noch etwas zu diesen Beweismitteln zu sagen?“ fragte einer der Richter dann geduldig. „Nein euer Ehren.“ Meinte der Verteidiger umgehend, er hatte wohl eingesehen dass er diese Schlacht verloren hatte. „Ich denke es ist nicht notwendig über die weiteren Beweise zu gehen. Das Gericht zieht sich zur Urteilberatung zurück, zuvor hat die Angeklagte noch das Recht das letzte Wort in der Beweisaufnahme zu haben. Möchten Sie etwas sagen Frau Wilmuth?“ Lies der führende Richter dann verlautbaren, vermutlich weil die bereits erwiesen Verbrechen so schwerwiegend waren das der Rest auch keinen großen Unterschied mehr Gemacht hätte. „Sehr wohl euer Ehren.“ Meinte Wilmuth umgehen und sprang regelrecht von ihrem Platz auf, es war offensichtlich dass sie nur auf diese Möglichkeit gewartete hatte. Der Richter machte daraufhin eine Handgeste die zu Verstehen gab dass sie sprechen sollte und wartete ansonsten mit neutraler Miene ab. Wilmuth holte daraufhin tief Luft, es brauchte keine Telepathischen Fähigkeiten um zu erraten das sie sich für eine Flammende Rede vorbereitete. „Ihr verurteilt mich für Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ihr Verurteilt mich weil ich in euren Augen abscheuliches getan habe. Aber ich sage euch hier und heute: Ihr verliert den wahren Feind aus den Augen. Dieser Feind tarnt sich als euer Freund und sitzt in diesem Moment unter euch. Ihr lasst zu das Unserer Großartige Nation von Aliens Unterwandert und zu einem Nutzlosen Puppenstaat gemacht wird. Ich habe hinter die Fassade der vermeintlichen Gönner geblickt. Für Sie sind wir keinen Ebenbürtigen, wir sind in ihren Augen kaum mehr als Nutzvieh. Ihr alle werdet euch an diesen Tag zurück erinnern wenn die Erde Offiziell in ein Außerirdisches Imperium eingegliedert wird, dann werdet ihr alle Verstehen das ich Recht hatte und alle drastischen Maßnahmen gerechtfertigt waren. Doch dann wird es zu spät sein, zu spät für euch, zu spät für eure Kinder, zu spät für die Menschheit als Ganzes denn ihr habt euch blenden lassen!“ meinte Wilmuth dann emotional. „Sie hat immer noch nicht kapiert das sie verloren hat.“ Dachte sich Martin dann Kopfschüttelnd, er bezweifelte das diese, zugegebener maßen Emotionale Rede allzu viele Leute erreichen würde. Mit dem Massenvernichtungsangriff auf die eignen Leute hat Wilmuth sich selbst ad absurdum gemacht ohne es zu merken, natürlich nahm sie nun niemand mehr wirklich ernst.

„Glaubt Sie den Wirklich das irgendjemand auf dieses Dumme Geschwätz hereinfällt?“ meinte Carvalho dann angewidert während die Richter sich zur Urteilsberatung zurück zogen. „Tanja Wilmuth hat noch immer Zahlreiche Unterstützer Admiral, sie hofft offensichtlich mit dieser Ansprache den Kampfgeist ihrer verbliebenen Unterstützer anzufachen.“ Antwortete Präsident Makowsky. „Damit Provoziert sie nur noch mehr Sinnloses Blutvergießen, man muss einsehen wenn man Verloren hat.“ Erwiderte Carvalho, womit er natürlich recht hatte. Ohne den Vorteil der Überraschung auf Ihrer Seite war es sehr unwahrscheinlich das es Wilmuths Gefolge ein weiteres Mal gelang an die Macht zu kommen. „Wir stehen am Ende eines Zeitalters Admiral. Und ein solcher Wechsel war noch nie einfach.“ Stellte Präsident Makowsky dann fest. „Vermutlich haben Sie recht Sir.“ Stimmte Carvalho zu. Martin dachte daraufhin über die Worte seiner Vorgesetzten nach, er hatte schon oft die Vermutung gehabt das die Ereignisse der näheren Vergangenheit den Blick der Menschheit auf sich selbst und das Universum für immer verändert hatten. Die Tatsache das sowohl der Präsident als auch Carvalho das ähnlich sahen bestätigte ihn daher in seiner Sichtweise. „Stellt sich die Frage was sich jetzt wirklich alles ändern wird.“ Fragte sich Martin dann selbst. Immerhin war die Zukunft in diesem Moment für ihn selbst, aber auch für alle Menschen im Allgemeinen Ungewisser denn je zuvor. Sie alle mussten ihren Platz im Universum und der sich neu formenden Gesellschaft finden, Sichtweisen und Ideen die für Jahrtausende bestand hatten waren ad absurdum geführt worden, schlagartig musste sich die Menschheit damit Auseinader setzen eben nicht die Krone der Schöpfung zu sein wie sie selbst so gerne von sich behauptete. „Worüber denkst du nach Martin?“ fragte Arlana dann die bisher sehr schweigsam gewesen war und wohl einfach die Situation auf sich hatte wirken lassen. „Vieles, aber vor allem darüber wie es jetzt weiter geht.“ Antwortete Martin mit einen leichten Ächzen. „Du kannst nicht ändern was geschieht, also akzeptiere es.“ Erwiderte Arlana umgehend. „Du hast leicht reden.“ Stellte Martin umgehend fest. „Habe ich das?“ fragte Arlana umgehend und etwas an ihrem Tonfall machte klar dass sie dies nicht so sah.

Während Martin daraufhin über diese Aussage seiner Frau nachdachte bemerkte er wie sich die Türen durch welche die Richter sich zur Urteilsberatung zurück gezogen hatten sich wieder öffneten. „Jetzt wird’s ernst.“ Dachte sich Martin daher und verschob seine anderen Gedanken auf später. „Bitte erheben Sie sich.“ Verlangte einer der Richter dann mit einer der Situation angemessenen Schicksalsschweren Stimme, jeder im Saal wusste das dieses Urteil wohl Geschichte schreiben würde. Egal ob man mit eigentlichen Urteil einverstanden war, oder eben nicht. Nachdem dann ein allgemeines Rascheln durch den Saal gegangen war während sich alle anwesenden von ihren Sitzgelegenheiten erhoben hatten, sprach der führende Richter: „Im Namen des Volkes der Vereinten Nationen des Planeten Erde wird Frau Tanja Wilmuth Schuldig des Massenmordes und Genozids gesprochen. Alle weiteren Anklage Punkte wurden aufgrund der Schwere der bereits fest gestellten Schuld fallen gelassen. Frau Wilmuth wird daher zu Isolationshaft für den Rest ihres Lebens verurteilt. Aufgrund der Schwere ihrer Schuld und der absolut mangelnden Einsicht der Angeklagten ist jedwede frühzeitige Entlassung von Vornerhein ausgeschlossen. Es sind keine Rechtsmittel gegen dieses Urteil zulässig und es wird mit Soforttiger Wirkung vollstreckt.“, „Isolationshaft? Ich hatte auf Standrechtliche Erschießung gehofft.“ Stellte Carvalho umgehend daraufhin fest. „Damit sind Sie vermutlich nicht alleine Admiral.“ Meinte Präsident Makowsky sofort. „Das wäre zu Gnädig gewesen.“ Meinte Martin dann. „Wie meinen Sie das?“ fragte Carvalho daraufhin. „Erschossen zu werden geht sehr schnell. Dem entgegen steht die Tatsache das sie wohl noch mehrere Jahrzehnte zu leben hat, alleine und in dem beständigen Wissen mit ihrem Ziel versagt zu haben.“ Antwortete Martin und musste kurz schlucken als ihm die Schwere der Strafe bewusst wurde. Wilmuth würde nicht einfach eingesperrt werden. Es war gut möglich dass sie den Rest ihres Lebens auf derselben drei bis vier Quadratmetern Fläche in einer unpersönlichen Zelle verbringen musste ohne auch nur einmal mit jemandem zu sprechen. Eine Strafe die nach Martins Ansicht sehr viel schwerwiegender war als sie einfach zu erschießen. „Hiermit ist die Verhandlung geschlossen.“ Meinte der Richter dann und lies seinen Hammer ein letztes Mal niederfahren. Das Geräusch des Utensils das auf den Tisch prallte hatte dabei etwas absolut endgültiges an sich.
~~~Ende Kapitel 91~~~

mfg.: Tg

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26 Okt 2019 15:22 #89926 von Jack Hunter
Also ich muss gestehen ich bin kein großer Fan von Gerichtsverhandlungen, aber dieses Kapitel ist echt fabelhaft. Die Beweisführung und die Charaktere (Richter, Anwalt, Staatsanwalt usw.) wurden richtig gut umgesetzt und alles war sehr schlüssig. Hat schon irgendwie was von Law and Order oder anderen Krimi-Serien. Auch das Schlusswort von Tanja Wilmuth passt gut zu ihrem Charakter, diese Uneinsichtigkeit und Überzeugung, das richtige getan zu haben bis zu Letzt, wie eine richtige Patriotin und Märtyrerin. Einfach großartig! :D

Allerdings hat mich das urteil auch überrascht, da ich ebenfalls von der Todesstrafe ausgegangen war, obgleich es schon stimmt, der Tot ist endgültig und gnädig, aber lebenslange Einzelhaft ist eine furchtbare Qual.

Texter und Planet Coder (GE) der SGMG
Berater und Co-Autor von Stargate Dark Jump
Korrekturleser für Fan Fictions

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26 Okt 2019 16:35 #89927 von Todesgleiter
@Jack Hunter: Jetzt fühl ich mich aber Gebauchkitzelt (aber so richtig ;) ) immerhin schau ich selber eig. keine Krimis. Umso schöner zu erfahren das ich das gut gemacht habe!
Zu dem Urteil bleibt nur zu sagen das sich die Regierung nicht auf Wilmuths Level hinab lassen wollte. Eben kein "Augge umd Auge, Zahn um Zahn" daher schied eine Exekution aus.

@all:

Kapitel 92: Ein Platz unter den Sternen

Ohne Vorwarnung verschwand das blendend weiße Licht das Martin bisher die Sicht genommen hatte. Da er dies jedoch bereits gewohnt war, verschwendete er daraufhin keine weitere Zeit darauf überrascht zu blinzeln und sah sich stattdessen um. Wie erwartete befand er sich in der Kommandozentrale von Arlanas Schiff. Arlana selbst stand dabei zu seiner Rechten während Vikan und Echari neben ihrer Tochter und Martins Eltern zu seiner Linken standen. „Himmel, das war grell.“ Hörte Martin dann seinen Vater sagen während eben jener sich die Augen rieb. „Man gewöhnt sich daran.“ Meinte Martin schulterzuckend. „Deine Augen sind auch noch deutlich jünger als meine.“ Erwiderte sein Vater blinzelnd. „Ich kann Versichern das keine Schädigung deiner Augen durch den Teleportationsvorgang zu befürchten ist.“ Stellte Arlana dann fest. „Das hab ich auch nie gedacht.“ Erwiderte Martins Vater als er sich neugierig umsah, er war immerhin noch nie an Bord eines Raumschiffes gewesen. „Es ist trotzdem eigenartig.“ Stellte Martins Mutter dann fest. Sie schien zwar nicht so viele Probleme mit dem sehen zu haben wie ihr Mann wirkte aber dennoch irgendwie mitgenommen. „Eine reine Gewöhnungssache. Schon nach wenigen Teleportation wirst du dich daran gewöhnt haben und dir nichts mehr dabei denken.“ Meinte Echari dann, für die Ymari war das immerhin Alltag. Sie benutzten Teleporter schließlich für alles Mögliche, von der Personenbeförderung über die Bereitstellung von Nahrungsmitteln bis hin zum Einsatz von Kriegsgerät. „Wir werden sehen.“ Stellte Martins Mutter dann weniger überzeugt fest. Erst jetzt schien Martins Vater dann etwas aufzufallen und er meinte überrascht: „Hier gibt’s ja Schwerkraft!“, „Selbstverständlich. Jedes Schiff und jede Einrichtung der Ymari ist in der Lage eine Künstliche Schwerkraft zu erzeugen, dies macht den Aufenthalt um ein Vielfaches angenehmer und die Arbeit effizienter. Weder Ymari noch Menschen sind dafür gemacht in der Schwerelosigkeit zu operieren.“ Meinte Arlana umgehend. „Oh ja, wie war.“ Stimmte Martin zu, er kannte schließlich die Herausforderrungen die das Leben und Arbeiten unter Schwerelosigkeit an Bord eines Raumschiffes mit sich brachte.

„Das ist aber nicht der Platz an dem Hochzeitsfeier stattfinden soll oder? Er ist doch viel zu klein und hier steht zu viel im Weg herum.“ fragte dann Martins Mutter nachdem sie sich in dem Raum einmal umgesehen hatte. „Nein. Das ist eine Kommandozentrale eines Raumschiffes, keine Festhalle.“ Antwortete Martin umgehend amüsiert. „Ahhh, gut.“ Meinte seine Mutter dann erleichtert, auch wenn es Martin Schleierhaft war wie sie überhaupt auf die Gekommen war die Brücke für einen Ort zu halten an dem man eine Feier abhielt. „Wo fliegen wir hin?“ fragte Martins Vater dann als er bemerkte das sich das Schiff in Bewegung setzte, dies war zwar nicht zu spüren aber anhand des sich ändernden Bildes an der Vorderwand der Brücke leicht zu sehen. „Zu einem anderen Sonnensystem. Es ist nicht weit.“ Antwortete Arlana beiläufig. „Nicht weit? Ich dachte es liegen Lichtjahre an Distanz zwischen Sonnensystemen.“ stellte Martins Vater dann überrascht fest. „Das ist für die Ymari nicht viel Papa. Sie können die ganze Galaxis in einem Augenblick durchqueren wenn sie wollen.“ Erklärter Martin dann. „Oh.“ Stellte Sein Vater Lediglich fest. „Bereithalten für Überlichttransfer.“ Warnte Arlana dann. Noch bevor irgendjemand daraufhin etwas fragen konnte blitzte erneut das grelle weiße Licht auf. Martin vermutete daher das der Langstrecken Überlichtantrieb der Ymari das Schiff gar nicht wirklich bewegte sondern stattdessen von einem Ort zum anderen Teleportierte, wie auch immer der Antrieb sich selbst Teleportieren konnte. „Himmel!“ rief Martins Vater dann auf als das Licht schon wieder abflaute. Martin verschwendete daraufhin erneut keine Zeit mit Blinzeln oder Augenreiben und sah daher etwas das ihn wirklich beunruhigte: Sie hielten mit Hoher Geschwindigkeit auf einen Himmelskörper direkt voraus zu. Schon jetzt füllte die karge Oberfläche, die vermutlich zu einen kleinen Felsplaneten oder einen Mond gehörte, das gesamte einsehbare Sichtfeld ein und die Oberfläche kahm rapide näher. „Ähm Arlana…“ Meinte er daher. „Ja Martin?“ antwortete Arlana fragend und hörte sich dabei gänzlich unbesorgt an. „Hast du bemerkt dass da etwas großes im Weg ist?“ fragte Martin dann. Arlana warf daraufhin einen kurzen Blick über die Schulter um die näherkommende Felsfläche zu betrachten. Als sie sich wieder Martin zuwandte wirkte sie jedoch noch immer nicht sonderlich besorgt. „Darum musst du dir keine Sorgen machen.“ Meinte Arlana dann. „Ich finde es aber Besorgniserregend mit einem Mond zusammenzustoßen.“ Stellte Martin dann fest, er wusste sehr wohl das es praktisch unmöglich war eine solche Kollision zu überleben. Selbst ein Objekt von mehreren Kilometern Durchmesser konnte bei einer solchen Kollision restlos Vernichtet werden.

„Ich kann dir Versichern das keine Gefährdung besteht.“ Beharrte Arlana. Martin schaute daraufhin erneut auf die näherkommende Oberfläche und stellte dabei fest dass sie kurz vor der Kollision standen. „Oh Shit!“ dachte sich Martin dann und schloss instinktiv die Augen, obwohl ihn das im Fall der Fälle wohl nicht schützen würde. „Alles in Ordnung Martin?“ fragte Arlana dann nach einigen Sekunden. Martin öffnete daraufhin ein Auge und stellte fest dass die Felsoberfläche verschwunden war. Stattdessen hielten sie nun auf eine Raumstation zu. „Was?“ fragte Martin daraufhin verwirrt, während er das zweite Auge wieder öffnete. Arlana lächelte zur Antwort breit und meinte: „Der Mond ist lediglich eine Projektion um vor der Habitatstation abzulenken.“, „Hättest du das nicht früher erwähnen können?“ fragte Martin dann leicht genervt. „Ja, wenn du gefragt hättest.“ Antwortete Arlana breit Grinsend. „Sehr witzig.“ Stellte Martin umgehend fest. Während Arlana daraufhin vergnügt lächelte meinte Vikan: „Selbst wenn der Planetoid echt gewesen wäre, bestand zu keiner Zeit eine Bedrohung. Selbst in komplett deaktiviertem Zustand würde dieses Schiff eine Kollision mit einem Himmelkörper unbeschädigt überstehen.“, „Meinst du etwa dieses Schiff könnte auf einem Planeten abstürzen und würde dabei nicht beschädigt werden?“ fragte Martin dann überrascht, er hatte ja gewusst das Ymari Schiffe Robust waren aber das sie so Widerstandsfähig waren hatte er dann doch nicht erwartet. „Exakt. Die äußere Hülle dieses Schiffes besteht aus einer Legierung die wir Dasohl’sa nennen. Sinngemäß übersetz bedeutet das in etwa Dunkelsternstahl. Es ist eine Legierung aus Geschmiedetem Neutronium und der Ultradichten Masse die im Kern eines Schwarzen Loches existiert.“ Bestätigte Vikan leichthin. „Müsste dieses Schiff dann nicht ungeheuer Schwer sein?“ fragte Martins Vater umgehend. „Das ist zutreffend. Allerdings wurde diese Legierung bei ihrem Fertigungsprozess in einen Zustand des beständigen Interuniversellen Flusses versetzt. Sie existiert daher nicht vollständig in diesem Universum wodurch sie in eben jenem auch keine Gravitation ausübt.“ Erklärte Vikan und ließ Martin damit ein weiteres Mal Sprachlos zurück.

Martin schüttelte daraufhin den Kopf, nach seinem Wissenstand war Neutronium kaum mehr als eine Theoretische Möglichkeit für die Menschheit, für die Ymari schien es einmal mehr etwas ziemlich alltägliches zu sein. „Für was wird diese Raumstation benutzt?“ fragte seine Mutter dann neben ihm. „Im Moment für nichts. Ursprünglich wurde diese Station genau wie viele Andere gebaut um in Zusammenarbeit mit Archenschiffen Ökosysteme vor dem Aussterben zu bewahren deren Heimatwelten durch Naturkatastrophen davor standen ausgelöscht zu werden. Mittlerweile ist dies nicht mehr Notwendig und die Station ist größtenteils Stillgelegt.“ erklärte Arlana. „Also habt ihr alle Lebewesen eines ganzen Planeten auf eine Raumstation gebracht?“ fragte Martins Vater dann während Martin selbst die Station bewunderte, sie war annähernd Sternförmig mit einer art Glaskuppel in der Mitte von welcher aus sich acht lange Arme erstreckten, auch diese Arme wahren dabei von einer Halbbogenförmigen Durchsichtigen Abdeckung überdacht. Unter der Zentralen Kuppel verjüngte sich die Stationsstruktur Elegant bis sie in einer langen dünnen Nadelartigen Spitze auslief. Das Bemerkenswerte dabei waren die Ausmaße der Station selbst. Martin vermutete dass die Spannweite der Arme dem Durchmesser des zur Tarnung projizierten Mondes entsprach. „Nicht sämtliche Lebensformen, aber ein nicht zu Unterschätzender Anteil, so das es den Spezies möglich ist zu Überleben.“ Antwortete Arlana. „Und wo sind all diese Lebewesen jetzt?“ fragte Martins Mutter, offenbar weniger begeistert davon dass die Hochzeit ihres Sohnes inmitten von Alien Flora und Fauna stattfinden sollte. „Sie wurden vor langer Zeit auf geeignete Planten umgesiedelt. Es ist schon über tausend eurer Jahre Her das ein Lebendes Wesen einen Fuß auf diese Station gesetzt hat.“ Antwortete Arlana. Martin zog daraufhin ein Augenbraue hoch, wenn die Station wirklich seit über tausend Jahren verlassen war ihr Zustand mehr als Bemerkenswert. „Ist es an Bord dann nicht etwas… karg?“ fragte Martin dann. „Nein. Ich habe bereits die Neugestaltung der Biosphärendecks eingeleitet. Ich hoffe das Ergebnis ist akzeptabel.“ Antwortete Arlana. „Ja aber Pflanzen benötigen doch Zeit zu wachsen?“ fragte Martins Vater dann überrascht. „In diesem Fall nicht. Die Pflanzen wurden zusammen mit dem Untergrund in bereits ausgewachsenem Zustand generiert.“ Erklärte Arlana. „Aha.“ Meinte Martins Vater dann, es war offensichtlich dass er nicht Verstanden hatte, sich jedoch eine weitere Frage verkniff. Arlana grinste daraufhin breit und kicherte leise ehe sie meinte: „Vielleicht solltet ihr es euch einfach ansehen, das wird eure Bedenken hoffentlich belanglos machen. Folgt mir.“ Martin zuckte daraufhin mit den Schultern und machte sich daran seiner Frau zu Folgen.
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26 Okt 2019 16:37 #89928 von Todesgleiter
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Nach einem kurzen Fußmarsch durch die elegant geformten aber komplett verlassenen Korridore von Arlanas Schiff betraten sie dann die Station was sich zunächst so überhaupt nicht bemerkbar machte. Tatsächlich hatte Martin nicht einmal bemerkt wann sie das Schiff verlassen und die Station betreten hatten. Es gab weder ein leicht zu Identifizierendes Verbindungssegment zwischen der Station und dem Schiff noch eine erkennbare Luftschleuse. „Ich hatte ganz vergessen wie lange es dauert sich ausschließlich auf diese weiße fortzubewegen.“ Stellte dann Echari hinter Martin fest. „Eventuell wäre es angebracht wenn du in Zukunft nicht ständig Gebrauch von dem Teleporter machst, man kann sehr viel mehr erleben wenn man sich zu Fuß fortbewegt.“ Antwortete Vikan neckend. „Ich werde darüber nachdenken.“ Stellte Echari hoheitlich fest. „Wir müssen unglaublich verwöhnt auf euch wirken nicht wahr?“ fragte Arlana dann. Martin zuckte daraufhin einmal mehr mit den Schultern und meinte: „Nicht schlimmer als so manche Reiche Menschen die sich in Elektrisch angetrieben Stühlen herumfahren lassen um nicht laufen zu müssen. Eure Teleportationstechnologie ist leidglich schneller.“ Arlana greinte daraufhin erneut sagte jedoch nichts weiter. Plötzlich öffnete sich dann ein Durchgang vor ihnen in der Wand des Korridors. Aufgrund der Funktionsweise der Ymari Türen waren eben jene unglaublich schwer zu entdecken bevor sie sich öffneten. Durch die offene Tür strahlte daraufhin ein klares helles warmes Licht wie an einem Wolkenfreien Sommermorgen.

Nur kurze Zeit traten sie dann aus der geöffneten Tür und fanden sich inmitten einer malerischen Lagune wieder. Das Türkisfarbene Wasser glitzerte im Licht und brandete in sanften Wellen an den feinen Sandstrand. Eingefasst wurde die Lagune dabei von Hohen Wänden aus Massivem dunklen Fels die verdächtig nach Vulkangestein aussahen. Knapp hinter dem Sandstrand erhob sich dabei ein großer Pavillon aus Weißem Marmor dessen Säulen von Statuen aus demselben Material flankiert waren. Vom Strand zu dem Pavillon führten dabei breite Stufen aus demselben weißen Marmor. Hinter dem Pavillon war eine üppige Ansammlung saftig grüner Palmen zu sehen die in den Himmel wuchsen. Als Martin seinen Blick dann nach oben in Richtung der vermuteten Sonne hob viel ihm die Kinnlade herunter, er sah weder einen strahlend blauen Himmel noch eine Sonne. Stattdessen hatte er einen Phantastischen Ausblick auf den Gasriesen um den die Station kreiste. Eben jener Gasriese war dabei auch von einem großen Gürtel aus Eis umgeben das im Licht der beiden Doppelsterne des Systems in allen Farben Glitzerte. „Ich habe diesen Ort nach Bildern eines Ortes auf der Erde gestaltet der sich großer Beliebtheit zu erfreuen Scheint. Ich hoffe es ist mir halbwegs gelungen.“ Erklärte Arlana dann. „Wie…?“ fragte Martins Vater dann überrascht. Er hatte wohl nicht damit gerechnet Lichtjahre von der Erde entfernt an Bord einer Alien Raumstation einen Tropischen Sandstrand vorzufinden. „Das Biosphärendeck dieser Station ist dafür konzipiert jegliche Umgebung bereit zu stellen die erforderlich ist. Ich musste lediglich eine neue Vorlage erstellen.“ Erklärte Arlana umgehend. „Ist das Wasser echt?“ fragte Martins Mutter dann. „Selbstverständlich und auf angenehme zwanzig Grad Celsius Temperiert. Das einzige was dieser Simulation im Vergleich zum Original fehlt ist Tierisches Leben in jeglicher Form.“ Antwortete Arlana. „Das heißt keine nervigen Stechmücken die Anfangen die Gäste zu Terrorisieren sobald die Sonne untergeht?“ fragte Martins Vater umgehend Hoffnungsvoll, Martin erinnerte sich noch Bildlich daran als ein Vater allen Moskitos der Welt den Krieg erklärt hatte nachdem eben jene einen Familienausflug zur Hölle gemacht hatten. „Exakt, es gibt hier keine Insekten oder anderen Tiere. Wir sind die einzigen Komplexeren Lebensformen an Bord dieser Station.“ Bestätigte Arlana. „Das ist… Das ist perfekt!“ stellte Martins Mutter dann begeistert fest und machte beinahe eine Pirouette auf der Stelle während sie sich um die eigene Achse dreht um möglichst viel von der Umgebung einsehen zu können. Sie wirkte dabei um Jahrzehnte jünger und wie der Inbegriff der Zufriedenheit. „Es freut mich dass die Gestaltung Zuspruch findet.“ Stellte Arlana dann fest während sie zufrieden lächelte, sie hatte offenbar bereits begriffen das es nicht einfach war ihre Schwiegermutter zufrieden zu stellen.

Martins Vater hatte unterdessen ebenfalls einen Blick nach oben geworfen und schien das Bild der schillernden Eis ringe zu genießen während er meinte: „Das ist definitiv ein einmaliger Ort.“, „Warte bis du eines Tages Selaria oder Synphyl selbst siehst.“ Stellte Martin daraufhin trocken fest. So eindrucksvoll diese Station auch war, im Vergleich zu den anderen Ingenieurstechnischen Errungenschaften der Ymari verblasste sie nahezu. „Ach Martin, ich bin nur ein alter Mann dessen Traum gerade in Erfüllung gegangen ist. Ich bin vollauf zufrieden. Ich bin einer der ersten Menschen der eine Raumstation in einem anderen Sonnensystem betritt.“ Stellte Martins Vater dann fest. „Wolltest du schon immer zu den Sternen reißen Johan?“ fragte Vikan dann interessiert. „Ja, es war eine meine Leidenschaften, aber ich habe nie die Chance dazu erhalten. Umso stolzer bin ich darauf was mein Sohn erreicht hat.“ Stellte Martins Vater dann fest. Vikan nickte daraufhin schwach und meinte: „Ich Verstehe.“, „Ich freue mich das ich dir einen deiner tiefsten Wünsche erfüllen konnte.“ Meinte dann auch Arlana. Martin beobachtete die ganze Szene schweigend, aber voller Zufriedenheit. Er hatte ja seine Bedenken gehabt ob es gelingen würde seine Eltern von seiner Wahl von Arlana zu Überzeugen, aber spätestens jetzt waren sämtliche Bedenken ausgeräumt. Sowohl seine Eltern als auch die Ymari schienen zwar leichte Warmlaufschwierigkeiten gehabt zu haben, was simpel und ergreifend auf komplett Unterschiedliche Kulturelle Hintergründe zurück zu führen war, aber hier und jetzt schienen die Unterschiede vergessen zu sein. „Vielleicht haben Menschen und Ymari wirklich eine große gemeinsame Zukunft.“ Dachte sich Martin dann Nachdenklich immerhin hatte er den Beweis dafür dass Mitglieder beider Spezies in Freundschaft miteinander leben konnten direkt vor sich.

„Worüber denkst du nach?“ fragte dann Arlana die zu Martin herangetreten war und wie üblich mühelos erraten hatte was in Martins Kopf vor sich ging. „Die Zukunft könnte man sagen.“ Antwortete Martin wahrheitsgemäß. „Die Zukunft? Nicht irgendetwas spezifischeres?“ fragte Arlana dann eine Augenbraue hochziehend. „Unsere Zukunft. Die Zukunft unserer beiden Spezies zusammen.“ Präzisierter Martin dann. „Ahh ich verstehe. Nun ich sehe dieser Zukunft äußerst Optimistisch entgegen. Dafür das nichts von all dem eigentlich hätte passieren sollen ist das Ergebnis bemerkenswert.“ Meinte Arlana dann. „Wie lange hättest du denn noch gewartet die Menschheit von deiner Existenz zu informieren?“ fragte Martin dann. „Das ist schwer zu sagen, es hätte von eurem fortschritt abgehangen. Vielleicht fünfhundert, vielleicht aber auch nur fünfzig Jahre.“ Antwortete Arlana geheimnisvoll. „Aber dann hätten wir uns ja gar nicht getroffen.“ Stellte Martin mit gespielt Vorwurfsvoller Stimme fest. Arlana grinste daraufhin breit und antwortete: „In diesem Fall wäre die Beharrlichkeit von Geliar Sophor wohl früher oder später belohnt worden.“, „Macht er sich denn noch immer Hoffnungen?“ fragte Martin dann. „Vermutlich und ich bin sicher das er nur auf seine Chance wartet. Aber im Moment hält er sich im Hintergrund, kein Ymar würde es wagen eine bestehende Partnerschaft zu gefährden.“ Antwortete Arlana. Martin fühlte daraufhin einen Dorn der Eifersucht durch seine Eingeweide fahren, auch wenn er nicht daran zweifelte das Arlana im treu bleiben würde solange er am Leben war, eines Tages würde er Sterben. Das war dann die Chance für Geliar Sophor der als Ymar ebenso wie Arlana selbst Unsterblich war und daher alle Ewigkeit Zeit hatte sein Ziel zu erreichen, was waren schon siebzig Jahre wenn man noch Millionen von Jahren vor sich hatte? „Keine Sorge, ich werde mich an meinen Schwur halten. Zwei Seelen bis zum Ende der Zeit selbst.“ Meinte Arlana dann beruhigend und Küsste Martin auf die Wange.
~~~Ende Kapitel 92~~~

mfg.: Tg

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02 Nov 2019 13:46 #89931 von Todesgleiter
Kapitel 93: Hochzeit

Martin betrachtete sich ein weiteres mal im Spiegel und sah sich den jungen ernst dreinschauenden Mann in dem klassisch schwarzen Anzug genau an. „Ich sehe anders aus als früher, irgendwie reifer.“ Dachte er sich dann. „Liegt wohl an dem Haufen Mist den ich schon mitgemacht habe.“ Stellte Martin dann für sich selbst fest und zuckte mit den Schultern ehe er sich von dem Spiegel abwandte um stattdessen seinen offensichtlich weniger begeisterten Trauzeugen anzusehen. „Das ist unbequem. Hättest du nicht jemand anderes aussuchen könne?“ fragte Paul im selben Moment während er sich das Hemd halbwegs zurecht zupfte. Obwohl Paul offenbar kein großer Freund von derartiger Kleidung war sah er gut darin aus. Seine breite und Hünenhafte Statur wurde durch den Schnitt seiner Anzugsjacke betont und lies ihn damit noch muskulöser erscheinen als er ohnehin schon war. „Du wirst es Überleben Mann, stell dich nicht so an.“ Meinte Martin dann Grinsend. „Überleben vielleicht, aber das heißt nicht dass es mir gefällt.“ Meckerte Paul weiter. Martin schnaubte daraufhin leise vor sich hin, sparte sich jedoch ein weiteres Kommentar. Er Wusste dass Paul eine Abneigung gegen allzu Formale Festlichkeiten hatte. Allerdings wusste er auch dass Pauls Ehre es von ihm verlangte das Heute durch zu ziehen. Als Paul dann aufhörte beständig an seiner Kleidung herum zu zupfen und sich wohl damit abgefunden hatte das ein Anzug nicht genauso so saß wie ein zu weites Karo Hemd und eine Abgetragen Jeans Hose trat er neben Martin und legte eben jenem eine Hand auf die Schulter ehe er fragte: „Alles klar bei dir?“, „Muss wohl, jetzt kann ich schlecht nenn Rückzieher machen.“ Antwortete Martin sarkastisch. Paul gluckste daraufhin ehe er aufmunternd meinte: „Na du hast dass doch schon mal Hinter dir. Das wird schon.“, „Ich Hab das Dunkle Gefühl das man das nicht Vergleichen kann.“ Erwiderte Martin umgehend, immerhin war die Partnerschaftszeremonie der Ymari wirklich so gut wie gar nicht mit einer Irdischen Hochzeit zu vergleichen. „Naja, aber dieses mal wird keiner Versuchen dich mit nem Schwert abzustechen.“ Gab Paul zu bedenken der diese tatsche unglaublich erheiternd gefunden hatte als Martin ihm von dem Rituellen Kampf erzählt hatte. „Zungen können Schärfer sein als Schwerter.“ Stellte Martin umgehend fest, es graute ihm jetzt schon vor den Gesprächen mit Teilen seiner Familie. „Ich weiß, aber das stehen wir heute zusammen durch. Was meinst du Attacke?“ erwiderte Paul dann und hörte sich dabei zu allem entschlossen an. „Attacke.“ Stimmte Martin nickend zu, es brachte nichts noch länger zu Zögern ab einem gewissen Punkt musste man in die Schlacht eingreifen ob es einem gefiel oder nicht. „Also packen wir’s.“ stellte Paul dann mit einem Gesicht fest als würde er sich nun einer ganzen Meute Ausgehungerter Löwen in den Weg stellen.

Nur wenige Schritte später trat Martin dann in das festlich geschmückte Kirchenschiff. Dabei bemerkte Martin dann auch umgehend das die Sitzbänke nahezu gefüllt waren und das obwohl er sich entgegen seiner Mutter hatte durchsetzen können und die Liste der Gäste gehörig zusammengestrichen hatte. „Worauf hab ich mich da nur eingelassen…“ dachte sich Martin dann nachdenklich und war sich mit einem mal nicht mehr ganz so sicher ob es eine gute Idee gewesen war nach Irdischem recht zu Heiraten. „Martin da bist du ja!“ hörte Martin dann eine aufgeregte Frauenstimme rufen. „Oh jeh, hoffentlich beeilt sich der Priester ein bisschen.“ Dachte sich Martin dann und drehte sich niedergeschlagen in die Richtung herum aus der die Stimme gekommen war. Weniger überrascht sah er dann seine Mutter begleitet von einer anderen Frau auf ihn zukommen. Als die beiden ihn dann erreicht hatten meinte die Begleitung seiner Mutter: „Himmel siehst du alt aus, du hättest dich mal Melden sollen! Ich war ja geradezu geschickt als ich die Einladung erhalten habe ich meine ich habe deine Frau ja noch nicht mal gesehen!“, „Ich war in letzter Zeit ziemlich beschäftigt Margit.“ Stellte Martin dann Kurz angebunden fest. Seine Tante Margit war in vielerlei Hinsicht berüchtigt und nicht immer einfach zu ertragen. „Offenbar nicht so beschäftigt, ansonsten hättest du ja keine Frau gefunden.“ Stellte Margit dann beleidigt fest. „Das hat sich einfach so ergeben, ich habe nicht nach einer Frau gesucht und schon gar nicht nach einer Frau wie ihr.“ Meinte Martin dann. „Bist du dir dann überhaupt sicher dass du Sie heiraten willst, vielleicht wäre es dann angebrachter sich noch nicht so früh einzuschränken und nach einer Alternative Ausschau zu halten? Wie es der Zufall will sucht eine meiner Freundinnen gerade einen neuen Partner…“

„Margit!“ fauchte Martins Mutter dann aufgebracht dazwischen der Lebensstyl und die Ansichten ihrer Schwester stießen ihr schon seit längerem Regelmäßig auf wie Martin wusste. „Ist ja schon gut Sandra, ich meinte ja nur.“ Stellte Margit dann fest. Glücklicherweise sah Martin in diesem Moment wie der Priester in seiner Prächtigen Robe den Raum betrat. Das war die perfekte Gelegenheit zu entschlüpfen weshalb er meinte: „Ich muss los.“, „Aber ja natürlich.“ Erwiderte seine Mutter dann überrascht während sie Martins Blick folgte um fest zu stellen was passiert war. Martin bewältigte die kurze Strecke zu dem Priester daraufhin in kurzer Zeit und stellte sich vor dem älteren Mann der auf einem kleinen Podest stand vor den versammelten Gästen auf. Dabei fühlte er wie die Nervosität in ihm hochkochte, er hasste es im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. „Sind Sie bereit Herr Möllers?“ fragte der Priester dann leise und ohne sich großartig zu bewegen, Martin war davon überzeugt das jemand der die beiden nicht genau beobachtet wohl nicht einmal bemerken würde das der Priester etwas gesagt hatte. „Ja, von mir aus kann es los gehen.“ Antwortete Martin dann. Der Priester nickte daraufhin knapp und meinte: „Setzen Sie sich.“ Dabei zeigte er auf einen leeren Sitzplatz in der ersten Bankreihe. Während Martin die Anweisung umgehend in die Tat umsetzte und sich neben Paul setzte gab der Priester der Organistin ein kurzes Zeichen. Sofort darauf ertönte der Charakteristische Klang einer Kirchenorgel welcher den allgemein herrschenden Geräuschpegel mühelos übertönte. Aus dem Augenwinkel sah Martin dann auch wie sich alle Gäste erhoben und darauf warteten dass das Orgelvorspiel abgeschlossen war. Sobald die Orgel dann geendet hatte sprach der Priester, dieses mal laut und deutlich so das ihn jeder mühelos verstehen konnte: „Liebe Gemeinde, Nachbarn Freunde und Bekannte sowie weit gereiste Gäste. Wir haben uns heute hier versammelt um ein ganz besonderes Ereignis zu Feiern. Sie wissen alle das dieses Ereignis die Hochzeit zweier Leute ist die auf den ersten Blick Unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch das hat ihre Liebe nicht aufgehalten, sie haben die Unterschiede zwischen sich überwunden, Unterschiede die weitaus weitreichender sind als viele der Kleinlichkeiten die leider viel zu oft unter Menschen zu Konflikten führen. Wir sollten uns daher alle ein Beispiel an dem Heutigen Brautpaar nehmen um unsere eigenen Vorurteile und Überzeugungen zu Hinterfragen und auf andere zu zugehen, vielleicht finden wir ja dann alle auch unser Glück und Seelenheil. Ich kann daher nicht leugnen äußerst glücklich über den Umstand zu sein die Heutige Zeremonie durchführen zu dürfen es ist mir eine Persönliche Ehre.“, „Himmel der trägt aber Dick auf.“ Hörte Martin dann neben sich Paul murmeln, er wusste dass sein Freund für Gewöhnlich keine Kirchen aufsuchte. „Bitte Setzen Sie sich.“ Verlangte der Priester dann während er mit getragenem Schritt hinter den Altar lief. „Ich weiß warum ich mir das normalerweise nicht antue.“ Stellte Paul dann neben Martin fest während der Priester aus der Bibel las. Martin stieß seinen Freund und Trauzeugen daraufhin mit dem Ellbogen in die Seite um ihn zum Schweigen zu bringen, zwar war er selbst auch kein wirklicher Kirchgänger aber Heute war schließlich auch kein normaler Gottesdienst.

Nachdem der Priester dann mit seinem Vortrag geendet hatte schlug Martins große Stunde als er nach vorne gebeten wurde. Mit pochendem Herzen trat Martin dann vor, Paul hielt sich dabei hinter ihm, war ihm jedoch gefolgt, immerhin sollte er die ganze Aktion ja bezeugen können. „Verehrte Gemeinde, heißen wir die Heutige Braut willkommen.“ Meinte der Priester dann worauf erneut die Orgel erklang. Gelichzeitig schwangen die altmodischen Doppelflügel der Haupteingangstür auf und helles, warmes Sonnenlicht strahlte in das Kirchenschiff. Umgehend drehten sich alle Köpfe zu der Türe herum, natürlich wusste jeder was jetzt kommen würde. Dann traten Arlana und Vikan durch die Geöffnete Tür in das Kirchenschiff. Die beiden Ymari wirkten dabei wie üblich erhaben und hatten sich definitiv herausgeputzt. Vikan Trug eine Elegante Tunika in einem kräftigen Marineblau mit Goldenen Ziernähten und Köpfen die an der Taille von einem breiten Schwatzen Gürtel mit goldener Koppel zusammengehalten war. An dem Gürtel erkannte Martin auch sofort eine Schwertscheide in der sein Slihaach steckte, das Zeremonienschwert das er von seinem eigenen Vater geerbt hatte. Auf dem Kopf trug der Ymar eine Art Diadem das sein Scharf geschnittenes Gesicht noch weiter betonte. Trotz seiner imposanten Aufmachung verblasste Vikan regelrecht neben seiner Tochter, Arlana trug ein weites Kleid das aussah als würde es aus flüssigem Silber bestehen und in allen Farben schillerte, je nachdem wie das Licht auf die tausenden Edelsteine viel die in die Stoffbahnen eingearbeitet waren. Ab der Hüfte aufwärts war das Kleid dabei sehr Figur betont und schmiegte sich schienbar eng an den wohl geformten Körper der Ymar. Martin war dabei komplett überrascht dass sie sich für ein Kleid mit Ausschnitt entschieden hatte, Ymari Frauen waren soweit er das bisher beurteilen sollte recht Konservativ Unterwegs und trugen stets Kleidungsstücke welche ihren Kompletten Oberkörper bedeckten, lediglich die Hände waren in der Regel unbedeckt. Das bedeute jedoch nicht dass es schlecht aussah, eher im Gegenteil Martin gefiel definitiv was er sah.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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