Der zweite Terraner Konflikt - Rache der Verbannten

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13 Feb 2016 14:12 #78097 von Todesgleiter
Vor dem Hintergrund das ich mit den Schreibarbeiten an DTI2 schon länger fertig bis und es mich unter den Nägeln gejuckt hat weiter zu schreiben, ist meine Neue Geschichte jetzt schon soweit das ich der Meinung bin sie eurem Urteil aus zu leifern ;)
Jedwede Kommentare, auch Kritik sind natürlich wieder willkommen!

Wünsche daher viel Spaß bei:

Der zweite Terraner Konflikt
Rache der Verbannten

Kapitel 1: Alltäglich Brot

Das Geräusch des Atems dutzender Schlafender Menschen erfüllte den Raum, was aufgrund der niedrigen Decke und der allgemein schlechten Akustik, welche in dem, aus dem blanken Fels gehauenen Raum, vorherrschte für eine beinahe unerträgliche Geräuschkulisse sorgte wenn man schlafen wollte. Die meisten Anwesenden hatten aufgrund der eigenen Erschöpfung jedoch trotzdem keine Probleme tief zu schlafen und das obwohl sie alle faktisch auf dem nackten Fels lagen und die Zimmertemperatur auch nicht unbedingt Wohlfühltemparatur war. Der Raum war kaum mehr als eine bessere Höhle mit bestenfalls spärlicher Innenausstattung. Die wenigen die deshalb nicht schlafen konnten, oder wollten, versuchten sich dennoch nichts anmerken zu lassen und taten so als würden sie tief schlafen um nicht die Aufmerksamkeit von einem der patrouillierenden Grewock Wächter auf sich zu ziehen, sie hatten es nicht gerne wenn die Arbeiter nicht das taten was sie sollten und im Moment sollten die Arbeiter schlafen. Eine von denen die nicht schlafen konnte war Nathalie, ihren Nachnamen kannte sie selbst nicht, niemand hier Trug einen Nachnahmen auch wenn Nathalie wusste dass das früher üblich gewesen war. Allerdings wusste Nathalie auch das sie früher sehr viel mehr gewesen waren weshalb Nachnahmen wohl eine praktikable Möglichkeit gewesen waren Verwechslungen vor zu beugen. Hier und jetzt, hunderte Meter unter der Oberfläche eines Zwergplaneten weit entfernt von der Sagenumwobenen Heimat der Menschheit, der Erde und unter der Herrschaft durch die Naquiim und ihren Grewock Lakaien waren die Menschen bei weitem nicht zahlreich genug um Nachnahmen zu rechtfertigen.

Plötzlich kam dann Bewegung in den Zugangstunnel der in die Schlafhöhle führte und mehrere Grewockaufseher kamen in Sicht, Nathalie war schon lange genug hier um zu wissen was das bedeutete: Die Zeit zum Schlafen war bald vorbei. Da es jetzt sowieso Sinnlos war weiterhin versuchen einzuschlafen beobachtete Nathalie lieber die Grewock, sie waren in etwa so groß wie ein Ausgewachsener Mann, allerdings nur wenn sie sich aufrichteten, was sie so gut wie nie machten. Grewock liefen fast immer vornübergebeugt und manchmal sogar auf allen vieren. Ihre Extremitäten waren Kraftvoll und liefen in ebenso Kraftvollen Pfoten aus. Während die Hinteren Pfoten mit kurzen aber Kräftigen Krallen versehen waren um beim Laufen und springen die nötige Trittsicherheit zu garantieren, waren die Vorderpfoten zu einer Art von Hand entwickelt die es den Grewock ermöglichte Werkzeuge und leider auch Waffen zu benutzen. Insgesamt wirkten Grewock fast wie Hunde, eine Spezies von Haustieren welche die Menschen früher gerne gehalten hatten, bevor der Krieg alles Zerstört hatte und bevor die wenigen Überlebenden in die Sklaverei getrieben worden waren. Nathalie selbst war zwar um einiges zu jung um den Krieg selbst erlebt zu haben, aber als Kind hatte sie oft den alten Männern und Frauen in ihrer Zuflucht zugehört wie sie von der alten Zeit gesprochen hatten, das war bevor die Naquiim sich über den Pakt mit den Etor Weißen hinweggesetzt und die Zufluchten gestürmt hatten.

Schließlich ertönte der laute Gong der immer dann ertönte wenn der Tagesablauf eine neue Phase erreichte. Umgehend setzten sich die Aufseher in Bewegung und schlurften mit Missmutigem Blick in die Schlafhöhle, wenn Nathalie so darüber nachdachte hatte sie noch nie einen gut gelaunten Grewock gesehen „Ich wäre auch nicht Glücklich darüber einen Haufen Stinkender Sklaven bewachen zu müssen...“ dachte sie sich dann ehe sie sich erhob und sich der Kolonne anschloss welche die Höhle verlies, dabei achtete sie tunlichst darauf keinen der Aufseher anzublicken, sie verstanden das als eine Art von Provokation und waren immer schnell damit jemanden zu maßregeln. In stiller Ergebenheit marschierte die Kolonne dann in den nächsten Raum, er war fast genau so groß wie die Schlafhöhle, allerdings waren hier vier Rinnen in den Boden gehauen. Kaum erreichten die Arbeiter die Rinnen ertönte ein dumpfes schmatzen und aus vier Öffnungen in der Wand lief eine Zähflüssige, unangenehm riechende, Paste in die Rinnen und verteilte sich langsam darin. Schicksalsergeben stellten sich die Männer und Frauen daraufhin entlang der Rinnen auf und gingen langsam in die Knie, die Grewock mochten keine schnellen Bewegungen in ihrer Gegenwart. Sobald die Paste sich die Rinne entlang bis zu Nathalie vorgequält hatte, verzog sie das Gesicht ehe sie mit den bloßen Händen einen Klumpen der Teigigen Masse griff und die Augen Schloss während sie einen Teil davon in den Mund schob. Die Paste schmeckte zwar in etwa so gut wie sie roch oder aussah, aber sie stillte den Hunger und sorgte dafür das man Kräftig und Gesund blieb.

Während das leise Schmatzen der Paste den Raum erfüllte sah sich Nathalie einmal mehr unauffällig um, die Aufseher beobachtete sie mit einer Mischung aus Missmut und Hohn hielten sich jedoch zurück, vermutlich da sie keine Lust hatten sich ihre dicken Pelze mit der Essenspaste zu verschmieren. Die meisten anderen Arbeiter schauten derweil mit leerem Blick in ihre Mahlzeit oder schauten sich ebenfalls gelangweilt in dem drögen Raum um während sie an ihrer Nahrung herum würgten. „Was ein Armes Bild.“ Dachte sich Nathalie daraufhin, obwohl die Naquiim sich bemühten es Geheim zu halten wussten faktisch alle Menschen das ihre Existenz nicht immer so gewesen war. Früher einmal hatten sie ein Imperium gehabt das mächtiger gewesen war als es sich die Naquiim in ihren Glanzzeiten je vorzustellen gewagt hatten. „Nicht träumen. Das mögen sie nicht.“ Meinte dann ein Grobschlächtiger Mann neben Nathalie während er mit einer Hand unauffällig auf einen der Aufseher deutete, sein Name war Hector und es war ziemlich offenkundig das er sich auf eine weiße für Nathalie interessierte die ihr nicht gefallen wollte. Nathalie verdrehte daraufhin nur die Augen und meinte: „Gegen das Träumen haben sie nichts, solange man sie für sich behält. Ich bin nichtmehr neu hier Hector.“ Hector brummte daraufhin etwas unverständliches während er einen besonders großen Klumpen der Essenspaste in einem Schluck herunter würgte ehe er meinte: „Ich will dich doch bloß beschützen.“, „Danke, ich komme alleine auch zurecht.“ erwiderte Nathalie umgehend scharf. „Aufstehen!“ bellte dann einer der Aufseher wobei Speichelfetzen aus seinem Schlund flogen.

Umgehend erhoben sich alle anwesenden, niemand hatte Lust Gemaßregelt zu werden. Im nächsten Moment ertönte dann erneut der Gong, die Zeit für das Frühstück war vorbei. „Vorwärts!“ bellte der Aufseher dann ehe die Arbeiter in Gänsemarsch aus dem Raum liefen ehe sie dann in verschiedene Gänge abbogen, jeder zu seiner zugewiesenen Arbeitsstelle. Nathalie reihte sich dabei in der kleinen Gruppe von Frauen und Mädchen ein, die meisten Zwangsarbeiter waren Männer da die Hauptsächliche Arbeit in diesem Lager das Schürfen von Erzen war, schwere Körperliche Arbeit. Da die Naquiim offenkundig der Meinung waren das Menschliche Frauen nicht zu Körperlicher Arbeit taugten, ein Umstand über den Nathalie ganz glücklich war, waren diese für die Nahrungszubereitung sowohl für sich selbst und die anderen Arbeiter als auch für die Grewockgarnision und das Saubermachen sowie Waschen von Kleidungsstücken zuständig. Zusätzlich kamen auf alle Arbeiter, Männer wie Frauen, hin und wieder Sonderaufgaben zu. Talshien, der Naquiim dem das hiesige Lager gehörte hielt jedoch nicht sonderlich viel davon die allgemeine Routine seiner Arbeiter zu unterbrechen. Schicksalsergeben griff sich Nathalie daher den Schrubber, eine spitz zulaufende Schaufel sowie einen kleinen Wagen auf dem mehrere ziemlich verbeulte Eimer standen und machte sich auf den Rückweg zum Essensraum, es war eine Heidenarbeit die Essenspaste aus den Steinrinnen zu herauszukratzen, insbesondere da man darauf achten musste keine Bruchstücke aus der Rinne zu schlagen immerhin wurde die aufgeputzte Paste einfach in den großen Kochtopf mit frischer Paste zurückgekippt. Allerdings hatte es auch seine Vorteile diese Arbeit auszuführen: In aller Regel hatte man seine Ruhe. Weder die Grewock noch einer der anderen Arbeiter oder gar ein Naquiim hielten sich freiwillig länger als unbedingt nötig im Essensraum auf, der Geruch der Paste wurde im Laufe der Zeit nämlich immer unerträglicher.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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13 Feb 2016 14:15 #78098 von Todesgleiter
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

Mit einem leisen seufzen auf den Lippen begann Nathalie dann die Paste mithilfe der Schaufel grob aus den Rinnen zu Kratzen und in den Eimer zu verfrachten. Der immer penetrantere Gestank störte sie dabei weniger, sie war es gewohnt. Aus dem Augenwinkel sah sie dabei mehr als einmal einen Grewock der einen vorsichtigen Blick in den Raum warf ehe er die Nase rümpfte und eilig davon stapfte. „Manchmal ist ein Hochentwickelter Geruchssinn eben auch Nachteilig...“ dachte sich Nathalie daher grinsend und begann die Melodie eines gute Laune Liedes das sie eine alte Frau in ihrer früheren Zuflucht gelehrt hatte zu summen. Bedauerlicher weise dauerte die grobe Reinigung der Rinnen nicht sehr lange , die Reste der Paste aus den rinnen zu Kratzen und zu schrubben dagegen würde deutlich mehr Zeit und auch schweiß benötigen. „Da soll noch einer sagen man müsste nur in den Minen richtig ran.“ dachte sich Nathalie daher missmutig während sie mit hochrotem Kopf versuchte die Steinernen Rinnen sauber zu bekommen.

Nach mehreren äußerst anstrengenden Stunden des Schrubbens und Kratzens trottete Nathalie in die Küche des Arbeitslagers, wobei Küche in diesem Fall eine ziemlich überzogene Bezeichnung für die Höhle mit zwei großen Feuerstellen war. Während über einem der, mit Gas befeuerten, Feuerstellen ein großer Pott hing in dem die Essenspaste für die Zwangsarbeiter zubereitet und warmgehalten wurde, war über der zweiten Flamme ein großes Gitter befestigt auf dem dutzende Portionen Fleisch für die Grewock gleichzeitig zubereitetet werden konnten. Da die Küche auch für die Zubereitung der Grewockverpflegung zuständig war, durften hier nur diejenigen Arbeiten die das Vertrauen der Aufseher genossen, was so viel bedeutete wie das sie nie Ärger gemacht hatten. Dies wiederrum führte dazu das die Küchenfrauen wie die anderen Arbeiter sie nannten, in dem Ruf standen sich für etwas besseres zu halten. „Hey Nathalie, was bringst du den schönes mit?“ fragte umgehend eine Frau mittleren Alters die gerade auf einer ziemlich wackelig anmutenden Leiter neben dem großen Kochtopf balancierte und dabei mit einem übergroßen Rührlöffel darin herumfuhrwerkte. Nathalie lehnte ihre Putzutensilien zunächst einmal gegen die Wand ehe sie den Eimer hob und meinte: „Ich bring euch was von eurer Kreation wieder.“, „Ohh, was für eine Überraschung.“ Unkte die Frau auf der Leiter daraufhin, immerhin lief praktisch jeder Tag im Lager gleich ab, sie hatte daher gewusst was Nathalie in die Küche geführt hatte. „Ursula! Pass auf das du vor lauter batschen nicht in den Pott fällst!“ meinte dann eine energische Stimme quer durch den Raum ehe eine kleine alte Frau in Sicht kam.

Ursula brummte daraufhin etwas unverständliches ehe sie sich wieder ihrem Löffel in der Paste zuwandte. „Du weißt wo du das hinstellen sollst.“ Meinte die alte Frau dann an Nathalie gewandt. Sie hieß Sarah und war eine der Leiblingssklaven der Aufseher da sie seit Jahren nichts anderes tat als vor ihnen zu Buckeln und auch nicht davor zurückschreckte ihre eigene Spezies zu verraten um sich selbst in ein besseres Licht zu Rücken. Sie war daher reichlich unbeliebt, was sie selbst offenkundig weniger störte. Das einzige was sie störte war wenn etwas nicht so lief wie es sollte. Nathalie schwieg daher ehe sie ihre Eimer in eine Art von Flaschenzug entleerte der es ermöglichte Zutaten, oder eben auch alte Paste direkt zurück in den großen Kochtopf zu befördern. Aus dem Augenwinkel beobachtete Nathalie daraufhin Sarah während sie die Paste mit bloßen Händen aus den Eimern Kratzte. Sarah stand in der Mitte „ihrer“ Küche und sah sich wie eine Königin um, während sie ihre Untergeben nur mit Blicken herum scheuchte. Auf sie traf das Vorurteil der Arroganz in vollem Maße zu. Kaum hatte Nathalie ihre Paste vollständig in den Flaschenzug gekippt und daraufhin nach oben zu Ursula befördert, meinte Sarah: „Es wird Zeit für das Mittagessen, beeilt euch ein bisschen!“ Niemand erwiderte daraufhin etwas, es war sowieso nutzlos sich mit Sarah zu streiten da man im Zweifelsfall später Besuch von einem Grewockaufseher bekam wenn man sich mit ihr anlegte.

Wortlos reihte sich Nathalie daraufhin in die Kurze Schlage aus Jungen Frauen und Mädchen ein welche die Verteilung der Mittagsmahlzeit übernahmen. Da es zu lange dauern würde die Arbeiter aus den Minen in den Essensraum zu bringen um sie ihr Mittagsmahl einnehmen zu lassen wurde die Paste zur Mittagszeit in kleinere Kessel gefüllt welche auf Fahrbaren Wagen standen. Diese Wagen wurden dann in die Minen gefahren wo die Paste in kleinen Schalen verteilt wurde. Kaum war der Kessel auf Nathalies wagen gefüllt setzte sie sich in Bewegung und schob den Wagen vor sich her, sie kannte den Weg und wusste daher das es klüger war hinter dem Wagen zu stehen, für den Fall das die eigenen Kraft nicht ausreichte um den Beladenen Wagen auf den stellenweiße stark abschüssigen Wegen zu Bremsen. Als sie dann den Eingang zu den Minen erreichte sah sich Nathalie Hoffnungsvoll um ob sie einen der Minenarbeiter finden konnte, schon mehr als einmal hatte sie ihren Weiblichen Charme dazu verwendet die Männer dazu zu bringen den Wagen selbst in die Minen hinunter zu fahren. Bedauerlicherweise konnte sie außer einem Aufseher der sie kurz abfällig musterte jedoch niemanden entdecken.

Der Abstieg in die Minen verlief daraufhin Glücklicher weiße ohne Unfall so das Nathalie mit einem Gefüllten Kessel und hochrotem Kopf in einem der Stollen ankam in dem die Arbeiter schon sehnsüchtig auf ihre Mahlzeit warteten. „Wird aber auch Zeit das du kommst!“ meinte Hector zur Begrüßung ehe er selbstsicher auf Nathalie zukam. „Sei froh das ich überhaupt hier runter komme.“ Erwiderte Nathalie ehe sie ihm eine Schale voll Paste unter die Nase hielt so das Hector keinen Grund hatte länger stehen zu bleiben, immerhin drängten sich hinter ihm bereits die anderen Minenarbeiter. Die meisten von ihnen murmelten ein leises „Danke“ als sie ihre Mahlzeit in Empfang nahmen , einige Wenige rümpften auch die Nase und schauten angeekelt auf die Paste, beschwerten ich jedoch nicht, es wusste ja jeder das die Auswahl der Speisen von der Lagerverwaltung, welche Fest in Naquiim Hand war, getroffen wurde. Sobald Nathalie alle Arbeiter in diesem Abschnitt versorgt hatte schob sie den Wagen in den nächsten Stollen, die Arbeiter schufteten Zeitgelich in mehreren Tunneln. Auch dort nahmen die Arbeiter ihre Ration Paste mehr oder weniger wortlos entgegen, die meisten der Sklaven sprachen nicht sehr viel, aus Angst vor den Aufsehern.

Nach weiteren Stunden in denen Nathalie sowohl die gebrauchten Schalen der Arbeiter wieder eingesammelt als auch abschließend abgewaschen sowie den großen Grillrost für das gebratene Fleisch der Grewock sauber geschrubbt hatte, näherte sich auch dieser Tag seinem Ende. Ermattet ließ sich Nathalie daher auf einem freien Stück Fels in der Schlafhöhle fallen während sie auf einem Stück Trockenfleisch herum kaute. Die meisten anderen saßen ebenfalls auf dem Boden und starrten größtenteils Löcher in die Luft, nur wenige hatten sich zu kleinen Gruppen zusammengefunden und unterhielten sich leise. „Ist das wirklich alles? Ist das alles was ich in meinem Leben erreichen werde?“ fragte sich Nathalie daraufhin selbst während sie den Blick durch den Raum schweifen lies. Die Antwort auf diese Fragen kannte sie bedauerlicherweise, vorausgesetzt es änderte sich nicht irgendetwas ganz dramatisch, würde sie wohl den Rest ihrer Tage mit Putzen und vielleicht später einmal Kochen verbringen. „Willst du dich zu uns setzen?“ fragte dann Plötzlich Ursula die zu Nathalie herübergelaufen war. „Warum nicht.“ Erwiderte Nathalie ehe sie Ursula folgte, sie hatte keine Lust so zu enden wie so manch andere Sklave, vereinsamt und in sich selbst gefangen.

„Und wie war’s bei euch so?“ fragte ein Mann mittleren Alters, Nathalie erkannt ihn als Steve, gerade als sie sich gemeinsam mit Ursula zu der Gruppe setzte. „So wie jeden Tag du Scherzkeks, dieser Ort ist nicht gerade für Abwechslung berühmt.“ Erwiderte ein anderer Mann brummend, sein Name war Dimitrius, er wurde von allen aber nur Dimi genannt. „Naja wer weiß.“ Meinte Steve daraufhin Schulterzucken ehe er sich mit einem breiten Grinsen den beiden Frauen zu wandte: „Und bei euch?“. „Lass mich mal überlegen... Das selbe wie jeden Tag.“ Antwortete Ursula umgehend. „Wie ernüchternd.“ Kommentierte Dimi umgehend. Es gab nicht viel über das sich die Sklaven unterhalten konnten außer ihrer Täglichen Arbeit, so vorhersehbar das auch sein mochte. Während die anderen drei daraufhin begannen jede kleine Einzelheit ihres Tagesablaufes zu erläutern die sich irgendwie von der Routine abhob, bemerkte Nathalie aus dem Augenwinkel Sarah die neben dem Höhleneingang stand und mit einem der Aufseher redete, sie war wohl die einzige Sklavin die das Freiwillig tat und auch die einzige der das von Seiten der Aufseher gestattet wurde. „Was die wohl wieder ausheckt.“ Murmelte Nathalie daraufhin während Steve gerade lang und breit erzählte wie er Heldenhaft verhindert hatte das einer seiner Leidensgenossen beim Mittagessen sich seine Kleidung mit Essenspaste zu verdrecken. „Wen meinst du?“ fragte Dimi umgehend, er hatte ein gutes Gehör. „Sarah.“ antwortete Nathalie lediglich.“ Hoffentlich fällt sie eines Tages in die Feuerstelle, ich würde da auch etwas nachhelfen.“ Brummte Ursula umgehend.

„Du denkst doch nicht ernsthaft daran einen Menschen zu töten?“ fragte Steve daraufhin in gespieltem entsetzen. „Doch, in diesem speziellen Fall schon.“ Erwiderte Ursula, was für sich genommen schon ein starkes Stück war, auch wenn sich die meisten der Sklaven nicht wirklich gut kannten, hielten sie in aller Regel doch zusammen. Sie hatten immerhin einen größeren gemeinsamen Feind gegen den sie eventuelle Aggressionen richten konnten. „Pass auf dass das nicht die falschen Leute mitbekommen, Sarah ist nicht die einzige die nicht davor zurückschreckt die eigene Leute ans Messer zu liefern.“ stellte Dimi dann fest. „Ich weiß.“ Seufzte Ursula daraufhin mit leerem Blick, es war einfach eine frustrierende Situation in der sie alle sich befanden. Schließlich entfernte Sarah sich mit siegessicherer Miene von dem Aufseher und zog sich in ihre Ecke der Höhle zurück. „Das bedeutet nichts gutes.“ Stellte Nathalie umgehend fest. Ehe der Gong ertönte um sie alle daran zu erinnern Schlafen zu gehen.
~~~Ende Kapitel 1~~~

BIn dann mal auf eure ersten Rückmeldungen ob euch dieses neue Universum auf den ersten Blcik zusagt gespannt. Ich versuche in dieser Geschichte auch die dinge etwas "lansagmer" anzugehen. Daher es kann ein bsichen dauern bis die erste Action auftaucht;)

mfg.: Tg

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13 Feb 2016 17:42 #78110 von General Stefan
Heyho, klingt alles reichlich mysteriös und interessant :D Diese trostlose und eintönige Atmosphäre, der die Sklaven ausgesetzt sind schaffst du auf jeden Fall sehr realistisch rüberzubringen! Bin gespannt wie es weiter geht!

LG Stefan

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13 Feb 2016 21:08 #78118 von Admiral Bartels
So dann muss ich mich auch mal wieder melden,

Das neue Universum gefällt mir auf den ersten Blick schon sehr gut. Bin gespannt wie die Menschen es schaffen da wieder rauszukommen.

Jacob: Komm schon, Sam, das kann nicht komplizierter sein als eine Sonne zu sprengen.
Sam: Also wirklich! Da sprengt man eine Sonne und alle erwarten, dass man über Wasser laufen kann.
Jacob: ... Geschafft.
Sam: Und was kommt als nächstes?! Soll ich einen Ozean trennen?

:vortex2: :prior:...

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23 Feb 2016 16:02 #78190 von Todesgleiter
@General Stefan: Freut mich das es dir gefällt und das ich es schaffe die vortherschende Stimmung abzubilden.

@Admiral Bartels: Ich bin auch gespoannt wie die Menschen da wieder rauskommen wollen :o

@all: Dank Hackerangriff geht's jetzt mit verspätung weiter Hoffentlcih krepiert er schmervoll und langsam in einem Säure Tank... :evil:

Kapitel 2: Routinebruch

Als der Gong ertönte schreckte Nathalie regelrecht hoch, in dieser Nacht hatte sie sehr gut geschlafen. Obwohl sie noch immer ziemlich schlaftrunken war, reihte sie sich umgehend darauf in die Kolonne in Richtung Essensraum ein, immerhin wollte sie keinen Ärger mit einem der Aufseher. Kaum hatten sich die Sklaven dann entlang der Rinnen aufgestellt um auf ihr Frühstück zu warten, registrierte Nathalie wie eine regelrechte welle der Erregung durch die anderen Sklaven lief, das konnte nichts Gutes bedeuten. Im nächsten Moment kam Talshien in Sicht, der Naquiim ließ sich nur äußerst selten im Sklavenbereich seines Lagers blicken, wenn er es also tat musste es um etwas wichtiges gehen. Da Nathalie keine Erfahrungswerte im deuten der Körpersprache der Naquiim hatte, konnte sie nicht beurteilen wie Talshien sie alle betrachtete, Naquiim waren immerhin komplett anders gebaut als Menschen. Ihr Plumper, fast Knollenförmiger Rumpf machte den Großteil ihres Körpers aus und steckte in aller Regel in einer gepanzerten Schwebekapsel da die Haut der Naquiim äußerst empfindlich war. Ebenso konnten sie sich ohne die Schwebekapseln so gut wie nicht fortbewegen, da sie über keine Gliedmaßen im eigentlichen Sinne sondern nur über acht lange Knochenlose Tentakel, welche aus dafür vorgesehen Öffnungen in der Kapsel hervordrangen verfügten. Der Kopf war ebenso unförmig wie der Rumpf und saß wie ein großer Klumpen Essenspaste auf dem Rumpf. Soweit Nathalie wusste lag die unschöne Formgebung der Naquiim Körper daran das sie über kein Knochenskelett verfügten da sich ihre Art auf einer Niederschwerkraftwelt entwickelt hatte.

„Ich würde dem Schwabelkopf gerne mal eine verpassen, habe gehört für die könnte das Tödlich enden...“ hörte Nathalie dann einen anderen Sklaven leise brummen, enthielt sich jedoch einer Antwort da Talshien in diesem Moment zu sprechen begann: „Heute werdet ihr alle eine besondere Aufgabe ausführen und ich würde euch nahe legen sie gut auszuführen. In kürze werden einige äußerst wertvolle Gegenstände angeliefert. Eurer Aufgabe ist es sie sicher an ihre Plätze zu befördern. Da ich weiß das diese Aufgabe euch überfordert, müsst ihr dazu lediglich die Anweisungen einiger meiner Mitarbeiter befolgen. Jedweder Schaden an meinem Eigentum wird harte Konsequenzen nach sich ziehen, ihr strengt euch also besser an und treibt eure Primitiven Gehirne beim Arbeiten zu Höchstleistungen an.“ Sobald er geendet hatte verlies Talshien den Raum, offenbar in der Annahme ordentliche Eindruck gemacht zu haben. „Ich hasse Naquiim.“ Knurrte Steve daraufhin. „Das tut jeder.“ Meinte Dimi darauf ehe einer der Aufseher laut bellte: „Esst gefälligst was Ihr braucht gleich eure Kraft!“ Das ließ sich niemand zweimal sagen, das Frühstück war die Reichhaltigste Mahlzeit des ganzen Tages, wer es versäumte hier genügend zu Essen musste in aller Regel den ganzen Tag hungern, außer er hatte Glück und konnte eine der Küchenfrauen weichklopfen.

„Was Talshien wohl erworben hat das von so vielen Leuten bewegt werden muss?“ fragte Steve dann zwischen zwei bissen Paste. „Vermutlich eine Vergoldete überlebensgroße Statue seiner selbst.“ Mutmaßte Dimi trocken worauf alle in Hörweite losprusten mussten, das Ego der Naquiim war faktisch legendär. Dies entging den Aufsehern natürlich nicht, einer von ihnen setzte sich umgehend in Bewegung und achtete dabei peinlich genau darauf sich möglichst weit von den Rinnen entfernt zu halten. Als der Aufseher sie dann erreicht hatte warf er einige Aggressive Blicke in die Runde, und knurrte leise während sich seine Nackenhaare aufstellten, ein sichtbares Zeichen seiner Aggressivität. „Essen, nicht reden!“ meinte er dann und zog seinen Schlagstock einmal quer durch die Luft wodurch er allen Sklaven im Umfeld eine heftige Kopfnuss verpasste. Als der Stock Nathalie am Schädel traf wurde ihr zunächst alles schwarz vor Augen und sie war froh das sie sich zum Essen hingekniet hatte, ansonsten wäre sie wohl umgekippt. Als sie dann vorsichtig ihren Kopf befühlte ertasteten ihre Finger schnell eine warme Flüssigkeit die zwischen ihren Haaren hervor rann, Blut. Obwohl sie sich noch immer fühlte als würde sich der Boden unter ihr drehen, öffnete Nathalie vorsichtig die Augen und konnte sehen das es die anderen ähnlich heftig erwischt hatte. Die Aufseher vermeiden zwar in aller Regel tödliche Gewalt aber sie schreckten nicht davor zurück den Arbeitern mitunter extrem schmerzhafte Verletzungen beizubringen.

„Oh Scheiße.“ Stellte Steve daher fest während auch er sich vorsichtig den Schädel abtastete. „Sei still, sonst kommt er wieder.“ Meinte Dimi umgehend daraufhin. Obwohl ihr der Schädel durch den Schlag heftig brummte zwang Nathalie sich unterdessen etwas zu Essen, es war vorherzusehen das der Heutige Tag extrem anstrengend werden würde, dafür sprach schon das die Arbeiter so viel Zeit zum Frühstücken eingeräumt bekamen. Während sie dann mit Pochendem Schädel einen großen Batzen Paste hinunter würgte lief ihr eine einzelne Träne die Wange herunter, es war lange her das sie das letzte Mal geweint hatte, immerhin wollte sie nicht schwach erscheinen aber im Moment konnte sie einfach nicht anders. Plötzlich ertönte dann der Gong und hallte in Nathalies dröhnendem Schädel hundertmal wieder während sie sich wackelig aufrichtete und sich dankbar an einem ihr entgegen gestreckten Unterarm festhielt. Während sie dann vorsichtig den anderen folgte meinte ihre Stütze selbstgefällig: „Ich habe dir ja gesagt das du Schutz brauchst.“ Nathalie verdrehte daraufhin die Augen, sparte sich jedoch einen Kommentar. Im Moment gönnte sie Hector seinen vermeintlichen Sieg und war froh darüber das er sie mehr oder wenige mit schleifte.

Während sie daraufhin liefen bemerkte Nathalie das sie nach oben gingen, allerdings nicht den Weg benutzten welche Neuankömmlinge nahmen wenn sie vom Hangarbereich aus in das tief unter der Planetenoberfläche liegende Lager gebracht wurden. „Weißt du wo wir hin gehen?“ fragte sie daher Hector, wohl wissend das er nicht zögern würde mit seinen Informationen aufzutrumpfen, sofern er den welche hatte. „Vermutlich in die alten Stollen neben dem Hangar.“ Antwortete Hector umgehend. „Warum?“ fragte Nathalie umgehend, die alten Stollen stammten noch aus der Gründungszeit des Arbeitslagers und waren schon vor Natalies Zeit erschöpft gewesen und zudem stark Einsturzgefärdet. „Wahrscheinlich weil wir etwas großes abholen, etwas sehr großes. Ich weiß das ein paar Minenarbeiter einen der Stollen der direkt neben dem Hangar in Richtung der Grube verläuft vergrößert und stabilisiert haben. Zudem gibt es jetzt wohl einen Durchbruch in den Hangar.“ Antwortete Hector. Natahlie schwieg daraufhin, was um alles in der Welt hatte Talschien wohl nur erworben? Und warum wollte er seine Schätze in die Tiefen der Grube bringen anstatt sie im überirdischen Wohnbereich der Naquiim auszustellen?
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~


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23 Feb 2016 16:03 #78192 von Todesgleiter
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

Nach weiteren Minuten des eintönigen Fußmarsches, es dauerte zu Fuß eben eine ganze Weile an den Wänden der Grube entlang hinauf zu steigen, erreichte der Trupp eine gewaltige Öffnung in der Wand. Der ehemalige Stollen war nicht nur vergrößert worden, er war zu einer regelrechten Höhle ausgebaut worden, größer als jeder andere Raum des Lagers, mit Ausnahme der Grube. Die provisorisch aufgestellten Bergbaulampen schafften es daher nicht mal die Wände und Decke des Stollens zu beleuchten er war mindestens vierzig Meter hoch und fast doppelt so breit. „Wow.“ Meinte Steve daraufhin der, ähnlich wie Nathalie mittlerweile die Auswirkungen der Maßregelung des Aufsehers mehr oder weniger überwunden hatte. Am Ende des gewaltigen Tunnels konnte man durch eine große Öffnung derweil in den Hangar sehen. Nathalie schüttelte bei diesem Anblick ungläubig den Kopf, es war als würde man durch ein Fenster in eine andere Welt blicken. Im Gegensatz zum Lager waren die Wände im Hangar nicht aus Blankem Fels, der komplette Raum war mit Innenverkleidungen versehen und blitzblank sauber sowie in dem bei den Naquiim so beliebten violetten Licht erhellt. „Weiter.“ Meinte einer der Aufseher den Kaltschnäuzig und trieb gemeinsam mit seinen Kameraden die Sklaven genau in den Hangar hinein.

Dort angelangt viel Nathalie sofort etwas auf. Direkt der Öffnung gegenüber stand ein großes Objekt dessen Form und Farbgebung nicht zur restlichen Architektur passte. Erst mit dem zweiten Blick erkannte sie das dieses Objekt kein Teil der Innenarchitektur, sondern ein eigenständiges Schiff war und es war definitiv kein Naquiim Schiff, soviel stand fest. „Da sind sie ja endlich.“ stellte umgehend ein Naquiim fest der in einiger Distanz und bewacht von vier Grewock schwebte und dabei nervös mit seinen Tentakel zuckte. „Eure Aufgabe ist es dieses Schmuckstück auf den Grund der Grube zu befördern und zwar natürlich ohne es zu beschädigen.“ Fuhr der Naquiim dann fort und deute auf das Schiff das Majestätsich neben ihm stand und irgendwie die ganze Umgebung zu Domnieren schien so anders war seine Formgebung. „Der hat sie doch nichtmehr alle, wie sollen wir denn ein Ganzes Raumschiff bewegen?!“ meinte Steve daraufhin leise, das Schiff war immerhin deutlich größer als die sonst im Hangar vertretenen Fähren und Transport Barkassen, jetzt war Nathalie auch klar wozu der Stollen soweit hatte vergrößerte werden müssen, durch einen gewöhnlichen Bergbaustollen passte bei weitem kein ganzes Raumschiff. Der Naquiim bemerkte die ihm entgegenschlagenden Skeptischen Blicke natürlich sofort, sogar einige der Grewockaufseher sahen ihn ungläubig an während sie offenkundig versuchten sich vorzustellen wie man ein ganzes Raumschiff mit bloßer Muskelkraft anhob.

„Selbstverständlich gibt es Hilfsmittel. Mir ist durchaus bewusst das es eurer beschränkten Physiologie nicht möglich ist diese Aufgabe ansonsten zu bewerkstelligen. In den Kisten hinter mir befinden sich Antigravitationseinheiten die ihr vorsichtig am Schiff befestigen werdet. Anschließend kann es bewegt werden.“ Erklärte der Naquiim dann. „Das wird die Hölle.“ Stellte Dimi umgehend leise fest. „Wieso?“ fragte Nathalie umgehend, von der Formulierung einmal abgesehen fand sie den Plan des Naquiim eigentlich ziemlich gut. „In den Minen haben wir auch Antigravitationseinheiten, damit schaffen wir die Erzbrocken weg. Das Problem ist nur das sich diese Dinger verhallten wie wenn sie auf einer Schicht seife liegen würden, es ist verdammt schwer damit geradeaus zu laufen.“ Erklärte Hector umgehend. „Oh...“ meinte Nathalie daraufhin lediglich das könnte in der Tat ein Problem werden, wenn sich das Schiff auf seinem Antigravitationskissen selbstständig machte, würden sie gewaltige Probleme haben. „Worauf wartet ihr noch?!“ fragte der Naquiim dann gereizt. Umgehend trieben die Aufseher die Sklaven voran, in Richtung der Kisten.

Die darauffolgende Arbeit war bei weitem nicht so schwierig wie es sich zunächst angehört hatte, die Antigravitationseinheiten verfügten über Magnetische Siegel die es ermöglichten sie praktisch überall am Schiffsrumpf zu befestigen während Nathalie daher beständig zwischen den Vorratskisten und den Arbeitern welche die Befestigung der Einheiten übernahmen hin und her lief um Nachschub an zu schleppen hatte sie genug Zeit sich das Schiff näher an zu sehen. Es sah elegant aus, kein Vergleich zu den eher funktionellen Designs der Naquiim. Seine Hülle glänzte in mattem weiß mit Chromfarbenen Zierflächen. Kühlanlagen, Treibwerke und andere für die ordnungsgemäße Funktion eines Schiffes notwendige Teile waren dabei perfekt in die fließenden Hüllentrassen integriert und sahen nicht wie bei vielen anderen Schiffen aus als wären sie nachträglich auf den Rumpf geklebt worden. Verwunderlicher weiße konnte Natalie jedoch keinerlei Waffen erkennen, was höchst seltsam war, selbst Zivile Transportfähren verfügten in aller Regel über leichte Selbstverteidigungswaffen, das All war ein Gefährlicher Ort. Hatte Nathalie jedenfalls gehört, selbst hatte sie nicht allzu viele Erfahrung mit Reisen durch das Interstellare All.

Recht schnell waren die Antigravitationseinheiten daraufhin am Schiffsrumpf befestigt und die Arbeiter begannen lange Taue um das Schiff zu schlingen, immerhin mussten sie es irgendwie unter Kontrolle halten können sobald es frei schwebte. Der Naquiim der sie eingewiesen hatte beobachtete die Arbeiten dabei aus bequemer Entfernung, allerdings höchst aufmerksam. Vermutlich drohten ihm selbst unangenehm Konsequenzen falls irgendetwas schief ging. „Jetzt kommt der hässliche Part.“ Stellte Dimi fest während sie sich alle entlang der Taue aufstellten, bereit ein ganzes Raumschiff quer durch das Lager zu ziehen. „Geh mit anderen Frauen und den Alten zum forderten Tau.“ Meinte Steve dann an Nathalie gewandt. „Warum?“ fragte Nathalie umgehend, er erschien ihr nicht gerade logisch das die schwächsten Leute das Schiff hinter sich herziehen sollten. „Weil das in Bewegung versetzen der leichteste Part ist, vertrau mir.“ antwortete Steve eindringlich. „Also gut.“ Stimmte Nathalie zu ehe sie sich daran machte die Körperlich schwächeren einzusammeln und zum vorderen Tau zu führen. „Ich werde nun die Antigravitationseinheiten aktivieren, stellt sicher das ihr bereit dafür seid.“ Meinte dann der Namenlose Naquiim der sie beaufsichtigte sobald alle Taue besetzt waren. Umgehend darauf erhob sich das Schiff langsam vom Boden, die Arbeiter hatten gute Arbeit beim Anbringen der Einheiten geleistet, zumindest optisch war es im Gleichgewicht und kippte nicht umgehend zu einer Seite hin weg. „Haltet die Taue stramm und macht langsam!“ rief dann Hector quer durch den Raum worauf alle anwesenden ihre Taue stramm zogen. Das Schiff erzitterte daraufhin lediglich leicht während es in alle Richtungen gleichzeitig gezogen wurde.

„Lasst hinten jetzt langsam nach, aber haltet das Tau stramm und passt auf das wir nicht zu schnell werden!“ meinte Hector dann, niemand schien sich daran zu stören das er das Kommando übernommen hatte, was daran lag das er einer der Erfahrensten Minenarbeiter war und in aller Regel wusste was er tat. Sofort spürte Nathalie wie das Tau in ihren Händen erschlaffte und sah mit einem Blick über die Schulter wie der Rumpf des Schiffes langsam auf sie zu schwebte. „Hoffentlich halten die hinten das Ding auch gut fest.“ Stellte dann Ursula vor Nathalie fest während sie langsam vor dem Schiff herliefen. Tatsächlich schien Steve recht gehabt zu haben, das Ziehen des Schiffes war eine leichte Arbeit, die meiste Zeit über war das Tau nur lose gespannt. Schließlich erreichte das Schiff jedoch den zu einem Transfertunnel ausgebauten Stollen, was bedeutete das es um neunzig Grad gedreht werden musste. „Anhalten!“ rief Hector daraufhin, wobei seine Stimme deutlich gepresster als davor klang, er stand an einer der Flanken des Schiffes, was der wohl härteste Platz war da man verhindern musste dass das Tonnenschwere Ungetüm sich Drehte oder unkontrolliert zur Seite driftete. „Nein, weiter.“ Erwiderte der Naquiim welcher der Prozession gemeinsam mit den Aufsehern in einigem Sicherheitsabstand folgte. Hilflos sahen sich die Arbeiter daraufhin an, es war ihnen allen klar was passieren würde wenn das Schiff bei zu schneller Bewegung in der Kurve aufgrund seiner Massenträgheit ausbrach. Da sich im selben Moment jedoch auch einige Aufseher in Bewegung setzten zögerte niemand damit weiter zu laufen.

Der Bug des Schiffes drehte sich auch umgehend in die Richtige Richtung, stoppte allerdings nicht als die Drehung eigentlich vollzogen war, gleichzeitig bewegte sich das Schiff weiter in seine Ursprüngliche Bewegungsrichtung und in Richtung der neuen soll Richtung was ein Diagonales Schlittern zur Folge hatte. Umgehend folgten laute Schreie als die Taue sich straff zogen und der Tonnenschwere Schiffskörper die daran hängenden Arbeiter einfach mit schleifte. Die auf der linken Seite des Schiffes stationierten Arbeiter Liesen ihr Tau daraufhin in panischer Angst fallen und rannten um ihr Leben da sie ansonsten zwischen dem Schiff und der Wand eingequetscht werden würden. Gleichzeitig stoppte das Schiff seine Bewegung und begann sich immer schneller in die entgegengesetzt Richtung zu drehen. Nathalie wusste in dem Moment als das Tau erschlaffte und der Bug des Schiffes sich schnell näherte das ihre Fracht außer Kontrolle geraten war und wohl erst von der Wand des Tunnels gestoppt werden würde. Dann straffte sich das Tau unvermittelt wieder und Riss Nathalie glatt von den Füßen während der Bug des Schiffes sich zur Seite drehte und mit einem lauten Krachen in die Wand einschlug. Nur Sekundenbruchteile Später donnerte auch das Heck des Schiffes gegen die Wand.
~~~Ende Kapitel 2~~~

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24 Feb 2016 13:16 #78219 von General Stefan
Heyhey schön wieder lesen zu dürfen xD Muss sagen ich finds immer wieder faszinierend wie du dir einfach komplett neue Spezies ausdenken kannst, auch wenn du einen kleinen Tentakel-Fetisch zu haben scheinst :D Huiuiui das ist aber eine interessante Idee ein Raumschiff zu ziehen, dass konnte ja eig nur schief gehen :D Bin ja mal gespannt wie hart die Strafe ausfallen wird und woher dieses Raumschiff eigentlich kommt!

LG Stefan

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28 Feb 2016 15:50 #78307 von Todesgleiter
@General Stefan: Es haben doch nur zwei "meiner" Alien Rassen Tentakel, ich würde das nicht als "fetisch" bezeichnen. Aber gut es gibt schlimere mängel als eien Affinität für Tentakelmonster :D
Joa das Scheitern des Transports war eigentlich vorprogramiert. Vielleicht wollte jemand einfach eien vOrwand für eien Diabolsiche Strafaktion Schaffen:D

@all: Weiter geht's:

Kapitel 3: Strafe muss sein

Als Nathalie sich wieder aufrappelte schmeckte sie Blut, als das Schiff welches sie hinter sich hergezogen hatte ausgebrochen war hatte sie das Zentimeter Dicke Tau direkt ins Gesicht bekommen und einige unschöne Schürfwunden an den Händen sowie im Gesicht und eine Blutige Lippe davon getragen. Der anschließende Sturz hatte dabei auch nicht unbedingt dazu beigetragen ihre Körperliche Verfassung zu verbessern. „Alles in Ordnung?“ fragte dann Ursula welche hinter Nathalie getreten war und ebenfalls einen ziemlich ramponierten Eindruck machte. „Ich werde es wohl überleben.“ Antwortete Nathalie umgehend wobei ihr nicht klar war ob sie sich darüber freuen sollte. Talshien würde mit Sicherheit nicht Begeistert reagieren wenn er davon erfuhr das sein Schatz mit voller Wucht in die Felswand gekracht war. „Gut, hilf mir mal kurz ich glaube Anna ist ko gegangen.“ erwiderte Ursula daraufhin. Sofort erhob sich Nathalie, Anna war die Jüngste Frau im Lager, eher noch ein Mädchen mit zarten fünfzehn Jahren. Obwohl Nathalie selbst alles andere als alt war , immerhin war sie auch erst Mitte zwanzig, hatte sie, genau wie die anderen Frauen einen ausgeprägten Beschützerinstinkt was Anna betraf. Es dauerte auch nicht lange bis die beiden Frauen Anna gefunden hatten, sie lag alle viere von sich gestreckt auf dem Boden, nur kurze Distanz vom Ende des Taus entfernt das sie offenbar bis zu letzt festgehalten und daher mit gezerrt worden war.

Glücklicherweise konnte man kaum Blut erkennen, was zumindest schon mal ein gutes Zeichen war. „Hilf mir mal sie hoch zu heben.“ Meinte Ursula dann, immerhin konnten sie im Moment nicht erkennen wie es um Annas Rückseite bestellt war. Während die beiden Frauen daraufhin Anna provisorisch verarzteten erreichten die Grewockaufseher sowie ihr Naquiim Kommandant den Ort des Geschehens. Während die Grewock dabei nicht schlechter gelaunt als üblich wirkten, war der Naquiim offenkundig komplett aus dem Häuschen. „Ihr unfähiger Haufen Primitiver Säugetiere, warum könnt ihr nicht einmal etwas richtig machen!“ wetterte er während er eilig auf das Schiff zu schwebte, vermutlich um eventuelle Schäden zu inspizieren. „Das wird Konsequenzen haben, darauf könnt ihr euch verlassen!“ fuhr der Naquiim fort während er unter dem Schiffsrumpf entlang schwebte. „Zu nichts kann man euch verwenden eine so unfähige Rasse habe ich noch nie gesehen!“ meinte der Naquiim dann ehe im einfiel das er nur mit Schimpftriaden seinen Auftrag wohl kaum erledigen konnte. „Steht gefälligst wieder auf und zieht es von der Wand weg, sofort!“ befahl er daher und nahm dabei keine Rücksicht auf die zahlreichen Verletzungen welche die Arbeiter zu beklagen hatten. „Na Loss macht ihnen Beine!“ rief er dann in Richtung der Aufseher nachdem die meisten Sklaven seiner Anweisung nur langsam folge leisteten. Die Grewock setzten sich daraufhin sofort mit gefletschten Zähnen und gesträubtem Nackenfell in Bewegung so sahen sie noch furchteinflößender als sowieso schon aus. „Schnell Anna wach auf.“ Meinte Nathalie daher, sie wollte um jeden Preis verhindern das die Aufseher das Bewusstlose Mädchen bemerkten. Da Anna daraufhin jedoch keinerlei Lebenszeichen von sich gab, sahen Nathalie und Ursula sich kurz an ehe sie beide Anna jeweils eine Ordentliche Backpfeife verpassten.

Faktisch sofort schlug Anna die Augen auf und meinte: „Au! Seit ihr durchgeknallt oder was?“, „Das war nichts im Vergleich zu dem Schlag eines Aufsehers wenn du nicht sofort aufstehst und dir wieder das Tau greifst.“ Erwiderte Ursula. Anna schaute sich daraufhin kurz um ehe sie kurz nickte und sich hastig wieder erhob. Fast panisch griffen sie dann alle wieder nach dem Tau, auch wenn es unwahrscheinlich war das Sie das Schiff nach diesem Zwischenfall ohne Schäden würden bewegen können. Viele anderen Arbeiter waren nicht so schnell wieder auf den Beinen und wurden dafür gnadenlos niedergeknüppelt. Soweit Nathalie wusste hatte das aber nichts damit zu tun das die Grewock die Menschen, ähnlich den Naquiim hassten, sondern das sie schlichtweg Freude an Gewalt hatten. „Zieht endlich!“ befahl der Naquiim dann herrschaftlich. „Das geht schief.“ Stellte Nathalie umgehend fest immerhin waren sie jetzt weniger Leute als zuvor und allesamt nichtmehr ganz taufrisch. „Ich weiß.“ Stimmte Ursula zu. Im nächsten Moment setzte sich das Schiff wieder in Bewegung und driftete von der Wand weg. Allerdings waren die wenigen Arbeiter die daraufhin versuchten es wieder anzuhalten viel zu wenige und wurden einfach an ihrem Tau über den Boden mit geschleift, weshalb das Schiff nun leicht schräg seitlich wieder zurück in den Hangar driftete. „Haltet es an, sofort!“ brüllte der Naquiim daraufhin wobei seine Stimme einen leicht panisch gefärbten Unterton bekam.

Zwar stützten sich daraufhin mehr Arbeiter auf das Entsprechende Tau, aber ihre Last hatte bereits zu viel Bewegungsmoment entwickelt und zerrte sie erbarmungslos hinter sich her, ebenso die Trupps am Front und Heckende. „Na los helft ihnen!“ kreischte der Naquiim dann in Richtung der Aufseher gewandt. Umgehend stürzten sich die Grewock auf die Taue und stemmten sich gegen die daran reißende Kraft, tatsächlich verlangsamte das Schiff daraufhin und kahm schlussendlich zum Stillstand ohne erneut irgendwo angeeckt zu sein. Für eine Kollektive Verschnaufpause blieb jedoch keine Zeit da der Naquiim sofort befahl: „Jetzt bringt es zurück in den Korridor und dann in die Grube!“ Dieses Mal waren alle Anwesenden deutlich vorsichtiger und passten genau darauf auf dass das Schiff nicht zu viel Bewegungsmoment entwickeln konnte. Es gelang daher mit den vereinten Kräften der Arbeiter und Aufseher das Schiff in den Korridor zu Bugsieren und auszurichten. Erneut lies ihr Sklaventreiber jedoch niemanden durchatmen und brüllte sofort: „Na los weiter, weiter!“ Da es ab jetzt nur noch geradeaus ging konnte der weitere Transport zur Grube ohne Zwischenfall bewältigt werden, allerdings war es überdeutlich wie die andauernde Anstrengung so langsam ihren Tribut forderte, selbst die Ausdauerndsten und Kräftigsten Minenarbeiter hatten mittlerweile Zitternde Arme und auch die, zu ihrem Offenkundigen Missfallen, als Hilfskräfte abkommandierten Aufseher wirkten nicht mehr gerade taufrisch. „Tja, so viel stärker als wir seid ihr wohl auch nicht was?“ dachte sich Nathalie daher schadenfroh.

Schließlich erreichte der Transport den Rand der Grube und hielt an. Die Grube war ein großes Senkrechtes Loch mit über zweihundert Metern Durchmesser das von der Planetenoberfläche bis hinunter zu den tiefsten Stollen reichte und sowohl als Haupttreppenhaus, Frischluftschacht und hin und wieder als Versorgungschacht diente. Während Wände und Boden der Grube, ähnlich den meisten Räumen im Lager, nur aus nacktem roh bearbeiteten Fels bestanden, wurde sie nach oben hin von einer Künstlichen Konstruktion in die große Ventilatoren eingebaut waren begrenzt. Soweit Nathalie wusste war das der Boden der oberirdischen Bereiche des Lagers der von den Naquiim und ihren Gästen bewohnt wurde. „Ich hatte ja nicht erwartet das ihr das noch schafft.“ Stellte der Naquiim, welcher sich noch immer nicht vorgestellt hatte, daraufhin fest und schwebte selbstsicher an den erschöpften Arbeitern und Aufsehern vorbei. In der kurzen Zeit die sie nun Zeit hatten sich zu erholen nahm Nathalie ihre Facht noch einmal in Augenschein und stellte überrascht fest das man, von ein paar aus der Wand gebrochenen Felssplittern faktisch keine Spuren der Kollision an dem Schiffskörper erkennen konnte was ihr ein Stirnrunzeln entlockte, zumindest ein paar kleinere Kratzer oder dellen hätte das Schiff ihrer Meinung nach schon davontragen müssen.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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28 Feb 2016 15:52 #78308 von Todesgleiter
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Haltet es stabil!“ befahl der Naquiim dann Plötzlich während er mit einer kleinen Fernsteuerung den Gewaltigen Antigravitationskran aktivierte der an der Decke der Grube angebracht war und dazu diente das Geförderte Erz nach Oben und Versorgungsgüter nach unten zu befördern. Umgehend stemmten sich alle wieder in die Taue, zwar hatte das Schiff den ersten Unfall mehr oder weniger unbeschadet überstanden, aber ein Sturz auf den Grund der Grube, ein Fall von über einem Kilometer, war noch einmal eine ganz andere Liga als die Kollision mit einer Wand aus niederer Geschwindigkeit. Als der Antigravitationskran das Schiff erfasste ging ein kurzes Zittern durch das Schiff und die Taue, sämtliche Arbeiter und Aufseher liesen die Taue daraufhin umgehend los, niemand hatte Lust von dem Kran über die Grube geschleift zu werden. Da der Kran im Gegensatz zu den Antigravitationseinheiten über integrierte Stabilisierungssysteme verfügte, war es nicht notwendig das Schiff daraufhin weiter mit den Tauen zu führen. Noch während das Schiff daraufhin in die Mitte der Grube schwebte meinte der Naquiim zu den Aufsehern: „Bringt diese Nutzlosen Maden zurück in ihre Stollen, sie sollen Heute noch etwas produktives tun anstatt hier nur zu Faulenzen.“ Sofort begannen die Aufseher die Arbeiter Systematisch vor sich her, die Spiralförmige Rampe in der Wand der Grube hinab zu treiben.

Da die meiste Aufseher jedoch ebenfalls durch den Transport des Schiffes in Mitleidenschaft gezogen worden waren, verlief der Rückweg in die Eingeweide des Lagers deutlich langsamer und entspannter als zunächst erwartet, was den Arbeitern Zeit und Atem gab sich mit einander zu unterhalten. „Was glaubt ihr, was das für ein Schiff war?“ fragte Ursula gerade während der Rumpf des Besagten Schiffes schon lange an ihnen vorbei in den Tiefen der Grube verschwunden war und vermutlich in diesem Moment sanft auf dem Grund der Grube aufsetzte. „Keine Ahnung, sowas habe ich noch nie gesehen, aber es muss immens wertvoll sein wenn Talshien es ganz unten im Lager versteckt anstatt es zur Schau zu stellen.“ Antwortete Dimi. „Oder aber er hat es auf unlautere Art erstanden und will verhindern das der Rechtmäßige Besitzer es Zurückholt.“ Meinte Steve umgehend. „Warum sollte er Angst haben, ich meine Talshien kontrolliert doch eine ganze Armee?“ fragte dann Anna. „Ja das tut er, aber es gibt andere Naquiim Fürsten mit deutlich mehr Macht, von den Sambesi oder anderen Spezies ganz zu schweigen.“ Antwortete Dimi. Anna wirkte daraufhin durchaus eingeschüchtert, als sie in das Lager gekommen war, hatte sie ihr fünftes Lebensjahr noch nicht beendet gehabt und wusste dem zu Folge noch weniger über die Welt außerhalb des Lagers als Nathalie. „Mach dir keine Sorgen, wir sind nur Sklaven, selbst wenn Talshien Ärger bekommt, für uns ändert sich höchstens der Dienstherr.“ Meinte Nathalie daher beruhigend.

Wenig später erreichte die Kolonne dann den Bereich des Lagers der von den Arbeitern bewohnt wurde und von dem die aktuellen Minenstollen abgingen. Noch ehe jedoch irgendjemand die Chance hatte sich in Richtung der Stollen oder der Küche zu verdünnisieren tauchte Talshien Persönlich auf. Wie für die Naquiim und auch die meisten Aufseher üblich hatte er einen der wenigen Lifte benutzt um auf den Grund der Grube zu gelangen. Umgehend beschlich Nathalie ein ungutes Gefühl, Talshien ließ sich nur selten blicken und heute war es schon das zweite Mal innerhalb eines Tages. „Was hat solange gedauert hierher zurückzukehren. Ich versorge euch nicht fürs Faulenzen!“ begrüßte Talshien dann die Arbeiter. „Außerdem dachte ich das es klar wäre das meinem Eigentum der nötige Respekt entgegengebracht wird. Wie ist es daher möglich das ein äußerst wertvoller Teil meines Besitzes bei einem Transport durch euch Beschädigt wurde? Ihr seid wahrlich zu dumm um eine Fracht durch einen geraden Korridor zu ziehen. Heute fällt das Mittag und Abendessen aus. Die Nachtruhe wird auf zwei Stunden reduziert, außerdem werden die Aufseher jedem von euch die hier geltenden Regeln erneut ins Gedächtnis prügeln. Immerhin scheint das die einzige Sprache zu sein die euer Primitives Gehirn versteht!“ fuhr er dann fort und schaffte es dabei tatsächlich gekränkt zu klingen ehe er mit Wirbelnden Tentakel davon schwebte.

„Das wird tote geben.“ Stellte Dimi umgehend realistisch fest. Immerhin war es absehbar das die Aufseher ab jetzt noch härter durchgreifen würden, was sich in Kombination mit Hunger und Schlafmangel zu einem Gewaltigen Problem entwickeln würde. Stellt euch an der Wand auf!“ blaffte einer der Aufseher dann umgehend, seine Augen glühten dabei dämonisch in Vorfreude auf das Viele leid das er in Kürze bringen würde. Während die Arbeiter daraufhin der Anweisung folgten rollten zwei Aufseher einen Wagen in den Raum auf dem mehrere fein säuberlich aufgewickelte Peitschen lagen. Bei diesem, bei den Aufsehern extrem beliebten, Folterinstrument handelte es sich nicht nur um einen bloßen Strick oder einen Lederriemen sondern um einen flexiblen Metallstab der mit abertausenden winzigen Stacheln versehen war, mit jedem Hieb rissen diese Peitschen ddaher äußerst Schmerzhafte und stark Blutende Wunden in die Haut ihrer Opfer, schon mehr als ein Sklave war nach der Bestrafung damit an dem Hohen Blutverlust oder Wundinfektionen gestorben. „Macht euren Rücken frei, sofort!“ bellte der Aufseher dann. „Womit haben wir das verdient?“ fragte dann Anna welche neben Nathalie stand, wobei ihr die Tränen in die Augen schossen. „Damit das Pech zu haben als Mensch geboren worden zu sein.“ antwortete Nathalie umgehend verbittert während die Aufseher sich ihre Peitschen griffen und die Waffen gekonnt über dem Kopf kreisen und in die Luft schnalzen leisen, sie beherrschten den Umgang mit den Peitschen in Perfektion.

„Wartet, wer soll für euch Kochen wenn sie alle verbluten?“ fragte dann auf einmal eine Stimme, sie gehörte zu Sarah die in diesem Moment aus einem angrenzenden Gang trat welcher zur Küche führte. Natürlich hatte der Liebling der Aufseher sich nicht an der Kräftezehrenden und Gefährlichen Transportaufgabe beteiligen müssen. Der Ranghöchste Aufseher, ein alter Grewock mit vernarbter Schnauze und einem Blinden Auge, legte die Ohren daraufhin nachdenklich an ehe er meinte: „Lasst die Frauen und Mädchen gehen.“, „Ihr Glückspilze.“ Stellte Steve umgehend fest. Nathalie sparte sich eine Erwiderung, sie war einfach nur Froh den Peitschen entgangen zu sein. „Na aufgehts, es muss immer noch Geputzt und das Frühstück für Morgen vorbereitet werden!“ meinte Sarah umgehend während sich der weibliche Teil der Belegschaft eilig von der Wand entfernte. Obwohl Natahlies Muskeln schmerzten und sie sich am liebsten in eine Ecke gelegt hätte, folgte sie Sarah umgehend mit großem Eifer, alles war besser als Ausgepeitscht zu werden, selbst das Sauberkratzen der Rinnen.

Einige höchst anstrengende Stunden später, Nathalie hatte in der Zwischenzeit nicht nur die Rinnen gereinigt und den Grillrost geschrubbt sondern auch die von den Aufsehern beim Auspeitschen verursachte Sauerei in der Grube entfernt, wurde den Arbeitern endlich eine kurze Erholungspause eingeräumt, weshalb sich alle im Schlafsaal versammelten. Obwohl Nathalie nicht durchzählte merkte sie umgehend das einige der Minenarbeiter fehlten und auch der Rets machte keinen sonderlich guten Eindruck, die Gesichter vor Erschöpfung verzogen und Kreidebleich, mit schlaffen Gliedmaßen und glasigen Augen. „Was ist passiert?“ fragte sie daher leise Steve der an der Wand lehnte und den Eindruck erweckte einfach im nächsten Moment um zu fallen und nie wieder auf zu stehen. „Was wohl?“ fragte Steve mit verbitterter Mine eher er sich umdrehte so das Nathalie die Rückseite seines Shirtes sehen konnte. Der einst Hellbraune Stoff war mittlerweile dunkelbraun und völlig verkrustet mit Blut. „Oh.“ Meinte Ursula umgehend die in diesem Moment in den Raum trat. „Dimi ist in den Mienen zusammengebrochen, genau wie ein paar andere der älteren Arbeiter, die Aufseher haben sie daraufhin nochmal ausgepeitscht, ich glaube nicht das wir die wieder sehen.“ Stellte Steve dann fest während er in sich zusammensackte. „Das ist widerlich.“ Stellte Nathalie umgehend fest während sie ihre Decke zusammenrollte um Steves Lager etwas auf zu Polstern immerhin konnte sie sich denken das ihm jede Berührung am Rücken unsägliche Schmerzen bereitete. „Das ist unser Schicksal.“ erwiderte Steve lediglich niedergeschlagen, jegliche Freude schien ihn verlassen zu haben. „Aber was haben sie dadurch gewonnen, mit derlei maßnahmen werden sie eine Menge Arbeiter verlieren.“ Fragte Ursula umgehend während sie Nathalies Beispiel folgte und sich ebenfalls daran machte die Lager der Arbeiter etwas auf zu Polstern. „Wir sind denen völlig Egal. Wenn zu viele Sterben kauft Talshien einfach neue.“ Antwortete Hector der in diesem Moment in den Raum gewankt kam. Der Hühne wirkte ebenfalls ziemlich bleich und dem Kollaps nahe. „Aber das würde ihn doch etwas kosten.“ Meinte Nathalie umgehend. „Tz, ein Menschlicher Sklave kostete auf den richtigen Märkten weniger als eine Tagesration für einen Naquiim.“ Antwortete Hector während er sich vorsichtig niederlies und bei jeder Bewegung das Gesicht verzog. „Warum sind wir so günstig?“ fragte Ursula umgehend. „Weil wir ein Nachwachsender Rohstoff sind. Soweit ich weiß haben sich ein paar Naquiim darauf spezialisiert Sklaven zu züchten wie Vieh.“ Antwortete Hector. „Was für ein Universum.“ stellte Nathalie Kopfschüttelnd für sich selbst fest. „Vielleicht sollten wir uns einfach vom Rand der Grube stürzen.“ Meinte Ursula dann, immerhin war man sicher Tot wenn man am Grund ankam, und musste das ganze Leid Nichtmehr ertragen.
~~~Ende Kapitel 3~~~

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28 Feb 2016 17:58 #78316 von General Stefan
Oh weia das ist ja echt ne triste Situation! Die Naquiim scheinen aber in der Tat nicht sehr effizient denkende Wesen zu sein, wenn sie aus reinem Vergnügen sich selbst zusätzliche Kosten verursachen! Nichts desto Trotz scheinen die Disziplinierungen WIrkung zu zeigen. Bin mal gespannt wie unsere Rasse da wieder raus kommen kann!

LG Stefan

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