Ein neues Zeitalter - Wiedervereinigung

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21 Nov 2020 15:35 #90054 by Todesgleiter
~~~forstetzung des vorherigen Post~~~

Der Botschafter schaute daraufhin irritiert auf das Tablett ehe sein Blick langsam zurück zu Ahrissa wanderte. „Greifen Sie ruhig zu.“ Meinte Ahrissa daraufhin Augenzwinkernd. „Äh, danke.“ Meinte Willis umgehend etwas aus dem Konzept gebracht ehe er sich Wahllos etwas von dem Tablett griff. Marlene zog sich daraufhin umgehend zurück und wartete neben dem Durchgang zur Küche. „Soweit ich informiert bin Botschafter, wurde der letzte Konflikt zwischen dem Acharrus Staat und der Galaktischen Union bestritten. Nicht zwischen dem Acharrus Staat und der Solari Föderation.“ Meinte Ahrissa dann bedächtig, obwohl sie in Willis einen potenziellen und mächtigen Verbündeten sah ging sie die Sache Vorsichtig an und wollte den älteren Mann zunächst etwas testen. „Damit habt ihr selbstverständlich recht. Doch die Galaktische Union ist kein souveräner Staat, sie ist ein Bündnis vieler einzelner Staaten. Daher war die Solari Föderation sehr wohl an dem Konflikt beteiligt, auch wenn das etwas war das wir lieber vermieden hätten.“ Antwortete Botschafter Willis umgehend wobei Ahrissa es ihm abnahm das er nicht gerade Glücklich über die vergangenen Ereignisse war. „Vergiss nicht dass er ein Ex Geheimdienstler ist…“ dachte sie sich dann, immerhin beherrschte der Botschafter daher das Schauspielern wohl ziemlich gut. „Ich verstehe und was wollen Sie nun besprechen?“ fragte Ahrissa dann während sie den Botschafter mit ihrem Blick fixierte. „Einen dauerhaften Nichtangriffspakt zwischen der Solari Föderation und dem Acharrus Staat.“ Antwortete der Botschafter wie aus der Pistole geschossen. „Liegt das überhaupt in ihrer Befugnis Botschafter?“ fragte Ahrissa daraufhin mit einer hoch gezogenen Augenbraue, immerhin bezweifelte sie das der Botschafter für die gesamte Union sprechen konnte. „Nun ich will ehrlich sein: Jaein. Ich habe die Befugnis im Namen der Föderation verhandeln. Aber die Föderation als solche ist durch die Statuten der Galaktischen Union gebunden.“ Antwortete Botschafter Willis umgehend.

Obwohl sie ihm seine Ehrlichkeit hoch anrechnete kahm Ahrissa daraufhin nicht umhin enttäuscht und leicht genervt auf zu seufzen ehe sie meinte: „Ist ein Abkommen zwischen unseren Staaten in diesem Fall nicht hinfällig Botschafter? Wird die Verpflichtung der Föderation gegenüber der Union nicht immer als schwerwiegender als ein Pakt zwischen der Föderation und dem Acharrus Staat bewertet werden?“, „Vermutlich schon, aber ein Pakt wird eine zusätzliche Hürde bei einer Kriegserklärung darstellen.“ Antwortete der Botschafter. „In wie fern wäre ein Pakt ein Hindernis wenn die Föderation sowieso an die Entscheidungen des Kommissionpräsidenten gebunden ist Herr Botschafter?“ fragte Ahrissa dann. „Der Kommissionspräsident verfügt nicht über uneingeschränkte Macht Kronprinzessin. Auch er muss sich dem Veto der Mitgliedsstaaten beugen. Und wenn die Solari Föderation ein Abkommen mit dem Acharrus Staat hat, hat sie ein Valides Veto Recht.“ Erklärte Botschafter Willis geduldig, es schien nicht zu stören das Ahrissa nicht über die internen Politischen Prozesse der Union informiert war. „Wenn dies der Fall ist, warum hat die Föderation dann das letzte mal keinen Gebrauch von diesem Recht gemacht?“ fragte Ahrissa daraufhin. „Weil die Kriegserklärung nach geltendem Recht begründet war und wir keinen eigenen triftigen Grund hatten ein Veto vorzubringen. Wir haben zwar trotzdem versucht einen Kriegsausbruch zu verhindern. Waren mit diesem Vorhaben aber leider Erfolglos was vielen Menschen das Leben gekostet hat, völlig unnötig.“ Antwortete Botschafter Willis betrübt. „Es scheint das nicht wenige diese Ansicht nicht teilen Herr Botschafter.“ Stellte Ahrissa daraufhin ohne jede Anklage in der Stimme fest. „Ja, leider. Ich denke es wird euch Interessieren zu Erfahren das beiden Eindringlinge die Ihr habt hinrichten lassen Nachkommen aus dem Aufsichtsrat des Astoria Konzerns waren. Aufgrund ihrer Hinrichtung toben ihre Eltern nun noch mehr und fordern umgehende Vergeltungsmaßnahmen, Wasser auf die Mühlen von Adesina und Allan. Wenn mir die Bemerkung gestattet ist war es auch nicht die beste Entscheidung sie vor Ort hinrichten zu lassen, ohne Gerichtsverhandlung.“ Antwortete Willis dann. „Es gab nicht zu Verhandeln Herr Botschafter. Sie haben Versucht sich Zugang zu Verschaffen und waren Bewaffnet, für mich ist das ziemlich Eindeutig.“ rechtfertigte sich Ahrissa umgehend.

„Für mich auch, aber Ihr müsst verstehen das innerhalb der Union andere Gesetzt gelten. Niemand darf eine andere Person töten selbst wenn diese zweifelsfrei schuldig ist, außer in Notwehr. Was ihr getan habt war daher nach geltendem Recht Illegal und hat euch sowie Eure Untergebenen zu Mördern gemacht. Nicht wenige fordern daher das ihr eine angemessene Strafe erhaltet.“ Erklärte Botschafter Willis langsam und geduldig in seiner Stimme war keine Ungeduld hörbar. „Ich werde mich bemühen derartige Situationen in Zukunft zu vermeiden.“ Meinte Ahrissa dann, ihr war klar das es jetzt an ihr war Zugeständnisse zu machen wenn sie verhindern wollte das die Welle der Antisympathie der sie ausgesetzt war in offene Feindschaft umschlug, schon wieder. „Ich befürchte das wird nicht reichen Kronprinzessin. Für viele unsere Bürger setzt ihr das Werk des uneingeschränkten Mordens fort das ihr auf Justia begonnen habt.“ Erwiderte Botschafter Willis. Ahrissa hatte daraufhin mühe ihre aufsteigende Wut niederzuringen, wie konnten es diese Menschen eigentlich wagen sie für die Ereignisse auf Justia verantwortlich zu machen? Sie war schließlich entführt und mit ihrer eigenen Hinrichtung bedroht worden! „Ich sehe euch an das Ihr die Situation anders bewerte Kronprinzessin und ich mache euch daraus keinen Vorwurf. Ihr stammt aus einer anderen Gesellschaft mit anderen Normen, ich kann das akzeptieren. Aber viele andere leider nicht. Wenn Ihr mir daher einen Vorschlag gestattet?“ meinte Willis dann ungefragt. „Erzählen Sie.“ Meinte Ahrissa daraufhin schwer atmend. „Ich danke euch Kronprinzessin. Ich denke es könnte eurer Sache sehr hilfreich sein wenn Ihr euch nicht nur öffentlich für alle die Toten und all das Leid entschuldigt die Ihr verursacht habt, sondern auch offizielle Hilfen für den Wideraufbau von Justia sowie Schmerzensgeld Zahlungen für die Hinterbliebenen zur Verfügung stellt.“ Meinte Willis dann.

„Meiner Sache Botschafter?“ fragte Ahrissa daraufhin während sie einen Lachanfall niederkämpfen musste, die Vorschläge des Botschafters klangen in Ihren Ohren geradezu wie aus dem Mund eines Wahnsinnigen. Niemals würde sie sich bei dem Astoria Konzern entschuldigen oder dafür sorgen das Ressourcen des Acharrus Staates in die Hände des Konzerns vielen. „Ja Eurer Sache Kronprinzessin. Ich kann mir denken wie sehr Ihr diesen Ort und seine Bewohner verabscheut, sie stehen für das Gegenteil von dem woran Ihr glaubt. Dennoch seid Ihr hier, das muss einen Grund haben. Der Wahrscheinlichste ist das ihr auf der Suche nach Verbündeten seid um euch für eine weitere Konfrontation mit der Union zu Rüsten.“ Antwortete Botschafter Willis in einem bequemen Plaudertonfall. „Er ist besser als ich erwartete hätte…“ dachte sich Ahrissa dann, der alte Mann beherrschte wohl noch immer einige Tricks aus seiner Geheimdienst Zeit. „Keine Schlechte Theorie Herr Botschafter, aber leider vollkommen falsch. Ich bin hier um etwas Abstand gewinnen zu können und ich muss sagen bislang gefällt es mir hier bis auf diesen leidigen Zwischenfall ganz gut.“ Log Ahrissa dann, sie wollte nicht das der Botschafter glaubte sie durchschaut zu haben. „Wenn Ihr meint. Dennoch könnte es euch und eurem Staat nicht Schaden wenn Ihr euer Ansehen etwas aufpoliert.“ Stellte Willis dann fest, sein Blick sowie Tonlage machten dabei klar das er kein Wort von dem Glaubte was Ahrissa ihm erzählt hatte. Die Tatsache so offen durchschaut worden zu sein brachte Ahrissa daraufhin etwas aus dem Konzept weshalb sie etwas zu schnell versuchte das Thema zu wechseln: „Wie dem auch sei, ich werde auf keinem Fall irgendetwas unternehmen das dem Astoria Konzern hilft, noch werde ich mich bei diesen Kreaturen entschuldigen! Sie haben alles verdient das über sie gekommen ist und noch mehr.“, „Bedenkt das auch der Astoria Konzern nicht ausschließlich aus den Vorstandsmitgliedern besteht Kronprinzessin. Die vielen einfachen Bürger die ihr getötet habt vertraten sicherlich nicht alle die Ansichten des Vorstandes.“ Erwiderte Botschafter Willis umgehend. „Punkt für ihn.“ Dachte sich Ahrissa umgehend während sie sich selbst schollt so undurchdachte Aussagen von sich zu geben, für gewöhnlich hatte sie größere Ansprüche an sich selbst.

„Auch wenn Sie damit mit Sicherheit recht habt Botschafter, ändert das nichts daran das der Astoria Konzern sich offen als Erzfeind des Acharrus Staates Positioniert hat. Und solange sich das nicht ändert wird er von unserer Seite auch als solcher behandelt werden.“ Meinte Ahrissa dann. „Frau Schmidt hatte mich bereits gewarnt dass ihr ausgesprochen viel Wert auf Eure Prinzipien legt, sie scheint recht zu behalten.“ Stellte Wills dann mit einem Humorvollen Unterton fest. „Es sind diese Prinzipien die den Acharrus Staat ausmachen Herr Botschafter. Wenn wir sie vernachlässigen vertraten wir uns selbst.“ Stellte Ahrissa umgehend fest. „Eine Bewundernswerte Sicht der Dinge, aber leider keine sonderlich Pragmatische. Hin und wieder ist es notwendig die eigene Grundsätze etwas… nun zu beugen um sein Ziel zu erreichen.“ Meinte Willis dann. „Für Sie vielleicht. Für mich nicht.“ Stellte Ahrissa umgehend klar, niemals würde sie die grundlegenden Ansichten verraten für die der Acharrus Staat stand. „Das ist überdeutlich Kronprinzessin. So nobel diese Sicht der Dinge jedoch sein mag, sie erschwert Diplomatische Verhandlungen unermesslich. Beide Seiten müssen Zugeständnisse machen wenn ein Abkommen zustanden kommen soll.“ Meinte Willis dann. „Das ist mir Bewusst Herr Botschafter. Allerdings werden wir unsere Leitwerte nicht wegen eines Abkommens verraten das jederzeit in die Brüche gehen kann.“ Beharrte Ahrissa. „Ihr macht es mir nicht leicht Kronprinzessin.“ Stellte Botschafter Willis dann fest während er sich die Schläfen rieb. Ahrissa grinste daraufhin ehe sie meinte: „Das selbe könnte ich über jeden Repräsentanten der Galaktischen Union auch sagen Herr Botschafter. Es scheint das Acharranen und Unionisten zu Unterschiedlich denken um ohne viel Aufwand zusammenarbeiten zu können.“, „Wir müssen uns lediglich alle daran Gewöhnen über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, genau für dieses Ziel wurde die Union ursprünglich Gegründet Wisst Ihr?“ erwiderte Willis umgehend. „Ich bin mit der Gründungsgeschichte der Galaktischen Union und dem vorhergehenden Krieg zwischen der Solari Föderation und der Republik Centauri vertraut.“ Antwortete Ahrissa umgehend und schien den Botschafter damit regelrecht unvorbereitet getroffen zu haben. Das jedenfalls konnte sie aus seinen Gesichtszügen ablesen.

„Sind Sie Überrascht Herr Botschafter?“ fragte Ahrissa dann, es fühlte sich gut an die Kontrolle über das Gespräch wieder zurückerlangt zu haben. „Um ehrlich zu sein: Ja. Ich hätte nicht erwartete das derartiges Wissen in den Grenzwelten verfügbar ist.“ Antwortete Willis. „Sie währen überrascht über was für Wissen wir alles verfügen. Nicht nur die Kernwelten haben sich das Wissen über die Geschichte der Menschheit bewahrt.“ Meinte Ahrissa dann. „Es hat den Anschein.“ Stimmte Willis zu, sein Gesichtsausdruck verriet dabei das er in diesem Moment dabei war seine Strategie an die neuen Erkenntnisse an zu passen. Während der Botschafter daraufhin noch nachdachte meldete sich Marlene zu Wort: „Herrin, es hat sich eine große Menschenmenge vor dem Gebäude versammelt.“, „Was wollen sie?“ fragte Ahrissa daraufhin umgehend alarmiert. „Ich weiß es nicht. Sie haben keine Forderungen gestellt.“ Antwortete Marlene umgehend entschuldigend. Willis war in der Zwischenzeit regelrecht aufgesprungen und hatte sich eilig zu einem Fenster begeben um selbst sehen zu können. „Ich denke Ihr werdet nun um eine Entschuldigung nicht mehr herum kommen Kronprinzessin.“ Stellte Willis dann fest. „Weshalb?“ fragte Ahrissa umgehend. „Es scheint dass der Astoria Konzern einen Großteil der Habitatbevölkerung mobilisiert hat, ich bezweifle das die Lokalen Sicherheitskräfte das auflösen können.“ Stellte Willis fest. „Diese Idioten, warum bringen sie mich zusammen mit einem Haufen Konzernangehöriger unter?!“ fragte sich Ahrissa dann während ihre Meinung von dem Registar und der Elysianischen Föderation insgesamt noch weiter abfiel. „Sie glauben doch nicht wirklich dass dies etwas nützen wird?“ fragte Ahrissa dann, wenn sie eines wusste dann das man einen aufgebrachten Mob nicht so ohne weiteres besänftigen konnte. „Nun… Vermutlich nicht. Aber es würde euer Ansehen wohl positiv beeinflussen wenn ihr versuchen würdet die Situation friedlich zu lösen.“ Antwortete Botschafter Willis. „Sie müssen noch viel über uns Acharranen lernen Herr Botschafter.“ Stellte Ahrissa dann fest. „Vermutlich. Aber auch Ihr müsst noch viel über uns lernen Kronprinzessin.“ Stellte Willis dann fest ehe er ein Gewinnendes Lächeln aufsetzte.

„Was meinen Sie?“ fragte Ahrissa ehe im selben Moment ein schrilles Geräusch ertönte das in den Ohren Schmerzte. „Was zum?!“ fragte sich Ahrissa daher während sie sich instinktiv die Ohren zu hielt. Im nächsten Moment bemerkte sie das sich ein Schatten über ihre Residenz gelegt hatte und die Meute vor dem Gebäude sich auf dem Boden krümmte während sich alle Beteiligten die Ohren zu hielten. Der einzige der von dem schrillen Ton nicht beeinflusst schien war der Botschafter selbst der in aller Seelenruhe zu erklären begann: „Was Ihr in diesem Moment vernehmt ist eine Nicht Tödliche Waffe, entwickelt um Menschenansammlungen auf zu lösen ohne bleibende Schäden zu Riskieren. Sie wird von einem Patroulienschiff aus eingesetzt das in diesem Moment über uns schwebt, ähnlich wie ihr habe ich einen ausweichplan zur Hand, sollten die Dinge nicht so laufen wie erhofft.“, „Nicht schlecht.“ Stellte Ahrissa fest und bemühte sich daraufhin eine Würdevolle Miene zustande zu bringen, gar nicht so einfach wenn man sich dabei die Ohren zu hielt. Im nächsten Moment ertönte dann eine Künstlich verstärkte Stimme, vermutlich wurde sie ebenfalls von dem Schiff über dem Gebäude aus Projiziert: „Achtung, hier spricht der Föderale Ordnungsdienst. Bitte Verlassen Sie umgehend den Perimeter. Ihre Aggression wird nicht toleriert werden. Ich wiederhohle: Achtung Hier Spricht der Föderale Ordnungsdienst. Bitte Verlassen Sie umgehend den Perimeter. Ihre Aggression wird nicht geduldet werden.“ Untermahlt wurden diese Ansagen von dem beständigen kreischen der anti Aufstandswaffe. Erstaunlich schnell löste sich der Mob dann auf, niemand schien es darauf anlegen zu wollen ob dieses Geräusch das Gehör dauerhaft schädigen konnte. „Wie Ihr seht gibt es auch Humane Methoden um mit unerwarteten Problemen fertig zu werden.“ Stellte Willies dann fest.
~~~Ende Kapitel 35~~~

mfg.: Tg

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28 Nov 2020 14:44 #90055 by Todesgleiter
Kapitel 36: Folgenreiches Attentat

„Ich weiß nicht ob das eine gute Idee ist…“ fragte sich Ahrissa selbst während sie über dem Verhandlungsangebot des Botschafters der Solari Föderation brütete. Nicht nur wurde darin ein gegenseitiger Nichtangriffspakt behandelt sondern auch weiter reichende Kollaborationsangebote zwischen der Solari Föderation und dem Acharrus Staat. Das Problem war jedoch dass all dies an Gewisse Bedingungen geknüpft war. Reparationszahlungen an den Astoria Konzern waren dabei nur eine von den Dingen die Ahrissa mächtig sauer aufstießen. Allerdings kam sie nicht umhin die Worte des Botschafters als wahr zu erkennen. Ein Formelles Abkommen mit dem defakto mächtigsten Menschlichen Staat dieses Zeitalters konnte praktisch nur Vorteile für den Acharrus Staat mit sich bringen. Alleine das Wissen über den Bestand eines solchen Abkommens konnte ausreichen um zukünftige Aggressionen schon im Keim zu ersticken. „Aber ihnen muss doch klar sein das diese Bedingungen inakzeptabel sind?!“ dachte sich Ahrissa dann und erhob sich von ihrer Sitzgelegenheit um nachdenklich und unschlüssig auf und ab zu gehen. Sie wusste welche immense Verantwortung in diesem Moment auf ihren Schultern lastete und egal wie sie entschied, die Geschichte würde sie dafür verantwortlich machen. „Da soll noch einer sagen Regieren wäre einfach.“ Dachte sie sich dann missmutig, in Momenten wie diesen wünschte sie sich kaum etwas sehnlicher als eine einfache junge Frau zu sein, nicht die Designierte Thronfolgerin. „Vater würde mir eine Predigt halten wenn er von diesen Gedanken wüsste.“ Dachte sich Ahrissa dann und musste dabei schief grinsen, Kaiser Achar III. war kein Freund davon sich vor seiner Verantwortung drücken zu wollen, er betrachtete alles als eine Herausforderungen an der man wachsen konnte. Diese Denkweise war es vermutlich auch die ihn zu einem so guten Regenten machte, Ahrissa bezweifelte ernsthaft das sie jemals an ihn heranreichen würde auch wenn ihr Vater das offenbar anders sah. „Wünscht ihr etwas zu trinken Herrin?“ fragte dann Marlene die sich wie immer im Halbschatten herumdrückte. „Nein ich muss einen klaren Kopf behalten.“ Erwiderte Ahrissa umgehend.

„Mit Verlaub, Ihr seht so aus als könnte euch eine Entspannung ganz gut tun.“ Stellte Marlene dann fest. „Vermutlich, aber diesen Luxus kann ich mich nicht leisten.“ Antwortete Ahrissa umgehend, noch immer rastlos auf und ab gehend. Marlene musste daraufhin kurz grinsen ehe sie sich wieder im Griff hatte. „Was ist?“ fragte Ahrissa daher, ihr war diese kurze Veränderung in der Mimik nicht entgangen. „Entschuldigt. Es ist nur: Ihr seid die Kronprinzessin und werdet bald Kaiserin sein. Jeder Mensch geht davon aus das Ihr im Luxus schwelgt, doch in Wahrheit wollt Ihr euch nicht einmal eine Pause gönnen.“ Erklärte Marlene umgehend. „Ich weiß, was für eine Ironie nicht wahr?“ erwiderte Ahrissa ebenfalls grinsend. Sie hatte schon oft fest gestellt dass die meisten Menschen eine komplett Falsche Vorstellung von ihrem Leben hatten. Die meisten Kaufmanns oder Fabrikanten Töchter lebten wohl Luxuriösere und ausschweifendere Leben als sie als Tochter des Kaisers. „Macht euch nicht zu viel Gedanken Herrin. Ihr werdet richtig entscheiden, ich vertraue euch.“ Stellte Marlene dann fest. „Danke, wirklich.“ Antwortete Ahrissa darauf ehe sie nachdenklich meinte: „Eventuell könntest du dir deine Meinung über dieses Abkommen bilden. Eine zweite Meinung wäre hilfreich.“, „Ich befürchte dass das außerhalb meiner Befugnisse liegt Herrin.“ Meinte Marlene umgehend erschrocken. „Wenn es dich beruhigt betrachte es als einen Befehl deiner Kronprinzessin.“ Stellte Ahrissa darauf unbarmherzig fest, so einfach würde sie Marlene nicht vom Haken lassen. „Wie Ihr wünscht.“ Meinte Marlene dann mit einem resigniert klingenden Tonfall und trat an den Tisch über dem das vorgeschlagene Abkommen des Botschafter projiziert wurde.

Ahrissa ließ Marlene daraufhin etwas Zeit die Zeilen zu lesen ehe sie fragte: „Was hältst du davon?“, „Ich weiß nicht…“ gestand Marlene umgehend beinahe stotternd. „Geht das auch etwas genauer?“ fragte Ahrissa daraufhin mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Ich kann keine Klausel entdecken die für den Acharrus Staat von Nachteil währe, eher im Gegenteil. Aber die Bedingungen sind beinahe unzumutbar.“ Meinte Marlene dann. „Exakt.“ Stimmte Ahrissa zu, sie war zu einem ähnlichen Schluss gelangt. Daraufhin zog eine nachdenkliche Stille zwischen den beiden Frauen ein. Ahrissa überlegte in dieser Zeit nahezu fieberhaft, allerdings ohne einem Entschluss wirklich näher zu kommen. Sie war hin und hergerissen zwischen ihrem Stolz der es ihr verbot die Bedingungen zu akzeptieren und ihrem Pflichtgefühl den Bürgern des Acharrus Staates gegenüber. Den es stand außer Frage dass das Vorliegende Abkommen für die Bevölkerung ein großer Schritt sein konnte. Nicht nur das damit formelle Vorrausetzungen für legalen Zivilen Grenzverkehr geschaffen wurden das Abkommen würde auch die Hürden für Wirtschaftliche Zusammenarbeit drastisch absenken, auf das die Bevölkerung des Acharrus Staates ebenso wie die Galaktischen Union von dem immensen Produktionskapazitäten der Föderation profitieren konnte. Dazu kam natürlich die Sicherheit dass ein Krieg von nun an Unwahrscheinlich war. Auch Militärisch gesehen würde das Abkommen eine sichere Stärkung bedeuten, würde es doch einen mächtigen möglichen Aggressor Eliminieren und der Kaiserlichen Flotte die Möglichkeit geben ihre Ressourcen neu zu verteilen. Aber dennoch sträubte sie sich innerlich gegen das Abkommen. „Wir dürfen unsere Werte nicht verraten.“ Dachte sich Ahrissa dann. Sie wusste das sie mit diesem Entschluss auf wenig Verständnis seitens des Botschafters oder allen anderen unbeteiligten Parteien stoßen würde, aber das änderte nichts daran das sie von klein auf gelernt hatte auf gar keinen Fall die eigenen Werte zu Opfern, egal wie groß der mögliche Gewinn war. „Ich werde ablehnen.“ Stellte Ahrissa fest, so dass Marlene es ebenfalls hören konnte. Diese antwortete jedoch nicht, sondern blieb stumm. Ahrissa rollte daraufhin mit den Augen und machte sich auf den Weg um den Botschafter über ihre Entscheidung zu unterrichten. Sie hatte sich dabei dazu entschieden dies persönlich zu tun da sich herausgestellt hatte das Willis praktisch ihr Nachbar war, vermutlich kein Zufall. Sie hatte schon genug vom dem Ex Geheimdienstler gesehen und gehört um zu ahnen das er nichts dem Zufall überlies.

Wenig später schritt Ahrissa dann, von einer Stattlichen Eskorte aus acht Schweigenden begleitet, über den Silber glänzenden Weg der ihre Residenz mit dem Wegenetz verband das sich über das Habitat erstreckte. „Ganz schön, aber eine Strategische Katastrophe.“ Dachte sie sich dann als sie den Blick gleiten ließ. Immerhin waren das Habitat und seine Bewohner extrem Verwundbar für jeglichen Angriff. Alles was ein möglicher Angreifer tun musste um sämtliche Bewohner innerhalb von Sekundenbruchteilen zu töten war die Energieversorgung für die Eindämmungsfelder zu Unterbrechen welche die Künstliche Atmosphäre über der Oberfläche hielten. Zusätzlich gab es nichts das Raumgestützte Angriffsfähren davon behalten konnte die Oberfläche zu erreichen, wie das Patroullienschiff welches Willis zur Zerschlagung des Aufgebrachten Mobs, welcher versucht hatte Ahrissa standrechtlich zu lynchen, eingesetzt hatte anschaulich beweisen hatte. Zudem bedeutet die dünne Künstlich Atmosphäre dass es praktisch keinerlei Vorwarnzeit gab wenn ein Raumschiff zur Landung ansetzte. Für Ahrissa stand daher fest dass der Acharrus Staat niemals derartige Installationen betrieben würde, das Risiko war zu hoch. Erstaunt stellte Ahrissa dann auch fest dass man sie in Ruhe lies, niemand versuchte sie abzufangen oder überschüttete sie mit Beleidigungen. Die Wege und Rasenflächen in der direkten Umgebung waren geradezu verwaist. „Offenbar hat diese Schalwaffe ganz schön Eindruck gemacht.“ Dachte sich Ahrissa dann, immerhin wollte ihr kein anderer Grund einfallen warum ihre erbitterten Erzfeinde auf einmal in Frieden liesen anstelle weiter Stimmung gegen sie zu machen. Nach nur wenigen Minuten erreichte Ahrissa daher die exzentrisch anmutende Residenz des Botschafters. Das Gebäude sah aus wie das was übrig blieb wenn ein Kleinkind Lehm oder andere leicht formbare Materialien in die Finger bekam und war zudem noch in verschiedene Neonfarben gestrichen, kurzum: Man konnte es eigentlich nicht übersehen. „Ich hätte nicht gedacht das ein alter Mann wie Willis so etwas schön findet.“ Dachte sich Ahrissa dann während sie das Gebäude musterte. „Keine Wachen, keine Zäune nichts. Verstehe einer diese Unionisten.“ Dachte sich Ahrissa dann nachdem sie keinerlei Schutzvorrichtungen erkennen konnte, das Gebäude schien vollauf schutzlos zu sein. In Anbetracht des jüngst aufgetreten Mobs in Ahrissas Augen grob fahrlässig.

Innerlich den Kopf schüttelnd trat Ahrissa dann vor die Haupteingangstüre, welche dem exzentrischen Stil des Gebäudes folgend eine Nierenform aufwies und betätigte eine Schaltfläche von der sie vermutete das es sich um eine art Türglocke handelte. Nur kurz darauf wurde die Tür geöffnet und eine junge Frau starrte Ahrissa überrascht an. Ihre Bekleidung identifizierte sie dabei als eine der Bedienteten die man für Gewöhnlich von der Elysianischen Föderation für sein Anwesen mieten musste. „Ich möchte mit Botschafter Willis sprechen. Es geht um das Angebot das er mir übergeben hat, er wird Wissen was ich meine.“ Meinte Ahrissa dann ohne lange um den heißen Brei herum zu Reden. „Der Botschafter ist im Moment anderweitig Beschäftigt.“ Meinte die Frau dann, was sie allem Anschein nach einiges an Überwindung kostete, das jedenfalls schloss Ahrissa aus ihrer Körpersprache. Ahrissa ging im Geiste daraufhin schnell ihre Optionen durch und entschied sich schnell dafür unaufdringlich und Kooperativ zu erscheinen, immerhin sollte sie sich ja Freunde und keinen neuen Feinde machen. „Ich verstehe. Richten Sie dem Botschafter aus er solle mich kontaktieren sobald seine Zeit dies zulässt.“ Meinte sie daher. Zu Ahrissas Überraschung entspannte sich die Körperhaltung der Frau daraufhin jedoch nicht, ebenfalls nahmen ihre Augen einen flehenden Ausdruck an. „Was ist denn nun los?“ fragte sie sich daher selbst. Im nächsten Moment bemerkte Ahrissa dann nur noch wie sich eine ihrer Leibwächterrinen auf sie warf, was sie auf den Boden sandte. „Was?!“ fragte sie daher laut.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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28 Nov 2020 14:47 #90056 by Todesgleiter
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

Im nächsten Moment vernahm sie dann Fußgetrappel und das Charakteristische Summen der Laserlanzen. Instinktiv sprang Ahrissa daraufhin wieder auf die Füße und registrierte dabei das die Wächterin die sich auf sie geworfen hatte tot war, ein Einschussloch klaffte genau zwischen ihren Augen. „Um ein Haar…“ dachte sich Ahrissa daraufhin Schluckend, das Geschoss war wohl kaum für die Tote bestimmt gewesen. Die Frau welche die Tür geöffnet hatte lag ebenfalls auf dem Boden, ihr Brustkorb hob und senkte sich dabei sehr schnell, es war offensichtlich das sie unter hohem stress stand, ansonsten sah sie unverletzt aus. „Was ist hier los?!“ fragte Ahrissa dann und legte dabei so viel Autorität in ihre Stimme wie sie fertig brachte. „Sie kamen Heute Nacht, Männer in Kampfanzügen. Sie haben den Botschafter entführt und Eeuch eine Falle gestellt, bitte sie haben gedroht mich zu töten!“ meinte die Frau dann während ihr die Tränen frei über die Wangen liefen. „Wann wachen diese Leute nur Endlich auf?“ fragte sich Ahrissa daraufhin selbst, sie ahnte schon wer hinter all dem steckte und es schien das mittlerweile nicht einmal die eigenen Leute sicher vor dem Machthunger des Astoria Konzerns und seinen Verbündeten waren. „Du wirst verschont werden.“ Meinte Ahrissa dann, sie hegte keine Feindschaft zu der anderen Frau die sowieso schon am Rande des Nervenzusammenbruches schien. Im nächsten Moment ertönte dann ein lauter Schmerzensschrei gefolgt von panischem Wutgebrüll aus der geöffneten Tür, die Tonlage verriet dabei dass es sich um einen Männlichen Sprecher gehandelt hatte. Nur wenige Minuten später kehrten die Schweigenden zurück. Die Minen der Frauen waren noch immer unergründlich doch auf ihren Roben waren die Kampfspuren deutlich zu sehen. Zwischen sich schleppten zwei von ihnen einen übel zugerichtet aussehenden Soldaten. Einer seiner Arme fehlte und der stumpf war notdürftig verbunden worden ebenfalls trug er einen improvisierten Verband über dem Oberkörper. „Er wird es nicht mehr lange machen.“ Dachte sich Ahrissa bei dem Anblick umgehend, der Blutverlust würde zu groß sein.

„Dieser Mann hat die anderen angeführt und auf euch Geschossen.“ Meinte eine der Leibwächterrinenn dann, ihre Stimme klang beinahe heißer und unsicher da sie so selten benutzt wurde. Ahrissa ging daraufhin vor dem Mann in die Hocke um auf Augenhöhe zu kommen und schaute ihm in das Schmerzverzerrt Gesicht ehe sie meinte: „Du hast versagt, genau wie alle die vor die kahmen und alle die nach dir kommen werden. Bevor du stirbst, werde ich dir etwas versprechen.“ Der Mann öffnete die Augen daraufhin und starrte Ahrissa hasserfüllt an ehe er regelrecht ausspie: „Eines Tages wirst du endlich fallen. Ich interessiere mich nicht für dein Versprechen.“, „Deine Beleidigungen stoßen auf taube Ohren. Und auch wenn es dich nicht interessiert werde ich dir verraten: Ich werde nicht ruhen bis deine Welt in Trümmern liegt. Ich werde Persönlich dafür Sorge tragen das der Astoria Konzern und alle seine Verbündeten zu einer Randnotiz der Geschichte werden. Stirb in dem Wissen das du den Untergang deiner Gesellschaft mitbegründet hast.“ Meinte Ahrissa dann kalt und erhob sich wieder, sie sah keinen Grund ihn zu Befragen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde der Mann trotz seiner Schmerzen nichts verraten dazu schien er zu überzeugt von seiner Sache und der Agenda des Astoria Konzerns als dessen Mitglied ihn seine Rangabzeichen verrieten. „Du wirst scheitern!“ meinte der Mann dann in einem letzten Aufgebot ehe er kollabierte und noch tiefer in sich zusammen sank. Ein einziger Blick auf seine gebrochen wirkenden Augen verreit dabei das er Tot war. „Erbärmlich.“ Dachte sich Ahrissa daraufhin ehe sie sich an ihre Leibwache wandte: „Sucht den Botschafter, oder Informationen über seinen Aufenthaltsort.“ Umgehend machten sich die Frauen auf den Weg. Ahrissa blieb jedoch stehen und starrte den Toten nachdenklich an: „Das wird einiges verändern…“ dachte sie sich dann, immerhin waren nun Bürger der Solari Föderation von Kommandos des Astoria Konzerns angegriffen worden, sie bezweifelte ernsthaft das die Föderation dies einfach so hinnehmen würde insbesondere wenn dem Botschafter etwas passiert ein sollte.

„Furchtbar, einfach nur furchtbar.“ Stammelte dann die Bedienstete welche noch immer halb im Türrahmen lag, in der Zwischenzeit hatte sich ihre Atmung jedoch etwas Normalisert. „Sind Sie das erste Mal mit den Abgründe des Menschlichen Wesens konfrontiert?“ fragte Ahrissa dann. „Es ist das erste mal das jemand stirbt.“ Stellte die Frau umgehend fest. „Gewöhnen Sie sich besser dran. Wir steuern auf einen Umbruch zu und es werden wohl noch viele Menschen sterben müssen bis es vorüber ist.“ Riet Ahrissa ihr dann umgehend, für sie selbst war der Anblick von Toten schon lange nichts Neues mehr. Wie jeder der in den Grenzzonen aufgewachsen war, war sie schon in ihrer frühen Kindheit mit dem Tod konfrontiert worden, der Anblick einer Leiche konnte sie daher schon lange nicht mehr schocken, dafür hatte sie schon zu viele gesehen. Die Frau schaute daraufhin zu Ahrissa auf und meinte: „Fast dies bitte nicht als Beleidigung auf, aber ich hoffe ich werde nicht wie Ihr.“ Ahrissa musste daraufhin kurz auflachen ehe sie meinte: „Glauben Sie mir das war nicht meine Entscheidung.“ Die Bedienstete musterte Ahrissa daraufhin abschätzend ehe sie meinte: „Der Botschafter hatte recht. Ihr seid anders als ich erwartete hätte.“ Ahrissa lächelte daraufhin freundliche he sie fest stellte: „Das hat bislang jeder fest gestellt der mich getroffen hat. Auch ich bin nur ein Spielball des Schicksals, genau wie Sie und alle anderen.“ Im nächsten Moment kehrte dann eine der Leibwächterrinen aus dem Gebäude zurück. Schwer auf ihre Schulter gestützt humpelte Botschafter Willis neben ihr her, man musste dabei kein Mediziner sein um festzustellen dass er in einem üblen Zustand war.
Zahlreiche Schnitte verzierten seine Entblößten Arme und auf seiner ebenfalls nackten Brust klaffte eine große Brandwunde aus der noch immer Wundwasser tropfte. Ahrissa war dabei heilfroh das er trotz seines Zustandes noch immer Hosen Trug. „Ich bin euch zu Dank Verpflichtet Eure Hoheit. Wer weiß was mit mir geschehen wäre wenn Ihr nicht aufgetaucht währt.“ Stellte Willis dann fest, wobei ihm Blut aus dem Mund lief. Ahrissa erkannte dabei umgehend das der Botschafter umgehend Medizinischen Beistand benötigte, ansonsten bestand das reale Risiko das er das Schicksal der Kommandos teilte. „Verfügt Ihr Schiff über Medizinische Einrichtungen?“ fragte Ahrissa dann. „Ja…“ stellte Willis fest ehe ihm die Stimme versagte und er offenbar in Ohnmacht viel. „Wissen Sie wie man das Schiff des Botschafters kontaktieren kann?“ fragte Ahrissa dann die Bedienstete die wie gebannt auf den Botschafter starrte und dabei ein schockiertes Gesicht zur Schau trug. „Ja, der Botschafter trug stets ein Multifunktionsarmband an seinem linken Arm über das er mit seinem Schiff in Kontakt treten konnte.“ Antwortete die Frau umgehend. Ahrissa benötigte daraufhin nur einen Blick um fest zu stellen das dieses Armband wohl in den Wirren der jüngeren Vergangenheit abhanden gekommen war, vermutlich hatte einer der Kommandos es entfernt um sicher zu gehen das der Botschafter keine Verstärkung rief.

„In dem Fall, bleibt wohl nur eins…“ dachte sich Ahrissa dann ehe sie in das Gebäude trat und sich kurz umschaute. Schnell hatte sie dann auch entdeckt was sie gesucht hatte, einen den, in jedem Gebäude installierten, Notrufschalter. Mit dem zweiten Blick stellte sie dann jedoch fest dass sich jemand an dem Schalter zu schaffen gemacht hatte, vermutlich ebenfalls ein Mitglied des Kommandotrupps. „Sieht so aus als wüssten wenigstens ihre Kommandos was sie tun, auch wenn sie nicht zu effektive Kämpfer sind.“ Dachte sich Ahrissa dann mit einem schiefen grinsen das der Situation definitiv nicht angemessen war aber immerhin hatte ihre Leibwache kurzen Prozess mit den Kommandos gemacht und das obwohl letztere den Vorteil der Vorbereiteten Position und der Überraschung auf ihrer Seite gehabt hatten. Nur mit einem Handzeichen rief Ahrissa dann eine ihrer Wächterinnen zu sich. Sobald die andere Frau neben sie getreten war befahl Ahrissa umgehend: „Geh los und hohle Hilfe für den Botschafter, schnell!“ kaum hatte Ahrissa geendet wandte die andere Frau sich mit einem Nicken ab und stürmte regelrecht los. Ahrissa selbst wandte sich deutlich langsamer um und musierte den Bewusstlosen Botschafter, welcher mittlerweile auf sein Sofa verfrachtet worden war, kritisch. „Hoffentlich kommt er durch.“ Dachte sich Ahrissa dann immerhin war er einer von nur zwei Menschen die den Hergang der Geschehnisse bezeugen konnten. Denn Ahrissa war sich sicher dass der Astoria Konzern versuchen würde die Wahrheit zu verdrehen um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und nach Möglichkeit die Schuld an dem Vorfall Ahrissa selbst in die Schuhe zu schieben. „Wir hätten sie vernichten sollen.“ Dachte sich Ahrissa dann zerknirscht, es war ein Fehler gewesen es lediglich bei einem Symbolischen Schlag gegen Justia zu belassen, im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen wenn die Kaiserliche Flotte das gesamte Territorium des Konzerns in Schutt und Asche gelegt hätte.

„Was wird jetzt geschehen?“ fragte dann die Bedienstete, deren Atmung sich in der Zwischenzeit wieder halbwegs Normalisert hatte, auch ihre Augen waren wieder auf ein normales maß Geschrumpft. „Das hängt davon ab ob der Botschafter überlebt.“ Antwortete Ahrissa umgehend wahrheitsgemäß, sie störte sich nicht daran von der anderen Frau angesprochen zu werden. Eher im Gegenteil sie genoss es regelrecht das ausnahmsweise jemand normal mit ihr umging. „Ich… Ich denke ich Verstehe.“ Meinte die Frau dann schluckend. „Wie ist Ihr Name?“ fragte Ahrissa dann freundlich. „Linda Scrott, warum?“ erwiderte Linda umgehend. „Weil, Frau Scrott ihre Aussage in kürze sehr wichtig werden wird. Und ich wissen möchte wie der unter Umständen einzige unabhängige Mensch heißt der den Hergang der Geschehnisse bezeugen kann.“ Antwortete Ahrissa umgehend, auch wenn sie es nicht hoffte so musste sie doch davon ausgehen das sie nicht auf die Rückendeckung durch den Botschafter verlassen konnte. Denn auch wenn er seine Verletzungen überleben sollte bestand immerhin die reelle Chance dass der Botschafter daraufhin erst einmal im Koma liegen würde. „Glaubt ihr denn dass man Versuchen wird euch die Schuld an all dem zu zuschieben?“ fragte Linda dann. „Ich glaube es nicht nur, ich weiß es. Der Astoria Konzern wird nichts unversucht lassen um doch noch Profit aus dieser Aktion zu schlagen. Die Tatsache das sie sogar willens waren einen Abgesandten eines ihrer Verbündeten derart zu Misshandeln zeigt mehr als offensichtlich wie weit zu gehen die Konzernführung bereit ist.“ Erklärte Ahrissa dann. Mittlerweile gab es eigentlich nichts mehr das sie dem Konzern nicht zutraute. „Ich Verstehe.“ Meinte Linda dann schwer atmend und schluckend. Vermutlich wurde ihr in diesem Moment klar das sie sich mit ihrer Anwesenheit am heutigen Tag ebenfalls zu einem Ziel gemacht hatte und im Gegensatz zu Botschafter Willis würden eventuelle Entführer in ihrem Fall leichtes Spiel haben, sie war keine Wichtige oder berühmte Persönlichkeit. „Willkommen in der Welt der Machtpolitik.“ Meinte Ahrissa darauf düster, sie hatte immerhin auch schon am eigenen Leib erfahren müssen was es bedeutete ein Politisches Ziel zu sein.

Im nächsten Moment ertönte dann ein lautes Rauschen von Außerhalb des Gebäudes. Innerhalb eines Augenblickes hatten sich die verblieben Leibwächterrinen daraufhin in Position gebracht und erwarteten wen oder was auch immer durch die, noch immer geöffnete, Tür treten würde. Nur Sekundenbruchteile später erklang dann lautes Fußgetrappel und eine Gruppe runter der Führung eines jungen Mannes stürmte durch die Tür in das Innere des Gebäudes. Nur um sofort eine erschrockene Vollbremsung hin zu legen sobald sie die auf sie gerichtete Waffen bemerkt hatten. Nachdem er eilig die Hände in die Höhe gereckt hatte fragte der Mann etwas atemlos: „Was hat das zu bedeuten?“ Da er und seine Begleiter aufgrund ihrer Uniformen Problemlos als angehörige des Medizinischen Notfalldienstes zu erkennen waren und im selben Moment die Schweigende welche Ahrissa ausgesandt hatte wieder zurück kehrte meinte Ahrissa: „Lediglich eine Vorsichtsmaßnahme wenn Sie so wollen. Gehe ich recht in der Annahme das Sie als Reaktion auf einen Notruf hier sind?“, „Ja, ja natürlich. Wir gehören zum Medizinischen Dienst…“ stammelte der Mann darauf und deutete dabei auf das kaum zu übersehende rote Kreuz das auf vorder sowie Rückseite seiner Jacke prangte. „In diesem Fall will ich Sie nicht länger aufhalten, der Zustand des Botschafters ist soweit ich das einschätzen kann Kritisch.“ Meinte Ahrissa und gab ihren Wächterinnen ein Handzeichen, worauf diese die Waffen sinken Liesen und den Weg freigaben. Der Mann und seien Begleiter warfen den Bewaffneten daraufhin noch einen abschätzenden Blick zu ehe sie durch die Lücke eilten. „Hoffen wir dass sie Erfolgreich sind…“ dachte sich Ahrissa daraufhin während sie den Notfallsanitätern hinterher schaute. Sollte der Botschafter überleben würde m sich mit hoher Wahrscheinlichkeit immerhin einige Interessante Möglichkeiten ergeben.

„Vielleicht war das alles hier doch keine so gute Idee…“ dachte Ahrissa während sie dabei zu sah wie der Notfalltrupp den Botschafter auf einer Trage abtransportierte, er sah noch immer übel aus. Immerhin befand sich das gesamte Habitat seit ihrer Ankunft im Aufruhr, nicht das Ahrissa Mitleid mit den Bewohnern gehabt hätte, eher im Gegenteil. Aber es war ihrer Mission nicht gerade förderlich das wo immer sie verweilte die Dinge dazu tendierter außer Kontrolle zu geraten. Ganz offenbar Liesen der Astoria Konzern und seine Verbündeten nicht locker und waren bereit alles Erdenkliche zu tun um sie zu töten. „Warum hassen diese Leute mich nur so sehr?“ fragte Ahrissa sich daraufhin selbst, immerhin hatte sie vor ihrer Entführung nichts getan das den ihr entgegen Schlagenden Hass begründen konnte. Zudem machte es den Anschein dass die Bombardierung von Justia nicht den erwünschten Effekt erzielt hatte, eher im Gegenteil. Anstelle auf weitere Aggressionen zu verzichten, hatte der Konzern seine Strategie noch Aggressiver ausgerichtet und wohl den Tod von Ahrissa als einen zentralen Punkt in dieser Strategie erklärt. Anders konnte sie sich jedenfalls nicht erklären warum so viele Ressourcen darauf verwendet wurden sie zu töten. Die Tatsache das der Konzern dabei auch nicht vor Kollateral Schäden, wie in diesem Fall den Botschafter der Solari Föderation, zurückschreckte machte die Entschlossenheit des Konzerns dabei überdeutlich und machte es zwingend Notwendig das Ahrissa und der Acharrus Staat im allgemeinen eine neue Strategie auszuarbeiten um mit den Konzern und seinen Verbündeten um zu gehen. „Krieg wird unvermeidlich sein, jetzt ist es nur noch zu Klären wer auf wessen Seite kämpft.“ Dachte sich Ahrissa dann während sie bereits einen Plan schmiedete, wenn alles nach ihren Vorstellungen lief hätte der Konzern mit diesem Attentat ausversehen seinen eigenen Untergang besiegelt.
~~~Ende Kapitel 36~~~

mfg.: Tg

P.S.: Schönen 1. Advent, nicht vergessen dass nur die eine Kerze brennen soll, nicht der ganze Kranz! ;)

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

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