Reise ins Unbekannte

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24 May 2019 18:30 #89805 by Jack Hunter
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Also erst mal eine gute Idee mit der Rückeroberung der Pionier-Station und dass es auch Loyalisten gibt. Und diese Tanja Wilmuth hast du auch gut hinbekommen, also den Charakter. Die war mir schon seit der Parlamentssitzung unsymphatisch, aber dass sie so größenwahnsinnig ist, hätte ich nicht gedacht. Zunächst dachte man ja nur sie wäre eine von denen, die eine Änderung der Regierungsform deshalb nicht will, weil sie ihre "Machtpositionen" nicht verlieren wollen, aber deswegen gleich zu putschen und sich zum neuen "Präsidenten" zu erheben, noch dazu die Ausrede als Rechtfertigung, die Erde dann an Außerirdische (ich nenne es mal) zu "verkaufen", ist mehr als dreist! Als könne man sich auch alleine gegen mächtige Wesen zur Wehr setzen. Die hat sie echt nicht mehr alle! Also Respekt für diesen Plottwist, der kommt echt gut und plausible rüber sowie zur passenden Zeit, wo man es nicht erwartet hätte. Bravo! :D

Texter und Planet Coder (GE) der SGMG
Berater und Co-Autor von Stargate Dark Jump
Korrekturleser für Fan Fictions

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25 May 2019 13:03 #89806 by Todesgleiter
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@Jack Hunter: Freut mich das ich das alles glaubwürdig hinbekommen habe. Ich dachte mir das bislang alles ein bischen zu Glatt verlaufen ist. Große Umbrüche laufen in Realität schießlich auch selten bis gar nicht ohne schwierigkeiten ab.
Allerdings ewrschien es mir danna uch unglaubwürdig das alle Leute gelichzeitig einen Sinneswandel erleben, ein Bürgerkrieg schien mir daher die passende Option, auch um wieder etwas Spannung reinzubringen.

@all: Weiter geht's:
Kapitel 70: Wahnsinn

Mit aufmerksamem Blick schwebte Martin durch die Korridore der frisch Eroberten Pionier Station. Zufrieden stellte er dabei fest dass sich die Schäden an Bord in Grenzen hielten, zumindest waren größtenteils keine Schäden an den Innenwänden der Station sichtbar. Martin war daher zuversichtlich die Station als ein Flottenhauptquartier nutzen zu können, für was die Station deutlich besser geeignet war als die Lunar Forschungsstation welche nie dafür konzipiert worden war allzu viel Kontakt zu externen Kräften zu haben. Plötzlich schwebte dann ein anderer Mann vor Martin in den Korridor. Seine Unform machte dabei einen leicht mitgenommen Eindruck, was ein sicheres Anzeichen dafür war das er zur Stationsbesatzung gehörte welche in näherer Vergangenheit ja einige Turbulenzen hatte erdulden müssen. „Haupt Kapitän Möllers Sir, schön Sie endlich von Angesicht zu Angesicht zu sehen.“ Grüßte der Mann dann mit einem ehrlich erfreuten Gesichtsausdruck. „Die Freude ist ganz Meinerseits Kapitän-Leutnant Giard, ohne Sie würden wir uns hier und jetzt nicht treffen können.“ Erwiderter Martin. „Das ist zu viel der Ehre Sir. Ohne Sie und Ihre Unterstützung hätte ich nichts erreicht und würde vermutlich immer noch Verstecken mit diesen Rebellen spielen.“ Antwortete Kapitän-Leutnant Giard Schulterzuckend. „Unterschätzen Sie Ihre eigenen Verdienste nicht Kapitän-Leutnant. Niemand von uns würde irgendetwas erreichen wenn er oder sie auf sich selbst gestellt ist. Alleine sind wir schwach, zusammen sind wir stark.“ Antwortete Martin und kahm sich dabei irgendwie extrem philosophisch vor was ihn durchaus erheiterte. „Sie sind ein Naturtalent Sir.“Stellte Kapitän-Leutnant Giard daraufhin grinsend fest ehe er fragte: „Möchten Sie einen Vorläufigen Statusbericht über die Station Sir?“, „Ja, aber sparen Sie sich die unnötigen Details Kapitän-Leutnant.“ Antwortete Martin, er hatte keine Lust mit Technischen Begriffen und Spezifikationen Bombardiert zu werden die er sowieso nicht verstand. „Jawohl Sir. Ich denke es wird Sie freuen zu hören das die Lagerräume voll mit Nachschubgütern sind welche die Flotte zumindest ein oder zwei Monate in voller Einsatzbereitschaft halten können, eventuell länger wenn wir etwas sparen.“ Setzte Kapitän-Leutnant Giard an, wurde dann jedoch von Martin Unterbrochen der fragte: „Haben wir auch Munition an Bord?“

„Positiv Sir, von NBW Munition bis hin zu Torpedos. Wir können jedes Schiff das hier anlegt wieder Auf Munitionieren. Zudem haben wir Ersatzteile an Bord die es uns erlauben sollten die meisten Schäden zu reparieren die eventuell auftreten könnten.“ Antwortete Kapitän-Leutnant Giard umgehend. „Sehr gut Kapitän-Leutnant. Das sind wirklich gute Neuigkeiten. Fahren Sie fort.“ Erwiderte Martin sofort ehrlich erfreut, es war einfach schön wenn zur Abwechslung mal etwas nach Plan lief. „Jawohl Sir. Unsere Kommunikationsausrüstung ist ebenfalls nur leicht beschädigt worden, die Reparaturen laufen bereits und sollten in wenigen Minuten abgeschlossen sein. Zudem haben wir nur wenige Verletzte zu beklagen.“ Erzählte Kapitän-Leutnant Giard umgehend. „Gut, sagen Sie ihren Leuten dass ich umgehend informiert werden will wenn die Kommunikationssysteme wieder funktionieren. Wir müssen versuchen Kontakt mit der Admiralität oder anderen Loyalistischen Truppen auf der Erde herzustellen um unsere weiteren Schritte zu Planen.“ Weiß Martin dann an. „Jawohl Sir.“ Bestätigte Kapitän-Leutnant Giard sofort worauf Martin vernahm wie er seinen Kommunikator zückte um die entsprechenden Anweisungen durch zu geben. „Hoffen wir dass wir auch weiterhin so gut voran kommen.“ Dachte sich Martin dann, immerhin standen sie jetzt vor dem eigentlichen Problem. Die Station einzunehmen war noch relativ einfach Gewesen da ihre Kontrahent über keine Raumflotte verfügte, die Revolutionären Elemente auf der Erdoberfläche waren da aber eine ganz andere Liga. Martin wusste weder wie groß der Anteil der UNA war welcher Tanja Wilmuth folgte noch über welche Ausrüstung sie verfügten oder welche Gebiete sie im Moment besetzten. Aus dem Orbit war dies nur mit spezieller Ausrüstung überhaupt auszumachen, Ausrüstung die sie nicht hatten. Dazu kam das ihre Möglichkeiten in die Kampfhandlungen auf der Oberfläche einzugreifen bestenfalls begrenzt waren. UNSF Schiffe waren nicht für Orbitale Angriffe ausgerüstet und die Bordbewaffnung war ungeeignet die Erdatmosphäre zu durchbrechen.

Nur weniger Minuten später in denen Martin sich einen groben Überblick über die Station und die verblieben Kapazitäten verschafft hatte meldete sich sein Kommunikator: „Leutnant Schmidt für Haupt Kapitän Möllers bitte kommen.“, „Haupt Kapitän Möllers hört, sprechen Sie.“ Antwortete Martin sofort, obwohl er keine Ahnung hatte wer dieser Leutnant Schmidt eigentlich war, oder welcher Tätigkeit er nachging. „Sir, der Haupttransmitter und die Empfangsschüssel sind wieder Einsatzbereit. Sie können versuchen das Kommunikationssystem zu aktivieren.“ Antwortete Leutnant Schmidt umgehend. „Gute Arbeit Leutnant. Fahren Sie mit Ihren sonstigen Tätigkeiten fort.“ Erwiderte Martin daraufhin zufrieden und in der Annahme das es an Bord bestimmt noch mehr als genug für einen Technischen Offizier, wie es Leutnant Schmidt offenkundig war, gab. „Jawohl Sir.“ Bestätigte der Leutnant dann ehe er die Verbindung verlies. Martin überlegte daraufhin kurz ob er den Computerkontrollraum, welcher im Moment als improvisierte Kommandozentrale diente, aufsuchen sollte um auf die Kommunikationssysteme zuzugreifen. Er entschied sich jedoch dagegen, er ging nicht davon aus noch aufwendige Kalibrierungsarbeiten vornehmen zu müssen. Es gab daher keinen Grund den sowieso schon recht begrenzten Raum im Computerkern mit seiner Anwesenheit noch weiter zu beanspruchen. Er zückte daher seinen Kommunikator und synchronisierte das Gerät mit dem Bordnetzwerk der Station, was es ihm ermöglichte nicht nur eine Kommunikationsverbindung zu anderen Offizieren an Bord der Station aufzubauen, was auch ohne eine Synchronisierung bestens funktionierte, sondern auch auf die Langstreckenkommunikation zuzugreifen die normalerweise nicht verfügbar war. Zusätzlich ermöglichte die Synchronisierung Martin auch auf andere Systeme als die Kommunikation zugriff zu nehmen. Es hatte einige Zeit gebraucht bis sich dieses System etabliert hatte, da es eine Potenzielle Sicherheitslücke darstellte. Dieses Problem war mithilfe der ID Technologie jedoch defakto verschwunden, bei einer Synchronisation musste der betreffende sich gegenüber dem Computersystem der Einrichtung oder des Schiffes mit dem er sich Synchronisieren wollte mit seiner Persönlichen ID autorisieren. Kombiniert mit der Tatsache das die ID Systeme praktisch nicht zu fälschen waren und auch nicht von anderen Personen als dem vorgesehen Träger verwendet werden konnten war das ganze Verfahren doch relativ sicher.

Kaum hatte er seine Synchronisation dann abgeschlossen wählte Martin einen verschlüsselten Militärkanal aus um seine Botschaft zu transportieren, in der Hoffnung das die Revolutionäre noch nicht in den Besitz der Verschlüsselung gekommen waren oder die Verschlüsselung zu knacken. Nachdem er sich dann versichert hatte das seine Mitteilung korrekt kodiert war sprach Martin deutlich: „Haupt Kapitän Martin Möllers für alle verbliebene Loyalen Streitkräfte der Vereinten Nationen, bitte melden Sie sich.“ Anschließend stellte Martin seine Nachricht auf Dauer Wiederholung und hoffte das Beste. Es war natürlich durchaus möglich dass die verblieben Loyalen Kräfte sich bedeckt halten wollten und seine Nachricht für eine Falle hielten, ebenso konnte es natürlich sein das aufgrund von Mangel an Ausrüstung niemand auf die Nachricht antworten konnte. „So und jetzt?“ fragte sich Martin dann selbst, solange sie keinen Kontakt zur Admiralität hatten war er immerhin nach bisherigem Wissenstand der Kommandierende Offizier der UNSF Flotte und aller verblieben Einrichtungen. Martin war sich daher Bewusst das seine Untergeben von ihm erwarteten einen Plan vorzulegen wie er gedachte weiter fortzufahren den ihre Zeit war Begrenzt. Trotz der Vorräte an Bord der Station war es nur eine Frage der Zeit bis es an allem fehlte von Nahrungsmitteln über Treibstoff bis hin zu Munition. Es war daher unumgänglich entweder zumindest einen Teil der Erde zurück zu Erobern oder alternative Quellen für Nachschub aufzutun. „Wir könnten versuchen mit der Dynastie zu reden, vielleicht ist der Kaiser bereit uns zu helfen…“ überlegte Martin dann auch wenn er selbst nicht wirklich daran glaubte. Nachdem der Kaiser die Neutralität der Dynastie verkündet hatte war es mehr wie unwahrscheinlich das er Ihnen helfen würde wenn er im Gegenzug nicht etwas bekam das in seinen Augen wertvoller war als der Schaden den seine Diplomatische Integrität dadurch nehmen würde. Plötzlich vernahm Martin dann ein Rauschen aus seinem Kommunikator und drehte umgehend die Lautstärke auf, er benötigte kurz um zu Begreifen das hinter dem Rauschen tatsächlich eine Stimme zu vernehmen war.

Angestrengt lauschte Martin daher auf die Geräusche und spielte an den Einstellungen des Kommunikators herum um die Interferenzen soweit wie möglich herausfiltern zu können. Nachdem er seine Einstellungen dann soweit möglich vorgenommen hatte konnte Martin tatsächlich verstehen was der Sender der Übertragung mitteilen wollte: „UNSF HQ Admiral Carvalho für UNFS Pionier Station Haupt Kapitän Möllers bitte kommen, hören Sie mich? Wir sitzen hier ziemlich in der Scheiße Möllers also melden Sie sich!“ Martin musste daraufhin aufgrund der Wortwahls seines Vorgesetzten kurz grinsen, auch wenn ihm Bewusst war das ihre Situation und insbesondere die des Admirales wohl mehr als ernst war. So professionell und ruhig wie möglich antwortete er daher nachdem er das Kommunikationssystem entsprechend eingestellt und das Signal des Admirales angepeilt hatte: „UNSF Pionier Station Haupt Kapitän Möllers hört Sir.“, „Sie glauben ja nicht wie gut es tut Ihre Stimme zu hören.“ Erwiderter Carvalho umgehend. „Das beruht auf Gegenseitigkeit Sir.“ antwortete Martin umgehend, was nicht gelogen war. Es tat wirklich gut zu wissen dass Carvalho noch am Leben und offenbar auch noch am Kämpfen war. „Kann ich mir denken, jeder Verbündete ist im Moment nicht mal in Gold aufzuwiegen. Wie ist Ihr Status?“ erwiderte Carvalho. „Ich habe Sowohl KS-21, KS-05, KS-11 und KSL-01 unter meinem vorübergehenden Kommando Sir. Alle Schiffe sind Voll Einsatzbereit. Zudem haben wir die volle Kontrolle über die Pionierstation erlangt.“ Antwortete Martin in Kurzform, er wusste das sie keine Zeit für Ausführliche Erläuterungen hatten. „Gut, wenigstens etwas. Bei uns hier unten sieht es leider nicht so gut aus. Ich befinde mich hier in einem Provisorischen Bunker der UNA Kampfgruppe Zentraleuropa, aber Wilmuth und Ihre Hurensöhne setzen uns übel zu. Es scheint dass der Großteil des UNA Führungsstabes sich auf Ihre Seite geschlagen hat. Die Rebellen haben daher vollen Zugriff auf die Automatischen Kampfsysteme, auch wenn Ihnen offenbar die Mannesstärke fehlt daraus wirklich Profit zu schlagen. Die meisten Einheiten der Armee sind durch interne Kämpfe praktisch außer Gefecht.“ Erklärte Carvalho dann und gab Martin damit einen groben Überblick über die Lage am Boden. „Ich verstehe Sir, wie ist unser weiteres vorgehen?“ fragte Martin dann. „Sie müssen die Raketenbasen irgendwie außer Gefecht setzen. Die Ballistischen Raketen machen jedwede Gegenoffensive im Moment mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln unmöglich.“ Antwortete Carvalho. „Sir, wie stellen Sie sich das vor?“ fragte Martin dann dem die Idee eine Raketenbasis anzugreifen aus Prinzip nicht gefiel.
~~~fortsetzung im nächsten Kapitel~~~

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25 May 2019 13:06 #89807 by Todesgleiter
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~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Denken Sie sich was aus Möllers, wenn wir diesen vermaledeiten Bürgerkrieg gewinnen wollen müssen diese Basen jedenfalls weg. Dank der Feuerkodes des UNA Führungsstabes haben die Rebellen die volle Kontrolle über das gesamte taktische und Strategische Raketenarsenal der Vereinten Nationen. Wir können es nicht zulassen das sie eine Strategische Waffe zünden.“ erwiderte Carvalho. „Glauben Sie dass die wirklich gewillt sind Nuklearwaffen einzusetzen?“ fragte Martin dann überrascht. „Dieser Wilmuth traue ich mittlerweile alles zu Möllers. Also beeilen Sie sich lieber mit was immer sie auch vorhaben.“ Stellte Carvalho umgehend schicksalsschwer fest. „Ich verstehe Sir.“ erwiderte Martin umgehend, auch wenn ihm das definitiv nicht gefiel. „Gut, mögen Sie erfolgreich sein Möllers, für uns alle.“ Meinte Carvalho daraufhin. „Sie auch Sir.“ Stellte Martin sofort klar. „Admiral Carvalho Ende.“ Meinte Carvalho dann und beendete ihre Unterhaltung damit. „Dann bleibt uns nur eine Wahl.“ Stellte Martin für sich selbst fest. Sie hatten nur eine Möglichkeit diese Raketenbasen anzugreifen, auch wenn die Kollateralschäden dabei wohl immens sein würden. Schicksalsschwer stellte Martin daher seinen Kommunikator auf den Flotteninternen Kanal um und meinte langsam und Bedächtig: „Haupt Kapitän Möllers für UNSF AG-01: Bitte umgehend kommen.“, „UNSF KS-05 Kapitän Sartori hört Sir.“ Antwortete Kapitän Sartori umgehend, dicht gefolgt von Pawlak: „UNSF KSL-01 Kapitän Pawlak hört Sir.“, „UNSF KS-11 hört auch.“ Meldete dann Kapitän Domascic fest. Worauf Peter den Goldenen Abschluss machte.“ UNSF KS-231 Kapitän-Leutnant Graham hört Sir“, „Machen Sie alle Schiffe bereit für eine Kampfeinsatz. Wir haben die Anweisung von der Admiralität erhalten so viele UNA Raketenbasen außer Gefecht zu setzen wie möglich. Kapitän Pawlak machen Sie Ihre Orbitalminen Scharf, wir werden sie einsetzen um die Basen anzugreifen während unsere Korvetten als Punktverteidigungsschirm fungieren. Irgendwelche Fragen?“ befahl Martin dann kurz und knapp. „Sir, Sie wollen wirklich Orbitalminen auf unsere eigenen Einrichtungen abwerfen?“ fragte Kapitän Pawlak dann ungläubig. „Korrekt Kapitän. Wir haben bedauerlicherweise keine andere Möglichkeit diese Bedrohung für unsere Bodentruppen außer Gefecht zu setzen.“ Antwortete Martin. „Verstanden Sir, aber ich muss dennoch meinen Offiziellen Protest geltend machen.“ Erwiderte Pawlak dem der Gedanke die Erde zu beschießen ganz offenbar überhaupt nicht behagte. Eine Tatsache die Martin nur allzu gut nachempfinden konnte, ihm selbst gefiel die Idee auch nicht die Erde zu Bombardieren. „Zur Kenntnis genommen Kapitän, Ihr Einwand wird im Missionslogbuch vermerkt werden.“ Antwortete Martin umgehend, ihm war bewusst das Pawlak damit nur versuchte seine Eigene Haut in einem möglichen Gerichtsverfahren wegen des Bombardements zu retten.

„Sir, was ist mit dem Radioaktiven Fallout der entstehen könnte wenn wir die Basen Angreifen?“ fragte Kapitän Domascic dann. „Bedauerlicher weise können wir dagegen nichts tun Kapitän. Wenn aber Sie oder einer Ihrer Kollegen einen besseren Plan hat die Bedrohung durch die Raketenbasen zu neutralisieren, dann sollten sie nicht zögern ihn umgehend kund zu tun.“ Antwortete Martin. Er war der letzte der seine Untergebenen davon abbringen wollte selbst zu denken. „Jawohl Sir, bedauerlicher weise habe ich keinen Alternativen Vorschlag.“ Antwortete Kapitän Domascic daraufhin etwas geknickt. „In diesem Fall erwarte ich die Einsatzbereitschaft aller Schiffe in t-zehn Minuten.“ Befahl Martin umgehend, sie hatten keine Zeit zu verlieren.

Nur kurze Zeit später saß Martin wieder auf der Brücke der Athene welche in diesem Moment zusammen mit dem restlichen Geschwader in einen tieferen Erodorbit eindrang. Die Schiffe bewegten sich dabei in einer eindeutigen Kampfformation, jeder der auch nur minimale Kompetenzen in Sachen Raumgestützter Kriegsführung hatte würde erkennen das sie nicht gekommen waren um zu Reden. Trotzdem hatte sich Martin entschlossen den Rebellen eine letzte Chance zu geben, es waren immerhin immer noch Menschen. Zu diesem Zweck hatte er das Kommunikationssystem der Athene mit dem der Station gekoppelt um auch von Bord seines Schiffs Zugriff auf die Leistungsstarke Kommunikationsausrüstung nehmen zu können. Wohl wissend das in diesem Moment wohl fast sämtliche Teleskope unter Kontrolle der Rebellen das Geschwader beobachteten aktivierte Martin daher das Kommunikationssystem und sprach ruhig und langsam, aber bestimmt: „Hier Spricht Haupt Kapitän Martin Möllers vom UNSF Kriegsschiff KS-21 Athene für alle Aufständischen Kräfte auf dem Planeten Erde. Stellen Sie Ihre Kampfhandlungen umgehend ein und Ergeben Sie sich, oder wir sind gezwungen drastische Maßnahmen zu ergreifen. Mehrere Planetenangriffswaffen haben in diesem Moment Ihre Stellungen anvisiert. Sie haben exakt fünf Minute sich zu Ergeben, es wird keine weitere Warnung geben.“ Nachdem er diese Mitteilung abgesetzt hatte schaltet Martin den Kommunikationskanal wider auf Geschwader weit und befahl: „UNSF KS-21 für UNSF AG-01: Alle Waffen Scharf, Ziele erfassen und auf Feuerbefehl warten.“, „UNSF KSL-01 bestätigt, Orbitaminen scharf und Abschussrampen bestückt, Ziele erfasst. Feuer auf Ihr Zeichen.“ Bestätigte Kapitän Pawlak sofort obwohl er sich definitiv unwohl dabei anhörte. „UNSF KS-05 meldete alle Waffen bereit.“ Meinte dann Kapitäns Sartori ehe sich Kapitän Domascic meldete: „UNSF KS-11 betätigt bereit für Gefecht.“, „Ich bezweifle das sie sich Ergeben werden Sir.“ Stellte dann Peter fest. „Ich auch Kapitän-Leutnant, aber sie hatten zumindest die Chance verdient.“ Antwortete Martin wobei es ihm Eiskalt den Rücken herunterlief, das würde das erste Orbitalbombardement in der Geschichte der Menschheit werden und Martin war nicht gerade Glücklich darüber dass sein Name damit in Verbindung stand.

„Kontakt! Mehre Marschflugkörper auf Annäherungskurs!“ meldet Peter dann plötzlich. „Schätze das heißt nein.“ dachte sich Martin dann niedergeschlagen ehe er den folgenschweren Befehl gab: „UNSF KS-21 für UNSF AG-01: Waffen frei, wiederhohle Waffen frei, Feuer nach eigenem Ermessen. UNSF KSL-01 Sie haben Freigabe für Planetenangriffswaffen.“, „Bestätigt, leiten Orbitalangriff ein.“ Quittierte Pawlak umgehen während die NBW Systeme des Geschwaders zum Leben erwachten und die anfliegenden Lenkwaffen in ein Teures, aber völlig nutzloses, Feuerwerk verwandelten. „UNSF KSL-01 für UNSF KS-21: Feuern Orbitalminen ab.“ Meldete Pawlak dann Schicksalsschwer ihm war offenkundig mehr als klar sein Name ab jetzt untrennbar mit dem ersten Orbitalen Bombardement der Menschheitsgeschichte und allen damit verbundenen Todesfällen verknüpft sein würde. Martin beobachtete daraufhin auf einemseiner Bildschirme wie die Sprengköpfe, von einer schnell ausbrennenden Feststoffrakete angetrieben, aus ihren Abschussrampen schossen und auf die Erde zuhielten. „Kapitän-Leutnant Graham, Feuern sie zwei Torpedos auf synchronem Kurs zu den Orbitaminen ab und halten sie sich bereit die Torpedos manuell zu zünden, nur für den Fall das die da unten versuchen die Minen abzufangen.“ Befahl Martin dann. „Sir unsere Torpedos werde beim Eintritt in die Atmosphäre unweigerlich verglühen.“ Stellte Peter daraufhin fest. „Ich weiß Kapitän-Leutnant, aber jedwede Chancensteigerung das die Waffen Ihr Ziel erreichen sollte ergriffen werden Je schneller dieser Krieg endet umso besser, für alle.“ Erwiderter Martin. „Jawohl Sir, Feuer Torpedorohre eins und zwei ab.“ Antwortete Peter ehe die Athene die beiden Sprengkörperauf den Weg schickte Martin hoffte dabei die Torpedos als Köder einsetzen zu können und im Fall der Fälle zur Detonation bringen zu können um eingehende Defensivraketen zu Zerstören. Allerdings schienen die Rebellen am Boden mit der Situation leicht überfordert, offenbar hatten sie nicht damit gerechnet dass die Flotte es wirklich wagen würde die Erde anzugreifen. Jedenfalls schlussfolgerte Martin das aus der Tatsache das keinerlei Verteidigungsmaßnahmen ergriffen wurden. Die Minen erreichten mühelos die Atmosphäre und drangen mithilfe ihrer Hitzeschilde auch mühelos in eben jene ein. „Zeit bis Einschlag T-2 Minuten.“ Meldet Peter dann während Martin den Flug der Sprengkörper auf Einem seiner Schirm verfolgte, für die Menschen auf dem Erdboden musste es ein gespenstischer Anblick sein wie diese Bälle aus Feuer vom Himmel vielen.

„Kontakt Sir, multiple Kurzstreckenverteidigungsraketen erfasst, sie versuchen die Minen abzufangen.“ Meldete Peter dann. „Zu spät.“ Dachte sich Martin lediglich der Start der Verteidigungswaffen kam zu spät um noch effektiv alle Minen abzuschießen bevor sie nah genug an ihre Ziele herangekommen waren. „Einschlag in T-30 Sekunden, über sechzig Prozent der Waffe noch auf Kurs, Chance auf rechtzeitiges abfangen: Gering.“ Meldete Peter dann routiniert und ohne irgendeine Schwankung in der Stimme, er hatte sich wirklich gut im Griff. „Einschlag in T-5 Sekunden, 4 Sekunden, 3 Sekunden, 2 Sekunden… Einschlag!“ meldete Peter dann worauf der Kontakt zu den Orbitalminen abbrach, dafür waren die Sensoren der Athene fähig die Explosionen zu erfassen. Zwar waren die Sprengköpfe der Minen zu Schwach als das die Detonation vom Orbit aus mit bloßem Auge sichtbar gewesen wäre doch den Sensoren blieb die Wirkung nicht verborgen. „Ziele getroffen und zerstört. Wir haben gerade ungefähr vierzig Prozent des taktischen und Strategischen Lenkwaffenarsenals der Vereinten Nationen ausgelöscht.“ Meldete Peter daher und musste dabei kurz schlucken, es war einschüchternd zu erfahren wie leicht es war Zerstörung zu verbreiten während man selbst in einem Tonnenschweren Stahlsarg herumflog. „Kriege werden nie wieder dasselbe sein.“ Stellte Martin daher für sich selbst fest, der Heutige Tag hatte die Effektivität Orbitaler Waffen mehr als deutlich gemacht. Plötzlich empfing die Athene dann eine Übertragung von der Erde, in der Annahme das Wilmuth und co nun Gewillt waren sich zu Ergeben öffnete Martin den Kanal, ohne eine Idee was ihn erwartete: „Dies ist eine Warnung an alle Aufständischen Kräfte der UNSF und UNA, die Regierung wird Ihren Putschversuch nicht tolerieren, Ergeben Sie sich umgehend oder wir werden Sie ausradieren!“, „Bitte was?“ fragte sich Martin daraufhin, seiner Auffassung nach war es die selbsternannte Regierung gewesen die gerade eben eine Niederlage kassiert hatte, nicht umgekehrt.

„Sir ich erfasse einen Raketenstart.“ Meldete Peter dann. „Lernen die den gar nicht dazu?“ fragte sich Martin daraufhin selbst ehe er meinte: „Ich bezweifle dass das ein Grund zur Besorgnis ist.“, „Sir, wir sind nicht das Ziel und das ist keine Gewöhnlich Lenkwaffe. Der Ballistischen Flugkurve nach zu urteilen zielt Sie auf das Zentrum der Iberischen Halbinsel und wenn ich richtig liege handelt es sich um eine Kontinental Typ Trägerrakete, womöglich mit nuklearem Gefechtskopf.“ Erwiderte Peter umgehend worauf Martin sich zu seinem Stellvertreter umwandte und entgeistert meinte: „Das kann nicht Ihr ernst sein, nicht einmal Wilmuth würde Nuklearwaffen auf die eigenen Leute werfen!“, „Hoffen wir es Sir. Wir können die Waffe nicht abfangen.“ Erwiderte Peter. „Das kann nicht sein…“ dachte sich Martin dann, so wahnsinnig konnte nicht einmal Tanja Wilmuth sein. Allerdings stellte sich kurz darauf und unter dem Fassungslosen Blick der Schiffe im Orbit heraus dass sie sehr wohl so Wahnsinnig war. Mit einem grellen Lichtblitz und dem Unverkennbaren Feuerball detonierte die Nuklearwaffe im Zentrum der Iberischen Halbinsel und zerstörte damit ganz Zentral Spanien. Martin war daraufhin geschockt. „Das ist… das ist… Das ist Wahnsinn.“ Stellte er dann für sich selbst fest. Kurz nach der Detonation empfing Martin eine weitere Übertragung von der Planetenoberfläche und aktivierte die Kommunikationssysteme wie in Trance, er konnte noch immer nicht fassen was gerade eben passiert war. Millionen von Menschen, Tod. Getötet von den Waffen die sie eigentlich hätten beschützen sollen. „Haupt Kapitän Möllers, sind Sie nun Gewillt sich zu Ergeben? Weitere Raketen sind bereits startbereit. Ich zerstöre dieses Land lieber als es in die Hände von Aliens und Ihren Gönnern fallen zu lassen.“ Meinte Tanja Wilmuth daraufhin mit einer gespielt zuckersüßen Stimme. Sie wusste dass sie gewonnen hatte, es wäre unverantwortlich den Kampf fortzusetzen und damit weitere Millionen zu einem Tod im Nuklearen Feuer zu verdammen. Martin atmete daraufhin einmal tief durch und meinte: „Also gut, Sie Gewinnen. Aber zu welchem Preis. Gott wird Sie Richten.“, „Wir werden sehen.“ Erwiderte Tanja mehr als zufrieden mit sich selbst. „Wie konnte es nur soweit kommen?“ dachte sich Martin dann Kopfschüttelnd.
~~~Ende Kapitel 70~~~

mfg.: Tg

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02 Jun 2019 13:19 #89814 by Todesgleiter
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Kapitel 71: Verurteilung

Martin kam nicht umher den Schadenfrohen und höhnischen Gesichtsausdruck der Soldaten zu bemerken die ihn in seine Zelle gebracht hatten und nun davon stolzierten. „Glaubt ihr wirklich ihr habt euch selbst oder der Menschheit einen Dienst getan?“ fragte sich Martin daraufhin selbst Kopfschüttelnd. Nach allem was in den letzten paar Stunden passiert war es durchaus denkbar das Arlana sich angewidert abwenden und die Menschen Ihrem Schicksal überlassen würde, wenn sie das nicht längst getan hatte. Was die Tür für die Chyrant und Arachniden weit offen ließ. Martin war davon überzeugt das die beiden Alien Spezies nur auf ihre Chance warteten ihr jeweiliges Territorium auf Kosten der Menschen zu erweiterten, immerhin waren sie alle beide bislang bedingungslos Aggressiv aufgetreten. „Naja was soll’s. Nicht länger mein Problem.“ Dachte sich Martin dann niedergeschlagen er war sich vollauf Bewusst dass er eine eventuelle Alien Invasion wohl nicht mehr erleben würde. Zwar erhielt er, genau wie andere Mitglieder der Streitkräfte und Regierung die sich geweigert hatten mit der neuen Führung zu Kooperieren, ein öffentliches Gerichtsverfahren, doch das war kein Grund sich Illusionen hinzugeben. Der mit Abstand Wahrscheinlichste Ausgang dieses Gerichtsverfahrens war in seinem Fall wohl die Standrechtliche Exekution, vermutlich vor laufenden Kameras um ein Exempel zu statuieren. Martin konnte dabei allerdings nicht sagen das er das Bedauerte. Wenn er Tod war musste er schon nicht mehr mit erleben wie das Ende seiner Spezies besiegelt wurde. „Möllers sind Sie das?“ hörte Martin dann Jemanden Fragen. Schnell blickte sich Martin daraufhin um und erkannte in einer Zelle schräg gegenüber der Seinen einen anderen Mann stehen der in seine Richtung blickte.

„Ja bin ich.“ Antwortete Martin dann und lief zu den elektrisch geladenen Gitterstäben welche die Zellen von dem Laufweg dazwischen abtrennten. Sobald er dann vor den Gitterstäben zum Stillstand gekommen war erkannte er den anderen Mann auch und meinte daher überrascht: „Sir, tut gut Sie zu sehen.“, „Das beruht auf Gegenseitigkeit Möllers. Allerdings befürchte ich das uns das nicht viel nützt.“ Antwortete Carvalho umgehend. „Im Moment würde uns nur noch ein Wunder etwas nützen Sir. Warum sind Sie hier?“ erwiderte Martin umgehend. „Vermutlich aus dem gleichen Grund wie Sie: Ich war nicht kooperativ genug.“ Antwortete Carvalho mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor. Trotz der verfahrenen Situation musste Martin daraufhin kurz schnauben ehe er antwortete: „Das war mir schon klar Sir, ich wollte eigentlich Wissen wie die Sie zu fassen bekommen haben.“, „Ich habe mich Ergeben, genauso wie so ziemlich alle anderen auch. Nachdem diese irren angefangen haben mit Atombomben um sich zu werfen hatten wir auch kaum eine andere Wahl.“ Antwortete Carvalho verbittert. „Kenne ich Sir, mir ging es ähnlich.“ Informierte Martin daraufhin. „Habe ich mir schon gedacht. Machen Sie sich keinen Vorwurf. Sie haben getan was sie konnten, niemand konnte voraussehen wie Geistesgestört diese Idiotien hier wirklich sind.“ erwiderte Carvalho schulterzuckend, er schien sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben. „Halten Sie es für klug so über sie zu sprechen Sir? Dieser Bereich ich wird mit hoher Wahrscheinlichkeit überwacht.“ Fragte Martin daraufhin. Carvalho antwortete darauf mit einem glucksen ehe er meinte: „Sie können einen darauf lassen das dieser Ort Überwacht wird und das es kein Zufall ist das wir so nah bei einander Untergebracht sind. Aber ich sterbe sowieso, da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Warum also sollte ich Politisch korrekt bleiben?“, „Gutes Argument.“ Stimmte Martin sofort zu. „Haben Sie schon Ihren Frieden gefunden Möllers? Wenn nicht sollten Sie sich besser beeilen. Ich bezweifle das man uns allzu lange einfach hier herumsitzen lassen wird.“ Fragte Carvalho dann beiläufig. „Ich bezweifle das ich meinen Frieden mit all dem machen kann Sir.“ Stellte Martin zur Antwort fest. „Nennen Sie mich Antonio. Hier und jetzt sind unsere frühen Ränge bedeutungslos. Die UNSF hat am heutigen Tag aufgehört zu existieren, Zeitgleich mit den Vereinten Nationen.“ Meinte Carvalho dann. „Damit haben Sie wohl Recht. Wilmuth hat alles verraten wofür die Vereinten Nationen gestanden sind.“ Stimmte Martin zu und dieses Wissen lastete schwer auf ihm. Es war nicht einfach zu akzeptieren das alles woran man geglaubt hatte einfach in der Bedeutungslosigkeit versank.

Plötzlich ertönten dann erneut Schritte, es schien als würde Carvalho mit seiner Voraussage recht behalten. Natürlich wollte sich die neue Präsidentin nach eigener Aussage nicht die Möglichkeit nehmen lassen ihren Sieg zu Feiern. Und wie könnte man seinen absoluten Sieg besser demonstrieren als indem man seine ungeliebten Kontrahenten öffentlich hinrichten ließ. Es dauerte dann auch nicht lange bis eine Gruppe bulliger und miesepetrig dreinschauender Soldaten auf dem Laufweg zwischen den Zellen auftauchte. „Martin Möllers und Antonio Carvalho kommen Sie mit. Ohne Aufruhr zu verursachen wenn Sie sich selbst einen Gefallen tun wollen.“ Meinte einer der Männer daraufhin der anhand seiner Rangabzeichen als Leutnant zu identifizieren war. „Als ob das nenn Unterschied machen würde…“ dachte sich Martin daraufhin missmutig, wartete jedoch brav an der gegenüberliegenden Zellenwand während sich die Schiebetür in seine Zelle öffnete. „Umdrehen!“ blaffte einer der Männer dann an Martin gewandt während zwei seiner Kameraden Martin bereits mit Elektroschock Pistolen ins Visier genommen hatten. Martin tat daraufhin wie angewiesen, nicht weil er davon ausging für kooperatives Verhalten belohnt zu werden, sondern weil er keine Lust hatte sich vor laufender Kamera selbst voll zu sabbern. Nur kurz darauf fühlte Martin dann wie seine Hände zusammengefesselt wurden. „Umdrehen und langsam los laufen.“ Wies der Soldat hinter Martin ihn dann an während seine Kameraden Martin beständig im Visier behielten, sie gingen kein Risiko ein. „Also ob ich so blöd währe und einen Ausbruch versuchen würde…“dachte sich Martin darauf, er hatte dank seiner Zeit in der Schwerelosigkeit schon genug Probleme aufrecht stehen zu bleiben. Ein Kampf mit den Physisch klar überlegenen Soldaten, die ihn dank ihrer Ausbildung wohl selbst in perfekter Verfassung mühelos besiegen würden war daher von vorneherein keine Option.

Außerhalb seiner Zelle reihte sich Martin daraufhin hinter Carvalho ein der ebenfalls mit gefesselten Händen einem Soldaten hinterherlief. Wohl wissend das mehrere Augenpaare jede seiner Bewegungen genau beobachteten gab sich Martin daraufhin mühe keine auffälligen Bewegungen zu machen und folgte seinem früheren Vorgesetzten und jetzigen Mitgefangenen hinterher durch die Gänge. „Wo bringen Sie uns hin?“ fragte Martin dann, mehr um seinen Peinigern auf die Nerven zu gehen als wirklich aus Neugier. „Das siehst du dann und jetzt klappe hallten.“ Antwortete einer der Soldaten sofort weniger begeistert und ziemlich harsch. „Warum, ich sterbe Heute sowieso.“ Erwiderte Martin provokant. „Ich sagte klappe hallten!“ meinte der Soldaten daraufhin und verpasste Martin, vermutlich mit dem Kolben seiner Waffe, einen Schlag auf den Hinterkopf der Martin komplett aus dem Gleichgewicht brachte so dass er umfiel und mit Sternen vor Augen liegen blieb. „Verflucht nochmal, beherrschen Sie sich Gefreiter!“ schimpfte der führende Offizier daraufhin, offenbar nicht glücklich über den Ausraster seines Untergebenen. „Er hat mich Provoziert Sir!“ meinte der zurechtgewiesene Soldat umgehend zu seiner Verteidigung. „Na und? Da müssen Sie drüber stehen Mann. Wir sind Soldaten und keine Barbaren. Also verhallten Sie sich entsprechend. Und jetzt helfen Sie dem Mann hoch. Er wird seine Strafe schon noch bekommen.“ Konterte der Leutnant aufgebracht. „Ja Sir.“ Bestätigte der Soldat sofort weniger begeistert ehe Martin spürte wie ihn jemand wieder auf die Beine zog. „Und jetzt weiter gehen, ohne Zwischenfälle wenn möglich.“ Befahl der Leutnant dann. Da Martin noch immer außer Sternen nicht viel sah entschloss er sich dafür der Order erst mal Folge zu leisten und setzte sich in Bewegung. Nach einigen Minuten des schweigsamen Fußmarsches, in denen sich Martins Sicht auch wieder aufgeklart hatte, betraten Sie dann eine große Halle mit Kuppeldecke auf der ein Stilisiertes Fresko von Justita der antiken Göttin der Gerechtigkeit eingearbeitet war. Martin wusste daher sofort wo sie sich befanden. Dies war der große Gerichtssaal des Regierungskomplexes in dem Medienwirksame Gerichtverhandlungen inszeniert wurden. Die Altmodisch anmutende Architektur aus Marmorblöcken und hohen Bögen wirkte dabei erdrückend, genau wie es von dem Architekten beabsichtigt worden war. „Setzen.“ Befehl einer der Soldaten die Martin und Carvalho eskortiert hatten daraufhin und deutete dabei auf eine Sitzbank aus schwarzem Marmor in die mehrere Gepolsterte Sitzflächen eingelassen waren. Martin registrierte dabei dass sie als Angeklagte einen Schwarze Bank soweit eine etwa hüfthohe Mauer vor sich hatten, die Anklage dagegen dasselbe Mobiliar aus weißem Marmor zur Verfügung hatte. Der Boden zwischen den beiden Parteien und dem erhöhten Pult der Richter aus grauem Marmor lag dabei ein Schwarz weißer Mosaik Boden.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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02 Jun 2019 13:20 #89815 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Reise ins Unbekannte
~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Wie Thematisch.“ Dachte sich Martin umgehend mit einem schiefen Grinsen. Die Wahl der Farben der Innenarchitektur war mit Sicherheit nicht Zufällig gewählt sondern sollte die jeweilige Rolle der betreffenden Hervorheben: Schwarz für das Böse, Weiß für das Gute und grau für die Stimme der Gerechtigkeit die sich nicht beeinflussen lies. „Na wenigstens haben wir ne Sitzgelegenheit.“ Stellte Carvalho dann neben Martin fest während sich beide niederließen. Martin musste daraufhin ein weiteres mal schief grinsen, es schien das keine Situation erdrückend genug sein konnte um Carvalhos Humor ersticken zu können, auch wenn der Betreffende Humor mittlerweile ziemlich dunkel geworden war. Dann sah Martin aus dem Augenwinkel die Anklage aufmarschieren, neben dem Staatsanwalt erkannte er umgehend auch Tanja Wilmuth welche ein selbstzufriedenes Grinsen zur Schau trug während sie Ihren Platz als Neben Klägerin hinter dem Platz des Staatsanwaltes einnahm. „Freu dich solange du kannst…“ dachte sich Martin bei diesem Anblick angewidert, er ging nicht davon aus das Wilmuth’s Herrschaft lange währen würde, egal ob er den Heutigen Tag überlebte oder nicht. Dafür würden die Arachniden schon sorgen. „Schauen Sie sich dieses selbstgefällige Grinsen an… Glaube nicht das sie immer noch so dreinschauen würde wenn die armen Schweine aus Spanien die Hexe in die Finger bekommen würden.“ Meinte Carvalho dann abfällig. „Damit haben Sie wohl recht. Aber ich bin davon überzeugt dass sie ihre Strafe bekommt. Genau wie alle anderen in diesem Raum auch.“ Antwortete Martin. „Wie wahr, sie hat die Saat ihrer eigenen Zerstörung gesät.“ Stimmte Carvalho zu worauf Martin registrierte das mindestens einer der Männer welche ihn und Carvalho bewachten etwas unruhig wurde. „Du weißt wohl was für nen Scheiß ihr hier treibt, hmm?“ dachte sich Martin daraufhin verächtlich.

„Bitte erheben Sie sich.“ Verlangte dann ein Martin unbekannte Stimme. Martin ging daraufhin davon aus das sich der Richter in diesem Moment auf seinen Platz bewegt hatte und warf daher einen kurzen Blick auf das Pult hinter dem er auch umgehend einen älteren Mann in traditioneller Robe erkannte. „Ich glaubs nicht, Murray und Richter?“ stellte Carvalho umgehend neben Martin fest. „Warum, was ist mit ihm?“ fragte Martin daraufhin, er scherte sich nicht besonders darum Respektlos zu erscheinen. „Er war schon mal Richter, ist dann jedoch wegen Amtsmissbrauch und unwürdigen Verhaltens rausgekanntet worden. Sieht Wilmuth ähnlich so jemanden einzusetzen.“ Antwortete Carvalho in Kurzform. „Sie können sich Setzen.“ verkündete die unbekannte Stimme dann worauf sich alle anwesenden wieder auf Ihre Sitzgelegenheiten fallen Liesen. „Ruhe im Saal!“ verlangte Richter Murray dann Autoritätsgewohnt ehe er fortfuhr: „Wir Verhandeln Heute den Fall von Antonio Carvalho früherer Admiral der Raumflotte der Vereinten Nationen und seinem Assistenten Martin Möllers, früherer Haupt Kapitän der Raumflotte der Vereinten Nationen. Beiden Männern wird Hochverrat und Putschversuch zur Last gelegt. Die Strafe für diese Vergehen ist der Tod durch die Schusswaffe. Ich bitte nun die Anklage den genauen Vorwurf zu erläutern.“, „Sehr wohl Euer Ehren. Antonio Carvalho und Martin Möllers, weigerten sich beide nicht nur ihren Treue Eid gegenüber der Regierung der Vereinten Nationen zu leisten, sondern unternahmen aktive und Gewalttätige Schritte die Regierung zu entmachten um womöglich eine Militärdiktatur zu errichten. Beide schreckten nicht davor zurück Großflächige Zerstörungen anzurichten deren Reparatur nahezu unbezahlbar ist. Außerdem haben Sie den Tod mehrerer Loyaler Regierungstreuer Beamter und Soldaten zu verschulden. Es sollte außerdem erwähnt werden dass die Aktionen von Antonio Carvalho und Martin Möllers maßgeblich dazu beigetragen haben die Vereinten Nationen um Ihre Orbitale Verteidigung zu bringen.“ Meinte der Staatsanwalt umgehend voller Inbrunst. „Glaubt der den Mist den er da erzählt eigentlich selber?“ fragte sich Martin daraufhin. Kam jedoch kurz danach selbst zu dem Schluss dass dies wohl so war. Es war ernüchternd zu sehen wie Leichtgläubig und selbstgerecht Menschen sein konnten wenn sie die Wahrheit nicht sehen wollten.

„Das sind allesamt schwerwiegende Anschuldigen, auf was plädiert die Verteidigung, Schuldig oder nicht Schuldig?“ fragte Richter Murray daraufhin, der bisher nach Martin Auffassung keinen schlechten Job gemacht hatte, aber immerhin hatte er auch noch nicht wirklich etwas tun müssen. „Nicht Schuldig im Sinne der Anklage Euer Ehren.“ Antwortete Carvalho umgehend worauf ein Raunen durch den Saal ging ehe alle Blicke auf Martin lasteten. „Nicht Schuldig Euer Ehren.“ Meinte dann auch Martin, nach seiner Auffassung war Wilmuth weder die Präsidentin noch dieses ganze Gericht eine Institution der Vereinten Nationen, demzufolge hatte er keinen Verrat begangen als er sich gegen sie gewehrt hatte. Der Richter zog daraufhin verächtlich und überrascht eine Augenbraue hoch ehe er meinte: „Könnten Sie dem Gericht erläutern weshalb Sie sich als Unschuldig erachten obwohl Sie nachweißbar aktiv gegen die Regierung gekämpft haben?“ Martin und Carvalho warfen sich daraufhin einen kurzen Blick zu, es war überdeutlich in welche Richtung sich das alles Bewegte. Anschließend schaute Carvalho den Richter mit festem Blick direkt in die Augen und meinte entschlossen: „Man kann keine Regierung Verraten die nicht Existiert euer Ehren. Tanja Wilmuth und Ihre Unterstützer sind nichts weiter als Putschisten welche die Macht entgegen der Verfassung an sich gerissen haben. Es war und ist daher die Pflicht eines jeden Soldaten der Vereinten Nationen alles zu unternehmen um ihrer widerrechtlichen Herrschaft ein Ende zu setzen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger haben ich und alle die in meiner Seite gekämpft haben getan.“, „Lügner!“ kreischte Tanja daraufhin quer durch den Saal so dass Richter Murray erschrocken zusammenfuhr. „Bitte mäßigen Sie Ihren Tonfall Präsidentin Wilmuth.“ Meinte er dann tadelnd ehe er fortfuhr: „Tanja Wilmuth hat die Regierungsgeschäfte gemäß Paragraph 10 der Verfassung übernommen Herr Carvalho, ich kann keine Unrechtmäßigkeit darin fest stellen.“ Martin sah daraufhin wie Carvalhos Augenbraue bis unter seinen Haaransatz wanderte als er eben jene ungläubig hochzog. Es stimmte zwar das der Paragraph 10 in der Verfassung der Vereinten Nationen es Theoretisch ermöglichte die Bisherige Regierung zu entmachten, doch das war nur möglich wenn die Bisherige Regierung nachweißlich gegen die Interessen des eigenen Volkes eine Selbstzerstörerische Politik betrieb. Derartiges hatte Martin beim besten Willen nicht in den Handlungen der Regierung unter Präsident Makowski nicht erkennen können. „Dem kann ich nicht folgen euer Ehren.“ Meinte Carvalho dann kurz angebunden, vermutlich weil ihm sehr wohl klar war das jedwede sachliche Argumentation von vorneherein Sinnlos war. Der einzige Existenz Grund dieses Verfahrens war es die Schuld all derer öffentlich fest zu stellen die sich weigerten Wilmuth ihre Gefolgschaft zu schwören. „Kennen Sie beide die Verfassung denn nicht?“ fragte Richter Murray dann provokant. „Doch euer Ehren. Genau aus diesem Grund weiß ich das Frau Wilmuth illegal in ihre jetzige Position gekommen ist.“ Beharrte Carvalho entschlossen aber völlig emotionslos seine Selbstbeherrschung war wirklich beeindruckend. „Sie verhalten sich ausgesprochen uneinsichtig Herr Carvalho.“ Stellte Richter Murray daraufhin fest. „Es gibt lediglich nichts einzusehen euer Ehren.“ Antwortete Carvalho all glatt während er dem Richter noch immer mitten in die Augen sah. Der Blick des früheren Admirales musste dabei so entschlossen sein das der Richter sich abwandte und meinte: „Wenn Sie oder Ihr mit Angeklagter nichts weiter außer haltlosen Anschuldigungen vorzubringen haben können wir fortfahren.

„Die Anschuldigungen sind nicht haltlos, nicht dass das hier und jetzt einen Unterscheid machen würde.“ Stellte Martin dann kühl fest und bemerkte dabei aus dem Augenwinkle wie Tanja Wutschaubend begann mit dem Kiefer zu mahlen. „Hast du geglaubt wir würden diese Show einfach über uns ergehen lassen, oder was?“ fragte sich Martin dann Schadenfroh. Zwar wusste er das seine und auch Carvalhos rebellische Äußerungen schlussendlich keinen Unterschied machen würden, das Aufgezeichnete Bildmaterial der Verhandlung wurde mit Sicherheit noch nachbearbeitet bevor es der Öffentlichkeit vorgelegt wurde doch das änderte nichts an dem Triumphierenden Gefühl zu sehen wie die Verbal angegriffenen um Fassung ringen mussten. Alle in diesem Saal anwesenden wussten vermutlich tief in ihrem inneren das Martin und Carvalho recht hatten, was die Provokationen der beiden nur noch Wirkungsvoller machte. „Genug! Das reicht jetzt Sie beide. Aufgrund der erdrückenden Beweislage und der absolut mangelnden Kooperationsbereitschaft der Angeklagten in Kombination mit extremer Frechheit eben jener, verurteile ich Antonio Carvalho und Martin Möllers hiermit im Namen des Volkers der Vereinten Nationen zum Tod durch die Schusswaffe. Das Urteil wird sofort vollstreckt!“ meinte Richter Murray dann mit funkelnden Augen, es war klar das er sich schon die ganze Zeit auf diesen Zeitpunkt gefreut hatte. „Gib Menschen Macht und du siehst wie sie wirklich sind…“ dachte sich Martin dann innerlich den Kopf schüttelnd. Ehe er seine Körperhaltung straffte, er würde dem Tod entgegentreten wie ein Mann und Soldat, nicht wie ein Feigling.
~~~Ende Kapitel 71~~~

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07 Jun 2019 16:00 #89825 by Jack Hunter
Replied by Jack Hunter on topic Reise ins Unbekannte
Unglaublich, diese Wilmuth ist ja mehr als nur Irre und machthungrig, die ist schon abartig größenwahnsinnig! Was muss die für ein riesen Ego haben. Wie kann man nur Atomwaffen auf die eigenen Leute einsetzen, und dass nur um die angeblichen Rebellen, die sogenannten Putschisten zur Aufgabe zu zwingen? Reiner Irrsinn! Und jetzt ist Martin auch noch ihrer Gnade (welche sie ja nicht besitzt) ausgeliefert. Erst war er ein Held, von jedem gefeiert, dann ein guter Anführer der Loyalisten, und nun als ein Mann gebrandmarkt, der angeblich die Regierung stürzen wollte, was ja wohl eindeutig von Tanja Wilmuth ausging, doch nicht zu untermauern ist, weil sie natürlich sämtliche Machtpositionen mit Regierungstreuen besetzt hat. Nein, sowas hat Martin wahrlich nicht verdient. Die einzige Wendung, die ich mir vorstellen kann, die ihm jetzt noch "retten" kann, wäre ein tatsächlicher Angriff der Arachniden, den Wilmuths Getreuen selbstverständlich nicht abwehren können und dadurch einige Leute Martin benötigen, um Hilfe von Arlana zu bekommen. So oder so ähnlich denke ich mir das. :D

PS: Man könnte meinen du hast dich bei Tanja Wilmuths Charakter von Trump und Erdogan inspirieren lassen. ;)

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08 Jun 2019 15:38 #89827 by Todesgleiter
Replied by Todesgleiter on topic Reise ins Unbekannte
@Jack Hunter: Das Tanja Wilmuth nichtmehr ale Lockenwickler im Nachttisch hat sollte mittlerweile ja eigentlich klar sein, kein Geistig gesunder Mensch würde den eigenen Staat in einer so existensiell kritischen Phase destabiliseren. Ihr Caharcter ist aber nicht nach einem spezifischen Politiker der Gegewart gestaltet, sie ist einfach nur die Typisch Machthungrige Geistesgestörte Politikerin^^

@all: weiter geht's:
Kapitel 72: Intervention

Mit durchgedrücktem Rücken stand Martin neben Carvalho der eine ähnlich selbstbewusste Körperhaltung gewählt hatte. Beide Männer standen dabei vor dem großen Richterpult des Saals das mit einer Matte aus Kevlar und einer dahinter liegenden Gummi Schicht abgedeckt worden war um den Marmor vor dem zu schützen was nun kommen würde. Unter Martins Füßen befand sich dabei ein geschickt verborgener Gitterrost der als Ablauf dienen konnte, denn was nun folgen würde, würde sehr, sehr Blutig werden. „Das ist Barbarisch.“ Dachte sich Martin dann während er mit versteinert entschlossenem Blick geradeaus auf die Soldaten blickte die vor einem Scheinwerfer Posierten und ihre Waffen fest umklammert hielten. Es war dabei aufgrund ihrer Helme mit blickdichten Visieren unmöglich festzustellen was sie von der Situation hielten. Martin war jedoch davon überzeugt dass sie Feuern würden wenn der Befehl kam, ansonsten würden sie nicht hier stehen. Immerhin würde Tanja das Risiko sich vor laufender Kamera zu blamieren wohl nicht eingehen. „Jetzt bringt es schon zu Ende.“ dachte sich Martin dann während er mit einem Ohr mithörte wie Tanja Wilmuth irgendwas vom Triumpf der Gerechtigkeit erzählte. Natürlich wurde die Exekution ebenfalls mit gefilmt, es ging schlussendlich darum ein Exempel zu statuieren. Schließlich richteten sich die Scheinwerfer auf Martin und Carvalho, welche beide ihre Augen im Angesicht des blendenden Lichtes offen Liesen, beide zeigten mit ihrer Körpersprache das sie ungebrochen waren. Dann trat Richter Murray vor Martin und Carvalho und fragte mit theatralisch Schicksalsschwerer Stimme: „Antonio Carvalho haben Sie noch etwas zu sagen?“, „Nur das Sie sich alle an diesen Tag erinnern sollten wenn die Arachniden kommen um zu beenden was Sie angefangen haben.“ Meinte Carvalho trotzig. Der Richter verkniff sich daraufhin eine Erwiderung und fixierte Martin ehe er meinte: „Martin Möllers, haben Sie einige letzte Worte?“, „Ich sterbe mit dem Gewissen nichts falsch gemacht zu haben, als Soldat. Können Sie das von sich behaupten wenn Ihre Zeit gekommen ist Herr Murray?“ meinte Martin umgehend spöttisch. Erneut verkniff sich der angesprochene eine Erwiderung, welche ihm jedoch offenkundig auf der Zunge lag und drehte sich um, um in die Kameras zu Blicken. Während der Richter daraufhin noch etwas in die Kameras sprach machte sich in Martin eine unheimliche Ruhe breit, er wusste dass seine letzten Minuten gekommen waren und es störte ihn nicht. Er hatte seinen Frieden mit dem Universum gemacht.

Während Martin innerlich zur Ruhe kam und sich mit seinem Schicksal abgefunden hatte, waren die Gedanken von jemand anderem alles andere als ruhig. „Das ist einfach undenkbar, wie konnten Sie nur so tief sinken?“ fragte sich Arlana selbst während sie die Übertragung aus dem Gerichtsgebäude verfolgte. Für eine Ymar wie Sie war es nicht schwierig der Übertragung zu folgen während sie Ihren Pflichten als Ga’quera nachkam. Das bedeute jedoch nicht dass die Geschehnisse auf der Erde leichter für sie zu verarbeiten waren. „Sie waren so vielversprechend und zerstören alles was sie selbst geschaffen haben nun wieder, die Arbeit von Jahrtausenden, nutzlos.“ Dachte sie sich dann während eine einzige Kristallklare Träne ihre Wange hinunter lief. Die Menschen verstanden nicht wie viel ihre Zivilisation den Ymari bedeute, sie konnten es nicht Verstehen denn sie wussten nicht was die beiden Spezies miteinander verband. Die eine Uralt und so mächtig wie Götter, die andere Jung, aber voller Tatendrang. Dazu kam das Arlana eine Persönliche Beziehung zu den Menschen aufgebaut hatte, etwas das die meisten anderen Ymari nicht getan hatten da sie nie in Kontakt mit den Menschen, oder Ykan wie die Menschen in der Sprache der Ymari hießen gestanden waren. Über drei Jahrhunderte hatte sie nun über die Junge Zivilisation gewacht, unbemerkt aber immer präsent. In einer so langen Zeit ließ es sich nicht vermeiden eine Gewisse emotionale Bindung aufzubauen. Die Momentanen Geschehnisse trafen Arlana daher Persönlich obwohl sie selbst im wahrsten Sinne des Wortes über dem Geschehen schwebte.

„Es ist falsch.“ Stellte Arlana dann für sich selbst fest während sie Hilflos zusah wie die Soldaten ihre Waffen anlegten und zielten. „Es ist falsch zum zusehen verdammt zu sein. Was nützt einem die Macht, die jüngere Zivilisationen Göttern zuschreiben wenn an sie nicht nutzen darf?“ fragte sie sich dann selbst, obwohl ihr natürlich vollauf bewusst war warum es den Ymari verboten war sich in die Angelegenheiten jüngerer Spezies einzumischen. Trotz all ihrem Wissen waren auch die Ymari nicht perfekt, auch sie konnten Fehler machen und eine Situation falsch einschätzen. Es war daher durchaus wahrscheinlich dass eine gut gemeinte Intervention exakt das Gegenteil zur Folge hatte. Doch dieses Wissen änderte nichts an ihren Gefühlen. Es fühlte sich falsch an zuzusehen. Es fühlte sich grauenvoll an einfach daneben zu stehen und zuzusehen wie Leute die man als Freunde betrachtete für Verbrechen hingerichtet wurden die sie nie begangen hatten. Hingerichtete von Leuten die selbst Verbrechen verübt hatten die sich jeder rationalen Betrachtungsweise wiedersetzten. „Was bin ich Wert wenn ich einen Freund sterben lasse?“ fragte sich Arlana dann selbst wobei eine grimmige Entschlossenheit in ihr heranwuchs. Sie war Ga’quera von Aechia Selarim, sie war das mächtigste Individuum im Umkreis von tausenden Lichtjahren. Keine Macht auf Erden konnte sich auch nur mit der Ihren Messen, wer wenn nicht sie sollte diesem Wahnsinn ein Ende bereiten? „Genug ist genug. Jede Regel kennt eine Ausnahme.“ Dachte sie sich dann und fasste einen folgenschweren Entschluss. Sie würde dem ein Ende setzen, auch gegen die Allgemeinen Regeln ihres Volkes. „Es tut mir leid dass ich euch enttäusche, aber es muss sein.“ Sandte Arlana dann als letzte Botschaft an die Heimat, wohl Wissend das sie mit dem was sie nun vorhatte unter Umständen das Vertrauen das ihr entgegengebracht wurde enttäuschte, ehe sie alle Verbindungen zum Rest ihres Volkes trennte für eine Ymar war all das möglich ohne sich auch nur Bewegen zu müssen. Anschließend unterbrach sie mithilfe der Kommunikationssysteme ihres Schiffes rabiat jedwede drahtlose Kommunikationsverbindung der Menschheit im Sonnensystem und spielte stattdessen ihre eigenen Mitteillung ein, das knacken der Verschlüsslungen hatte dabei nicht einmal eine Nanosekunde benötigt. Gleichzeitig versetzte sie ihr Schiff und alle untergeordneten Einheiten in Gefechtsbereitschaft, die Menschen hatten keine Ahnung was auf sie zukam. Davon war Arlana vollauf überzeugt als sich ihr Schiff mit der grimmigen Unaufhaltsamkeit eines vagabundierenden Neutronensternes in Bewegung setzte.

Gleichzeitig brach im Kommandozentrum der Streitkräfte der Vereinten Nationen die absolute Panik aus: „Alarmstufe rot, wir haben einen komplette Kommunikationsausfall!“ meldete Leutnant Davis überrascht, von jetzt auf gleich waren sämtliche Kommunikationsverbindungen unterbrochen worden, so etwas hatte er noch nie zuvor erlebt. „Sir, wir haben ein Invasives Signal im System, es hat jegliche Sicherheitssysteme überwunden!“ meldete dann einer der Untergeben des Leutnants. „Was?! Fragte Leutnant Davis überrumpelt. „Es ist eine Botschaft Sir, Audio und Video.“, „Zeigen Sie her!“ verlangte Davis sofort während seine Gedanken rasten, wer auch immer für diesen Digitalen Angriff verantwortlich war, er war schnell. „Menschen der Erde, mit Bedauern musste ich verfolgen wie ihr den Weg der Selbstzerstörung gewählt habt. Dies ist meine erste und letzte Warnung an die momentan Herrschende Regierung der Vereinten Nationen. Ergeben Sie sich umgehend und geben Sie Ihre Befugnisse an die Rechtmäßigen Eigentümer zurück oder ich werde sie dazu zwingen. Jedweder Widerstand wird mit unnachgiebiger Härte beantwortet werden. Sie haben exakt zwei Erdenminuten Zeit für Ihre Entscheidung.“ Erzählte die Melodische Stimme einer elegant wirkenden jungen Frau mit langem Haar darauf. Die Klangfärbung ihrer Stimme war dabei definitiv drohend und Leutnant Davis wusste sofort um wen es sich handelte. Noch während dem Leutnant daraufhin ein eiskalter Schauer den Rücken hinunterlief meldete sich ein weiterer seiner Untergebenen: „Sir, ich habe die Präsidentin in der Leitung. Sie will den Wachhabenden Offizier sprechen, sofort.“, „Geben Sie her.“ Antwortete Davis sofort. Als Schutz gegen derartige Cyber Attacken verfügten die Vereinten Nationen über ein Netzwerk aus Kabelgebundenen Kommunikationssystem die unempfindlich gegen drahtlose Störungsversuche waren. „Leutnant Davis Hört Ma’am.“ Meldete ich Davis dann. „Leutnant was ist hier los?!“ fragte die Stimme von Tanja Wilmuth daraufhin, sie hörte sich definitiv Fuchsteufelswild an. „Wir werden Angegriffen Ma’am.“ Antwortete Davis umgehend. „Das habe ich auch gemerkt, was für Informationen haben Sie noch?“ fragte die Präsidentin umgehend aufgebracht.

Leutnant Davis warf daraufhin einen kurzen Blick auf den Primären Statusbildschirm und fröstelte bei dem was er darauf sah. Die Teleskope welche das Ymari Schiff im Auge behielten, da es unsichtbar für Radarsysteme war, meldeten Bewegung eben jenes Schiffes. Es näherte sich der Erde und zwar in einer Beängstigenden Geschwindigkeit. „Das Ymari Schiff nähert sich uns schnell, es scheint als würden die Aliens Ihre Übernahme Pläne nun beschleunigen.“ Antwortete er daher. „Schießen Sie es ab, sofort!“ befahl die Präsidentin daraufhin. „Ja Ma’am.“ Bestätigte Davis ehe er seinen Kommunikator Stummschaltete und befahl: „Alle erreichbaren Raketenstellungen In Reichweite sollen das Ymari Schiff Angreifen, mit allem was wir haben!“, „Bestätigt, Angriffsbefehle übermittelt!“ meldete einer der Soldaten im Raum umgehend. Nur kurz darauf waren auf dem Überwachungsschirm hunderte von Marschflugkörpern zu sehen die in diesem Moment starteten. „Jetzt seid ihr dran.“ Dachte sich Davis dann mit Blick auf das Ymari Schiff das noch immer stur Kurs hielt und sich weniger beeindruckt zeigte.

„Ich schätze das heißt nein.“ Dachte sich Arlana währenddessen. Natürlich hatten die Sensoren ihres Schiffes die Waffen sofort geortet die sich in diesem Moment näherten. „Wie ihr wollt.“ Stellte sie dann fest und veranlasste die taktischen System des Schiffes zu starten, die Raketen waren keine Bedrohung nicht einmal ein Ärgernis. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance das Schiff auch nur zu Beschädigen selbst wenn sie alle trafen. Doch so weit würde es nicht kommen. „Ihr habt keine Ahnung mit welchen Mächten ihr euch angelegt habt.“ Stellte Arlana dann düster und bedauernd fest ehe die Marschflugkörper nahezu Zeitgleich in der oberen Erdatmosphäre Explodierten, derartig Primitive Waffen waren keine Herausforderung für die Verteidigungssysteme eines Ymari Raumschiffes. „Habt ihr wirklich geglaubt es wäre so einfach?“ dachte sich Arlana dann mitleidig den Kopf schüttelnd, sie mochte kaum Militärische Erfahrung haben doch das war kein Problem. Wie alle Ymari hatte sie eine umfangreiche Bildungsphase hinter sich, eine Bildungsphase die länger war als die Lebenserwartung eines Menschen. Sie wusste daher sehr genau dass sie nicht jeden Soldaten auf Erden Persönlich bezwingen musste. Sobald die Aussichtslosigkeit ihres Kampfes offenkundig wurde und die Führungsebene neutralisiert war würden sich die meisten ohnehin ergeben. Und selbst wenn alle Soldaten beschlossen bis zum letzten Mann zu kämpfen würde es keinen Unterschied machen, sie waren keine Gegner.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

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08 Jun 2019 15:40 #89828 by Todesgleiter
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~~~fortsetzung des vorherigen Post~~~

„Alle Waffen neutralisiert Sir!“ meldete einer der Soldaten im Kommandozentrum. „Was?!“ fragte Leutnant Davis sofort. „Ich weiß auch nicht wie die das angestellt haben Sir, aber all unsere Lenkwaffen wurden nahezu Zeitgleich Zerstört. Die Punktverteidigung dieser Ymari muss mit extremer Präzision und Geschwindigkeit arbeiten.“ Rechtfertigte sich der Soldat umgehend, wohl Wissend was ihm drohen konnte wenn sein Vorgesetzter der Meinung war das er die Bemühungen absichtlich verschleppte oder behinderte, die neue Regierung war bekannt dafür kurzen Prozess mit Abweichlern zu machen. Glücklicherweise schien Davis in diesem Moment jedoch viel zu beschäftigt mit der Situation zu sein um an so etwas zu denken. „Versetzen Sie alle Bodentruppen in höchste Alarmbereitschaft wir müssen diese Invasion abwehren!“ befahl Leutnant Davis dann während er sich mit der Hand durch das Haar fuhr. So langsam dämmerte ihm das sie sich gehörig verzettelt hatten, gegen diesen Feind konnten sie nichts ausrichten. „Bestätigt, alle verfügbaren Einheiten werden Mobilisiert!“ bestätigten mehrere Stimmen daraufhin während Davis das Alien Schiff auf einem Monitor beobachtete das sich völlig unbeeindruckt von ihren Bemühungen der oberen Atmosphäre näherte und keine Zeit damit verschwendete einen korrekten Eintrittswinkel zu wählen, es steuerte einfach direkt auf die Erdoberfläche zu und würde demzufolge frontal auf die Atmosphäre Prallen. „Das kann doch nicht sein…“ dachte sich Davis dann als er beobachtete wie das Schiff, einen mächtigen Flammenschweif hinter sich herziehend geradewegs in die Atmosphäre eindrang, ohne auch nur langsamer zu werden. Es schien das die Atmosphärische Reibung, welche sogar einen Schweren Kreuzer der Liberty Klasse mühelos vernichten konnte, diesem Schiff nicht anhaben konnte. „Vielleicht hatte Möllers doch recht…“ schoss es Davis dann durch den Kopf, nichts aber auch gar nichts schien diese Ymari aufhalten zu können wenn sie sich etwas vorgenommen hatten.

Martin beobachtete unter dessen das Spektakel das sich ihm bot, ohne Vorwarnung war Carvalhos und seine Exekution aus dem Fokus geraten, aus den Gesprächen welche Tanja Wilmuth führte hatte er sich daraufhin zusammengereimt das sie angegriffen wurden. Und die unverkennbare Panik die sich innerhalb von Sekunden breit gemacht hatte verdeutlichte dabei das dieser Angriff durchaus ernst zu nehmen war. „Was meinen Sie, die Arachniden, oder die Chyrant?“ fragte Martin dann Carvalho in einem der Situation definitiv nicht angemessen Plaudertonfall, allerdings ließ sich alles sehrt viel einfacher ertragen wenn man mit seinen eigenen Ableben sowieso schon abgeschlossen hatte. Carvalho zuckte daraufhin mit den Schultern und meinte: „Weiß ich nicht, vielleicht haben sie ja auch beide entschlossen ihren Konflikt hier auszutragen.“, „Nun dann werden wir definitiv noch Zeugen eines hübschen Feuerwerkes.“ Stellte Martin sarkastisch und mit einer mehr als ordentlichen Portion Galagenhumor fest. Allerdings horchte Martin daraufhin auf als er Wilmuth sprechen hörte: „Das ist meine letzte Warnung, ziehen Sie sich zurück, oder ich werde dafür sorgen das es keine Menschen mehr gibt welche Sie versklaven können!“, „Sie versucht mit weiteren Nuklearschlägen zu drohen? Das ergibt keinen Sinn…“dachte sich Martin dann, weder die Arachniden noch die Chyrant würden sich nach aktuellem Stand der Kenntnisse großartig darum scheren ob die Menschheit sich selbst auslöschte oder nicht. „Leutnant, Feuern Sie alle Strategischen Waffen ab!“ befahl Wilmuth dann mit einer Tonlage die definitiv eine Oktave zu hoch für sie war. „Die Frau ist völlig Wahnsinnig.“ Dachte sich Martin dann und schüttelte den Kopf, die völlige Bedenkenlosigkeit mit der Wilmuth den Tod von Millionen, wenn nicht gar Milliarden von Menschen und mindestens ebenso vielen anderen Lebewesen anordnete nur weil sie es konnte, Liesen einem wirklich die Haar zu Berge stehen.

Gerade als Martin sich dann fragte ob auch eine Nuklearwaffe auf seinen Kopf fallen würde, was er durchaus bezweifelte, Tanja Wilmuth war nicht der Typ Mensch der bereit war sich selbst zu Opfern, hörte er eben jene kreischend Fragen: „Was meinen Sie mit Kontakt Verloren?!“ Nur wenige Sekunden darauf begann sie dann weiter zu sprechen: „Wie können sich denn hunderte von Raketen in Luft auflösen Leutnant?! Verflucht, tun Sie was!“ Dann stolperte auf einmal ein Soldat mit kreidebleichem Gesicht und unnatürlich geweiteten Augen in den Raum und meldete: „Sie sind direkt über uns, sie starten irgendwelche Flugkörper, sämtliche Flugabwehrstellungen sind außer Gefecht gesetzt, die Abfangjäger abgeschossen!“ Noch während sich sämtliche Anwesenden sich schockiert zu dem Schwer atmenden Soldaten herumdrehten blitzte es auf einmal grell auf und Martin bemerkte dass das Dach der Halle von jetzt auf gleich verschwunden war, es war nicht gesprengt worden, es war einfach verschwunden. Als er dann nach oben sah verlor auch er kurzzeitig jedwede Selbstbeherrschung und starrte mit offenem Mund auf das sich bietende Spektakel. Direkt über dem Regierungskomplex und der sich darum schlingenden Stadt hing ein gewaltiges Raumschiff knapp unter der Wolkendecke es war so groß das es Teilweise wieder in den Wolken verschwand, doch man sah genug um seine Titanischen Ausmaße begutachten zu können, es war definitiv größer als der ganze Regierungskomplex und die eindeutige Sternenform mit den leuchtend blauen Mustern auf der Silbergrauen Außenhaut identifizierten es eindeutig als ein Ymari Schiff. Zwischen den, aufgrund der Orientierung des Schiffes waagerecht zum Horizont verlaufenden Sternzacken schwebte dabei ein Formationsloser Schwarm aus Silber glänzenden Punkten hervor der sich über die ganze Stadt verteilte. „Heilige Maria Mutter Gottes…“ hörte Martin dann Carvalho neben sich sagen und musste definitiv zustimmen dass das Schiff in diesem Moment sehrt viel Respekteinflößender wirkte als zuvor im All, erst jetzt wurde einem Bewusst wie groß und unaufhaltsam es wirklich war. „Wie eine Naturgewalt.“ Dachte sich Martin dann schaudern, jetzt ergaben die Aussagen der anderen Leute natürlich einen Sinn, gegen ein Ymari Schiff konnte das gesamte Waffenarsenal der Vereinten Nationen nichts ausrichten.

Plötzlich schossen dann vier silberfarbene Objekte durch das offene Dach in den Raum, Martin erkannte sie sofort als die Kugelförmigen Drohnen welche Arlana auch verwendet hatte um sein Schiff nach der Schlacht über dem Mars zu erkunden. „Schützt die Präsidentin!“ rief dann irgendjemand und mehre Soldaten hoben Ihre Waffen um die Drohnen ins Visier zu nehmen. „Viel Glück.“ dachte sich Martin daraufhin sarkastisch, auch wenn er den Mut und die Ergebenheit der Soldaten definitiv bewunderte so fragte er sich doch was sie sich in diesem Moment dachten, glaubten sie wirklich mit ihren Gewehren irgendwas ausrichten zu können? Dann eröffneten die Soldaten das Feuer, oder starteten zumindest einen ernst gemeinten Versuch. Noch bevor ihre Finger fähig gewesen waren die Abzüge ihrer Waffen zu betätigen blitzen mehrere kurze Hellblaue Blitze auf und teilten die Waffen säuberlich der Länge nach in zwei Hälften, die Soldaten selbst dagegen waren nicht verwundet worden, ein beeindruckendes Zeugnis von nicht nur Zerstörungskraft sondern auch Präzision. Ymari Waffensystem konnten nicht nur faktisch jedes Ziel bezwingen sondern waren dabei Präziser als alles was bislang von Menschenhand geschaffen worden war. Noch während daraufhin mehrere überraschte und schockierte Ausrufe zu hören waren hatten die Drohnen ihre Strecke bewältigt und schwebten nun etwa einen Meter über dem Boden. Die blau leuchtenden Augen den Soldaten zugewandt. Die Formation der Drohnen erinnerte dabei definitiv an eine Verteidigungsformation, wie als würden die Außerirdischen Maschinen Martin und Carvalho schützen. „Tun Sie was!“ verlangte Tanja Wilmuth daraufhin an einen ihrer Loyalen Soldaten gewandt. „Was denn Ma’am, wir haben keine Waffen mehr.“ Antwortete dieser eingeschüchtert, offenbar wurde den meisten der Männer und Frauen erst in diesem Moment wirklich klar welchen Mächten sie gegenüber standen.

Plötzlich verschwand eine der Gepanzerten massiven Stahltüren welche von dem Gerichtssaal in den Gefängnisstrakt führte, in einem weiteren kurzen blauen Blitz. Ähnlich dem Dach des Gebäudes, war die Tür daraufhin einfach verschwunden, es gab außer dem Leeren Türrahmen überhaupt keine Anzeichen mehr dafür dass dort jemals eine Tür gewesen war. Durch den nun offenen Türrahmen traten dann drei schlanke gestalten in den Raum. Sie trugen den ganzen Körper bedeckende Hellgraue Rüstungen mit dazu passenden Helmen. Dass es sich bei den Kleidungsstücken um Rüstungen handelte vermutete Martin dabei zwar lediglich, doch die Tatsachen dass jeder Quadratmillimeter Haut bedeckt war und die Waffen in den Händen der Gestalten waren ziemlich eindeutige Hinweise. „So sehen also Ymari Soldaten aus.“ Dachte sich Martin dann durchaus neugierig. Immerhin hatte er außer Arlana noch nie zuvor andere Ymari gesehen, er war daher neugierig ob sie als Archetyp, sowohl Physisch als auch Psychisch für ihre Spezies taugte oder nicht. „Stoppen Sie sofort!“ kreischte Tanja Wilmuth dann in Richtung der drei Gerüsteten. Die Gesichtslosen Köpfe wandten sich daraufhin der selbsternannten Regierungschefin zu ehe auf einmal alles Blitzschnell ging. Ohne Vorwarnung hörte Martin einen lauten Knall und registrierte erst einen Augenblick später den Einschlagskrater im Boden wo noch einen Augenblick früher einer der Ymari Soldaten Gestaden hatte. Der betreffende Soldat selbst stand dabei nun auf der Wand welche den Raum einfasste und früher das Dach getragen hatte und hob in diesem Moment ein Großkalibriges Scharfschützengewehr aus den Händen eines absolut entgeistert wirkenden Soldaten. „Himmel sind die Schnell.“ Dachte sich Martin daraufhin, er hatte nicht einmal gesehen wie sich der Soldat bewegt hatte. „Ich an Ihrer Stelle würde mich nun ergeben Frau Tanja Wilmuth.“ Stellte dann ein Martin wohlbekannte Melodische Stimme fest.

Die angesprochene war in der Zwischenzeit Kreidebleich angelaufen und sackte in diesem Moment in sich zusammen. Einer der drei Ymari lief dabei auf sie zu und hielt seine Elegant geformte Waffe dabei so dass er sie jederzeit heben und einsetzen konnte, Martin erkannte an diesem Gang daher sofort einen ausgebildeten Soldaten der sehr genau wusste wie er seine Ausrüstung einsetzen musste. Der dritte Ymar hielt daraufhin auf Martin und Carvalho zu und stoppte etwa zwei Metern vor den beiden Männern. Anschließend wurde die Vorderseite seines Helmes transparent und Martin erkannte Arlanas Gesicht. „Ich grüße Sie Martin Möllers, Antonio Carvalho.“ Meinte diese dann in einem absolut entspannten und neutralen Tonfall. „Das nenn ich mal nenn Auftritt.“ Dachte sich Martin dann, die Ymari wussten wirklich wie man stilecht auf der Bildfläche erschien.

~~~Ende Kapitel 72~~~

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15 Jun 2019 14:38 #89832 by Jack Hunter
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Na, wenn das nicht mal Konsequenzen hat. Hatte ich ja doch recht mit meiner Vermutung, dass Arlana es nicht zulassen würde, dass ihrem Martin was zustoßen soll, nur die Reaktion war etwas drastischer als gedacht. Somit ist es nun mehr als klar - für die Menschen, nicht für uns Leser - dass Arlana viel mehr den Menschen zugetan ist, als manche glauben mögen. Ich denke, diese Einmischung wird nicht ganz ohne Auswirkungen bleiben, für beide Seiten. Bin mal gespannt, wie sich das auswirkt, was aus den Putschisten wird und wie mit Tanja Wilmuth umgegangen wird.

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15 Jun 2019 15:55 #89833 by Todesgleiter
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@Jack Hunter: Arlanas Aktion war eine Machtdemonstration. De Ymari Beherschen Teleportation und verfügen über Waffen deren Zerstörunsgkraft die Menschliche Vorstellunsgkraft sprengt. Wenn Sie gewollt hätte, hätte Arlana auch noch viel drastischer Reagieren und Wilmuth und co. komplett auslöschen können.
Es wird aber definitiv Konsequenzen geben, auch wenn sich das noch ewtas ziehen kann der Erzählöerriche Bogen dieser ganzen Geschichtse spannt sich iregdnwie immer weiter und weiter... Ich hoffe das es mittlwerweile nicht Langweillig geworden ist.

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Kapitel 73: Ehre Verpflichtet

„Äh, die Freude ist ganz unsererseits.“ Erwiderte Carvalho völlig überrumpelt, offenbar musste auch er das Auftauchen der Ymari erst noch verdauen. Arlana setzte zur Antwort ihr umwerfendes lächeln auf und meinte: „Das ist nicht zu übersehen, offenkundig befanden Sie sich in einer höchst unangenehmen Situation.“, „So könnte man das wohl nennen.“ Dachte sich Martin daraufhin. „Die Situation war mehr als nur etwas unangenehm, ich stehe in Ihrer Schuld, schon wieder.“ Meinte Carvalho dann. „Sie schulden mir gar nichts Antonio Carvalho, wenn Sie erlauben werde ich sie nun von diesen Restriktiven Kleidungsstücken befreien.“ Antwortete Arlana und deutete dabei auf die Handschellen die Carvalho und Martin trugen. „Tun Sie sich keinen Zwang an.“ Antwortete Carvalho lediglich und hob die Arme so dass seine Hände in etwa auf Brusthöhe waren. Arlana startete daraufhin einmal mehr breit zu grinsen ehe sie den Handschellen nur einen kurzen Blick zuwarf ehe eben jene sich mit einem kurzen Klacken öffneten und nutzlos zu Boden vielen. Carvalhos schaute daraufhin kurz überrascht zwischen den Handschellen und Arlana hin und her ehe er meinte: „Danke.“, „Keine Ursache.“ Erwiderte Arlana und wandte sich zu Martin um, um festzustellen: „Sie sind sehr schweigsam Martin Möllers.“, „Es ist unhöflich eine Unterhaltung zu stören und ich möchte nicht Unhöflich sein.“ Antwortete Martin umgehend. Arlana begann daraufhin zu kichern und meinte: „Darüber müssen Sie sich wohl keine Sorgen machen. Wenn Sie erlauben werde ich auch Sie von ihren Restriktiven Kleidungsstücken befreien.“ Martin zuckte daraufhin mit den Schultern ehe auch seine Handschellen mit einem Klacken Auseinandersprangen und zu Boden vielen. Martin rieb sich daraufhin kurz die Handgelenke und meinte: „Danke Ga’quera, wieder einmal.“ Arlana grinste daraufhin breit, so dass sie ihre Strahlend weisen Zähne offenbarte und meinte: „Es war und ist mir eine Freude Martin Möllers.“, „Wenn Sie gestatten hätte ich eine Frage Ga‘quera.“ Meinte Carvalho dann höflich. „Ich hatte eigentlich gehofft das wir diese Phase hinter uns hätten Antonio Carvalho. Stellen Sie Ihre Frage, ich werde Sie dafür bestimmt nicht verurteilen.“

Carvalho nickte darauf bevor er zu sprechen begann kurz mit dem Kopf und fragte: „Warum haben Sie uns gerettet Ga’quera?“, „Das ist eine gute Frage Antonio Carvalho. Gedulden Sie sich noch etwas, ich möchte die Geschichte nur einmal erzählen.“, „Selbstverständlich.“ antwortete Carvalho sofort was Arlana ein weiteres Grinsen entlockte, es war unverkennbar das die Reaktionen der Menschen sie selbst in dieser Situation ausgesprochene erheiterten. Definitiv weniger erheitert wirkten dabei Tanja Wilmuth, Richter Murray und andere anwesenden der Rebellenführung die mit zerknirschten Minen auf dem Boden knieten, unter dem Wachsamen Blick von Arlanas Eskorte, jedenfalls vermutetet Martin das, die Visiere der Ymari Soldaten waren absolut blickdicht es war daher unmöglich festzustellen wo sie wirklich hinsahen. Martin war jedoch trotzdem davon überzeugt das die Alien Soldaten jedwede Bewegung bemerken würden. Im nächsten Moment ertönten dann wieder Schritte und der gestürzte Präsident Viktor Makowski Schritt mit verwirrter Miene und Eskortiert durch zwei weitere Ymari Soldaten in den Raum, wobei er die sich bietende Szenerie überwältigt musterte. Bei dem Anblick des zwar ziemlich verunsichert wirkenden, Körperlich jedoch augenscheinlich unversehrten Mannes viel Martin daraufhin ein Stein vom Herzen, der Präsident war ein fähiger Anführer es tat gut zu wissen das er nicht dem Blutdurst der Handlanger Tanja Wilmuths zum Opfer gefallen war. „Herr Präsident Sir.“ Grüßte Carvalho dann korrekt sobald er seinen früheren Ranghöchsten Vorgesetzten erblickte. Diese Aussage entlockte den festgesetzten Rebellen dabei ein missmutiges Schnauben, allerdings hatten sie sich alle zu gut im Griff um nun die Nerven zu verlieren, sie waren sich der Alien Waffen welche auf sie zielten wohl in vollem Umfang bewusst.

„Admiral Carvalho?“ fragte der Präsident daraufhin. „Ja Sir, auch wenn der Rang im Moment wohl zur Debatte steht.“ Antwortete Carvalho mit Seitenblick auf die festsetzten Rebellen. Der Präsident folgte Carvalhos Blick daraufhin worauf sich seine Miene zu einer herablassenden Fratze verzerrte, es war ziemlich klar was der Präsident von diesen Leuten hielt. „Ich verstehe.“ Meinte der Präsident dann ehe er seinen Blick auf Arlana richtete, wobei Martin definitiv so etwas wie Ehrfurcht in seinen Zügen Lesen konnte, Viktor Makowski hatte sehr wohl Verstanden das er es mit einer Macht zu tun hatte welche die Menschliche Vorstellungskraft sprengte. „Ga’quera Arlana von Aechia Selarim, was sind Ihre Forderungen?“ fragte der Präsident dann mit schwerer Stimme. „Mir war nicht Bewusst dass ich in einer derartigen Situation Forderungen stellen muss Präsident Makowski.“ Antwortete Arlana umgehend. „Sie müssen nicht, aber sie erwarten doch mit Sicherheit irgendeine Form von Kompensation für Ihre Mühen, oder müssen wir uns nun als Vasallen des Vereinten Reiches von Aphyn betrachten?“ erwiderte der Präsident. „Nein, Sie sind natürlich keine Vasallen, Sie können das Schicksal ihres Volkes weiterhin selbstständig bestimmen.“ Antwortete Arlana mit vor Überraschung geweiteten Augen. „Was ist dann der Grund ihres Eingreifens Ga’quara?“ fragte der Präsident nachdenklich, immerhin machte es bislang den Anschein das Arlana einmal mehr in die Bresche gesprungen zu sein schien ohne einen Vorteil für sich selbst oder ihr Volk im allgemeinen daraus zu ziehen. „Es war nötig Präsident Makowski, zudem hätte ich es mir nie verzeihen können zuzusehen wie jemandem den ich als Freund betrachte unrechtmäßiges Leid zugefügt wird. Das waren meine Gründe.“ Antwortete Arlana kurz und bündig, Worauf sich alle Blicke kurz auf Martin richteten, es war allen klar wen sie mit Freund gemeint hatte. Martin fühlte daraufhin ein ungemütliches Prickeln auf der Haut, nie hatte er damit gerechnet das Arlana ihr Verhältnis als derart Wertvoll einschätzen würde. „Wie habe ich das nur angestellt?“ fragte sich Martin dann selbst, ihm war noch immer schleierhaft wie er es zustande gebracht hatte ohne sein eigenes Wissen eine Persöhnliche Beziehung zu der eleganten und verführerischen Alien Frau aufgebaut zu haben. „Ich Verstehe. Wie geht es nun weiter?“ meinte der Präsident dann nach einem Vielsagenden Seitenblick auf Martin, offenkundig ging der Präsident davon aus das er aktiv daran gearbeitet hatte eine Beziehung zu Arlana aufzubauen. „Das hängt von Ihnen ab Präsident Makowski. Wie ich bereits erwähnte habe ich keinerlei Intentionen Ihnen weitergehende Vorschriften zu machen.“ Antwortete Arlana umgehend. „Dann werde Sie uns einfach so die Kontrolle zurückgeben?“ fragte der Präsident daraufhin ungläubig. „Selbstverständlich, meine Truppen halten in diesem Moment sämtliche öffentlichen Installationen der Vereinten Nationen unter Kontrolle und die bisherigen Besatzungen fest. Es ist Ihre Entscheidung wie sie weiter vorgehen möchten. Ich kann die Rebellischen Elemente Ihrer Gesellschaft sowohl weiterhin festhalten bis Ihre Truppen angekommen sind, sie alle zu einem spezifizierten Punkt Transportieren oder auf der Stelle freilassen.“ Erklärte Arlana in einem bequemen Plaudertonfall. Präsident Makowski zog daraufhin die Augenbrauen hoch und meinte: „Es wäre sehr zuvorkommend von Ihnen wenn Sie vorläufig Ihre Truppen vor Ort belassen, jedenfalls bis wir in der Lage sind unsere eigenen Kräfte zu konsolidieren.“

„So sei es.“ Meinte Arlana lediglich zur Bestätigung. „Entschuldigen Sie die Störung Herr Präsident, Ga’quera, aber was ist mit den Strategischen Waffen? Ich habe aus den Geschehnissen geschlussfolgert das sie konfisziert worden sind.“ Fragte Martin dann, immerhin wollte er Wissen wo Tausende von Nuklearwaffen abgeblieben waren. „Sie meinen diese Raketengetrieben Fissionssprengköpfe Martin Möllers?“ fragte Arlana daraufhin und deutete mit der Hand in die Luft über sich. Als Martins Blick der Geste folgte, entgleisten ihm die Gesichtszüge ein weiteres mal. Über dem Gerichtgebäude schwebten unzählige Raketen die in einem Chaotisch anmutenden Knäul angeordnet waren, wie als hätte sie jemand einfach unachtsam zusammen auf einen Haufen geworfen. „Ja…“ antwortete er daher während alle anderen Anwesenden, mit Ausnahme der Ymari Soldaten, ebenso gebannt nach oben blickten, sogar Tanja Wilmuth hatte ihre leise gemurmelten Racheglübbte und Beleidigungen eingestellt und schaute fassungslos nach oben. „Sie können sie gerne zurück haben. Ich habe keinerlei Verwendung für derartige Waffen.“ Stellte Arlana dann beiläufig fest, wie als würde sie über eine normale Pistole oder etwas Vergleichbares sprechen und nicht über genug Nukleare Feuerkraft um die Menschheit auszurotten. „Wir währen Ihnen auf jedenfalls verbunden wenn Sie die Waffen zurück in Ihre vorgesehenen Silos befördern könnten, vorzugsweise ohne dass dabei jemand zu Schaden kommt.“ Meinte der Präsident dann vorsichtig. „Wie Sie wünschen.“ Meinte Arlana lediglich worauf die Raketen kurz aufleuchteten und dann spurlos verschwanden. Der Präsident tupfte sich daraufhin mit seinem Ärmel die Stirn ab auf der sich deutliche Schweißtropfen gebildet hatten ehe er meinte: „Ich bedanke mich bei Ihnen.“, „Nichts zu danken Präsident Makowski.“ erwidere Arlana dann ehe sie meinte: „Bedauerlicherweise werde ich Sie nun verlassen müssen. Es gibt da einen Sachverhallt der meine Umgehende Intervention erfordert.“, „Natürlich, was ist mit den Rebellen?“ meinte der Präsident daraufhin. „Machen Sie sich darum keine Gedanken sie werden unter Kontrolle gehalten wie ich Ihnen versprochen habe.“ Antwortete Arlana wobei Martin etwa an ihrer Körpersprache bemerkte das er noch nie zuvor wahrgenommen hatte: Nervosität. „Alles in Ordnung Ga’quera?“ fragte er daher vorsichtig und rechte schon damit das sie sich um eine Antwort herumdrücken würde. Doch stattdessen antwortete Arlana: „Meine Physische und Psychische Konstitution ist zufriedenstellend, danke der Nachfrage Martin Möllers. Allerdings hat sich durch mein Eingreifen hier eine Situation ergeben welche ich umgehend Persönlich bereinigen muss.“ Antwortete Arlana worauf bei Martin sofort alle Alarmglocken Läuteten, das klang verdächtig danach das Arlana nun in Schwierigkeiten steckte. Immerhin hatte sie selbst gesagt dass die Ymari sich eigentlich nicht in die internen Angelegenheiten anderer Spezies einmischten.

„Ihre Sorgen sind unbegründet, jedenfalls die meisten.“ Hörte Martin dann Arlanas Stimme, sah jedoch keinerlei Bewegungen ihrer Lippen. Er schlussfolgerte daher das sie Ihre Telepathischen Fähigkeiten nutzte um mit ihm zu Kommunizieren, ohne das die anderen etwas davon bemerkten. „Ich mag kein Telepath sein, aber ich sehe Ihre Körpersprache, Sie sind nervös. Wenn ich Ihnen helfen kann, dann zögern Sie nicht zu fragen ich verdanke Ihnen mein Leben und mehr.“ Meinte Martin dann. „Ist es so offensichtlich?“ fragte Arlana daraufhin überrascht auch wenn ihr Körper relativ still hielt. Ebenfalls bemerkte Martin dass sie sich im Moment nebenher mit dem Präsidenten unterhielt. „Wenn man weiß worauf man achten muss ja.“ Antwortete Martin amüsiert. „Nun gut, es stimmt ich bin nervös und ja um es so auszudrücken: Ich könnte in Schwierigkeiten stecken. Zwar in keinen Lebensbedrohlichen Schwierigkeiten, aber dennoch könnte es unangenehme Konsequenzen geben.“ Antwortete Arlana dann. „In diesem Fall ist es meine Pflicht Ihnen zu helfen wo auch immer ich kann. Immerhin haben Sie sich in diese Situation gebracht um nicht nur mich zum wiederholten Male sondern meinen ganzen Staat zu retten, ich schulde Ihnen was.“ Stellte Martin umgehend klar. „Nun… Warum eigentlich nicht. Es sind sowieso alle neugierig darauf einen Menschen kennen zu lernen, aber nun unter einer Bedingung.“ Meinte Arlana dann. „Ich werde selbstverständlich all Ihren Anweisungen folgen.“ Stellte Martin sofort klar. „Das meinte ich nicht. Hör auf mit dieser gespielten Distanziertheit. Wir Ymari geben nicht viel auf Titel und Umgangsformen, also solltest du dich besser daran Gewöhnen.“ Antwortete Arlana und wirkte dabei irgendwie erheitert obwohl sich ihr Gesicht nicht wirklich verändert hatte. Martin vermutete dabei dass die Telepathische Verbindung es ermöglichte die Emotionen des Gesprächspartners irgendwie zu erfühlen. „Wie Sie… äh ich meine du meinst.“ Meinte Martin dann Entschlossen. „Gut, in diesem Fall solltest du deine Aufmerksamkeit jedoch wieder auf deine Umgebung richten.“ Stellte Arlana dann fest.

„Haupt Kapitän Möllers, alles in Ordnung?“ hörte Martin dann Carvalho besorgt fragen. „Ja Sir, Entschuldigung Sir, ich war in Gedanken.“ Meinte Martin sofort während er fest stellte das er während seiner Geräuschlosen Konversation mit Arlana völlig sein Umfeld aus dem Blick verloren hatte, er hatte nicht einmal mitbekommen das er scheinbar angesprochen worden war und hatte demzufolge nicht reagiert. Carvalho zog daraufhin eine Augenbraue ungläubig hoch, enthielt sich jedoch weiterer Fragen, zumindest vorläufig. „Ga’quera Arlana hat soeben vorgeschlagen einen Menschlichen Botschafter zu Ihrem Volk zu bringen um den Ymari die Möglichkeit zu geben aus erster Hand zu erfahren weshalb sie uns beschützt. Aufgrund ihres Verhältnisses zu der Ga’quera und Ihrer Position als Kontaktoffizier, habe ich Sie für diese Rolle Vorgeschlagen Haut Kapitän. Sind Sie damit einverstanden?“ meinte dann der Präsident. „Ja Sir, es wäre mir eine Ehre!“ meinte Martin umgehend mit realer Begeisterung, immerhin bot sich ihm nun die Chance einige seiner Fragen über die Ymari zu beantworten. „In diesem Fall sollten Sie sich von nun als Botschafter der Menschheit verstehen Haupt Kapitän Möllers. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg.“ Stellte der Präsident dann mit einem warnenden Unterton fest. Martin wusste dabei sofort warum er diesen Unterton in der Stimme hatte, wenn Martin seine Aufgabe vergeigen sollte und die Ymari beschlossen dass die Menschheit den Ärger nicht wert war steckten sie alle bis zum Hals in Schwierigkeiten. „Ich werde Sie nicht enttäuschen Sir.“ Stellte Martin daher entschlossen fest. „Treten Sie neben mich Martin Möllers, Botschafter der Menschheit.“ Forderte Arlana dann auf und machte eine einladende Handgeste. „Entschuldigen Sie die Verzögerung, aber ich sollte noch Packen…“ meinte Martin dann, immerhin hatte er nicht vor eine derartig wichtige Reise mit nur einem Satz Kleidung zu bewältigen, außerdem wollte er sich noch von seinen Eltern verabschieden, von denen er hoffte dass sie die Wirren der näheren Vergangenheit ohne Probleme überstanden hatten. „Das wird nicht nötig sein, du wirst alles erhalten was du benötigst.“ Antwortete Arlana dann mit einem heiter klingenden Tonfall. Martin schluckte daraufhin einmal ehe er sich neben die etwa einen halben Kopf größere Alien Frau stellte. „Auf Wiederseen Präsident Makowski, Admiral Carvalho.“ Meinte sie dann ehe es Martin Weiß vor Augen wurde.
~~~fortsetzung im nächsten Post~~~

Autor diverser Fanfictions im hießigen FF bereich.

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